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DE1583479A1 - Elektrischer Widerstandsofen - Google Patents

Elektrischer Widerstandsofen

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Publication number
DE1583479A1
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DE
Germany
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current
electrodes
circuit
electric resistance
resistance furnace
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Application number
DE19671583479
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Inventor
Orton Harold Sloan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ORTON HAROLD SLOAN
Original Assignee
ORTON HAROLD SLOAN
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Publication date
Application filed by ORTON HAROLD SLOAN filed Critical ORTON HAROLD SLOAN
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/02Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in electric furnaces, e.g. by dielectric heating
    • C03B5/027Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in electric furnaces, e.g. by dielectric heating by passing an electric current between electrodes immersed in the glass bath, i.e. by direct resistance heating
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating
    • H05B3/0019Circuit arrangements
    • H05B3/0023Circuit arrangements for heating by passing the current directly across the material to be heated

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Glass Melting And Manufacturing (AREA)
  • Control Of Resistance Heating (AREA)

Description

■ ■ / ' . - nburg 50, Könfgstr. 28
,•fom 385314
DR. E. WIEGAND 2000 HAMBURG 1, Λ β <η
MDNCHEN BAtLINbAMMS* «ΛΙϋ, Β7
DIPL.-ING. W. NIEMANN teiefoN: 330475
HAMBURG PATENTANWÄLTE
¥. 13309/67 12/Bö.
Harold Sloan Ort on
Greensburg, Pennsylvania (V.St.A.)
Elektrischer Wideratandsofen
Die Erfindung "bezieht sich auf einen elektrischen Widerstandsofen, der eine gerade Anzahl senkrechter Elektroden und für jedes Elektrodenpaar einen unabhängigen Stromkreis aufweist, der eine Stromsteuereinrichtung und eine Quelle konstanter Spannung enthält. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung von Festkörper-Torschaltern, insbesondere gesteuerten Siliziumgleichrichtern als Steuereinrichtungen in solchen öfen.
ITeuerdings werden in der Glasherstellungsindustrie elektrische Öfen verwendet. Elektrische öfen sind zufolge ihrer Natur wirksamer und billiger als mit chemischen Brennstoffen betriebene öfen, jedoch sind sie in der (2aaindustrie noch nicht in großem Ausmaß verwendet worden, da sie schwierig zu steuern sind. Eine mangelhafte Steuerung ergibt Schmelzen geringer Qualität und führt insbesondere
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zu örtlich überhitzten Stellen ("hot spots")ι welche ' zur Bildung von Blasen und Kristallkeimen im Glas führen·
Die Schwierigkeiten beim Steuern elektrischer Widerstandsöfen beginnen mit der Tatsache, daß die meisten Kraftwerke fordern, daß große Energieblöcke, wie elektrische Öfen mit Dreiphasenstrom gespeist werden, um einen gleichmäßigen Leistungsbedarf zu schaffen. Dies bedeutet, daß die Elektroden an verschiedenen Phase4 liegen und daß Strom zwischen den Elektroden als Ergebnis der Phasenunterschiede fließt. Dieser Zwischenphasenstrom ruft eine Wechselbeziehung zwischen den Elektroden hervor, so daß eine Änderung des irgendeiner Elektrode zugeführten Stromes den Stromfluß in vielen anderen Elektroden beeinflußt. Der Ofen kann daher nicht gut gesteuert werden.
