DE1558943C - Setzmaschine zur Aufbereitung von Mi nerahen mit pulsierender Arbeitsflüssigkeit - Google Patents
Setzmaschine zur Aufbereitung von Mi nerahen mit pulsierender ArbeitsflüssigkeitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Naßsetzmaschinen, bei denen die Erzeugung des Setzpulses der Arbeitsflüssigkeit durch unter dem Setzbettsieb angeordnete
Luftkammern erfolgt. Naßsetzmaschinen dieser Art sind bekannt.
Die Luftkammern, die nach unten hin geöffnet sind, dienen dazu, unter Anwendung periodisch in
die Kammern ein- und wieder ausgelassener Druckluft die Arbeitsfiüssigkeit innerhalb des Setzabteils in
schwingende Bewegung zu versetzen, wobei die Abschnitte zwischen den Luftkammern zusammen den
Durchflußteil der Setzmaschine unter dem Setzbettsieb bilden. Die oberen, stromlinienförmig ausgebildeten
Wände der Luftkammern ergeben mit ihren Außenseiten eine Strömungsleitzone, deren Höhe
etwa die Hälfte der Länge des Durchflußteiles beträgt und die zur Erweiterung des Strömungsquerschnitts
beim Aufströmen der Arbeitsflüssigkeit dient.
Zwischen dem Setzbettsieb und dem Oberteil der Luftkammern befindet sich eine Beruhigungszone. In
dieser Beruhigungszone, deren Höhe etwa ein Viertel der Länge des Durchflußteiles beträgt, werden die
Druckunterschiede ausgeglichen, wodurch eine gleichförmige Verteilung des Drucks über dem gesamten
Bereich eines Setzabteiles erfolgt. Über dem Setzbettsieb eines jeden Setzabteiles herrscht eine gleichmäßige
Geschwindigkeitsverteilung der pulsierenden Arbeitsflüssigkeit. Dies ist erforderlich, damit sich die
Teilchen im Setzraum sowohl in Längs- als auch in Querrichtung unter den gleichen Bedingungen schichten
können. Dabei wird auch die Bewegung des Setzgutes längs der Setzmaschine verbessert.
Diese Setzmaschine besitzt jedoch im Verhältnis zur Länge ihrer Setzabteile eine große Höhe des Durchflußteiles
unter dem Setzbettsieb. Bei einer bekannten Setzmaschine beträgt beispielsweise die Höhe des
Durchflußteiles etwa das 3,7fache der Länge des Setzabteiles. Dieses große Verhältnis ist im wesentlichen
durch die angestrebte gleichmäßige Verteilung der Geschwindigkeiten der pulsierenden Arbeitsflüssigkeit
über dem Setzbettsieb bedingt. Um hierbei eine gute Arbeitsweise der Setzmaschine aufrechtzuerhalten, ist
es jedoch erforderlich, eine große Anzahl von Luftkammern auf die gesamte Länge der Setzmaschine
verteilt anzuordnen. Neben dem sich ergebenden erhöhten Materialaufwand ist auch die Installation der
Luft- und Wasserleitungen, die zu jeder Luftkammer zu verlegen sind, als Nachteil zu betrachten. Auch die
Regulierung der Schwingungsverhältnisse der Arbeitsflüssigkeit in den Setzabteilen über die Länge der
Setzmaschine durch Variation der Pulsationsbedingungen
in den einzelnen Luftkammern bereitet Schwierigkeiten. Ferner herrscht zwischen dem Wasserstand
im Setzabteil und demjenigen in den Luftkammern ein großes Gefälle, wodurch die Stabilität
des Schwingungsvorgangs vermindert wird, weil eine Änderung des hydrodynamischen Widerstandes im
Setzabteil die Strömung stark beeinflußt und eine Erhöhung der Anfangsbeschleunigung des Wassers nicht
gestattet, denn der Druck zu Beginn des Dracklufteinlasses kann nicht voll ausgenutzt werden.
Es wurden auch schon Versuche unternommen, eine Setzmaschine der beschriebenen Art mit geringerer
relativer Höhe des Durchflußteiles unter dem Setzbettsieb zu entwickeln (Tatsuo Yossida, »Betriebsergebnisse
der Tacub-Setzmaschine«, Zeitschrift »Glückauf«, 1959, Nr. 6, S. 348 bis 350).
Die Bestandteile des Durchflußteiles dieser Setzmaschine blieben unverändert. Die relative Höhe der
Beruhigungszone, die in diesem Fall die Hauptrolle bei der Verteilung des Wasserstromes spielt, wurde
annähernd verdoppelt. Gleichzeitig wurden die Setzabteile verringert und die Anzahl der Luftkammern
in der Setzmaschine vermindert.
