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DE1563335C - Spule mit veränderlicher Induktivität als Strombegrenzungseinrichtung fur Ener gieubertragungsanlagen - Google Patents

Spule mit veränderlicher Induktivität als Strombegrenzungseinrichtung fur Ener gieubertragungsanlagen

Info

Publication number
DE1563335C
DE1563335C DE1563335C DE 1563335 C DE1563335 C DE 1563335C DE 1563335 C DE1563335 C DE 1563335C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
windings
current
coil according
coil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Dr Ing 8520 Erlan gen Massar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Publication date

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Description

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Strombegrenzungseinrichtungen haben die Auf- lungen jedoch lediglich zum Schütze der Supragabe, den in einem Stromkreis fließenden Strom auf leitungsmagnetspulen gegen Zerstörung bei einem einen zulässigen Wert zu begrenzen. Sie spielen eine unerwünschten Übergang in den elektrisch normalbesondere Rolle in Energieübertragungsanlagen zum leitenden Zustand (USA.-Patentschrift 3129 359, Senken der AbschaltleSstung und zur Begrenzung 5 Zeitschrift »Elektrie«, Heft 4 (1965), Si 176 bis 182, von Kurzschlußströmen. Die Kurzschlußströme insbesondere S. 180, linke Spalte). Ferner ist ein als können so groß sein, daß die hierbei entstehenden Schalter in Schwachstromkreisen geeignetes Kryotron mechanischen Kräfte zu Zerstörungen von Teilen der bekannt, bei dem zum Schalten die Widerstands-Anlage führen. Um dies zu verhindern, werden bei erhöhung eines Supraleiters ausgenutzt wird, der mit Wechselstromübertragungsanlagen Drosselspulen in io Hilfe einer supraleitenden Steuerspule vom supraden Laststromkreis eingesetzt (»Hütte«, Band IVA, , leitenden in den nprmalleitenden Zustand übergeführt 28. Aufl., Berlin 1957, S. 450). Diese verursachen wird (Zeitschrift »Deutsches Elektrohandwerk«, auch im Normalbetrieb einen Spannungsabfall und Heft 19 (1963), S. 671 bis 673, insbesondere S. 673). infolge des ohmschen Widerstandes beträchtliche Außerdem ist bereits der Vorschlag bekannt, SupraVerluste. Damit sich die Strombegrenzungseinrich- 15 leiter als Schmelzsicherungen zum Schütze, starktung nur beim Überschreiten der zulässigen Strom- stromtechnischer Geräte zu verwenden (Zeitschrift stärke auswirkt, hat man auch schon im Leitungszug »Elektrie«, Heft 6 (1965), S. 261 bis 266, insbesoneinen Reihenschwingkreis vorgesehen, der auf die dere S. 266, linke Spalte). Auch diese supraleitenden Netzfrequenz abgestimmt ist und aus einer sättigbareri Bauelemente kommen jedoch als Strombegrenzungs-Drossel und einem Kondensator besteht (deutsche 20 einrichtungen für Energieübertragungsanlagen nicht Auslegeschrift 1213 039). Beim Überschreiten des in Betracht.
zulässigen Stromwertes gelangt die Drossel in den Die Erfindung wird durch zwei Ausführungsbei-
Sättigungsbereich und ändert dadurch ihre Induktivi- spiele an Hand zweier Figuren näher erläutert. Es tat. Der als Bandpaß wirkende Reihenschwingkreis zeigt
wird verstimmt. Hierbei wird der Wechselstrom- 25 F i g. 1 eine als Strombegrenzungseinrichtung wirwiderstand erhöht. Nachteilig an dieser Strom- kende Spule mit zwei Zylinderwicklungen, ,·.;-.
begrenzungseinrichtung ist die Trägheit, die dadurch F i g. 2 eine als Strombegrenzungseinrichtung wirbedingt ist, daß das Eisen zuerst gesättigt werden kende Spule mit scheibenförmigen Wicklungen,
muß. Die Begrenzungswirkung tritt oft erst ein, nach- Die.in Fig. 1 dargestellte als Strombegrenzungs-
dem durch den Überstrom bereits ein Schaden ver- 30 einrichtung wirkende Spule besteht aus zwei parallelursacht worden ist. geschalteten Wicklungen 1 und 2 mit entgegengesetzt
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spule mit ver- gerichtetem Wrckelsinn" und etwa gleichgrößer Durchänderlicher Induktivität als Strombegrenzungsein- flutung. Die Wicklung 1 besteht aus einem Suprarichtung für Energieübertragungsanlagen zu schaffen, leitermaterial, die Wicklung 2 aus Aluminium oder die schnell anspricht und den Laststromkreis im 35 Kupfer hohen Reinheitsgrades und dementsprechend Nennbetrieb praktisch nicht beeinflußt. Die Strom- hohen Restleitwertes. Die beiden Wicklungen sind begrenzungseinrichtung soll vorzugsweise zur Kurz- innerhalb eines wärmeisolierenden Gehäuses 3 anschlußstrombegrenzung dienen. geordnet. Dieses ist mit flüssigem Helium angefüllt,
