DE1590046B1 - Hochfrequenzkoaxialkabel - Google Patents
HochfrequenzkoaxialkabelInfo
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Description
3 4
wendung eines besonders weichen Dichtungsmate- Seele mit 12. Der Schaumstoff 14 ist ein geschlossen-
rials entsteht dadurch nicht das erläuterte Problem poriger Weichschaum, wobei darauf zu achten ist,
der Verdrehung der Seele gegenüber dem Mantel daß das Weichschaumdielektrikum 15 ein härteres
beim Wellen. Der geschlossenporige Schaumstoff er- Material ist als das Dichtungsmaterial 30.
füllt weiterhin eine doppelte Funktion: Einmal kann 5 Die Herstellung eines Kabels nach den F i g. 1
durch ihn hindurch ein wandern von Flüssigkeit und 2 wird stark vereinfacht an Hand F i g. 3 erläu-
nicht stattfinden, und zum anderen ist sichergestellt, tert. Die einzelnen Bestandteile bewegen sich in
daß wegen seiner Nachgiebigkeit und der noch grö- F i g. 3 von rechts nach links. Von einer nicht gezeig-
ßeren Weichheit des Dichtungsmaterials an den Be- ten Rolle wird das Leiterband 17, aus welchem der
rührungsstellen zwischen dem Dichtungsmaterial und io Welhnantel erzeugt wird, der Einrichtung zugeführt,
dem Schaumdielektrikum eine absolut dichte Verbin- Das Band 17 kann aus Kupfer oder Aluminium be-
dung zustande kommt. stehen. Der Kern 12 ist beispielsweise vorgefertigt
Man kann in Weiterbildungen der Erfindung als und besteht aus dem Innenleiter 12 und dem Dielek-
Dichtungsmaterial ein Wachs oder ein Fett verwen- trikum 14 aus geschlossenporigem Weichschaum,
den; in einer anderen Ausgestaltung der Erfindung 15 Das Dichtmaterial 30 wird beispielsweise nach
kann man sogar einen Streifen aus recht weichem F i g. 3 in Form eines Wachses oder eines Fettes auf
Schaumstoff verwenden. den Kern aufgebracht, bevor Kern und Mantel in die
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis Formwerkzeuge 34 eintreten, die das Band zunächst
auf die Zeichnung an Ausführungsbeispielen erläu- zu einem Rohr verformen. Das Dichtmaterial wird
tert. In der Zeichnung zeigt 20 z. B. von einer Düse 35 aufgebracht oder in entspre-
Fig. 1 teilweise längsgeschnitten ein Kabel nach chender Weise als Schaumstoffband zugeführt und
der Erfindung, dabei mit einem Abstand von den beiden Rändern
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in F i g. 1 36 und 38 des Bandes 17 angeordnet. Die Formwerk-
und zeuge bestehen aus schematisch dargestellten Rollen
F i g. 3 schematisch den Herstellungsvorgang 25 40 und einer anschließenden Ringmatritze 42. Mit 43
eines Kabels nach den F i g. 1 und 2. ist schematisch die Schweißeinrichtung dargestellt.
Bei dem Kabel nach den F i g. 1 und 2 ist jede 44 zeigt schematisch die Einrichtung zum Herstellen
Windung des wendeiförmigen Hohlraumes 24 durch der Wendeln bzw. der Wellung,
eine Sperre 28 aus einem weichen Dichtungsmaterial Die wendeiförmigen Hohlräume 24 sind in axialer
30 (s. F i g. 3) verlegt, welches Dichtungsmaterial 30 Richtung durch die Täler 20 der Wellung getrennt
z. B. aus einem Wachs, einem Fett oder einem längs- und liegen jeweils innerhalb der schraubenlinienför-
verlaufenden weichen Schaumstoffstreifen bestehen mig verlaufenden Wellenberge der Wellung des
kann. Das ganze Kabel ist mit 10 bezeichnet; die Außenleiters.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
COPY
Claims (3)
1. Hochfrequenzkoaxialkabel mit gewelltem liehen Kerns, und man legt in den so entstandenen
Mantel und einem Schaumstoffdielektrikum, 5 Zwischenraum einen axial verlaufenden Streifen aus
dadurch gekennzeichnet, daß die Po- beispielsweise Polyisobutylen und nimmt dann das
ren des Schaumstoffes (14) geschlossen sind und eigentliche Wellen vor. Überraschend führt jedoch
daß zwischen dem Schaumstoff (14) und dem dieser Weg aus mehreren Gründen nicht zum Erfolg:
Wellmantel (16) in axialer Richtung ein schma- Im bekannten Falle nehmen die durch das Wellen
ler, bandförmiger Dichtungsstreifen (30) aus io durch Einschnürung entstandenen einzelnen Teile
einem Material angeordnet ist, das nachgiebiger des zusätzlichen Dichtungsmaterials zwischen Dials
der Schaumstoff ist. elektrikum und Mantel nahezu den ganzen Umfang
2. Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekenn- einer jeden Schraubenwendel ein. Obwohl dadurch
zeichnet, daß der Dichtungsstreifen aus einem eine sehr gute Abdichtung der einzelnen Wendeln geWachs
oder einem Fett besteht. 15 geneinander erzielt werden sollte, ist dies nicht der
3. Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Fall, weil durch die erhebliche Materialmenge des
zeichnet, daß der Dichtungsstreifen aus einem Dichtungsmaterials beim Wellen auf den Kern eine
Schaumstoff besteht. in tangentialer Richtung wirkende Kraft ausgeübt
wird, die den Kern innerhalb des Wellmantels um die 20 gemeinsame Achse zu verdrehen sucht. Eine solche
Verdrehung des vorgefertigten Kerns gegen den vorgefertigten Mantel kann aber aus einzusehenden fa- M
brikatorischen Gründen nicht hingenommen werden. ™
Die Erfindung betrifft ein Hochfrequenzkoaxial- Außerdem scheint es, als ob die überraschend beobkabel
mit gewelltem Mantel und einem Schaumstoff- 25 achtete mangelhafte Abdichtung einer Schraubenwendielektrikum,
wie es z. B. aus der USA.-Patentschrift del gegenüber der anderen daher kommt, daß durch
3 173 990 bekannt ist. Hochfrequenzkabel dieser eben die erwähnten starken Kräfte beim eigentlichen
Gattung verwendet man als Freiluftkabel zur Spei- Wellen verhindert wird, daß sich das Dichtungsmatesung
von Sendeantennen oder zur Verbindung von rial außen innig an den gewellten Mantel und innen
Empfangsantennen mit entsprechenden Empfängern. 30 dicht an den stets zylindrisch bleibenden Kern anlegt.
