DE1578285B - Spielzeug-Schießstand - Google Patents
Spielzeug-SchießstandInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Spielzeug-Schießstand, bei dem die in Abstand von der
Schußwaffe angeordnete Zielscheibe von rückwärts durch einen in Abhängigkeit von der Betätigung des
Abzugsbügels der Schußwaffe mittels einer Stoßstange bewegbaren Schlagbolzen durchlöcherbar ist.
Ein derartiger Spielzeug-Schießstand ist bereits aus der deutschen Patentschrift' 150 008 bekannt. Bei
diesem bekanntem Schießstand ist es jedoch notwendig, die Anordnung nach einem Schuß durch Betätigung
eines Handgriffs über ein separartes Gestänge neu zu spannen, was nicht nur eine Verkomplizierung
des Aufbaues eines solchen Schießstandes mit sich bringt, sondern auch insofern unerwünscht ist, als ein
Spieler sich nicht ausschließlich auf die jeweilige Schußwaffe konzentrieren kann, sondern stets nach
jedem Schuß erst die Spannvorrichtung betätigen muß. .... . .,
Mit der Erfindung soll nun die Möglichkeit geschaffen werden, daß bei einem Spielzeug-Schießstand
der eingangs genannten Art bei geringem Kraftaufwand und nicht übermäßig großem Bewegungsweg
des Abzugsbügels neben seinem Durchziehen beim Abschuß kein weiterer Handgriff zum Auslösen eines
Schusses erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung nun in
einfacher Weise dadurch gelöst, daß der zweiarmig ausgebildete, mit Nasen versehene, Abzugsbügel und
ein mit seinem einen Arm an der Stoßstange angreifender Doppelhebel federnd in ihrer Ruhestellung gehalten
sind und zwischen ihnen ein an dem der Stoßstange abgekehrten Ende des Doppelhebels dauernd
angreifendes Verbindungsstück vorgesehen ist.
Die erwähnten, am Abzugsbügel vorgesehenen Nasen dienen zur Mitnahme des Verbindungsstückes
während des ersten Teils des Auslösevorganges bzw. dazu, das Verbindungsstück vorn Abzugsbügel zu lösen.
Beide Nasen können beispielsweise miteinander verbunden sein, wobei die eine Kante des Vorsprungs
zur Mitnahme des Verbindungsstückes dient, während die andere Kante dieses Verbindungsstück von
der ersten abhebt.
Es ist zwar schon eine Spielzeug-Pistole beschrieben worden (vgl. die deutsche Patentschrift
1 214 577), bei der ein Schlagbolzen unter der Wirkung einer sich entspannenden Feder auf Kugeln
schlägt und diese durch den Lauf auswirft. Dabei drückt während der Betätigung des Abzugsbügels ein
Ansatz dieses Bügels auf den Kopf des Schlagbolzens, wodurch die den Schlagbolzen betätigende Schraubenfeder
zusammengedrückt wird. Wenn die Feder nahezu vollständig zusammengedrückt ist, gleitet der
Abzugsbügel nach unten, wodurch sein Ansatz außer Eingriff mit dem Schlagbolzen kommt, so daß sich die
Feder entspannen kann.
Anordnungen dieser Art sind jedoch nicht bei einem Spielzeug-Schießstand anwendbar, bei dem ein
beträchtlicher Abstand zwischen der Schußwaffe und der von rückwärts zu durchlöchernden Zielscheibe
vorhanden sein muß. Weiterhin ist zum Durchlöchern der Zielscheibe ein gewisser Kraftaufwand erforderlich,
der sich bei direkter Spannung einer Feder, wie sie bei der bekannten Anordnung vorgenommen wird,
nur dann erreichen ließe, wenn eine sehr kräftige Feder benutzt oder die Feder sehr stark zusammengepreßt
wird. Die Verwendung einer sehr starken Feder bringt aber den Nachteil mit sich, daß zur Betätigung
des Abzugsbügels ein großer Kraftaufwand erforderlich ist, wodurch die Zielgenauigkeit beeinträchtigt
werden kann. Soll die Feder entsprechend stark zusammengepreßt werden, so verlängert sich notwendigerweise
der Bewegungsweg des Abzugbügels, was sich ebenfalls ungünstig auf die Bedienung des Schießstandes
auswirken muß.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die
Ruhestellung des Abzugsbügels und des Doppelhebels durch eine auf beide wirkende Feder bewirkt.
