DE1560571A1 - Vorrichtung zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder Unterwindung von Ablaufkopsen - Google Patents
Vorrichtung zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder Unterwindung von AblaufkopsenInfo
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Description
den 30. 11. 1965 Ur.fng.WfliierReiners /^^VX Pat· °736 Hä/ha
/V!c;;<
S* ^ ν. ν . ^-
156G571
Torrichtung zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder Unterwindung von Ablaufkopsen ·
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder Unterwindung
von Ablaufkopsen, z. B. Spinnkopsen, Schußkopsen oder dergleichen. Derartige Vorrichtungen dienen dazu, das
in der Ober- oder Unterwindung, also an der Spulenspitze oder am Spulenfuß liegende Fadenende'für den
Weiterverarbeitungsvorgang bereitzulegen, damit es von den FadengreifOrganen der Verarbeitungsmaschine, beispielsweise
einer Spulmaschine, erfaßt werden kann. Um diesen Fadenanfang bereitlegen zu können, ist es also
erforderlich, die Ober- oder Unterwindung, in der sich das Fadenende befindet, zu entfernen.
In der deutschen Patentschrift 917 418 ist eine Vorrichtung
zum Entfernen der Ober- oder Unterwindung von Jlblaufkopsen beschrieben, bei der dieses Entfernen
sowohl pneumatisch als auch mechanisch durchgeführt werden kann. Mechanische Vorrichtungen zum Abziehen
der Ober- oder Unterwindung haben einerseits
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den Vorteil, daß sie eine nahezu vollständige Sicherheit für das Entfernen der Windung bieten,
jedoch weisen diese mechanischen Vorrichtungen den Nachteil auf, daß sie nur in beschränktem Umfang
auf veränderliche Hülsenabmessungen anwendbar sind. Außerdem besteht bei diesen mechanischen Abziehvorrichtungen
die Gefahr einer Beschädigung der Spulenwicklung. Die pneumatischen Vorrichtungen,
welche sowohl mit Saugluft als auch mit Blasluft arbeiten, haben zwar den Vorteil, daß Beschädigungen
der Spule praktisch ausgeschlossen sind und die Vorrichtung ohne Schwierigkeiten auf beliebige
Hülsenabmessungen angewendet werden kann, jedoch hat es sich gezeigt, daß die Ober- oder Unterwindung
nicht mit absoluter Sicherheit von allen vorgelegten Ablaufkopsen entfernt wird. Das pneumatische
Entfernen der Ober- oder Unterwindung stößt nämlich dann auf Schwierigkeiten, wenn der Faden mit
benachbarten Fäden oder Fadenlagen verhakt oder mit Flugstaub eingewickelt ist. Auch ist es möglich, daß
die Hülse, auf die die Ober- oder Unterwindung aufgewickelt wurde, Beschädigungen aufweist, hinter
denen sich der Faden verfangen kann. In allen solchen Fällen ist ein sicheres Entfernen der Windung mit
pneumatischen Mitteln nicht gewährleistet.
• BAD
0098U/020Q
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Vorrichtung
zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder tJnterwindung iron Ablaufkopsen so weit zn verbessern,
daß sie mindestens anmäherEd die gleiche Sicherheit
für die Entfernung der Windung erreicht wi© die mechanischen
Abziehvorriciitiiiigen« la dem Sail würden
die Yorteile der pneumatischen and meeliaaiseinen Torrichtung
vereint sein^ wakrend die beiden "Vorrichtungen
bisher anhaftenden lachteile beseitigt wären»
Diese Aufgabe wird erfimdungsgemäß dadurch gelöst,
daß dem mit der au entfernenden Windung versehenen Kopsende innerhalb des Baftstromes eine das freie
!Fadenende gleitend-, intermittierend oder 'kontinuierlich erfassende, in. BicMang des Luftstromes wirkende,
mechanische AbzieiiirerxdeMiasg s\ag@©2»dn@t ist.
