DE1566111C - Vorrichtung zum Unterkühlen von organischem Gewebe - Google Patents
Vorrichtung zum Unterkühlen von organischem GewebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Un- , Bei einer besondersj vorteilhaften Ausgestaltung
terkühlen von organischem Gewebe durch Verdamp- des Anmeldungsgegenstandes sind sowohl die elekfen
einer Kühlflüssigkeit innerhalb eines metallenen trische Heizung für das Ausströmrohr als auch das
Verdampfers am Ende 'einer an einem Handgriff im Ausströmrohr angeordnete Ventil, das die Ströbefestigten
Sonde mit einem Vorratsbehälter, welcher 5 mung des Kühlmittels steuert, gemeinsam im Hand-
durch ein innerhalb der Sonde verlaufendes Zufüh- griff untergebracht. Dies führt zu einer besonders
rungsrohr mit dem Verdampfer verbunden ist,' einem kompakten Bauweise und hat außerdem den Vorteil,
durch den Handgriff hindurchführenden Ausström- daß das empfindliche Ventil sicher eisfrei gehalten
rohr, welches ein die Strömung der Kühlflüssigkeit wird.
beeinflussendes Ventil enthält und durch ein inner- io Das Gerät ist besonders leicht bedienbar, wenn
halb der Sonde; verlaufendes und das Zuführungs^, . am .Handgriff .Bedienungstasten sowohl für das Venrohr
koaxial umgebendes Rückführungsrohr mit dem . til .im. Äusströmfohr als auch für die elektrische
Verdampfer verbunden ist, und einer elektrischen Heizvorrichtung am Verdampfer, mit deren Hilfe
Heizvorrichtung, welche in unmittelbarer Nähe des eine rasche Abtauung der Sondenspitze nach erfolg-Verdampfers
angebracht ist.->; ;;; ;.; .>
. .·.. 15 ter Behandlung ermöglicht wird, zusammen mit ent-
Bei einem bekannten Gerät dieser Art (USA.- sprechend zugeordneten Kontrollampen angebracht
Patentschrift 2 319 542) ist beispielsweise der Verr sind. Hierbei ist vorteilhafterweise die Bedienungsdampfer innerhalb einer krjcochirurgischen Sonde, laste für das Ventil gleichzeitig als Schalter für die
die entsprechend ihrem Verwendungszweck in ver- elektrische Heizung des Ausströmrohrs ausgebildet,
schiedener Weise gestaltet sein kann, über .ein ao Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an
flexibles Leitungssystem mit einem in einer Zentral- Hand des in den Figuren schematisch dargestellten
einheit untergebrachtem Vorratsbehälter für die Ausführungsbeispiels beschrieben.
Kühlflüssigkeit verbunden. Durch ein inneres Rohr Das in F i g. 1 dargestellte Äusführungsbeispiel der des Leitungssystems wird hierbei dem Verdampfer Erfindung ist ein Gerätetyp, bei dem der Vorrats-Kühlflüssigkeit zugeleitet, dort verdampft und in 25 behälter 1 unmittelbar mit den übrigen Teilen des dampfförmigem Zustand über ein zweites, koaxial Gerätes verbunden ist. Zur guten Wärmeisolation ist zum Zuleitungsrohr angeordnetes Rückführungsrohr es zweckmäßig, den Vorratsbehälter 1 in bekannter zurückgeleitet. Das durch den Handgriff der Sonde Weise doppelwandig auszuführen und den Zwischenhindurchführende Rückleitungsrohr enthält außer- raum nach Art eines Dewargefäßes zu evakuieren, halb des Handgriffs ein die Strömung der Kühl- 30 Auf dem Behälter befindet sich ein Druckregelvenflüssigkeit beeinflussendes Ventil und kann bei einer til 2, das den Arbeitsdruck des Kühlmittels bei 1 bis bestimmten Ausführungsform als Ausströmrohr di- 2 ätü konstant hält. Der Füllstutzen wird zweckmäßig rekt ins Freie münden., Bei einer anderen Ausfüh- , mit einer federbelasteten Kugel 3 verschlossen, so rungsform der bekannten Vorrichtung wird der Kühl- daß dieses Überdruckventil bei Versagen des Druckmitteldampf bis zum Zentralgerät zurückgeleitet und 35 regelventil 2 unzulässigen Überdruck verhindert,
dort rückverflüssigt. Zum Lösen der Sonde aus dem Beim Kühlen gelangt das Kühlmittel durch die behandelten Gewebe nach einer kryochirurgischen Sonde 4, deren Längsschnitt in F i g. 2 genauer anBehandlung besitzt das bekannte Gerät ferner in un- gegeben ist, in den Verdampfers. Der bei der Kältemittelbarer Nähe des Verdampfers eine elektrische erzeugung durch Verdampfen entstehende Kälte-Heizvorrichtung. 40 mitteldampf wird durch die Sonde 4 zurückgeführt
