DE1576895C - Heißgaskraftmaschine bzw. Gaskältemaschine - Google Patents
Heißgaskraftmaschine bzw. GaskältemaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Heißgaskr; maschine,' bei der zwei untereinander in offener V
bindung stehende, zueinander phasenverschob volumenveränderliche Arbeitskammern von V
drängermaschinen eine insgesamt gleichbleibei Arbeitsmittelmenge enthalten, der Inhalt der ein
heißen Arbeitskammer durch einen als Heizer a gebildeten Wärmetauscher auf einer höheren Tem
ratur, der Inhalt der anderen kalten Arbeitskämr durch einen als Kühler ausgebildeten Wärmetausc
auf einer niedrigeren Temperatur gehalten wird u in der offenen Verbindung zwischen der heißen ι
der kalten Arbeitskammer ein Regenerator angeo net ist.
Eine derartige Heißgaskraftmaschine ist aus · deutschen Patentschrift 872 693 bekannt.
Derartige Maschinen sind als Hubkolbenmaschii
mit Kurbeltrieb oder Taumelscheibentrieb bekar Sie weisen den Nachteil auf, daß sie wegen der
forderlichen Voreilung der Bewegung der heil Kolbenanordnung gegenüber der der kalten eine u
fangreichere und aufwendigere Massenausgleichv richtung benötigen, als sie für Hubkolbenmaschii
ohnehin schon erforderlich ist. Eine Heißgas-Dr kolbenmaschine ist Gegenstand des deutschen Pate
1 264 866, bei der jedoch das Arbeitsmedium seil Arbeitsraum nicht verläßt, so daß die den Arbe
raum umschließenden Wandungen erheblichen Tc peraturwechselbelastungen ausgesetzt sind.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, e Heißgas-Kraftmaschine zu schaffen, bei. der ro
rende Bauteile mit möglichst gleichbleibender th mischer Belastung Verwendung finden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch löst, daß die Verdrängermaschinen als innenachs
Rotationskolbenmaschinen mit Schlupfeingriff 1: am Kolben angeordneten Radialdichtungen ausge!
det sind, der Kolbeninnenraum durch radiale Trei wände zwischen den achsnahen Zonen der Kolb<
flanken und der Kolbennabe in Teilräume unterti sind, die öffnungen in den Kolbenflanken 1:
Wärmetauscher zum Heizen bzw. Kühlen des Arbe; mittels aufweisen, die beiden Kolben durch ein V
bindungsteil drehsteif miteinander verbunden si und das Verbindungsteil den Teilräumen der KoIl
entsprechende Sektoren aufweist, wobei in jed Sektor der Regenerator angeordnet ist.
Durch eine solche Ausbildung wird eine verhi nismäßig einfache Verwirklichung des Prinzips 1
Heißgasmaschine ermöglicht. Die Maschine hat eil hohen mechanischen Wirkungsgrad, der noch ü
den einer Rotationskolbenmaschine mit innerer V brennung hinausgeht, da die verwendeten Rotatio
kolbenanordnungen entweder heiß oder kalt sind,
wesentlicher Temperaturwechsel innerhalb der einzelnen Rotationskolbenanordnungen nicht stattfindet
und damit ein die mechanischen Reibungsverluste erzeugendes Verziehen von Bauteilen ausgeschlossen ist.
Gemäß einem weiteren Schritt der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, daß eine zusätzliche Beheizung
bzw. Kühlung des Mantels und der Seitenteile erfolgt.
Weiterhin empfiehlt es sich, daß die Öffnungen in den Kolbenflanken vor- bzw. nachversetzt sind. Dadurch
ist die erforderliche Phasenverschiebung zwischen den Volumenänderungen in der heißen und
kalten Anordnung jedenfalls zum größten Teil auf einfachste Weise erzielt. Da über den betreffenden
Sektor jeweils einander gegenüberliegende Teilräume miteinander verbunden sind, jeder Teilraum der kalten
Anordnung aber jeweils in eine Arbeitskammer mündet, die gegenüber der Arbeitskammer, in die der
zugeordnete Teilraum der heißen Anordnung mündet, die nächstfolgende ist, beträgt die Voreilung der
Volumenänderung in der heißen Anordnung infolge der vorgeschlagenen Maßnahme 180° Exzenterwinkel.