Da beim pneumatischen Entfernen der Ober» ©der
windung zunächst immer ein l*aö.©aeaäe freigelegt Wi
ist -es mit Hilfe der Erfindung möglieh, dieses pneumatisch
freigelegte Fadenende, welches unter Umständen nur yerhältnismäßig kur2 ist, durch die mechanische
Abziehvorrichtung zu erfassen. Die Wirkung des IfUftstromes wird dann von der mechanischen Abziehvorrichtung
derart unterstützt, daß die Windung
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auch dann entfernt wird, wenn sich der Faden innerhalb der Windung oder auf der Hülse aus irgendwelchen
Gründen verfangen hat.
Eine Abziehvorrichtung gemäß der Erfindung kann in besonders vorteilhafter Weise aus zwei sich mindestens
annähernd berührenden Rotationskörpern bestehen. Dabei kann ein gleitendes Erfassen des freien
Fadenendes einmal dadurch erreicht werden, daß die Rotationskörper nur so weit einander genähert
werden, daß der Faden soeben erfaßt, aber nicht eingeklemmt wird. Andererseits ist ein gleitendes Erfassen
des Fadens dadurch möglich, daß die Rotationskörper an ihrer Oberfläche mit den Faden schlingenförmig
erfassenden Elementen versehen sind, so daß das Fadenende wie bei einem Rechenspanner durch
diese Elemente hindurchgleiten kann. Ein intermittierendes Erfassen des Fadenendes ist dadurch
zu erreichen, daß sich die Rotationskörper lediglich in Intervallen berühren, wobei diese zeitweilige
Berührung der Rotationskörper sowohl durch eine Schwenkbewegung des einen oder beider Rotationskörper
als auch durch eine entsprechende Oberflächengestaltung erzielt werden kann. Zum kontinuierlichen
Erfassen des Fadenendes kann das Fadenende zwischen die Rotationskörper eingeklemmt werden.
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An Hand der verschiedenen in den Figuren dargestellten schematischen Ausführungsbeispiele sei die Erfindung
naher erläutert.
Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum pneumatischen
Entfernen der Unterwindung 2 eines Spinnkopses 1, welcher in diesem Fall in einer an einem
umlaufenden Band 5> befestigten Transporttasche 4
mittels die Spulenspitze erfassender Greifer 5 hängend geführt ist. Zum Entfernen der Unterwindung
2 dienen Blasdüsen 6, in deren Luftstrom die das freie Fadenende 2a erfassende, mechanische Abziehvorrichtung
in Gestalt zweier sich intermittierend berührender Rotationskörper angeordnet ist.
Im vorliegenden Fall bestehen diese beiden Rotationskörper aus zwei endlosen Bändern 7 und 8, welche
durch nicht näher bezeichnete Mittel in Richtung der Pfeile 7a und 8a in Umdrehungen versetzt werden.
Dabei ist die Umlenkwalze 9 des Transportbandes 8 um die Achse 10a der anderen Umlenkwalze 10
dieses Transportbandes in Richtung des Pfeiles 8b schwenkbar gelagert, so daß sich die beiden Trans-
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portbänder intermittierend berühren können. Dieses intermittierende Berühren der beiden Transportbänder
wird dadurch erreicht, daß zur Verschwenkung der Umlenkwalze 9 ihre Halterung auf der Achse 10a
mit einem Hebel 11 verbunden ist, der von einer umlaufenden Nockenscheibe 12 durch den dargestellten
Nocken 12a im Uhrzeigersinn verschwenkt werden kann. Dadurch wird gleichzeitig erreicht, daß in
der ausgeschwenkten Stellung der Luftstrom leichter durch die Berührungsstelle der Bänder 75 8
hindurchströmen kann.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel die beiden endlosen
Bänder 7 und 8 V-förmig angeordnet und das Kopsende mit der zu entfernenden Unterwindung 2 zwischen den
Bändern gelagert ist. Die Bänder selbst können vorteilhafterweise mit Noppen, Bürsten oder dergleichen
versehen sein. In diesem Fall ist es möglich, den Neigungswinkel der beiden Bänder 7 und/oder 8 so
zu wählen, daß die Wirkung des aus den Düsen 6 austretenden Blasluftstromes durch Reibung der Bürsten
der Transportbänder 7» 8 an der Unterwindung 2 unterstützt wird. Gegebenenfalls ist es auch möglich,
0 0 0 Ö /» />
/ U '> Ü Ü
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dafür Sorge zu tragen, daß lediglich, die Noppen, Bürsten oder dergleichen des einen Transportbandes
die Unterwindung 2 berühren, so daß an dieser Stelle die Anordnung einer gesonderten Blasdüse nicht erforderlich,
ist.