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- das durch Anschlüsse 4.zu- und abgeführt wird. Die löst, daß zwei magnetisch eng gekoppelte, elektrisch 40 Wicklungsenden sind an Anschlußklemmen 5 und 6 parallelgeschaltete Wicklungen vorgesehen sind, die geführt. Mit diesen wird die Spule als Strombegrenbei Nennbetrieb eine annähernd gleiche Durchflutung zungseinrichtung in den zu schützenden Stromkreis entgegengesetzter Richtung aufweisen, und daß geschaltet. Die beiden Wicklungen sollen möglichst wenigstens die erste der Wicklungen ganz oder teil- eng gekoppelt sein, so daß das Streufeld klein bleibt, weise aus einem Supraleitermaterial besteht und so 45 Nur dieses verursacht eine in dem. Stromkreis wirausgelegt und/oder angeordnet ist, daß ihre kritische kende Restreaktanz, da sich die gemeinsam verFeldstärke bzw. Stromstärke beim Überschreiten des ketteten Flüsse der beiden Wicklungen gegenseitig Grenzwertes des Stromes überschritten und der supra- aufheben. Die supraleitende Wicklung ist durch geleitende Leiter der Wicklung normalleitend wird, eignete Materialauswahl oder geeignete Draht-
Im Nennbetrieb ist nur das Streufeld wirksam, es 50 abmessung so ausgelegt, daß sie bei dem zwei- bis befindet sich also nur ein verhältnismäßig kleiner dreifachen Wert des Nennstromes normalleitend induktiver Widerstand im Stromkreis. Der ohmsche wird. Tritt dieser Zustand ein, so wird die Durch-Widerstand ist dann besonders klein, wenn auch die flutung der supraleitenden Wicklung verschwindend zweite Wicklung als Tieftemperaturleiter ausgebildet klein, der Strom wird von der anderen Wicklung mit ist. Beim Überschreiten des vorgegebenen Grenz- 55 übernommen, deren Induktivität sich voll entfalten wertes des Stromes wird die erste Wicklung normal- kann, da kein Gegenfeld mehr vorhanden ist. Die leitend, es entfällt das Gegenfeld, die zweite Wick- Verhältnisse für Nennbetrieb und den Kurzschlußfall lung kann voll zur Wirkung kommen..'.. sind durch die Kurven 7 und 8 angedeutet. Die
Daß normalleitende Widerstände zu Supraleitungs- Kurve 7 veranschaulicht die Größe des Streufeldes magnetspulen parallel geschaltet werden können, so 60 bei Nennbetrieb, die Kurve 8 die Größe des Feldes daß sie beim Übergang der Supraleitungsmagnetspule im Kurzschlußfall bei normalleitend gewordener in den normalleitenden Zustand den Strom über- innenliegender Wicklung 1. Es soll bei diesem Ausnehmen, ist bereits bekannt. Ferner ist es bekannt, führungsbeispiel noch hervorgehoben werden, daß eine Supraleitungsspule mit einer einen Kurzschluß- durch die Anordnung der supraleitenden Wicklung 1 kreis bildenden, galvanisch von der Supraleitungs- 65 innerhalb der leitfähig bleibenden Wicklung 2 die spule getrennten normalleitenden Wicklung induktiv Transition begünstigt wird, da die Wicklung 1 dem zu koppeln. Bei diesen bekannten Einrichtungen Magnetfeld der Wicklung 2 ausgesetzt ist.
dienen die normalleitenden Widerstände bzw. Wick- Bereits bei dem ersten Beispiel wurde hervor-
gehoben, daß die beiden Wicklungen möglichst eng gekoppelt sein sollen, damit die im Nennbetrieb wirksame Steuerreaktanz möglichst klein bleibt. Im Hinblick auf ein möglichst kleines Streufeld ist es vorteilhaft, wenn beide Wicklungen aus scheibenförmig ausgeführten Teilwicklungen bestehen, die aufeinander angeordnet sind. F i g. 2 zeigt eine derartig aufgebaute Spule als Strombegrenzungseinrichtung. Teilwicklungen der Wicklung 1 und Teilwicklungen der Wicklung 2 folgen hier abwechselnd aufeinander. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Wicklungen durch eine thermische Isolation 9 getrennt, und das zur Kühlung der ersten Wicklung verwendete Kühlmedium ist nach dem Austritt aus dem Kühlraum 10 der ersten Wicklung in den Kühlraum 11 der zweiten Wicklung geleitet. Das Temperaturniveau der zweiten Wicklung kann dabei höher sein als das Temperaturniveau der ersten Wicklung. Beispielsweise kann sich die zweite Wicklung auf einer Temperatur von 20° K und die erste Wicklung auf einer Temperatur von 4,2 bis 8° K befinden.
