DE1591764C - Oszillatorschaltung mit einem kapazitiv abstimmbaren Parallelresonanzkreis - Google Patents
Oszillatorschaltung mit einem kapazitiv abstimmbaren ParallelresonanzkreisInfo
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- DE1591764C DE1591764C DE1591764C DE 1591764 C DE1591764 C DE 1591764C DE 1591764 C DE1591764 C DE 1591764C
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Oszillatorschaltung mit einem kapazitiv durchstimmbaren
Parallelresonanzkreis, insbesondere zur Verwendung in Abstimmeinheiten für wenigstens zwei
Frequenzbereiche, mit einem Verkürzungskondensator zur Veränderung der Kapazitätsvariation der
einstellbaren Oszillatorkreiskapazität und mit einem Schalter zur stufenweisen Veränderung der Osziliatorkreisinduktivität
zwecks Frequenzbereichumschaltung.
Bei einer derartigen bekannten Schaltung für Lang-, Mittel- und Kurzwelle bei Rundfunkempfänger sind
vier in Reihe geschaltete' Induktivitäten vorgesehen, wobei je eine für Mittel-, Kurz- und Langwelle vorgesehen
ist und bei Empfang der Langwellen alle eingeschaltet sind, bei Mittelwelle die Langwelleninduktivität
kurzgeschlossen ist und bei Empfang von Kurzwellen auch die Mittelwelleninduktivität kurzgeschlossen ist. Eine Induktivität dient als Drossel
für die Anodeazuleitung zur Röhre. Den drei frequenzbestimmenden Induktivitäten ist ein variabler Kondensator
in Reihe mit einem Festkondensator parallel geschaltet. Weiterhin ist zwischen die Langwelleninduktivität
und die variable Kapazität ein Verkürzungskondensator für Langwelle und ein Verkürzungskondensator für die Kurzwellen eingeschaltet, wobei
derjenige für die Langwelle beim Empfang der Kurzwelle mit kurzgeschlossen wird. Bei derartigen Schaltungen
dient bekanntlich der Verkürzungskondensator im Oszillatorkreis dazu, die Kapazitätsvariation des
Drehkondensators für die einzelnen Bereiche derart zu erweitern bzw. zu verringern, daß trotz erforderlicher
anderer Kapazitätsvariationsbereiche in den einzelnen Frequenzbereichen immer der gleiche
Drehkondensator verwendet werden kann. Da in der Regel der Oszillator-Drehkondensator mit demjenigen
der I-!F-Kreise auf einer Achse sitzt, kann dies nicht
durch eine besondere Antriebsvorrichtung in einfacher Weise geschehen.
Entsprechende Schaltungen, sind auch bei Verwendung von Kapazitätsvariationsdioden für Abstimmzwecke
erforderlich, da diejenigen von Eingangsund Oszillatorkreis gemeinsam über einen Spannungsteiler
eingestellt werden.
Durch die eben erwähnte Schaltung ist es möglich, diese erforderlichen Kapazitätsvariationen zu erreichen.
Jedoch wird durch die Anordnung des kurzzuschließenden Verkürzungskondensators in Reihe
mit der Induktivität für den tieferen Frequenzbereich der Resonanzwiderstand des Parallelschwingkreises
verkleinert. Dies kann zur Folge haben, daß bei den unteren Abstimmfrequenzen des tieferen Frequenz-•
bereiches die Oszillatorschwingungen aussetzen.
Mit der vorliegenden Erfindung soll unter anderem die Aufgabe gelöst werden, eine Oszillatorschaltung
so aufzubauen, daß die Kapazitätsvariation der Oszillatorkreiskapazität
umgeschaltet werden kann, ohne daß der Resonanzwiderstand des Schwingkreises verringert
wird. Weiterhin soll zur Umschaltung von zwei Frequenzbereichen lediglich ein einziger Schalter vorgesehen
sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verkürzungskondensator in Reihe zur
einstellbaren Kapazität liegt und für den tiefsten Frequenzbereich (z. B. VHF-Band I) ausgelegt ist und in
Reihe mit diesem eine Induktivität geschaltet ist, die in diesem Frequenzbereich praktisch unwirksam ist,
jedoch den Verkürzungskondensator im höheren Frequenzbereich (z. B. VHF-Band III) auf einen hierfür
erforderlichen' höheren Kapazitätswert transformiert.
