DE1578698C - Einstuckige Skikante - Google Patents
Einstuckige SkikanteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine einstückige Skikante, die in aufeinanderfolgende, miteinander
fluchtende gerade Abschnitte durch schlitzähnliche Spalte unterteilt ist. Eine derartige Skikante wird
allgemein zum Schutz der unteren seitlichen Flächen von Skiern verwendet.
Ein Problem, das bei derartigen Skikanten auftritt, besteht darin, daß sie die Biegsamkeit des Skis,
an welchem sie befestigt sind, beeinträchtigen. Um den unteren Abschnitt der seitlichen Flächen des
Skis zu schützen, müssen diese Kantenteile eine beachtliche Höhe aufweisen und sind deshalb ziemlich
steif.
Zur Erhöhung der Flexibilität einer derartigen Skikante wurde auch schon vorgeschlagen, in gewissen
Abständen senkrechte Einschnitte vorzusehen, die den Querschnitt der Skikante verringern. Dies
hat den Nachteil, daß die auf die Kanten ausgeübten Biegebeanspruchungen auf die Abschnitte mit
den Einschnitten beschränkt werden, wo das Metall Ermüdungserscheinungen unterworfen ist, mit der
Folge, daß die Kanten bald brechen.
Gewöhnlich wird die Skikante am unteren Abschnitt des Skis befestigt, d. h. in Abschnitten, in
denen die Fasern des Materials, aus denen der Ski besteht, eine Längsdehnung erfahren, wenn sich
der Ski biegt. Die Kantenteile neigen dazu, dieses Strecken der unteren Längsfasern des Skis zu behindern,
und beeinträchtigen entweder seine Biegsamkeit oder lösen die Schrauben, mit denen sie am
Ski befestigt sind. Im Fall von Glasfaser-Skiern erhöht dieses sehr geringe Dehnungsvermögen der
Kantenteile die Druckbeanspruchung im oberen Abschnitt des Skis.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles wurde weiterhin vorgeschlagen, jeden Kantenteil in eine Anzahl aufeinanderfolgender
einzelner Abschnitte aufzuteilen, die durch einen schmalen Spalt voneinander getrennt
sind. Obwohl ein derartig unterbrochener Kantenteil offensichtlich keinen wesentlichen Einfluß .auf die
Biegsamkeit des Skies hat, bietet er nur geringen Schutz, da der Teil nicht mehr eine einstückige
metallische Verstärkung in der Gesamtlänge des Skis bildet.
Wenn weiterhin die Abschnitte verhältnismäßig tang sind, beeinträchtigen sie immer noch die Geschmeidigkeit
des Skis und bilden schwache Stellen, an der die Biegebeanspruchungen konzentriert sind.
Wenn die Abschnitte dagegen nun kurz sind, ist ihre Befestigung am Ski langwierig, mühsam und
teuer. Diese Art von unterbrochener Kante kann etwas verbessert werden, indem zwischen den aufeinanderfolgenden
Abschnitten Gleitverbindungen angebracht werden; diese Verbindungen jedoch sind kompliziert und empfindlich, und ihre mechanische
Festigkeit ist ziemlich gering.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einstückige, über die gesamte Skilänge verlaufende
Skikante aus Metall der vorgenannten Art zu schaffen, die in Skilängsrichtung elastisch dehnbar
ist, und zwar wenigstens so leicht wie der untere Skiquerschnitt, so daß die Elastizität des Skis durch
die Skikante nicht beeinträchtigt wird und die sich außerdem im gedehnten Zustand seitlich nicht verformt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zwei benachbarte gerade Abschnitte
miteinander durch elastische bogenförmige Abschnitte verbunden sind, die an der dem Skiinneren
zugewandten, zur Skiebene senkrechten Seite der geraden Abschnitte angeordnet sind. Sobald demnach
diese Kanten einer längsgerichteten Krafteinwirkung unterworfen wird, nimmt die Krümmung der bogenförmigen
Abschnitte zu oder ab, wobei diese Verformung einer Streckung oder einer Zusammenziehung
der Kante als Ganzes entspricht. Dabei hat dieses Strecken oder dieses Zusammenziehen keinerlei
Wirkung auf die Orientierung der geraden Abschnitte, die vollkommen ausgerichtet miteinander
bleiben.
