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DE1579433C - Verfahren und Vorrichtung zum maschi nellen Herausschalen der Rippen aus von dem Ruckgrat abgeschnittenen Filets von Fischen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum maschi nellen Herausschalen der Rippen aus von dem Ruckgrat abgeschnittenen Filets von Fischen

Info

Publication number
DE1579433C
DE1579433C DE1579433C DE 1579433 C DE1579433 C DE 1579433C DE 1579433 C DE1579433 C DE 1579433C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ribs
fillets
cutting
documents
fish
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Franz 2400 Lübeck Dohrendorf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nordischer Maschinenbau Rud Baader GmbH and Co KG
Original Assignee
Nordischer Maschinenbau Rud Baader GmbH and Co KG
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum maschinellen Herausschälen .der Rippen aus von dem Rückgrat abgeschnittenen Filets von Fischen, die mit der Innenflanke über eine Unterlage geführt werden und durch Druck von außen auf die Flanken eine Entkrümmung der darin eingebetteten Rippen erfahren. Es ist eine Maschine zum Herausschneiden der Rippen aus Fischfilets bekannt, bei welcher die Fischfilets — insbesondere solche von Heringen — auf einem endlosen Förderer oder einem Schlitten gegen ein Messer geführt werden. Dabei werden die Bauchlappen der Filets an die Unterlage gedrückt, gehalten von einem Niederhalter, welcher automatisch im Takt mit dem Vorschub der Filets angehoben und gesenkt wird. Das Messer schneidet zwischen der Unterlage und der Innenseite des Filets so ein. daß die dünne Bauchhöhlenhaut mit den Rippen entfernt wird, ohne daß unnötig in das Fischfleisch geschnitten wird.
Bei einer solchen Maschine ist es schwierig, den Messerschnitt auf den Bereich der Rippen zu beschränken. Außerdem ist sie nicht zu verwenden bei Filets von Kabeljau und ähnlichen Fischen, deren Rippen gekrümmt und an ihren oberen Enden stark verdickt sind. .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Filets von Fischen auf sparsame und schonende Weise von den Rippen zu befreien.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zum maschinellen Herausschälen der Rippen aus von dem Rückgrat abgeschnittenen Filets von Fischen, die mit der Innenflanke über eine Unterlage geführt werden und durch Druck von außen auf die Flanken eine Entkrümmung der darin eingebetteten Rippen erfahren, gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die beim Verlassen der Unterlage sich wieder krümmenden Rippen von der Grätenfurche beginnend aus dem Filet gelöst und abgehoben werden, wobei das Lösen und Anheben der Wirbelfortsätze und Rippen in zweckmäßiger Weise vom Kopfende her erfolgt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die Rückengräten der Filets von Fischen unterschiedlicher Grätenstruktur mit einer einfachen Maschine heraustrennbar und die Rippen anschließend auf maschinelle Weise herausschälbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 die Seitenansicht einer Vorrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt in Seitenansicht nach der Linie B-B in Fig. 3,
Fig. 3 einen Schnitt in Draufsicht nach der Linie A-A in Fi g. 1,
Fig. 4 einen Ausschnitt aus Fig. 3 mit einer Steuervorrichtung für die Schnittunterlage,
Fig. 5 einen Schnitt durch einen kabeljauartigen Fisch im Bereich der Bauchhöhle,
F i g. 6 einen Schnitt durch die gleiche Stelle des Fisches nach dem Freischneiden der Filets,
F i g. 7 einen Schnitt durch die gleiche Stelle des Fisches in Verbindung mit der Vorrichtung.
In dem nicht dargestellten Gestell sind die aus mehreren Teilen bestehenden Unterlagen 3, 4 unter Freilassung eines dazwischen liegenden Spaltes 10 befestigt. Gleichfalls in dem Gestell gelagert sind die Antricbswalzcn und Umlenkwalzen der Transportbänder 1, 2 und die geneigt angeordnete Führungschiene 14, welche parallel zu den vorderen, ebenfalls schräg verlaufenden Kanten 7 der Unterlagen 3, 4 liegt. Tn der Prismennut der Führungsschiene 14 ist das mit den beiden Schneiden 9 versehene Werkzeug 12 verschieblich gelagert. Es ist in oszillierende Bewegung versetzbar mit einem Hub zwischen 5 und 15 mm. Die beiden Schneiden 9 schließen die Hohlkehle 11 am Werkzeug 12 zwischen sich ein und sind von den Kanten 7 durch je einen schmalen Schlitz getrennt.
Die Unterlagen 3, 4 sind in Höhe der Oberkante der Transportbänder durch Schlitze 19 in Führungsoberteile 33,34 und Führungsunterteile35,36 geteilt. Von letzteren sind die um die Achsen 32 schwenkbaren Schneidunterlagen 20, 21 abgeteilt. Mit diesen sind um Achsen 23 schwenkbare und durch Federn 37 an den Außenseiten der inneren Trume der Transportbänder 1, 2 anliegende Andrücker 5, 6 so gekoppelt, daß bei Auslenkung der Andrücker 5, 6 nach außen die Schneidunterlagen 20, 21 um einen Bruchteil davon nach innen ausgelenkt werden. Zu diesem Zweck sind an den Andrückern 5, 6 kürzere Hebel 24 befestigt, welche durch Koppelglieder 27 mit den an den Schneidunterlagen 20, 21 angeordneten festen Hebeln 25 über die Zugfedern 28 kraftschlüssig verbunden sind. Die in den Koppelgliedern 27 vorhandenen Längsschlitze ermöglichen den Andrückern 5, 6 ein Ausweichen nach außen, ohne daß die Schneidunterlagen 20, 21 folgen müssen. In einem der Schlitze 19 ist ein Taster 22 angeordnet, welcher in seiner Ruhestellung den Ruhekontakt 30 geschlossen hält, über welchen von der Stromquelle 31 ein Strom zu dem Haltemagneten 29 fließt, welcher den Hebel 25 an dem Anschlag 26 hält. Bei Auslenkung des Tasters wird der Stromkreis unterbrochen, und die Schneidunterlagen 20, 21 können der Auslenkung der Andrücker 5, 6 folgen.
Die Durchführung des Verfahrens wird an Hand der Wirkungsweise der Vorrichtung beschrieben:
Die von dem Rückgrat mit dem Rücken- und Bauchspeichen freigeschnittenen Filets 15 des Fisches werden mit ihren Innenseiten an den Unterlagen 3, 4 anliegend auf diesen von den Transportbändern 1, 2 in Pfeilrichtung vorgeschoben. Je nach Fischart befinden sich in den Filets nur die Rippen 16 und die von dem Rückgrat abgeschnittenen Wirbelfortsätze 18. Ihre Lage auf den Unterlagen 3 und 4 ist derart, daß ihre Kopfenden in Förderrichtung voraus liegen und die Enden 17 der Rippen 16 bzw. die Wirbelfortsätze 18 sich in Höhe der Schlitze 19 befinden. Vor Erreichen des oszillierenden Werkzeuges 12 werden die Bauchlappen der Filets mittels der Transportbänder 1, 2 durch die Andrücker 5, 6 gegen die Schneidunterlagen 20, 21 gepreßt, wobei die Rippen flachgedrückt und entkrümmt werden. Wenn die Enden 17 der Rippen 16 die Kante 7 der Schneidunterlagen 20, 21 verlassen, beginnen sie sofort in ihre ursprüngliche Krümmung zurückzukehren und springen dabei etwas aus dem Fleisch der Bauchhöhle heraus in den Spalt 10. Durch die dicht hinter den Kanten 7 oszillierenden Schneiden 9 des Werkzeuges 12 werden sie angehoben, nach innen aus dem Bauchfleisch der Filets herausgeschält und längs der Hohlkehle 11 des Werkzeuges 12 nach unten in den Spalt 10 abgeführt. Je nach Einstellung läßt sich dabei auch die Baucliinncnhaut des Fisches herausschälen. Außerdem stellt sich die Vorrichtung automatisch auf die Größe der Filets ein, indem die
Schneidunterlagen 20, 21 proportional zu der Auslenkung der Andrücker 5, 6 nach innen in den Spalt schwenken. Diese Verschwenkung ist aber erst möglich, wenn der Taster 22 durch die in den Spalt zurückspringenden Enden 17 der Rippen 16 ausgelenkt worden ist und durch Unterbrechung des Haltekontaktes 30 der Haltemagnet 29 abgefallen ist. Wenn am Bauchhöhlende die Rippen aufhören, kehrt der Taster 22 wieder in seine Ruhelage zurück und bewirkt durch Schließen des Ruhekontaktes 30 ein Anziehen des Haltemagneten 29. Dadurch werden die Schneidunterlagen 20, 21 in Ruhestellung gezogen, und der Schälvorgang ist beendet.

