DE1588065C3 - Einrichtung zur KurzschluBstrombegrenzung bei einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsanlage - Google Patents
Einrichtung zur KurzschluBstrombegrenzung bei einer Hochspannungs-Gleichstrom-ÜbertragungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur schnellen Kurzschlußstrombegrenzung in einer
Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsanlage mit wenigstens zwei Stromrichterstationen, bei denen die
im Gleichrichterbetrieb arbeitende Stromrichterstation mit einem Betriebsstromregler zur betriebsmäßigen
Regelung auf konstanten Übertragungsstrom ausgerüstet ist, wobei ein von der Höhe des übertragenen
Leitungsstromes oder seinen Änderungen abhängiges Meßorgan vorgesehen ist, welches den Betriebsstromregler
mit einer Meßgröße beeinflußt, welche bei einer Störung den Leitungsstrom auf seinem
gerade vorliegenden Wert zu halten strebt.
Bekannt ist es aus »The Gotland DC-Link: The Grid Control and Regulation Equipment« by Harry
Forsell, Direct Current, Dezember 1955, S. 166 bis 170, für die Regelung des Betriebes einer HGÜ-Anlage
ein Verfahren anzuwenden, bei dem die Gleichrichterstation mit einem Stromregler ausgestattet ist,
der den gewünschten Übertragungsstrom konstant hält. Dieser Regler wirkt auf die Gittersteuerung der
Stromrichter ein. Hierbei kann noch eine Leistungsoder Frequenz-Leistungsregelung überlagert sein. Die
Spannung der HGÜ-Anlage wird von der Wechselrichterstation her bestimmt.
Aus der DT-AS 1043 489 ist eine Regeleinrichtung
für eine Gleichstrom-Übertragungsanlage mit konstanter Gleichspannung bekannt, bei der zwei
Regelgrößen auf einen gemeinsamen kombinierten Regler geführt werden. Nachteilig ist, daß diese
ίο Regeleinrichtung nicht zugleich für den Normalbetrieb
und den Störungsanfall optimiert werden kann.
Allgemein sind bei einer HGÜ-Anlage die Gleich- und die Wechselrichterstation über eine meist lange
Leitung miteinander verbunden. Diese lange Leitung ist bekanntlich ein schwingungsfähiges Gebilde. Diese
Gegebenheit erfordert eine sehr sorgfältige Anpassung des Stromreglers an die vorhandene komplizierte
Regelstrecke, um einen stabilen Betrieb der Anlage zu ermöglichen. Die Anpassung erfolgt durch Beschaltung
des Stromreglers mit speziellen Rückführgliedern. Hiermit wird ein optimales Ubergangsverhalten
erzielt. Nachteilig bei dieser Beschaltung ist, daß die Stellgeschwindigkeit vermindert wird. Der
Stromregler reagiert auf eine Regelabweichung nur mit einer begrenzten Stellgeschwindigkeit.
Tritt nun ein Kurzschluß auf der Gleichstromleitung auf, nur dieser ist hier gemeint, dann läßt es sich
nicht vermeiden, daß ein relativ hohes Überschwingen des Gleichstromes auftritt, ehe der Stromregler
begrenzend eingreift und den Stromsollwert wieder einregelt. Dieses Überschwingen des Gleichstromes
bringt für die Stromrichterventile, besonders wenn es sich um Halbleiterstromrichter handelt, hohe Beanspruchungen
mit sich, die zu Schaden führen können. Eine Möglichkeit, im Kurzschlußfall das Uberschwingen
des Gleichstromes zu vermeiden, liegt darin, daß beim Auftreten eines Überstromes eine sofortige
Gittersperrung ausgelöst wird. Das bedeutet, daß keine neuen Zündungen mehr stattfinden und die gerade
stromführenden Ventile mit dem natürlichen Stromnulldurchgang des Gleichstromes erlöschen.
Bei dieser Art, die Stromüberhöhung gering zu halten, wird die hohe Stellgeschwindigkeit des Stromrichters
-voll ausgenutzt. Der Nachteil dieser Maßnahme liegt in der Unterbrechung des Gleichstromflusses
bei jedem Überstrom, dessen Ursache nicht immer ein Kurzschluß sein muß, sondern z. B. eine
transiente Störung in der Wechselrichterstation sein kann. Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis nach
dem Ansprechen der Gittersperrung der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann.