Es ergeben sich besonders günstige elastische Eigenschaften, wenn die senkrecht zur Skiebene
gemessene Höhe der bogenförmigen, im Querschnitt rechteckigen Abschnitte kleiner als die Höhe der
geraden Abschnitte ist, wobei die dem Skiinneren zugewendeten parallel zur Skiebene verlaufenden
Seiten der beiden Abschnitte in einer Ebene liegen.
Auch kann zwischen zwei aufeinanderfolgenden bogenförmigen Abschnitten in gleicher und zur Skiebene parallelen Ebene je ein an sich bekannter
Ansatz vorgesehen sein, der eine Bohrung für Befestigungsschrauben aufweist.
Ferner kann zwischen einem bogenförmigen Abschnitt und einem Ansatz in gleicher und zur Skiebene parallelen Ebene unter Einhaltung eines Abstandes
ein weiterer Ansatz vorgesehen sein. Dieser weitere Ansatz vermeidet allzu große Abstände
zwischen der unteren Kunststoffschicht des Skis und dem Bogen. Es zeigt
F i g. 1 eine Unteransicht einer erfindungsgemäßen Skikante,
F i g. 2 und 3 Querschnitte längs der Linien 2-2 und 3-3 der Fig. 1,
F i g. 4 eine teilweise Unteransicht des Skis mit einer Kante der Art nach den F i g. 1 bis 3,
F i g. 5 und 6 Querschnitte längs der Linien 5-5 und 6-6 in F i g. 4,
Fig. 7 eine teilweise Seitenansicht des Skis gemäß
F i g. 4 bis 6,
F i g. 8 bis 10 schematische Seitenansichten des Skis im unbelasteten Zustand, im belasteten Zustand
und in einem übertrieben gebogenen Zustand,
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer abgeänderten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kanten.
Nach den Fig. 1 bis 3 besteht die als Ganzes mit 20 bezeichnete Kante, die aus Gründen der Übersichtlichkeit
in gedehntem, d. h. aufgebogenem Zustand dargestellt ist, im wesentlichen aus einer Anzahl
gerader Abschnitte 21, deren Querschnitt im dargestellten Beispiel im wesentlichen quadratisch ist.
Diese Abschnitte 21 fluchten miteinander, sie sind durch schlitzähnliche Spalte 22 voneinander getrennt
und über dazwischenliegende, elastische, seitlich bogenförmige Abschnitte 23 miteinander verbunden,
wobei die gesamte Kante aus einem Stück hergestellt wird, und zwar vorzugsweise aus Stahl. Die bogenförmigen
Abschnitte 23 haben in bezug auf die geraden Abschnitte 21 eine geringere Starke oder
Höhe, und eine ihrer Seiten (welche zur oberen, dem Skiinneren zugewendeten Seite wird, wenn die
Kante am Ski befestigt ist) liegt in der [gleichen waagerechten Ebene wie die entsprechende, obere
Seite des geraden Abschnittes 21. Aus dieser Anordnung ergibt sich, daß die untere Seite der bogenförmigen
Abschnitte 23 einen senkrechten Abstand
von der Unterseite der geraden Abschnitte 21 hat, wobei dieser senkrechte Abstand in F i g. 2 und 3
mit α bezeichnet ist.
Der Kantenteil 20 ist durch elastische Verformung der bogenförmigen Abschnitte 23 leicht in Längsrichtung
dehnbar. Dabei erzeugen die Reaktionskräfte, die diese gebogenen Abschnitte darm auf
die geraden Abschnitte ausüben, kein Drehmoment, das die Ausfluchtung der geraden Abschnitte aufheben
und zu einer Verwindung führen könnte.
