DE1569412A1 - Verfahren zum Verschaeumen von thermoplastischen Polymerisaten - Google Patents
Verfahren zum Verschaeumen von thermoplastischen PolymerisatenInfo
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Description
SHELL INTERNATIONALE KESEAECH MAATa1OHAPPIJ N.V.
30, Carel van Bylandtlaan, Den Haag, Niederlande
betreffend
Verfahren zum Verschäumen von thermoplastischen Polymerisaten,,
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schaumstoffen aus synthetischen '.Thermoplasten,
wobei man ein Gemisch aus dem Polymerisat und einem direkt in die Strangpresse eingeführten
flüchtigen organischen Schaummittel benutzt, das nach dem Verpressen beim Austreten aus dem Spritzkopf
zu einem Schaum expandiert.
Gemäß dem in der britischen Patentschrift 837 723 beschriebenen Verfahren wird in einer Strangpresse
ein Gemisch aus Polyäthylen und 1,2-Dichlortetrafluoräthan
als Schaummittel bei einer Temperatur von 90-20O0Cj
das Gemisch expandiert beim Auspressen durch.Verdampfen des
flüchtigen Schaummittels zu einem Polyäthylenschaumstoff. £i±n ähnliches Verfahren zur Herstellung von Polyäthylenschäumen,
bei welchem auch andere Halogenkohlenwasserstoffe als flüchtige Schaummittel verwendet werden können, ist in der
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britischen Patentschrift 822 425 beschrieben. Bei dieser
Methode muß jedoch das in dem Gemisch enthaltene Polyäthylen vor dem Expandieren einer ionisierenden Bestrahlung ausgesetzt
werden. Die Herstellung von Schaumstoffen aus anderen Polymeren (z.B. aus KLystyreeol) durch Strangpressen, wobei
u.a. niedrig siedende aliphatischen Kohlenwasserstoffe als flüchtige Schaummittel verwendet werden, ist bekannt
aus der belgischen Patentschrift 618 410. B--i dem dort
beschriebenen Verfahren muß der Druck der Masse in der Strangpresse nach Zusatz des flüchtigen Schaummittels erhöht
werden, bevor das Gemisch die Düse erreicht.
Bei den e ahnten bekannten Verfahren kann das flüchtige
Schaummittel der Masse unmittelbar durch Injektion in die Strangpresse zugefügt werden. Gemäß dem letzterwähnten,
in der belgischen Patentschrift beschriebenen Verfahren, wird das flüchtige Schaummittel in die Masse mit einem beträchtlichen
Überdruck von beispielsweise 70 Atmosphären eingepresst. Ausserdem können bei diesen bekannten Verfahren
feinverteilte anorganische Peststoffe, wie Kieselsäure,
Calciumsilikat und / oder Zinkstearat, in die Gemische eingearbeitet werden, um die Zellengröße und die Größenverteilung
der Zellen in dem resultierenden Schaumstoff zu steuern.
Es wurde nun gefunden, daß diese Verfahren, bei welchen man zur Steuerung der Zellengröße des Schaumstoffes von den
erwähnten Peststoffen Gebrauch macht, in der Praxis nicht
befriedigend arbeiten. Beim kontinuierlichen Arbeiten unter
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Verwendung der erwähnten Feststoffe läßt sich ein Schaum
von geringer Dichte mit gleichmäSig verteilten kleinen Zellen nur dann erreichen, wenn das flüchtige Schaummittel
in hohen Konzentrationen verwendet wird« Die Wirkung der erwähnten Feststoffe ist auch, insofern unbefriedigend,
als ein auf diese Weise erhaltener Schaumstoff von entsprechend niedriger Dichte eine Oberfläche aufweist, die nicht
sehr attraktiv ist, sondern eine nicht geschlossene Zellenstruktur mit den Spuren von großen geplatzten Blasen
an den verschiedensten Stellen zeigt. Ee wurde ferner gefunden, daß es sehr schwer, wenn nicht unmöglich ist,
auf kontinuierliche Weise Produkte mit konstanten Schaumeigenschaften zu erzeugen, wenn man dazu eine
Strangpresse benutzt, in welcher der Druck der Masse zwischen der Stelle, an welcher das flüchtige
Schaummittel eingepresst wird und der Austrittsdüse ansteigt,
wie dies bei der aus der belgischen Patentschrift 618 bekannten Methode der Fall ist. In diesem Fall schwankt
die Menge an flüchtigem Schaummittel in dem Geraisch mit der Zeit derart, daß weder die Dichte des Schaums, noch
seine Zellengröße, bzw. die Größenverteilung der Zellen über längere Produktionsperiode konstant bleiben.
Die Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Herstellung von
verschäumten Polymeren aus synthetischen organischen Thermoplasten durch Verpressen von Gemischen aus dem
Polymerisat und einem unmittelbar in die Strangpresse injizierten flüchtigen organischen Schaummittel, wobei
das Gemisch beim Verlassen der Presse zu einem Schaum
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expandiert; das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß in das Gemisch ausserdem ein sich in der Wärme zersetzendes
organisches Treibmittel eingearbeitet ist, das sich darin bei einer Temperatur zersetzt, die nicht mehr als 60° unterhalb
der in der Strangpresse vorherrschenden Höchsttemperatur liegt, und daß das Gemisch nach Injizieren des flüchtigen
Schaummittels auf seinem Weg in Richtung auf die Pressdüse intensiv homogenisiert wird, wobei der Druck in dem Gemisch
konstant bleibt oder abfällt.
Das als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren benutzte Polymere kann entweder ein Homopolymerisat oder
ein Mischpolymerisat sein. Der Ausdruck "Thermoplasten"
bzw. "thermoplastische Polymerisate" bezieht sich hier lediglich auf diejenigen ftoffe, die nicht oder jedenfalls nicht
vorwiegend von kautschukartiger Beschaffenheit sind. Geeignet sind insbesondere die Alkenpolymerisate, wie
Polypropylen und die Polyäthylene von niedrigem oder hohem Molekulargewicht; brauchbar sind ferner die Polymerisate
der Phenylhalogenmonomeren, wie des Phenylchlorids, und diejenigen der aromatischen Vinylmonomeren, wie des Styrole
und des X-Methylstyrole. Die Polymerisate können gegebenenfalls
einen gewissen Anteil an kautschukartigen Stoffen aufweisen, vorausgesetzt daß, wie bereits bemerkt, die Kautschukeigenschaften
in dem zu verschäumenden Material nicht
überwelLgen. Beispiele für geeignete kautschukhaltige Stoffe
sind u.a. Polystyrol oder Polyvinylchlorid von hoher Stotifestigkeit. Derartige Stoffe können auf bekannte Weise
hergestellt werden durch Vermischen des Polymers mit
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synthetischem oder natürlichem Kautschuk oder durch Interpolymerisation
einer Lösung des Kautschuks in dn betreffenden Monomeren.
Erfindungsgemäß können die thermoplastischen Polymerisate in beliebiger Form verwendet werden, beispielsweise in Form
von Granulaten, Körnern^ Tabletten, Pulvern oder Perlen.
