DE1584191C - Steuereinrichtung fur Fahrzeug türen - Google Patents
Steuereinrichtung fur Fahrzeug türenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuereinrichtung für Fahrzeugtüren mit zumindest einem ersten
Befehlsgeber für eine Anwahl zum Öffnen einer Fahrzeugtür und zumindest einem zweiten Befehlsgeber für ein endgültiges Öffnen der Fahrzeugtür
sowie mit zumindest einem ein Türöffnen bzw. Türschließen
auslösenden Türgetriebeschalter und zumindest einem Türendkontakt.
Bisher hat der Schaffner bzw. Fahrer das Öffnen und Schließen der Türen überwacht. Wegen Personalmangel
ist man in neuerer Zeit bestrebt, schaffnerlose
Fahrzeuge einzusetzen. Dazu ist es aber notwendig, daß das öffnen und Schließen der Türen selbsttätig
überwacht wird und dem Fahrer nur der Haltewunsch der Fahrgäste signalisiert wird, bzw. ein Signal gegeben
wird, sobald sämtliche Türen wieder geschlossen sind. Die Tätigkeit des Fahrers soll damit eingeschränkt
werden auf die bloße Freigabe der Türen an den Haltestellen.
Durch die Zeitschrift »Nahverkehrspraxis« Heft 12/1963, Seiten 466 bis 470, ist eine Steuerung für
Fahrzeugtüren bekannt,' bei der im Stillstand des Zuges durch den Fahrer die Türen freigegeben werden.
Der Fahrgast kann dann durch Drücken einer Taste das öffnen der Tür einleiten. Diese schließt nach
Ablauf einer vorgegebenen Zeit selbsttätig. Dabei verlängert aber jeder Fahrgast, der durch eine geöffnete
Tür tritt, die Zeit, während der die Tür offen stehenbleibt, durch Betätigen eines Trittstufenkontakts. Bei
sich schließender Tür steuert dieser Trittstufenkontakt die Tür auf öffnen um, sobald der Fahrgast
das Trittbrett betritt. Ferner löst ein Berührungsschalter ander Gummileiste der Falttür ein Umsteuern der
Türen aus.
Diese bekannte Schaltung arbeitet mit einer Vielzahl
von Relais mit jeweils mehreren Kontakten. Eine Verschmutzung dieser Kontakte führt zu Kontaktversagern
und einer Verminderung der Betriebszuverlässigkeit. -
Aufgabe der Erfindung ist es, weitgehend Bauteile
ίο einzusetzen, die kontaktlos arbeiten, wobei die Anzahl
der Kontakte verringert werden soll. Ausgehend von einer Steuereinrichtung der eingangs genannten Art,
ist die Erfindung gekennzeichnet durch zumindest einen bei Stromfluß über seine Emitter-Kollektor-Strecke
den Getriebeschalter einschaltenden Transistor, dessen Emitter-Basis-Strecke durch zumindest
einen von einem als erster Befehlsgeber vorgesehenen Taster und über eine Befehlsspeichereinrichtung vorgebbaren
Befehl und dessen Emitter-Kollektor-Strecke über einen als zweiter Befehlsgeber vorgesehenen Freigabeschalter
an eine Gleichspannung anschließbar sind, sowie durch einen bei geöffneter Tür einen anstehenden
Befehl des ersten Befehlsgebers löschenden und einen Stromfluß zwischen der Speichereinrichtung
und der Basis des Transistors sperrenden Türschalter, wobei der Transistor in anschließender erneuter Einschaltabhängigkeit
steht von einer vorgebbaren Höhe einer Ladespannung eines Kondensators, der mittels
der Türendkontakte bei geöffneter Tür an die Gleichspannung anlegbar und bei geschlossener Tür an
einen Entladekreis anschließbar ist. Dadurch werden nicht nur weniger Kontakte intern im Türsteuergerät,
sondern auch extern gebraucht. Dabei wird gleichzeitig auch der externe Schaltungsaufwand vereinfacht
und die Betriebszuverlässigkeit weiter erhöht. Dies wird erreicht durch die interne Speicherung der
Signale, z.B. des Wunsches eines Fahrgastes auszusteigen oder des Auf- bzw. Zulaufs der Tür.
