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DE1560113B - Gewebtes Textilprodukt - Google Patents

Gewebtes Textilprodukt

Info

Publication number
DE1560113B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cut
edges
threads
fabric
fraying
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Turner Ware Shoals; Fooshe jun. Wesley Klugh Druid Hills Greenwood; Gore Graves Thomas Ware Shoals; S.C. Clifford (V.St.A.)
Original Assignee
Riegel Textile Corp., New York, N.Y. (V.St.A.)

Links

Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein gewebtes Textil- variiert, mußten bisher Kettfäden mit Unterschiedprodukt, insbesondere rautenförmig gewebte Windel, licher Größe für Windeln verschiedenen Gewichtes mit gezackten, nicht gesäumten Rändern, in deren und verschiedener Art verwendet werden. Eine Bereich ein das Ausfransen verhinderndes Binde- leichte Windel konnte nicht mit demselben Kettfaden mittel aufgebracht ist. 5 bzw. Kettgarn hergestellt werden wie eine schwere
Bei einem bekannten Textilerzeugnis dieser Art Windel, da die leichte Windel eine verstärkte Ten-(deutsche Patentschrift 684 164) wird zum Verfesti- denz hat, sich längs den geschnittenen Rändern auf- »en der zu beschneidenden Kanten der Stoffrand mit zutrennen. Eine Erhöhung der Anzahl an Schußfäden einem Lack getränkt und der lackierte Stoffteil dann im Schneidstreifen würde zu keiner zufriedenstellenausgezackt. Dabei ist der imprägnierte Streifen breiter io den Bekämpfung des Ausfransens führen. Selbst als die Zackentiefe, damit alle Stellen auch an den unter optimalen Bedingungen, zu welchen die besttiefsten Einschnitten genügend gegen Ausfransen ge- mögliche Ausgeglichenheit in den variablen Größen schützt sind. Bei einem anderen bekannten Textil- gehört, z. B. Kettfäden pro Zoll, Schußfäden pro produkt (USA.-Patentschrift 2 619 089), bei dem aus Zoll, Gewebeart, Faserart, würden die gezackt geeiner idoppellagigen Stoffbahn Windeln geschnitten 15 schnittenen Ränder im ausgezackten Streifen wähwerden sollen, werden in der Stoffbahn an den späte- rend der Wäsche in einem bestimmten Maße ausren Schnittstellen imprägnierte Streifen vorgesehen, fransen.
die ebenfalls das Ausfransen der Schnittränder ver- Die Erfindung bringt eine merkbare Verbesserung
hindern. der Sicherung gegen das Ausfransen längs den mit
Durch das Imprägnieren der Schnittränder werden 20 einem gezackten Schnitt geschnittenen Rändern von
aber bei den bekannten Textilprodukten die Weich- Textilgewebeprodukten für Windeln od. dgl., so daß
heit, Geschmeidigkeit und der Griff des Gewebes das Ausfransen praktisch vollkommen verhindert
ungünstig beeinflußt, so daß seine Verwendung für wird. Dadurch können Textilprodukte nach der
Windeln und andere an der Haut anliegende Tex- Erfindung für Windeln mit einem von leicht bis
tilien wegen des Scheuems des versteiften Stoffes 25 schwer variierenden Gewicht aus einem gemein-
in Frage gestellt ist. samen Kettfaden gewebt werden. Bei Verwendung
Um diese Versteifung durch die imprägnierten einer bestimmten Größe und einer bestimmten An-Ränder zu umgehen, ist bei einem anderen bekann- zahl an gleichen Kettfäden kann man eine Reihe von ten Windelstoff (USA.-Patentschrift 2 977 997) quer Windeln mit unterschiedlichem Gewicht weben, inzur Länge der Gewebebahn ein schmaler Streifen 30 dem man nur die Größe und/oder Anzahl der Schußaus einfacher Gewebeart eingewebt, in dem die Stoff- fäden verändert.
bahn dann mit einem gezackten Schnitt zur Herstel- Obgleich üblicherweise ein Gewebe, wie z. B. die
lung der einzelnen Windeln durchschnitten wird. Windeln, längs einer zu den Schußfäden parallelen
Dieser Schnitt liegt dann in einem Gewebe, das Linie zerschnitten wird, kann das Prinzip der Erfin-
fester ist als der mittlere Teil, der »Vogelaugen«- 35 dung aber auch für jede Art von Schnitt verwendet