Zur Aufnahme des Luft ströme ε dient vorteilhaft ein
Abströmkanal 13* welcher unterhalb der Rotationskörper 7 und 8 angeordnet ist. Wenn die Unterwindung
2 vollkommen beseitigt ist, wird die Hinterwindung 1a des Fadenanfanges von den Bändern erfaßt,
wobei zwangsläufig dieses Fadenende abreißen muß. Das abgerissene Fadenende kann dann durch den Abströmkanal
entfernt werden.
In den Figuren 3 und 4 ist im wesentlichen die gleiche
Vorrichtung dargestellt wie in den Figuren 1 und 2, jedoch mit dem Unterschied, daß statt der
endlosen Bänder nunmehr die Rotationskörper aus zwei . Walzen 15 und 16 bestehen. Die Ausbildung der aus
zwei Rotationskörpern bestehenden Abzugsvorrichtung in Y/alzenform hat gegenüber der in den Figuren 1 und
beschriebenen Bandform den Vorteil, konstruktiv einfacher zu sein. Diese Walzen 15 und 16 kennen das
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Fadenende 2a ebenfalls gleitend, intermittierend oder kontinuierlich erfassen. Ein gleitendes Erfassen
des Fadenendes ist bereits dadurch möglich, daß die Walzen nur sehr leicht aneinander anliegen.
Vorteilhafter in bezug auf ein sicheres Erfassen des freien Fadenendes 2a ist es Jedoch, wenn mindestens
eine der Walzen mit auf ihrem Umfang verteilten Ausnehmungen versehen ist. Eine Art dieser
Ausnehmungen ist in Figur 3 mit 15' und 16' bezeichnet.
Wenn diese Ausnehmungen größer sind als die vorspringenden Teile 15" und 16" der beiden
Walzen 15 und 16, so kann erreicht werden, daß der Faden lediglich durch die Umlenkung zwischen den
vorstehenden Teilen und den Ausnehmungen gleitend erfaßt wird. Es ist aber auch möglich, die Zuordnung
der beiden Walzen zueinander so zu wählen, daß der Faden fest eingeklemmt wird. Ebenso ist
es möglich, die Ausnehmungen 15' und 16' nur auf
einem Teil des Umfanges zu verteilen, wie es in Figur 3 deutlich zu erkennen ist, so daß das Fadenende
abwechselnd gleitend oder intermittierend und kontinuierlich abgezogen wird. In diesem Fall'
kann es zur Vermeidung eines Schlupfes zwischen den Walzen 15 und 16 vorteilhaft sein, diese beiden
Walzen getrieblich miteinander zu verbinden.
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Auch bei dem in diesen Figuren 3 und 4- dargestellten
Ausfulirungsbeispiel kann wenigstens einer der beiden Rotationskörper in Richtung auf den anderen
schwenkbar gelagert sein. Zu diesem Zweck ist im dargestellten Ausführungsbeispiel die Achse 15a der
Walze 15 um die ortsfeste Achse I7 drehbar gelagert
und mit dem Arm 11 verbunden, welcher sich auf der drehbaren Nockenscheibe 12 abstützt. Beim Auflaufen
des Hebelarmes 11 auf den Nocken 12a der Nockenscheibe 12 schwenkt die Walze 15' in Richtung des
Pfeiles 15b? so daß der aus den Düsen 6 austretende
Luftstrom leichter zwischen die Walzen .geführt werden kann.
Gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach 'den Figuren und 2 erkennt man bei demjenigen nach den !Figuren 3
und A- noch eine zusätzliche Blasdüse 18, welche die Aufgabe hat, das aus der Unterwindung 2 herausragende
und evtl. auf der Spulenoberfläche liegende Fadenende abzublasen, so daß es mit Sicherheit von den Blasdüsen
6 erfaßt werden kann. Eine derartige zusätzliche Blasdüse kann selbstverständlich auch bei dem
Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 angewendet werden.
