[go: up one dir, main page]

DE156441C - - Google Patents

Info

Publication number
DE156441C
DE156441C DE1904156441D DE156441DA DE156441C DE 156441 C DE156441 C DE 156441C DE 1904156441 D DE1904156441 D DE 1904156441D DE 156441D A DE156441D A DE 156441DA DE 156441 C DE156441 C DE 156441C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vasogen
carbonate
ammonium
rust
shot
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1904156441D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE156441C publication Critical patent/DE156441C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT21165D priority Critical patent/AT21165B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M5/00Solid or semi-solid compositions containing as the essential lubricating ingredient mineral lubricating oils or fatty oils and their use
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M2201/00Inorganic compounds or elements as ingredients in lubricant compositions
    • C10M2201/06Metal compounds
    • C10M2201/062Oxides; Hydroxides; Carbonates or bicarbonates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M2207/00Organic non-macromolecular hydrocarbon compounds containing hydrogen, carbon and oxygen as ingredients in lubricant compositions
    • C10M2207/02Hydroxy compounds
    • C10M2207/021Hydroxy compounds having hydroxy groups bound to acyclic or cycloaliphatic carbon atoms
    • C10M2207/022Hydroxy compounds having hydroxy groups bound to acyclic or cycloaliphatic carbon atoms containing at least two hydroxy groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10NINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS C10M RELATING TO LUBRICATING COMPOSITIONS
    • C10N2010/00Metal present as such or in compounds
    • C10N2010/02Groups 1 or 11
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10NINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS C10M RELATING TO LUBRICATING COMPOSITIONS
    • C10N2030/00Specified physical or chemical properties which is improved by the additive characterising the lubricating composition, e.g. multifunctional additives
    • C10N2030/12Inhibition of corrosion, e.g. anti-rust agents or anti-corrosives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10NINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS C10M RELATING TO LUBRICATING COMPOSITIONS
    • C10N2050/00Form in which the lubricant is applied to the material being lubricated
    • C10N2050/10Form in which the lubricant is applied to the material being lubricated semi-solid; greasy

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Für mit Nitropulver beschossene Gewehrläufe sind Rostschutzfette bekannt, welche dadurch hergestellt sind, daß man Mineralöle oder fette Öle mit Ammoniakgas bei gewohnlicher Temperatur sättigt, oder daß man in ihnen organische Basen auflöst, oder daß man beide Methoden kombiniert. Derartige Rostschutzmittel für mit Nitropulver beschossene Gewehrläufe haben den Nachteil,
ίο daß man flüssige Substanzen erhält, die leicht aus dem Gewehr herauslaufen oder das Ammoniakgas in der Wärme bald abgeben, so daß dann der Rostschutz versagt. Ferner mischen sich diese alkalisierten Öle sehr schlecht mit den sauren Rückständen der Nitropulver wegen ihrer geringen Affinität zu Wasser, dem Lösungsmittel der Säuren. Überdies sind die wegen ihres billigen Preises in . erster Linie in Betracht kommenden organisehen Basen, wie Anilin, Toluidin, nur schwache Basen, welche die beabsichtigte Abstumpfung der sauren Rückstände im Lauf nur in geringem Maße oder gar nicht bewirken, während die kräftigeren Basen der aliphatischen Reihe, abgesehen von ihrem zuweilen sehr widerlichen Geruch, unverhältnismäßig teuer sind, so daß ein billiges Rostschutzmittel hieraus niemals erhalten wird.
Alle diese Nachteile zu vermeiden, ist Zweck der vorliegenden Erfindung. Dieselbe besteht in folgendem:
Glyzerin und Vasogen (ein Mineralöl, vermischt mit olemsaurem Ammoniak) werden in einer Reibschale oder Salbenmaschine ohne weiteren Zusatz zu einer Creme verarbeitet. Dann wird kohlensaures Ammonium zugesetzt und
das Ganze so lange verrieben, bis alles gleichmäßig gemengt ist und das Ammoniumkarbonat zwischen den Fingerspitzen nicht mehr als Sand zu fühlen ist. Hierzu bedient man sich zweckmäßig einer Farbreibmühle. Man arbeitet dabei etwa mit folgenden Mengenverhältnissen:
25 Prozent Glyzerin, 50 Prozent Vasogen und 25 Prozent kohlensaures Ammonium.
Die Verwendungsweise ist die, daß die rauchlos, d. h. mit Nitropulver beschossenen Läufe (in erster Linie Büchsen-, aber ebensogut auch Schrotläufe) nach dem Schuß mit einem Bürstenwischer durchgerieben werden, der vorher mit nach obigem Verfahren hergestelltem Schutzfett bestrichen wird. Weitere Behandlung ist unnötig.
Das wie oben beschrieben hergestellte Rostschutzmittel hat (bedingt durch das Vasogen) Salbenkonsistenz, wodurch ein Herausfließen aus dem Lauf vermieden wird. Es haftet an der Lauf wand genügend fest, um einen schützenden Fettüberzug gegen atmosphärische Einflüsse zu bilden. Infolge der Verwendung von kohlensaurem Ammonium anstatt Ammoniakgas ist ein Entweichen des letzteren ausgeschlossen, so daß das Rostschutzmittel stets wirksam bleibt. Infolge des Glyzerinzusatzes und teilweise auch bedingt durch das Vasogen, mischt sich das Rostschutzmittel sehr leicht mit den sauren Rückständen des Nitropulvers, so daß ein rasches Abstumpfen der Säuren bei der Behandlung der Gewelirläufe eintritt. Das Glyzerin bewirkt auch, daß die vorliegende Fettmischung in der Kälte nicht hart und spröde wird und
daher keine Störungen beim Laden und Schießen bei starkem Frost erzeugt. . Die Alkalescenz der P"ettmischung ist eine sehr
. kräftige und rührt von dem hohen Gehalt an kohlensaurem Ammonium und den alkalischen
. Eigenschaften des Vasogens her. Endlich ist das neue Rostschutzmittel für mit Nitropulver beschossene Gewehrläufe auch billiger wie jedes andere, bekannte, dem gleichen Zweck
ίο dienende Mittel, ohne daß es einen unangenehmen Geruch aufweist.
Mit der vorliegenden Fettmischung genügt eine einmalige kurze Behandlung des Gewehrlaufes, d. h. das Durchwischen mit der Bürste, um.das gefürchtete Nachrosten zu verhindern; letzteres ist ganz unmöglich, da das neue Rostschutzmittel keinen Wasserzusatz enthält, wie beispielsweise das durch die Patentschrift 90597 bekannte Mittel, und weil das vorhandene Alkali (Ammoniumkarbonat und Vasogen) die Bildung von Wasserstoffsuperoxyd auf der Metallfläche und dadurch das Nachrösten derselben verhindert. Außerdem wird ja dem Glyzerin seine wasseranziehende Kraft durch das Vasogen größtenteils geno.mmen. Eine Nachbehandlung des Laufes ist nicht erforderlich. Aus all dem Gesagten entspringt für die Praxis die Möglichkeit, mit einem sehr kompendiöse'n Putzzeug, welches auf Jagdtouren, Expeditionen usw. leicht mitgeführt werden kann, die Waffen dauernd in gutem Stand zu halten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Rostschutzmittel für mit Nitropulver beschossene Gewehrläufe, bestehend aus einer Mischung von kohlensaurem Ammonium, Glyzerin und Vasogen.
DE1904156441D 1904-01-20 1904-01-20 Expired - Lifetime DE156441C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT21165D AT21165B (de) 1904-01-20 1904-12-30 Rostschutzmittel für mit Nitropulver beschossene Gewehrläufe.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE156441C true DE156441C (de)

