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Schmiereinrichtung für Brennkraftmasch-'znen Die Erfindung
betrifft eine Schmiereinrichtung für Brennkraftmaschinen mit Frischölschmierung,
bei der die Förderung des Schmiermittels durch eine Pumpe und die Dosierung über
eine drehzahlabhängige Regeleinrichtung erfolgt und diese Regeleinrichtung eine
in einer Bohrung eines Nadelträgers axial verschiebbar gelagerte Nadel umi faßt,
die zusammen mit diesem Nadelträger beidendig je einen Raum zur Schmiermittelaufnahme
abgrenzt, wobei diese Räume abwechselnd mit einem Ölzulauf von der Ölpumpe und einem
Ölablauf zu-der jeweiligen Schmierstelle über einen von der Brennkraftmaschine angetriebenen
Steuerteil zur drehzahlabhängigen Dosierung verbindbar sind, derart, daß der Raum
an einem Ende der Nadel mit dem Zulauf und der andere mit dem Ablauf verbunden ist
bzw. umgekehrt.
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Drehzahlabhängige Regeleinrichtungen dieser Art sind bekannt, wurden
allerdings bisher bei Brennkraftmaschinen nicht angewendet, da dort bei Verwendung
einer Frischölschmierung, bei der das Ö1 nicht dem Kraftstoff zugesetzt wird, auch
eine lastabhängige Regelung der Ölzufuhr erforderlich ist.
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Lastabhängige Regeleinrichtungen, die beispielsweise aus einem Steuerschieber
bestehen, der mit der Drosselklappe verbunden ist, sind aus der deutschen Patentschrift
949 855 zu entnehmen. Bei dieser Einrichtung wird der Durchflußquerschnitt für das
Ö1 durch die Verstellung des Schiebers geregelt, wobei bei entsprechender
Verengung gleichzeitig eine überströmöffnung freigegeben wird. Diese
Ausführung
hat den Nachteil,-daß die für kleine Motoren notwendigen kleinen Querschnitte eine
genaue Dosierung nicht gewährleisten und die Dosierung dann sehr stark viskositätsabhängig
wird. Für eine einwandfreie Schmierstoffversorgung des Motors ist daher eine solche
Konstruktion nicht brauchbar.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mängel der bekannten
Einrichtungen zu vermeiden und eine drehzahl- und lastabhängige Dosiereinrichtung
zu schaffen, die allen Anforderungen des Motorbetriebes genügt.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Schmiereinrichtung gemäß
dem Gattungsbegriff dadurch gelöst, daß neben der drehzahlabhängigen Regeleinrichtung
für die Dosierung zusätzlich eine lastabhängig gesteuerte Dosiereinrichtung vorgesehen
ist, die durch Beeinflussung der drehzahlabhängigen Regeleinrichtung mittels einer
entsprechenden Regelgröße die von dieser Regeleinrichtung an die Schmierstellen
gelieferte Fördermenge verändert. Der Erfindungsgedanke besteht also darin, die
durch eine Nadel gebildete drehzahlabhängige Regeleinrichtung zu beeinflussen und
nicht, wie bei den bekannten Ausführungen, anschließend an die drehzahlabhängige
Fördereinrichtung einen Schieber zur Verengung oder Erweiterung des zum Motor führenden
Zulaufquerschnittes vorzusehen. Dadurch wird eine sehr genaue Regulierung möglich,
die auch den großen Vorteil.hat, viskositätsunabhängig zu sein.
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Ein Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die Dosiereinrichtung zur
lastabhängigen Anpassung des je Hub von der Nadel zugeteilten Volumens vorgesehen
ist.
Die damit verbundene lastabhängige Nadelhubverstellung wird
entsprechend der Erfindung besonders einfach dadurch realisiert, daß die Dosiereinrichtung
aus Anschlägen im Nadelträger besteht, die den Hubweg der Nadel lastabhängig verstellbar
begrenzen.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß
die verstellbaren Anschläge von Stiften gebildet werden, an denen die Nadel mit
ihren Stirnseiten anschlägt. Mit dieser Ausführung ist ein großer Verstellbereich
mühelos zu beherrschen. Andererseits wird der Baudurchmesser dieser Ausführung relativ
groß.
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Die Stifte können sich dabei etwa in Richtung der Nadelächse erstrecken.
