DE1561651C3 - Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und Kartonbahnen - Google Patents
Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und KartonbahnenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
- D21G1/00—Calenders; Smoothing apparatus
- D21G1/0006—Driving arrangements
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und Kartonbahnen mit mindestens
einem Walzenpaar, dessen eine Walze durch einen Trockenzylinder der Trockenpartie einer Papier- oder
Kartonmaschine gebildet ist und dessen andere Walze unmittelbar vor dem Ablauf der Bahn vom Trockenzylinder
an diesen anpreßbar ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-PS 84 044) wird an den letzten Trockenzylinder der
Trockenpartie eine Friktionswalze angepreßt, auf deren Oberfläche ein ölgetränkter Filzstreifen schleift. Da die
Friktionswalze aus Hartguß besteht (vgl. H ο f m a η η,
Prakt. Handbuch der Papierfabrikation, Seiten 972,973), läßt sich mit dieser Vorrichtung keine Satinage im
eigentlichen Sinne verwirklichen, da hierzu das Zusammenwirken einer harten Walze mit einer elastischen
Walze Voraussetzung ist, die eine Garnierung mit Papier- oder Baumwollscheiben hat.
Zur Satinage ist deshalb auch ein aus einem Glättzylinder und einer deutschen Presse, deren
elastische Walze als Filzwickelwalze ausgebildet oder mit einem Gummiüberzug versehen ist, bestehendes,
bekanntes Glättwerk (Handbuch der Papier- und Pappenfabrikation, Handbuch der Karton- und Pappenherstellung,
Sieb und Filz) nicht bräuchbar, unabhängig davon, ob das Glättwerk hinter der Trockenpartie
angeordnet ist oder ob die Trockenpartie in eine Vortrockenpartie und eine Nachtrockenpartie unterteilt
und das Glättwerk zwischen diesen angeordnet ist, wie dies bei einer bekannten Maschine zur Herstellung von
Kartonagenpappe und Papier der Fall ist (Prospekt der Firma Escher-Wyss GmbH »Maschine zur Herstellung
von 120 Tagestonnen Kartonagenpappe und Papier in Deutschland«). Bei dieser bekannten Maschine wird die
pendelnd gelagerte elastische Walze mittels einer ebenfalls pendelnd gelagerten Anpreßwalze an den
Glättzylinder angepreßt.
Zum Zwecke des Satinierens wurde bisher die Papieroder Kartonbahn hinter der Trockenpartie einer
Papier- oder Kartonmaschine einem Kalander zugeführt, der mindestens ein Walzenpaar besitzt, das aus
einer harten Walze und einer mit Baumwoll- oder Papierscheiben garnierten elastischen Walze besteht.
Bei solchen Satinierkalandern ist es auch bekannt (US-PS 32 30 867), die harte Walze mit einer Heizvorrichtung
zu versehen. Aber selbst dann, wenn ein derartiger Kalander sich unmittelbar an die Trockenpartie
anschließt und auf einen Umroller für die Bahn verzichtet wird, ist der Aufwand für das Satinieren der
Bahn mittels eines solchen Kalanders wegen des durch diesen bedingten Aufwandes und Platzbedarfes wesentlich
größer als bei einer Satinierung in der Trockenpartie. Hinzu kommt noch, daß bei diesem bekannten
Kalander die elastischen Walzen, die radial bezüglich des beheizten Zylinders verschiebbar geführt und
mittels Federn angepreßt werden, weder ein rasches Entfernen noch das erneute Andrücken mit genau dem
'5 gleichen Anpreßdruck wie zuvor ermöglichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und Kartonbahnen
zu schaffen, die mit möglichst geringem Aufwand und Raumbedarf eine auch hohen Anforderangen
genügende Satinage erreichen läßt. Diese Aufgabe ist bei einer Vorrichtung der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die mit dem Trockenzylinder zusammenarbeitende Walze
jedes Walzenpaares eine elastische Kalanderwalze mit einer aus Papier- bzw. Baumwollscheiben bestehenden
Garnierung ist, daß die Kalanderwalze und eine ebenso wie diese pendelnd gelagerte Anpreßwalze, mittels
deren die Kalanderwalze an den Trockenzylinder anpreßbar ist, miteinander verriegelbar sind und daß die
Kalanderwalze oder die Anpreßwalze einen Antrieb aufweist.