Claims (6)

Patentansprüche: 1S
1. Verfahren zum maschinellen Herausschälen der Rippen aus von dem Rückgrat abgeschnittenen Filets von Fischen, die mit der Innenflanke über eine Unterlage geführt werden und durch Druck von außen auf die Flanken eine Entkrümmung der darin eingebetteten Rippen erfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Verlassen der Unterlage sich wieder krümmenden Rippen von der Grätenfurche beginnend aus dem Filet gelöst und abgehoben werden, wobei das Lösen und Anheben der Wirbelfortsätze und Rippen in zweckmäßiger Weise vom Kopfende her erfolgt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem Paar die Filets durch Angriff von außen transportierender Bänder, einem Paar ebener Unterlagen und einem Paar die Bauchflanken von außen auf die Unterlagen pressender Andrücker, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante (7) jeder Unterlage (3, 4) mit ihrer Oberkante (8) einen stumpfen Winkel einschließt und daß in geringem Abstand hinter jeder Kante (7) eine oszillierende Schneide (9) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen den Unterlagen (3, 4) ein Schlitz (10) für den Durchlaß der Gräte befindet und die hinter den Kanten (7) der Unterlagen (3, 4) angeordneten Schneiden (9) die Kanten eines eine Hohlkehle (11) einschließenden oszillierenden Werkzeuges (12) sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich in jeder der Unterlagen (3, 4) ein Schlitz (19) befindet zum Führen der Enden (17) der Rippen (16) oder Wirbelfortsätze (18).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vor der oszillierenden Schneide (9) angeordneten unteren Teile der Unterlagen (3,4) als schwenkbare Schneidunterlagen (20, 21) ausgebildet und so mit dem die jeweilige Bauchflanke des Fisches pressenden Andrücker (5, 6) gekoppelt sind, daß beim Ausweichen des Andrückers (5, 6) nach außen die Schneidunterlagen (20,21) um einen Bruchteil davon nach innen ausweichen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schlitz (19) ein Taster (22) angeordnet ist, welcher in Ruhestellung die Schneidunterlagen (20, 21) verriegelt hält und in ausgeschwenkter Lage ihre Steuerung durch die Andrücker (5, 6) gestattet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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