Kühlflüssigkeit verbunden. Durch ein inneres Rohr Das in F i g. 1 dargestellte Äusführungsbeispiel der des Leitungssystems wird hierbei dem Verdampfer Erfindung ist ein Gerätetyp, bei dem der Vorrats-Kühlflüssigkeit zugeleitet, dort verdampft und in 25 behälter 1 unmittelbar mit den übrigen Teilen des dampfförmigem Zustand über ein zweites, koaxial Gerätes verbunden ist. Zur guten Wärmeisolation ist zum Zuleitungsrohr angeordnetes Rückführungsrohr es zweckmäßig, den Vorratsbehälter 1 in bekannter zurückgeleitet. Das durch den Handgriff der Sonde Weise doppelwandig auszuführen und den Zwischenhindurchführende Rückleitungsrohr enthält außer- raum nach Art eines Dewargefäßes zu evakuieren, halb des Handgriffs ein die Strömung der Kühl- 30 Auf dem Behälter befindet sich ein Druckregelvenflüssigkeit beeinflussendes Ventil und kann bei einer til 2, das den Arbeitsdruck des Kühlmittels bei 1 bis bestimmten Ausführungsform als Ausströmrohr di- 2 ätü konstant hält. Der Füllstutzen wird zweckmäßig rekt ins Freie münden., Bei einer anderen Ausfüh- , mit einer federbelasteten Kugel 3 verschlossen, so rungsform der bekannten Vorrichtung wird der Kühl- daß dieses Überdruckventil bei Versagen des Druckmitteldampf bis zum Zentralgerät zurückgeleitet und 35 regelventil 2 unzulässigen Überdruck verhindert,
dort rückverflüssigt. Zum Lösen der Sonde aus dem Beim Kühlen gelangt das Kühlmittel durch die behandelten Gewebe nach einer kryochirurgischen Sonde 4, deren Längsschnitt in F i g. 2 genauer anBehandlung besitzt das bekannte Gerät ferner in un- gegeben ist, in den Verdampfers. Der bei der Kältemittelbarer Nähe des Verdampfers eine elektrische erzeugung durch Verdampfen entstehende Kälte-Heizvorrichtung. 40 mitteldampf wird durch die Sonde 4 zurückgeführt
Dieses bekannte Gerät hat vor allem den Nachteil, . und entweicht durch ein Abströmrohr 14. Innerhalb
daß die Art der Behandlung des verdampften Kühl- des Handgriffs 9 befindet sich erfihdungsgemäß eine
mittels nach Verlassen der Sonde unbefriedigend ist. elektrische Heizung für das Abströmrohr, durch die
Bei der einen Ausführungsform tritt der Kühlmittel- der Kühlmitteldampf auf Zimmertemperatur erwärmt
dampf tiefkalt ins Freie und verursacht auf diese 45 wird. Durch geeignetes Zusammenschalten wird diese
Weise eine äußerst störende Eisbildung in der Nähe Heizung nur jeweils beim Kühlen eingeschaltet, da-
der Sonde, die eine zuverlässige chirurgische Tätig- mit sich der Handgriff 9 nicht übermäßig erwärmt.-
keit unmöglich macht. Bei der anderen Ausführungs- Am Stecker 15 erfolgt die Stromzuführung,
form ist zwar diesem Nachteil Rechnung getragen, · Im Handgriff 9 befinden :sich\ Bedienungstasten 10,
doch ist durch lange Rückleitungen und eine auf- 50 Th Durch Druck auf die Bedienungstaste 10 wird
wendige Rückverflüssigungseinrichtung ein unver- ein im Handgriff 9 untergebrachtes Ventil im Ab-
hältnismäßig großer apparativer Aufwand erforder- strömrohr 14 geöffnet, so daß Kühlmitteldampf aus
lieh, um jede Störung durch den tiefkalten Kühl- dem Abströmrohr 14 entweichen kann und somit
mitteldampf zu vermeiden. ^ :.. ; flüssiges Kühlmittel aus dem /Vorratsbehälter 1 in
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein ein- 55 den Verdampfers hineingedrückt wird. Zur Erhö-
faches, handliches und leicht bedienbares Gerät zu hung der Kühlleistung kann hinter dem Ventil eine
schaffen, welches zuverlässig und störungsfrei arbeitet. Unterdruckpumpe angeschlossen werden. Durch Be-
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Aus- tätigen der Bedienungstaste 11 wird eine in der Nähe
strömrohr elektrisch beheizbar ist. des Verdampfers befindliche Heizeinrichtung 17 ein-
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Ge- 60 geschaltet, die die Sonde soweit erwärmt, daß sie
räts besteht demnach darin, daß das in der Sonde leicht aus dem vereisten Gewebe herausgezogen werverdampfte
tiefkalte Kühlmittel auf eine Tempera- den kann. Beim Einschalten von Kühlung und Heitür
aufgeheizt wird, die keine Eisbildung mehr zu- zung leuchten diesen Schaltvorgängen zugeordnete
läßt. Auf diese Weise wird es möglich, den Kühl- Kontrollampen 12,13 auf.