Aufgabe der Erfmdtng ist es, eine wirksame Begrenzung
der Stromüberhöhung des Gleichstromes im Kurzschlußfall zu erreichen, ohne dabei den Stromfluß
zu unterbrechen, nach Beseitigung der Störung, beispielsweise dem Fangen eines gekippten Wechselrichters,
den Normalbetrieb ohne Verzug und völlig selbständig wieder aufzunehmen und die thermische
Belastung der Stromrichterelemente im Kurzschlußfall niedrig zu halten, ferner eine Regeleinrichtung zu
schaffen, deren Regelverhalten für den Normalbetrieb und den Störungsfall optimiert ist und die einen sehr
hohen Sicherheitsgrad aufweist.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß ein zusätzlicher Stromregler
vorgesehen ist, der dem Betriebsstromregler strombegrenzend überlagert ist, daß dessen Regelzeit-
3 4
konstante um einen vorgebbaren Betrag kleiner ist als des Übertragungsstromes Isot[ und kann gegebenendie
des Betriebsstromreglers, daß dessen Stromsoll- falls auch so mit dem Stromsollwert gekoppelt sein,
wert (I*soii) um eiaen vorgebbaren Betrag über dem daß bei Veränderung des Sollwertes Isoll der Sollwert
Stromsollwert (/soH) des Betriebsstromreglers liegt des Kurzschlußstrombegrenzungsreglers 8 /*c„„ im-
und daß sowohl dem zusätzlichen Stromregler als 5 mer um den gleichen Prozentsatz über diesem Jiegt.
auch dem Betriebsregler jeweils ein Stromwandler zur Dadurch, daß der Stromsollwert I*son des Schneil-
Erfassung des Stromistwertes (Iisl) zugeordnet ist. regiere höher liegt als der Stromsollwert / „„ des Be-
An Hand der Fig. 1 und 2 sollen nachfolgend triebsstromreglers 7, ist gewährleistet, daß im Nor-Aufbau
und Wirkungsweise der erfindungsgemäßen malbetrieb mit langsam verlaufenden Betriebsstrom-Einrichtung
näher erläutert werden. io änderungen nur der Betriebsstromregler 7 im Eingriff
Fig. 1 zeigt eine Stromrichterstation mit zwei in ist und den Übertragungsstrom konstant.hält. Der
Reihe geschalteten gesteuerten Teilstromrichtern 1 Schnellregler greift nur dann ein, wenn der Betriebsund
2, die von zwei Transformatoren 3 und 4 ge- strom über einen vorbestimmten Wert ansteigt und
speist werden und selbst auf eine Gleichstrom- dieser Anstieg wegen seiner Schnelligkeit von dem
schiene 5 einspeisen. Die in Fig. 1 dargestellte 15 Betriebsstromregler 7 nicht zuriickgeregelt werden
Stromrichterstation arbeitet als Gleichrichter und ist kann.
über die Gleichstromleitung 5 mit einer nicht dar- Ein solcher Fall, wie ihn der gleichstromseitige
gestellten Wechselrichterstation verbunden. Die Kurzschluß darstellt, ist in F i g. 2 dargestellt. Dort
Stromrückleitung kann über Erde erfolgen. Dann ist sind die pulsierende Gleichspannung U und der puldie
dargestellte Stromrichteranlage die gesamte ao sierende Gleichstrom/ einer beispielsweise 12pulsigen
Gleichrichterstation. Sie kann aber auch nur eine Stromrichterschaltung über die Zeit / aufgetragen.
Hälfte der Station, beispielsweise der Pluspol der An- Der Sollwert IsoU des Übertragungsstromes ist strichlage,
sein. Dann ist der Teilstromrichter 2 mit Erde punktiert parallel zur Abszissenachse eingetragen,
und einem von zwei anderen in Reihe angeordneten Auf diesen Wert ist der Betriebsstromregler 7 einge-Teilstromrichtern
verbunden. Der Einfachheit und 35 stellt. Direkt darüber verläuft, und hier nicht beson-Übersicht
wegen ist eine zweite Stationshälfte nicht ders eingezeichnet, der Sollwert I*soll des Kurzdargestellt.