Die Satinage innerhalb der Trockenpartie mit Hilfe einer oder mehrerer elastischer Kalanderwalzen,
welche mit je einem Trockenzylinder zusammenwirken, ergibt nicht nur einen geringen Aufwand und einen
geringen Raumbedarf. Die Satinage kann hierdurch auch bei relativ hohen Temperaturen erfolgen, wobei
für die das Satinieren begünstigende Erwärmung der Bahn von Vorteil ist, daß die Bahn vor dem Satinieren
um den Trockenzylinder auf etwa der Hälfte seines Umfangs herumgeführt werden kann. Da die hohe
Temperatur während des Satinierens einen relativ geringen Anpreßdruck der Kalanderwalze zuläßt,
brauchen die mit einer Kalanderwalze zusammenwirkenden Trockenzylinder nicht verstärkt zu werden. Die
pendelnde Lagerang der Kalanderwalze und ihrer Anpreßwalze sowie die Verriegelung beider Walzen
miteinander gestatten es, beide Walzen einfach und rasch vom Trockenzylinder wegzubewegen, was bei
hohen Satiniertemperaturen wichtig ist, und auch wieder gemeinsam an den Trockenzylinder heranzubewegen.
Infolge der Verriegelung bleibt der Achsabstand der Anpreßwalze von der elastischen Kalanderwalze
konstant, so daß nach dem gemeinsamen Abheben der
beiden Walzen vom Trockenzylinder, beispielsweise wegen Reißens der Bahn, und nach erneutem Aufführen
der Bahn der vorher herrschende Preßdruck reproduzierbar ist. Die Verriegelung der Anpreßwalze mit der
elastischen Kalanderwalze ist auch wegen des Antriebs
vorteilhaft. Es ist gleichgültig, welche dieser beiden Walzen angetrieben wird. Wichtig ist nur, daß beim
Anlegen an den zugeordneten Trockenzylinder diese Walzen die gleiche Umfangsgeschwindigkeit haben wie
der Trockenzylinder. Durch die Verriegelung in einer
Stellung, in der die Anpreßwalze an die elastische Kalanderwalze angepreßt ist, teilt die angetriebene der
beiden Walzen ihre Geschwindigkeit der anderen mit.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Teil einer Trockenpartie mit
Walzenpaaren zum Satinieren,
Fig.2 und 3 je einen Trockenzylinder nebst elastischer Kalanderwalze und Anpreßwalze sowie
Zylinder-Kolben-Aggregaten, und zwar in Fig.2 mit
hängender Anordnung der elastischen Kalanderwalze und der Anpreßwalze und in Fig.3 mit stehender
Anordnung der elastischen Kalanderwalze und der Anpreßwalze,
Fig.4 einen Querschnitt durch die Trockenpartie
nach der Linie IV-IV der F i g. 3,
Fig.5 eine Ansicht des Antriebes einer elastischen Kalanderwalze in Laufrichtung der Papierbahn gesehen.
F i g. 1 zeigt schematisch und in stark vereinfachter Darstellung einen Teil einer Trockenpartie einer
Papier- oder Kartonmaschine mit Trockenzylindern 1,
2, 3, 4, 5, über die mittels Bahnleitwalzen 8 die Papierbahn 6 geführt ist Letztere wird um Trockenzylinder
1,2,3,4,5 mittels Trockenfilzen .11,12,13,14,15
geführt, die selbst wieder über Filzleitwalzen 7 geleitet sind.
