DE1561844C - Kapillarschreiberpatrone - Google Patents
KapillarschreiberpatroneInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Kapillarschreiber- beiden Mantelrohrabschnitten 3 und 4 befindet sich
patrone, die in einem Hüllrohr einen die Tinte spei- ein kegelstumpfförmiger Übergangsteil 5. In diesem
chernden Füllkörper enthält, dessen Kapillarität nach Mantelrohr 1 befindet sich ein Füllkörper 6, welcher
der Schreibspitze hin zunimmt, sowie ein Verfahren die Gestalt eines Vierkantstabes hat, der mit seinen
zum Herstellen des Füllkörpers. 5 Kanten die Innenwand des Mantelrohres 1 berührt,
Bei den bisher bekanntgewordenen Kapillarschrei- so daß zwischen der Innenwand des Mantelrohres 1
bern bestehen die Füllkörper aus Watte, Filz oder und den Seitenflächen des Vierkantstabes genau defi-Kunststoff-Fasern,
die ähnlich den in Filterzigaretten nierte Luftkanäle 7 mit einer kreisabschnittsförmigen
verwendeten Filtern verarbeitet sind. Außerdem hat Querschnittsfläche entstehen. Dieser Füllkörper 6 ist
man bereits gestapelte Scheibchen, spiralig gewickelte io der Form des Mantelrohres angepaßt, d. h., er hat im
Dochte oder ähnliches verwendet. Bei all diesen Füll- Mantelrohrabschnitt 3 einen größeren und im
körpern ist es. schwierig, die Kapillarität über die Mantelrohrabschnitt 4 einen kleineren quadratischen
Länge der vom Füllkörper gehaltenen Tintenmenge Querschnitt. Zwischen diesen . beiden Abschnitten
im wesentlichen konstant zu halten oder, besser liegt ein pyramidenstumpfförmiger Übergangsteil,
noch, zum Schreiborgan hin größer werden zu lassen, 15 ■ Als Material für diesen Füllkörper wird erfinwie es für ein einwandfreies Schreiben erforder- . dungsgemäß ein für diesen Zweck bisher nicht verlieh ist. ' wendetes Material, nämlich ein vollständig offen-
noch, zum Schreiborgan hin größer werden zu lassen, 15 ■ Als Material für diesen Füllkörper wird erfinwie es für ein einwandfreies Schreiben erforder- . dungsgemäß ein für diesen Zweck bisher nicht verlieh ist. ' wendetes Material, nämlich ein vollständig offen-
Das Ziel der vorliegenden . Erfindung ist die poriger Polyurethan-Schaumstoff vorgeschlagen, der
Schaffung einer Kapillarschreiberpatrone mit einem vorzugsweise einen Feststoffgehalt von etwa 6 bis
verbesserten Füllkörper und ein Verfahren zur ein- ao 5O°/o hat Er zeichnet sich durch großes Fassungsi
fachen und billigen Herstellung des Füllkörpers, der vermögen für die zu speichernde Tinte aus, ohne daß
durch eine zum Schreiborgan hin steigende Kapilla- er durch die Tintenaufnahme stark aufquillt. Außer-
rität die Tinte gleichmäßig abgibt, so daß sich mit dem ist er sehr haltbar und erweist sich als weit-
Sicherheit eine gute Ausnutzung des Tintenvorrats gehend tintenbeständig.
und eine gleichmäßige Schrift bei längerem Schreiben 35 Für die Herstellung des Füllkörpers ist es prak-
und schon zur Neige gehendem Tintenvorrat ergibt. tisch-belanglos, wie groß die Porenzahl im Ausgangs-
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird er- material ist, entscheidend ist allein, daß der Füllkörper
findungsgemäß vorgeschlagen, daß der Füllkörper so ausgebildet ist, daß er im eingebauten Zustand die
ein Stab aus einem vollständig offenporigen Poly- optimale Porenzahl erreicht. Diese Porenzahl beträgt
urethan-Schaumstoff mit einem Feststoffgehalt von 30 vorzugsweise für eine gleichmäßige Tintenabgabe
etwa 6 bis" 50%> und einer Porigkeit von 100 000 bis 100 000 bis 80 000 Poren je cm3. So kann beispiels-800
000 Poren je cm3 ist, der an seinem vorderen weise ein überdimensionierter Füllkörper mit zu geEnde
zu einem geringeren Querschnitt zusammen- ringer Porenzahl allein durch das Einbringen in den
gepreßt ist. " Tintenbehälter auf die entsprechende Porenzahl je
Das Verfahren zur Herstellung des Füllkörpers 35 Volumeneinheit gebracht werden. Genauso gut aber
zeichnet sich vorzugsweise dadurch aus, daß eine ist es auch möglich, von einem dem Tintenbehälter
Polyurethan-Schaumstoffplatte von im wesentlichen entsprechenden Formkörper auszugehen, der bereits
gleichmäßiger Dicke teilweise auf eine geringere durch seine Fertigung oder durch eine Verpressung
Dicke verpreßt und in Stäbe zerteilt wird, die teils nach der Herstellung auf die entsprechende Poren-
die ursprüngliche und an einem Ende die vermin- 40 zahl gebracht worden ist.