Es ist für die Arbeitsweise der erfindungs- schlußstrombegrenzungsreglers 8.
gemäßen Einrichtung auch ohne Bedeutung. Es soll nun angenommen werden, daß zum Zeit-
gemäßen Einrichtung auch ohne Bedeutung. Es soll nun angenommen werden, daß zum Zeit-
Die Steuerung der beiden Teilstromrichter 1 und 2 punkt^ ein Kurzschluß auf der Gleichstromleitung
erfolgt über einen Steuersatz 6. Über zwei Entkopp- 30 auftritt. Der Kurzschlußstrombegrenzungsregler 8 sei
lungsdioden 16 bzw. 17 wird der Eingang des Gitter- zunächst nicht vorhanden, sondern nur der Betriebssteuersatzes vom Ausgang eines Betriebsstromreg- stromregier 7. Die Gleichspannung U an den Kiemlers
7 und vom Ausgang eines gemäß der Erfindung men der Stromrichterstation und der Gleichstrom /
zusätzlichen Stromreglers8, der als Kurzschlußstrom- verlaufen dann so, wie es in Fig. 2 stark ausgezogen
begrenzungsregler wirkt, angesteuert. Der Betriebs- 35 dargestellt ist. Vom Kurzschlußzeitpunkt tk an steigt
stromregier 7 ist beispielsweise, wie in Fig. 1 darge- der Gleichstrom mit einer Steigung an, die durch die
stellt, aus einem Verstärker 9, einem Widerstand 10 Induktivitäten im Kurzschlußstromkreis bestimmt ist.
in Reihe dazu und einem Rückführglied 11 parallel Dämpfungen durch ohmsche Verluste dürfen in diezu
der Reihenschaltung aus Verstärker 9 und Wider- sem Zusammenhang vernachlässigt werden. Gleichstand
10 aufgebaut. Diesem Regler 7 wird an seinem 40 zeitig mit Beginn des Stromanstieges beginnt der BeEingang
der negative Wert eines einstellbaren und triebsstromregler 7, da sein Sollwert ja überschritten
vorgegebenen Stromsollwertes — Isotl, der dem ge- wird, einzugreifen und verstellt mit seiner maximalen
wünschten Übertragungsstrom der Anlage entspricht, Stellgeschwindigkeit den Zündverzögerungswinkel der
und der positive Wert +Iist des Übertragungsgleich- Strömrichterventile. Die stark ausgezogene Spanstromes
zugeführt. list wird mittels eines Stromwand- 45 nungskurve in Fig. 2 oben zeigt deutlich die Zulers
12, der im Zuge der Gleichstromleitung 5 liegt, nähme des Zündverzögerungswinkels von Ventil zu
gemessen. Der Betriebsstromregler 7 regelt den Über- Ventil. Entsprechend geht die Gleichspannung U vom
tragungsgleichstrom / auf den vorgegebenen Sollwert positiven Wert durch Null zu negativen Werten über.
Isoii ein· Zur Anpassung an das Übergangsverhalten Der Stromrichter, der bisher als Gleichrichter betrieder
Regelstrecke, das wesentlich durch die an die 50 ben wurde, arbeitet jetzt als Wechselrichter. Damit
Station angeschlossene Leitung bestimmt wird, dient wird die in den Energiespeichern der Gleichstromdas
komplexe Rückführglied 11 im Regler 7. Hier- leitung gespeicherte Energie in das Drehstromnetz zudurch
wird jedoch die Stellgeschwindigkeit der Reg- rückgeliefert und auf diese Weise der Gleichstrom /
lerausgangsgröße begrenzt. verringert.
Um rasche Stromerhöhungen, wie etwa bei einem 55 Der Verlauf des Gleichstromes / ist im unteren
gleichstromseitigen Kurzschluß, sofort zu begrenzen, Teil der Fig. 2 aufgetragen. Unter der Annahme
wird gemäß der Erfindung der Stromregler 8 zusatz- rein induktiver Widerstände im Kurzschlußstromkreis
Hch eingeführt. Dieser Regler 8 kann z. B., wie in ist dieser Strom die Ableitung des Spannungsverlau-Fig.