Dabei ist vorausgesetzt, daß die Maschinengehäuse deckungsgleich sind.
Zur Erzielung der günstigsten Phasenverschiebung zwischen der heißen und der kalten Anordnung wird
außerdem vorgeschlagen, die Maschinengehäuse der beiden Rotationskolbenanordnungen und dementsprechend
die beiden Kolben zueinander verdreht anzuordnen. Hierbei ist zu beachten, daß entsprechend
der Getriebeübersetzung zwischen Exzenterwelle und Kolben die Verdrehwinkel von Kolben und Maschinengehäuse
unterschiedlich zu bemessen sind. Die Verdrehung läßt sich ohne einen zusätzlichen Bauaufwand,
also sehr wirtschaftlich erreichen.
Zweckmäßig ist das jeweils einander gegenüberliegende Arbeitskammern miteinander verbindende
Verbindungsteil ringförmig ausgebildet und auf einem
Teil seiner Länge zur Aufnahme der Regeneratoren scheibenförmig erweitert. Damit sind auch die Regeneratoren
in die an der Drehbewegung teilnehmenden Massen einbezogen, für die wegen ihrer zur Exzenterwelle
symmetrischen Lage sehr einfach ein vollständiger Massenausgleich erreicht werden kann.
Um die Wärmezufuhr zum bzw. die Wärmeabfuhr vom Arbeitsgas möglichst günstig zu gestalten, können
die Wärmetauscher von einem Zwischenmedium je gleichbleibender Menge beaufschlagt werden, welches
seinerseits im Wärmetausch mit dem Heiz- bzw. Kühlmedium steht.
Vorteilhaft sind die Flächen der Wärmetauscher derart schaufeiförmig ausgebildet, daß die Strömung
des Zwischen- oder des Heiz- bzw. Kühlmediums durch die äußeren Flächen der Schaufeln begünstigt
wird und das Arbeitsmittel durch den Innenraum der Schaufeln strömt.
Ebenso ist, wie bei der Heißgasmaschine bekannter Art, die Abwandlung zu einer Gaskältemaschine
möglich.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Heißgaskraftmaschine mit kongruent zueinander liegenden Maschinengehäusen
und Kolben der beiden Rotationskolbenmaschinen und
F i g. 2 nebeneinander die beiden in F i g. 1 hintereinanderüegenden
Kolben je im Querschnitt.
In F i g. 3 bis 10 sind die verschiedenen Stellungen der beiden Kolben bei einer Kolbendrehung einer
Heißgaskraftmaschine dargestellt, deren Maschinengehäuse und Kolben zueinander verdreht angeordnet
sind.
Die Heißgaskraftmaschine nach F i g. 1 und 2 weist zwei Maschinengehäuse 1 und 2 von Rotationskolbenmaschinen
mit Schlupfeingriff und gegen den Uhrzeigersinn umlaufende dreieckige Kolben 3 und 4
ίο auf. Die beiden Kolben 3 und 4 sind durch ein in
drei Sektoren 5 unterteiltes Verbindungsteil fest miteinander verbunden und auf einer Exzenterwelle 6
gelagert. Das Innenvolumen der Kolben 3 und 4 ist durch Trennwände 7 in je drei Teilräume 8 und 9
unterteilt. In jedem Teilraum 8 und 9 ist ein Wärmetauscher 10,11 angeordnet, der in der heißen Anordnung
1, 3 als Heizer 10 und in der kalten Anordnung 2, 4 als Kühler 11 ausgebildet ist. Diese Teilräume
8 und 9 stehen über Öffnungen 12 und 13 in den Kolbenflanken mit den Arbeitskammern 14,15
einerseits und über die Sektoren 5 je paarweise miteinander in offener Verbindung. Die Sektoren 5 sind
mitten zwischen den Kolben 3 und 4 erweitert und enthalten hier Regeneratoren 16, die beim Durchströmen
des heißen Arbeitsmittels Wärme aufnehmen, speichern und beim anschließenden Durchströmen
des nunmehr kalten Arbeitsmittels in umgekehrter Richtung die gespeicherte Wärme wieder
an das Arbeitsmittel abgeben. Die vom Arbeitsmittel durchströmten Wärmetauscher 10 und 11 sind von
einem Zwischenmedium beaufschlagt, das sowohl in der heißen als auch in der kalten Anordnung den
Innenraum des Maschinengehäuses in einem jeweils geschlossenen Kreislauf 17 bzw. 18 umströmt. Die
Strömung des Zwischenmediums wird durch die Bewegung der Kolben 3 und 4 in Verbindung mit einer
schaufeiförmigen Ausbildung der Flächen der Wärmetauscher 10 und 11 erzeugt. Das Zwischenmedium
der heißen Anordnung wird durch das Heizgasführungen 19 durchströmende, über Brenner 20
aufgeheizte Heizgas erwärmt. Vor Eintritt in die Brenner 20 wird die Verbrennungsluft durch Vorwärmleitungen
21 geführt. In der kalten Anordnung wird das Zwischenmedium durch das Kühlgas abgekühlt,
das von einem Gebläse 22 gefördert Kühlgasführungen 23 durchströmt, welche ebenso wie die
Heizgasführungen 19 so gestaltet sind, daß sie einen möglichst guten Wärmeübergang gewährleisten.
