DE1578390C - Einsatzgerät für automatische Handfeuerwaffen - Google Patents
Einsatzgerät für automatische HandfeuerwaffenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Einsatzgerät mit Einstecklauf und einem aus Verschlußträger und
Verschlußkopf bestehenden Austauschverschluß zum Verschießen von Kleinkalibermunition mit automatischen
Handfeuerwaffen, die für das Schießen mit scharfer Munition eine vorzugsweise auf einem Federfühcungsrohr
angeordnete Originalschließfeder mit einem durch einen Anschlag begrenzten Schließhub
aufweisen, bei welchem Einsatzgerät sich der Austauschverschluß an der in ihrer festen Einbaulänge
belassenen Originalschließfeder abstützt und eine eigene Schließfeder umfaßt, die eine geringere
Schließkraft aufweist als die Originalschließfeder und beim Schießen allein wirksam ist.
Einsatzgeräte für automatische Handfeuerwaffen, die das Üben mit solchen Waffen unter Verwendung
von Kleinkalibermunition ermöglichen,' sind in mehreren Ausführungsformen bekannt. Bei einer bekannten Waffe (deutsches Gebrauchsmuster 1 796 607 und
1 828 651) bildet der Austauschverschluß zusammen mit einer Federführung eine Einheit, die eine Stange
umfaßt, die mit einem Ende in ein Gegenlager eingesetzt ist, an dem'sich die auf der Stange geführte
Schließfeder dieser Einheit abstützt. Das andere Ende
der Schließfeder liegt an einem auf der Stange geführten Verschlußteil an. Diese Einheit ist so in die Waffe
einsetzbar, daß eine rückwärtige Stirnfläche des Gegenlagers an einer rückwärtigen Anschlagfläche der
Schloßführung zur Anlage kommt. Die normale Schließfeder der Waffe wird beim Einsetzen des Einsatzgerätes
totgelegt. Eine ähnliche Anordnung ist auch aus der deutschen Patentschrift 1 093 265 bekannt,
bei der ebenfalls die normale Schließfeder im Kolben der Waffe völlig stillgelegt wird.
Diese bekannten Vorrichtungen ermöglichen zwar schon auf relativ einfache_Weise und mit relativ geringen
Kosten die Umstellung von Kampfwaffen auf Kleinkalibermunition, ohne daß vollständige Austauschaggregate
vorgesehen sind, die auch die Abzugsvorrichtungen umfassen, wie es bei anderen bekannten
Waffen der Fall ist (deutsche Patentschriften 565 370 und 594 885). Die oben behandelten Einsatzgeräte
haben jedoch den Nachteil, daß nach ihrem Einbau die Waffe nicht mehr in der gleichen Weise
gehandhabt werden kann wie die kampfbereite Waffe. Für die militärische Ausbildung ist es jedoch wichtig,
daß die Waffe bei der Verwendung von Kleinkalibermunition in der gleichen Weise gehandhabt werden
kann wie bei der Verwendung von Kampfmunition. Dazu gehört aber nicht nur, daß die Handgriffe zur
Betätigung des. Sicherungs- und Feuerwahlhebels nach Umstellung auf Kleinkaliber gleich bleiben, was auch
schon bei den bekannten Waffen der Fall ist, sondern
es muß auch die Handhabung der Waffe beim Laden oder Durchladen unverändert bleiben: Da aber
der Verschlußweg wegen der geringeren Pulverladung von Kleinkalibermunition wesentlich kürzer ist als
bei der Verwendung von Kampfmunition, ist bei den bekannten Einsatzgeräten der manuelle Lade- bzw.
Durchladevorgang von dem üblichen Vorgang sehr verschieden. <
Es ist bereits ein Einsatzgerät vorgeschlagen worden, bei dessen Verwendung die Schließfeder nicht
stillgelegt zu werden braucht, sondern vielmehr dazu dient, das Einsatzgerät in einer bestimmten Lage festzuhalten.
Bei diesem vorgeschlagenen Einsatzgerät ist die dem Austauschverschluß eigene Schließfeder
innerhalb des Verschlußträeers aneeordnet und stützt
sich über eine Hülse an der Originalschließfeder ab. Demgemäß liegen bei diesem vorgeschlagenen Einsatzgerät
die Originalschließfeder der Waffe und die zusätzliche Schließfeder des Einsatzgerätes koaxial
hintereinander in dem Federführungsrohr des Verschlußträgers. Da der Durchladehebel auf das Ende
• dieses Rohres wirkt, muß erst die' Schließfeder. des
Einsatzgerätes gespannt werden, ehe die Hauptschließfeder zusammengedrückt werden kann, so daß
ίο sich auch hier andere Verhältnisse beim Durchladen
der Waffe ergeben als beim Durchladen der Waffe im Normalzustand, obwohl bier schon die Originalschließfeder beim Durchladen gespannt werden muß.