Diese Feder wirkt also einerseits auf den Abzugsbügel, andererseits auf das Hebelgestänge ein, dessen
zur Auslösung dienende Elemente gemäß einer besonders günstigen Weiterbildung der Erfindung in einer
Ebene, bewegbar sind. Die Feder hat gegenüber dem
Abzugsbügel lediglich die Wirkung, ihn nach dem Auslösen in seine Ausgangsstellung zurückzuführen.
Die Bewegung der Stoßstange entgegen der Wirkungsrichtung erfolgt dabei nur über das Hebelgestänge,
während die· Stoßstange in ihrer Wirkungsrichtung durch die auf das Hebelgestänge, einwirkende Feder
bewegt wird. Da das Spannen der Feder nicht direkt mittels des Abzugsbügels,: sondern, über, das Hebelgestänge
erfolgt, kann eine relativ starke Feder verwendet werden, ohne daß die erwähnten Mangel bekannter Auslösevorrichtungen auftreten. Außerdem ist es
möglich, bei nur geringer Verkürzung der Feder einen langen Bewegungsweg der Stoßstange zu erreichen.
Hierzu müssen lediglich die entsprechenden Hebel des Gestänges verschieden, lang gewählt werden.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausfühirüngsbeispiels sowie an
Hand der Zeichnung erläutert. Diese zeigt in
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Spielzeug-Schießstand vor dem Auslösen des »Schusses« und
F i g. 2 einen Längsschnitt durch die Schußwaffe im
Augenblick der Bewegungsumkehr der Stoßstange.
Der aus einem etwa U-förmigen, nach oben offenen
Hohlprofil gefertigte Doppelhebel 1 ist im Punkt 2 kardanisch im Verkleidungskasten 3 aufgehängt und
an seinen beiden Enden 4,5 mit Führungen 6 für die Stoßstange 8 versehen.
Der querschnittlich etwa rechteckige, in Richtung auf die Schußwaffe 7 des Spielzeug-Schießstandes sich
konisch verjüngende Verkleidungskasten 3; beispielsweise
aus Blech, weist an seinem der Schußwaffe 7 zugekehrten Ende eine Öffnung 44 zum Durchführen
des Endes 4 des Doppelhebels 1 auf. Der Verkleidungskasten 3 ist nach unten hin offen und durch wenigstens
einen Steg 45 versteift.
Am Ende 4 des kürzeren Armes des Doppelhebels 1 sitzt die Schußwaffe 7, während am Ende 5 des
längeren Hebelarmes eine Stoßplatte 9 mit einem Schlagbolzen 10 angebracht ist.
Das beispielsweise aus Kunststoff geformte Gehäuse. 11 der Schußwaffe 7 besitzt am unteren Ende
des Griffes 12 einen etwa rechteckigen, das Ende 4 des Doppelhebels 1 übergreifenden Ansatz 13. Ein in das
Gehäuse 11 der Schußwaffe 7 eingesetztes Hebelgestänge 14 ist auf einer Metallplatte 15 befestigt und
besteht aus einem Abzugsbügel 16, einem Verbindungsstück 17, einem Doppelhebel 18 und einer
Schraubenfeder 19. Der um eine Achse 20 schwenkbare Abzugsbügel 16 wird durch die auf seinen Ansatz
21 wirkende Schraubenfeder 19 in der in F i g. 1 gezeigten Ruhestellung gehalten, d. h. gegen einen Anschlag
22 der Metallplatte 15 gedrückt.
Am Bewegungsarm 23 des Abzugsbügels 16 befinden sich zwei Nasen 24, 25, deren eine am Haken 26
des Verbindungsstückes 17 angreift. Das andere Ende 27 dieses Verbindungsstückes 17 weist eine Öse auf,
in welche das als Haken ausgebildete Ende 28 des Doppelhebels 18 eingehängt ist.
Der Doppelhebel 18 kann um eine Achse 29 geschwenkt werden und liegt unter Einwirkung der an
seinem Ansatz 30 angreifenden Schraubenfeder 19 in seiner Ruhestellung an dem Anschlag 31 der Metallplatte
15 an. Der untere Arm 32 des Doppelhebels 18 ist mit der Stoßstange 8 so verbunden, daß diese gegenüber
dem Doppelhebel 18 etwas verdreht zu werden vermag, jedoch nicht in Längsrichtung des
Schießstandes verschoben werden kann.