Normalerweise soll zwar das angewandte Polymerisat keinen flüchtigen Schäumer enthalten, jedoch können gegebenenfalls
auch Polymerisate mit einem geringen Anteil an solchen Schaummitteln als Ausgangsmaterial dienen.. Dieser Anteil sollte
jedoch so gering sein, daß beim Verarbeiten des Polymerisats auf .einen Schaumstoff durch das übliche Strangpressen ohne
weiteren Zusatz eines flüchtigen Schaummittels kein Schaum mit der gewünschten niedrigen Dichte gebildet wird. Als Beispiel für
ein derartiges Polymerisat mit einem geringen AntaL1 an Schaummittel
sei etwa ein Polystyrol, das ursprünglich 6-7 Gew.-^
Pentan enthalten hatte (ein sogenanntes expandierbares Polystyrol) , aus dem jedoch während der Lagerung oder beim Altern
unter atmosphärischen Bedingungen der Hauptanteil an Pentan bereits verdampft ist.
Als flüchtige organische Schaummittel können Verbindungen
ο benutzt werden, die nicht über 1200C sieden. Gute Schaumes
co mittel sind bekanntermaßen die flüchtigen Halogenkohlen-
co mittel sind bekanntermaßen die flüchtigen Halogenkohlen-
-1 Wasserstoffe, wie die Chlormethane (z.B. Chloroform) oder die
^ Chlorfluoräthane, -propane oder -butane,-z. B. Chlordifluor-
ο äthan, Monochlortrifjiiluoräthan, Dichlorpentaf luorpropan 4
Monoclilorheptafluorcyclobutan und andere mehr. Ebenfalls zur iiOhaumerzeugung geeignet sind die niedrig-siedenden Äther,
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Alkohole oder Ketone, wie Diäthyläther, Methanol oder Aceton. Auch und besonders die aliphatischen Kohlenwasserstoffe
mit einem Siedebereich von 10 bis 1000C, vorzugsweise
das Pentan, haben sich als sehr geeignet für das erfindungsgemäße Verfahren erwiesen. Der flüchtige Schäumer
muß ganz allgemein derart gewählt werden, daß er der zu verpressenden Masse unter den Druck- und Temperaturbedingungen,
die in der Strangpresse während seiner Injektion vorherrschen, in flüssiger Form zugefügt werden kann.
Gegebenenfalls können Gemische von verschiedenen flüchtigen Schäumern verwendet werden; so läßt sich bei der Herstellung
eines Polyvinylchloridschaumstoffes mit Vorteil ein Gemisch aus Pent . und Aceton als flüchtiges Schaummittel
verwenden. Die Mengen an Schäumer, die erfindungsgemäß unmittelbar
in die Strangpresse injiziert werden, liegen nicht höher als etwa 20 Gew.-^, bezogen auf das Polymerisatgewicht,
wobei als untere Grenze etwa 2 Gew.-$ angenommen werden kann. Vorzugsweise enthält das zu verpressende
Gemisch zwischen 5 und 10 Gew.-$ an flüchtigem Schaummittel.
Unter Treibmitteln, die sich in der Wärme zersetzen, seisn
hier im Gegensatz zu den flüchtigen Schäumern gasabgebende organische Verbindungen verstanden, die sich bei höherer
Temperatur zersetzen. Diese Zersetzungstemperatur liegt im allgemeinen in dem Temperaturbereich, innerhalb dessen
die verschiedenen thermoplastischen Polymerisate normalerweise auf Gebrauchsgegenstände, wie Filme, Bahnen, Stäbe,
Röhren, Pasern, Fäden, Flaschen oder feste Formstücke
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verarbeitet werden. In diesem Falle wird die Zersetzung daher nicht durch eine chemische Reaktion mit anderen
Verbindungen, wie Säuren oder Basen hervorgerufen. Bei der Wahl einer für diesen Zweck geeigneten Verbindung
ist zu beachten, daß die Temperatur, bei welcher sich die betreffende Verbindung innerhalb des erfindungsgemäß zu
verpressenden Gemisches zersetzt, nicht gleich der Temperatur ist, bei welcher sie sich an der Luft zersetzt. D-^e
letztere Temperatur ist im allgemeinen höher als die Temperatur bei Zersetzung innerhalb des zu verpressenden
Gemisches. So zersetzt sich beispielsweise das Treibmittel Benzol-n-disulfohydrazid an der Luft bei 146°C, während
die Zersetzung3temperat«r innerhalb des Gemisches zwischen 115 und 15O0C schwanken karaiji je nach den herrschenden
Bedingungen. Für das erfindungsgemäße Verfahren können nur solche Verbindungen benutzt werden, die sich innerhalb des
Gemisches bei einer Temperatur zersetzen, die um nicht mehr als 60 , vorzugsweise um nicht mehr als 40
niedriger ist als die in der Strangpresse herrschende Höchsttemperatur, d.h. die höchste Temperatur, die in dem
geschmolzenen oder plastifizierten Polymerisat innerhalb der Strangpresse auftritt. Diese "maximale Temperatur der
Masse11 kann unmittelbar bestimmt werden, z.B. durch Messung mit Thermoelementen. Falls jedoch das Verhältnis
zwischen der Temperatur des Polymerisats in der Presse und der Temperatur des Presszylinders selbst bekannt ist,
genügt eine Messung der Zylindertemperatur zur Bestimmung
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der maximalen Temperatur der Masse. Dieses Verhältnis kann auf einfache Weise gefunden werden, indem man mit Hilfe
einiger Reihenversuche die Temperatur der Masse und diejenige der Zylinderbuchse mißt. Allgemein kann angenommen
werden, daß beim Verpressen gemäß der Erfindung die Höchsttemperatur innerhalb der Masse in der Regel
etwa 10 bis 15° höher ist als die höchste an der Zylinderbüchse gemessene Temperatur.
Als in der Wärme zersetzbare Treibmittel, die erfindungsgemäß im allgemeinen in Konzentrationen von 0,01 bis
5 Gew.-$ bezogen auf das Polymerisat, verwendet werden, sind die zur Verarbeitung von thermoplastischen Polymeren
auf Schaumstoffe bekannten Stoffe dieser Art geeignet. Vorzugsweise werden diejenigen Treibmittel benutzt, die
Stickstoff freigeben. Die Menge an bei der thermischen Zersetzung des Treibmittels freiwerdendem Gas soll mindestens
0,5 M0I, vorzugsweise mindestens 1 M0I Gas,je
Mol Treibmittel betragen. Zur Herstellung von Polypropylenschäumen hat sich insbesondere Azodicarbonamid bewährt.
