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DE1558749C3 - Anlage zum Rösten, Schmelzen und Sublimieren von Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder Konzentraten - Google Patents

Anlage zum Rösten, Schmelzen und Sublimieren von Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder Konzentraten

Info

Publication number
DE1558749C3
DE1558749C3 DE19671558749 DE1558749A DE1558749C3 DE 1558749 C3 DE1558749 C3 DE 1558749C3 DE 19671558749 DE19671558749 DE 19671558749 DE 1558749 A DE1558749 A DE 1558749A DE 1558749 C3 DE1558749 C3 DE 1558749C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melting
plant
ores
roasting
furnace
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671558749
Other languages
English (en)
Inventor
Vladimir Nikolajevitsch; Paramonov Ivan Vasilijevitsch; Cyganov Viktor Vladimirovitsch; Moskau Kostin
Original Assignee
Ministerstvo cvetnoj metallurgii, Moskau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ministerstvo cvetnoj metallurgii, Moskau filed Critical Ministerstvo cvetnoj metallurgii, Moskau
Application granted granted Critical
Publication of DE1558749C3 publication Critical patent/DE1558749C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zum Rösten, Schmelzen und Sublimieren von Nichteisenmetalle, insbesondere Kupfer, Kupfer-Zink und/oder Nickel, enthaltenden feinkörnigen sulfidischen Erzen oder Konzentraten unter Verwendung von oxidierendem Gas, die ein Schmelz- und ein nachgeschaltetes Reduktionsaggregat sowie Auffangeinrichtungen für die entstehenden Gase und Sublimate enthält.
Es ist ein elektrothermisches Verfahren zur Verarbeitung von Nichteisen- und seltene Metalle enthaltenden Erzen bzw. Konzentraten bekannt, bei dem jedoch das gewonnene Metall noch viele Beimengungen von seltenen Metallen enthält, das komplizierte Vorbereitungsoperationen erfordert und nicht die Möglichkeit der Gewinnung von SO2-reichen Gasen bietet, wie es für die Schwefelsäureherstellung wünschenswert ist.
Aus der US-PS 26 68 107 ist ein Verfahren zum Sauerstoffschmelzen von Kupferkonzentraten im Schwebezustand unter Verwendung von Industriesauerstoff bekannt; nach diesem Verfahren wird das auf eine Feuchtigkeit von 0,5% getrocknete Konzentrat mittels- Sauerstoff von der Stirnseite her in einen Schmelzofen eingeblasen. Das Konzentrat wird geröstet, geschmolzen und die Schmelze abstehen gelassen. Zur Verarmung der Schlacken an Kupfer wird von der anderen Seite aus Pyrrhotitkonzentrat eingeblasen. Das Schmelzen erfolgt ohne Brennstoffverbrauch. Die Abgase sind reich an SO2, wodurch sie zur Herstellung von verflüssigtem SO2 verwendet werden können. Hierbei sind aber seltene Metalle schwer abzuscheiden.
Der Ofen zur Durchführung des Sauerstoff-Schwebeschmelzverfahrens stellt einen langen Schmelzraum dar, dessen Gewölbe einen Vertikalgaszug besitzt, den Stirnseiten des Ofens sind Brenner angebrai über welche das Konzentrat mit Zuschlagen in c Ofen eingeblasen wird. Das Konzentrat wird in c Schwebe geschmolzen, die Schmelze abstehengelas: und aus dem Ofen abgestochen. Die während ι Schmelzvorganges entwickelten Gase werden über c Gaszug abgeleitet, von Staub gereinigt und zur H stellung von verflüssigtem SO2 oder Schwefelsäure ν ίο wendet. Der Ofen besitzt große Abmessungen. Er ks eine gute Kupfer- und Zinkverarmung der Schlack nicht gewährleisten und schafft einen großen Stauba trag.
Aus der US-PS 27-35 759 ist ein Verfahren zi Schmelzen von Kupfersulfiderzen bekannt, bei d> feinkörniges Erz kontinuierlich von oben in ei Schmelzkammer eintreten gelassen wird, in der es ν hocherhitztem Gas geschmolzen und am unteren En der Kammer in einen Behälter austreten gelassen wi der mit einem Überlaufauslaß verbunden ist, über ei das Metall in einen Schmelzofen überfließen kann, dem die weitere Kupferabscheidung von der Schlat erfolgt. Bei diesem Verfahren sind drei übereinant angeordnete Gefäße für den Schmelzvorgang, für c Auffangen der flüssigen Schmelze und für das Weit verarbeiten der Schmelze erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine / lage zum Rösten, Schmelzen und Sublimieren ν Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder Konzent ten der eingangs erwähnten Art anzugeben, die bei e fächern Aufbau einen kontinuierlichen Prozeß von R sten, Schmelzen und Reduktion, und gegebenen!;; Kondensation der erhaltenen Produkte sicherstellt u außerdem die Gewinnung von Gasen mit hohem C.
halt an SO2 ermöglicht.
Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch die kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches aufgefüt ten Merkmale.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Scheidewa verhindert es, daß die SO2-reichen Gase in den ele trothermischen Ofen zur Nachbehandlung der Schm ze gelangen und dort beispielsweise die Elektrod zerstören. Die SO2-reichen Gase können vielmehr ; Grund ihres hohen SO2-Gehaltes vom Röstofen dire der Weiterverarbeitung zu verflüssigtem SO2 oder Schwefelsäure zugeführt werden und stellen daher c wertvolles Nebenprodukt dar. Die Verwendung ein Zyklons ermöglicht es, den Rost- und Schmelzvorga in kleinstem Volumen durchzuführen, wodurch mit 1 lativ kleinen Anlagen hohe Durchsätze zu erzielen sii Die Kühlung der Scheidewand ermöglicht es, deren L bensdauer trotz des Vorhandenseins aggressiver Ga zu verlängern. Die Ausbildung des Ofens zum Nachb handeln der Schmelze als elektrothermischer Ofen ι möglicht eine gutgesteuerte Wärmezufuhr ohne gro Gasmengen. Das Einbringen des Gutes in den Zyk mittels eines Strahlsaugers ermöglicht eine sehne einfache Einbringung unter gleichzeitiger intensh Mischung der Komponenten.
Ein mit dem Schmelzraum des elektrothermisch Ofens verbundener Kondensator ermöglicht die gleic zeitige Gewinnung von Metallen, welche während c elektrothermischen Behandlung sublimieren.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführun: beispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näl erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Anlage zur Verarbeitung von Erzen und Konzentraten,
F i g. 2 die Anlage von F i g. 1 in Draufsicht,
F i g. 3 die Anlage von F i g. 1 im Schnitt längs der Linie I-I in F i g. 2.
Die Anlage enthält eine Beschickungseinrichtung 1 (Fi g. 1) und einen Zyklon 2, der mit einem Strahlsauger 3 für die Gemengezugabe versehen ist, der zum Röstschmelzen des Rohstoffes unter Verwendung von Industriesauerstoff oder von mit Sauerstoff angereicherter Luft dient und der eine Auskleidung aus verschleiß- und hochfeuerfestem Material, beispielsweise ZrCh aufweist; ferner enthält die Anlage den Schmelzraum 4 zur Trennung von Gas und Schmelze, welcher durch die Scheidewand 5 vom elektrothermischen Ofen 6 getrennt ist, der einen Herd 7 mit Grube 8 zur Trennung von Stein und Schlacke besitzt. Der elektrothermische Ofen 6 mit den Elektroden 9 ist mit einem Vorherd 10 (F i g. 2) zum kontinuierlichen Abziehen des j Steines und mit einem Kondensator It zum Sammeln ! flüssigen Zinks ausgerüstet. Der an den Schmelzraum 4 anstoßende elektrothermische Ofen 6 steht mit ihm in j Verbindung.
Die Anlage arbeitet in folgender Weise:
Das auf den Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 5% getrocknete Gut, dessen Korngröße 5 mm nicht übersteigen soll, wird über die Beschickungseinrichtung 1 (F i g. 1) in den Zyklon 2 durch den Strahlsauger 3 mit Hilfe von Industriesauerstoff oder von mit Sauerstoff angereicherter Luft eingegeben.
Das Gemisch aus Sauerstoff und Beschickungsgut wird dem Schmelzeraum 4 in Form von Wirbelströmen unter Ausnutzung der Zyklonwirkung zugeführt.
Bei Verarbeitung von über 15% Schwefel enthaltenden sulfidischen Rohstoffen wird das Röstschmelzen im Zyklon in Industnesauerstoffatmosphäre durchgeführt, wobei SO2-reiche Gase (bis 90%) erhalten werden.