Durch diese, erfindungsgemäße Schaltungsanordnung wird erreicht, daß bei Einschaltung des tieferen
Frequenzbereiches, d. h., wenn beide frequenzbestimmenden Induktivitäten eingeschaltet sind, die Schaltung
so wirkt, als ob nur der veränderbare Kondensator und die Verkürzungskapazität vorhanden seien.
Zur Einschaltung des höheren Frequenzbereiches braucht lediglich die frequenzbestimmende Induktivität
des tieferen Frequenzbereiches kurzgeschlossen zu werden. Da für den höheren Frequenzbereich die
dem Verkürzungskondensator in Reihe geschaltete Induktivität wirksam wird, wirkt sich dies so aus, als
ob die Verkürzungskapazität vergrößert sei. Hierdurch tritt die gewünschte Vergrößerung der Kapazitätsvariation
des Oszillatorkreises ein. Die Erfindung ist beispielsweise besonders vorteilhaft anwendbar
in den Fernsehfrequenzbereichen Band I und Band III, da bei diesen die Oszillatorfrequenzvariation vom
Band I von 1,16 auf 1,24 Band III geändert werden muß.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß die erfindungsgemäße Reiheninduktivität zum
Verkürzungskondensator eine Gleichlaufabstimmung im höheren Frequenzbereich möglich macht. Dies
kommt dadurch zustande, daß eine geringe Änderung
der Induktivität vorwiegend bei den tiefsten Oszillatorfrequenzen des höheren Frequenzbereiches wirksam
ist, während bei den höchsten Frequenzen praktisch keine Beeinflussung vorhanden ist.
1 591 ?β4
Außerdem ist von besonderem Vorteil, daß bei Verwendung von Schalterdioden zur Frequenzbereichumschaltung
far die Zufuhr der Vorspannung für die Schalterdioden kein besonderer Gleichstromweg erforderlich
wird, wie dies bei den bekannten Schaltungen notwendig ist. Bei letzteren muß nämlich der
Verkürzungskapazität eine Drossel parallel geschaltet v/erden. Diese entfällt beim erfindungsgemäßen Schaltungsaufbau.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind" nachfolgend εη Hand eines in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispiels beschrieben.
F i g. 1 zeigt eine bekannte Schaltung der eingangs beschriebenen Art und
F i g. 2 die erfindungsgemäße Schaltung.
Es sei angenommen, daß die Schaltungen für die. Fernsehfrequenzbereiche Band I und Band III ausgelegt
werden sollen.
In F i g. 1 besteht der Oszillator-Parallelresonanzkreis aus den Induktivitäten L1 und L2 in Reihe mit
einem Verkürzungskondessator C4 im einen Parallel-., zweig und aus dem variablen Kondensator C2 und
einem Verkürzungskondensator C3 im anderen Parallelzweig.
Der Verbindungspunkt 1 ist durch einen Schalter 2 mit Masse verbindbar, wodurch die Induktivität
L2 und der Verkürzungskondensator C4.
überbrückt werden. Der Hochpunkt 3 des Parallelschwingkreises ist mit der Ausgangselektrode eines
Verstärkerelementes 4 verbunden, und gleichzeitig ist zwischen dem Hochpunkt 3 und der Eingangselektrode
des Verstärkerelementes 4 ein Rückkopplungskondensator C1 vorgesehen, der noch mit in die
Kreiskapazität des Oszillatorkreises eingeht.