derte Dicke haben. . Obwohl ein erfindung^gemäßer Kapillarschreiber
Gemäß einem weiteren bevorzugten Verfahrens- auch eine sehr gute Funktion aufweist, wenn die einmerkmal
wird ein Mittelstreifen einer Polyurethan- zelnen offenen Poren eine kugelähnliche Gestalt
Schaumstoffplatte auf geringere Dicke verpreßt und haben, hat es sich als besonders günstig erwiesen,
die Platte senkrecht zum Mittelstreifen in zwei im 45 wenn die Poren durch Verpressen eine schlitz- oder
Mittelstreifen nebeneinanderliegende, gegensinnig lamellenartige Gestalt erhalten, wobei diese schlitzausgerichtete
Gruppen von Stäben zerteilt. oder lamellenartigen Poren dann in Fließrichtung der
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung Tinte ausgerichtet werden.
ist in der" Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Da es für den Tintenfluß von erheblichem Vorteil
In der Zeichnung zeigt 5° ist, wenn die Kapillarität zum Schreiborgan hin an-
F i g. 1 einen Längsschnitt durch ein den Füll- steigt, kann man den offenporigen Polyurethankörper
und die Schreibspitze enthaltendes auswech- schaum über die Länge des Tintenbehälters gesehen
seibares Minenrohr für einen Kapillarschreiber, unterschiedlich stark komprimieren, derart, daß sich
F i g. 2 eine Stirnansicht auf das offene hintere die Porigkeit in der Nähe des Schreiborgans etwa
Ende des Minenrohres der F i g. 1, 55 verdoppelt. Die Vergrößerung der Porosität, d. h. die
F i g. 3 eine Draufsicht auf eine ' Polyurethan- Verkleinerung der Poren, läßt sich beispielsweise da-
. Schaumstoffplatte zur Herstellung von Füllkörpern in durch erreichen, daß man, wie auch F i g. 1 und 2
Form von Vierkantstäben und zeigen, einen Tintenbehälter verwendet, der in der
F i g. 4 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie IV-IV Nähe des Schreiborgans einen verminderten Quer-
derFig. 3. 60 schnitt aufweist, wie es beispielsweise bei den Tinten-
Der in Art einer Kugelschreibermine ausgebildete behältern für Großraum-Kugelschreiberminen beEinsatz
für einen Kapillarschreiber besteht gemäß kannt ist.
Fig. 1 aus einem.zylindrischen Mantelrohr 1, das am Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Füll-Hinterende
eine Belüftungsöffnung aufweist und am . körper kann von einer Polyurethan-Schaumstoffplatte
Vorderende eine Schreibspitze 2 trägt. Das Mantel- 65 ausgegangen werden, die eine Porigkeit von etwa
rohr hat am Hinterende einen Abschnitt 3 von größe- 10 000 bis 80 000 Poren je cm5 und einen Feststoffrem
Durchmesser und am Vorderende einen Ab- gehalt von 2 bis 4%>
aufweist. Diese in Fig. 3 darschnitt 4 von geringerem Durchmesser. Zwischen den gestellte Platte 8 kann dann derart komprimiert wer-
den, daß sie in einem mittleren Abschnitt 8 a auf den zehnten Teil des Volumens verdichtet wirdr so daß
sich dort eine Porenzahl von 100 000 bis 800000 Poren je cm3 ergibt. Die beiden dem Mittelabschnitt
8 a benachbarten Abschnitte 8 b und 8 c können dann beispielsweise auf den fünften Teil des Volumens
verdichtet werden, so daß sich in diesen Bereichen des Füllkörpers eine Porigkeit von 50 000 bis 400 000
Poren je cm3 ergibt.
Wenn man jetzt aus der Platte 8 entsprechend der in F i g. 3 eingezeichneten Schnittlinien bei einem nur
minimalen Verschnitt vierkantstabähnliche Füllkörper herausstanzt, erhalten diese zwangläufig in
ihrem der Schreibspitze benachbarten Abschnitt eine Porosität, die doppelt so hoch ist wie die Porosität
am Ende der Füllkörper.
Claims (3)
1. Kapillarschreiberpatrone, die in einem Hüllrohr einen die Tinte speichernden Füllkörper enthält,
dessen Kapillarität nach der Schreibspitze hin zunimmt, dadurch-gekennzeichnet,
daß der Füllkörper ein Stab (6) aus einem vollständig offenporigen Polyurethan-Schaumstoff
mit einem Feststoffgehalt von etwa 6 bis-500Zo
und einer Porigkeit von 100 000 bis 800 000 Poren je cm3 ist, der an seinem vorderen Ende zu
einem geringeren Querschnitt zusammengepreßt ist. :
2. Verfahren zum Herstellen von Füllkörpern nach Anspruch!, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Polyurethan-Schaumstoffplatte (8) von im wesentlichen gleichmäßiger Dicke teilweise auf
eine geringere Dicke verpreßt und in Stäbe (6) zerteilt wird, die teils die ursprüngliche und an
einem Ende die verminderte Dicke haben.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Mittelstreifen (8a) einer Polyurethan-Schaumstoffplatte (8) auf geringere
Dicke verpreßt und die Platte senkrecht zum Mittelstreifen , (8 a) in zwei· im Mittelstreifen
nebeneinanderliegende, gegensmnig ausgerichtete Gruppen von Stäben (6) zerteilt wird. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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