Oxidierte oder schwefelarme Stoffe werden unter Zusatz von gasförmigen, flüssigen oder festen Brennstoffen geschmolzen. Je nach der Zusammensetzung des Ausgangsrohstoffes wird in der Schmelzzone eine Temperatur von 1200 bis 16000C aufrechterhalten. Hierbei werden leichtsublimierbare Nichteisenmetalle, beispielsweise Blei, Kadmium, Selen, Quecksilber oder Rhenium, bei der Reinigung der Schmelzzohengase sublimiert und aufgefangen. Auf diese Weise ist es möglich, wertvolle Bestandteile aus Erzen und Konzentraten noch vollständiger zu gewinnen.
Die als Ergebnis des Schmelzens erhaltenen, bis 90% SO2 sowie Blei-, Kadmium-, Selen- und Rheniumsublimate enthaltenden Gase und die Schmelze gelangen über die Öffnung 12 in den Schmelzraum 4, aus welchem Gas und Sublimate zur Reinigung geleitet werden, während die Schmelze, indem sie über die Kühlbrücke 13 strömt, kontinuierlich in den mit dem Schmelzraum 4 in Verbindung stehenden elektrothermischen Ofen 6 fließt.
Im elektrothermischen Ofen werden flüssige Schmelzprodukte — Schlacke und Stein — nach dem Gegenstromprinzip getrennt.
Die Vorgänge Röstschmelzen, Reduktion, Kupfer- und Zinkverarmung und Kondensation der erhaltenen Produkte erfolgen kontinuierlich in einer Anlage, wodurch die Ausrüstung erheblich vereinfacht und der Prozeß der Verarbeitung von Erzen und Konzentraten der Nichteisenmetalle verbilligt wird.
Bei Verarbeitung von über 4% Zink enthaltenden polymetallischen Rohstoffen wird Zink zu flüssigem Metall niedergeschlagen.
Der Steinabstich erfolgt über dem Vorherd 10 (F i g. 2 und 3). Die dünnflüssige Schlacke wird einer elektrothermischen Reduktion unterzogen, um z. B. Zink zu reduzieren und es aus zinkhaltigem Rohstoff zu sublimieren sowie um Krätzschlacken beim Schmelzen von Kupfer-Nickel- und anderen Konzentraten zu erhalten. Der Schmelzraum 4 (F i g. 1) besitzt ein mit dem elektrothermischen Ofen 6 gemeinsames Gehäuse 15 und ist von dem Ofen durch eine gekühlte in die Schlakke eintauchende Scheidewand 5 getrennt. Diese Scheidewand verhindert die Vermischung von Gasen der Oxidations- und der Reduktionszone und ermöglicht es, daß in diesen Zonen eine unabhängige Atmosphäre aufrechterhalten wird.
Aus dem elektrothermischen Ofen 6 gelangen die Zinkdämpfe über den Gaszug 16 (F i g. 3) in den Kondensator 11, wo Zink in flüssigem Zustand niedergeschlagen wird.
Der Schlackenabstich aus dem elektrothermischen Ofen erfolgt kontinuierlich oder periodisch über die Abzugsvorrichtung 17 (F i g. 2).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Anlage zum Rösten, Schmelzen und Sublimieren von Nichteisenmetalle, insbesondere Kupfer, Kupfer-Zink und/oder Nickel, enthaltenden feinkörnigen sulfidischen Erzen oder Konzentraten unter Verwendung von oxidierendem Gas, die ein Schmelz- und ein nachgeschaltetes Reduktionsaggregat sowie Auffangeinrichtungen für die entstehenden Gase und Sublimate enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzaggregat aus einem Zyklon (2) und einem Schmelzeraum (4) und das Reduktionsaggregat aus einem elektrothermischen Ofen (6) bestehen, wobei diese in einem gemeinsamen Gehäuse (15) angeordnet und voneinander nur durch eine in die Schlacke eintauchende Scheidewand (5) getrennt sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zyklon (2) mit einem Strahlsauger (3) zum Einbringen des Gutes versehen ist.
3. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewand (5) gekühlt ist.
4. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewand (5) wassergekühlt ist.
5. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Niederschlagen der Metalldämpfe der elektrothermische Ofen (6) über einen Gaszug (16) mit einem Kondensator (11) verbunden ist.
DE19671558749 1967-03-23 1967-03-23 Anlage zum Rösten, Schmelzen und Sublimieren von Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder Konzentraten Expired DE1558749C3 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM0073317 1967-03-23

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