Zur Verwendung bei Polyäthylen-und Polyvinylchloridschaumstoffen
seien 4,4'-0xydi-(benzolsulfohydrazid) und Diphenyl-sulfon-3,3'-disulfohydrazid als besondere
brauchbare Verbindungen erwähnt. Bei der Verarbeitung von Polystyrol kann entweder die letzterwähnte Verbindung
oder Azodicarbonamid (azodicarbonamide) mit gutem Resultat angewandt werden. Andere geeignete Verbindungen
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sind M^ET'-Dinitroso-pentamethylentetramin, Diazoaminobenzol,
Benzol-sulfohydrazid, Benzol-m-disulfohydrazid,
N,N1-Dimethyl-tfjN'-dinitroso-terephthalamid, Ν,Ν'-Dimethyl-NjN'-dinitroso-phthalamid,
Azodiisobutyronitril und Ν,Κ"1 Äthylen-dibenzamid*
Die Rolle, welche die wärmezersetzbaren Treibmittel bei dem erfindungsgemäßen Verfahren spielen, ist eine doppelte:
ihre erste und bei weitem wichtigste Funktion besteht darin, die ZellengröBe und die Zellengrößenverteilung in dem herzustellenden
Schaumstoff zu steuern, so daß man eine sehr geringe Zellengröße und eine völlig homogene gleichmäßige Größenverteilung in den Schaumprodukten erhält j in diesem Fall wirkt
also das wärmezersetzbare Treibmittel als sogenanntes "kernbildendes"
Mittel (nucleating agent). Die zweite Funktion, die allerdings von untergeordneter Bedeutung ist, beruht
auf der üblichen Wirkung als Treibmittel, d.h. daß die bei der thermischen Zersetzung befreiten Gase bei der Expansion
des aus der Düse austretenden Gemisches mitwirken. Will man einen Schaumstoff mit der erwünschten homogenen Struktur von
sehr kleinen Zellen erhalten, so ist es natürlich wesentlich, daß das Treibmittel sich auch tatsächlich in dem Gemisch
zersetzt, weshalb seine Zersetzungstemperatur niedriger sein muß, als die maximale Temperatur, die in der Masse herrscht,
allerdings wird die Expansion des Polymerisates im allgemeinen zum größten Teil durch-die Verdampfung des flüchtigen Schaum-
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mittels bewirkt,so daß normalerweise die gasabgebenden
Verbindungen in geringeren Konzentrationen verwendet werden, als die eigentlichen flüchtigen Schaummittel. Vorzugsweise
enthält das Gemisch in der Strangpresse das in der Wärme zersetzbare Treibmittel nur in geringer Konzentration,
beispielsweise in einer Menge von 0,25 bis 1,0 Gew.-9&. Der
Zusatz erfolgt gewöhnlich über den Fülltrichter, zusammen oder im Gemisch mit dem Polymerisat^. Gegebenenfalls kann die
gasabgebende Verbindung auch zusammen mit dem flüchtigen Schaummittel, beispielsweise in Form einer Lösung oder
eine Suspension, in die Strangpresse eingepresst werden.
ErfindungsgemäQ kann man, ausgehend vom Schaummittelfreien
Polymerisat, in einem einzigen Arbeitsgang unter unmittelbarer Injektion von verhältnismäßig geringen Mengen an
flüchtigem Schaummittel Schäume erzeugen, die eine besondere geringe Dichte- bis zu 15 g je Liter - haben und bei denen
die sehr kleinen Zellen - bis zu etwa 0,1 mm - eine gleichmäßige Größenverteilung aufweisen. Die Zellstruktur
der Schaumprodukte nach der Erfim ung ist nicht nur an der
Oberfläche, sondern auch im Inneren vorwiegend geschlossen. Die "kernbildende" (nucleating) Wirkung der erfindungsgemäß
zu verwendenden wärmezersetzbaren organischen Treibmittel erwies sich als ausreichend, so daß sich die
Verwendung von nicht zersetzbaren feinverteilten anorganischen Feststoffen, wie Calciumoxyd oder Zinkstearat,
erübrigt. Dies ist unter anderem besonders dann von Vorteil,
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wenn das Verfahren mit einer Strangpresse durchgeführt wird, die am Büseneingang mit einem Sieb oder einer Siebpackung
versehen ist, wie sie häufig benutzt werden zum Absieben von Polymerteilchen, die nicht geschmolzen bzw. nicht ausreichend
erweicht sind. Da die erwähnten Peststoffe in dem zu verpressenden
Gemisch nicht anwesend sind, besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit, daS in dem Sieb während des Verpressens
Verstopfungen auftreten.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es wesentlich, daß
der Druck der Masse in der Strangpresse nach Zufügen des flüchtigen Schaummittels nicht zunimmt, während die Masse
in Richtung nach dem Spritzkopf hin gefördert wird. Aus diesem Grund darf die benutzte Strangpresse innerhalb der noch
näher zu definierenden Mischzone nicht irgendeine Druckzone oder
eine andere Zone aufweisen, die zu einem Druckanstieg Anlaß gibt. Der Druck innerhalb der Masse soll, selbst schon
bevor diese in die Mischzone eintritt, zweckmäßigerweise mindestens so hoch sein wie der Druck am Eingang zum
Spritzkopf. (Unter einer "Druekzone" ist allgemein eine
Zone in einer Strangpresse zu verstehen, in welcher die Kanalweite der Schnecke abrupt oder allmählich abnimmt,
während die Geschwindigkeit der Schnecke konstant bleibt. Bin Beispiel für eine andere Zone, die einen Druckanstieg
batrkenkann, ist eine Zone, in der die Kanalweite der
Schnecke konstant bleibt, jedoch ihre Steigung (Ganghöhe) abnimmt. Ausserdem kann in manchen Fällen auch eine
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sogenannte Homogenisierungszone (metering zone), gekennzeichnet
durch eine konstante Kanalweite und eine konstante Steigung der Schnecke, eine druckerhöhende Wirkung ausüben.)
Ein wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es die kontinuierliche Herstellung von
Gegenständen mit konstanter Sohaumqualität ermöglicht. Ausserdem läßt sich das Verfahren erfolgreich durchführen
mit Hilfe von Strangpressen, die ein L/D-Verhältnis von wenig .r als 35 haben. "L" ist in diesem Fall die Länge
der Strangpresse, berechnet vom Trichter bis zum Beginn des Spritzkopfes, "D" der Innendurchmesser des Presezylinders.
Dieser Vorteil ist in erster Linie wirtschaftlich von Wichtigkeit, da das L/D-Verhältnis von handelsüblichen Strangpressen
auf ungefähr 35 beschränkt und das Arbeiten mit eintr Strangpresse*, die ein L/D-Verhältnis von 40 oder
50 aufweist, wirtschaftlich sehr ungünstig ist; bei derartigen überlangen Strangpressen treten nämlich in
der Schnecke während des Verpressens ausserordentlich hohe Tor^sionskräfte auf, deren Bekämpfung nur mittels spezieller
und oft sehr aufwendiger Vorsichtmaßregeln möglich ist.
