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Vakuumkammer Die Erfindung bezieht sich auf Behälter, in denen ein
verhältnismäkssig hoher Unterdruck hergestellt und aufrecht erhalten werden soll,
insbesondere auf Einrichtungen, die eine Abschlusswandung oder mehrere derselben
aufweisen, wenn durch diese ein Werkstück ohne Zusammenbruch des Vakuums ein-, heraus-oder
durchgeführt werden soll, Derartige Notwendigkeiten stellen sich insbesondere dann
ein, wenn unter Vakuum gearbeitet werden muss. In diesem Falle wird es erforderlich,
eine hermetische Abdichtung des Behälters, der Kammer oder sonstiger Gebilde, in
denen ein Vakuum auftritt, auch dann zu venrirklichen, wenn ein Werkstück im Vakuum
zur Behandlung kommen und ihm aus diesem Grunde Zugänglichkeit zum evakuierten Raum
verschafft werden soll und muß.
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Man kann in diesem Falle von semipermanenten Abschlüssen sprechen,
bei denen elastisch nachgiebige Dichtungsmittel unter Druck zur Verwendung kommen,
sehr im Gegensatz zu völlig geschlossenen, unter Vakuum stehenden Räumen, innerhalb
deren Schweißungen,-Hartlötungen und ähnliche Verbindungsmaßnahmen ohne mens ciilichen
Eingriff durchg eftUrt werden, Beispielsweise hat man die Spurkränze von Schienenfahrzeugen
mit einem vom Radstern getragenen Reifen dadurch metallisch unter Vakuum verbunden,
daß Reifen und Spurkranz in der Karumer horizontal derart angeordnet wurden, daß
eine das Hartlot in Form eines Ringes aufnehmende, ringförmige Nut
die
Fuge zwischen Spurkranz und vom Badstern getragenen Reifen oben abschloss. Unter
dem Einfluss in der Kammer angeordneter, elektrischer Beheizunsvorrichtungen zog
sich das Lot unter dem Einfluß von Adhäsionskräften selbsttätig in den Spalt zwischen
Kranz und Reifen hinein, so daß es zur Nartlotverbindung des Spurkranzes mit dem
vom Radstern getragenen Ringkörper kam.
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Das Werkstück, das unter Vakuum behandelt werden soll, kann dabei
in der verschiedensten Weise ausgebildet sein. Es kann sich innerhalb der Kammer
befinden, es kann aber auch teilweise Räume außerhalb und innerhalb der Kammer beanspruchen,
so daß es einer Werkstückdurchführung durch mindestens eine Wand, gegebenenfalls
durch beide Wände bedarf. Das Werkstück kann auch als ein Teil der Vakuumkammer
selbst ausgebildet sein oder wiederum lSeil eines grösseren Gegenstandes sein, der
sich in der Vakuumkammer befindet, um irgendwelchen Behandlungen unterzogen werden
zu können0 Es ist auch nicht erforderlich, daß das Werkstück als Rohstoffteil in
Form von Barren, Stäben, Drähten, Schienen usw. oder als iialbzeug ausgebildet ist.
Es kann sich ebenso um Getriebe, Mechanismen oder sonstige, verwickeltere Gebilde
handeln, deren Arbeitsweise es mit sich bringt, daß der Betrieb unter Vakuum durchzuführen
ist, da ist überhaupt die gewünschten Ergebnisse erzielt oder die VerhÜltnisse verbessert
werden können, unter denen beispielsweise ein derartiges Gerät arbeitet.