Gewebe aufweist: eine Sicherung gegen Ausfransen werden, z. B. für einen zu den Kettfäden parallelen
Ist aber auch hier nicht gegeben, da die parallel zur Schnitt.
Schnittrichtung liegenden Schußfäden von den Enden Die das Ausfransen verhindernde Zusammen-
der durchschnittenen Kettfäden nicht gehalten wer- setzung des Bindemittels kann so gewählt werden,
den und sich daher von ihnen z. B. beim Waschen 40 daß es während der Lebensdauer der Windel hält,
ohne weiteres lösen können. um ein Ausfransen zu verhindern. Man kann aber
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, auch ein Bindemittel verwenden, das nur lang genug einen ausreichenden Schutz gegen Ausfransen ohne hält, um die Fäden an ihrer Stelle zu verkleben, bis Beeinträchtigung der Qualität des Gewebes zu schaf- die vorragenden Enden der zum Schnitt senkrecht fen, insbesondere sollen die Weichheit und Ge- 45 verlaufenden Fäden sich ausreichend verstrickt bzw. schmeidigkeit dieser Stoffe erhalten bleiben, so daß verflochten haben, um ein Ausfransen bzw. Lösen sie auch für Windeln und andere mit der Haut in Be- der zum Schnitt parallel laufenden Fäden zu verrührung kommende Textilprodukte verwendbar sind. hindern.
Hierzu sind nach der Erfindung geringe Mengen Zur Herstellung schiebefester Textilien aus Ge-
des Bindemittels in im Abstand voneinander ange- 50 weben mit thermoplastischen Fäden ist es bekannt,
ordneten begrenzten Bereichen aufgebracht, die je- die Fäden in einer Reihe aufeinanderfolgender und
weils an den Schnittpunkten zwischen der Tangente voneinander getrennter Punkte mit Hilfe erhitzter
an die am weitesten innen liegenden Punkte der Nadeln zu verschweißen (deutsche Patentschrift
gezackten Ränder und den senkrecht zu der Tan- 947 352). Bei diesen Textilien sind aber gezackte
gente gelegten Geraden durch die am weitesten 55 Ränder nicht vorgesehen, so daß die im übrigen
außenliegenden Zackenspitzen angeordnet sind. punktförmigen und nur jeweils zwei Fäden mitein-
Da bei den Textilerzeugnissen nach der Erfindung ander verbindenden Schweißstellen auch nicht in die Imprägnierung nur in sehr begrenzten und von- Beziehung zu den Zacken gesetzt sind. Eine Aneinander getrennten Bereichen vorgenommen wird, regung zu der Lösung nach der Erfindung konnte können sich keine versteiften Kanten bilden. Die 60 von diesem bekannten Verfahren ebensowenig ausGewebe bleiben also weich und geschmeidig und gehen wie von dem ebenfalls bekannten Verfahren, können ohne nachteilige Folgen mit der Haut in bei dem luftdurchlässige Bahnen durch auf ihrer Berührung kommen. Oberfläche verteilte und voneinander getrennte Heiß-
Da außerdem der Grad des Ausfransens längs des siegelkleber mit einer Unterlage vereinigt werden Randschnittes bei Textilprodukten der eingangs an- 65 (deutsches Gebrauchsmuster 1 851 215).
gegebenen Art mit der Herstellung, der Größe und Die Erfindung wird im folgenden an einem Aus-Feinheitsnummer des Kettgarns und des Schußgarns führungsbeispiel an Hand schematischer Zeichnunsowie der Art des Webens und der Art der Faser gen näher beschrieben.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein rautenförmig gewebtes Tuch, wie Windel, Handtuch oder Serviette, das gemäß der Erfindung hergestellt wurde und im Abstand angeordnete Punkte der das Ausfransen verhindernden Zusammensetzung zeigt;
Fig. 2 stellt einen vergrößerten Teilabschnitt der F i g. 1 dar und zeigt den geschnittenen Rand mit der darauf befindlichen Zusammensetzung zur Verhinderung des Ausfransens;
F i g. 3 zeigt in einer Draufsicht eine Länge des Materials vor dem Aufbringen 'der erwähnten Zusammensetzung und vor dem Schneiden des Materials.