Im Gegensatz zu den in F i g. 1 und 2 dargestellten Anordnungen sind in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 bis 10 Maschinengehäuse 1, 2 und Kolben 3, 4 gegeneinander verdreht. Die Teilräume 26 und 27 sind einander zugeordnet. Die Drehrichtung der Kolben 3, 4 verläuft gegen den Uhrzeigersinn. Aus der bei kongruenter Lage von Gehäuse und Kolben, aber in der heißen Anordnung vorn und in der kalten Anordnung rückwärts liegenden Öffnungen in den Kolbenflanken auftretenden Phasenverschiebung und der durch die Verdrehung von Gehäuse 1, 2 und KoI-ben 3, 4 bedingten weiteren Phasenverschiebung ergibt sich die für das dargestellte Beispiel als günstig ermittelte Voreilung der Volumenänderungen in der heißen Anordnung gegenüber denen der kalten von 150° Exzenterwinkel. Hierbei war eine geringfügige Verlegung der Fußpunkte der radialen Trennwände 7 von der Mitte der Kolbenflanke nach rückwärts angebracht.
Im Gegensatz zu den in F i g. 1 und 2 dargestellten Anordnungen sind in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 bis 10 Maschinengehäuse 1, 2 und Kolben 3, 4 gegeneinander verdreht. Die Teilräume 26 und 27 sind einander zugeordnet. Die Drehrichtung der Kolben 3, 4 verläuft gegen den Uhrzeigersinn. Aus der bei kongruenter Lage von Gehäuse und Kolben, aber in der heißen Anordnung vorn und in der kalten Anordnung rückwärts liegenden Öffnungen in den Kolbenflanken auftretenden Phasenverschiebung und der durch die Verdrehung von Gehäuse 1, 2 und KoI-ben 3, 4 bedingten weiteren Phasenverschiebung ergibt sich die für das dargestellte Beispiel als günstig ermittelte Voreilung der Volumenänderungen in der heißen Anordnung gegenüber denen der kalten von 150° Exzenterwinkel. Hierbei war eine geringfügige Verlegung der Fußpunkte der radialen Trennwände 7 von der Mitte der Kolbenflanke nach rückwärts angebracht.