Demgegenüber soll durch die Erfindung ein Einsatzgerät der eingangs genannten Art geschaffen werden,
bei dessen Verwendung sich beim Durchladen der Waffe keinerlei Unterschiede gegenüber der
Handhabung der no.rmalen Waffe ergeben. Darüber hinaus soll sich das erfindungsgemäße Einsatzgerät
ao durch einen besonders einfachen Aufbau und eine besonders gute Funktion seines Verschlusses auszeichnen.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Verschlußträger in der gleichen Weise
wie der Originalverschluß an der Originalschließfeder der Waffe abgestützt ist und von dieser Originalschließfeder
in einer durch den Anschlag definierten Stellung gehalten wird und daß der Verschlußkopf
in dem Verschlußträger in seiner Längsrichtung ver-
schiebbar "gelagert und mittels der dem Äustauschverschluß eigenen Schließfeder am Verschlußträger
abgestützt ist, so daß beim Schießen der verschiebbar gelagerte Verschlußkopf in Verbindung mit der eigenen
Schließfeder einen selbständig arbeitenden Verschluß bildet.
Bei dem erfindungsgemäßen Einsatzgerät findet also ein Austauschyerschluß mit einer eigenen
Schließfeder Verwendung, der genau auf die Eigenschaften der verwendeten Kleinkalibermunition abgestimmt
sein kann. Dies ist für die Funktion der Waffe von großer Bedeutung. Dieser Austauschverschluß
umfaßt einen Verschlußträger, der so ähnlich ausgebildet ist wie der Originalverschluß und in gleicher
Weise an der Originalschließfeder der Waffe abgestützt ist. Dies hat nicht nur den Vorteil, daß der
Austauschverschluß mit seinem Verschlußträger auf sehr einfache Weise gegen den Originalverschluß aus-,
getauscht werden kann, ohne daß weitere Modifikationen erforderlich sind, sondern es ist auch gewähr-
leistet, daß beim Durchladen der Waffe die Durchladebewegung
vom ersten Augenblick an gegen die Kraft der Originalschließfeder erfolgt, ohne daß erst
die Schließfeder des Austauschverschlusses gespannt werden muß, so daß sich auch in dieser. Hinsicht'
keinerlei Unterschiede in der Handhabung der Waffe gegenüber einer kampfbereiten Waffe ergeben.
Bei einer bevorzugten Äusführüngsform der Erfindung wird der Verschlußköpf von einem zylindrischen
Block gebildet, der in einer Bohrung des Verschlußträgers
geführt ist und ah seinem hinteren Ende einen Flansch aufweist, der dem Querschnitt der Verschlußbahn
angepaßt ist und in deren Führungen läuft und mit dem er in seiner vordersten Stellung an einer
hinteren Stirnfläche des Verschlußträgers anliegt.
Diese Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich durch ihren besonders einfachen Aufbau aus, denn
es ist sowohl ein zylindrischer Block als auch eine zylindrische Bohrung zur Führung dieses Blockes im
3 4
Verschlußträger besonders einfach mit hoher Ge- richtung dieser Stange verschiebbar angeordnet ist
nauigkeit herstellbar. Infolgedessen wird auch auf und als Widerlager für die koaxial zur Stange 8 ange-
diese Weise eine besonders hohe Betriebssicherheit ordnete Schließfeder 9 dient.
erzielt. Insbesondere kann in "'besonders einfacher ■ Die Scheibe 7 wird von der Schließfeder 9 in einer
Weise der Verschlußträger, sofern nicht einfach ein 5 vorderen Stellung gehalten, in der sie an einem an
entsprechend aufgebohrter Original-Verschlußträger der Stange.8 angebrachten Kopf 10 anliegt. Der Kopf
Verwendung findet, in einfacher Weise eine in der 10 bildet einen Anschlag, der den Schließhub der
Verschlußbahn angeordnete Führungshülse für den Schließfeder 9 begrenzt.