-Strebt man einen kleineren Baudurchmesser an und legt nicht so großen -Wert auf
einen großen Verstellbereich, ist es entsprechend der Erfindung vorteilhaft,'die
Achse der Stifte etwa senkrecht zur Nadelachse ,*zu legen und die Stifte mit konischen
Spitzen zu versehen, so daß
| sie abhängig von ihrem Einschubzustand zur Begrenzung des Nadelhubes |
| dienen. In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann
auch |
eine andere Art der Beeinflussung der drehzahlgbhängigen Regeleinrichtung vorgesehen
wgrden. Diese andere Ausführungsvariante der Erfindung geht aus von einer sehr weitgehenden
Aufteilung des dem Motor zugeführten ölstromes durch eine große Anzahl von Nadelhüben
je Versorgungszyklus. Für jeden je Nadelhub geförderten Teilstrom ist dabei eine
eigene Versorgungsleitung vorgesehen, die später insgesamt oder auch nur gruppenweise
zusammengefaßt werden können. Hierbei besteht der Erfindungsgedanke darin, dar in
der der Nadel zugeordneten Steuerteil eine ganze Anzahl Ölzu- und i;lablau-le@.tr.;@cn
angeordnet sind, wobei die Ölzulaufleitungen alle zur Ulpunpe und
die
Ölablaufleitungen den Schmierstellen zugeführt werden und mehrere Ölablaufleitungen
zur Versorgung einer Schmierstelle bzw. einer Motorbaugruppe zusammengefaßt sind,
von denen ein Teil zur Regelung der Ölmenge lastabhängig von den Schmierstellen
abschaltbar ausgeführt ist und dadurch die Dosiereinrichtung bildet. Dieser Erfindungsgedanke
beruht nicht wie die bekannten Ausführungen auf einer Querschnittsregelung, sondern
auf dem Gedanken, lastabhängig nur einen Teil der während eines Zyklus ausgeführten
Nadelhübe zur Förderung von Schmierstoff für die Brennkraftmaschine heranzuziehen.
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Dabei ist es erfindungsgemäß von Vorteil, zur lastabhängigen Abschaltung
der Ölablaufleitungen einen Steuerschieber vorzusehen, der gleichzeitig die jeweils
abgeschaltete Leitung mit der Saugleitung der Ölpumpe verbindet und somit das überschüssig
geförderte Ö1 dem Frischölteil wieder zuführt.
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Für diese beiden Hauptvarianten der Erfindung ergeben sich Weitereine
Reihe von vorteilhaften Ausführungsformen.
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Zur Betätigung können gemäß der Erfindung Teile der Dosiereinrichtungen,
nämlich Stifte oder-Steuerschieber, mechanisch mit dem Betätigungssystem der Kraftstoffzufuhranlage
der Brennkraftmaschine verbunden werden. Das gibt eine besonders einfache Ausführungsform.
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Bei Anwendung der Hubbeschrankung der Nadel für die lastabhängige
Schmierstoffzufuhrregelung ist vorgesehen, den Nadelträger feststehend auszubilden
und die Stifte zur Begrenzung des Nadelhubes in dem Nadelträger verschiebbar zu
lagern und neben diesem Nadelträger die zur Komplettierung des von der Brennkraftmaschine
angetriebenen Steuerteiles vorgesehene Verteilerplatte als mit Öffnungen
versehenen
Drehschieber auszubilden.
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Für die zweite Ausführungsvariante mit dem Steuerschieber ist erfindungsgemäß
zur Erzielung einer besonders einfachen Konstruktion die Nadel in einem umlaufenden,von
der Brennkraftmaschine angetriebenen Nadelträger angeordnet und der Nadelträger
mit Öffnungen versehen, die mit den Ölzulauf- bzw. Ölablaufleitungen durch die Drehung
des Nadelträgers verbindbar sind, wobei diese Leitungen in dem feststehenden, den
Nadelträger umgebenden Gehäuse vorgesehen werden und ein Teil davon vom Steuerschieber
abschaltbar ausgeführt wird.
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Erfindungsgemäß kann dabei der Nadelträger als Trommel mit etwa parallel
zur Trommelachse liegender Bohrung zur Aufnahme der Nadel ausgeführt werden und
die Zu- und Ablaufleitungen in den den Stirnseiten der Trommel gegenüberliegenden
Gehäusewänden angeordnet werden.