Ferner kann die Funktion des Trittstufenkontaktes einer Lichtschranke übertragen werden und diese
λ wegen des niedrigen Leistungspegels der Transistorlogik
über eine einstufige eingebaute Verstärkung angeschlossen werden.
Der Fahrgast, der auszusteigen wünscht, gibt vor Erreichen einer Haltestelle dem Fahrer ein optisches
oder akustisches Signal, und der Fahrer gibt bei Ankunft an der Haltestelle die Tür durch Betätigen
eines Schalters frei, wodurch die Türen, bei denen der Aussteigewunsch bereits gespeichert ist, öffnen
und die anderen Türen noch öffnen, sobald vom Fahrgast eine zugehörige Betätigungstaste auf der Innenoder
Außenseite des Fahrzeuges betätigt wird. Das gespeicherte Signal liegt dabei an der Basis des Tran-
! . sistors an, dessen Kollektor durch den vom Fahrer
betätigten Schalter über einen Widerstand an Spannung gelegt wird. Dabei wird der genannte Transistor
durchlässig und macht den zweiten, zur Verstärkung vorgesehenen Transistor gleichfalls durchlässig. Von
diesem wird ein Auslöseorgan für den Türantrieb,
z. B. ein Relais für den Motorantrieb der Türen, eingeschaltet und damit die Tür geöffnet, bis durch einen
mit der Tür gekoppelten Schalter das gespeicherte Signal, sobald die Tür geöffnet ist, wieder gelöscht
wird. Mittels mit der Tür gekoppelten weiteren Schaltern wird bei geöffneter Tür ein Kondensator über
einen Widerstand geladen, wobei nach dessen Aufladung die Basis des erstgenannten Transistors über
einen Widerstand Strom zieht, wodurch die beiden
Transistoren wieder durchlässig werden und der Türantrieb wieder eingeschaltet wird. Der Türantrieb wird
erst wieder abgeschaltet, wenn die Türendkontakte geschlossen sind und dadurch ein Kondensator entladen
wird, wodurch die beiden Transistoren wieder gesperrt werden und der Türantrieb abgeschaltet wird.
Ein Schaltbeispiel einer gemäß der Erfindung ausgeführten Einrichtung ist in der Zeichnung wiedergegeben.
Dabei sind der Übersichtlichkeit halber die Emitterwiderstände und Basisableitwiderstände weggelassen.
Mit P und N sind die Gleichspannung bezeichnet. T1 bis T6 sind Transistoren. Ra und Ru sind
Getriebeschalter (Relais) und R1 bis R12 sind ohmsche
Widerstände. D1 bis D5 sind Dioden. 5 ist eine Signallampe
und Fgs ist ein vom Fahrgast zu betätigender Taster, während Fs ein vom Fahrer mittelbar oder
unmittelbar zu betätigender Freigabeschalter ist. Der Türschalter St und die Türendkontakte Tk1 und TJt2
werden von der Tür geschaltet. Fz ist eine Fotozelle.