Es sind nun Walzenpaare 1,21; 2,22; 3, 23 und"4, 24
unterschiedlicher Härte auf diesen Bereich der Trockenpartie verteilt angeordnet, der ein solcher sein soll, in
dem die Papier- oder Kartonbahn die für das Satinieren erforderliche Festigkeit aufweist. Die weichere der
beiden Walzen 21, 22, 23, 24 ist eine elastische Kalanderwalze, vorzugsweise also eine solche, die in
bekannter Weise mit Papier- oder Baumwollscheiben garniert ist Die härtere Walze des Walzenpaares kann,
wie in der Zeichnung dargestellt, durch einen Trockenzylinder 1,2,3,4 gebildet sein, gegen dessen Oberfläche
an einer filzfreien Stelle unmittelbar vor dem Ablauf der Bahn 6 vom Trockenzylinder die weichere Walze 21,22,
23,24 anpreßbar ist
Letztere ist zweckmäßigerweise mittels einer Anpreßwalze 31,32,33,34 gegen den Trockenzylinder 1,2,
3, 4 preßbar. Zu diesem Zweck sind sowohl die Anpreßwalzen 31 bis 34 als auch die elastischen
Kalanderwalzen 21 bis 24 pendelnd gelagert, und zwar entweder hängend, wie in Fig.2 dargestellt, oder
stehend, wie in F i g. 3 dargestellt.
Die Lagerzapfen der Anpreßwalzen 31 bis 34 sind, wie insbesondere F i g. 2 und 3 zeigen, je in einem an der
Stuhlung 16 der Maschine mittels eines Zapfens 18 od. dgl. pendelnd gelagerten Hebel 17 gelagert. Jeder
Lagerhebel 17 ist an seinem freien Ende mittels eines Gelenkes 19 mit der Kolbenstange 20 eines Zylinder-Kolben-Aggregates
25 verbunden, dessen Zylinder mittels eines Gelenkes 26 an der Stuhlung 16 angelenkt
ist Jeder Zylinder 25 ist mit Druckmittelanschlüssen 27 versehen.
Die Zapfen der weicheren Walzen 21 bis 24 sind ebenfalls je an einem an der Stuhlung 16 mittels eines
Bolzens 28 oder dergleichen angelenkten Hebel 29 gelagert Jeder Lagerhebel 29 ist an seinem freien Ende
mittels eines Gelenkes 30 mit der Kolbenstange 35 eines Zylinder-Kolben-Aggregates 36 verbunden, dessen
Zylinder wiederum mittels eines Gelenkes 37 an dem Hebel 17 der Lagerung der zugeordneten Anpreßwalze
31 bis 34 angelenkt ist
Die kleinen Zylinder-Kolben-Aggregate 36 sind
ebenfalls mit nicht dargestellten Druckmittelanschlüssen versehen, und sie können so gesteuert werden, daß
ihr Kolben an einer wählbaren Stelle des Zylinders stillsteht.
Aus der Anordnung der elastischen Kalanderwalzen
Aus der Anordnung der elastischen Kalanderwalzen
to 21 bis 24 und der Anpreßwalzen 31 bis 34 sowie aus den vorgesehenen, insbesondere aus Zylinder-Kolben-Aggregaten
25 und 36 und Hebeln 17 und 29 gebildeten Steuermöglichkeiten derselben ergibt sich, wie die
elastischen Kalanderwalzen 21 bis 24 durch die Anpreßwalzen 31 bis 34 an die Trockenzylinder 1 bis 4
angepreßt werden können. Sind die kleinen Zylinder-Kolben-Aggregate
36 eines aus einer elastischen Kalanderwalze 21 bis 24 und einer. Anpreßwalze 31 bis
34 gebildeten Walzenpaares auf Stillstand eingestellt, dann bleibt also der Achsabstand zwischen einer
elastischen Kalanderwalze 21 und einer zugeordneten Anpreßwalze 31 konstant, so daß beim Entfernen der
Anpreßwalze 31. vom Zylinder 1 die elastische Kalanderwalze 21 mitgenommen wird.
Für gewisse Fälle kann es vorteilhaft sein, wenn an den beiden Enden eines Walzenpaares 21,31 Riegel 38
vorgesehen sind, die beispielsweise an dem der Walze 31 zugeordneten Hebel 17 mittels eines Bolzens od. dgl.
39 angelenkt sein können und mit einem Haken 40 in einem am Hebel 29 der Walze 21 vorgesehenen
Riegelstift 41 einhakbar sind.