Verschlußkopf aufweisen. Wenn das Federführungsrohr 3 des Verschlußträ-
Zur Anbringung der zusätzlichen Schließfeder des io gers Γ des Einsatzgerätes auf die Federführungs-
Einsatzgerätes kann an den Enden des Verschluß- stange 8 aufgesteckt ist, befindet sich die an dem
kopfes je ein radial abstehendes Auge angebracht und Rohr 3 befestigte Hülse 5 im Bereich der normalen
in diesen Augen eine Führungsstange befestigt sein, ■ Verschlußbahn der Waffe. Der Verschlußkopf.2 wird
die eine entsprechende achsparallele Bohrung des von einem zylindrischen Block gebildet, der in dieser
Verschlußträgers durchdringt oder an dem Ver- 15 Hülse in seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert
schlußträger, insbesondere der Führungshülse, vor- ist. An seinem hinten aus der Hülse 5 herausragen-
beiführt und auf der dann die zusätzliche Schließ- den Ende ist der Block 2 mit einem Flansch 11 ver-
feder angeordnet ist: Diese Schließfeder stützt sich sehen, dessen Querschnittsform dem Querschnitt der
dann einerseits an dem vorderen Auge und anderer- Führungsbahn im Waffengehäuse angepaßt ist, so
seits an einer Schulter ab, die entweder an dem hin- 20,daß hierdurch der Verschluß seine Führung findet,
teren Ende der in dem Verschlußträger vorhandenen An dCm vorderen Ende des Verschlußkopfes 2 ist ein
Bohrung vorgesehen ist öder von einem an dem Ver- Auge 12 angebracht, in dem eine Stange 13 befestigt
schlußträger angebrachten Auge gebildet wird. ist,, die an der Außenseite der Hülse 5 vorbei bis zu
;■ Bei einer anderen Ausführungsform des erfindungs- einer entsprechenden Bohrung in dem Flansch 11 des
gemäßen Verschlusses ist in ein am hinteren Ende 25 Verschlusses führt. Die Stange 13 durchdringt mit
des Verschlußkopfes angebrachtes, radial abstehen- Spiel ein weiteres Auge 14, das am hinteren Ende der
des Auge ein Führungsrohr eingesetzt, das sich par- Hülse 5 des Verschlußträgers angebracht ist. Auf der
allel zum Verschlußträger erstreckt und in einer Aus- Stange 13 ist eine Schraubendruckfeder 15 angeord-
nehmung oder einem Auge des Verschlußträgers ge- net, die sich einerseits an dem Auge 12 am vorderen
führt ist. An dem'vorderen Ende des Verschlußträ- 30 Ende des Verschlüßkopfes 2 und andererseits an dem
gers ist eine das'Führungsrohr durchdringende Füh- Auge 14 abstützt, das an der Hülse 5 des Verschluß-
rungsstange befestigt. Die zusätzliche Schließfeder ist trägers angebracht ist. Die Schraubendruckfeder 15
auf der Führungsstange angeordnet und stützt sich dient als Schließfeder für den Austauschverschluß
einerseits an dem freien, vorzugsweise aus dem hinte- und ist bestrebt den Verschlußkopf 2 so weit nach
ren Rohrende heraüsrageriden. Ende der Stange und 35 vorn zu schieben, daß sein Flansch 11 am hinteren
andererseits an dem freien Ende des Führungsrohres Ende der Hülse 5 des Verschlußträgers anliegt. Die
ab. Diese Ausführungsform der Erfindung hat den Schließfeder 15 des Austauschverschlusses ist schwä-
Vorteil, daß die Schließfeder langer ausgebildet sein eher ausgebildet als die Original-Schließfeder 9, so
kann als der Verschlußkopf, so daß sich ein beson- daß beim Schießen mit Kleinkalibermunition nur die
ders günstiges Verhältnis von Federlänge zu Feder- 4° schwächere Schließfeder 15 in Aktion'tritt.