0 0 9 8 h A /02 Oi)
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Weiterhin ist in Figur 3 und 4 eine gegenüber den Figuren 1 und 2 abgeänderte Aufhängevorrichtung
für den Kops dargestellt. Diese Aufhängevorrichtung besteht aus zwei Haltegliedern 19 und 20, wobei
das Halteglied 19 in Eichtung des Pfeiles 19a, d. h. also in der Transportrichtung des Kopses,
bewegbar gelagert ist, während das Halteglied 20 in Transportrichtung ortsfest gelagert ist. Die
in Transportrichtung bewegbare Lagerung des Haltegliedes
19 wird im dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, daß das Halteglied aus
einem rotierbar gelagerten, endlosen Band oder dergleichen besteht, welches über zwei Umlenkrollen
23 geführt ist.
Wenn die Hülsenspitze des Kopses 1 von der Transporttasche 4- zwischen die beiden Halteglieder 19
und 20 geführt ist, wird die Hülsenspitze festgeklemmt, so daß der Kops im weiteren Verlauf hängend
geführt ist und die fußseitige, an sich - beispielsweise durch die deutsche Patentschrift 919 995 bekannte
Unterstützung des Kopses abgeschwenkt werden kann, um ein sicheres Entfernen der Unterwindung
zu ermöglichen.
OFUGlNAL 0 U 9 ß /» U I 0 2 0 0
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Da das Halteglied 20 in Transportrichtung ortsfest
und lediglich das Halteband 19 in Transportrichtung bewegbar gelagert ist, gerät der Kops 1
in Drehung. Durch diese drehbare Lagerung des
Kopses in der Transportvorrichtung um seine Längsachse wird erreicht , daß der gesamte Umfang des
Kopses unter die Einwirkung der Blasdüsen 6 und 18 gelangt und somit das Fadenende auch unter erschwerten
Bedingungen sicher entfernt werden kann.
Die Kopse um ihre Längsachse drehbar zu lagern, kann
aber auch durch andere Mittel erreicht werden, beispielsweise durch eine oder mehrere am Kopsumfang
oder an der Hülse angreifende, rotierende Rollen, Walzen oder dergleichen, wie dies beispielsweise bereits
in der schweizerischen Patentschrift 361 748 (0^01)
beschrieben ist. Derartige Mittel können besonders vorteilhaft dann angewendet werden, wenn die Kopse
während der Entfernung der Ober- oder Unterwindung nicht hängen, sondern von unten abgestützt sind, wie
es in den Figuren 5 bis 9 beschrieben ist.
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Um ein sicheres Einklemmen auch unterschiedlicher Hülsendurchmesser zu ermöglichen, ist das Halteglied
20 in Richtung auf die Kopsachse 1b unter der Einwirkung einer Speicherkraft schwenkbar gelagert.
Im vorliegenden Fall besteht diese in Richtung auf die Kopsachse 1b schwenkbare Lagerung des
Haltegliedes 20 darin, daß dieses Halteglied in einer Buchse 21 entgegen der Wirkung einer Feder
verschwenkt werden kann. Es ist Jedoch auch möglich, dieses Halteglied 20 pendelnd aufzuhängen.
Als Speicherkraft kann außer der Federkraft auch eine pneumatische oder eine magnetische Kraft, bei
geeigneter Aufhängung auch die Schwerkraft, verwendet
v/erden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren 5? 6 und 7 dargestellt, wobei die
Figur 6 eine Seitenansicht, die Figur 5 einen Schnitt längs der Linie Y-V der Figur 6 und die Figur 7 einen
Schnitt längs-der Linie VII-VII der Figur 6 darstellt.