Die Schwierigkeit beim Steuern des Ofens ergibt sich weiterhin aus dem Umstand, daß das Glas einen negativen Widerstand hat, d.h. daß sein Widerstand mit steigender Temperatur abnimmt. Wenn die Spannung konstant ist, führt eine in einer Zone des Ofens auftretende Abnahme des Widerstandes des Glases zu einem größeren Stromfluß in dieser Zone nach dem Ohmsohen Gesetz E = IR. Da die in einem Widerstand erzeugte Wärme dem Mittelwert des Quadrates des Stromes in einem Wechselstromkreis proportional ist» läßt der sich ergebende Fluß erhöhten Stromes die Temperatur des Glases in dieser Zone des Ofens ansteigen· Die erhöhte Temperatur vermindert den Widerstand des Glases nooh weiter,
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wodurch wiederum der Stromfluß und die Temperatur erhöht werden. Kieser Kaskadeneffekt führt zu außerordentlich hohen Temperaturen, die Blasen und ICr ist allkeime in dem Glas bilden und gelegentlich zu einem vollständigen Ausbrennen des Ofens geführt haben. Bis zum Zeitpunkt der vorliegenden Erfindung war kein wirksamer Weg zum Überwinden dieser Probleme gefunden worden*
. Gemäß der Erfindung sind die Elektroden paarweise ■angeordnet, und jedes Elektrodenpaar bildet einen Teil eines unabhängigen Stromkreises, wobei der Strom in jedem Stromkreis für sich gesteuert wird. Die Stromkreise sind insofern voneinander unabhängig, als Strom nicht von einem Stromkreis zu einem anderen Stromkreis fließen kann, außer wenn er durch das Glas hindurchgeht, und da der Strom in jedem Stromkreis für sich gesteuert wird, kann sehr wenig Strom zwischen den Stromkreisen fließeno Auf diese Weise ist in einem Dreiphasensystem der größte Teil des Zwischenphasenstromes beseitigt. Es entwickeln sich keine örtlich überhitzten Stellen, da ein vergrößerter Stromfluß in irgendeinem Stromkreis unmittelbar gesteuert wird, wobei unter "Steuern" die Fähigkeit zu verstehen ist, den Mittelwert des Quadrates des Stromes trotz Änderungen des Widerstandes der Schmelze auf einer gewünschten Höhe zu halten. Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert. ,
1 ist eine schematische Draufsicht eines
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elektrischen Ofens, und sie zeigt die -Elektrodenanordnung und die grundsätzliche Schaltung.
Pig. 2 ist ein Blockdiagramm eines Beispiels eines Stromkreises zum Betätigen von I or scha It em, die hier als zwei steuerbare Siliziumgleichrichter dargestellt sind.
Der elektrische Ofen kann zum Schmelzen irgendwelcher Materialien verwendet werden, die in einem elektrischen Ofen durch Widerstandserhitzung geschmolzen werden können· Die Hauptyerwendung des Ofens ist die Herstellung von Glas, in welchem Fall die Beschickungsmaterialieh tiberlicherweise hauptsächlich aus Sand, Soda und Kalk sowie verschiedenen kleineren Zusätzen bestehen» Reinigungsmittel-Grundstoffe, wie Natriumsilikate oder Metasilikate, können ebenfalls in diesem Ofen geschmolzen werden.
Die Erfindung ist auch bei elektrischen Booster-Öfen, d.h. bei Öfen anwendbar, die sowohl mit chemischen Brennstoffen als auch mit Elektrizität erhitzt werden- Der Ausdruck "elektrische Widerstandsöfen" soll daher auch Booster-Öfen umfassen. Die in dem Ofen verwendete elektrische Energi« muß Wechselstrom sein, der irgendeine Frequenz haben kann, obwohl außerordentlich hohe oder außerordentlich niedrige Frequenzen vermieden werden sollten. -
Der elektrische Widerstandsofen hat vorzugsweise quadratische oder rechteckige Gestalt t da diese Gestalt weniger Kpnstruktionspobleme auf wirft und für die Anordnung
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von Elektroden in Paaren sehr geeignet ist· Ea körmen sich, jedoch auch andere Gestalten als zweckmäßig erweisen, beispielsweise eine kreisförmige Gestalt. Vorkehrung ist getroff en j um die Beschiekungsmaterialien an der einen Seite des Ofens zuzugeben und die Schmelze an der Basis der anderen Seite abzuziehen.