Wenn man z. B. den in F i g. 1 von Ende zu Ende dargestellten geraden Abschnitt 21 und die beiden
dazugehörigen bogenförmigen Abschnitte 23 in Betracht zieht, ergibt sich, daß das Ganze in bezug auf
stigt (F i g. 8). Der Ski ist dann etwas gebogen, wobei seine Konkavität nach unten zeigt. Die Kanten
werden so angeordnet, daß ihre Spalte 22 nach oben und gegen das Führungsende des Skis zeigen, wie
dies durch den Pfeil 31 versinnbildlicht wird (F i g. 7).
Wenn der Ski belastet wird, ist er im wesentlichen gerade, wie in F i g. 9 angedeutet. Mit anderen Worten,
ausgehend von der Pos. der F i g. 8 hat er sich unten durchgebogen. Diese Verformung zieht eine
ίο Streckung der unteren Fasern des Skikörpers 26
(F i g. 5 und 6) und natürlich damit auch der Kantenteile nach sich. Auf Grund ihrer Dehnbarkeit in
Längsrichtung behindern letztere dieses Strecken kaum, so daß es fast frei vonstatten gehen kann,
eine quer verlaufende Ebene, welche den Abschnitt 15 wodurch sich die Breite der Spalte 22 etwas ver-21
in der Mitte zwischen seinen Enden schneidet, größert. Der Ski 5 kann sich sogar um einen geringen
symmetrisch ist. Deshalb können die von den Abschnitten 23 ausgeübten Reaktionskräfte den Abschnitt
21 nicht winkelig um seine Achse verdrehen,
wenn der Kantenteil gestreckt wird.
wenn der Kantenteil gestreckt wird.
In der Ausführungsform der F i g. 2 bilden die zu einem geraden Abschnitt 21 gehörigen bogenförmigen
Abschnitte 23 einstückig eine gemeinsame mittlere Nase 24, die in bezug auf den in Betracht gezogenen
Betrag, wie in F i g. 10 angedeutet, nach unten durchbiegen, ohne daß dies eine unzulässige Beanspruchung
in den Befestigungsschrauben 30 hervorrufen würde.
Gemäß der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 11 sind die gebogenen Abschnitte23 verhältnismäßig
kurz und entlang der Kante vorgesehen und haben somit einen Abstand von den mittleren
Abschnitt 21 zentrisch angeordnet ist, wobei die 25 Nasen 24. Zur Vermeidung von allzugroßen Abunteren
und oberen Seiten dieser Nasen in den ständen zwischen der unteren Kunststoffschicht 27
betreffenden waagerechten Ebenen der oberen und und dem Boden der Nut 29 ist die Kante mit einunteren
Seiten der bogenförmigen Abschnitte 23 lie- fachen Zwischenabschnitten 32 versehen, die seitlich
gen. Jede Nase 24 besitzt ein versenktes Loch 25. zwischen jeder mittleren Nase 24 und den nächsten
Es ist noch zu bemerken, daß die Schlitze 22, welche 30 bogenförmigen Abschnitten 23 vorstehen, wobei
die aufeinanderfolgenden geraden Abschnitte 21 von- diese Abschnitte 32 die gleiche Stärke wie die Nasen
einander trennen, in bezug auf deren Seitenflächen und die gebogenen Abschnitte haben,
schräg dazu verlaufen. Zwecks Herstellung der erfindungsgemäßen Kante
schräg dazu verlaufen. Zwecks Herstellung der erfindungsgemäßen Kante
Die F i g. 4 bzw. 5, welche eine Unteransicht bzw. wird zuerst ein Rohling in Form einer Stange mit
einen Querschnitt eines mit den Kantenteilen gemäß 35 L-förmigem Querschnitt, wie in Fig. 2 und 3 dar-F
i g. 1 bis 3 und den Querschnitten der F i g. 5 und 6 gestellt, gewalzt, worauf man die gewalzte Stange
ausgestatteten Skis sind, zeigen, daß dieser Ski aus auf die genauen benötigten Abmessungen zieht und
einem Hauptkörper26, z.B. aus mit Kunststoff- den Schenkel geringster Stärke zur Bildung der
material angereicherter Glasfaser besteht, wobei bogenförmigen Abschnitte und der Nasen ausstanzt,
dieser Körper mit Schichten 27 und 28 aus Kunst- 40 Anschließend werden die schlitzähnlichen Spalten 22
Stoffmaterial versehen ist, das eine sehr glatte Ober- mit einer Neigung für die rechte Seite des Skis und
fläche besitzt und insbesondere für die untere Schicht 27 einen verhältnismäßig niedrigen Reibungskoeffizienten
aufweist. Diese Schichten sind am Skikörper auf herkömmliche Weise befestigt.