1 dargestellt, aus einem Verstärker 13 und fes U in Fig. 2 oben. Nachdem der Strom auf seinen
einem dazu parallelgeschalteten Rückführglied 14 60 Sollwert reduziert worden ist, kommt nach gewissen
aufgebaut sein, das eine hohe Stellgeschwindigkeit Einschwingvorgängen ein stabiler Betrieb zustande,
der Reglerausgangsgröße zuläßt. Dem Eingang des Dabei bleibt-der Mittelwert der Gleichspannung U
Reglers 8 wird einmal der Istwert //s/ des Anlagen- so lange in der Nähe der Nullinie, bis der gleichgleichstromes
zugeführt, der zur Erhöhung der Be- stromseitige Kurzschluß behoben ist. Die verbleitriebssicherheit
der Anlage durch einen zusätzlichen 65 bende restliche Spannung treibt einen Kurzschluß-Stromwandler
15 gemessen wird, zum anderen ein strom in der Größe des Betriebsstromes durch den
negativer Stromsollwert —I*soll. Dieser Sollwert liegt Kurzschlußkreis. Dieser Strom wird von dem Widerum
einen gewissen Prozentsatz höher als der Sollwert stand im Kurzschlußkreis begrenzt und vom Betriebs-
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stromregier konstant gehalten, falls nicht von anderer entscheidend vermindert. Dieses spielt besonders bei
Stelle eine Stromunterbrechung zur Kurzschluß- der Dimensionierung von Halbleiterstromrichtern
löschung vorgenommen wird. Die Dauer des Über- eine entscheidende Rolle. Nach dem Umsteuern der
stromes in F i g. 2 oben ist etwas langer als eine Gleichspannung U in den Wechselrichterbereich und
Periode des speisenden Drehstromnetzes und damit 5 Reduzierung des Kurzschlußstromes wird dieser dann
wesentlich kürzer als dies bei Kurzschlußabschaltung wieder auf dem Sollwert des Betriebsstromes konmittels
Schalter erreichbar ist. Trotzdem ist dieser stant gehalten. Dies geschieht bei verminderter Span-Überstrom
für thermisch empfindliche Bauelemente, nung so lange, wie die Kurzschlußursache nicht bewie
beispielsweise Halbleiterventile, noch eine erheb- seitigt oder die Station von anderer Stelle völlig abliche
Gefährdung und zwingt daher zu erheblichen io geschaltet ist.
Überdimensionierungen der Elemente. , Das Eingreifen des Reglers 8 erfolgt erfindungs-Zur
Vermeidung, zumindest zur starken Reduzie- gemäß erst dann, wenn der Kurzschlußstrom um
rung dieser Gefahr, dient gemäß der Erfindung der einen gewissen vorgebbaren Faktor, beispielsweise
zusätzliche Stromregler 8. In der Fig. 2 stellen 15°/o des Betriebsstromsollwertes, über diesem liegt,
die gestrichelten Kurvenzüge die Spannungs- und 15 Dadurch ist im Normalbetrieb und bei langsam an-Stromkurve
der Gleichrichterstation nach dem steigendem Strom sichergestellt, daß der Kurzschluß-Kurzschluß
zur Zeit tk und dem Eingreifen des Strombegrenzungsregler 8 nicht im Eingriff ist. Die
Stromreglers 8 dar. Der Regler 8 ist auf den Kurz- beiden Dioden 16 und 17, die vom Ausgang der Regschlußstromkreis
mittels seines Rückführungsgliedes ler 7 und 8 auf den Eingang des Gittersteuersatzes 6
14 optimiert. Daher ist seine Stellgeschwindigkeit nach 20 führen, dienen zur Entkopplung. Es ist immer nur
dem Ansprechen so hoch, daß die nächste Ventil- ein Regler, der entsprechend seinem Ausgangspotenzündung
nach dem Kurzschluß und dem Anstieg des tial den Gittersteuersatz 6 beeinflußt. Der genannte
Stromes I bereits bei maximaler Wechselrichteraus- Faktor, um den der Sollwert des Kurzschlußstromsteuerung
erfolgt. Zur gleichen Zeit, bei der die begrenzungsreglers I*soU über dem Sollwert des BeGleichspannung
durch Null geht, hat der Kurzschluß- 25 triebsstromes IsM liegt, kann nach einer Ausfühstrom
sein Maximum erreicht. Das ist wesentlich frü- rungsform der Erfindung ein fester Prozentsatz des
her als im Falle der normalen Stromregelung mittels Betriebsstromes sein. Wird der Sollwert des Betriebsdes
Betriebsstromreglers 7, wie es ein Vergleich mit stromes geändert, etwa wegen Laständerung, dann
der ausgezogenen Kurve in Fig. 2 unten zeigt. Die ändert sich mit dem Absolutwert von Ison auch der
gesamte Dauer des Überstromes beträgt hier knapp 30 Absolutwert von I*soll. Damit wird die Kurzschlußeine
halbe Periode des speisenden Drehstromnetzes. Strombegrenzungsregelung elastisch an veränderliche
Die Regelzeitkonstante des Kurzschlußstrombegren- Lastverhältnisse angepaßt.