Bei den beiden Ausführungsbeispielen war die zweite Wicklung als Aluminium- oder Kupferleiter mit hohem Reinheitsgrad ausgebildet. Die zweite Wicklung kann auch aus Supraleitermaterial bestehen. Dann ist aber dafür zu sorgen, daß sie im Kurzschlußfall, wenn die erste Wicklung in Transition geht, nicht auch normalleitend wird. Dies kann dadurch erreicht werden, daß für die zweite Wicklung ein Supraleitermaterial verwendet wird, dessen kritische Feldstärke bzw. Stromdichte höher liegt, so daß die Wicklung beim Überschreiten des Grenzwertes des Stromes supraleitend bleibt. Es können auch die Leiterabmessungen dieser zweiten aus Supraleitermaterial bestehenden Wicklung so gewählt sein, daß die Wicklung beim Überschreiten des Grenzwertes des Stromes supraleitend bleibt.
Die Wicklungen der als Strombegrenzungseinrichtung wirkenden Spule können vorzugsweise in einem Kryogefäß aus elektrisch nichtleitendem Material, insbesondere Glasfaser-Kunststoff-Verbundmaterial, untergebracht sein.
Die Strombegrenzungseinrichtung zeichnet sich insbesondere durch rasches Ansprechen und durch einen sehr geringen induktiven Spannungsabfall bei Nennbetrieb aus. Durch die Ausbildung auch der zweiten Wicklung als Tieftemperaturleiter oder Supraleiter können beim Nennbetrieb auch die ohmschen Verluste weitestgehend oder sogar völlig vermieden werden. Die Wicklungen der als Strombegrenzungseinrichtung wirkenden Spule müssen zwar gekühlt werden, jedoch ist die laufend aufzuwendende Kühlleistung infolge der geringen thermischen Verluste verhältnismäßig klein.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Spule mit veränderlicher Induktivität als Strombegrenzungseinrichtung für Energieübertragungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei magnetisch eng gekoppelte, elektrisch parallelgeschaltete Wicklungen (1,2) vorgesehen sind, die bei ^ Nennbetrieb eine annähernd gleiche Durchflutung entgegengesetzter Richtung aufweisen, und daß wenigstens die erste (1) der Wicklungen ganz oder teilweise aus einem Supraleitermaterial besteht und so ausgelegt und/oder angeordnet ist, daß ihre kritische Feldstärke bzw. Stromstärke beim Überschreiten des Grenzwertes des Stromes überschritten und der supraleitende Leiter der Wicklung (1) normalleitend wird.
2. Spule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wicklung (2) aus Aluminium oder Kupfer hohen Reinheitsgrades und dementsprechend hohen Restleitwertes besteht.
3. Spule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Fall, daß auch die zweite (2) der Wicklungen aus Supraleitermaterial besteht, für diese ein Material verwendet ist, dessen kritische Feldstärke bzw. Stromdichte höher als die der ersten Wicklung (1) liegt, so daß die zweite Wicklung (2) beim Überschreiten des Grenzwertes des Stromes supraleitend bleibt.
4. Spule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Fall, daß auch die zweite (2) der Wicklungen, aus Supraleitermaterial besteht, die Leiterabmessung dieser Wicklung (2) so gewählt ist, daß sie bei Überschreiten des Grenzwertes des Stromes supraleitend bleibt.
5. Spule nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Wicklung (1) so angeordnet ist, daß ihre Leiter so weit wie möglich im Feld der zweiten Wicklung (2) liegen.
6. Spule nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Wicklungen (1, 2) aus scheibenförmig ausgeführten Teilwicklungen bestehen und Teilwicklungen der ersten und der zweiten Wicklung abwechselnd aufeinanderfolgen (F i g. 2).
7. Spule nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wicklungen (1, 2) durch eine thermische Isolation (9) getrennt sind und das Temperaturniveau der zweiten Wicklung (2) hoher ist als das Temperaturniveau der ersten Wicklung (1).
8. Spule nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kühlung beider Wicklungen dasselbe Kühlmedium verwendet ist, das nach Austritt aus dem Kühlraum (10) der ersten Wicklung (1) den Kühlraum (11) der zweiten Wicklung (2) durchströmt.
9. Spule nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen (1, 2) in einem Kryogefäß aus elektrisch nichtleitendem Material untergebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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