Auf diese Weise konnte die relative Höhe des Durchflußteiles der Setzmaschine unter dem Setzbettsieb
etwa um das l,5fache verringert werden, jedoch konnte damit keine gleichmäßige Verteilung
der Strömungsgeschwindigkeiten der Arbeitsflüssigkeit über die Fläche eines Setzabteiles erreicht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Setzmaschine zur Aufbereitung von Mineralien zu
entwickeln, deren Durchflußteil unter dem Setzbettsieb eine kleinere relative Höhe hat, wobei eine gleichmäßige
Verteilung der Strömungsgeschwindigkeiten der Arbeitsflüssigkeit (z. B. von Wasser) über dem
Setzbettsieb auf der gesamten Fläche eines jeden
ao Setzabteiles angestrebt wird. Außerdem wird die
Konstruktion einer Setzmaschine mit geringerem Materialaufwand und einer kleineren Anzahl von
Setzabteilen angestrebt, die bei gleicher Länge der Setzmaschine von nur einer Kammer beaufschlagt
»5 werden, wodurch eine Regulierung der Schwingungsverhältnisse in der Arbeitsflüssigkeit und in den Setzabteilen
über die gesamte Länge der Setzmaschine ermöglicht wird. Ferner sollen kräftigere Schwingungen
der Arbeitsflüssigkeit im Setzabteil und oberhalb des Setzbettsiebes mit höheren Anfangsbeschleunigungen
und stabilerem Verhalten erzielbar sein, wodurch die Leistungsfähigkeit der Setzmaschine erhöht
wird und eine wirkungsvollere Trennung von Teilchen unterschiedlicher Dichte erreicht wird, besonders
bei der Aufbereitung von Erzen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Setzmaschine zur Aufbereitung von Mineralien mit pulsierender
Arbeitsflüssigkeit, enthaltend ein Setzbettsieb und darunter in jedem Setzabteil angeordnete Kammern
zur Setzpulserzeugung, die nach unten offen und nach oben geschlossen und stromlinienförmig ausgebildet
sind, erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß in der Höhe der Strömungsleitzone jeder Kammer
Leitflächen angeordnet sind, deren obere Stirnkanten parallel zur Kammermittelebene verlaufen und den
Raum unterhalb des Setzbettsiebes zwischen Kammermittelebene und Setzabteilwand in gleich breite
Abschnitte unterteilen und deren untere Stirnkanten in zur Kammerwand sich vergrößernden Abständen
V1* lv h) enden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines
Ausführungsbeispieles und unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert. »
Die Zeichnung zeigt einen Schnitt durch ein Setzabteil der Setzmaschine.
Die Bestandteile des dargestellten Setzabteiles werden durch zur Zeichnungsebene senkrechte Flächen
und durch die Gehäusewände der Setzmaschine gebildet. , ■ .
, Die Setzmaschine besitzt ein Gehäuse (in der Zeichnung nicht dargestellt), in welchem sich ein Setzbettsieb
1 befindet. Der Setzraum über dem Setzbettsieb 1 dient zur Trennung von Teilchen des aufzubereitenden
Gutes mit unterschiedlicher Dichte sowie zum Abtransport der Trennprodukte. Unterhalb des Setzbettsiebes
1 befinden sich die Kammern 2, die an ihrer unteren Seite zum Durchgang der Arbeitsflüssiqkeit
(ζ. B. von Wasser) geöffnet sind. Die Arbeitsflüssig-
3 4
keil wird im Inneren der Kammern 2 mit Hilfe von Arbeitsflüssigkeit (Wasser) gefüllt. Danach wird in
Druckluft in pulsierende Bewegung versetzt. den Kammern 2 Druckluft eingelassen, unter deren
Die Pulserzeugung in der Arbeitsflüssigkeit und im ' Einwirkung die Arbeitsflüssigkeit aus der Kammer 2
Setzraum erfolgt mit an sich bekannten Vorrichtun- über zwei Kanäle, die von den Stromlinienkörpern 4
gen. Die Antriebsart der Setzmaschine ist deshalb in 5 und den Leitflächen 6 gebildet werden, austritt. Die
der Zeichnung nicht dargestellt. Stromlinienkörper 4 verhindern eine Wirbelbildung in
Die Kammer 2 ist im Innern der einzelnen Setz- der Arbeitsflüssigkeit, wenn diese die unteren Ränder
abteile der Setzmaschine mittig angeordnet Die der Kammer 2 umströmt. Der Strom der Arbeitsflüs-Länge
des Setzabteiles ist in der Zeichnung mit B sigkeit wird durch die Leitflächen 6 getrennt. Die beibezeichnet,
ίο den Teilströme ändern beim Umströmen der Strom-
Der Durchflußteil eines Setzabteiles der Setz- linienkörper 4 ihre Richtung um 180° und bewegen
maschine ist zur Bildung der erforderlichen Schwin- sich zwischen den vertikalen Zwischenwänden 3 und
gungsverhältnisse der Arbeitsflüssigkeit im Inneren den Außenseiten der unteren Kammerwände nach
eines Setzabteiles durch die vertikalen Zwischen- oben. Dabei bleiben die Strömungsquerschnitte der
wände 3 begrenzt. Der untere Teil der Kammer 2 hat 15 Arbeitsflüssigkeit nahezu konstant. Die Strömungsnahezu
prismatische Form; die Höhe d dieses Teiles querschnitte vergrößern sich hauptsächlich in der
beträgt (0,35 bis 0,55) B, seine Länge b beträgt etwa Strömungsleitzone c, deren Höhe verhältnismäßig
die Hälfte von B. gering ist.