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Semipermanente Abschlüsse von Werkstücken, die gemaß der 1:'rfindung
zu verwirklichen sind, werden mit Hilfe elastisch nachgiebiger Mittel durchgeführt,
die unter der Bezeichnung der ringförmig geschlossenen Profildichtungen an sich
bekannt sind0 Das Profil besteht im einfachsten Falle aus einem Kreisquerscl«iitt,
ohne dass andere Querschnittsprofile ausscheiden. Unter Ringdichtung sind dabei
nicht nur endlose dichtungen verstanden,
sondern die Dichtungen
können auch aus Abschnitten bestehen, die miteinander in Verbindung stehen Bei dem
Hinweis auf die Ringform ist nicht an eine kreisförmige Mittellinie der Dichtung
in der Benutzungslage gedacht, sondern an alle Dichtungen, denen vor dem Ein- oder
nach dem Ausbau eine kreisförmige Mittellinie erteilt werden kann. Derartige Ringdichtungen
hat man aber bisher im Allgemeinen so angeordnet und ausgeführt, daß sie im Betriebszustand
entweder nur axialen oder nur radialen Beanspruchungen ausgesetzt sind, um die Dichtungsaufgabe
zu erfüllen. Dichtungen dieser Art korken aber zur Erfindung der erfindungsgemäß
zu lösenden Aufgaben nicht in Betracht, da diese davon ausgehen, daß die Dichtung
nach mindestens zwei verschiedenen Richtungen wirksam sein muss, um den gesetzten
Zweck erfolgreich erfüllen zu können.
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Damit erschöpfen sich aber noch nicht die Bedingungen, die zu erfüllen
sind. Es ist außerdem notwendig, daß der abzudichtende Querschnitt des Werkstückes
und die Kammeröffnung, über die das Werkstück ein-, heraus- oder durchführbar ist,
in derselben oder annähernd in derselben Ebene liegen0 Das ist allein deshalb erforderlich,
um Flächen zu verwirklichen, an welche die Dichtung bei Ausübung axial gerichteter
Dichtungsdrücke angelegt werden kann, während es zur Ausübung der radial gerichteten
Dichtungsdrücke zweckmäßig ist, den abgedichteten Werkstückquerschnitt und die Öffnungsbegrenzung
konzentrisch, annähernd konzentrisch oder äquidistant zueinander anzuordnen.
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Ohne daß sich die Erfindung auf die Verwirklichung der nachstehend
aufgeführten Forderungen beschränkt, ist von folgenden Gegebenheiten auszugehen,
wobei sich die Erfindung auch auf einzelne der nachstehend beschriebenen Mericmale
erstreckt sowie auf deren Teilkombinationen, soweit sie technisch
sinnvoll,
ausführbar und brauchbar sind, auch wenn die jeweils erzielbaren neuen technischen
Wirkungen im Nachfolgendqn nicht ausdrücklich genannt und im einzelnen beschrieben
sind.
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Ebenso werden sämtliche, in der Zeichnung dargestellten Einzelheiten
als solche und.in ihren funktionellen Zusammenhängen als beschrieben vorausgesetzt.
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Man kann zunächst davon ausgehen, daß das Werkstück im allgemeinen
in Längs- oder Axialrichtung eine Länge besitzt, die größer ist als der Innenraum
der Vakuumkammer, so daß das Werkstück in diese ein- und aus ihr wieder herausgeführt
werden muss. Die anderen Dimensionen, insbesondere die in der Breiten-und Höhenrichtung
verlaufenden Dimensionen sind in diesem Falle kleiner als der Hohlraum der Vakuumkammer
in Längsrichtung des Werkstückes, so daß also die Kammer das Werkstück mindestens
auf einem Teil seiner Länge hermetisch abgeschlossen umgibt. Man wird also in diesem
Palle von einem Werkstückteil sprechen müssen, der vor der Vakuumkammer an der Eintrittsstelle
des Werkstückes liegt, während ein zweiter Teil des Werkstückes auf die Austrittsstelle
aus der Kammer folgt.
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Er gibt dabei die Möglichkeit, daß das Werkstück keine geradlinige
Achse besitzt, sondern von derselben abweicht, beispielsweise nach durchgeführter
Bearbeitung in der Vakuumkammer einer gekrümmten Mittellinie folgt, wobei auch die
Richtungen der Krümmungen voneinander abweichen können.