Jedem Walzenpaar unterschiedlicher Härte 1, 21; 2, 22; 3,23; 4,24 ist eine Bahnleitwalze 8' nachgeschaltet,
die unter Anwendung einer Feder 42 so gelagert ist, daß die Bahn 6 bei entsprechendem Zug die Bahnleitwalze 8'
entgegen dem Druck der Feder 42 in einer Lagerführung 43 verschieben kann. Außerdem ist jede Lagerführung
43 entweder, wie F i g. 2 zeigt, um einen Zapfen 44 schwenkbar an der Stuhlung 16 angelenkt oder, wie
F i g. 3 zeigt, etwa in Bahnlaufrichtung verschiebbar an der Stuhlung 16 angeordnet
Die Trockenzylinder 1 bis 5 sowie die Leitwalzen 7 und 8 sind in bekannter Weise in der Stuhlung gelagert
und die Trockenzylinder in bekannter Weise, beispielsweise mittels eines Zapfengetriebes 45, angetrieben.
Von den beiden übrigen Walzen einer Walzenkombination sind im Ausführungsbeispiel die elastischen
Kalanderwalzen 21 bis 24 angetrieben, wie dies für die Walze 21 in Fig.5 dargestellt ist, deren Zapfen 47
mittels eines Lagers 46 in dem mittels des Gelenkbolzens 28 in der Stuhlung 16 gelagerten Hebel 29 gelagert
ist. Der Antriebsmotor 48 für die elastische Kalanderwalze 21 treibt über ein Getriebe 49 und eine Kupplung
50, die über Hebel 51,52 betätigt werden kann, auf eine Gelenkkupplung 53, die durch eine Kupplung 54 mit
dem Walzenzapfen 47 verbunden ist. Durch die Anordnung der Gelenkkupplung 53 ist die Übertragung
des Motordrehmomentes auf die Walze 21 möglich, die sich infolge ihrer pendelnden Aufhängung in verschiedenen
Stellungen befinden kann.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und Kartonbahnen mit mindestens einem Walzenpaar, dessen eine Walze durch einen Trockenzylinder der Trockenpartie einer Papier- oder Kartonmaschine gebildet ist und dessen andere Walze unmittelbar vor dem Ablauf der Bahn vom Trockenzylinder an diesen anpreßbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Trockenzylinder (1, 2, 3, 4) zusammenarbeitende Walze jedes Walzenpaares (1, 21; 2,22; 3,23; 4,24) eine elastische Kalanderwalze (21, 22, 23, 24) mit einer aus Papier- bzw. Baumwollscheiben bestehenden Garnierung ist, daß diese Kalanderwalze und eine ebenso wie sie pendelnd gelagerte Anpreßwalze (31, 32, 33, 34), mittels deren die Kalanderwalze an den Trockenzylinder (1, 2, 3, 4) anpreßbar ist, miteinander verriegelbar sind und daß die Kalanderwalze oder die Anpreßwalze einen Antrieb (48—53) aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1967M0076307 DE1561651C3 (de) | 1967-11-21 | 1967-11-21 | Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und Kartonbahnen |
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| DE1967M0076307 DE1561651C3 (de) | 1967-11-21 | 1967-11-21 | Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und Kartonbahnen |
Publications (2)
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|---|---|
| DE1561651A1 DE1561651A1 (de) | 1969-08-28 |
| DE1561651C3 true DE1561651C3 (de) | 1978-06-01 |
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ID=7316942
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1967M0076307 Expired DE1561651C3 (de) | 1967-11-21 | 1967-11-21 | Vorrichtung zum Satinieren von Papier- und Kartonbahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1561651C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3119691A1 (de) * | 1980-05-22 | 1982-02-04 | Valmet Oy, 001300 Helsinki | Maschinen-superkalander fuer papier |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2752034C2 (de) * | 1977-11-22 | 1984-03-08 | Kleinewefers Gmbh, 4150 Krefeld | Vorrichtung zur Druckbehandlung einer Materialbahn in einem Kalander oder einem Glättwerk |
-
1967
- 1967-11-21 DE DE1967M0076307 patent/DE1561651C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3119691A1 (de) * | 1980-05-22 | 1982-02-04 | Valmet Oy, 001300 Helsinki | Maschinen-superkalander fuer papier |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1561651A1 (de) | 1969-08-28 |
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