DE1564894C3 - Indirekt geheizte Vorratskathode - Google Patents
Indirekt geheizte VorratskathodeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine indirekt geheizte Vorratskathode mit einem scheibenförmigen Vorratskörper, der zusammen mit einem Metallrohr einen
topfförmigen Hohlkörper bildet, in dessen Hohlraum ein an der Innenwandung des Metallrohres anliegendes
rohrförmiges oder topfförmiges Teil mit einer das Heizelement aufnehmenden Höhlung angeordnet ist.
Es sind bereits Vorratskathoden bekannt, deren scheibenförmiger Vorratskörper zusammen mit einem
Metallteil einen topfförmigen Hohlkörper bildet, in dessen Hohlraum sich das elektrische Heizelement
befindet. Es ist ferner bekannt, das elektrische Heizelement in der topfförmigen Höhlung einer
Kathode mit Hilfe einer Sintermasse einzusintern, um dadurch die Wärmeabgabe des Heizelementes an den
Emissionskörper zu verbessern.
Die Einbettung des Heizelements in eine Sintermasse bereitet im allgemeinen und insbesondere bei Vorratskathoden gewisse Schwierigkeiten, weil zur Verfesti-
gung der Sintereinbettmasse verhältnismäßig hohe Temperaturen erforderlich sind, die dem Kathodenaufbau
schaden können.
Aus der DT-AS 10 46 202 ist eine Vorratskathode bekannt, die einen porösen Schließkörper aufweist, der
den Boden einer topfförmigen Hülse bildet. In diese Hülse ist eine zweite topfförmige Hülse so eingesetzt,
daß unterhalb des Schließkörpers ein Raum gebildet wird, in welchem sich der aktivierende Stoff befindet,
der nur durch die Poren des Schließkörpers nach außen gelangen kann. Ein Verbrauch des aktivierenden Stoffes
führt dabei zu einer Änderung des Wärmekontaktes zwischen Schließkörper und Heizelement. In der
zweiten topfförmigen Hülse befindet sich ein mit Aluminiumoxid überzogener Heizfaden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine neuartige Vorratskathode vorzusehen, bei
der die Einbettung des Heizelements in eine Sintermasse in einfacher Weise vorgenommen werden kann, ohne
daß Beschädigungen der Kathode durch die Sintertemperaturen zu befürchten sind und die einen gleichbleibenden
Wärmeübergang zwischen Heizelement und Vorratskörper zu erzielen gestattet.
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das rohr- oder topfförmige Teil zusammen mit dem in eine
Sintermasse eingebetteten Heizelement als ein in das Metallrohr einsetzbares und befestigbares Bauteil
derart in dem Metallrohr angeordnet ist, daß es mit seiner einen Stirnfläche an der Innenfläche des
Vorratskörpers anliegt.
Die erfindungsgemäße Vorratskathode besitzt zum einen den Vorteil, daß ein Einbetten des Heizelementes
auch bei Vorratskathoden möglich ist, deren Schmelzpunkt unterhalb der Sintertemperatur der geeigneten
Einbettmasse, vorzugsweise Aluminiumoxid, liegt. Zum anderen ist ein guter und von der Lebensdauer
weitgehend unabhängiger Wärmekontakt zwischen Heizelement und Vorratskörper sichergestellt. Bevorzugt
besteht der Vorratskörper der erfindungsgemäßen Vorratskathode aus einem Sinterkörper auf Nickelbasis.
Zur Sinterung der aus Aluminiumoxydpulver bestehenden Einbettmasse können bei der erfindungsgemäßen
Vorratskathode ohne weiteres Sintertemperaturen zwischen 1600 und 1750° C angewendet werden, da die
Einbettung des Heizelements in ein rohrförmiges oder topfförmiges Teil aus hochschmelzendem Metall oder
aus Keramik, getrennt von dem eigentlichen Kathodenaufbau, vorgenommen wird. Den Vorratskörper, der
zusammen mit einem Metallrohr den Hohlkörper bildet, in welchen dann der bereits eingebettete Brenner
eingesetzt wird, kann nach den gewünschten elektrischen Gesichtspunkten ausgewählt werden, ohne daß
auf die Sintertemperaturen zur Sinterung der Einbettmasse Rücksicht genommen zu werden braucht.