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Völlig unabhängig von der Art und der Ausbildung des Werkstückes bezieht
sich vorliegende Erfindung auf die Ausbildung einer Vakunmkammer, die in den in
Betracht kommenden Richtungen wesentliche Verbesserungen gegenüber bisher bekannten
Ausbildungen aufweist0 Erfindungsgemäß ausgebildete Vakuumkammern kennzeichnen sich
dadurch, daß die Kammer in Längsrichtung eines mindestens
teilweise
in die Kammer eingeführten werkstückes geteilt susgeführt ist wobei an oder in der
Kammer mo-hanisoh wirksame Mittel wenigstens an der Eintrittseite des Werkstückes
zum hermetischen Abschluss der Kammer unter hnordnung einer awischen Kammer und
Werkstück angeordneten Ringprofildichtung vorgesehen sind.
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Eine vorteilhafte Ausführungeform einer derartigen Kammer besteht
beispielsweise darin, daß zwischen den Teilstücken der Vakuumkammer eine weitere,
elastisch nachgiebige Dich--tung angeordnet ist, die mindestens eine in Richtung
der Teilungsfuge der Kammerteilstüeke angeordnete Wandöffnung kreuzt, wobei an die
Wandöffnung angrenzende Wandungsteile der Kammerteilstücke im Verhältnis zu letzterer
ver-, ein-und feststellbare Druckplatten tragen, so daß auf die Ringdichtung sowohl
radiale als auch, in Längsrichtung des Werkstückes gesehen, axiale Dichtungsdrücke
ausübbar sind.
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Die Zeichnung gibt beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgedankens
wieder, wobei gleichbezeichnete Bezugsziffern gleich oder gleichartig ausgebildete
Teile der Vakuumkammer wiedergeben.
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In der Zeichnung sind: Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Vakuumkammer, wobei die dem Beschauer zugewandte Wandung
zur Durchführung eines zweiteiligen lJerkstückes ausgebildet ist; weiter sind Maßnahmen
veranschaulicht, die dazu führen, daß dieser erkstückeintritt ohne Aufhebung des
hermetischen Abschlusses der Vakuumkammer gegen die Atmosphäre verwirklicht werden
kann; Fig, 2 gibt eine Draufsicht auf die Vakuumkammer nach Fig. 1 wieder, wobei
die Draufsicht auf ein Werkstück ver-Anschaulicht ist, das ein völlig unregeläßig
ausgebildetes Profil aufweist. Das Werkstück durchsetzt die beiden Seitenwandungen
der Vakuumkammer und liegt somit, bezogen auf diese Seitenwände, teilweise vor und
teilweise hinter diesen;
Fig. 3 stellt eine Seitenansicht auf eine
Seitenwandung entsprechend der in Fig. 2 eingezeichneten Pfeilrichtung 4 dar, wobei
besonders deutlich die Mittel veranschaulicht sind; die erfindungsgemäß benutzt
werden, um trotz des unregelmäßigen Querschnittes des Werkstückes dieses und damit
die Vakuumkammer abzudichten.
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Fig. 4 entspricht der Darstellung der Fig. 3 mit dem Unterschied,
daß ein grösserer Maßstab zur Anwendung gekommen ist, so daß die jEinzelheiten besser
überblickbar sind; Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf die in Fig. 4 vergrößert dargestellten
Teile; Fig. 6 stellt einen Querschnitt durch das Werkstück und dadurch ein Füllstück
dar, das vorgesehen wird, um die Umriss linie des Werkstückquerchnittes in der angegebenen
Weise zu vergleichmäßigen; Fig. 6 entspricht dabei einem Querschnitt nach Linie
6 - 6 der Fig. 7, die ihrerseits einer Draufsicht auf Fig. 8 entspricht. In beiden
Figuren sind zangenartige Einrichtungen veranschaulicht, die dazu dienen, das Füllstück
mit dem Werkstück in ständiger Verbindung zu halten.