Family

ID=422814

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1904156441D Expired - Lifetime DE156441C (de) 1904-01-20 1904-01-20

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE156441C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3325176A1 (de) Ueberzugsmaterial und verfahren zur verbesserung der korrosionsbestaendigkeit von metallteilen
DE156441C (de)
LV11192B (en) Heat-treatment method for rails
DE907685C (de) Wasserverdraengende Mineraloelzusammensetzung fuer kaltzuwalzende Werkstuecke aus korrodierenden Metallen
DE4222894A1 (de) Korrosionsschutzmittel für metallische Werkstücke
AT21165B (de) Rostschutzmittel für mit Nitropulver beschossene Gewehrläufe.
DE903496C (de) Schmiermittel, die hohen Temperaturen ausgesetzt werden und bzw. oder hohe Tragfaehigkeiten haben muessen
DE102014100107B4 (de) Walzstange als Innenwerkzeug beim Herstellen von nahtlosen metallischen Hohlkörpern und Verfahren zur Herstellung eines metallischen Hohlkörpers
DE2324532A1 (de) Verfahren zur schutzbehandlung fuer zu lagernde kraftfahrzeuge
DE102012107807A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines metallischen Bauteils eines Beschlages, Ofenbeschlag und Ofen mit Pyrolysereinigungsfunktion
DE591242C (de) Verfahren zum Reinigen von Metallflaechen
DE633694C (de) Verfahren zur Beseitigung der Oberflaechenrissigkeit in Teilen, die bei der Warmverarbeitung ganz oder zonenweise auf Zug beansprucht werden
EP0689583B1 (de) Zusammensetzung zur reinigung von öfen
DE734902C (de) Verfahren zur Beseitigung oder Vermeidung der Anlasssproedigkeit nitrierter Werkstuecke aus Mo-freiem Stahl
DE392599C (de)
DE974365C (de) Verfahren zur Aufbringung von Phosphatueberzuegen
DE585222C (de) Verfahren zur Reinigung von Metalloberflaechen
DE322587C (de) Verfahren zur Herstellung eines auch als Heissdampfzylinderoel verwendbaren Schmieroelersatzes Schmieroelersatzes
AT100702B (de) Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Entrosten und Reinigen von Stahl und Eisen.
DE1227592B (de) UEberzugsbildende Wachsemulsionen
DE1210296B (de) Mittel und Verfahren zur Behandlung von Metallen fuer die Kaltverformung
DE299741C (de)
DE954988C (de) Schmieroelzusatzstoffe
DE228480C (de) Verfharen zur behandlung von teer und pech behufs herstellung eunes bindemittels fuer briketts
AT77902B (de) Verfahren zur Verhinderung der Zunderbildung beim Erhitzen von Metallen (Eisen, Kupfer usw.).