Es ist eine gerade Anzahl -von Elektroden vorgesehen, welche den Ofen senkrecht durchqueren. Die Elektroden müssen senkrecht angeordnet sein, da im Fall von waagerechten Elektroden nicht proportionale Strommengen aus ihren Enden fließen und an den Enden örtlich überhitzte Stellen hervorrufen, während bei senkrechten Elektroden Strom aus ihrer gesamten länge fließt· Es kann irgendeine gerade Anzahl von Elektroden verwendet werden, jedoch ist die Erfindung nicht anwendbar, wenn lediglich ein Elektrodenpaar verwendet wird, da dann nur ein Elektrodenstromkreis vorhanden wäre· Demgemäß werden bei der Erfindung wenigstens Vier Elektroden verwendetj, so daß wenigstens zwei Stromkreise vorhanden sind, die voneinander unabhängig sind. Es wird bevorzugt, wenigstens sechs Elektroden zu verwenden, jedoch »ind mehr als zwanzig Elektroden gewöhnlich nicht erforderlich. '
Die Elektroden werden vorzugsweise ao angeordnet, daß ein Gitter gleicher Hechtecke, vorzugsweise gleicher Quadrate, gebildet wird* Demgemäß befindet sich bei einer Anordnung nach einem Quadratmuster jede Elektrode im wesent-
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lichen im gleichen Abstand von wenigstens zwei anderen Elektroden, was ebenfalls bei anderen geeigneten Mustern der Elektrodenanordnung zutrifft. Der Abstand zwischen den Elektroden hängt von den Charakteristiken der zu schmelzenden Verbindungen und dem den Elektroden zugeführten Strom ab. Der Abstand zwischen den Ofenwänden und den Umfangselektroden sollte derart sein, daß diese Elektroden sich nicht zu nahe an den Wänden befinden, da die Wände sonst schnell beschädigt werden· Andererseits sollen die Elektroden nicht zuweit von den Wänden entfernt angeordnet sein, weil sich sonst eine G-lasschicht an den Wänden verfestigt. Wenn Soda-Kalk-ßlas geschmolzen wird, sollten die. engsten Elektroden, unabhängig davon, ob sie in dem gleichen Stromkreis liegen oder nicht, in einem Abstand von 90 bis HO cm voneinander entfernt sein, und die Umfangselektroden sollten in einem Abstand von 60 bis 90 cm von den Wänden entfernt liegen. Zwei Elektroden in einem Stromkreis brauchen nicht benachbarte Elektroden in dem Ofen zu sein, jedoch müssen sie nahe genug beieinander liegen, damit Strom zwischen ihnen fließen kann.
Die Elektroden gehen duroh Öffnungen im Boden des · Ofens hindurohι und sie sind lang genug, damit sie sioh durch die ganze Höhe der Sohmelae hindurcherstrecken, jedoch sollen sie sioh nicht in. die Schicht von BeBohiokuBgsmaterialien erstrecken, die auf der Schmelze schwimmt, weil die Elektroden sonst schnell zerstört werden* Jede Elektrode
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sollte weiterhin mit einem wassergekühlten Elektrodenblock versehen sein, der zum Aufrechterhalten des guten Zustandes der Elektrode von Gas umspült wird. Die Elektroden können aus Molybdän, Graphit oder aus einem anderen geeigneten Material hergestellt sein, jedoch wird Molybdän bevorzugt.
Jeder Stromkreis für ein Elektrodenpaar muß eine Spannungsquelle und eine Einrichtung zum Steuern des Stroms, genauer gesagt zum Steuern des Mittelwertes des Quadrates des Stromes enthaltene
Die Spannungsquelle in jedem Stromkreis ist eine Quelle konstanter Spannung., Wenn ein Transformator verwendet wird, dann sollte der gleiche Kern nicht für die Sekundärwicklungen anderer Stromkreise benutzt werden, da sonst Änderungen des Stromes in einem Stromkreis den für andere Stromkreise verfügbaren Strom beeinflussen würden»
Die Stromsteuereinrichtung ist irgendeine Einrichtung, welche"den Mittelwert des Quadrates des Stromes dadurch steuern kann, daß sie diesen Wert trotz Änderungen im Widerstand der Schmelze-auf einer gewünschten Höhe hält. Dieser Mittelwert kann auf wenigstens zwei Weisen gesteuert werden» und zwar durch Einführen eines Widerstandes in den Stromkreis oder durch Unterbrechen des Stromkreises.