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Fig. 1 zeigt zunächst eine erfindungsgemäß ausgebildete Vakuumkammer,
die als Ganzes mit 10 bezeichnet ist. Die Vakuumkammer 10 besitzt eine Vorderwandung
11, die zur Durchführung eines zweiteiligen Werkstückes geeignet ausgebildet ist,
das als Ganzes mit der Ziffer 12 bezeichnet ist. Erfindungsgemäß sind Maßnahmen
getroffen, um eine dichtende Verbindung zwischen der Vakuumkammer 10 und dem Werkstück
12 zu schaffen0 Zu diesem Zwecke ist die Vakuumkammer 10 geteilt, so daß zwei Teilstuecke
14, 15 unter Zwischenlage elastisch nachgiebiger Dichtungen 16, 17 ober- und unterhalb
des Werkstückes 12 entstehen. Auch die Werkstückteile 18, 20 des Werkstückes 12
liegen unter Zwischenlage einer elastisch nachgiebigen Zwischenschicht 21 aneinander
an. Es ist nicht erforderlich, daß sich die Zwischenschicht 21 über die gesamte
Werkstücklänge erstreckt, sondern es genügt, wenn diese Schicht in der Nähe des
Werkstückeintrittee in die
Vakuumkammer vorhanden ist. Eine Ringdichtung
22 umgibt die Querschnittsckonturen des Werkstückes an. der Eintrittsstelle in die
Vakuumkammer, so daß dort eine dichtende Verbindung sowohl.. ln-Bezug-auf die Wandungen
11 der Vakuumkammer 10 bzw. deren Einzelstücke 14, 15 als auch in Bezug auf die
elastisch nachgiebigen Mittel 16, 17 und 21 entsteht. Um ~dås zu erreichen, sind
Druckplatten 23, 24 an den Kammereinzelstücken 14, 15 befestigte Die inneren, den
Flächen bzw.,* Teilen 11 und 14, 15 zugewandten Begrenzungsflächen der Druckstücke
23, 24 sind bei 26 so ausgebildet, daß sie an der Runddichtung 22 sowohl in axialer
als auch in radialer Richtung anliegen, womit die Runddichtung 22 sowohl in axialer
als auch in radialer Richtung komprimiert wird und damit ihre Dichtungsaufgaben
erfüllt.
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Die Runddichtung 22 kann in gebräuchlicher Weise ausgeführt sein.
Sie besitzt einen den jeweiligen Verhältnissen entsprechenden Querschnitt, so daß
das zweiteilige Werkstück 12 (18, 20)- von der Dichtung völlig umschlossen ist,
die dabei der Kontur der abzudichtenden Querschnittsfläche des Werkstückes genauestens
folgt. Es ist nicht erforderlich, daß die Dichtung aus einem einzigen, zusammenhängenden
Ringstück besteht0 Wenn sie aber aus Teilen besteht, liegen die einzelnen Teile
bündig aneinander, so daß keine Undichtigkeitsstelle zwischen den Teilen der Dichtung
zu entstehen vermag. Die weiteren Dichtungen 16, 17 sind zweckmäßig nach Art von
Gummifolien oder -platten ausgebildet, so daß der erforderliche, dichtende Abschluss
entsteht0 Die Dicke der Dichtungen 16, 17 ist durch den auf zuwendenden Dichtung
druck bestimrnt und die Fläche ist den abzudichtenden Flächen angepasst bzw. in
übereinstimmung mit diesen ausgebildet0 Im allgemeinen reicht es aus, die Starke
der Plattendichtungen 16, 17 so einzurichten, daß nach Ausübung des erforderlichen
Dichtungsdruckes die Dicke der Platten auf Werte zwischen 50 und 90 % der ursprünglichen
Stärke der Folien oder Platten zurückgegangen ist.