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Bei der Ausführung im Zusammenhang mit der Hubbegrenzung der Nadel
sind für den Drehschieber verschiedene Ausführungsformen vorgeschlagen. Einmal kann
nach der Erfindung der Drehschieber so ausgebildet werden, daß er eine ebene Scheibe
darstellt mit parallel zur Drehachse liegenden Öffnungen, wobei die Stifte zur Begrenzung
des Nadelhubes wie bereits ausgeführt etwa in der Verlängerung der Nadelachse liegen.
Der Drehschieber kann aber auch topfförmig mit öffnungen etwa senkrecht zur Drehachse
ausgeführt sein, wobei. dann die Stifte zur Begrenzung des Nadelhubes beiderseits
der Nadel etwa senkrecht zu dieser liegen.
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In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der
Erfindung
dargestellt. Es zeigen: Fig. 2 eine schematische Gesamtansicht der erfindungsgemäßen
Schmiereinrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt durch die einen Drehschieber und eine
Dosiernadel aufweisende Regeleinrichtung, Fig. 3 eine Ausführungsvariante zur Regeleinrichtung
mit anders ausgeführtem Drehschieber und anders ausgeführter Vadelbegrenzung, Fig.
4 die Ansicht der Regeleinrichtung gemäß Fig. 3 in Richtung des Pfeiles 3 beb abgenommenen
Deckel, Fig. 5 die gleiche Ansicht wie Fig. 4, nur in einer anderen Stellung des
Drehschiebers, Fig. 6-eine weitere Ausführungsvariante der Regeleinrichtun;l mit
trommelförmigem umlaufendem Nadelträger und Fig. 7 eine schematische Darstellung
des Anschlusses der Ulzulauf-und ölablaufieitungen im Zusammenhang mit der @usf:hrurig
der Regeleinrichtung gemäß Fig. 6.
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In der Fig. 1 ist mit 1 der Öltank zur Aufnahme des rrischölvorrates,
mit 2 die ölleitung-zur Saugseite der Zahnradpumpe, mit 3 die Zahnradförderpumpe
und mit 4 die Ölleitung von der Druckseite der Zahnradpumpe zum Überdruckventil
bezeichnet. Das Überdrucl_ver!ti.7. j #, ist zur Freigabe einer Umgehungsleitung
6 vorgesehen, die in die tillei= tung 2 zur Zahnradpumpe 3 mündet. Das Überdruckventil
5 hat die Auf-gabe, in dem Ölzulauf 7 zur Regeleinrichtung 8 den Druck Flur
#lin#3n bestimmten Höchstwert zu beschränken.
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Dia gegeleinriehtung 0 weist einen Nadelträger
11 auf, der in einer
Bohrung 13 eine verschiebbar gelagerte
Nadel 12 enthält. Die Stifte 16@sind dabei zur Begrenzung des Nadelhubes vorgesehen.
Durch die Nadel 12 und die Bohrung 13 werden beiderseits der Nadel im Nadel-träger
11 durch Verschiebung der Nadel volumenveränderliche-Räume 15 gebildet. Diese
Räume werden nach außen abgeschlossen durch den Drehschieber 17, der mit der
Antriebswelle 18 in Verbindung steht,
und vom Deckel 21 des Nadelträgers mit
geringem Spiel umschlossen wird. Nadelträger 11 und Deckel 21 sind ortsfest,
während die An-
triebswelle 18 mit dem Drehschieber 17 während des Betriebes
umläuft
und vorzugsweise von der Brennkraftmaschine,die geschmiert werdsoll,
angetrieben wird. In den Deckel 21 mundet die ölzulaufleitung
7 und die ölablaufleitung 9 von der Regeleinrichtung 8 zum Motor 10.
Bei dem Motor 10 soll es-sich um eine Brennkraftmaschine handeln.
Der
Drehschieber 17 weist Öffnungen 19 und 20 auf, die wechselweise
die
volumenveränderlichen Räume 14 und 15 mit der Ölzulaufleitung 7 bzw. der
ölablaufleitung 9 verbinden.
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'An Hand der Wirkungsbeschreibung wird nunmehr die Funktion der
Regel-
einrichtung 8 im Zusammenhang mit den übrigen
Teilen der Schmiere in-,richtung erläutert. Zur Erläuterung
der Funktion der Regeleinrich-
tung 8 wird neben der Fig.
1 auch die Fig. 2 herangezogen, die einen
Querschnitt II-II durch die
Regeleinrichtung 8 der Fig. 1 beinhaltet. Dabei ist zu beachten, daß der in Fig.
