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DE15634C - Kontroiapparat für Maximaltemperaturen - Google Patents

Kontroiapparat für Maximaltemperaturen

Info

Publication number
DE15634C
DE15634C DENDAT15634D DE15634DA DE15634C DE 15634 C DE15634 C DE 15634C DE NDAT15634 D DENDAT15634 D DE NDAT15634D DE 15634D A DE15634D A DE 15634DA DE 15634 C DE15634 C DE 15634C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boiler
water level
steam
shell
inner tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT15634D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. SCHWARTZKOPFF in Berlin
Publication of DE15634C publication Critical patent/DE15634C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B21/00Alarms responsive to a single specified undesired or abnormal condition and not otherwise provided for

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Levels Of Liquids Or Fluent Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 74: Signalwesen.
Der Zweck dieser Erfindung ist, insbesondere bei Dampfkesseln sowohl den Wassermangel, als auch den für jeden Kessel bestimmten höchsten Druck durch Messung der Temperatur des Kesselinhaltes zu melden, mag diese Temperatur unter normalen Verhältnissen entstanden oder mag ein Siedeverzug die Veranlassung dazu sein.
Leitender Gedanke bei der Construction dieses Apparates ist gewesen, alle die Fehler, die sich bei anderen in die Praxis eingeführten Apparaten herausgestellt haben, zu vermeiden; zu diesen gehören namentlich das öfter vorkommende Versagen des Manometers und des Sicherheitsventils, das Inkrustiren des dem Wasser oder Dampf ausgesetzten Schmelztropfens, das Festklemmen der Schwimmer, das heftige Ausblasen von Dampf oder Wasser nach erfolgter Wirkung des Sicherheitsapparates mit dem unter allen Umständen unzuträglichen Reactionsstofs.
Das, was den Sicherheitsapparat vor allen bis jetzt existirenden Sicherheitsapparaten auszeichnet, ist, dafs durch denselben die vorerwähnten Ursachen von Explosionen mit völliger Sicherheit rechtzeitig gemeldet werden.
Der Apparat, wie solchen die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung darstellt, ist folgendermafsen construirt:
Ein etwa 1,5 m langes Rohr /, am besten aus Stahl oder Eisen von etwa 60 bis 70 mm Durchmesser, an welches an einem Ende eine Verstärkimg mit Gewinde gelöthet ist, wird derartig mittelst Flantsches oder in anderer geeigneter Weise auf dem Kessel befestigt, dafs das mit Verstärkung versehene Ende des Rohres aus der Kesselwand hervorragt, und zwar wird dieses Rohr bis zur Grenze des niedrigsten Wasserstandes in den Kessel eingelassen. Auf den oberen, durch die Verstärkung gebildeten Rand dieses Rohres legt sich der Flantsch eines anderen Rohres e, am besten aus Kupfer oder Messing gefertigt, welches in das erstere hineingelassen und vermittelst Dichtungsmittels durch eine darüber geschraubte Mutter gegen das äufsere Rohr völlig gedichtet wird. Dieses Rohr, welches an seinem unteren Ende geschlossen ist, hat einen Durchmesser von circa 40 bis 50 mm und soll etwas tiefer in das Kesselwasser hineinragen, wie das äufsere. Aufserdem befindet sich etwa 20 mm unter dem äufseren Rohr am inneren Rohr ein dachartiger oder gerader Flantsch m, dessen Dimensionen so gewählt sein können, dafs 4&s innere Rohr sich durch das äufsere nach oben hinaufziehen läfst. Dieser Flantsch oder Schirm dient dazu, den vom Boden des Gefäfses in die Höhe steigenden Dampfblasen den Zutritt in den ringförmigen Raum zwischen äufserem und innerem Rohr zu versperren.
In das Rohr e werden bis auf den Boden (eventuell durch einen aus einem schlechten Elektricitätsleiter gebildeten Kolben hindurch) zwei isolirte Metalldrähte α α gebracht, die
ihrerseits zwei aus Porcellan oder anderem geeigneten isolirenden Material hergestellte Schälchen b und bl tragen, auf deren Rand je ein Legirungsring c bezw. cl von bestimmter Schmelzbarkeit steht.
Die beiden Drähte α α gehen getrennt von einander durch den Boden der Schälchen h und bl hindurch, von denen sich b am unteren Ende der Drähte bezw. dem unteren Ende des Rohres e, l·1 dagegen in der Nähe des oberen Endes dieses Rohres befindet.
Um die Legirungsringe gegen Oxydation und eine dadurch mögliche Aenderung ihres Schmelzpunktes zu schützen, sind dieselben aufsen von einem Kupferring umgeben, welcher gleichzeitig das betreffende Schälchen mit umfassen und einen erhöhten Rand desselben bilden kann. An die innere Seite des Ringes schliefst sich zu demselben Zweck die Aufsenfläche des Zapfens am Kolben d bezw. d1. Zur weiteren Sicherung der Ringe gegen irgend welche Niederschläge und zum Fernhalten von Unreinigkeiten ist das Rohr e durch einen Pfropfen aus isolirendem Material, wie Holz, Gummi oder dergl. m., abgeschlossen, der mit zwei Durchbohrungen für die Leitungsdrähte versehen ist. Damit die Nietköpfe dieser Drähte den Boden des Rohres e nicht berühren, ist der vorerwähnte Kupferring des Schälchens b unten vorstehend gelassen worden, und sind zum Tragen des letzteren zwei Stifte durch denselben hindurchgesteckt.