Die Werte von C2 und C3 sind so ausgelegt, daß bei
geschlossenem Schalter 2 eine Kapazitätsvariation von 1,24, d.h. im Band III von 266 bis 214MHz,
erzielbar ist. Bei Umschaltung auf Band I, d. h. durch öffnen des Schalters 2, wird C4 in den Kreis eingeschaltet
und durch diesen die Kapazitätsvariation auf 1,16 abgesenkt, so daß der Oszillator für Band I
zwischen 101 und 87MHz durchstimmbar ist. Die Induktivität L1 ist in bekannter. Weise für Band III
und L1 + L2 für Band I ausgelegt. Wie an Hand der
Fig. 1 leicht festzustellen, wird im Band-I-Betrieb der Resonanzwiderstand des Kreises durch den Kondensator
C4 herabgedrückt, was aus folgender Gleichung ebenfalls ersichtlich ist:
Die in F i g. 2 gezeigte erfindungsgemäße Schaltung unterscheidet sich von der in Fig. 1 gezeigten dadurch,
daß der Kondensator C3 durch den Kondensator C5 und die mit diesem in Reihe geschaltete
Induktivität L3 ersetzt ist und daß der Kondensator C4 wegfällt. Erfindungsgemäß ist der Verkürzungskondensator
C5 so ausgelegt, daß er in" Band I die erforderliche Frequenzvariation erzeugt. In diesem
Frequenzbereich ist die Induktivität L3 praktisch unwirksam. Sie besteht beispielsweise aus nur zwei
Windungen eines Drahtes. Geringe Änderungen der Induktivität der Spule L3 haben hierbei praktisch
keinen Einfluß auf die Oszillatorfrequenz. Im Band III ■hingegen ist die Induktivität der Spule L3 so hoch, daß
die Schwingkreiskapazität derart erhöht erscheint, daß die Frequenzvariation im Band III den erforderlichen
Wert von 1,24 aufweist.
Der Kondensator C5 ist so groß zu wählen, daß er
'den Wert der in Reihe geschalteten Kondensatoren C3 .
und C4 der F i g. 1 entspricht, also:
~5 ~ C3 + C4 ■
Die Induktivität L3 ist so zu bemessen, daß im
Band-HI-Betrieb die Verkürzungskapazität dem Wert des Kondensators C3 der Fig. 1 entspricht, d.h., es
muß sein:
r·
C3 =
L2) -
C4
50 1 - W2L3 · C5 "
Die Erfindung ist besonders vorteilhaft anwendbar bei zwei Frequenzbereichen, bei denen eine unterschiedliche
Frequenzvariation vorhanden ist.. Sie ist jedoch auch verwendbar für mehrere Frequenzbereiche,
wobei in an sich bekannter Weise die Induktivitäten durch Umschaltung vergrößert bzw.
verkleinert werden, und zusätzlich wird erfindungsgemäß die Spule L3 so dimensioniert, daß sie durch
Zu- oder Abschaltung von Induktivitätsteilen in mehreren Frequenzbereichen wirksam bzw. unwirksam
wird. Hierdurch ist zwar für die Spule L3 ein besonderer Schalter erforderlich, jedoch wird durch
diese Spule der Vorteil des Gleichlaufabgleichs in den einzelnen Bändern weiterhin erreicht, und auch die
Drosselspulen bei Verwendung von Schalterdioden sind zur überbrückung des Kondensators C4 der bekannten
Schaltungen nicht erforderlich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Oszillatorschaltung mit einem kapazitiv durchstimmbaren Parallelresonanzkreis, insbesondere
zur Verwendung in Abstimmeinheitea für wenigstens zwei Frequenzbereiche, mit einem Verkürzungskondensator
zur Veränderung der Kapazitätsvariation der einstellbaren Oszillatorkreiskapazität
und mit einem Schalter zur stufenweisen Veränderung * der Osziliatorkreisinduktivität
zwecks Frequenzbereichumschaltung, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verkürzungskondensator (R5) in Reihe zur einstellbaren Kapazität
(C2) liegt und für den tiefsten Frequenzbereich (z. B. VRF-Band I) ausgelegt ist und in Reihe mit
diesem eine Induktivität (L3) geschaltet ist, die in
diesem Frequenzbereich praktisch unwirksam ist, jedoch den Verkürzungskoadensator (C5) im höheren
Frequenzbereich (z.B. VHF-BandIII) apf
einen hierfür.erforderlichen höheren Kapazitätswert transformiert
2.' Oszillatorschaltung nach Aaspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die veränderbare Oszillatorkreiskapazität
gemeinsam mit variablen Kreiskapazitäten wenigstens eines Eingangs- oder Bandfilterkreises einstellbar ist und als veränderbare
Kapazitäten spannungsabhängige Kondensatoren dienen, die an einer gemeinsamen einstellbaren
Spannungsquelle liegen.
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