DE1578833A1 - Absatzhaltevorrichtung fuer Sicherheits-Skibindungen - Google Patents
Absatzhaltevorrichtung fuer Sicherheits-SkibindungenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Absatzhalte vorrichtung für Sicherheits*Skibindungenj die ein
um eine hinter dem Absatz liegende Achse schwenkbares
Tragstück für einen Sohlenhalter und ein Schließpedal aufweistj auf das unter Zwischenschaltung eines Kipphebels
ein Federelementew?rkt, und die beim Einführen
des Skischuhes in die Bindung automatisch ihre Verriegelungsstellung einnimmt und willkürlich z.B. durch
leichtem Druck mit dem Skistock oder unwillkürlich beim
Auftreten einer Überaässigen* etwa senkrecht nach oben
gerichteten Zugkraft geöffnet werden kann.
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* 2
Es slKd bereits verschiedene Ausführungen einer derartigen
Absatzhaltevorrichtung bekannt. Diese Absatzhaltevorrichtung weist gegenüber weiteren bekannten, nach anderen Prinzipien
arbeitenden Absatzhaltevorrichtungen verschiedene Vorteile
auf, die durch die Verwendung eines Kipphebels begründet sind. Als Vorteile lassen sich z.B. eine grössere Sicherheit
gegen Vereisungsgefahr sowie eine reibungsunabhängige und damit exakte Auslösung anführen. .
Ein Nachteil aber auch der vom Arbeitsprinzip her guten Absatzhaltevorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist
jedoch, dass sie nicht bzw. in nicht ausreichendem Maße
der auf den Sohlenhalter im Sinne des Auslösens wirkenden
Kraft bis zu einem bestimmten, einstellbaren Auslösepunkt mit einem elastischen progressiv grosser werdenden Widerstand
entgegenwirkt.und diese dämpft*
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Absatzhaitevorrichtung
für Sicherheits-Skibindungen, die ein um
eine hinter dem Absatz liegende Achse schwenkbares Tragstück für einen Sohlenhalter und ein.Schließpedal aufweist,
auf das unter Zwischenschaltung eines Kipphebels ein fe-·"' "
derelement einwirkt, und die beim Einführen des Skischuhes
in die Bindung automatisch ihre Verriegelungssteilung elnnimmt
und willkürlich ζ*B. durch leichten Druck mit dem
Skistock oder unwillkürlich beim Auftreten einer Über- ,.,
massigen, etwa senkrecht nach oben gerichteten Zugkraft
geöffnet werden kann, derart auszubilden und zu gestalten,
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3 -
daß sie den beschriebenen Nachteil sicher vermeidet und
außerdem einfach und billig herstellbar ist.
Erfindungsgemäß ist dies dadurch erreicht, daß die Schwenk- .
achse des an einem SKifesten Teil gelagerten Tragstücks vom
Sohlenhalter einen größeren Abstand als das Gelenk des Kipphebels aufweist und mit keinem Kipphebelende zusammenfällt
und daß der Kipphebel nur mit einem Ende an einem skifesten
Vorrichtungsteil gelagert ist, während das andere Kipphebelende an das Tragstück für den Sohlenhalter und das Schließpedal
angelenkt ist. ·
Diese Ausbildung bringt es mit sich, daß der Sohlenhalter einen
großen Schwenkradius hat, wodurch seine Bewegung unter dem Einfluß
der etwa senkrecht nach oben gerichteten Zugkraft zunächst ebenfalls etwa senkrecht ist. Im Gegensatz zu der bekannten Ausführung,
bei der, bedingt durch einen kurzen Schwenkradius, der Sohlenhalter nach einem geringen Abheben des Absatzes vom Ski <
c schon außer Eingriff mit der Sohle kommt und damit den Schuh
freigibt, läßt sich die erfindungsgemäß geschaffene Wegstrecke, über der die Bewegung des Sohlenhalters annähernd senkrecht ist,
als langer Dämpfüngsweg nutzen.
Um der Absatshaltevorrlchtung eine möglichst niedrige und gestreckte
Form geben zu können, ist die Anordnung so getroffen,
daß die Wirkebene des Federelementes der Gleitfläche des Skis
in etwa parallel liegt. .