Ein Widerstand kann in den Stromkreis beispielsweise dadurch eingeführt werden, daß eine Drossel mit sättigbarem fen als Stromsteuereinrichtung verwendet wird, jedoch verschiebt eine solche Drossel den Strom vektoriell, was zu
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einem geringen Leistungsfaktor führen kann. Weiterhin erzeugt ein in den Stromkreis eingeführter Widerstand Wärme, die eine Stromvergeudung "bedingt und durch irgendwelche Mittel zerstreut werden muß»
Die "bevorzugte Art der Steuerung des Mittelwertes des Quadrates des Stromes, welche die Schwierigkeiten vermeidet, die beim Einführen eines Widerstandes in den Stromkreis angetroffen werden, "besteht darin, den Stromkreis für kurze Zeitperioden zu unterbrechen (der Mittelwert ist ein kontinuierlicher Mittelwert über eine Zeitperiode, die beträchtlich, länger als die Zeit ist, während welcher der Stromkreis unterbrochen ist). Auf diese Weise kann der Mittelwert des Quadrates des Stromes auf einer konstanten Höhe gehalten werden, selbst wenn ein stärkerer Strom während derjenigen Zeit fließt, während welcher der Stromkreis geschlossen ist«
Es gibt wenigstens zwei Methoden zum Steuern dts Stromes durch Haterbrechen des Stromkreises* nÄalich die Phasenwialcelsteuerung und die zeitproportionale Beafioäensteuerung« Weitere Methööeii können sieh bei der Weiter«· entwicklung der Elektronik ergaben·
Die Phasenwinkelsteuerung gestattet, daß Strom von Phasenwinkel^, die um 180° getrennt sind, bis zum Ende jeder Halbperiode (180° und 360°) fließt. Beispielsweise könnte ein Strom jeweils sswischen 30° und 18o° und jeweils zwischen 210° und 360° fließen· Jedoch ist es zufolge des*
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Beschränkungen in der derzeitigen Elektronik sehr schwierig, die beiden Phasenwinkel, bei denen der Strom zu fließen beginnt ι um genau 180° zu trennen· 3PaIIs die Phasenwinkel nicht um genau 180° getrennt sind, werden kleine Gleichstrommengen erzeugt, die elektrolytische !Reaktionen in dem Ofen hervorrufen, wodurch die Elektroden abgenutzt und in dervSehmelze Blasen und Kristallkeime gebildet werden. In der Zukunft kann diese Methode der Steuerung genügend genau werden, so daß keine bemerkenswerte Gleichstrommenge erzeugt wird. Diese Steuermethode wird dann für die Zwecke der Erfindung geeigneter·
Die Steuerung des Stromes durch Unterbrechen des Stromkreises kann weiterhin dadurch erhalten werden, daß der Stromkreis für eine gleiche Anzahl positiver Halbperioden und negativer Halbperioden unterbrochen wird, und dies ist eine Arbeitsweise, die als zeitproportionale Periodensteuerung bekannt ist« Pas bedeutet beispielsweise, daß der Stromkreis während einer ganzen Periode geöffnet und während der nächsten ganzen Perlode geschlossen werden kann. Heutzutage verfügbare elektronische Ausfuhrungen sind genügend genau, so daß der Strom durch diese Arbeiteweise ohne Erzeugung von Gleichstrom gesteuert werden kann·
Eine Einrichtung zum Unterbrechen des Stromkreise» für kurze Perioden unter Anwendung einer zeitproportionalen Periodensteuerung ist eine soloh«> bei der festkörper-' ToraohaiterBteuervorrichtungen zusammen mit Steuerstrom-
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kreisen zu verwenden. Solche Steuervorrichtungen umfassen wassergekühlte Germaniumgleichrichter und gesteuerte ,>■;;■· Siliziumgleichrichter, wobei Siliziumgleichrichter bevor- ■ zugt werden. Torschaltersteuervorriehtungen lassen keinen Strom durch, solange sie nicht geöffnet werden, und jede geöffnete Steuervorrichtung läßt Strom lediglich in einer Richtung durch· Demgemäß fließt, wenn zwei oder mehrere . Steuervorrichtungen Rückseite an Rückseite parallelgeschaltet werden, ein Strom mit einer vollen Periode nur dann, wenn die Torsteuervorrichtungen geöffnet sind. Die Torsteuerung ist so genau, daß das Tor in Millionstel Sekunden geöffnet und geschlossen werden kann. Obgleibh wenigstens zwei Steuervorrichtungen erforderlich aind, um eine vollständige Periode hindurchgehen zu lassen, kann praktisch eine beliebige Anzahl von ihnen verwendet werden. Die Anzahl hängt von der Hennleistung der Steuervorrichtung und dem Energiebedarf des Ofens ab· '
Mit der Torschaltersteuervorrichtung arbeitet ein Steuerstromkreis zusammen, welcher die Steuervorrichtung wirksam macht. Der Widerstand der Schmelze bei verschiedenen Temperaturen ist vorbestimmt. Der Steuerstromkreia wird . dann so eingestellt, daß er die Toraohaltersteuervorrlohtung wirksam maoht, wenn der Wideretand der Schmelze auf einen Wert sinkt» der eine übermäßige Temperatur anzeigt« Dar Widerstand dar Schmelze wird duroh den Stromfluß in dem Elektrodenatromkreis angezeigt, da B-IR und B konstant let·
■;*■
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Daher erfordert der Steuerstromkreis eine Vorrichtung zum Messen des Stromes in dem Elektrodenstromkreis und eine Vorrichtung zum Wirksanmachen der Torschaltersteuervorrichtung in Übereinstimmung mit dem Strom im Elektrodenstromkreis. In ähnlicher Weise wird der Stromfluß in dem Elektrodenstromkreis wieder erhöht, wenn sichere Temperaturen angezeigt werden.