Beim Drücken des Tasters Fgs zieht die Basis des Transistors T1 Strom über den Widerstand Rn. Damit
wird der Transistor T1 durchlässig und schaltet die
Signallampe 5 ein. Die diesem vorgeschaltete Diode D5 ist erforderlich, wenn mehrere Türsteuerungen an
dieselbe Signallampe angeschlossen sind. Selbstverständlich kann auch parallel zu dem Taster Fgs des
Fahrgastes ein Taster Fs1 am Fahrerplatz oder, falls
vorhanden, am Schaffnerplatz vorgesehen sein. Sobald der Transistor T1 durchlässig ist, verschwindet der
Basisstrom am Transistor T2 und er sperrt. Am Kollektor
des Transistors T2 liegt nunmehr das Potential der Gleichspannung N an, und der Transistor T1
zieht über die Widerstände R10 und R8 Basisstrom
auch dann, wenn in der Zwischenzeit der Taster Fgs wieder geöffnet wurde. Der Transistor Ti kann über
seinen Emitterwiderstand R12, über R7 und R8 Basisstrom
ziehen. Der Transistor T4 wird jedoch erst
durchlässig, wenn der Kollektor über den Widerstand R1 und den vom Fahrer zu betätigenden Freigabeschalter
Fs an Spannung gelegt wird. Sobald dies geschehen ist, zieht der Transistor T5 infolge des
Spannungsabfalls am Widerstand R12 Basisstrom und
wird durchlässig und schaltet den Getriebeschalter (Relais) Ra ein, welcher den Türantrieb, z. B. elektrischen-
oder Luftantrieb, einschaltet. Die Tür, und zwar jeweils die Tür, für die ein Fahrgast das Signal
gegeben hat, öffnet sich. Der Motorantrieb wird erst wieder abgeschaltet, wenn der mit der Tür gekoppelte
Türschalter St geschlossen ist. Dadurch verschwindet der Basisstrom am Transistor T4 mit der Folge, daß
die Transistoren Ti und T5 sperren, wodurch der
Getriebeschalter (Relais) Ra wieder abfällt. Der Türschalter St löscht gleichzeitig die Speicherung des
Fahrgastsignals.
Sobald die Tür offen ist, öffnen auch die Türendkontakte Tk1 und Tk2, wobei bei mehrflügeligen Türen
jeder Tür ein solcher Kontakt zugeordnet ist. Nunmehr kann sich der Kondensator K über den Widerstand
R2 laden. Hat die an ihm anliegende Spannung einen bestimmten Wert überschritten, so kann der
Transistor T4 über den Widerstand Re und R2 Basisstrom
ziehen, und damit können die beiden Transistoren T4 und T5 wieder durchlässig werden, wodurch
der Getriebeschalter (Relais) Ra wieder einschaltet, um die Tür zu schließen. Der Schließvorgang ist beendet,
sobald alle Türendkontakte Tk1 und Tk2 geschlossen
sind. Der Kondensator K ist dabei aufgeladen, und damit wird der Basisstrom des Transistors
T4 unterbunden. Demzufolge werden die Transistoren
T4 und T5 wieder gesperrt. Durch die Reihenschaltung
der Türendkontakte Tk1 und Tk2 ist darüber
hinaus noch sichergestellt, daß, wenn noch ein Türflügel ausgekuppelt ist, der Türantrieb so lange
läuft, bis dieser wieder eingekuppelt ist und die Tür wiederum geschlossen ist.
Bei Betreten des Türraumes durch einen Fahrgast
ίο wird entweder über einen Kontakt auf den Trittstufen
oder durch Lichtschranken der Kondensator K jeweils wieder entladen, so daß der Beginn des
Schließvorganges für die Tür hinausgezögert wird. Ein Trittstufenkontakt könnte direkt parallel zum Kondensator
K liegen und das Kurzschließen dieses Kondensators beim Betreten der Trittstufen bewirken. Bei
Verwendung einer Fotozelle Fz dagegen ist eine Verstärkung über einen Transistor Ts erforderlich.
Wenn während des Türschließvorganges ein Fahrgast die Lichtschranke durchläuft, wird der Schließvorgang
sofort abgebrochen durch die Entladung des Kondensators K und die dadurch verbundene Sperrung
der Transistoren Ti und T5. Gleichzeitig wird
aber auch die Diode D1 undurchlässig, und damit
kann der Transistor T6 über die Widerstände i?4 und
R3 Basisstrom ziehen, wodurch er durchlässig und
der Getriebeschalter (Relais) Ru eingeschaltet wird. Dadurch wird die Umpolung des Türantriebs bewirkt
und damit die Wiederöffnung der Tür veranlaßt. Dieser Öffnungsvorgang wird abgebrochen, sobald der
Türschalter Si wieder geschlossen ist und über die Diode D2 und den Widerstand R3 ein Strom fließen
kann, wodurch der Transistor T6 gesperrt wird. Die
Diode D4 dient dazu, um den Transistor T6 zu sperren
für den Fall, daß während des Öffnungsvorganges der Tür bereits die Lichtschranke betreten wird, um damit
eine Umkehr des Türantriebs zu vermeiden. Die Diode D3 sperrt den Transistor T6, wenn die Türen
geschlossen sind.