erkennt in den Figuren 5? 6 und 7 wiederum das
Transportband 3, welches in gleicher V/eise wie in den Figuren 1 bis 4- gelagert ist, mit den Transport-
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taschen 4, in denen die Kopse 1 geführt sind. Die Rotationskörper bestehen hier wiederum aus zwei
Walzen 25 und 26, die mit auf ihrem Umfang verteilten Ausnehmungen 25' und 26' versehen sind. Dabei
stehen sich die vorspringenden Teile jedoch stets gegenüber, so daß das ladenende intermittierend abgezogen
wird. Auch hier bewegt sich die Transportvorrichtung der Kopse 1 wie in den Figuren1 bis A-in
Richtung der Rotationsachsen 25a und 26a der
Walzen 25 und 26. Die Kopse 1 sind jedoch in diesem Fall im Bereich der Abzugsvorrichtung nicht
hängend geführt, sondern zwischen den Kopsen 1 und der Abzugsvorrichtung sind vorzugsweise runde Abstützstäbe
28 und 29 angeordnet.
Sobald die Kopse 1, welche zunächst in den Transporttaschen
4 durch unterhalb derselben in bekannter Weise angeordnete Stützklappen gehalten werden,
in den Bereich der Abzugsvorrichtung gelangen, wird die Stützklappe mit an sich bekannten, nicht näher
dargestellten Mitteln ausgeschwenkt, so daß die Kopse auf die an dem Einlaufende 28a abwärts gebotenen
Stützstäbe fallen. Sie gleiten dann auf den
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Stützstäben aufwärts und werden so über die Abzugsvorrichtung hinweggeführt. Bevor die Kopse 1
am Ende der Abzugsvorrichtung von den Stützstäben 28, 29 abgleiten, wird die bekannte Fußklappe
der Transporttaschen M- wieder angehoben, so daß
die Kopse auf diese Fußklappe fallen können.
Die Anordnung; der Abstützstäbe 28, 29 hat gegenüber
der hängenden Führung der Kopse 1 gemäß den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 4 den Vorteil
konstruktiver Einfachheit. Ein Nachteil dieser Vorrichtung besteht jedoch darin, daß das am Kopsende
abgeblasene Fadenende 2a sich unter ungünstigen Verhältnissen um die Stützstäbe 28 oder 29 als
Schlaufe oder dergleichen herumlegen kann. Dieser Nachteil kann jedoch wesentlich dadurch vermindert
werden, daß die Stützstäbe einmal rund und zum anderen - in Figur 6 - von links nach rechts leicht
geneigt ausgebildet werden, so daß der Faden von dem aus den Düsen 6 ausströmenden Luftstrom in
Richtung auf die Walzen 25, 26 geblasen und von
diesen dann dennoch erfaßt und abgezogen werden kann.
ηαο λ λ /020ο
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Zur Erleichterung des Abblasens der Ober- oder
Unterbindung sowie zur Vermeidung sich über die Ab stütz stäbe legender Fadenschlaufen kann 'es vorteilhaft
sein, wenn die Abstützstäbe quer zur Be-
■*r, wegungsrichtung der Kopse beweglich gelagert sind,
■'*"** so daß die Hülsenauflage ständig verändert wird.
Eine derartige Lagerung der Abstützstäbe ist in Figur 8 in vergrößertem Maßstab dargestellt. Man
erkennt hier die beiden Abstützstäbe 28, 29, deren gemeinsames Lagerteil 35 um die Achse 36 entsprechend
dem eingezeichneten Pfeil 35a geschwenkt
werden kann. Zur Verschwenkung des Lagerteiles 35 kann ein um die Achse 37 exzentrisch gelagerter
Stift 38 dienen, der in einen Schlitz 35b des Lagerteiles
35 eingreift.
Eine andere Maßnahme zur Entfernung der bereits erwähnten sich unter Umständen um die Stützstäbe
28, 29 herumlegenden Fadenschlaufen oder dergleichen kann einzeln oder aber auch in Verbindung mit
der in Figur 8 beschriebenen beweglichen Lagerung der iYbstützstäbe darin bestehen, daß die Abstützstäbe
als einseitig eingespannte Träger ausgebildet
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sind. Ein Beispiel für eine derartige Anordnung zeigt Figur 9, die einen Schnitt durch den Hülsenfuß
des Kopses 1 längs der Linie IX-IX in Figur 8 darstellt. Dabei sind die Abstützstäbe 28, 29 lediglich
einseitig in dem Lagerteil 35 eingespannt. Infolgedessen verliert der sich als Schlaufe oder
dergleichen um die Abstützstäbe herumgelegte Faden an den Enden 28a und 29a der Stäbe seine Auflage
und kann ohne Schwierigkeiten von der Abzugsvorrichtung
erfaßt werden.