Zweckmäßig wirkt das Federelement schräg zu den Hebelarmen
auf das Kippgeienk. Ebensogut ist es aber auch möglich, daß das Federelement in Längsrichtung eines Hebelarmes auf das
Kippgeienk: wirkt.
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Als vorteilhaft insbesondere bezüg13 cn der konstruktiven
Gestaltung der Vorrichtung hat es sich erwiesen, als Federelement eine Schraubendruckfeder vorzusehen.
Die Möglichkeit, durch die Absatzhaltevorrichtung einen' Druck auf den Skischuh auszuüben, derart, daß dieser gegen
den Vorderbackeri gedrückt= wird, was bei den meisten auf dem
Markt befindlichen Vorderbacken notwendig ist, ist in Weiterbildung der Erfindung dadurch geschaffen, daß der das Tragstück und den Kipphebel tragende Vörrichtungsteil als
Gleitstück ausgebildet ist, das in einer auf dem Ski befestigten
Grundplatte in Skilängsrichtung begrenzt verschiebbar gehalten ist.
Vorzugsweise stützt sich in Jedem Fall das Federelement
mit seinen dem Kipphebel abgewendeten Ende an einem skifesten Teil ab, so daß durch das Federelement gegebenenfalls
auch der Aridruck nach vorn aufgebracht wird. Somit kann auf ein besonderes Federelement zur Erzeugung des Andrucks
verzichtet werden.
Zweckmäßig ist zur willkürlichen Entriegelung ein Hebel
vergesehen, der entweder um die Kippgelenkachse oder um
eine im den Kiprrebel tragenden Vorrichtungsteil befestigte
Achse schwenkbar sein kann.
Im folgenden .sind anhand der beiliegenden Zeichnungen
AusführunosbeiEpiele des Erfindungsgegenstandes ausführ-
0098 52/037 3 „ . 5 _
lieh beschrieben. Die Zeichnungen zeigen als:
Fig. 1: einen mittleren Längsschnitt durch die neue
Absatzhaltevorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform in der Verriegelungsstellung,
Fig. 2: eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung der
Vorrichtung, jedoch in der Entriegelungsstellung,
Fig. 3
u. 4: Prinzip-Skizzen zu den Fig. 1 und 2, Fig. 5: im mittleren Längsschnitt die Absatzhaltevor-
richtung gemäß einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 6: die.Absatzhaltevorrichtung gemäß Fig. 5, jedoch
in Ansicht und in Entriegelungsstellung,
Fig. 7: einen Schnitt nach der Linie VII - VII der Fig.
5, ■■ :
Fig. 8: eine Prinzip-Skizze zu Fig. 5,
Fig. 9: einen mittleren Längsschnitt durch die Absatzhaltevorrichtung
gemäß einer dritten Ausführungsform,
FIg, 10: die Vorrichtung gemäß Fit,. 9 -ίη Ansicht und in
Entrieyelun^sstelLung,
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BAD
— ο —
Pig. 11: einen Schnitt nach der Linie XI - XI der Fig. 9 und
Fig. 12: eine Prinzip-Skizze zu Pig. 9
Die in den Figuren 1 und 2 und im Prinzip in den Figuren 3 und 4 dargestellte Absatzhaltevorrichtung gemäß der Erfindung
ist mittels einer Grundplatte 1 auf den Ski 2 geschraubt. Auf der Grundplatte ist in nicht dargestellter Weise ein
Gehäuse 3 befestigt. Auf zwei kQaxialen, in den Seitenwänden des Gehäuses gehaltenen und sich nach außen erstreckenden
Achszapfen 4 ist ein im wesentlichen Ü-förmigee Tragstück
5 für einen Sohlenhalter 6 und ein Schließpedal 7 mit seinen Schenkeln schwenkbar gelagert. Sas Schließpedal ist aus einem
abgewinkelten Teil des Tragstücks gebildet. Der Sohlenhalter ist mittels einer Schraube 8 an des fragetück befestigt. Zum
Durchtritt des Schraubenschaftes ist in den TragstUck ein
Langloch 9 vorgesehen, so daß der Sohlenhalter 6 verschiedenen Sohlenstärken angepaßt werden kann. Zur Lagesicherung
des Sohlenhalters sind anseiner Anlagefläche und an der Anlagefläche
des Tragstüeks 5 nicht gezeichnete, ineinandergreifende Verzahnungen, Aufrauhungen oder dgl. vorgesehen.
Im Gehäuse 3 i"st an einer Achse 10 ein freies Ende eines aus
den beiden Armen 11 u.12 bestehenden Kipphebels schwenkbar gelagert. Das andere freie Ende des Kipphebels ist auf einer
Achse 13 an Tragstüelt 5 schwenkbar gehalten. Die beiden Kipphebelarme
11, 12 sind mittels eines Achszapfens 14 schwenkbar
o miteinander verbunden. In der Nähe des Achszapfens 14 ist an
co dem Hebelarm 11 mittels eines Achssapfens 15 ein Federteller
*" 16 angelenkte der einen Ansatz 17 aufweist, auf den das eine
^ Ende einer Druckfeder 18 aufgesteckt ist. Das andere Ende der
„j Druckfeder stützt sich über einen Federfcsller.19, der einen
w> ·
Ansatz 20 besitzt, und den Schaft einer Händelschraube 21
am Gehäuse 3 ab. iJurch Verstellen der Rändelschraube 21
laß* sich der jruck der Feder 18 variieren. Auf dem Achszapfen
14, der das Kippgtl-enk- des Kipphebels bildet, ist noch ein'-zweiarmiger" Hebel 22 schwenkbar gelagert, der zur
willkürlichen Entriegelung der Absatzhaltevorrichtung dient.
Der längere Arm des Hebels erstreckt sich aus dem Gehäuse 3
heraus und besitzt an Geiner, freien Ende eine Angriffsstelle z. 3. in.--Fu.rir. einer muldenförmigen Abbiegung 23 zum Einsetzen
dar okistockspitze. An. freien Ende des kureen Arms dee Hebels
.22-befindet'sich, ein 'Mitnehmer 24, der den Kipphebelara 12
hintergreift.
Anl.and der Figuren 3 und 4 ist im folgenden die Wirkungsweise der Verrichtung beschrieben. In Fig. 3 sind (wie in
F:(·. 1) die beweglichen Teile der Absatzhaltevorrichtung in
.:·;:· .Lüge-grzcicl.net', die sie einnehmen, wenn ein Skischuh
;n .:: t bindung «ingef
<hrt iat. Dieses iet die sogenannte Verri.eg-plunesstellung.
Fig. 4 zeigt (wie Fig. 2} die Absatzhalte vorrichtung mit ihren beweglichen Teilen in der sog. Entriegelungsstellung. Dieses ist die Stellung, in der der Skischuh ton der Bindung freikommen kann. Beim Einsteigen in die
Bindung, in der die Absatzhaltevorrichtung ihre Entriegelungsstellung einnimmt, drückt der Schuhabsatz über das SchlieQ-pedal
7 das Tragstiick 5 in die Verriegelungsstellung nach
Fig. 3. Das Schwenken des Tragstücks 5 erfolgt um den Punkt 4. Die Kraft der Druckfeder 18 wirkt der Schwenkbewegung solange
entgegen, bis der KiPFhebelann 12 in der Wirkebene der
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Feder liegt. Beim Weiterschwenken wirkt die Kraft der
Feder im Sinne der Schwenkbewegung über den Kipphebel
auf das Tragstück 5. Unter dem Einfluß der Federkraft
wird dann das Tragstück 5 in der Verriegelungsstellung
gehalten, während es zuvor unter dem Einfluß der Federkraft
in der Entriegelungsstellung gehalten wurde.
Beim Angreifen einer etwa senkrecht naoh oben gerichteten
Zugkraft an dem Sohlenhalter 6 kann dieser um den Punkt 4 hochschwenken, und zwar entgegen der Kraft der
Druckfeder 18, die, wie weiter vorn bereits gesagt, einstellbar ist und die den Sohlenhalter beim Nachlassen der
an ihm wirkenden Kraft solange wieder zurückstellt, wie nicht der Kipphebelarm 12 bis in die Wirkebene der Feder
geschwenkt wird. Greift dagegen eine große Kraft am Sohlenhalter an, die ein Schwenken des Kipphebelarms 12 über
die Wirkebene der Feder hinaus zur Folge hat, so wirkt die Federkraft im Augenblick des Durchtritts des Kipphebelarms
12 durch ihre Wirkebene nunmehr im Sinne des öffnens auf
den Sohlenhalter 6, so daß dieser augenblicklich in die Entriegelungcstellung
geschwenkt wird. Somit wird beim Auftreten einer übermäßigen, das Bein des Skiläufers gefährdenden
Zugkraft an dem Sohlenhalter eine augenblickliche Freigabe des Absatzes bewirkt. Ein willkürliches öffnen
der Absatzhaltevorrichtung ist dem Skiläufer dadurch möglieh,
daß er z. B. unter Zuhilfenahme des Skistocks, dessen Spitze er in die gebildete Mulde am freien Ende des aus
dem Gehäuse herausragenden Hebels 22 einsetzen kann, diesen Hebel um den Achszapfen 14 in Bezug auf Fig. 1 im Uhrzeigersinn
schwenken kann. A - 9 -
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Bei einem Schwenken des Hebels 22 wird der Kniehebelarm 12
unter dem Einfluß des Mitnehmers 24<iam kurzen Arm des Hebels 22 und damit auch das Tragstück 5 mitgeschwenkt. Ebenso wie beim unwillkürlichen öffnen, unter dem Einfluß einer
übergroßen Kraft wirkt auch hier die Kraft der Druckfeder im Sinne des öffnens auf das TragstUck 5* wenn der Kipphebelarm 12 durch die Wirkebene der Feder hindurchgetreten ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Absatzhaltevorrichtung
1st für den Sohlenhalter 6 ein großer Schwenkradius erreicht. Dieses hat, wie einleitend bereits ausgeführt wurde,
den Vorteil, daß die Bewegung des Sohlenhalters unter dem Einfluß der etwa senkrecht nach oben gerichteten Zugkraft
zunächst ebenfalls etwa senkrecht ist.
Die Figuren 5 bis 8 zeigen eine zweite Ausführungsform der erfxndungsgemäßen Absatzhaltevorrichtung. Diese Vorrichtungbesitzt
eine Grundplatte 31, die mittels Schrauben 32 auf dem Ski 2 befestigt ist. Die Grundplatte besitzt eine sich
in Skilängsrichtung erstreckende zentrale Aussparung, die gleichzeitig als Führungsbahn für ein Gehäuse 33 ausgebildet 1st. Das Gehäuse weist auf seiner Unterseite ebenfalls
eine sich in Skilängsrichtung erstreckende zentrale Aussparung
4uf, in der ein Sehenkel eines winkelförmigen Druckstücks
2$ geführt ist.
Auf zwei koaxialen, in den Seitenwänden des Gehäuses 33
gehaltenen und sich nach außen erstreckenden Achszapfen 34
ist ein Tragstück 35 für einen Sohlenhalter 36 und ein
Schließpedal 37 schwenkbar gelagert. Das Schließpedal und das TragstUck sind aus einem Stück hergestellt. Der Sohlen-
-XO-
halter 36 ist wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel
mittels einer Schraube 38 an dem Tragstück befestigt. Durch das Langloch 39 ißt wiederum die Möglichkeit zur
Anpassung an verschiedene Sohlenstärken gegeben.
Im Gehäuse 33 ist mittels einer Achse 40 ein Schwenkglied
26 gelagertj, das aus einem U-förmig gebogenen
Blechsttlck hergestellt ist. In diesem Schwenkglied ist
ein Achszapfen 44 parallel zur A1ChSe 40 gehalten. Die
beiden Schenkel des Schwenkgliedes 26 bilden mit ihrem zwischen der Achse 40 und dem Achszapfen 44 liegenden
Teil den einen Arm 41 eines Kipphebels, dessen anderer Arm 42 mittels einer Achse 43 am Tragstück 35 schwenkbar
gehalten ist. Auf dem Achszapfen 44 ist neben dem.Kipphebelarm 42 ein Federteller 46 gelagert. Dieser Federteller
weist einen Ansatz 47 auf, auf den das eine Ende einer Druckfeder 48 aufgesteckt ist. Der Ansatz besitzt
eine Äxialbohrisng 45, in der ein Ansatz 50 eines zweiten
Federtellers 49 geführt ist. Dieser Federteller , an dem
sich das andere Ende der Druckfeder abstützt, stutzt sich seinerseits über ein Spitzenlager an dem aufrechtstehenden
Schenkel des Druckstücks 25 at»· Dieses Druckstück ist mittels
einer Rändelschraube 5I in Skilangsrichtung verstellbar
gehalten. Die Rändelschraube ist In einem Gewindeloch eines
senkrecht n^ch oben abgewinkelten Teiles der Grundplatte
31 drehbar gelagert.
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Der Steg des Schwenkgliedes 26 bildet einen Auslösehebel 52 zum willkürlichen öffnen der Absatzhaltevor-
ydes
richtung. Das freie Ende 5^Uber die Schenkel hinaus verlängerten Steges ist nach oben abgewinkelt und bildet somit wieder eine Mulde zum Einsetzen der Skistock-
richtung. Das freie Ende 5^Uber die Schenkel hinaus verlängerten Steges ist nach oben abgewinkelt und bildet somit wieder eine Mulde zum Einsetzen der Skistock-
Die soeben beschriebene Absatzhaltevorrichtung arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie die anhand der Figuren 1
bis 4 beschriebene Absatzhaltevorrichtung. Darüberhinaus sorgt nber die Druckfeder bei dem zuletzt beschriebenen
AuöfUhrungsbeispiel nicht nur für die notwenige Niederhalteicraft
des Sohlenhalters sondern auch für den bei den meisten SleherheitsvorderbacKen notwendigen Andruck des Schuhs an
den Vorderbacken.
Das Prinzip dieser Absatzhaltevorrichtung ist in Fig. 8 veranschaulicht. Die schematisch dargestellten Teile haben
die Bezugszeichen entsprechend den Figuren 5 bis 7 erhalten.
Fiß. 8 zeigt die Vorrichtung in ihrer Verriegelungsstellung.
Die Druckfeder 48 wirkt ebenso wie die Druckfeder bei
dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel einer im Sinne des öffnens am TragstÜeie 35 angreifenden Kraft entgegen, bis der Kipphebelarm 42 durch ihre Wirkebene hindurchtritt. In diesem Augenblick wirkt sie im Sinne des
öffnens und bewirkt damit ein schlagartiges öffnen der J^
■■ ' ο
Absatzhaltevorrichtung. "v.
Ein willkürliches öffnen der Absatzhaltevorrichtung ge- 5*
.schieht ζ. B. unter Zuhilfenahme des Skistocks/dessen °
BAD
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Spitze in die gebildete Mulde am freien Ende des Auslösehebels 52 eingesetzt werden kann, durch Schwenken
des Auslösehebels um die Achse 4o. Hierdurch wird das Kippgelenk 44 entgegen der Kraft der Druckfeder 48 in
der Zeichnung nach rechts bewegt, so daß das Tragstück 35 nach oben geschwenkt werden kann. Nach überschreiten
des Kippunktes des Kipphebels wirkt die Druckfeder im Sinne des öffnens auf das Tragstück. Beim Einsteigen in
die Bindung drückt der Schuhabsatz wie beim zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel über das Schließpedal
37 das Tragstück 35 in die Verriegelungsstellung. Bis
zum Kippunkt wirkt die Kraft der Feder dem Schwenken des Tragstücks entgegen und nach überschreiten des Kippunktes
im Sinne des Schwenkens in die Verriegelungεstellung.
Eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Absatzhaltevorrichtung
ist schließlich in den Figuren 9 bis 12 dargestellt. Eine Grundplatte 61 ist mittels Schrauben
62 auf dem Ski 2 befestigt. Die Grundplatte 1st bei diesem Beispiel aus einem Blechstück hergestellt, welches derart
gefaltet ist, daß es für ein Gehäuse 63 zwei längsseitige
Führungsschienen bildet. Wie bei den beiden zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen sind in den Seitenwänden des
Gehäuses 63 zwei koaxiale, sich nach außen erstreckende Achszapfen 64 befestigt, auf denen ein TragstUck 65 für
einen Sohlenhalter 66 und ein Schließpedal 67, das wiederum aus einem abgewinkelten Teil des Tragstücks besteht, schwenkbar
gelagert ist. Der Sohlenhalter ist wiederum durch ein Langloch 69 mittels einer Schraube 68 an dem Tragstück höheneinstellbar
gehalten. .,,,^^
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Im Gegensatz zu den beiden zuvor beschriebenen AusfUhrungsbeispielen,
bei denen die Druckfeder schräg zu den Hebelarmen· auf das Kippgelenk wirkte, wirkt im vorliegenden Fall die
Druckfeder 78 in Längsrichtung eines Hebelarms auf das Kippgelenk.
Zu diesem Zweck dient ein Federteller 76 mit einem Ansatz 77 als ein Arm des Kipphebels, dessen anderer Arm mit
72 bezeichnet und mit seinem freien Ende mittels einer Achse
73 am Tragstück 65 schwenkbar gehalten ist. Das Kippgelenk
bildet ein Achszapfen 74, der in Langlöchern 71 im Gehäuse
63 in Skilängsrichtung begrenzt verschiebbar gelagert ist.
Das dem Kippgelenk abgewendete Ende der Druckfeder 78 stützt
sich an einem Federteller 79 ab, der Teil eines sich aus dem
Gehäuse 63 erstreckenden Schraubenbolzens 80 bildet. Dieser Schraubenbolzen ist in eine Räiidelmutter 81 eingeschraubt,
die in einem senkrecht nach oben abgewinkelten Teil der Grundplatte 61 drehbar aber axial unverschiebbar gelagert ist.
Am Gehäuse 63 ist mittels einer Achse 70 ein Auslösehebel 82
gelagert, der die Form eines Bügels besitzt. In den beiden
Schenkeln des Bügels ist jeweils ein Langloch 75 vorgesehen, in die die Enden des Achszapfens 74 hineinragen. Der Steg des
Bügels besitzt einen abgewinkelten Ansatz 83* der eine Mulde
bildet zum Einsetzen der Skistackspitze.
Wie bei dem anhand der Figuren 5 bis 8 beschriebenen Ausführungsbeispiel sorgt auch bei diesem Ausführungsheispiel die Druckfeder
78 außer für die notwendige Miederhaltekraft des Sohlenhalters
auch für den notwendigen Andruck des Schuhs an einen
VorderbaQken«.
Durch Betätigen der Rändelmutter 81 läßt sich die Niederhaltekraft
und der Andruck an deh Vorderbacken einstellen und damit den persönlichen Erfordernissen anpassen.
In Fig. 12 ist das Prinzip dieser Absatzhaltevorrichtung
gezeichnet. Die schematisch dargestellten Teile haben
wiederum die Bezugszeichen entsprechend den Figuren 9 bis 11 erhalten. Die Vorrichtung ist entsprechend Fig. 9 in der
Verriegelungsstellung dargestellte Trotz der konstruktiven Abwandlung gegenüber den beiden zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
arbeitet auch diese Ausführung nach dem gleichen Prinzip. Bei Angreifen einer etwa senkrecht nach
oben gerichteten Zugkraft am Sohlenhalter 66 kann dieser um den Punkt 64 hochschwenken, und zwar entgegen der Kraft
der Druckfeder 78. Beim Nachlassen der im Sinne des öffnens
am Sohlenhalter wirkenden Kraft wird dieser unter dem Einfluß der Druckfeder 78 wieder zurückgestellt. Ist die angreifende
Kraft dagegen so groß, daß sie das Tragstück 65 so hoch schwenkt, daß der Kipphebelarm 72 durch die Wirkebene
der Feder hindurch bewegt wird, wirkt die Feder im Sinne des öffnens .auf das Tragstück und damit auf- den Sohlenhalter, so
daß dieser augenblicklich in die Entriegelungsstellung geschwenkt wird und den Absatz des Skischuhs lfrelgibt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel der Absatzhaltevorrichtung
ist dem Skiläufer ein willkürliches öffnen der Vorrichtung dadurch möglich, daß er wiederum z. B. unter Zuhilfenahme des
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des Skistocks, dessen Spitze er in die gebildete Mulde
am freien Ende des Hebels 82 einsetzen kann, diesen
Hebel um die Achse 70 (siehe insbesondere Fig. 9) im
Uhrzeigersinn schwenken kann. Durch das Schwenken des Hebels wird über die das Kipptelenk bildende Achse 74
die reder 78 zusammengedrückt, so daß das Tragstück 65
Uf)Ch^eschwenkt werden kann. Beim Nachlassen des Druckes
auf den Hebel 82 wirkt, wenn der Kipphebelarm 72 durch die
WirKebene der Feder hindurchgetreten ist, diese im Sinne
des üffnens auf das Trag stück und hält es in der Entriegelungsütellung.
Beim Einsteigen in die Bindung drückt der Schuhabsatz über das Schließpedal 67 das Tragstück 65 in die Verriegelungsstellung,
und zwar zunächst wieder entgegen der Kraft der Druckfeder 78 und nach überschreiten des Kipppunktes
unter Mitwirkung der Federkraft.
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BAD
Claims (9)
- Patentansprüche·; I)' Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-Skibindungen, die ein um eine hinter dem Absatz liegende Achse schwenkbares Tragstück für einen Sohlenhalter und ein Schließpedal aufweist, auf das unter Zwischenschaltung eines Kipphebels ein Federelement einwirkt, und die beim Einführen des Skischuhs in die Bindung automatisch ihre Verriegelungsstellung einnimmt und willkürlich z. B. durch leichten Druck mit dem Skistock oder unwillkürlich beim Auftreten einer übermäßigen, etwa senkrecht nach oben gerichteten Zugkraft geöffnet werden kann, dadurch gekennzeichnet,^daß die Schwenkachse (4, 3^# 64) des an einem skifesten Teil (3, 33, 63) gelagerten Tragstücks (5, 35*65) vom Sohlenhalter (6, 36, 66) einen größeren Abstand als das Gelenk (14, 44, 74) des Kipphebels (11/12, 41/42, 72/76) aufweist und mit keinem Kipphebelende zusammenfällt und daß der Kipphebel (11/12, 41/42, 72/76) nur mit einem Ende an einem skifesten Vorrichtungsteil (3, 33» 61) gelagert ist, während das andere Kipphebelende an das Tragstück(5» 35» 65)für den Sohlenhalter und das Schließpedal angelenkt ist.
- 2) Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-Skibindungen nachΑ·1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkebene des Feder-yin etwa elementes (18-, 48, 76) der Gleitfläche des Skis (29 parallel liegt.
- 3) Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-Skibindungen nach A.l oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement "schräg zu den Hebelarmen auf das Kippgelenk wirkt (Fig. 1^)' 00985 2/037 3BADir
- 4) Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-Skibindungen nach A. 1 oder 2^ dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement in Längsrichtung eines Hebelarmes auf das Kippgelenk wirkt (Fig. 9-12).
- 5) Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-Skibindungen nach einem,der A.1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Federelement eine Schraubendruckfeder (18., 48, 78) vorgesehenist» - ■
- 6) Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-Skibindungen nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der das Tragstück (35, 65) und den Kipphebel (41/42, 72/ 76) tragende Vorrichtungsteil als Gleitstück (33, 63) ausgebildet ist, das an einer auf dem Ski (2) befestigten Grundplatte (31, 61) in Skilängsrichtung begrenzt verschiebbar gehalten ist. .
- 7) Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-Skibindungennach einem der vorherigen Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, daß sich das Federelement mit seinem dem Kipphebel abgewendeten Ende an einem skifesten Teil abstützt,
- 8) Absatzhaltevorrichtung für Sicherheits-.Skibindungen nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß zur willkürlichen Entriegelung ein Hebel (22) vorgesehen ist, der um die Kippgelenkachse (14) schwenkbar ist.0 09 852/0 373'I O I ö Ö J
- 9) Absatzhaltevorrlchtung fUr Sicherheits-Skibindungen
nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß
zur willkürlichen Entriegelung ein Hebel (52, 82) vorgesehen ist, der um eine im den Kipphebel tragenden Vorrichtungsteil befestigte Achse (40, 70) schwenkbar ist.009852/0373L e e r s e § ΐ e
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