Die Erfindung gestattet Abwandlungen in mancherlei Hinsicht. So ist es möglich, an Stelle der bistabilen
Kipper, bestehend aus den Transistoren T1 und T2,
einen Kondensator zu verwenden, der eine kurzzeitige Speicherung des Fahrgastsignals ermöglicht.
Selbstverständlich ist dabei die Anzeige (Signallampe S) nicht mehr möglich. Auch bleibt die Speicherung
nur über eine kurze Zeitspanne bestehen. An Stelle einer Fotozelle Fz kann auch ein anderes
bekanntes Geberelement benutzt werden, das als Öffner geschaltet ist. Um ein Gegeneinanderarbeiten
der beiden Getriebeschalter Ra und Ru auszuschließen, ist es zweckmäßig, zwischen dem Verbindungspunkt der beiden Widerstände jR3 und i?4 gegen positives
Potential einen Kondensator einzuschalten, um eine Zeitverzögerung beim Einschalten des Getriebeschalters
Ru zu erreichen.
Beim geschilderten Ausführungsbeispiel wurde ein Motor- bzw. Druckluftantrieb für die Tür zugrunde
gelegt, der sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen der Tür, ausgenommen den Fall, wo während
des bereits eingeleiteten Schließvorganges eine nochmalige Öffnung der Tür notwendig wird, stets in gleicher
Richtung angetrieben wird. Selbstverständlich läßt sich die Erfindung auch bei einem Türantrieb
verwenden, der beim Schließen in der einen Richtung und beim Öffnen der Tür in der umgekehrten Richtung
läuft.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Steuereinrichtung für Fahrzeugtüren mit zumindest einem ersten Befehlsgeber für eine Anwahl zum Öffnen einer Fahrzeugtür und zumindest einem zweiten Befehlsgeber für ein endgültiges Öffnen der Fahrzeugtür sowie - mit zumindest einem ein Türöffnen bzw. Türschließen auslösenden Türgetriebeschalter und zumindest einem Türendkontakt, ^gekennzeichnet durchI zumindest einen bei Stromfluß über seine Emitter-Kollektor-Strecke den Getriebeschalter (Ra) einschaltenden Transistor (Γ4), dessen Emitter-Basis-Strecke durch zumindest einen von einem als erster Befehlsgeber vorgesehenen Taster (Fgs) und über eine Befehlsspeichereinrichtung vorgebbaren Befehl und dessen Emitter-KoDektor-Strecke über einen als zweiter Befehlsgeber vorgesehenen Freigabeschalter (Fs) an eine Gleichspannung (TV, P) anschließbar sind, sowie durch einen bei geöffneter Tür einen anstehenden Befehl des ersten Befehlsgebers löschenden und einen Stromfluß zwischen der Speichereinrichtung und der Basis des Transistors (Γ4) sperrenden Türschalter (St), wobei der Transistor (T4) in anschließender erneuter Einschaltabhängigkeit steht von einer vorgebbaren Höhe einer Ladespannung eines Kondensators (K), der mittels der Türendkontakte (Tk1; Tk2) bei geöffneter Tür an die Gleichspannung (N, P) anlegbar und bei geschlossener Tür an einen Endladekreis anschließbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0090443 | 1964-04-09 | ||
| DES0090443 | 1964-04-09 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1584191A1 DE1584191A1 (de) | 1971-09-09 |
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