An dem von der Schußwaffe 7 entfernt liegenden Ende 5 des längeren Hebelarmes des Doppelhebels 1
ist zu diesem senkrecht ein Bügel 33 befestigt, welcher die Stoßplatte 9 trägt. Diese ist am Bügel 33 um die
vertikale, senkrecht zum Doppelhebel 1 verlaufende Achse 34 schwenkbar gelagert.
Die untere Kante 35 der Stoßplatte 9 überragt das Ende 36 der Stoßstange 8, so daß diese auf die Stoßplatte
9 einwirken kann. Nahe der oberen Kante 37 der leicht abgewinkelten Stoßplatte 9 ist diese mit dem
spitzeriförmigen Schlagbolzen 10 versehen, dessen Stellung so gewählt ist, daß er genau in Zielrichtung
der Schußwaffe 7 liegt.
Die obere Kante 37 der Stoßplatte 9 und damit der Schlagbolzen 10 — wird durch eine Blattfeder 38
ίο in Abstand zu einer vor dem Schlagbolzen 10 angeordneten
Zielscheibe 39 gehalten. Als Halterung für die zur Erhöhung der Zielgenauigkeit etwas in Richtung
auf die Schußwaffe 7 geneigte Zielscheibe 39 dienen zwei parallele Platten 40, deren jede eine den
Ausmaßen der Zielscheibe 39 entsprechende Öffnung 41, 42 aufweist. Die Öffnung 41 ermöglicht dabei die
Beobachtung der Zielscheibe 39, wohingegen die Öffnung 42 das Einwirken des Schlagbolzens 10 auf die
Zielscheibe 39 gestattet.
Das Auslösen des »Schusses« geht nun — ausgehend von der in F i g. 1 dargestellten Ruhelage — in
folgender Weise vor sich:
Bei Bewegung des Abzugsbügels 16 in Richtung des Pfeiles 43 wird das Verbindungsstück 17 in Richtung
auf die Zeilscheibe 39 bewegt, da die Nase 24 des Abzugsbügels 16 den Haken 26 des Verbindungsstückes
17 hintergreift. Vermittels des Doppelhebels 18 wird diese Bewegung des· Verbindungsstückes 17 umgekehrt,
so daß sich die Stoßstange 8 etwas von der Zielscheibe 39 und damit von der Stoßplatte 9 entfernt.
Ist die in F i g. 2 wiedergegebene Stellung des Hebelgestänges 14 erreicht, so drückt die Nase 25 des
Abzugsbügels 16 gegen die Unterseite des Verbindungsstückes 17 und veranlaßt so ein Ausklinken des
Hakens 26 von der Nase 24. Unter Einwirkung der Feder 19 schnellt nunmehr der Doppelhebel 18 gegen
den Anschlag 31 der Metallplatte 15, was eine rasche Bewegung der Stoßstange 8 in Richtung auf die Stoßplatte
9 zur Folge hat. Nunmehr schlägt das Ende 36 der Stoßstange 8 gegen die Stoßplatte 9, wodurch deren
obere Kante 37 samt Schlagbolzen 10 in Richtung auf die Zielscheibe 39 bewegt und letztere durchlöchert
wird.
Wird der Abzugsbügel 16 losgelassen, so kehrt er durch den Druck der Feder 19 auf seinen Ansatz 21 in
die in F i g. 1 dargestellte Ruhelage zurück. Ebenso wird durch die Blattfeder 38 die obere Kante 37 der
Stoßplatte 9 — und somit der Schlagbolzen 10 — von der Zielscheibe 39 entfernt und in die Ruhelage geführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Spielzeug-Schießstand, bei dem die in Abstand von der Schußwaffe angeordnete Zielscheibe
von rückwärts durch einen in Abhängigkeit von der Betätigung des Abzugsbügels der
Schußwaffe mittels einer Stoßstange bewegbaren Schlagbolzen durchlöcherbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweiarmig ausgebildete, mit Nasen (24, 25) versehene Abzugsbügel (16) und ein mit seinem einen Arm (32) an der
Stoßstange (8) angreifender Doppelhebel (18) federnd in ihrer Ruhestellung gehalten sind und zwischen
ihnen ein an dem der Stoßstange abgekehrten Ende (28) des Doppelhebels dauernd angreifendes
Verbindungsstück (1) vorgesehen ist.
2. Spielzeug-Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruhestellung des
Abzugsbügels (16) und des Doppelhebels (18) durch eine auf beide wirkende Feder (19) bewirkt
wird.
3. Spielzeug-Schießstand nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle
Elemente des zur Auslösung dienenden Hebeigestänges (14) in einer Ebene bewegbar sind.
Family
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