Andererseits ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht wesentlich, ob der Druck der Masse während ihres
Durchgangs durch die gesamte Mischzone konstant bleibt oder ob er dabei abfällt. Es ist ohne weiteres möglich, daß im
ersten Teilabschnitt der Mischzone der Druck der Masse
:; 9 s ι: /1 s c α bad original "13~
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abfällt während er im letzten Abschnitt konstant bleibt
oder umgekehrt. Pur das Zumischen des in die Strangpresse
injizierten Schäumers können die üblichen Verfahren benutzt werden; beispielsweise kann die Masse durch eine Homogenisierungszone
geführt werden, die einen engen Durchgang aufweist, vorausgesetzt, daß der Druck der Masse während
dieses Fördervorganges nicht ansteigt. Hierdurch wird ein wirksamer Mischeffekt erreicht, da die Masse beträchtlichen
Scherkräften ausgesetzt wird, die senkrecht zu der Längsachse der Presse gerichtet sind. Diese Scherkräfte werden
in erster Linie verursacht durch den Reibungswiderstand an der Innenfläche des Presszylinders und an der Aussenfläche
der Spindel, die dieser Innenfläche des Zylinders gegenüberliegt. Wenn jedoch die Mischzone ausschließlich aus einer
Homogenisierungszone besteht, wird das Gemisch im allgemeinen nicht ausreichend genug homogenisiert, und ausserdem ist aufgrund
des notwendigerweise engen Durchflußraumes die Kapazität einer solchen Homogenisierungszone nur gering.
Eine intensive Homogenisierung des Gemisches kann schon in
einer verhältnismäßig kurzen Mischzone dadurch erhalten werden, daß man die Masse bei ihrem Durchgang in Richtung
auf den Spritzkopf wiederholt aufeinanderfolgenden stärkeren und
weniger starken T^ntentialkräften aussetzt. Diese
Methode ist erfindungsgemäß bevorzugt, d.h. bei dem Verfahren nach der Erfindung wird die Masse vorzugsweise
dadurch intensiv homogenisiert, daß man sie wiederholt Μπα aber mindestens den Hauptteil der Mischzone, am besten
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_ 14 - . www . ,,.
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über die gesamte Mischzone, der Einwirkung von starken und daraufhin wieder von weniger starken Tangentialkräften
unterwirft.
Die abwechselnde Einwirkung von starken und weniger starken, tangential angreifenden Kräften wird vorzugsweise dadurch
bewirkt, daß man die Masse durch eine Anzahl von geriffelten Mischelementeriin Form von Einzelabschnitten der Mischzone
drückt, zwischen denen jeweils verhältnismäßig kurze ringförmige Abschnitte eingeschaltet sind. Die Mischelemente
teilen den ringförmigen Strom der Masse jedes Mal in eine Anzahl von getrennten Einzelströmen auf. Sie sind zu diesem
Zweck ausgebildet als "Manschetten" (collars), die auf der rotierenden Spindel aufsitzen. Die Einkerbungen an diesen
Manschetten können zweckmäßigerweise schrauben- oder schneckenförmig ausgeformt sein, wobei der Steigungswinkel
relativ zur Mittelachse etwa 30° beträgt. Durch die Rotation der Pressenspindel mit den Mischelementen wird die
Masse, wenn sie in getrennten Strängen durch die Rillen der Mischelemente gedrückt wird, beträchtlichen Tangentialkräften
unterworfen, während sie beim Durchgang durch die dazwischengeschalteten glatten Ringzonen weniger starken
Tangentialkräften ausgesetzt ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird zweekmäßigerweise in einer Strangpresse durchgeführt, deren Länge das 20 bis
30-Fache ihres Durchmessers beträgt (L/D= 20-30).
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Das Verhältnis der Länge der Mischzone zu der Gesamtlänge
des Schneckenteiles der Strangpresse kann verschieden sein. Vorzugsweise verwendet man eine Mischzone von
mindestens der 7- und höchstens der 15-fachen Länge des Durchmessers (L/D=?-!!?). Auch die Länge der einzelnen
Mischelemente innerhalb der Mischzone und die Länge der Ringzonen zwischen den Mischelementen kann recht
verschieden sein; Mischelemente mit einer Länge von 0,1 bis 0,8 D, insbesondere von 0,2 D, sind beispielsweise
recht brauchbar. Die zwischen diese Mischelemente eingeschalteten glatten, ringförmigen Zonen haben in Achsenrichtung
eine Länge von 0,05 bis 0,3 Df wobei 0,1 D bevorzugt ist.
Die Mischzone kann auch in einen ersten und einen zweiten Mischabschnitt unterteilt sein. In diesem Fall enthält
der erste Zonenabschnitt kürzere Mischelemente der oben erwähnten Länge, während der zweite Mischabschnitt längere
Mischelemente aufweist, beispielsweise solche mit einer Länge von 1,0 bis 1,5 D. Vorzugsweise allerdings erstrecken
sich die kurzen Mischelemente über die gesamte oder doch so gut wie die gesamte Länge der Mischene.
Die Injektion des flüchtigen Schaummittels erfolgt über
eine oder mehrere öffnungen, die zwischen dem ersten und
dem zweiten Mischelement oder beim ersten Mischelement selbst liegen können; in diesem Fall erstrecken sich die
Mischelemente also teilweise in denjenigen Teil der Presse, der unmittelbar vor der eigentlichen Misohzone liegt.
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Eine zweckmäßige Durchführungsform des Verfahrens nach
der Erfindung bzw. eine Ausführungsform der dazu benutzten Strangpresse sei an Hand der Zeichnung erläutert, worin
Fig. 1 ein Längsschnitt und Fig. 2 ein Querschnitt durch ein geeignetes Mischelement ist.
Das thermoplastische Polymerisat und das wärmezersetzbare
Trjfebmittel werden zusammen über den Trichter 1 in die
Strangpresse eingespeist. In der Erweichungs- oder Schmelzzone 2 wird das Polymerisat geschmolzen bzw. zum Erweichen
gebracht und zu gleicher Z--it wird der Druck auf die
Masse ausgeübt. Der Schneckenteil in der Zone 2 kann verschiedene Formen haben; bei der in der Zeichnung dargestellten
Strangpresse wird der Durchflufiraum in der Erweichung- oder Schmelzzone durch die Schnecke in einen
Transport- Abschnitt 5» einen Verdichtungsabschnitt 6 und einen Homogenisierungsabschnitt 7 unterteilt, deren Länge
jeweils verschieden sein kann. Am Ende des Homogenisierungsabschnitts kann ein weiterer kurzer Abschnitt eingeschaltet
sein, der eine Durchflußverzögerung bewirkt, die sogenannte "Blase" 3; der Durchflußraum in diesem Abschnitt ist
wesentlich enger als in dem vorausgehenden Homogenisierungsabschnitt und ist auch enger als derjenige im Anfangsteil
° der darauffolgenden Mischzone. Nach Passieren der Blase 3
^ steht die erweichte bzw. geschmolzene Masse unter einem
-^ geringeren Druck als vor der Blase; auf diese Weise läßt
~ sich verhindern, daß das flüchtige Schaummittel, das am ^ Anfang der Mischzone eingespritzt wird, in die Zufuhröffnung 1 zurückdringt und nach aunsen entweicht.