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Praktisch ausgeführte Kammern haben das Aussehen nach den Figuren
2 und 3. Derartige Vakuumkammern eignen sich insbesondere zur Durchführung von Schweißungen
mittels Elektronenkanonen. Fig. 2 zeigt, daß die als Ganzes mit 30 bezeichnet Kammer
vertikal geteilt ist, wobei die Teilungsebene etwa in der Mitte der Gesamtbreite
der Kammer liegt0 Dadurch bilden sich die Kammereinzelstücke 31, 32 aus, die jeweils
durch oben liegende Wandungsteile 33, Bodenteile 34 und Seitenwandungen 35, 36 sowie
37, 38 abgeschlossen sind0 Einzelne der Wandungen weisen Schaugläser auf, um es
der Bedienung des Gerätes zu ermöglichen, die innerhalb der Kammer ablaufenden Vorgänge,
beispielsweise die Schweißung, zu beobachten. Ein derartiges, kreisförmiges Beobachtungsfenster
40 befindet sich beispielsweise in der oberen, die Kammer abschliessenden Deckenwandung
33 in jedem der beiden Kammereinzelstücke 31, 32. Entsprechende, gleichartig ausgebildete
Beobachtungsfenster, Schaugläser tod. dgl 42 sind in den Seitenwandungen 37 vorgesehen,
weitere Beobachungseinrichtungen 43 in den Seitenwandungen 38. Wie man am besten
an Hand der Fig. 3 erkennt, sind die Beobachtungsfenster 42, 43 bei 44 schwenkbar
aufgehängt. Kräftige, metallische Ripnen 45, 4G versteifen die Seitenwandungen in
der Nähe der Schaugläser 42, 43, während dasselbe in Bezug auf die Schauglaser 40
in; Deckenstück der Kammer dadurch erreicht wird, daß dort die Verbindungsflanschen
48 liegen, die die Siinzelstücke 31, 32 der Kammer miteinander verbinden.
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Die Teilungsfuge erscheint in Fig. 43 als vertikal verlaufende Linie,
die die Einzelstücke 31, 32 voneinander trennt0 Die Verhältnisse des Ausführungsbeispicles
sind darauf abgestimmt, daß ein Werkstück 50 völlig unregelmäßiger Ausbindung geschweißt
werden soll. Das Werkstück besitzt die Form eines Y, wobei die einen spitzen Winkel
dieser Querschnittsförm
bildenden Schenkel außerdem noch eine
verschledeYle Länge besitzen. Das Werkstück trrlrd eingeführt über die Seitenwandung
37 (vgl. Fig. 2) und verläßt die Kammer, nachdem es sie auf ihrer gesamten Länge
druchsetzt hat, über die Wandung 38. Nicht gezeichnet sind die zwisehen den kammereinzelstücken
liegenden und an die Teilungsebene 48 zngrenzenden, fôlien-oder plattenförmigen
Dichtungen, die nach Art der Dichtungen 16, 17 nach Fig. 1 aus gebildet sind. Sobald
die Einzelstücke der Kammer mit Hilfe der Verbindungsflansche} die an die teilungsebene
48 angrenzen, fest verbunden sind, liegen diese Dichtungen unter Spannung, so daß
sich die Einzelstücke der Kammer wie eine geschlossene kammer verhalten, womit der
Hohlraum der Kammer hermetisch gegen die Außenluft abgeschlossen ist. Die Durch
lässe in den Seitenwandungen, die zur Durchfthrung des. Werkstückes bestimmt sind,
können, olive daß das unbedingt erforderlich ist, dem Profil des Werkstückes angenähert
angepasst verlaufen Die Durchlässe können aber auch so ausgebildet sein, daß stets
ein Werkstück maximalen Querschnitts durch sie durchführbar sind0 In diesem Falle
bedarf es der Anordnung eines Passplattenstückes 51 (vgl. Figuren 4 und 5), dessen
Ausschnitt dem Querschnitt einer Hälfte des Werkstückes 50 und des noch zu erwähnenden
Füllstückes 68 genau angepasst ist Das Passplattenstück 51 ist an der Wandung 37
mittels Befestigungsschrauben 52 festgelegt. Die Lage des Passplattenstückes 51
ist dabei durch Spannschlosser 53 zu justieren, die zweckmässig zwischen den kräftigen
Rippen 46 und dem Passplattenstück 51 liegen0 An das Passplattenstück 51 angelegt
ist das Schließplattenstück 54, das mittels Befestigungsschrauben 55 in Bezug auf
das Passplattenstück 51 festlegbar ist. Das Schließplattenstück 54 weist an der
dem Passplattenstück 51 zugewandten Begrenzungsfläche eine zweckmäßig in Profil
einer Uut ausgebildete Ausnehmung auf, die der Querschnittskontur des laferkstuckes
angepas-t ist. Gilt das
für das Kammereinzelstück 31, so wiederholt
sith das. selbe in Bezug auf das EammereinzeistUek 32 in entsprechender, analoger
Ausführung. Demgemäß sind an der Wandung 37 des kammereinzelstückes 32 wieder ein
Passplattenstück 56 und ein Schließdplattenstück 58 festgelegt, und zwar mittels
der Verschraubungen 57, 59, Weiter sind wieder Spannschlösser 60 zwischen dem Passplattenstück
56 und der vertikalen Nachbarrippe 46 vorgesehen.