In F i g. 3 ist eine endlose Materialbahn 14 gezeigt, die für die geeignete Verwendung als Windeln, Handtücher usw. in einzelne Längsabschnitte zerschnitten werden kann. In dieser Beschreibung werden die einzelnen zugeschnittenen Längen als Windeln bezeichnet. Die endlose Bahn 14 kann aus gleichen Kettfaden gewebt sein, wobei die Größe und/oder Anzahl der Schußfäden verändert wird, wenn man Windeln mit unterschiedlichem Gewicht herstellen will. Die endlose Bahn 14 umfaßt einen Hauptabschnitt 12, der aus dem herkömmlichen Vogelaugengewebe ibestehen kann, und einen Streifenabschnitt 13 aus einem dicht gewebten, einfachen Gewebe, der für den gezackten Schnitt bestimmt ist.
Die gemäß der Erfindung hergestellten und in Fig. 1 gezeigten verbesserten Windeln 11 werden erhalten, indem man die endlose Bahn 14 in einzelne Windellängen schneidet, und zwar mit einer Zackenschneidvorrichtung, die an den Enden der Windel 11 gezackte Ränder 15 zurückläßt.
Um zu verhindern, daß diese ausgezackten Ränder 15 sich auftrennen bzw. ausfransen, bringt man auf ihnen an im Abstand voneinander angeordneten, begrenzten Bereichen 16 geringe Mengen eines geeigneten Bindemittels an, welches .das Ausfransen des geschnittenen Randes verhindert. Die folgenden Beispiele für geeignete Zusammensetzungen für Bindemittel dienen der Erläuterung und sollen die Erfindung nicht beschränken.
Beispiel I
4,5 % Zelluloseester, 81% Methylendichlorid, 9% Methanol und 5,4% Tris-(/?-chloräthyl)phosphat als Weichmacher.
Beispiel II
7,5 % Lösung von alkohollöslichem Polyamidharz in Äthanol (»Sergene«).
Beispiel III
5% Lösung von Äthylzellulose in Äthylazetat als Lösungsmittel.
Beispiel IV
5% Lösung von Äthylzellulose in Äthanol als Lösungsmittel.
Beispiel V
5% Äthylzelluloselösung in Chlorkohlenwasserstoff als Lösungsmittel.
60
Beispiel VI
5% Äthylzellulose, 70% Chlorkohlenwasserstoff als Lösungsmittel, 18% Äthylalkohol und 7% Phosphatester als Weichmacher.
Beispiel VII
46%ige wäßrige Dispersion eines Acrylmischpolymers.
Beispiel VIII
Plastisol
Polyvinylchlorid 55,2
Di-(2-äthylhexyl)-adipat 41,4
Mineralöl und Stearinsäure 1,1
Stabilisator 2,3
100,0
B eispiel IX
Organisol
Polyvinylchlorid 51,0
Di-(2-äthylhexyl)-adipat 20,4
Dioctylphthalat 5,1
Mineralöl 1,0
Stabilisator 2,0
Varsol 20,4
100,0
Beispiel X
Heißes Schmelzbad von Polyäthylen
Diese Bindemittel verbinden die in der Nähe des gezackten Randes !befindlichen und zum Schnitt parallellaufenden Fäden mit den Enden der zum Schnitt senkrecht laufenden Fäden. Dadurch wird das Ausfransen der nicht zerschnittenen parallelen Fäden verhindert.
Die im Abstand angeordneten Verklebebereiche 16 können durch ein drehbares Rad aufgetragen werden. Bei Verwendung der in Beispiel VIII und IX beschriebenen Bindemittel müssen diese durch Wärme bei ungefähr 177° C getrocknet werden.
Wie aus F i g. 2 zu .ersehen ist, wird jeder Verklebebereich 16 am Schnittpunkt zwischen einer Geraden 17 durch jede äußere Spitze der ausgezackten Kanten und einer Querachse 18, die eine Tangente zu jedem der inneren Punkte der ausgezackten Kante darstellt, angebracht. Diese Lage der Verklebebereiche 16 garantiert den größten Widerstand der gezackten Kante gegen ein Ausfransen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Gewebtes Textilprodukt, insbesondere rautenförmig gewebte Windel, mit gezackten, nicht gesäumten Rändern, in deren Bereich ein das Ausfransen verhinderndes Bindemittel aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß geringe Mengen des Bindemittels an im Abstand voneinander angeordneten begrenzten Bereichen (16) aufgebracht sind, die jeweils an den Schnittpunkten zwischen der Tangente (18) an die am weitesten innen liegenden Punkte der gezackten Ränder (15) und den senkrecht zu der Tangente gelegten Geraden (17) durch die am weitesten außen liegenden Zackenspitzen angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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