1 wog ergibt. ; ' Der in der Zeichnung als Ausführungsbeispiel dar-
; Bei beiden Ausführungsformen der Erfindung kann gestellte Verschluß ist für Hahnschlagzündung aus-
das hintere Auge am Verschlußkopf unmittelbar von gebildet und weist demnach in seinem vorderen Ab-
einer Bohrung gebildet werden, die in dem am hin- schnitt eine axiale Bohrung 21 auf; in der ein Schlag-
, teren ■ Ende des Verschlußkopfes angebrachten 45 bolzen 22 in seiner Längsrichtung. verschiebbar: ge-
Flänschvorgesehen ist. V lagert ist. Der hintere Teil des Verschlußkopfes 2 ist
..Die Erfindung ist an Hand des. in der Zeichnung mit einer Bohrung 23 versehen-, die einen sehr viel
dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrie- größeren Durchmesser hat als die Bohrung 21 und
ben und erläutert. Es zeigt der Schlagbolzen 22! Der Schlagbolzen 22 ist von
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Einsatzgerät 5°: einer SchVaubendruckfeder 24 beiästet-die koaxial zu
nach der Erfindung, dem Schlagbolzen 22 angeordnet ist und· sich eirier-
Fig. 2 einen Schnitt längs der LinieIMI durch seits an dervorderen Stirnfläche 25; der Bohrung23
das Gerät nach Fig. 1 und und;andererseits an einer Schülterrabstütztj die von
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Federanord- einem^verstärkten Teil26 des &hlägbolzens; gebildet
nung eines weiteren, nach der Erfindung ausgebilde- 55'wird.,Dieser/verstärkte Teil durchdringt eipe in das
ten Einsatzgerätes in kleinerem Maßstab. ; äu&er^Ende ; der Bohrung:23; ,eingesetzte;; Böden-
Das in der-Zeichnung dargestellte Einsatzgerät ·scheibe 2J;:arT;deren Iriiienflache! eirv auf ijem; Verweist
einen Verschlußträger 1 und einen in diesem ^ stärkten 'Abschnitt 26 des Schlagbolzens; ängebrach-Verschlußträger
gelagerten Verschlußkopf 2 auf. Der {.:terBund28 unterder^raftderFeder24 anliegt. Auf
Verschlußträger 1 besteht aus einem langgestreckten 60 das 'aus; 4em hinte
Federführungsrohr3 und einer daran mit Hilfe von heräüsrägehde Ende des Schlagbolzens^, 26 trifft
Stegen 4 befestigten Hülse 5. Das Federführungs- ^ beim. Lösen eines Schusses: der Hahnvder Waffe auf,
rohr? ist genau so ausgebildet wie ein entsprechen- "so daßdiePatronevon" dem ;nachVyör'ri aus; der Stirn-,
des Federführungsrohry das einen ^Teil des Trägers ,.', fläche % des\". yerechlußkop^
des Originalyerschlusses der Waffe; bildet. Es weist 65 Schlagbolzen die Patrone^gezündet\vird. ;,
etwa in seiner Mitte einen inneren.Bund 6 auf, der ..;.-P^In^ dem Abschnitt^er Bohrung 23, der den Schiagan
einer Scheibe.7 Anlage findet, die auf einer in der 1 bolzen 22, 26_ und die Schlagbolzenfeder 24 koaxial
Waffe angeordneten Federführungsstange 8 in Längs- umgibt, ist eine aus Kunststoff bestehende, doppel-
wandige Hülse angeordnet, die aus zwei Rohren 29 und 30 zusammengesetzt ist. Das innere Rohr 30 hat
einen Innendurchmesser, der im wesentlichen dem Durchmesser des verdickten Endes 26 des Schlagbolzens
22 gleich ist. An den Enden des Rohres 29 sind Flansche 31 angebracht, an die sich wiederum
kurze Rohrabschnitte 32 mit einem größeren Durchmesser anschließen. Mit diesen Rohrabschnitten 32
ist das Außenrohr 30 verbunden, beispielsweise verklebt oder verschweißt. Der Außendurchmesser des
Außenrohres 30 ist dem Durchmesser der Bohrung 23 gleich, so daß die doppelwandige Hülse 29, 30 im
wesentlichen spielfrei in die Bohrung 23 hineinpaßt. Der Raum 33 zwischen den Rohrabschnitten 29 und
30 ist mit einem an sich bekannten als Nachschlagmasse wirkender Granulat 34, vorzugsweise einem
Schwermetall-Granulat ausgefüllt. Die Bodenscheibe 27 wird von einem Stift 36 gehalten, der in eine Bohrung
des Flansches 11 eingesetzt ist und längs einer Sehne, in eine Nut 37 der Bodenscheibe 27 eingreift.
Wie aus der Zeichnung weiterhin ersichtlich, ist an dem unteren Rand des Flansches 11 ein in Bewegungsrichtung
des Verschlusses nach vorn ragender Arm 38 befestigt, der zur Betätigung des Auslösehebels
der Abzugsvorrichtung der Waffe dient. Im übrigen weist der Flansch alle die Funktionskanten
auf, die zur Betätigung der verschiedenen Elemente der Waffe benötigt werden.