Gemäß S1Ig. 1 ist ein Behälter 1 eines elektrischen Ofens mit einer !Fülleinrichtung 2 zum Zuführen von Portionen der Beschickungsmaterialien und einem Auslaß 5 zum Abziehen der Schmelze versehen· Sechzehn Elektroden 4 erstrecken sich vom Boden des Ofens senkrecht nach oben. Die Elektroden 4 sind paarweise zusammengefaßt, und jedes Elektrodenpaar liegt, in' einem unabhängigen Stromkreis, der von Leitern 5, und der Sekundärwicklung eines Transformators 6 gebildet ist und eine Stromsteuervorrichtung 7 enthält. Die Primärwicklungen 4er Transformatoren 6 sind auf drei verschiedene Weisen mit den drei Speiseleitungen 8 verbunden« in denen die Ströme um 120° außer Phase sind. Demgemäß sind insgesamt drei Phasen unter den acht unabhängigen Elektrodenstromkreigen vorhanden. Ea sollte versucht werden» eine gleiche Anaahl von Elektroden an jeder Phase vorzusehen,
Wi« aus 21g« 2 ersichtlich ist, fließt Strom,von einem Transformator 9 durch ein Kabel. 10 zu der einen Elektrode 11. Zwischen der anderen Elektrode 12 in dem Elektroden-*
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Stromkreis und dem Transformator 9 "befindet sich eine Einrichtung zum Steuern des Stromes in dem Stromkreis, die" nach einer zeitproportionalen Periodensteuerung arbeitet, Diese Einrichtung -weist zwei gesteuerte Siliziumgleiehrichter 13· und 14, die gegensinnig parallelgeschaltet sind, und einen Steuerstromkreis zum Firksammachen der Gleichrichter auf. Eine Automatik-Handsteuerung 15 wird für-den im Elektrodenstromkreis gewünschten Strom eingestellt» Von der Steuerung 15 wird ein der Einstellung proportionales Signal einem Zeitproportionierungsverstärker 16 über einen Mischverstärker 17 zugeführt. Der Zeitproportionierungsverstärker 16 sendet an den Mischverstärker 17 Impulse zurück, deren Anzahl je Sekunde dem von der Automatik-Handsteuerung 15 gesendeten Signal proportional ist. Der Mischverstärker 17 empfängt weiterhin ein Signal von einem Stromtransformator 18, das zuerst durch einen Stromrückkopplungsverstärker 19 gleichgerichtet wird. Dieses Signal ist dem in dem Elektrodenstromkreis fliessenden Strom proportional. Der Mischverstärker 17 mischt das Signal von dem Zeitproportionierungsverstärker 16 und das gleichgerichtete Signal von dem Stromtransformator 18 unter Verwendung des magnetischen Flusses im Kern eines Transformators. Das resultierende Signal wird dann einem Impulskreisverstärker 20 zugeführt, welcher das Signal in zwei Impulssignale teilt, die um 180° außer Phase sind. Die beiden Impulssignale werden zwei Impulsverstärkern 21 und 22 zuge-
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führt, welche die Torspannung und den Torstrom den ge-. steuerten Siliziumgleichrichtern 13 und 14 in der richtigen Zeitfolge zuführen, um die Stromleitung durch die Gleichrichter 13, 14 hindurch zu steuern. Stromkreise zum Steuern von Torschaltersteuervorriehtungen sind in der Technik "bekannt, und die Stromkreisausfuhrung gemäß Fig. 2 ist lediglich ein Beispiel vieler möglicher Steuerstromkreise.
Das nachstehende Beispiel zeigt, daß gemäß der Erfindung ausgebildete Öfen von Industriegröße hergestellt . und erfolgreich betrieben werden können.
Beispiel ·
Ein Ofen von der in Hg. 1 wiedergegebenen Ausführung mit der grundsätzlichen Stromkreisanordnung gemäß Pig. 2 wurde mit einer Dreiphasen-Primärspannung von 23oo Volt in Dreieckschaltung betrieben. Acht Transformatoren führten jedem von acht,unabhängigen Stromkreisen eine Spannung von 120 Volt zu, und der Strom wurde mit acht Paaren gesteuerterSiliziumgleichMchter in den Stromkreisen gesteuert· In dem Ofen wurden alle 24 Stunden 46 7oo kg Soda-Kalk-Glas geschmolzen. Die Herstellung des Glases erfolgte ohne Störungen» und die Sohmelze zeigte keine Blasen und Kristallkeime und war von guter Qualität.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche.