Die beiden Leitungsdrähte α α stehen mit einer Batterie und einem elektrischen Läutewerk in Verbindung, so dafs, wenn durch ein Schmelzen der Legirung ein metallischer Contact zwischen den Drähten hergestellt wird, ein Signal erfolgt.
Statt des Läutewerkes könnte man aber mittelst des elektrischen Stromes auch eine Vorrichtung zur Beseitigung des Feuers, z. B. durch Auslösen der Roststäbe oder Einleiten eines Wasserstrahles in den Feuerraum, in Thätigkeit setzen.
Fig. 2 zeigt eine modificirte Anordnung der Leitungsdrähte für den Fall, dafs ein Kesselhaus nicht die genügende Höhe hat, um das Einsetzen und Auswechseln der Legirungsringe mit dem in Fig. ι gezeichneten Apparat zu bewirken. Es können alsdann, wie dargestellt, die Leitungsdrähte α α aus zwei oder mehreren durch Gelenke, durch Verschraubung oder auf sonstige geeignete Weise zusammengesetzten Theilen bestehen. Es empfiehlt sich für diesen Fall, die einzelnen Theile der Drähte durch ein- oder zweitheilige kolbenähnliche, aus isolirendem Material hergestellte Pfropfen zu führen.
Die Wirkung des Apparates ist folgende:
Der untere Legirungsring c schmilzt bei einer Temperatur, die einem Druck entspricht, welcher demjenigen, auf den der Kessel concessionirt ist, um ein Geringes überschreitet, mag diese Temperatur unter normalen Verhältnissen entstanden oder mag ein Siedeverzug die Veranlassung dazu gewesen sein.
Tritt dagegen infolge irgend eines Umstandes Wassermangel ein, so wird das Kesselwasser, welches bis dahin in dem ringförmigen Raum zwischen dem äufseren und dem inneren Rohr dem Kesseldruck entsprechend hoch stand und welches stets durch die das obere Rohrende umgebende Luft die nöthige Abkühlung erfährt, herabfallen. Dagegen tritt in den ringförmigen Raum Dampf ein, der sich, wenn, überhaupt eine Condensation eintreten sollte, so rasch ersetzt, dafs die für das Schmelzen des oberen Legirungsringes nöthige Wärme in wenigen Secunden erreicht ist. Durch das Flüssigwerden des Metalls entsteht wie im ersten Fall eine leitende Verbindung zwischen den beiden Drähten, so dafs der Stromkreis geschlossen und der elektrische Apparat in Thätigkeit gesetzt wird.
Wenn in einer Fabrik mehrere Kessel mit dem Controlapparat versehen sind, so können sämmtliche Apparate mit einem und demselben Signalapparat verbunden werden, vorausgesetzt, dafs man in jede Leitung vor ihrer Vereinigung mit den übrigen Leitungsdrähten einen kleinen Elektromagneten einschaltet, dessen Wirkung dazu benutzt wird, die Nummer oder sonstige Bezeichnung des betreffenden Kessels anzugeben. Es kann dies, wie bei anderen ähnlichen Vorrichtungen, dadurch bewirkt werden, dafs der Elektromagnet eine Klappe aufspringen läfst, welche die Nummer etc., die zusammen mit den Nummern der. übrigen Kessel auf einer Tafel anzubringen ist, verdeckt.
Es erübrigt noch, zu erwähnen, dafs derjenige Theil des Apparates, welcher zur Controlirung des Wasserstandes dient, auch getrennt von dem anderen Theil benutzt werden kann. Es würde dabei aber nur der untere Legirungsring nebst zugehörigen Schälchen wegzulassen sein. Eine Verkürzung des inneren Rohres e sollte nicht stattfinden, da die geringe Dicke der ringförmigen Wasserschicht zwischen den Röhren e und / für die gute Wirkung des Apparates von wesentlichem Vortheil ist.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Ein Controlapparat für Minimal-Wasserstand in Dampfkesseln, bestehend aus zwei concentrischen, oben mit einander verbundenen Metallrohren e und / und einer im oberen Theil des inneren Rohres angebrachten, auf einer isolirenden Schale b1 stehenden Metalllegirung c1, die bei zu niedrigem Wasserstand infolge des Eintrittes von Dampf in den Ringraum schmilzt und dadurch zwischen zwei in die Schale b1 hineinreichenden, isolirten und zu einer Batterie
    führenden Leitungsdrähten α α einen elektrischen Contact herstellt, um ein Signalwerk oder eine geeignete Vorrichtung zur Beseitigung des Feuers in Thätigkeit zu setzen. Ein combinirter Controlapparat für Maximai-Temperatur und Minimal-Wasserstand, bestehend aus der unter i. bezeichneten Vorrichtung und aus einer im unteren Theil des inneren Rohres angebrachten, auf einer isolirenden Schale b stehenden Metalllegirung c, die bei einer bestimmten Temperatur des Kesselinhaltes schmilzt und dadurch zwischen den zwei, durch die obere Schale hmdurchgeführten Leitungsdrähten a a den Contact herstellt, zu dem vorstehend angeführten Zweck.
    Die Herstellung der Leitungsdrähte innerhalb des Apparates aus zwei oder mehreren Theilen, welche durch Gelenke oder Verschraubung mit einander verbunden sind.
    Die Anbringung des Schirmes m am unteren vortretenden Ende des inneren Rohres, um die im Kessel aufsteigenden Dampfblasen vom Eintritt in den ringförmigen Raum zwischen den beiden Rohren abzuhalten, so lange Wasser in demselben steht.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT15634D Kontroiapparat für Maximaltemperaturen Active DE15634C (de)

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