An den unteren Enden der Wände der Kammern 2 Um eine gleichmäßige Verteilung der Strömungs-
sind Stromlinienkörper 4 angebracht. Die Wände der ao geschwindigkeiten über den gesamten Querschnitt zu
Kammern 2 sind im oberen Teil zueinander hin- erreichen, sind in dieser Zone Leitflächen 5 angegeneigt
und bilden durch ihre Außenseiten mit den bracht, durch die die Arbeitsflüssigkeitsströmung in
gegenüberliegenden Seiten der vertikalen Zwischen- mehrere Teilströme unterteilt wird, weil die Leitwände
3 sowie dem Gehäuse der Setzmaschine zu- flächen 5 den Gesamtbereich der Strömungsleitzone,
sammen eine Strömungsleitzone c, in der die Ge- 35 der sonst einen großen Erweiterungswinkel hat, in
schwindigkeit der Arbeitsflüssigkeit beim Aufwärts- mehrere Einzelleitzonen mit kleineren Erweiterungsströmen sich verringert und beim Abwärtsströmen winkeln aufteilen,
sich erhöht. Durch die oben beschriebene Anordnung der Leit-
Die Höhe der Strömungsleitzone c beträgt etwa flächen 5 werden die von unten in die Strömungsleit-0,3
B. In dieser Zone sind längs der Wandflächen der 3» zone c eintretenden Ströme der Arbeitsflüssigkeit neu
Kammer 2 auf jeder Seite der Kammer 2 je zwei ge- verteilt. In der Nähe der Kammer 2 tritt ein größerer
krümmte Leitflächen 5 angebracht, die den Raum Anteil der Strömung ein als in der Nähe der vertijeder
Hälfte der Strömungsleitzone in mehrere Ab- kalen Zwischenwand 3. Dagegen sind die Austrittsschnitte unterteilen. Die horizontalen Querschnitte/ querschnitte / der einzelnen Strömungsteilleitzonen
dieser Abschnitte sind oben gleich, während sie sich 35 oben gleich.
unten (/1</2</3) von der vertikalen Zwischen- Hält man das oben angegebene Verhältnis der
wand 3 in Richtung auf die Kammer 2 zu vergrößern, Maße Z1 und Z2 ein, so wird eine gleichmäßige Verteiindem
sie eine arithmetische Reihe mit der Basis I1 lung der Arbeitsflüssigkeitsgeschwindigkeiten über
und der Differenzfolge" (Z2-Z1 und I3-I^ bilden. dem Setzbettsieb auf der gesamten Länge des Setz-Charakteristisch
ist. daß die Abstände zwischen den 40 bettes erzielt, wobei die Abweichung der Geschwinvertikalen
Zwischenwänden 3 und den diesen benach- digkeitswerte geringer als 5% ist. Ferner erfolgt
barten Leitflächen 5 nach dem »Goldenen Schnitt« eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitsflüssigkeitsaufgeteilt
sind. Dadurch wird die Größe des Verhält- geschwindigkeiten in Längsrichtung infolge gleicher
nisses von Basis und Differenz der arithmetischen Bedingungen für die Setzpulserzeugung längs der
Reihe bestimmt zu 45 Kammern 2. Auf diese Weise wird eine starke Reduktion der relativen Höhe der Beruhigungszone unter
/ 14-12 dem Setzbettsieb 1 ermöglicht, denn diese Zone spielt
— = — = ,κ—γ ■ bei der Verteilung des Arbeitsflüssigkeitsstromes
h — h U ρ — 1 keine Hauptrolle und dient lediglich zur Aufhebung
50 von Druckunterschieden in der Arbeitsflüssigkeit.