    1. Elektrischer Widerstandsofen mit einem hitze-' < "beständigem Behälter, der mit" einer Einrichtung zum Zuführen von Beschickungsmaterialien in den Behälter und mit einer Einrichtung zum Abziehen einer Schmelze aus dem Behälter versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine gerade Anzahl (wenigstens vier) Elektroden (4) in dem Ofen senkrecht angeordnet und relativ zu ihm befestigt sind und daß für jedes Paar Elektroden ein unabhängiger elektrischer Stromkreis vorgesehen ist, der eine Quelle (6) konstanter Spannung und eine Einrichtung (7) zum Steuern des Stromes in dem Stromkreis enthält.
    2, Elektrischer Widerstandsofen zur Verwendung mit einer Dreiphasenenergiequelle von %m wesentlichen konstanter Spannung, mit einem.hitzebeständigen Behälter, der mit einer Einrichtung zum Zuführen von Besohickungsmaterialien in den Behälter und mit einer Einrichtung zum Abziehen einer Schmelze aus dem Behälter versehen ist, dadurch gekenn« zeichnet, daß eine gerade Anzahl (wenigstens secha)Elektroden (4) in dem Ofen senkrecht angeordnet und relativ zu ihm befestigt sind, für jedes Paar Elektroden ein unabhängiger elektrischer Stromkreis vorgesehen ist, der die Sekundärwicklung eines Transformators (6) und eine Einrichtung (7) zum Steuern des Stromes in dem Stromkrei· enthält, und für jeden unabhängigen elektrischen Stromkrti·
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    ein zweiter · elektrischer Stromkreis !vorgesehen ist, der'die Primärwicklung eines Transformators (6), dessen Sekundärwicklung einen Teil des entsprechenden unabhängigen elektrischen Stromkreises bildet, und elektrische leitungen (δ) enthält, die zu zwei ausgewählten Phasen der drei Phasen der Energiequelle geführt sind, wobei die ausgewählten beiden Phasen auf insgesamt drei verschiedene Weisen für verschiedene Stromkreise ausgewählt sind·
    3, Elektrischer Widerstandsofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Elektrode in im wesentlichen gleichem Abstand von wenigstens zwei der zunächst liegenden Elektroden angeordnet ist und daß die Einrichtung (7) zum. Steuern des Stromes in jedem Stromkreis eine elektrische Torrichtung aufweist, welche den Stromkreis derart öffnet und schließt, daß der Mittelwert des Quadrates des Stromes in dem Stromkreis gesteuert wird.
    * -4· Elektrischer Widerstandsofen nach einem der Anspräche1bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sechs bis zwanzig Elektroden (4) vorgesehen sind, die derart angeordnet sind, daß von irgendeiner Elektrode zusammen mit drei anderen zweckentsprechend gewählten Elektroden jeweils im wesentlichen gleiche Rechtecke gebildet sind.
    5« Elektrischer Widerstandsofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) zum Steuern des Stromes wenigstens zwei Festkbrper-Torschaltersteuervorrichtungeii (15, 14) aufweist.
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    '6. ;Elektrischer Widerstandsofen-nach einem der "■: " 'Ansprüche 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) zma Steuern des Stromes wenigstens zwei gesteuerteSiliziumgleiehrichter ("13V T4·)- aufweist/ die ; gegensinnig parallelgesehaltet sind. '".",' - 7* -Elektrischer Widerstandsofen nach Anspruch."1 oder 2f dadurch, gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) zum Steuern des Stromes ■ eine Drossel mit·-sättigtoaremEem" aufweist« - ■- - . - -" --. - · ·"■■'" ·.-.-■■ . ;
    8. Elektrischer-Widerstandsofen, nach einem' der Ansprüche 1 Ms 4» dadurch· gekennzeichnet, daß zum Steuern des Stromes -eine zeitproportionale- Periodensteuerong- vorgesehen ist* . .-..·"■■ ■-· - ■ ·■■ ■■ '
    9. Elektriseker Widerstandsofen nach Jknsprueh 4j dadurch, gekennzeichnet, daß der Alb stand zwischen den Elektroden etwa 90 bis 140 cm und- der Abstand zwischen den Wänden des Behälters und den ümfangselektroden etwa -.60 bis 90 cm beträgt, wenn der- Ofen zum Schmelzen von Soda-Kalk-^rlas vensendet wird« ".-'■"--.
    00983 4/025
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