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DE1590404C - Langgestreckter elektrischer Isolator aus Glas - Google Patents

Langgestreckter elektrischer Isolator aus Glas

Info

Publication number
DE1590404C
DE1590404C DE1590404C DE 1590404 C DE1590404 C DE 1590404C DE 1590404 C DE1590404 C DE 1590404C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
screens
insulator
edge
glass
elongated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans P. Dipl.-Ing.; Knötgen Matthias; 5000 Köln Israel
Original Assignee
Feiten & Guilleaume Carlswerk AG, 5000 Köln
Publication date

Links

Description

teiligen komplizierten Gußformen zur Ausbildung der gekrümmten oder abgebogenen Schirmränder erübrigt.
Die plastische Verformung des Schirmes setzt eine entsprechend hohe Temperatur des aus Glas bestehenden Isolators oder zumindest des zu verformenden Schirmes voraus. Daher werden die Schinne vorzugsweise im noch gußwarmen Zustand verformt, wobei die darin vorhandene Wärme ausgenutzt wird. Es hat sich jedoch als besonders günstig erwiesen, die Schirme vor der Verformung zu erhitzen, um den Verformungsvorgang zu erleichtern und das Auftreten von Spannungen zu vermeiden. Die Verformung der Schirme kann also im noch glühendheißen Zustand des Werkstoffes oder nach nochmaligem Erhitzen durchgeführt werden.
Auch ist es vorteilhaft, wenn — in Weiterbildung des Erfindungsgedankens — die Schirme durch ein von oben wirkendes Druckstück verformt werden. Hierfür kann ein entsprechend geformtes, ringförmiges Druckstück von oben her an den Schirm oder dessen Rand gepreßt werden, um ihm ohne allzu große Erwärmung die gewünschte Form zu verleihen. Die Verformung der Schirme kann jedoch in sehr einfacher Weise nach einem weiteren Merkmal der Erfindung auch dadurch erfolgen, daß die Schirme mindestens an ihrem Rand so hoch erhitzt werden, daß sie sich unter dem Einfluß ihrer Schwere verformen, also unter Ausnutzung der Schwerkraft, so daß sich der Einsatz eines Druckstückes erübrigt. Es versteht sich, daß es hierzu erforderlich ist, die Glasmasse des Schirmes bzw. des Schirmrandes durch sehr starke Erhitzung genügend weich zu machen.
In vielen Fällen ist es vorteilhaft, die Verformung der Schirme durch in ihrer endgültigen Form ihre Unterseite abstützendes Widerlager zu begrenzen. Dadurch wird eine gleichmäßige Form des Schirmes gewährleistet, indem man zweckmäßigerweise den Schirm mindestens so lange auf dem ihn an seiner Unterseite abstützenden Widerlager von entsprechender, scheibenförmiger Gestalt abkühlen läßt, bis er hinreichend erstarrt ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 im Schnitt durch die Längsachse eine Ausführungsform eines Isolators nach der Erfindung, wobei nur eine Seite eines Schirmes mit dem angrenzenden Teil des Isolatorstrunks dargestellt ist,
F i g. 2 ebenfalls im Längsschnitt eine andere Ausführungsform des Isolators.
Es bezeichnen 10 den Strunk des Isolators und 11 den Schirm, der hier die Gestalt einer gegen ihren Rand zu verjüngten Scheibe hat. In der Ausführungsform des Isolators nach F i g. 1 ist nur der Rand des Schirmes zur Bildung einer Regentropfkante 12 nach unten abgebogen, wogegen in der Ausführungsform gemäß F i g. 2 der ganze Schirm 11 kegelförmig nach unten umgebogen ist. In beiden Zeichnungsfiguren ist die ursprüngliche, unmittelbar durch Gießen erhaltene Form des Schirmes jeweils mit unterbrochenen Linien angedeutet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