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Nach Passieren der Erweichungs- oder Schmelzzone 2
wird die Masse über die Blase 3 (falls eine solche vorhanden ist) in die Mischzone 8 hineingedrückt. Als Anfang
dieser Mischzone gilt hier die Stelle, an welcher das flüchtige Schaummittel in die Strangpresse eingeführt wird.
Die Injektion erfolgt über eine oder mehrere Zufuhröffnungen 9>
wenn metrer e Zufuhröffnungen am Anfang der Mischzone vorgesehen sind, sind sie zweckmäßigerweise
symmetrisch am Umfang der Zylinderbüchse angeordnet. Gegebenenfalls können auch mehrere Zufuhröffnungen an
verschiedenen Stellen in Längsrichtung der Mischzone angeordnet sein. Dies bewirkt, daß sich an jeder
Injektionsstelle der Gehalt der durchfließenden Masse an Schäumer gradweise erhöht» In diesem Pail beginnt die
Mischzone offensichtlich an der ersten Injektionsstelle und der Ausdruck "Mischzone", wie er hier gebraucht wird,
bezieht sich auf denjenigen Teil der Strangpresse, der zwischen dem Eintritt der Masse in den Spritzkopf und
demjenigen Punkt liegt, wo zum erstenmal das flüchtige Schaummittel injiziert wird. Die Injektion kann in
Aohsenrichtung, radial oder tangential erfolgen und es ist hierzu unter Umständen nur ein geringer Überdruck von
beispielsweise einigen Atmosphären notwendig.
Innerhalb der Mischzone 8 ist die rotierende Spindel mit einer Anzahl von gerillten Mischelementen 10 versehen,
die, wie bereits bemerkt, durch ringförmige Durchflußzonen 11 voneinander getrennt sind; die letzteren
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sind vorzugsweise relativ kurz und lassen einen verhältnismäßig engen Durchgangsraum offen. Die Rotationsrichtung
der Rillen in den Mischelementen ist vorzugsweise die gleiche wie die Richtung des Gewindes in der Erweichungs- und
Schmelzzone 2. Die Rillen können verschieden geformte Querschnitte haben; eine brauchbare Ausführungsform ist
in Pig. 2 (Querschnitt durch Pig. I entlang der Linie
A,A1) dargestellt. Die aus der Mischzone kommende Masse
k tritt anschließend über einen Spritzkopf mit Düse 12 in die unter Normaldruck stehende Umgebung aus, so daß
das Extrudat so gut wie sofort zu einem Schaum 13 expandiert.
Die Zylinderbuchse der Strangpresse ist mit (nicht dargestellten) Einrichtungen versehen, die ein Erhitzen oder
Kühlen der Masse gestatten. In der Erweichungs- bzw. Schmelzzone (2) wird die Temperatur der Masse durch
Leitungs- und Reibungswärme derart erhöht, daß sie im letzten Abschnitt (7) dieser Zone im allgemeinen bei
bis 300° liegt. Auch noch im ersten Teilabschnitt der Mischzone kann die Temperatur der Masse entsprechend hoch
gehalten werden. Allerdings muß in dem darauffolgenden Teil dieser Zone die Temperatur der Masse bei ihrem
Durchgang in Richtung auf den Spritzkopf durch immer stärkeres Kühlen erniedrigt werden, so daß das aus der
Düse austretende Gemisch im allgemeinen eine Temperatur von 100 bis 16O°C aufweist. Die Temperaturgrenzen sind
für die verschiedenen Polymerisate verschieden. So ist
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im allgemeinen beim Strangverpressen von Polypropylen eine
Maximaltemperatur für die Masse von 180 bis 280°, vorzugsweise von 200 bis 240°, zweckmässig. Die Temperatur des
an der Düse austretenden Gemisches liegt dann vorzugsweise zwischen 140 und 170°. Für Polyäthylen liegt die maximale
Massentemperatur im allgemeinen zwischen 100 und 260°,' vorzugsweise zwischen 160 und 200°, so daß das Extrudat eine
Temperatur von vorzugsweise 105 bis 120° aufweist. Bei Polyvinylchlorid bewegt sich die maximale Massentemperatur
«wischen 140 und 220°, vorzugsweise zwischen 160 und 200°,
so daß die Grenzen für die Temperatur des Extrudates vorzugsweise 135 und 155° sind. Bei Polystyrol beträgt
die maximale Massentemperatur 150 bis 280°, liegt jedoch vorzugsweise zwischen 200 und 240°, woraus sich dann eine
Extrudattemperatur von vorzugsweise 130 bis 145° ergibt.
Die erfindungsgemäß zu verschäumenden Polymerisate können die üblichen Zusätze enthalten, z. B. Wärmestabilisatoren,
Antioxydantien, Lichtstabilisatoren, Pigmente, Füllstoffe, antistatische Mittel, Schmiermittel
oder Weichmacher, das Entflammen verhindernde oder verzögernde Mittel und Verbindungen von Anti-Block oder
Anti-Schlüpfmitteln. Bei Verwendung von Polyvinylchlorid als thermoplastisches Polymeres kann es sich entweder um
eine weiche Polyvinylchloridsorte, d.h. um eine solche mit einem hohen Weichmachergehalt (z.B. 35 Gew.-^S), oder um
ein" hartes Polyvinylchlorid handeln, das üblicherweise nicht mehr als 10 Gew.-jo Weichmacher enthält.
-20-
C C 9 8 1 C / 1S 0 L
.' BAD
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Je nach Form der Ausstoßöffnung kann der Schaum anfallen in Form von Platten, Bahnen, Filmen, Röhren, Stäben,
Strängen, Barren und dergleichen. D^r Schaum kann auch
als Überzug für Fäden oder Kabel dienen. Zu diesem Zweck wird der Faden bzw. das Kabel zusammen mit dem Extrudat
durch die Düse hindurchgezogen, wozu mit Vorteil ein Kreuzkopf benutzt wird.
Die erhaltenen Filme oder Bahnen haben eine Dicke von 0,1 bis 1,0 mm, sind sehr flexibel und lassen sich
leicht beschreiben oder bedrucken; sie können daher unter anderem als Ersatz für gewisse Papierarten, wie Packpapier
oder Wellpapier benutzt werden. Ausserdem können dickere Bahnen mit einer Dicke von 0,5 biB 5 mm erzeugt werden,
die mit Hilfe der bekannten Verformungsmethoden, z.B. durch Vakuumverformung, zu Formgegenständen, wie Schüsseln,
Bechern, Platten oder Behältern für die verschiedensten - Verpackungszwecke ausgeformt werden können. Filme mit
einer Dicke von 2 - 10 mm können insbesondere benutzt werden als Schall- oder Wärmeisolationsmaterial. Polypropylen-
und Polyäthylenschäume lassen sich insbesondere als elektrische Isolationsstoffe verwenden. Die Beispiele
dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung.
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«Α. Es wurde eine Strangpresse des in der Zeichnung dargestellten
Typs benutzt, bei welcher der Innendurchmesser der Zylinderbuchse D = 60 mm war und die Länge 32 D betrug.