Anhand der in den Abb. 1 und 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung wird
der Anmeldungsgegenstand nachfolgend näher erläutert.
Die Abb. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Vorratskathode mit dem Vorratsemissionskörper 3 und
dem Metallrohr 4, die zusammen einen topfförmigen Hohlkörper bilden.
Die Heizelementanordnung besteht aus einem topfförmigen, keramischen Teil 1, in dessen Inneren das
Heizelement 2 mit Hilfe der vorzugsweise aus Aluminiumoxyd bestehenden Sintermasse eingebettet
ist. Die Außenmaße des ebenfalls vorzugsweise aus Aluminiumoxyd bestehenden topfförmigen Körpers 1
sind derart, daß dieser Körper möglichst genau in den durch das Metallrohr 4 und den Emissionskörper 3
gebildeten topfförmigen Hohlraum hineinpaßt. In irgendeiner bekannten Weise kann dann die Heizelementanordnung
mit dem topfförmigen Körper 1 an dem Metallrohr 4 befestigt werden.
Das in A b b. 2 dargestellte weitere Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt einen Querschnitt durch eine
Vorratskathode mit dem Emissionskörper 13 und dem Metallrohr 14. Das Metallrohr 4 gemäß Abb. 1 und
Metallrohr 14 gemäß Abb. 2 dienen bevorzugt gleichzeitig zur Halterung der Kathode. Der Brenner 12
ist mit Hilfe einer Sintermasse 15 in ein rohrförmiges Teil 11, das bei diesem Ausführungsbeispiel aus einem
hochschmelzenden Metall bestehen kann, eingesintert und bildet ebenso wie in Abb. 1 ein selbständig
gefertigtes Bauteil. Ein zweites Bauteil besteht aus dem Emissionskörper 13 und dem Metallrohr 14. Beide
Bauteile werden nun in der Weise vereinigt, daß das rohrförmige Teil 11, das wiederum möglichst genau in
das Metallrohr 14 passen soll, in das andere Bauteil eingesetzt wird. Die Stirnflächen des Metallrohrs 11 und
der daran anschließenden Sintermasse 15 sollen zweckmäßig plan auf der Innenwandung des Emissionskörpers 13 aufliegen, um einen guten Wärmeübergang
zu erzielen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Indirekt geheizte Vorratskathode mit einem scheibenförmigen Vorratskörper, der zusammen mit
einem Metallrohr einen topfförmigen Hohlkörper bildet, in dessen Hohlraum ein an der Innenwandung
des Metallrohres anliegendes rohrförmiges oder topfförmiges Teil mit einer das Heizelement
aufnehmenden Höhlung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das rohr- oder topfförmige
Teil (1, 11) zusammen mit dem in eine Sintermasse (5, 15) eingebetteten Heizelement (2,
12) als ein in das Metallrohr (4,14) einsetzbares und befestigbares Bauteil derart in dem Metallrohr
angeordnet ist, daß es mit seiner einen Stirnfläche an der Innenfläche des Vorratskörpers (3,13) anliegt.
2. Vorratskathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das topfförmige oder rohrförmige
Teil (1, 11) aus einem hochschmelzenden Metall besteht.
3. Vorratskathode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das topfförmige oder
rohrförmige Teil (1, 11) aus Keramik, insbesondere Aluminiumoxidkeramik, besteht.
4. Vorratskathode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sintermasse (5,
15) aus Aluminiumoxid (AI2O3) besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET0031919 | 1966-08-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1564894C3 true DE1564894C3 (de) | 1977-07-07 |
Family
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