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Wie der Fig 4 zu entnehmen ist, sind die Schließplatten stücke 54,
58 decken- und bodenseitig verbunden, und zwar mittels der Gelenkschraubenanordnungen
61, 62. Gelenkbolzen 63, die in dem Schließplattenstück 54 gelagert sind, durchsetzen
die ösenförmigen Teile von Schraubenschäften, die ihrerseits in entsprechenden,
halbzylinderischen Ausnehmungen des Schließplattenstückes 58 aufgenommen sind. Schraubenmuttern
64, die auf die Gewindeschäfte aufgeschraubt sind, ermöglichen es, die Schließplatten
54, 58 gegeneinander zu ziehen und die erforderlichen, genauen Anpassungen an den
Querschnitt des Werkstückes 50 bzw. des Füllstückes 68 so vorzunehmen, daß in Verbindung
it der Dichtung der hermetisohe Abschluss der Kammer eintritt, ohne dass die Längsbeweglichkeit
des Werkstückes notwendiger Weise aufgehoben werden muss. Tras für die Teile 63,
64 ausgeführt worden ist, gilt sinngemäß für die Teile 65, 66.
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Infolge der völlig unregelmäßigen Ausbildung der Querschnittskonturen
des Werkstückes 50 ist es nicht ohne weiteres möglich, mit Hilfe einer in üblicher
Weise ausgeführten Runddiohtung die notwendige Abdichtung zu erreichen. Die Rille
zwischen den beiden verschieden langen Schenkeln des Y-förmigen Quer schnittes verhindert
des. In weiterer Durchbildung des Erfindungsgedankens wird daher ein Füllstück 68
zur Anwendung gebracht, das die Sinne zwischen den beiden Schenkeln ausfüllt und
einen Gesamtquerschnitt der Teile 50, 68 herstellt, der
etwa dem
eines Dreieckes entspricht. Dabei kann es zweckmäßig sein, zwischen den Teilen 50,
68 ein elastisches Band anzuordnen, wie es beispielsweise bei 70 in Fig. 6 veranschaulicht
ist. Die Länge dieses Bandes ist so bestimmt, daß es zunächst mit den Enden 71 über
die seitlichen Begrenzungsflächen der Teile 50, 68 übersteht. Anschliessend werden
die überstehenden STücke 71 abgeschnitten oder sonstwie entfernt, so daß ein bündiger
Abschluss der Teile 50, 68, 70 an den beiden Seitenflächen des zusammengesetzten
Körpers 50, 68, 70 entsteht, Eine derartige Ausbildung der vereinigten Teile 50,
68, 70 hat den Vorteil, daß die zweckentsprechend ausgebildete Ringdichtung längs
einer gesamten Querschnittskontur geschlossen an das Werkstück und seine seitlichen
Begrenzungsflächen angelegt und das Vakuum in vollem Ausmass aufrechterhalten werden
kann, so daß keine atrnospärische Luft in das Vakuum einzudringen vermag0 Die Runddichtung
72 umgibt, wie Fig. 4 deutlich zeigt, die vereinigten Teile 50, 68, 70 wiederum
in annähernd dreieckiger Form, wobei die ringförmige Dichtung an allen Stellen ihrer
Längserstreckung unter Spannung steht. Das wäre ohne das Füllstück 68 nicht errc-ichbar,
weil es nicht möglich erscheint, die Dichtung an der Wurzel der Schenkel des Y-förmigen
werkstückprofiles 50 unter Druck zu setzen. Fig. 5 lässt erkennen, daß die Passplattenstücke
51, 56 eine entsprechend verlaufende Ausnehmung zur Aufnahme der Ringdichtung aufweisen.