Zur Entfernung von Fadenschlaufen oder dergleichen
ist es nach vorstehenden Ausführungen also vorteilhaft, wenn die Abstützstäbe nicht, wie in Figur 6
schematised, angedeutet, sich ununterbrochen über
die gesamte Länge der Abzugsvorrichtung erstrecken, sondern wenn sich mehrere Abstützstäbe mit Abstand
aneinander anschließen. Der Faden kann dann jeweils an dem freien Ende eines Abstützstabes von diesem
heruntergleiten und von der Abzugsvorrichtung erfaßt werden. Ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
hierzu ist ebenfalls in Figur 9 dargestellt, wo sich an die Abstützstäbe 28, 29 mit
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Abstand die Abstützstäbe 28' und 29' anschließen.
Diese Abstützstäbe 28' und 29' sind in diesem Falle
ebenfalls als einseitig eingespannte Träger ausgebildet, und zwar gemeinsam mit den Stäben 28, 29
in dem Lagerteil 35 eingespannt. Auf diese Weise wurden auch die Abstützstäbe 28' und 29' durch die
Pendelbewegung des Lagerteiles 35 quer zur Bewegungsrichtung der Kopse hin- und hergeschwenkt.
In manchen Fällen wird es Jedoch genügen, wenn die Abstützstäbe 28' und 29' getrennt von den Stäben
28, 29,ortsfest gelagert sind.
Um das Einführen des Fadenendes 2a zwischen die Walzen 255 26 zu erleichtern, ist der die Abzugsvorrichtung
mindestens teilweise umfassende Abströmkanal 13 in der Bewegungsrichtung des Transportbandes
3» welche durch den Pfeil 3a angedeutet
ist, leicht gekrümmt, so daß sich der eingezeichnete Strömungsverlauf für den Blasluftstrom ergibt.
Weiterhin ist es zum Einführen des Fadens zwischen die Walzen 25, 26 besonders vorteilhaft, wenn die
Walzen mindestens an ihrem der Bewegungsrichtung 3a
der Transportvorrichtung entgegengerichteten Ende 26b
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kegelförmig ausgebildet sind, wobei unter Umständen bereits die kegelförmige Ausgestaltung einer
Walze 26 ausreicht. Wie man weiterhin erkennt, erstrecken sich die Ausnehmungen 26' von dem kegelförmigen
Walzenende lediglich über einen Teil der Walzenlänge, so daß der erfaßte Fadenanfang zunächst
intermittierend und sodann kontinuierlich abgezogen wird. Dabei hat das intermittierende
Abziehen des Fadenanfanges den Vorteil, daß der Blasluftstrom besser zwischen die Walzen 25, 26
geführt werden kann und somit auch der Fadenanfang 2a sicher geführt ist. Diese sichere Führung
des Fadens kann in vorteilhafter Weise noch dadurch unterstützt werden, daß innerhalb des Abströmkanals
13 suf den aus der Abzugsvorrichtung
25, 26 ragenden Fadenanfang wirkende, zusätzliche
Blasdüsen 29»50 angeordnet sind. Durch geeignete
Anordnung dieser Düsen 29? 30 und vorteilhafte
Ausgestaltung des Abströmkanals 13? beispielsweise
in der in Figur 7 angedeuteten Art, kann eine Art
Insektοrwirkung erzielt werden, welche verhindert,
daß sich der Fadenanfang um die Walzen 25, 26 herum
schlingt. Außerdem haben die zusätzlichen Blasdüsen 29, 30 den Vorteil, daß die auf die zu entfer-
BAD ORiGJNAt
Q O98 4 4/OSfOO
fr
- 19 - 0736
nende Ober- oder Unterwindung gerichteten Blasdüsen
6 in Transportrichtung 3a der Kopse 1 lediglieh vor der Abzugsvorrichtung 25, 26 und die im
V Abströmkanal angeordneten Blasdüsen 29, 30 lediglieh
im Bereich der Abzugsvorrichtung angeordnet sein können, so daß eine um so sicherere Luftführung
im Abströmkanal erreicht wird. In vielen Fällen läßt sich dann die Anordnung» eines besonderen Saugluftstromes
am Abströmkanal 13 erübrigen. Am Ende der Abzugsvorrichtung kann eine an sich bekannte
Trennvorrichtung 35 für die freigelegten Fadenenden
angeordnet sein.