Die Länge der übrigen Zonen war: Förderzone (5):14,5 D;
Kompressions- oder Verdichtungszone (6): ID; Homogenisierungszone (7): 5 D; Blase (5):1,5 D; und Mischzone (8):10 D.
Das Kompressionsverhältnis der Schnecke, d.h. das Verhältnis des Kanaldurchmessers in der Pörderzone und in
der Ho-xnogenisierungszone betrug 3:1. Der Spritzkopf wies
eine kreisrunde Öffnung vom Durchmesser 4 mm auf. Die Rotationsgeschwindigkeit der Schnecke betrug etwa 31 Umdrehungen/Min.
Als Ausgangsmaterial wurde ein isotaktisches Polypropylen mit einem Schmelzindex von 2 bis 4 verwendet. Als in der
Wärme zersetzbares Treibmittel wurde Azodicarbonamid benutzt, das sich im Gemisch in der Strangpresse bei
ungefähriSO0 zersetzte. Das Treibmittel wurde durch den
Trichter in die Strangpresse zusammen mit dem Polymerisat eingebracht, und zwar in einer Menge von 0,5 i° des Polypropylengewichtes.
Die Temperatur des Gemisches wurde durch Leitungs- und Reibungswärme soweit erhöht, daß
sie am Ende der Homogenisierungszone 220° betrug, was gleichzeitig die in der Strangpresse herrschende maximale
Massentemperatur war. Am Beginn der Mischzone wurden 8 Gew.-°/o n-Pentan, bezogen auf das Mymerisat, in die
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Masse eingespritzt. In der Mischzone fiel die Temperatur der Masse allmählich ab, so daß sie beim Austritt aus der
Düse noch 146° betrug. Der Druck der Masse in der Mischzone wurde nacheinander am Beginn der Mischzone, d.h. in der
Nähe der Injektionsöffnung zu 335 At, genau in der Mitte der Mischzone zu 290 At und an deren Ende, (d.h. beim
Eintritt in den Spritzkopf) zu 210 At gemessen.
Die aus der Öffnung des Spritzkopfes austretende Masse expandierte
sofort zu einem stabförmigen Schaumstoffgebilde mit einem Durchmesser von 16 mm und einer homogenen, geschlossenen
Zellstruktur, auch an der Oberfläche. Die Zellengröße des Schaums betrug 0,3 mm und seine Dichte 40 g je Liter.
Dieser Schaum blieb sich hinsichtlich seiner Eigenschaften während der ganzen Dauer des Versuches, der kontinuierlich
über 20 Std. lief, gleich. Die Ausbeute betrug 11 kg/Std.
B. Der Versuch wurde unter den gleichen Bedingungen wiederholt,
jedoch wurden dem Gemisch in diesem Fall 2 Gew.-^
feinverteiltes Calciumoxyd (CaO) zugefügt. Die Zellengröße und die Dichte des Schaumes wurden hierdurch nicht geringer,
Anschließend wurden noch die folgenden Vergleichsversuche durchgeführt:
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0 U 9 8 1 0 / 1 8 0 A BAD Original
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C. Der Versuch A wurde unter den gleichen Bedingungen
wiederholt, jedoch wurde dem Gemisch kein Azodiearbonamid zugefügt. Der erhaltene Schaum hatte dann eine grobe und
unregelmäßige Zellenstruktur. An der Oberfläche waren die Spuren von großen geplatzten Gasblasen zu bemerken. Unterhalb
der Oberfläche variierte die Zellengröße von 0,5 bis 2,5 nun, wobei stellenweise auch größere Löcher zu beobachten
waren, und die Dichte des Schaums betrug etwa 50 g/L.
D. Der Versuch A wiirde mehrmals unter den beschriebenen
Bedingungen wiederholt, wobei jedoch das flüchtige Schaummittel nicht mitverwendet wurde. Die Konzentration
des verwendeten Azodicarbonamides wurde während der Versuchsreihe von 0,5 bis 5 Gewo-5S variiert. Der resultierende
Schaum hatte eine sehr feine Zellenstruktur, bei welcher die Zellen kleiner als 0,1 mm waren. Bei Verwendung von
0,5 Gew.-^o Azodicarbonamid betrug die Dichte des Schaums
450 g/Lj bei Verwendung von 2 bis 5 Gew.-$ Amid konnte
für die Dichte ein niedrigster Wert von 350 g/L erhalten
werden; bei 5 c/- waren viele Zellen in dem E haum geplatzt.
E. Der Versuch A wurde unter gleichen Bedingungen wiederholt, wobei jedoch in diesem Fall anstelle von Azodicarbonamid
Azodiisobutyronitril benutzt wurde. Dieses in der Wärme zersetzbare
Treibmittel hatte unter "den in dem Gemisch herrschenden Bedingungen eine Zersetsungstemperatur von ungefähr
115°C. Die Konsentration wurde in den Versuchen von 0,5 bis
1,5 Gew.-$ variiert. Die Eigenschaften des Schaumes waren
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,BAD ORIGINAL - ^4 -
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die gleichen wie bei dem Versuch, bei welchem kein Azodicarbonamid
verwendet wurde (Versuch C).
F. Ähnliche Ergebnisse wie bei dem Versuch C waren auch zu beobachten, wenn das Azodicarbonamid durch 0,5 Gew.-$
Kieselsäure ersetzt und im übrigen nach Versuch A gearbeitet wurde. Bei Steigerung der Konzentration auf 5 % hatte der
resultierende Schaum eine Struktur, die derjenigen des Produktes entsprach, das mit 5 Gew.- # Azodicarbonamid,
jedoch ohne flüchtiges Schaummittel erhalten worden war.
(s. unter D).
G. Pur diesen Versuch wurde eine Strangpresse benutzt,
die in der Mischzone einen Kompressionsabschnitt enthielt. Die Länge der Förderzone 5f der ersten Kompressionszone 6,
der ersten Homogenisierungszone 7t der Blase 3 und der
Mischzone betrug: 10,5 D bzw. ID bzw. 5D bzw. 15 D.
Das erste Drittel der Mischzone war in eine(zweite) Homogenisierungszone von 2,5 D, eine (zweite) Kompressionszone von 2 D und eine (dritte) Homogenisierungszone von
0,5 D unterteilt, während der letzte Teil der Zone 8 mit einer Länge von 10 D mit der Mischzone der unter A beschriebenen
Strangpresse identisch war, d.h. seine Gesamtlänge war mit Mischelementen der in dar Zeichnung dargestellten
Art versehen. Das Kompressionsverhältnis zwischen dem Teil der Schnecke vor und demjenigen nach der Blase
betrug 3:1. Bei diesem Versuch wurde der Druck der Masse in der Mischzone an Stellen gemessen, die in einem Abstand
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von 15 D bzw. 10 D bzw. 5 D bzw. 0 D vom Ende der Mischzone
(d.h. vom Eintritt in den Spritzkopf) entfernt waren.
Genau wie beim Versuch A wurden dem Polypropylen
über den· Trichter 5 Gew.-?& Azodicarbonamid und durch
die Injektionsöffnung n-Pentan zugefügt. Die Temperaturkurve
des Gemisches m der Strangpresse entsprach derjenigen
der Masse unter A.