Bei den in F i g. 3 dargestellten Kolbenstellungen
hat die den Arbeitskammern 24 und 25, den entsprechenden Teilräumen 26 und 27 und ihrer Verbindung
zugeordnete gesamte Arbeitsmittelmenge das größte Volumen. Unter dem Einfluß des Wärmeaustausches
stellt sich jedoch der niedrigste Druck für die betrachtete Arbeitsmittelmenge erst bei den
Stellungen gemäß F i g. 4 ein. F i g. 5 zeigt die Stellungen für das kleinste Volumen. Der höchste Druck
stellt sich wiederum infolge des Wärmeaustausches erst gemäß F i g. 6 ein. Dann beginnt — immer für
die hier betrachtete Arbeitsmittelmenge — die Entspannung. Das größte Volumen wird wiederum erreicht
in den Kolbenstellungen nach F i g. 7, die also denen aus F i g. 3 entsprechen. Die zugehörigen
Arbeitskammern liegen jedoch jetzt in der jeweils anderen Gehäusehälfte. Der weitere Verlauf der
Volumenänderungen gemäß F i g. 8, 9 und 10 entspricht folgerichtig dem nach F i g. 4, 5 und 6. Während
der Verdichtung zwischen den Zeitpunkten nach F i g. 4 und 6, die hauptsächlich in der kalten Anordnung
stattfindet, wird im ersten Teil dieses Zeitraumes Arbeitsmittel von der heißen zur kalten Anordnung
und im zweiten Teil von der kalten zur heißen Anordnung hinübergeschoben. Während der
ίο Entspannung zwischen den Zeitpunkten nach F i g. 6
und 8, die hauptsächlich in der heißen Anordnung stattfindet, wird im ersten Teil dieses Zeitraumes
Arbeitsmittel von der kalten zur heißen Anordnung und im zweiten Teil von der heißen zur kalten An-Ordnung
hinübergeschoben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Heißgas-Kraftmaschine, bei der zwei untereinander in offener Verbindung stehende, zueinander
phasenverschoben volumenveränderliche Arbeitskammern von Verdrängermaschinen eine
insgesamt gleichbleibende Arbeitsmittelmenge enthalten, der Inhalt der einen, heißen Arbeitskammer
durch einen als Heizer ausgebildeten Wärmetauscher auf einer höheren .Temperatur,
der Inhalt der anderen kalten Arbeitskammer durch einen als Kühler ausgebildeten Wärmetauscher
auf einer niedrigeren Temperatur gehalten wird und in der offenen Verbindung zwischen
der heißen und der kalten Arbeitskammer ein Regenerator angeordnet ist, gekennzeichnet
durch die Kombination folgender Merkmale:
a) Die Verdrängermaschinen sind als innenachsige Rotationskolbenmaschinen mit
Schlupfeingriff und am Kolben angeordneten Radialdichtungen ausgebildet;
b) der Kolbeninnenraum ist durch radiale Trennwände (7) zwischen den achsnahen a5
Zonen der Kolbenflanken und der Kolbennabe in Teilräume (8, 9) unterteilt, die Öffnungen
(12, 13) in den Kolbenflanken und Wärmetauscher (10,11) zum Heizen bzw.
Kühlen des Arbeitsmittels aufweisen;
c) die beiden Kolben (3, 4) sind durch ein Verbindungsteil drehsteif miteinander verbunden;
d) das Verbindungsteil weist den Teilräumen (8, 9) der Kolben (3, 4) entsprechende Sektoren
(5) auf, wobei in jedem Sektor (5) der Regenerator (16) angeordnet ist.
2. Heißgas-Kraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Beheizung
bzw. Kühlung des Mantels und der Seitenteile erfolgt.
3. Heißgas-Kraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen
(12, 13) in den Kolbenflanken vor- bzw. nachversetzt sind.
4. Heißgas-Kraftmaschine nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung
der günstigsten Phasenverschiebung zwischen den Volumenänderungen der miteinander
verbundenen Arbeitskammern die Maschinengehäuse (1,2) und dementsprechend die beiden
Kolben (3,4) zueinander verdreht angeordnet sind.
5. Heißgas-Kraftmaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil ringförmig ausgebildet
ist und sich auf einem Teil seiner Länge zur Aufnahme der Regeneratoren (16) scheibenförmig
erweitert.
6. Heißgas-Kraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmetauscher (10, 11) von einem Zwischenmedium je gleichbleibender Menge beaufschlagt
sind, welches seinerseits im Wärmelausch mit dem Heiz- bzw. Kühlmedium steht.
7. Heißgas-Kraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flächen der Wärmetauscher (10, derart schaufeiförmig ausgebildet sind, daß
Strömung des Zwischen- oder des Heiz- b Kühlmediums durch die äußeren Flächen Schaufeln begünstigt wird und das Arbeitsmi
durch den Innenraum der Schaufeln strömt.
8. Anwendung des Prinzips der Ausbild; einer Heißgas-Kraftmaschine nach den Ansp
chen 1 bis 7 auf Gaskältemaschinen.
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