Die verschiedenen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele lassen erkennen, daß es mit dem
Grundgedanken vorliegender Erfindung auf verhältnismäßig einfache Weise möglich ist, die Oter- oder
Unterwindung von Ablaufkopsen mit Sicherheit mit
pneumatischen LIitteln zu entfernen, wobei die Vorteile,
Vielehe die pneumatischen Llifcel gegenüber
rein mechanischen Abstreifmitteln aufweisen, beibehalten werden. Selbstverständlich ist die Erfindung
nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
St§|-, BAD
1'. .;" QQ98U/0200
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beschränkt. So kann beispielsweise der aus den Düsen 6, 18 und 29, 30 austretende Blasluftstrom
durch einen von dem Abströmkanal 13 hervorgerufenen Saugluftstrom ersetzt werden. Auch ist es
nicht erforderlich, die Kopse, deren Ober- oder Unterwindung beseitigt werden soll, mittels eines
umlaufenden Transportbandes über die Abzugsvorrichtung zu fördern, sondern die Kopse können auch in
an sich bekannter Weise einzeln aus einem Vorratsbehälter entnommen und der Abzugsvorrichtung selbsttätig
oder von Hand zugeführt werden. Weiterhin ist es möglich, statt der dargestellten senkrechten Lagerung
der Kopse in der Transportvorrichtung die Kopse schräg oder waagerecht zu lagern.
BAD Of«QiNAL
009844/0200
Claims (24)
- PatentansprücheI.Vorrichtung zum pneumatischen Entfernen der Oberoder Unterwindung von Ablaufkopsen, dadurch gekennzeichnet, daß dem mit der zu entfernenden Windung (2) versehenen Kopsende innerhalb des Luftstromes eine das freie Fadenende (2a) gleitend, intermittierend oder kontinuierlich erfassende, in Richtung des Iiuftstromes wirkende, mechanische Abziehvorrichtung (7> 8j 15, 16ί 25, 26) zugeordnet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abziehvorrichtung aus zwei sich mindestens annähernd berührenden Rotationskörpern besteht.
- 3· Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationskörper aus zwei endlosen Bändern (7,8) bestehen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3r dadurch gekennzeichnet, daß die endlosen Bänder V-förmig zueinander angeordnet sind.BAD 009844/02000736
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4·, dadurch gekennzeichnet, daß das Kops ende zwischen den Bändern gelagert ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 his 5» dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Bänder mit Noppen, Bürsten oder dergleichen versehen ist.
- 7» Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationskörper aus zwei Walzen (15*16» 25»26) bestehen.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Waisen mit auf ihrem Umfang verteilten Ausnehmungen (15*»161J 25',26') versehen ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopse um ihre Längsachse drehbar gelagert sind.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufkopse in einer sich in Richtung der Rotationsachsen (25*, 26a) der die Abzugsvorrichtung bildenden Rotationskörper bewegenden Transportvorrichtung (3, 4·) gelagert sind.009844/020Q0756
- 11, Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,*' daß die Kopse im Bereich der Abzugsvorrichtung hängend geführt sind.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das dem mit der zu entfernenden Windung (2) versehenen Kopsende entgegengesetzte Hülsenende von zwei sich über die gesamte Länge der Abzugsvorrichtung erstreckenden Haltegliedern (19, 20) erfaßt ist.
- 13· Vorrichtung nach Anspruch 9. bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden Halteglieder (19) in Spulentransportrichtung bewegbar angeordnet ist.C M i?