Es erwies sich bei diesem Versuch als unmöglich, die Qualität des Schaumes konstant zu halten. Bei der Injektionsöffnung schwankte der Druck innerhalb einer sich wiederholenden
AT/
Periode von etwa 4 Minuten zwischen 200 und 340. Die Druckschwankungen
im Gemisch pflanzten sich bei dessen Durchgang in Bichtung auf den Spritzkopf fort, wobei sie nur wenig
gedämpft wurden? Am Meßpunkt am Ende der Mischzone betrugen sie immer noch ungefähr 230 bis ;>10 At. Aufgrund dieser Druckschwankungen
war es nicht möglich, 8 Gew.-?6 Pentan kontinuierlich
einzuspeisen. Der Schaum fiel in unregelmässiger Ausbeute an, die Zellengröße im Schaum, berechnet über eine Produktionsperiode von einer halben Stunde, schwankte im Verhältnis 1:3,
die beobachteten höchsten Dichten waren doppelt so hoch wie die niedrigsten Werte0
H. Unter Verwendung der in Beispiel 1, A. H*· benutzten
Strangpresse wurde ein Poiyäthylenschaum hergestellt.
009 810/18 04 «0 «*»«■
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Das Polyäthylen hatte eine Dichte von 0,925 und einen Schmelzindex von 0,3. Die Geschwindigkeit der
Strangpresse betrug 20 Umdr./Min. Als flüchtiges Schäummittel wurden 10 Gew.-?& n-Pentan injiziert und
als in der Wärme zersetzbares Treibmittel waren 0,5 Gew.-^) 4,4-'-Oxy-bis-(benzolsulfonhydrazid) in dem Gemisch
enthalten (Zersetzungstemperatur ungefähr 125°). Die maximale Massentemperatur, die das Gemisch unmittelbar
vor der Blase erreichte, war in diesem Fall 175°. Der Druck des Gemisches in der Mischzone betrug an der
Injektionsstelle 280 At, auf halbem Wege 210 At und beim Eintritt in den Spritzkopf 125 At. Während des
Durchgangs durch die Form wurde das Gemisch in der Mischzone soweit gekühlt, daß die Austrittstemperatur
am Spritzkopf 113° betrug. Das Gemisch expandierte sofort zu einem Schaum, der durch einen Luftstrom rasch gekühlt
wurde.
Während einer Produktionsperiode von 20 Std. blieb die Zellengröße unverändert 1 mm und die Dichte
95 g/l. Die Zellengrößenverteilung in dem Schaum war homogen.
Die folgenden Versuche wurden zu Vergleichszweoken durchgeführt:
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I. Der Versuch H. wurde unter den gleichen Bedingungen wiederholt, wobei jedoch diesmal kein in
der Wärme zersetzbares Treibmittel mitverwendet wurde. Der erhaltene Schaum hatte große Zellen mit einem
Durchmesser von 5 bis 10 mm. Die Zellengrößenverteilung war in diesem Fall sehr unregelmässig und an der Oberfläche
zeigten sich die Spuren von großen geplatzten Gasblasen. Die mittlere Dich Ie- des Schaums betrug
etwa 160 g/L.
J. Der Versuch H wurde wiederholt, wobei 0,5 Gew.-# Benzolsulfonhydrazid mitverwendet wurden, die übrigen
Bedingungen jedoch unverändert beibehalten wurden. Das Treibmittel zersetzte sich in dem Gemisch bei ungefähr
100°. Die Eigenschaften des so erzeugten Schaumes waren im wesentlichen die gleichen wie im
obigen Beispiel, Versuch I.
Die Zellengrößenverteilung war sehr unregelmässig und viele Zellen hatten einen Durchmesser von etwa 10 mm·
K. Die für diesen Versuch benutzte Strangpresse hatte
eine länge von 20 D und einen Durchmesser D = 60 mm; sie entsprach also dem in der Zeichnung dargestellten
Typ. Die Förderzone 5, die Kompressionszone 6, die
Homogenisierungszone 7, cie Blase 3 und die Mischzone
0038 10/1 8 0 i BAD ORIGINAL
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hatten folgende Längen: 5 D? 1 Dj 3,5 D; 0,5 D und
10 D. Das Kompressionsverhältnis der Schnecke war wiederum 3:1; der Spritzkopf war mit einer runden
Öffnung von 4· mm Durchmesser versehen. Die maximale
Massentemperatur betrug 175°, gemessen in der Masse unmittelbar vor ihrem Eintritt in ,die Blase. Die
Temperatur des Gemisches bei seiner Expansion zu Schaum betrug 141°. Druckmessungen am Injektions-
in der Mitte
punkt, genau hatbwegs-zwtec-h-en· der Mischzone und
punkt, genau hatbwegs-zwtec-h-en· der Mischzone und
I, dem Eintritt in den Spritzkopf zeigten konstante Wer-I
te von 130 bzw. 100 bzw. 70 At.
Als Ausgangsmaterial diente eine Masse auf Polyvinylchloridgrundlage, die 10 Gew.-Teile
Octylphthalat, 3 Gew.-Teile basisches Bleisulfat, 1 Gew.-f>
Calciumstearat und 2 Gew.-^> Glycerinmonostearat
;je 100 Gew.-Teilen Polymerisat enthielt. Als in der Wärme zersetzbares Treibmittel (Zersetzungstemperatur im Gemisch etwa 125°) wurden 0,5 Gew,-#
f Diphenylsulfon-3,3'-disulfohydrazid benutzt. Durch
die Injektionsöffnungen wurde in die Masse ein Gemisch aus 50 Vol.-95>
Aceton und 50 Vol.-# n-Pentan eingespritzt, und zwar in einer Menge von 7,5 %
• des Gewichtes der Masse. Es wurde ein rein weisser stabförmiger Schaumkörper mit einem Durchmesser von
15 mm, einer Dichte von 60 g/l und einer homogenen
009810/1804 BADORIGINAL
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Zellengröße von 0,3 mm erhalten. Die Ausbeute
bei einer Umdrehungszahl von 18 je Minute betrug 12 kg/Std. Der Versuch wurde 15 Std. ohne Unterorechung
kontinuierlich weitergeführt und es4ar während dieser ganzen Zeitdauer keinerlei Änderung
in der Schaumqualität zu beobachten.
Im Folgenden seien einige weitere Vergleichsversuche wiedergegeben:
L. Die Strangpress-und die Arbeitsbedingungen waren
die gleichen wie beim Versuch K, jedoch wurde kein in der Wärme zersetzbares Treibmittel mitverwendet.
Das erhaltene Produkt konnte kaum-als Schaum bezeichnet
werden. Die Zellenwände barsten während der Expansion, und nach dem Kühlen blieb ein
runzliges Material zurück.
Mo Der Versuch K wurde unter den gleichen Bedingungen
wiederholt, wobei jedoch kein flüchtiges Schaummittel eingespritzt wurde. Das erhaltene
Produkt hatte kleine homogene Zellen und eine Dichte ron 750 g/L.