1 schematisch dargestellte Längsschnitt durch die Regeleinrichtung 8 entlang
einer geknickten
Ebene (siehe I-I in Fig. 2) dargestellt ist.
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Das Öl wird aus dem Öltank 1 über die Zahnradpumpe
3, die Ölleitung
4 und die ölzulaufleitung 7 zur Regeleinrichtung
8 gefördert. ÜbersehUssige ölmsngen fliehen dabei über das Überdruckventil
5 und@die Umgehungsleitung 6 zur Ölleitung 2 zwischen Zahnradpumpe
3 und öl-
tank 1 zurück. Die über die ölzulaufleitung 7 zur
Regeleinrichtung 8 geförderte Ölmenge wird-von dieser entsprechend den Betriebsanforderungen
auf die Schmierstellen verteilt. Der Vorgang ist dabei folgender: Im Nadelträger
11 erstrecken sich an den Enden der Bohrung.13 senkrecht zu dieser zwei Kanäle 22
und 23. Die Enden dieser Kanäle münden an der Umfangsfläche des Nadelträgers 11
nach außen und liegen jeweils einer Ölzulaufleityng 7 bzw. Ölablaufleitung 9 gegenüber.
Die Anordnung ist so getroffen, daß jeweils ein Ende des Kanals 22 und des
Kanals 23 den zwei Ölzulaufleitungen 7 zugeordnet ist, die durch Gabelung der einen
Zufuhrleitung vom Überdruckventil 5 zur Regeleinrichtung 8 entstehen und jeweils
das andere Ende der Kanäle 22 und 23 Ölablaufleitungen 9 zugeordnet sind, die entweder
durch Gabelung der gemeinsamen Ölzufuhrleitung 9 zum Motor 10 entstehen oder aber
auch zu jeweils verschiedenen Schmierstellen des Motors 10 führen. (Beispielsweise
eine Leitung 9 zum Kurbelgehäuse und eine Leitung 9 zum Zylinder der Brennkraftmaschine).
Der Drehschieber 17 ist als Topfschieber ausgebildet und weist Öffnungen 19 und
20 auf, die sich diametral gegenüberliegen. Wird nun in der gezeichneten Stellung
der Fig. 2 der Regeleinrichtung 8 über die Ölzufuhrleitungen 7 Schmiermittel in
Pfeilrichtung zugeleitet, so strömt dieses über die Öffnung 19 in den Kanal 22 und
den durch Verschiebung der Nadel 12 volumenveränderlichen Raum 14, wobei durch den
Förderdruck die Nadel nach links bis zum Anschlag an den Stift 16 verschoben wird.
Dabei wird durch diese Verschiebung der Nadel Schmiermittel aus dem Raum 15 über
den Kanal 23 verdrängt und über die Öffnung 20 im Drehschieber 17 an eine der Ölabfuhrleitungen
9 abgeleitet. Dreht sich der Drehschieber 17 in Richtung des Pfeiles A um
90o weiter, so
i verbindet er über die Öffnung 19 den Ölzufuhrkanal
7 mit dem Kanal 23, während gleichzeitig über die Öffnung 20 der Kanal 22 mit der
Ölabfuhrleitung 9 verbunden wird. In dieser nicht dargestellten Stellung wird dann
die Nadel 12 von links nach rechts verschoben unter gleichzeitiger Förderung einer
Schmiermittelmenge entsprechend dem Nadelhub über den Kanal 22 in die Ölabfuhrleitung
9 und der Zufuhr einer entsprechenden Ölmenge aus der Ölzufuhrleitung 7 über den
Kanal 23 in den Raum 15. Bei der in den Figuren -1 und 2 dargestellten Bauform wird
somit Schmiermittel von der ölzufuhrleitung 7 zur Ölabfuhrleitung 9 drehzahlabhängig
gefördert, und zwar bei einer Umdrehung des Drehschiebers 17 viermal das Volumen
des Nadelhubes.