Bei der Herstellung solcher Kabel wird in ein zu- Eine Vereinigung der Merkmale der beiden eben
nächst nicht gewelltes, also zylinderförmiges Rohr erläuterten Vorveröffentlichungen zeigt die deutsche
ein Kern gebracht, der aus dem Innenleiter und dem Auslegeschrift 1036966 als vorbekannt: Dort wird
Schaumstoff besteht. Dann wird der Mantel gewellt. die Seele eines Starkstromkabels mit einem Schaum-Dabei
hat sich ein für die Standzeit eines solchen Ka- 35 stoff umgeben, und dann wird die bekannte Wellung
bels unangenehmer Nachteil gezeigt: Da es unmög- vorgenommen, wodurch der Schaumstoff zwar innig
lieh ist, solche Wellmäntel absolut wasserdicht herzu- sowohl an der Innenseite des Mantels anliegt als
stellen und es ferner sehr oft vorkommt, daß die frei auch an dem zylindrischen Kern. Die deutsche Ausverlegten
Kabel durch anschlagen von außen kleine legeschrift zeigt aber keinen Weg, gewissermaßen in
Undichtigkeiten erhalten, dringt Wasser in das Di- 40 Längsrichtung des Kabels Flüssigkeitssperren zu
elektrikum ein und läuft zur tiefsten Stelle des Kabels. schaffen, da dort davon ausgegangen wird, daß der
Dieser unerwünschte Transport eventuell einge- Schaumstoff zwischen Mantel und Seele mit Flüssigdrungener
Wassermengen wird noch dadurch erleich- keiten getränkt werden kann, was von dem Ziel der j
tert, daß es aus Herstellungsgründen bei dem vorbe- Erfindung gerade wegweist. \
kannten Kabel unmöglich ist, zu verhindern, daß sich 45 Die Erfindung steht vor der Aufgabe, ein Kabel
unterhalb der Wellenberge des Wellmantels und der eingangs bezeichneten Gattung zu finden, das
den Wellenbergen des Schaumstoffdielektrikums ein sich kostengünstig dadurch herstellen läßt, daß man
schraubenlinienförmiger durchgehender Raum er- nicht — was auch denkbar wäre — einen Mantel
gibt, der praktisch über die ganze Länge des Kabels verwendet, der absolut wasserdicht ist, sondern insogeht.
Man könnte sich nun vorstellen, daß man 50 weit bei der herkömmlichen Technologie bleibt, aber
durch besonders enge Toleranzen beim Herstellen andererseits erreicht, daß etwa eingedrungenes Wasdiesen
unerwünschten schraubenlinienförmigen ser im Bereich der Undichtigkeit verbleibt und insbe-Raum
vermeiden kann. Dies ist aber schon deshalb sondere nicht längs des fertigen und installierten Kaunmöglich,
weil ein gewisser radialer Spielraum zwi- bels fließen bzw. wandern kann. Die Erfindung geht
sehen dem zunächst noch zylinderförmigen Mantel 55 zu diesem Zweck aus von einem Koaxialkabel mit
und dem Dielektrikum vorhanden sein muß, wenn gewelltem Mantel und einem Schaumstoffdielektriman
wie üblich den Wellmantel durch Schweißen mit kum (etwa nach der USA.-Patentschrift 3 173 990)
einer Längsnaht schließt. Der hier erwünschte Unter- und besteht darin, daß die Poren des Schaumstoffes
schied in den radialen Abmessungen ist notwendig, geschlossen sind und daß zwischen dem Schaumstoff
damit die schon fertiggestellte, aber noch nicht abge- 60 und dem Wellmantel in axialer Richtung ein schmakühlte
Schweißnaht das ansonsten sehr zweckmäßige ler, bandförmiger Dichtungsstreifen aus einem Mate-Schaumdielektrikum
nicht anschmort. rial angeordnet ist, das nachgiebiger als der Schaum-Man
könnte nun daran denken, etwa auf dem stoff ist. Im Gegensatz zu der Anordnung nach der
Wege gemäß der britischen Patentschrift 915 148 britischen Patentschrift 915 148 sind die Dichtungseine
Lösung zu suchen. In diesem, ein Starkstromka- 65 streifen sehr schmal und nehmen innerhalb einer jebel
betreffenden Falle besteht die eigentliche Seele den Wendel zwischen dem Wellmantel und dem Diaus
einem mit massivem Kunststoff od. dgl. umhüll- elektrikum umfangsmäßig nur einen kleinen Umfangsten
Kern, und es wird auch eine Wellung des zu- winkel ein. Zusammen mit dem Merkmal der Ver-
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