Höhere Konzentrationen an in der Wärme zersetzbarem Treibmittel von bis zu-10 Grew.-# führten zu
Dichten von immer noch mindestens 270 g je Liter. Die
Anwendung von nooh höheren Konzentrationen erwies
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sich als kaum möglich, da man damit in der Strangrpresse
kein richtig homogenisiertes Gemisch mehr erhalten konnte.
N. Ernsthafte Schwierigkeiten zeigten sich auch bei Verwendung einer Strangpresse, bei der in der Mischzone
eine zusätzliche Kompressionszone vorgesehen war. Bei dieser Presse war der Schneckenteil bis
einschließlich der Blase identisch mit demjenigen der oben unter Beispiel 1, G beschriebenen Presse. Der
erste Teil der Mischzone enthielt nacheinander einen Kompressionsabschnitt in einer Länge von 3 D und einem
Kompressionsverhältnis von 3:1 und einen Homogenisierungsabschnitt von 2 D. Der letzte Teil der Mischzone
war völlig mit Mischelementen versehen; seine Länge betrug 10 D.
Die bei diesem Versuch angewandten Bedingungen waren im übrigen die gleichen wie beim Versuch K, außer
daß in der Mischzone der Druck sehr stark schwankte und daß eine kontinuierliche Injektion von 7,5 Gew.-$
flüchtigem Schaummittel nicht möglich war. Die Qualität des erzeugten Schaumes schwankte mit der Zeit, genau wie
in dem unter Beispiel-1, Versuch G beschriebenen
fall.
Patentansprüche
009810/1804
Claims (1)
- Patentansprüche1. Verfahren zur Herstellung von verschäumten Polymerisaten aus thermoplastischen, synthetischen organischen Polymerisaten durch Verpressen eines Gemisches aus dem Polymerisat und einem unmittelbar in die Strangpresse eingeführten -flüchtigen organischen Schaummittel im Strang, wobei das Gemisch beim Verlassen der Presse zu einem Schaum expandiert, dadurch gekennzeichnet , daß in das Gemisch ein sich unter Wärmeeinfluß zersetzendes organisches Treibmittel eingearbeitet wird, das sich darin bei einer Temperatur zersetzt, die um nicht mehr als 60° niedriger als die in der Presse herrschende maximale Massentemperatur ist und daß das Gemisch, nachdem das flüchtige Schaummittel injiziert ist, intensiv homogenisiert wird, während es in Richtung des Presskopfes gefördert wird, wobei der Druck des Gemisches während seines Durchganges entweder konstant bleibt oder fällt.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das" sich unter Wärmeeinfluß zersetzende Treibmittel eine organische Verbindung ist, die sich in dem Gemisch bei einer Temperatur zersetzt, die um nicht mehr als 400G niedriger ist als die in der Strangpresse herrschende maximale Kassentemperatur. . '009810/T8 (KBAD ORIGINAL- i>2- 1Ä-29 61 2'3ί Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch | e Kennzeichnet , daß das sich in der Wärme zersetzende Treibmittel in einer Konzentration roh Öjöi bis 5 Gew.-9b, vorzugsweise von 0,25 bis 1,0 Gew.-^j bezögen auf das Polymerisatgewicht,verwendet wird;4. Verfahren nach Anspruch 1, 2, oder 3i dadurch' gekennzei chnet , daß das sich in der tärike zersetzende Treibmittel eine organische Verbindung iltj die Stickstoff abgibt·5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4-j dadurch gekennzeichnet f daß das flüchtig!! ScHätüümittei in einer Konzentration von 2 bis 20» vorzugsweise töü 5 bis .-?&i bezogen auf das Polymerisatgewicht, verwendet wifdi6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch fc gekennzeichnet^ daß als flüchtiges freibmittel ein aliphatischer Kohlenwasserstoff mit einem Sie'de'pttiikt Von 10 bis 10O0C verwendet wird.7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das flüchtige Schaummittel Pentan ist.ü U 9 B I O / 1 B 0 U- 33 - 1A-29 6128. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch -ge "kennzeichnet , daß als Polymerisat Polypropylen verwendet wird und daß die Masse in der Strangpresse auf 200 bis 240° erhitzt und daraufhin soweit abgekühlt wird, daß die aus dem Spritzkopf austretende Mischung eine Temperatur von 140 bis 170° hat. ■9ο Verfahren nach Ansprüche 1 bis 7> dadurch gekennze ichnet , daß als Polymerisat Polyäthylen verwendet wird und daß die Masse in der Strangpresse auf 160 bis 200° erwärmt und daraufhin soweit gekühlt wird, daß das aus dem Spritzkopf austretende Gemisch eine Temperatur von 105 bis 120° hat.10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis-7» dadurch gekennzeichnet , daß als Polymerisat Polyvinylchlorid verwendet wird, und daß die Masse in der Strangpresse auf 160 bis 200° erwärmt und dann soweit gekühlt wird, daß das aus dem Spritzkopf austretende Gemisch eine Temperatur von 130 bis 145° hat.11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet , daß als Polymerisat Polystyrol verwendet wird und daß di· Masse in der Strangpresse auf 200 bia 240° erwärmt009810/1804BAD34 - 1A-29 612und dann soweit abgekühlt wird, daß das aus dem Spritzkopf austretende Gemisch eine Temperatur von 130 bis 145° hat.12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, ., dadurch gekennzeichnet , daß die Masse intensiv homogenisiert wird, wobei man sie wiederholt in mindestens dem größten Teil der Mischzone dem aufeinanderfolgenden Einfluß von starken und weniger starken Tangentialkräften unterwirft.13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennze ichnet , daß die Masse in der Mischzone intensiv homogenisiert wird, indem man sie durch eine Anzahl von gerillten Mischelementen drückt, die voneinander getrennt werden durch kurze, enge ringförmige Zonen und die den ringförmigen Strom der Masse in eine Anzahl von getrennten Strömen aufteilen, wobei die Masse, wenn sie in getrennten Strömen durch die Einkerbungen der Mischelemente und durch die ringförmigen Zonen hindurchgefünrt wurde, beträchtlichen bzw. weniger beträchtlichen Tangentialkräften ausgesetzt ist«14· Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrene nach einem der Anspruch! 1 bis 13t gekennzeichnet durch ein Verhältnis L zu D von 20 bis 35 in der Strangpresse.009810/1804VH BAD ORIGINAL15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Strangpresse eine Mischzone in einer Länge von 7 bis 15 D besitzt, die über ihre ganze oder annähernd ganze Länge Mischelemente mit einer Länge von 0,1 bis 0,8 I) aufweist, welche durch ringförmige Durchflusszonen mit einer Län^re von 0,05 bis 0,5 D getrennt sind»0 ü9810/18 0Leerseite
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1965
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5567370A (en) * | 1994-01-19 | 1996-10-22 | Hermann Berstorff Maschinenbau Gmbh | Process for the production of TPE foam profiles for the building and automotive industries |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| NL6403440A (de) | 1965-10-01 |
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| BHN | Withdrawal |