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Dadurch ergibt sich eine sehr genaue Dosierung der Schmiermittelmenge;
die mittels der verstellbaren Stifte 16 beispielsweise in Abhängigkeit von der Belastung
der Brennkraftmaschine veränderbar ist. Dazu können die Stifte 16 beispielsweise
mechanisch direkt mit der Regeleinrichtung der Brennkraftmaschine verbunden werden,
in der Weise, daß bei größter Maschinenbelastung, d. h., voll durchgetretenem Gaspedal
bzw. voll aufgedrehtem Gasdrehgriff, der größte Nadelhub eingestellt wird, indem
die Stifte 16 ziemlich weit herausgezogen werden. Im eingeschobenen Zustand der
Stifte, der in Fig.-1 dargestellt ist, ist die kleinste Fördermenge eingestellt,
wie sie beispielsweise für den Leerlaufbetrieb erforderlich wäre.
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Im übrigen können durch Überlagerung mehrerer Regeleinrichtungen gemäß
Fig. 2 eine Vielzahl von Anschlußstellen erreicht werden, beispielsweise bei zwei
Einrichtungen 8, bei drei Einrichtungen 12 usw.
In den Figuren
3 bis 5 ist eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Regeleinrichtung
dargestellt. Die Regeleinrichtung selbst ist mit 108 bezeichnet und besteht aus
dem Nadelträger 111, . in dem die Tadel 112 in der Bohrung 113 verschiebbar angeordnet
ist, wobei zwei-Stifte 116 zur Begrenzung des Nadelhubes vorgesehen werden und koaxial
zur Nadel liegen. Durch den Nadelträger 111 und die Nadel 112 werden volumenveränderliche
Räume 114 und 115 begrenzt, die durch Öffnungen 119 und 120 in dem Plattendrehschieber
117 wechselweise mit den Ölzulaufleitungen 107 bzw. den Ölablaufleitungen 109 verbunden
werden können. Der Anschluß der Leitungen 109 und 107 an den,Nadelträgerdeckel 121
ist schematisch strichpunktiert in den Figuren 4 und 5 dargestellt. Beim Vergleich
der Fig. 3 mit den Figuren 4 und 5 ist zu beachten, daß die Öffnungen 119 und 120
im Drehschieber 117 sowie die Anschlußstellen für die Ölzufuhrleitungen 107 und
die Ölabfuhrleitungen 109 gegenüber der in Fig. 4 mit III-III bezeichneten Schnittebene
zur besseren Darstellung in Fig. 3 um jeweils 45o versetzt dargestellt sind.
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In der Wirkungsweise entspricht die Ausführung der Regeleinrichtung
108, wie sie in den Figuren 3 bis 5 dargestellt ist, der Ausführung der Regeleinrichtung
8 gemäß den-Figuren 1 und 2.
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In den Figuren 6 und 7 ist eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung
dargestellt. Hierbei ist der Nadelträger 211 drehbdx- angeordnet und mit einer Antriebswelle
218 verbunden, die beispielsweiae mit der Brennkraftmaschine gekuppelt ist. Dieser
umlaufende IJadelträger wird von. einem Gehäuse umgeben, das aus einem Zylinder
230 und einem Deckel 231 besteht. Die gesamte Regeleinrichtung ist reit 208 bezeichnet,
die Ölzufuhrleitungen mit 207 und die Ölabfuhrleitungen mit 209. Diese Leitungen
sind an dem Deckel 231_bzw. an dem
Boden des Zylinders 230 angeschlossen,
wobei ihre Verteilung über den Umfang schematisch aus der Fig. 7 2u entnehmen ist.
Aus Fig. 7 ist ersichtlich, daß am Zylinderdeckel 231 zwei ölzufuhrleitungen 207
und zwei ölabfuhrleitungen 209 angeschlossen sind, deren Mündungen im Zylinderdeckel
sich jeweils diametral gegenüberliegen. Eine der ölabfuhrleitungen 209 ist dabei
beispielsweise für die Versorgung des Kurbeltriebes der Brennkraftmaschine vorgesehen,
der dann nur drehzahlabhängig geschmiert wird, während die andere ölabfuhrleitung
209 zu einer gemeinsamen Motorversorgungsleitung 236 führt, die zum Anschluß an
Schmierstellen bestimmt ist, die nicht nur drehzahlab-hängig, sondern drehzahl-
und lastabhängig versorgt werden sollen.