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbar angeordnete Halteglied aus einem rotierbar gelagerten, über zwei außerhalb der Abzugsvorrichtung angeordneten Umlenkrollen (21) geführten, endlosen Band oder dergleichen besteht.
- 15· Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Halteglied (20) in Richtung auf die Kopsachse (1b) unter der Einwirkung einer Speicherkraft (22) schwenkbar gelagert ist.BAD0098AA/02000736
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß im !Transportweg der Kopse zwischen den Kopsen und der Abzugsvorrichtung mindestens ein vorzugsweise
runder Abstützstab (28,29) in Bewegungsrichtung der
Kopse angeordnet ist. - 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützstab (28, 29) quer zur Bewegungsrichtung der Kopse beweglich gelagert ist.
- 18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützstab als einseitig eingespannter Träger ausgebildet ist.
- 19. Vorrichtung nach Anspruch 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß sich mehrere Abstützstäbe (28, 28'; 29, 29') mit Abstand aneinander anschließen.
- 20. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß.die Walzen (25, 26) mindestens an ihrem der Bewegungsrichtung der ^rapportvorrichtung entgegengerichteten Ende (26b) kegelförmig ausgebildet sind.BAD009844/0200073625.
- 21. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 15» dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (26!) sich von dem kegelförmigen Walzenende über einen Teil der Walzenlänge erstrecken.
- 22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom in an sich bekannter Weise aus mindestens einer auf die Oberoder Unterwindung gerichteten Blasdüse (6) in einen die Abzugsvorrichtung mindestens teilweise umfassenden Abströmkanal (13) geführt ist.
- 23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Abströmkanals mindestens eine auf den aus der Abzugsvorrichtung ragenden Fadenanfang wirkende, zusätzliche Blasdüse (29, 30) angeordnet ist.
- 24. Vorrichtung nach Anspruch 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Ober- oder TJnterwindung gerichtete Blasdüse (6) in Transportrichtung der Kopse vor der Abzugsvorrichtung (25, 26), die im Abströmkanal (13) angeordnete Blasdüse (29, 30) im Bereich der Abzugsvorrichtung (25, 26) angeordnet ist.BAD ORlOiNAL009844/0200
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER0042100 | 1965-12-02 | ||
| DER0042100 | 1965-12-02 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1560571A1 true DE1560571A1 (de) | 1970-10-29 |
| DE1560571B2 DE1560571B2 (de) | 1975-09-04 |
| DE1560571C3 DE1560571C3 (de) | 1976-04-15 |
Family
ID=
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2423493A1 (de) * | 1974-05-15 | 1975-11-27 | Schlafhorst & Co W | Blasduese fuer rotierende textilspulen |
| DE2528281A1 (de) * | 1975-06-25 | 1977-01-13 | Schlafhorst & Co W | Vorrichtung zum loesen und/oder entfernen der ober- und/oder unterwindungen und/oder fadenenden von textilspulen |
| FR2534567A1 (de) * | 1982-10-13 | 1984-04-20 | Murata Machinery Ltd | |
| EP0581077A1 (de) * | 1992-07-31 | 1994-02-02 | W. SCHLAFHORST AG & CO. | Vorrichtung zum Entfernen von Endwindungen, insbesondere Fusswindungen und/oder Fadenenden im Bereich des Hülsenfusses von Spinnkopsen |
| DE4236248A1 (de) * | 1992-10-27 | 1994-04-28 | Schlafhorst & Co W | Vorrichtung zum Abtrennen von Schleppfäden von Textilspulen |
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| DE4236248A1 (de) * | 1992-10-27 | 1994-04-28 | Schlafhorst & Co W | Vorrichtung zum Abtrennen von Schleppfäden von Textilspulen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1560571B2 (de) | 1975-09-04 |
| FR1506623A (fr) | 1967-12-22 |
| GB1172368A (en) | 1969-11-26 |
| ES332854A1 (es) | 1967-08-16 |
| US3464640A (en) | 1969-09-02 |
| CH453980A (de) | 1968-03-31 |
| BE690504A (de) | 1967-05-02 |
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