Es ist ersichtlich, daß der Austauschverschluß des erfindungsgemäßen Einsatzgerätes auf die gleiche
Weise in die Waffe eingesetzt werden kann wie der Original?Verschluß, so daß dieser Original-Verschluß
nur; gegen den Verschluß des Einsatzgerätes ausgetauscht zu werden braucht. Bei dem Verschluß des
Austauschgerätes handelt es sich um einen reinen Masseverschluß, der für das Verschießen von Kleinkalibermunition
besonders gut geeignet ist. Die Masse des Verschlußkopfes 2 sowie die Stärke der Schließfeder
15 können so abgestimmt werden, daß sich optimale Waffenfunktionen ergeben.
Während beim Schießen mit Kleinkalibermunition ausschließlich die Schraubenfeder 15 zwischen dem
Verschlußkopf 2 und der Hülse 5 des Verschlußträgers
1 wirksam ist, ist beim Durchladen der Waffe
ebenso wie bei der kampfbereiten Waffe nur die Original-Schließfeder
9 wirksam. Beim Durchladen der Waffe wirkt ebenso wie beim kampfbereiten Gewehr
in an sich bekannter und nicht näher dargestellter Weise der Durchladehebel auf das vordere Ende des
Federführungsrohres 3 .des .: Verschlußträgers 1, so
daß der gesamte Verschlußträger mit dem Verschluß i gegen die Kraft der Original-Schließfeder 9 nach hinten
bewegt wird, wie es auch unter normalen Schieß-. bedingungen der Fall ist>
Dabei bleibt die Schließfeder des Äustauschverschlusses völlig unbeeinflußt.
Auf dies.e Weise ist gewährleistet, daß die' Handhabung
der Waffe bei Verweridung des Einsatzgerätes
. sich auch,nicht im~geringsten;.von der,Handhabung
ΐ der -kämpf bereiten Waffe -unterscheidet.ν Trotzdem
zeichnet sich das- erfindungsgemäße Eirisatzgerät
-durch einen sehr einfachen' Aufbau und'eine außer-
;..'.ordentlich hohe Zuverlässigkeit aus. ■■ .;:':.:';"\\':~\]
Γι- Bei der Ausführungsform nach Fig. 3' findet für
den Austauschverschluß "ein. Verschlußträger Verwendung, der den gleichen Aufbau hat wie. der Verschlußträger
des Originalverschiusses und aus dem eigentlichen Trägerblock 51 und dem Federführungsrohr 52 besteht. Der Block 51 unterscheidet sich von
dem Block des · Original-Verschlußträgers lediglich dadurch, daß er miit Bohrungen für den Kleinkaliberverschlußkopf
53 und die Schließfederanordnung versehen ist. ■
Wie aus F i g. 3 ersichtlich, ist in den Flansch 54, der am hinteren Ende des Verschlußkopfes 53 befestigt
ist, ein Rohr 55 eingesetzt, das mit einem Flansch 56 an der hinteren Fläche des Flansches 54
anliegt und in eine Längsbohrung 57 des Verschlußträgerblockes 51 hineinragt. Innerhalb des Rohres 55
ist eine Führungsstange 58 angeordnet, die zu beiden Seiten aus dem Rohr herausragt. Ein Ende der Stange
58 ist mit einem scheibenartigen Kopf 59 versehen, während auf dem anderen Ende eine mit Hilfe eines
Federringes 60 gehaltene Scheibe 61. angeordnet ist. Die Schließfeder 62 ist, auf der Stange 58 angeordnet
und stützt sich einerseits an der Scheibe 61 der Stange 58 und andererseits an einem Bund 63 ab, der
an dem freien Ende des Rohres 55 angebracht ist. Da sich einerseits das Rohr 55 über den Flansch 56 am
hinteren Ende des Verschlusses 53 und andererseits die Stange 58 mit ihrem Kopf 59 an der vorderen
. Stirnfläche des Verschlußträgerblockes 51 - abstützt,
ist die Schließfeder bestrebt, den Flansch 54 des Ver-
25, schlußkopfes. 53 an der Hinterseite des Verschlußträgerblockes
51 in Anlage zu halten. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß die zur Lagerung und Abstützung
der Schließfeder benötigten Teile von einfachen, ineinandersteckbaren Rohren und Stangen gebildet
werden, so daß die Teile dieser Anordnung leicht herstellbar und auch leicht montierbar sind.