Eine Nut 29 rechteckigen Querschnitts ist längs jeder unteren Kante des Skis ausgefräst, bevor die
untere Schicht 27 bzw. die Laufsohle aufgebracht wird. Die waagerechte Breite b der Nut 29 ist größer
als die Differenz zwischen der Maximalbreite c (F i g. 5) des Kantenteiles 20 und der Stärke d der
seitlichen Schicht 28.
Der Kantenteil 20 liegt auf dem waagerechten Boden der Nut 29 auf, wobei die äußere senkrechte
Seite der geraden Abschnitte 21 mit der Außenseite der entsprechenden Seitenansicht 28 bündig ist. Zur
Befestigung des Teiles 20 werden Schrauben 30 in die Löcher 25 eingeschraubt, und anschließend wird
die Schicht 27 gegen die untere Seite des Skikörpers 26 aufgebracht. Wie angedeutet, ist die Stärke e der
Schicht 27 gleich dem Unterschied in Höhe α (F ig. 2 und 3) zwischen den Abschnitten 21 und 23 und so
geartet, daß die Außenseite der Schicht 27 in der gleichen waagerechten Ebene wie die Unterseite der
Abschnitte 21 liegt. Fernerhin ist die Breite der Schicht 27 derart, daß ihre seitliche Kante die Abschnitte
21 berührt (F i g. 5 und 6).
Die Kanten werden am unbelasteten Ski S befemit der Gegenneigung für die linke Seite desselben
eingeschnitten.
Claims (4)
1. Einstückige Skikante, die in aufeinanderfolgende, miteinander fluchtende gerade Abschnitte
durch schlitzähnliche Spalte unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte gerade Abschnitte (21) miteinander
durch elastische bogenförmige Abschnitte (23) verbunden sind, die an der dem Skiinnern (26)
zugewendeten, zur Skiebene senkrechten Seite der geraden Abschnitte angeordnet sind.
2. Einstückige Skikante nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht zur
Skiebene gemessene Höhe der bogenförmigen, im Querschnitt rechteckigen Abschnitte (23) kleiner
als die Höhe der geraden Abschnitte (21) ist, wobei die dem Skiinneren zugewendeten parallel
zur Skiebene verlaufenden Seiten der beiden Abschnitte in einer Ebene liegen.
3. Einstückige Skikante nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei
aufeinanderfolgenden bogenförmigen Abschnit-
ten (23) in gleicher und zur Skiebene parallelen Ebene je ein an sich bekannter Ansatz (24)
vorgesehen ist, der eine Bohrung (25) für Befestigungsschrauben aufweist (Fig. 11).
4. Einstückige Skikante nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem bogenförmigen
Abschnitt (23) und einem Ansatz (24) in gleicher und zur Skiebene parallelen Ebene
unter Einhaltung eines Abstandes ein weiterer Ansatz (32) vorgesehen ist (F i g. 11).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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