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In dem drehbaren Nadelträger 211 ist in einer Bohrung 213 die Nadel
212 verschiebbar angeordnet, wobei sich die Bohrung 213 an einem Ende verjüngt und
dadurch einen Anschlag zur Begrenzung des Nadelhubes bildet, während am anderen
Ende der Bohrung 213 eine ]:leine Hülse 235 eingepreßt ist, die die zweite Begrenzung
für den Nadelhub in der anderen Richtung bildet. Bei dieser Ausführung ist also
der #kadelhub konstant und kann nicht wie bei den Konstruktionen nach den Figuren
1 bis 5 lastabhängig verstellt werden. Nadelträger 211, Bohrung 213 und Nadel 212
bilden aber ähnlich wie bei den vorausgegangenen Ausführungen die volumenveränderlichen
Räume 214 und 215. Die Anschlüsse der ölzufuhrleitungen 207 und der ölabfuhrleitungen
209 am Boden des Zylinders 230 sind ebenfalls schematisch aus der Fig. 7 zu entnehmen.
Gegenüber dem Zylinderdeckel 231 sind diese Anschlüsse aber hinsichtlich ölzu- und
Abfuhr um 900 versetzt, so daß jeweils der Mündung einer Ölzufuhrleitung
am einen Ende des Zylinders die Mündung einer ölabfuhrleitung am anderen Ende des
Zylinders gegenüberliegt. Ölzu- und Abfuhrleitungen sind in den Figuren 6 und 7
zum besseren Verständnis mit Pfeilen versehen, die dic c.*:ili@;e' Strömungsrichtung
des öles anzeigen. Die zwei vom Boden des Zylinders
230 ausgehenden
Ölabfuhrleitungen 209 münden bei 232 bzw. 233 in die Bohrung eines Ventilblockes
237, in der ein Steuerschieber 234. verschiebbar angeordnet ist. ' Die drehzahlabhängige
Dosierung der Schmiermenge durch die Regeleinrichtung 2088 erfolgt in gleicher Weise
wie bei den Ausführungen ." nach den Figuren 1 bis 5. In der Fig. 6 ist beispielsweise
eine Stellung dargestellt, bei der nach entsprechender Drehung des Nadelträgers
211 der Raun 214 an die Ölzufuhrleitung 207 angeschlossen wird, wodurch infolge
des auf die Nadel 212 wirkenden Öldruokes sich diese nach rechts bis zum Anschlag
an die Hülse 235 verschiebt. Dabei wird eine filmenge entsprechend dem Nadelhub
in den Raum 214 gefördert und die gleiche Ölmenge aus dem Raum 215 verdrängt und,
in die Ölablaufleitung 209 gebracht. Wird der Nadelträger 211 um 90o weiter gedreht,
so wiederholt sich dieses hrbeitsspiel,jedoch 6., . in umgekehrter Richtung, da
dann der Raum 215 L;it einer Ölzufuhrlei@'@ tune 207 und der kaum 214 mit einer
Ölabfuhrleitung 209 verbunden wird. Auf diese gleise wird abhängig von der Drehzahl
des Nadelträgers . 211 eine genau üosierte Schmiermittelmenge den Schmierstellen
drehzahlabhängig zugeführt. Um auch eine lastabhängige Dosierung zu erreichen, .erden
die blabfuhrleitungen 209, die zu Schmierstellen führen, welche lastabhingig versorgt
werden sollen, über einen Ventilblock 237 zusammengeführt. Dabei münden einige der
Ölabfuhrleitungen 209 nieht direkt in die liotorversorgungsleitun< 23G, sordern
ihre: Öffnungen 232 und 233 sind über einen Steuerschieber 2G4 wahlweise mit der
Versorgungsleitung 236 oder der Umgehungsleitung 206, die zur Ansaugleitung der
Ulpumpe führt, verbindbar. Der Steuerschieber wird dabei mechanisch mit der. t:ci7,elor;-=:
1 Lrenrikraftmaschine verbunden. Je nach Belastung der
werden dann
die Öffnungen 232 bzw. 233 wie im gezeichneten Ausführungsbeispiel mit der Umgehungsleitung
206 (Leerlauf der Brennkraftmaschine) oder mit der Versorgungsleitung 236 verbunden,
so daß bei dieser Ausführung die lastabhängige Regelung durch Zu- oder Abschaltung
einer Vielzahl von durch jeweils einen Nadelhub versorgten Ö1-abfuhrleitungen 209
von einer gemeinsamen Versorgungsleitung 236 erfolgt. Auch diese Ausführung gewährleistet
demnach eine genau doaierbare Schmiermittelversorgung, da die lastabhängige Regelung
nicht durch einen Drosselschieber oder dgl. erfolgt, sondern lediglich durch Zu-
oder Abschaltung einer Mehrzahl von Verteilerleitungen.