Im Ergebnis werden die relativen Höhen der Be-
Am Ausgang der Kammer 2 sind zwei Leitflächen 6 ruhigungszone α und der Strömungsleitzone c sowie
derart angebracht, daß sie den Arbeitsflüssigkeits- des unteren Teiles der Kammer 2, die im wesentstrom
teilen und nach außen richten. Die Leitflächen liehen den beabsichtigten Strömungsverlauf der Ar- "
haben die Form eines Zylindermantelteiles und dienen 55 beitsflüssigkeit bestimmen, vemngert. Bedeutend verzur
Führung des Arbeitsflüssigkeitsstromes. Die Setz- mindert wird auch die relative Höhe des gesamten
maschine besitzt zwischen dem Setzbettsieb 1 und Durchflußteiles unter dem Setzbettsieb 1.
den Spitzen der Kammern 2 eine Beruhigungszone a, Beim Auslassen der Druckluft aus der Kammer 2
deren Höhe weniger als 0,1 B beträgt. Die Höhe h des (Sinken der Arbeitsflüssigkeit im Setzraum) fließt die
Durchflußteiles unter dem Setzbettsieb ist annähernd 60 Arbeitsflüssigkeit aus dem Setzraum über die gleichen
gleich der Länge B eines Setzabteiles der Setz- Kanäle in die Kammer 2 zurück. Während des Rückmaschine.
Die optimale Länge B eines Setzabteiles fmsses der Arbeitsflüssigkeit setzen sich die Teilchen
der Setzmaschine beträgt 1 m. Der minimale Abstand des aufzubereitenden Gutes auf dem Setzbettsieb ab.
zwischen dem Setzbettsieb 1 und dem Stand der Auch beim Zurückströmen sind die Arbeitsflüssig-Arbeitsflüssigkeit
in der Kammer 2 beträgt etwa 0,4 B. 65 keitsgeschwindigkeiten über dem Setzbettsieb auf der
Die Setzmaschine zur Aufbereitung von Mineralien gesamten Länge des Setzabteiles gleichmäßig verteilt,
arbeitet wie folgt: da der Arbeitsflüssigkeitsstrom in der Strömungsleit-
Der Durchflußteil der Setzmaschine wird mit der zone c eingeengt wird. Danach erfolgt erneut das
Aufströmen der Arbeitsflüssigkeit, wie es oben bereits beschrieben wurde.
Die gleichmäßige Verteilung der Arbeitsfiüssigkeitsgeschwindigkeiten
auf der Fläche über dem Setzbettsieb 1 und die Verringerung der relativen Höhe des Durchflußteiles unter dem Setzbettsieb 1 werden
auch in anderen Ausführungsbeispielen der Setzmaschine zur Aufbereitung von Mineralien beibehalten.
Die Kammern 2 können in Quer- oder Längsrichtung zum Setzmaschinengehäuse sowie in der
Mitte oder an der Peripherie des Setzabteiles angeordnet werden. Es kann auch nur eine Leitfläche 5 auf
jeder Seite der Kammer 2 in einem Setzabteil der Setzmaschine angebracht sein. Ferner ist es möglich,
zur Setzpulserzeugung in der Arbeitsflüssigkeit und xs im .Setzraum andere Vorrichtungen zu verwenden,
beispielsweise solche vom Kolbentyp.
Claims (1)
- Patentanspruch:Setzmaschine zur Aufbereitung von Mineralien mit pulsierender Arbeitsflüssigkeit, enthaltend ein Setzbettsieb und darunter in jedem Setzabteil angeordnete Kammern zur Setzpulserzeugung, die nach unten offen und nach oben geschlossen und stromlinienförmig ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der Höhe der Strömungsleitzone (c) jeder Kammer (2) Leitflächen (5) angeordnet sind, deren obere Stirnkanten parallel zur Kammermittelebene verlaufen und den Raum unterhalb des Setzbettsiebes (1) zwischen Kammermittelebene und Setzabteilwand (3) in gleich breite Abschnitte (/) unterteilen und deren untere Stirnkanten in zur Kammerwand sich vergrößernden Abständen (lv I2,13) enden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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