Auf diese Weise stellt sich die erforderliche Abdichtung zwischen den Teilen 50,
68, 70 einerseits und den anliegenden eilen der Vakuumkammer andererseits ein. Die
so ereielbaren Wirkungen sind noch dadurch zu steigern, daß die rass- mid Schliessplattenstücke
mittels aer in Fig. 4 aeneigter Selerkschraubenanordnungen 61, 62 gegeneinander
gezogen werden können. Auf diese Weise ist es möglich, die erforderliche Dichtung
an dor Querwand 37 herzustellen, Das gilt
entsprechend für die
Querwand 38 (Fig. 2) an der Austrittsstelle des Werkstückes, falls das Werkstück
eine Länge aufweist, bei der es die Vakuumkammer vollständig durchsetzt und nach
beiden Seiten übersteht.
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Wie bereits geschildert, macht die vakuumdichte Verbindung der Kammereinzelstücke
untereinander keinerlei Schwierigkeiten.
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Das gilt auch für die Verbindung der Teile 50, 68 untereinanders Sind
diese beiden Teile erst einmal so im Verhältnis zueinander angeordnet, wie dies
Fig. 6 veranschaulicht, dann macht es keine Schwierigkeiten, die Ringdichtung so
auszubilden und anzuordnen, daß sie längs der gesamten Quersclmittskontur der vereinigten
Teile 50, 68, 70 anliegt, so daß dort, WO abgedichtet werden muss, nämlich an den
Seitenwänden in Bezug auf das Werkstück, an den Teilen 50, 68 durch Vermittlung
des elastischen Bandes 70 und rings der Teilungsebene 48 den auftretenden J)ichtungsbedingungen
in vollem Ausmass zu entsprechen ist0 Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen eine Zangenanordnung,
deren Aufgabe es ist, die Teile 50, 68 in der notwendigen Vereinigung untereinander
zu halten und zu erhalten, Zu diesem Zwecke sind zwei Zangenschenkel 75 vorhanden,
die in der sie verbindenden, gemeinsamen Zangenbacke 73 enden. Zwei bewegliche Zangenbacken
74 sind bei 76 an die feststehenden Zangenbacken 75 angelenkt, Die beweglichen Zangenschenkel
74 tragen die Nach und Feststellschrauben 77, so dß die freien Enden der beweglichen
Zangenschenkel 74 mit einer einstellbaren Spannung an Stifte 78 angelegt werden
können, die in das Füllstück 68 eingeschraubt oder sonstwie in oder an diesem befestigt
sind.
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Gleichzeitig ist das Profil 50 an seinem unteren nnde an ein Widerlager
78 der feststehenden Zangenschenkel 75 angelegt,
so daß die eile
50, 68, 70 mit einer voreinstellbaren Spannung zusammenzuhalten sind. Ausnehmunren
79 dienen dazu, die feststehenden Zangenschenkel 75 an der anliegenden Wandung der
Vakuumkammer festzulegen.
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Fig. 7 zeigt die beschriebenen eile in der Draufsicht.
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Eine der zangenartigen Vorrichtungen liegt dabei innerhalb, eine andere
ausserhalb der den Durchlass für das Werkstück enthaltenden wandung der Vakuumkammer,
so daß also im Bereiche des Auftretens der Runddichtung 22 in Fig. 1, 72 in den
Figuren 4 und 5 dafür gesorgt ist, daß ein stetiger Querschnittskonturenverlauf
der abzudichtenden Teile eintritt, womit die Aufrechterhaltung des Vakuums keine
Schwierigkeiten macht.
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Es liegt im Wesen der Erfindung, daß sie sich in keiner Weise in den
Einzelheiten des gezeichneten und beschriebenen Ausführungsbeispieles erschöpft,
sondern daß manigfache Abwandlungen des Erfindungsgedankens möglich sind. ohne daß
derselbe verlassen wird.