Außerdem kann die Schließfeder 62 eine größere Länge haben als der Verschlußträgerblock 51 oder
der Verschlußkopf 53, so daß die Feder erheblich länger ausgebildet werden kann als der Verschlußweg
und sich eine besonders günstige Federcharakteristik erzielen läßt.
Claims (6)
1. Einsatzgerät mit Einstecklauf und einem aus Verschlußträger und Verschlußkopf bestehenden
Austauschverschluß zum Verschießen von. Kleinkalibermunition mit automatischen Handfeuer-1
waffen, die für das Schießen mit scharfer Munition eine vorzugsweise auf einem. Federführungs-
. rohr angeordnete Originalschließfeder mit einem
■.·.. durch einen Anschlag begrenzten Schließhub auf-' weisen, bei welchem 'Einsatzgerat sich der Austauschverschluß
an der in ihrer festen Einbaulänge belassenen Originalschiießfeder abstützt und eine
eigene Schließfeder umfaßt, die eine geringere
Schließkraft aufweist als die O.riginaischließfeder und beim Schießen allein wirksam ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ver- \: schlußträger (1) in der gleichen Weise, wie der
Originaiverschluß an der priginalschließfeder (9) der Waffe abgestützt ist und von dieser Originalschiießfeder
in einer durch den Anschlag (10) der finierteh Stellung gehalten wird und daß der Ver-
; schlußkopf (2) in dem Verschlußträger (1) in sei-•
Γ rier Längsrichtung!verschiebbar gelagert und rnit-"
r tels der dem Austausch Verschluß eigenen Schließfeder
(15) am Verschlußträger (1) abgestützt ist, so daß beim Schießen der verschiebbar gelagerte
Verschlußkopf (2) in Verbindung mit der eigenen
Schließfeder (15)* einen selbständig arbeitenden Verschluß bildet, . :-;4:--'...:.:v;:-\.7-'-;-:
2. Einsatzgerät nach Anspruch Ϊ, dadurch ge-
kennzeichnet, daß der Verschlußkopf (2) von einem zylindrischen Block gebildet wird, der in
einer Bohrung des Verschlußträgers (1) geführt ist und an seinem hinteren Ende einen Flansch
(11) aufweist, der dem Querschnitt der Verschlußbahn
angepaßt ist und in deren Führungen läuft und mit dem er in seiner vordersten Stellung an
einer hinteren Stirnfläche des Verschlußträgers anliegt.
■
3. Einsatzgerät nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußträger(l) eine.in der Verschlußbahn angeordnete
Führungshülse (5) für den Verschlußkopf (2) aufweist. ■.' '<
■ . ; . . .
..
..
4· Einsatzgerät nach Anspruch2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden des Verschlußkopfes (2). je ein radial abstehendes Auge
(12) angebracht ist und in den Augen eine.Führungsstange (13) befestigt ist, die eine entsprechende
achsparallele Ausnehmung .des Verschlußträgers
durchdringt oder an der Führungshülse (5) vorbeiführt, und auf der Stange die zusätzliche
Schließfeder (15) angeordnet ist, die sich einerseits an dem vorderen Auge (12) und andererseits
an einer Schulter abstützt, die entweder an dem hinteren Ende, der in dem Verschlußträger
vorhandenen Ausnehmung vorgesehen ist oder von einem an der Führungshülse (5) angebrachten
Auge (14) gebildet wird. \.
5. Einsatzgerät nach Anspruch 2 oder 3, da-, durch gekennzeichnet, daß an dem hinteren Ende
des Verschlußkopfes (53), ein radial abstehendes Auge angebracht ist und in dieses Auge ein Führungsrohr
(55) eingesetzt ist, das sich parallel zum Verschlußträger (51) erstreckt und in einer Ausnehmung
(57) oder Auge des Verschlußträgers geführt ist, daß an dem vorderen Ende des Verschlußträgers
eine das Führungsrohr (55) durchdringende Führungsstange (58) abgestützt ist und
die zusätzliche Schließfeder (62) auf dieser Führungsstange angeordnet ist und sich einerseits an
dem freien, vorzugsweise aus dem hinteren Rohrende herausragenden Ende (59) der Stange und
andererseits an dem freien Ende (63) des Führungsrohres abstützt.
6. Einsatzgerät nach Ansprach 4 - oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Auge am
Verschlußkopf (2) von einer Bohrung in dem am hinteren Ende des Verschlusses angebrachten
Flansch (11) gebildet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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