1 2 wasser abwärts gekrümmt oder gebogen ist. Hingegen Patentansprüche: lassen sich auf wirtschaftlich vertretbare Weise lang gestreckte Isolatoren aus Glas, z. B. Durchführungs-
1. Langgestreckter elektrischer Isolator aus isolatoren, Langstabisolatoren, Stützer, Überwürfe Glas, mit einem oder mehreren, mindestens an 5 od. dgl., die — ähnlich wie die bekannten Kappenihrem Rand nach unten gebogenen Schirmen, isolatoren — mit dem Isolatorstrunk einstückige, abdadurch gekennzeichnet, daß die wärts gebogene Schirme aufweisen, mit den bisher Schirme aus der gegossenen, radial abstehenden, bekanntgewordenen Mitteln nicht herstellen. Dies gegebenenfalls nach dem Rande zu verjüngten ließe sich nämlich in der beschriebenen Art nur mit Scheibenform durch plastische Warmverformung io einem unzumutbarem Aufwand mittles mehrteiliger, in ihre endgültige Gestalt verformt sind. wegen der Hinterschneidungen im Bereich der
2. Verfahren zur Herstellung eines lang- Schirmränder sehr verwickelter Gußformen bewerkgestreckten elektrischen Isolators nach An- -s teiligen.
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lang- Daher wurde vorgeschlagen, den Strunk und die
gestreckte Isolator mit von seinem Strunk radial 15 Schirme eines solchen langgestreckten Glasisolators
abstehenden, scheibenförmigen Schirmen ge- getrennt herzustellen und die Schirme nachträglich
gössen wird, und daß die Schirme alsdann durch durch Kleben mit dem Strunk zu verbinden. Das hat
plastische Warmverformung nach unten gebogen aber den Nachteil, daß die Klebeschicht andere
werden. mechanische, thermische und elektrische Eigenschaf-
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge- 20 ten hat als der Werkstoff der Schirme und des Strunkennzeichnet, daß die Schirme im noch guß- kes des Isolators.
warmen Zustand verformt werden. Die ungünstige Wirkung dieses Nachteils konnte
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 durch die ebenfalls bekanntgewordene Maßnahme, oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirme die Schirme selbst in Scheibenform einstückig mit vor der Verformung erhitzt werden. 35 dem Strunk des Isolators, den abgebogenen, ring-
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 förmigen Rand der Schirme jedoch gesondert herbis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirme zustellen und nachträglich an den Schirmen zu bedurch ein von oben wirkendes Druckstück ver- festigen, zwar etwas verringert, jedoch keineswegs beformt werden, seitigt werden. Daher genügen auch derart ausgebil-
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 30 dete Isolatoren nicht in ausreichendem Maße den an bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirme sie gestellten Anforderungen.
mindestens an ihrem Rand so hoch erhitzt wer- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaf-
den, daß sie sich unter dem Einfluß ihrer fung eines wirtschaftlich herstellbaren, einen oder Schwere verformen. mehrere mit dem Isolatorstrunk einstückige, zumin-
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 35 dest an ihrem Rand nach unten gebogenen Schirme bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfor- aufweisenden Isolators aus Glas, sowie die Angabe mung der Schirme durch in ihrer endgültigen eines Verfahrens zu dessen Herstellung.
Form ihre Unterseite abstützendes Widerlager Diese Aufgabe läßt sich mit einem langgestreckten
begrenzt wird. Isolator der eingangs umrissenen Art lösen, bei dem
40 erfindungsgemäß die Schirme aus der gegossenen, radial abstehenden, gegebenenfalls nach dem Rande
— zu verjüngten Scheibenform durch plastische Warm
verformung in ihre endgültige Gestalt verformt sind. Bei dem erfindungsgemäßen Isolator aus Glas
Die Erfindung betrifft einen langgestreckten elek- 45 kommen die bekannten vorteilhaften Eigenschaften trischen Isolator aus Glas mit einem oder mehreren, dieses Werkstoffes, wie große mechanische und elekmindestens an ihrem Rand nach unten gebogenen trische Festigkeit, hohe Kriechstromfestigkeit sowie Schirmen sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. auch Durchsichtigkeit voll zur Geltung. Der Isolator An Stelle der gebräuchlichen keramischen Isolato- ist einstückig mit seinen Schirmen, auf ehr einfache ren werden für elektrische Anlagen, insbesondere 50 und daher wirtschaftliche Weise herstellbar und seine Hochspannungsanlagen, mit Vorteil Isolatoren aus Schirme sind in der optimalen Form so ausgestaltet, Glas verwendet, die in bekannter Weise mit wenig- daß darauffallendes Regenwasser unverzüglich abstens einem radial, also senkrecht, abstehenden tropft, wobei darunterliegende Teile des Isolators Schirm versehen sind. Solche Isolatoren lassen sich trocken bleiben.
durch Gießen, vorzugsweise durch Preßguß, oft auch 55 Ein zur Herstellung dieses Isolators vorzüglich geeinfach »Pressen« genannt, in sehr einfacher Weise eignetes Verfahren sieht erfindungsgemäß vor, daß mit Hilfe von zweiteiligen Formen herstellen. der langgestreckte Isolator mit von seinem Strunk
Diese Formen sind so ausgebildet, daß ihre Trenn- radial abstehenden, scheibenförmigen Schirmen geebene, entsprechend dem herzustellenden Isolator- gössen wird, und daß die Schirme alsdann durch typ, z. B. Kappenisolator oder langgestreckter Isola- 60 plastische Warmverformung nach unten gebogen wertor mit mehr als einem Schirm, entweder die Achse den. Der Isolator wird also zunächst mit von seinem des Strunkes etwa im Bereich senkrecht schneidet Strunk radial abstehenden, scheibenförmigen Schir- oder aber durch diese in radialer Richtung hindurch men gegossen, was ohne die Verwendung verwickelgeht. ter Formen durchführbar ist, und die Schirme werden
Auch sind auf diese Weise herstellbare Kappen- 65 sodann durch plastische Verformung nach unten umsiolatoren bekannt, deren mit diesen einstückiger gebogen. Dadurch werden die eingangs geschilderten Schirm zumindest im Bereich seines Randes zur BiI- Schwierigkeiten vermieden, da sich die bisher erdung einer Tropfkante für darauffallendes Regen- forderliche Notwendigkeit der Verwendung von mehr-

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