mitteldampf unmittelbar hinter dem Handgriff der 65 Den genauen Aufbau eines Ausführungsbeispiels
Sonde störungsfrei direkt ins Freie zu entlassen. Die der Sonde 4 und des Verdampfers 5 zeigt F i g. 2.
Folge dieser überraschend einfachen Maßnahme ist Die Sonde 4 besteht aus drei koaxial verlaufenden
ein handliches Gerät, das zuverlässig arbeitet. dünnwandigen Rohren aus mechanisch festem,
schlecht wärmeleitendem und korrosionsbeständigem Material, wie beispielsweise 18/8 CrNi-Stahl. Im innersten
Rohr, dem Zuführungsrohr, strömt das Kühlmittel zum Verdampfer 5, der aus Silber oder Kupfer
hergestellt ist und mit einer gut wärmeleitenden Drahtspirale, einem mehrmals durchbohrten Metallzylinder
oder einem Geflecht 16 ausgefüllt ist, das einen guten Wärmekontakt zwischen dem verdampfenden
Kühlmittel und der Außenfläche des Verdampfers 5 herstellt. Der entstehende Kühlmittel- ίο
dampf entweicht durch den Zwischenraum zwischen innerstem und mittlerem Rohr, der das Rückführungsrohr
bildet. Der Raum zwischen mittlerem und äußerem Rohr dient der Wänneisolation und sollte
luftleer sein, wobei durch geeignete Maßnahme, beispielsweise spiraliges Umwickeln mit einem Kunststoffaden
eine direkte Berührung von mittlerem und äußerem Rohr vermieden wird. In unmittelbarer
Nähe des Verdampfers 5 befindet sich die Heizeinrichtung 17. Die Stromzuführung erfolgt über einen ao
Draht zwischen mittlerem und äußerem Rohr.
Um Verletzungen außerhalb des Sichtbereichs der Optik 6"zu vermeiden, kann es zweckmäßig sein, die
Spitze des Verdampfers 5 so auszubilden, wie F i g. 3 zeigt. Speziell bei urologischer Anwendung wird der
vordere Teil des Geräts, also Sonde mit Verdampfer 5, Optik 6 und Beleuchtung, in einen vorher in
den Körper des Patienten eingeführten Schaft eingeschoben. Durch geeignete Verbindung von Sonde 5,
Optik 6 mit Beleuchtung und Schaft können die einzelnen Teile so axial gegeneinander verschoben werden,
daß beste Beobachtungsmöglichkeiten bestehen und eine Verletzungsgefahr an unerwünschter Stelle
vermieden wird. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Spitze des Verdampfers durch Aufschrauben zu
befestigen, so daß Spitzen verschiedener Form verwendet werden können, je nach Art des auszufrierenden
Bereichs.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Unterkühlen von organischem Gewebe durch Verdampfen einer Kühlflüssigkeit
innerhalb eines metallenen Verdampfers am Ende einer an einem Handgriff befestigten
Sonde mit einem Vorratsbehälter, welcher durch ein innerhalb der Sonde verlaufendes Zuführungsrohr
mit dem Verdampfer verbunden ist, einem durch den Handgriff hindurchführenden Ausströmrohr, welches ein die Strömung der
Kühlflüssigkeit beeinflussendes Ventil enthält und durch ein innerhalb der Sonde verlaufendes und
das Zuführungsrohr koaxial umgebendes Rückführungsrohr
mit dem Verdampfer verbunden ist, und einer elektrischen Heizvorrichtung, welche
in unmittelbarer Nähe des Verdampfers angebracht ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausströmrohr (14) elektrisch beheizbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die elektrische Heizung
für das Ausströmrohr (14) als auch das im
Ausströmrohr (14) angeordnete Ventil innerhalb des Handgriffs (9) untergebracht sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Handgriff (9) Bedienungstasten
(10,11) für das Ventil im Ausströmrohr (14) und für die elektrische Heizvorrichtung
(17) am Verdampfer (5) sowie funktionell diesen beiden Einrichtungen zugeordnete
Kontrollampen (12,13) angebracht sind. - .
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienungstaste (11) für
das Ventil gleichzeitig ein Schalter für die elektrische Heizung des Ausströmrohrs (14) ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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