zungsreglers 8 ist weniger als halb so groß, wie die Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen eindes
Betriebsstromreglers7. Weiterhin läßt die Fig. 2 mal in der Reduzierung der Amplitude des Kurzerkennen,
daß die Amplitude des Kurzschlußstromes 35 schlußstromes zusammen mit der wesentlich kürzeren
bei Anwendung des Kurzschlußstrombegrenzungs- Dauer des Überstromes, zum anderen in der damit
reglers 8 erheblich kleiner bleibt als bei normaler verbundenen erheblichen Verminderung der thermi-Strombegrenzung
durch den Betriebsstromregler 7. sehen Belastung der Stromrichterelemente. Darüber
Somit wird auch das sogenannte Lastintegral \ Ri2dt hinaus bleibt der Gleichstromfluß erhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Einrichtung zur schnellen Kurzschlußstrombegrenzung in einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsanlage
mit wenigstens zwei Stromrichterstationen, bei denen die im Gleichrichterbetrieb
arbeitende S'tromrichterstation mit einem Betriebsstromregler zur. betriebsmäßigen Regelung
auf konstanten Übertragungsstrom ausgerüstet ist, wobei ein von der Höhe des übertragenen
Leitungsstromes oder seinen Änderungen abhängiges Meßorgan vorgesehen ist, welches den
Betriebsstromregler.mit einer. Meßgröße beeinflußt, welche bei einer Störung den Leitungsstrom
auf seinem gerade vorliegenden Wert zu halten strebt, dadurch gekennzeichnet, daß
ein zusätzlicher Stromregler (8) vorgesehen ist, der dem Betriebsstromregler (7) strombegrenzend
überlagert ist, daß dessen Regelzeitkonstante um einen vorgebbaren Betrag kleiner ist als die des
Betriebsstromreglers (7), daß dessen Stromsollwert (/*so//) um einen vorgebbaren Betrag über
dem Stromsollwert (/soH) des Betriebsstromreglers
(7) liegt und daß sowohl dem zusätzlichen Stromregler (8) als auch dem Betriebsstromregler (7)
jeweils ein Stromwandler (12 bzw. 15) zur Erfassung des Stromistwerts (/is/) zugeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß
die Ausgänge des Betriebsstromreglers (7) und des zusätzlichen Stromreglers (8) über je eine Entkopplungsdiode (16 bzw.
17) auf den Eingang des Gittersteuersatzes (6) geführt sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vorgebbare Betrag,
um den der Stromsollwert (I*soii) des zusätzlichen
Stromreglers (8) über dem Sollwert (/soii) des Betriebsstromreglers
(7) liegt, ein fester Wert, beispielsweise 0,15, ist und bei Veränderung des Sollwertes des Betriebsstromreglers unverändert
bleibt.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1588065A1 DE1588065A1 (de) | 1970-09-10 |
| DE1588065B2 DE1588065B2 (de) | 1975-01-16 |
| DE1588065C3 true DE1588065C3 (de) | 1975-09-04 |
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ID=6987077
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19671588065 Expired DE1588065C3 (de) | 1967-07-22 | 1967-07-22 | Einrichtung zur KurzschluBstrombegrenzung bei einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1588065C3 (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE2911036A1 (de) * | 1979-03-21 | 1980-10-02 | Licentia Gmbh | Verfahren zur vorgabe des kurzschlussstromes eines thyristor-stromrichters und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1967
- 1967-07-22 DE DE19671588065 patent/DE1588065C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1588065B2 (de) | 1975-01-16 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |