DE1578794A1 - Vorrichtung zum Abbremsen des Skis nach dem Loesen desselben vom Skischuh - Google Patents
Vorrichtung zum Abbremsen des Skis nach dem Loesen desselben vom SkischuhInfo
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Description
Elnrelchungsfertlg zur
Weiterleitung erhalten
Patentanwalt
DJpl.-lng. R- Beetz
70t12.726P(12.727H) 4.9.1967
Hans Hinterholzer in Saalbach (Österreich).
Vorrichtung zum Abbremsen des Skis nach dem Losen desselben vom Skischuh
Es sind Vorrichtungen bekannt, weiche dazu dienen, den Ski nach dem Lösen vom Skischuh bei Sturz oder bei anderen
Unfällen zum Abbremsen in seinem Weiterlauf zu bringen, wobei ein Bremselement vorgesehen ist.
Es sind eine größere Zahl von derartigen Vorrichtungen bekannt, welche darin bestehen, daß ein Bremselement,
das durch den Skischuh während des Lauf es auf oder an dem Ski gesichert ist, bei dem Lösen des Schuhes von dem Ski selbsttätig
in Tätigkeit tritt und dabei so betätigt wird, daß es seitlich der Skikante gegen die Unterlage, auf welcher der
Ski gleitet, gedrückt wird.
Eine derartige Vorrichtung besteht in einer Schaufel,
die vor dem Skischuh und dessen vorderem Ende der Bin*
dung auf einem Bolzen gehalten wird, und die nach Lösen duroh
; J
eine Schweinkung um einen Sehrägbol sen in ein· zur Längariolk··
tung des Ski· lotrechte, also dies ι Aohse kreuzende Aohslag·
i
gebracht wird und seitlich von dem! Ski absteht·
gebracht wird und seitlich von dem! Ski absteht·
Sine andere Vorrichtung tu dem genannten Zweok besteht in einem Dorn, der an einer Halterung auf dem Ski um
Γ '
•inen waagerechten Bolzen schwenkbar gelagert ist» Dieser
Dorn oder Hebel in Form einei »chmulen Löffel· wird parallel
zur Oberfläche dee Ski· duroh eine Arretierung gehalten und
109808/0019 bad original
ι ν/ / υ ι
-a-
und wird beim Sturz unter Lösung des Skischuhes vom Ski durch eine Feder um die horizontale Achse geschwenkt und
soll sich in den Schnee einkrallen.
Beide bekannten Vorrichtungen entsprechen nicht dem beabsichtigten Zweck· Denn bei der erst-genannten Vorrichtung hindert die Schaufel bei Skifahren den Fahrer
und die Schaufel ist besonders bei hartem Schnee oder Eis nicht in der Lage, in die genannte Unterlage einzudringen.
Es wird also der Bremseffekt nicht oder nur'unvollkommen
erreicht·
Hingegen ist auch die zweite der genannten Vorrichtungen für den gedachten und beabsichtigten Zweck noch
weniger geeignet, da die seitliche Anordnung des Löffels eine Bremsung beim Skilauf selbst bewirkt, hingegen bei
der Auslösung nicht in den Schnee oder in das Eis eindringen kann, weil die schräge Lage (Kreuzungslage) zum Ski den
Löffel von der Unterlage, also von der Schnee-, Harech-
oder Eislage nach oben abdrängt·
Ss sind noch eine Vielzahl von Vorrichtungen bekannt, bei welchen in Offnungen des Skischaftea selbst Zap»
fen oder Haker nach Lösen einer Sperrt nach unten vorstehen,
um beim Steigejn mit dem Ski über· Hange' etc. ein Kückwärtigleiten zu verhindern. Diese Verrichtungen sind für den beabsichtigten Zweck de· Brernten« beim Stur* für den 8kl
überhaupt niotyt geeignet·
tung der eingang· genannten Art, mit einem Bremselement, 4M
10980Ö/0019
BAD ORIGINAL
sich bei Entriegelung nach Lösen des Skischuhes von dem Ski nach der Seite ausschwenkt, wobei das wesentliche Kennzeichen
der Erfindung darin besteht, daß auf der Oberfläche des Skischaftes an einem Halter ein plattenförmiger, durch
ein federbelastetes Gelenk mit dem Halter verbundener Schwenkarm vorgesehen ist, an dem das eigentliche Bremsorgan ebenfalls
durch ein federbelastetes Gelenk schwenkbar angeordnet ist, das sich nach dem Lösen einer Arretierung unter
der doppelten Federbelastung unter die Skilauffläche und dazu noch schräg zur Längsrichtung des Skis ausschwenkt,
wobei die Fläche des plattenförmigen Brems element es normal zur Gleitfläche des Skis absteht.
Durch den Gegenstand der Erfindung wird eine automatische und tatsächlich wirksame JLbbremsung des Skia nach
Lösen des Skischuhes von .dem Skischaft mit Sicherheit erreicht·
Vor allem wird durch die Funktion des Umschlagens des eigentlichen plattenförmigen Bremsorganes auf die Unterseite
des Skischaftes ein Verkrallen des Bremsorganes auch bei hartem Schnee oder Harsch erreicht und der Ski gezwungen,
sich um die Längsachse um 180 Grad zu drehen und mit der Oberseite nach unten einzustellen, so daß vor allem die
Skispitze und die Skibindung nunmehr die Bremsung bewirken; fällt der Ski aber auf die Seite, dann wirken die gezackten
Ränder und die Spitze des Bremsorganes weiter und der Ski kommt auf jeden Fall allsbald zu stehen und kann nicht mehr,
wie dies jetzt der Fall ist, den stürzenden Skiläufer verletzen, indem er diesem nachläuft oder nachschlägt·
1GÖ8Ö8/0019 . BAD ORIGINAL
Diese und andere Vorteile werden an Hand der Zeichnung noch näher erläutert werden, wobei die Zeichnung eine
beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung darstellt· Die Fig. 1 zeigt eine teilweise Seitenansicht
und die Pig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand der Erfindung in schematischer Darstellung· Die Fig. 3 zeigt eine
Darstellung des Gegenstandes der Erfindung für sich allein und die Fig. 4- eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles p^,
der Fig. 3 bei aufgeklappten seitlichen Befestigungslappen.
Die Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach der Linie a-b der Fig. 3
und die Fig. 6 eine Einzelheit· Die Fig. 7 zeigt in einer Draufsicht die Stellung des Bremsorganes nach unten geklappt.
Auf der Oberseite des Skischaftes 1 ist mit 2 die Vorderseite des Skibackens für die Skischuhspitze bezeichnet,
dessen Rahmen 2a an der in der Fahrtrichtung linken Seite verkürzt ist· An der gegenüberliegenden Seite ist eine Lagerplatte
3 durch Schrauben vermittels der Ausnehmungen 4 an der Kante, also an der Seitenfläche 5t angeschraubt· Diese
weist ösen 3& auf, welche zur Lagerung eines Bolzens 6 dienen*
der unter der Belastung einer Feder 7 steht, die sich mit dem einen Ende auf die Platte und mit dem anderen Ende auf eine
Schwenkplatte 8 abstützt, und zwar so, daß die Platte 8 von der Oberfläche des Skischaftes 1 nach der Seite über die HaI-teplatte
oder Lagerplatte 3 geschwenkt wird, wenn eine Arretierung gelöst wird. Die Platte/ 6 weist ösen 8a auf, an
denen der Bolzen 6 ebenfalls gelagert ist· Quer zu dem Bolzen
6 1st an der Platte 8 ein Zapfen $ in den ösen 9a gelagert,
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auf dem ebenfalls eine Feder 10 aufgewickelt ist,,welche
die Tendenz hat, die mittels der ösen 11 angelenkte Bremsplatte 12 aus der Zeichnung der Fig· 2 und 3 nach oben und
über die Lagerplatte 3 nach außen und unter die Fahrfläche des Skischaftes 1 so zu verschwenken, daß sie eine Sohrägstellung
nach Fig. 7 einnehmen kann· Die Bremsplatte 12 ist in der Fig. 3 von oben zu sehen und ist eine Platte mit den
gezackten Rändern 12a und 12b, wobei bei 12c eine Spitze vorgesehen ist*, Die Kante 12d, die sich beim Üb er schlagen
an die Lauffläche des Skischaftes 1 anlegt, igt glatt gestaltet,
und die beiden ösen 11 können eine Nase 11a aufweisen, die sich in der Stellung der Platte 12 nach Fig. 7 gegen
eine Ausnehmung 14 am Rande der Platte 8, der sogenannten
Zwischenplatte, anlegt. Gemäß den Fig. 3 und 5 ist in
der Bremsplatte 12 eine Arretiervorrichtung vorgesehen, welche die Vorrichtung in der flachen, gegen die Oberseite des
Skischaftes angelegten Lage zu sichern gestattet. Diese Arretiervorrichtung besteht aus den folgenden Teilen* Mittels
Nieten od. dgl. 15 ist eine Blattfeder 16 auf der Oberseite
der Platte 12 befestigt, deren freies Ende mit einem Konus versehen ist· Diese Feder steht in einem flachen Winkel von
der Oberfläche der Bremsplatte 12 ab, wenn die Arretierung gelöst ist* Nahe dem Konus 17 ist in der Platte 12 eine Ausnehmung 18 vorgesehen, in der ein federnder Stab 19 bei 20
einseitig eingespannt ist, der sich auf einer Fläche 21 der Ausnehmung verschieben kann· In dem Skischaft 1 ist bei 22
•in Bolzen mit einem Konus 23 befestigt, ier in den Bewegungs-
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bereich des federnden Stabes 19 ragt, und zwar so, daß seine Schulter 24 den federnden Stab 19 festhält, wenn die .
Stellung nach Fig. 5 und 3 eingenommen ist, weil die Feder
19 unter den Konus 23 greift. Der Konus 17 jedoch kann durch eine Ausnehmung 25 durchgreifen, wenn die Feder entgegen
ihrer Kraft niedergedrückt wird, wobei der Konus 17 die Feder beiseite drückt, so daß der Arretierungskonus 23 aus
dem Bereich des federnden Stabes 19 gebracht wird.
In der Normallage liegen die Teile der Bremsvorrichtung
flach auf der Oberseite des Skischaftes 1 auf. Der Skischuh, der nicht gezeichnet ist, steht auf der Kombination
der beiden Platten auf und hat den Konus 17 nach unten gedrückt, so daß die Arretierung aufgehoben ist, wie oben bereits
geschildert wurde. Wenn nun der Skischuh durch einen Sturz vom Skischaft 1 gelöst wird, so wird das System der
beiden Platten in eine Lage ausgelöst und verschwenkt, bei deren Bndstellung die Bremsplatte 12 die Schräge nach der
Fig. 7 einnimmt» Dabei hat der Konus 17 den Zweck, das Zurückgehen
des federnden Stabes in die Arretierstellung zu verzögern, so daß mit Sicherheit dio Bremsvorrichtung ausgelöst
wird und nicht, wie bei anderen Vorrichtungen, erst die Arretierung durch die Bewegung des Skischuhes vor dem
Sturz ausgelöst wird· Bei dem Gegenstand der Erfindung ist die Lösung der Arretierung bereits bei Besteigen des Skischaftes
mit dem Skischuh bewirkt.
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Die Arretierung der Vorrichtung kann leicht durch Zurückklappen der Teile der Vorrichtung in die Ausgangslage
vorgenommen werden·
An die Stell· des Sonus 17 kann auch ein Keil entsprechender
Größe treten· Es ist noch zu bemerken, daß der Konus 17 größer ist und eine etwas flachere Konusform aufweist als der Konus 23, um zu erreichen, daß die Rückkehr
der Feder aus der entriegelten Stellung beim Lösen des Skischuhes von dem Skischaft auf jeden Fall verhindert wird,
um die Sicherheit des Ausschwenkene der Bremse zu gewährleisten·
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Claims (8)
- Patentansprüche tM.j Vorrichtung zum Abbremsen des Skis nach dem Lösen desselben vom Skischuh bei Sturz od. dgl., mit einem Bremselement, das sich bei Entriegelung durch den Skischuh nach der Seite selbsttätig ausschwenkt, dadurch gekennzeichnet," daß auf der Oberseite des Skischaftes an einem zweckmäßig seitlich vorgesehenen Halter durch ein federbelastetes Gelenk ein plattenförmiger Schwenkarm vorgesehen ist, an dem mittels eines ebenfalls federbelasteten Gelenkes ein Bremsorgan in Form einer Platte vorgesehen ist, das durch die Pederbelastung der beiden Gelenke in eine schräg und in einem Winkel zur Längsachse des Skis gerichtete, jedoch bezüglich seiner Fläche normal zu dieser nach unten abstehende Lage automatisch einstellt.
- 2. Vorrichtung nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Halter an der Skiseitenfläche mittels des Gelenkes parallel zur Längsrichtung des Skischaftes eine Zwischenplatte angelenkt ist, an der mittels eines normal zur Längsachse des Skischaftes vorgesehenen federbelasteten Gelenkes die Bremsplatte angelenkt ist.
- 3· Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereiche der Fläche des Skischuhes in der Bremsplatte ein federndes Gesperre vorgesehen ist, das aus einer Federsperre mit einem Sperrelement auf der Oberfläche des Skischaftes und aus einem Entriege-■"ungselement in der Bremsplatte besteht.109808/0019BAD ORIGINALI \f I V^ "T
- 4·· Vorrichtung nach eineusder Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet* daß in der Bremsplatte eine Ausnehmung vorgesehen ist, in der ein einseitig eingespannter Federstab vorgesehen ist, der in den Bereich eines Stiftes mit einem Konus ragt, während an der Oberseite der Bremsplatte eine Blattfeder mit einem Konus zur Entriegelung des Federstabes vorgesehen ist·
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder mit dem Entriegelungskeil in unbelastetem Zustand von der Oberfläche der Bremsplatte absteht und durch den Skischuh niedergedrückt wird, wodurch die Lösung der Bremsvorrichtung von der Oberfläche des Skischaftes vorbereitet wirdo
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsplatte eine trapez- oder trapezoidartige Umrißlinie aufweist·
- 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei äußere Kanten der Bremsplatte mit sägezahnartigen Randlinien versehen sind·
- 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Umrißkanten der Bremsplatte zu einer Spitze oder scharfen Kanten verlaufen·9· Vorrichtung nach, den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Entriegelungskonus ein Keil vorgesehen ist·Der Anmelder durchs109808/0019Leerseite
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