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DE1558111A1 - Giessform mit anisotroper Schlichte - Google Patents

Giessform mit anisotroper Schlichte

Info

Publication number
DE1558111A1
DE1558111A1 DE19671558111 DE1558111A DE1558111A1 DE 1558111 A1 DE1558111 A1 DE 1558111A1 DE 19671558111 DE19671558111 DE 19671558111 DE 1558111 A DE1558111 A DE 1558111A DE 1558111 A1 DE1558111 A1 DE 1558111A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heat
metal
casting mold
mold
casting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671558111
Other languages
English (en)
Inventor
Warren Jun James Wyman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ducommun Inc
Original Assignee
Ducommun Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ducommun Inc filed Critical Ducommun Inc
Publication of DE1558111A1 publication Critical patent/DE1558111A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/04Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into open-ended moulds
    • B22D11/059Mould materials or platings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

Patentanwälte
Dipl.-Chem. I. SCHULZE Dipl.-Ing. E. QUTSCHEB
HEiDELBERQ
QalsbergstraBe 3 _ Telefon 23269
I Abs. Dipl.-Chem. I. Schulze, Dipl.-Ing. E. Gutscher, Patentanwälte ~j 6900 Heidelberg, GalebergatraBe 3
UNSER ZEICHEN.1577 SR8 IHR ZEICHEN:
Anmelder: Ducommun Incorporated, 612 So. Flower Street, Suite 460, Los Angeles, California, V. St. A.
Giessform mit anisotroper Schlichte
Die Erfindung betrifft allgemein Giessformen, die mit einem Belag oder einer Schlichte aus anisotropem Material versehen sind und die zum kontinuierlichen Giessen von Grundmetallen einschliesslich Metallegierungen.verwendet werden.
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In den letzten Jahren werden Nichteisenmetalle, einschliesslich Legierungen, kontinuierlich gegossen, um beispielsweise Werkstücke für Stangen, Stäbe, Platten^Barren oder Bolzen herzustellen. Dieses Verfahren dient insbesondere zum kontinuierlichen Giessen von Kupfer und dessen Legierungen, wie Messing, sowie andere Nichteisenmetalle, wie Aluminium oder Magnesium. Es wurde auch vorgeschlagen, Eisen und Eisenlegierungen, wie Stahl, kontinuierlich zu giessen·
Kupfer und seine Legierungen sowie andere Nichteis enmetalle werden gewöhnlich in einer Giessform gegossen, die hauptsächlich aus Kupfer bestehen kann. Das Kupfer ist üblicherweise mit einem Material beschichtet, das als ein Gleitoder Schmiermittel dient. Die normalerweise zum kontinuierliehen Giessen von Nichteiseometallen verwendete Giessform ist mit einem zweckmässigen Wärmeschacht,wie ein wassergekühlter Kupferblock, versehen.
Bei Kupfer beträgt beispielsweise die Giesstemperatur etwa II760 C während Kupfer bei 1082° O erhärtet. So muss innerhalb weniger cm der Giessform die Temperatur des Kupfers oder der Kupferlegierung um etwa 94·° O gesenkt werden·
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Es wurde auch vorgeschlagen, Stahl kontinuierlich in einer Giessform zu giessen. Bestimmte Metalle, wie Stahl, neigen jedoch dazu, das Material, aus dem die Giessform "besteht, zu benetzen· So klebt beispielsweise Stahl wenn es erhärtet, an der Form an. Um diesen Nachteil auszuschalten, wurde vorgeschlagen, die Giessform zu schwingen oder hin- und her zu bewegen· Auf diese Weise tritt eine relative Bewegung zwischen der Giessform und dem erhärtenden Metall auf, um das Ankleben des Metalls an der Form zu verhindern. Der Stahl wird gewöhnlich bei einer Temperatur von etwa 1332° C gegossen und erhärtet bei etwa 1176° 0. Daher muss in einem solchen Fall die Temperatur des Metalls um nahezu 156° 0 gesenkt werden. Im wesentlichen muss nur die Aussenhaut des Stahls erhärtet werden, die ausreicht, um 4ie sog· Ausbrüche zu verhindern, wo der flüssige Stahl durch die feste Oberflächenschicht bricht und erhebliche Beschädigung bewirkt. ■.'■*..
Der Vorteil des kontinuierlichen Giessens von Metallen (wobei auch Metallegierungen verstanden werden), besteht darin, dass eine Anzahl von Verfahrensschritten bei der
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Behandlung des Metalls eingespart werden können· Ausserdem ist damit eine Verringerung der Arbeit, eine Verminderung der zu behandelnden llaterialmenge, wodurch weniger Lagerraum benötigt wird,'sowie eine Senkung der Arbeitszeit und eine erhöhte Ausbeute an Metall verbunden· So können grosse wirtschaftliche Gewinne durch das kontinuierliche Giessen von Grundmetallen, und zwar sowohl Nichtβieen- und Eisenmetalle als auch deren Legierungen, erzielt werden· Die bekannten Verfahren zum kontinuierlichen Giessen von Metallen weisen aber gewisse Hachteile auf.
Hn Hauptproblem ist das Entfernen von Wärme von dem kühlenden Metall während dem stationären Arbeiten. Dies bedeutet natürlich, dass die Wärme vom flüssigen Metall in die Gieeef orm oder einen entsprechenden Wärmeschacht übertragen werden muss, damit das Metall rasch härtet und eine weitere Bearbeitung gestattet. Es ist offensichtlich, dass durch schnelleres Abführen der Wärme, das Metall entsprechend schneller gegossen werden kann. Dies zeigt, dass eine durch 'die gegenwärtige Verfahrensweise bedingte Einschränkung,
SO die verhältnlsmässig langsame Giessgeschwindigkeit ist,
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die mehrere parallel angeordnete Giessformen erfordert, die so angebracht sind, dass sie mit demselben Giesslöffel oder Tundish beschickt werden können.
Das zweite zu bedenkende Problem ist das Befeuchten oder Benetzen, d.h. die Neigung des flüssigen Metalles, die Giessform zu benetzen und daher an dieser fest zu kleben. Dies wird bis jetzt, wie bereits erwähnt, durch Schwingen der Giessform ausgeschaltet· Auf diese Weise kann leicht die sich bildende Oberfläche für das fertige Produkt leiden«
Daraus folgt, dass ein Material oder eine entsprechende Schlichte für die Giessform "benötigt wird, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit, einen hohen Schmelzpunkt, um gegen Temperaturen der flüssigen Metalle beständig zu sein, und eine schlechte Benetzbarkeit durch die flüssigen Metalle aufweist.
Es wurde vorgeschlagen, gewöhnlichen Graphit als Überzug oder Schlichte für die Giessform zu verwenden. Ein solcher Graphit ist aber ein isotroper Stoff, d.h. er leitet, die Wärme in jeder Richtung gleich gut (oder schlecht). Die Wärmeleitfähigkeit des Kupfers, aus dem die. Giessform -
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und auch der Wärmeschacht - besteht, ist 25mal so gross wie diejenige des Graphits·
Ausserdem neigt Graphit dazu, mechanisch zu erodieren und weist eine verhältnismässig hohe Oxydationsgeschwindigkeit auf, wodurch die Lebensdauer einer Graphitgiessform oder Schlichte recht kurz ist. Solche Formen nüssen, je nach Benutzung, im allgemeinen innerhalb eines Tages oder einer Woche ersetzt werden·
In gleicher Weise ist die mechanische Erosion einer Graphitgiessform schädlich, die in erster linie auf die Bildung von dendritischen Kristallen im erhärtenden Metall zurückzuführen ist. Solche Dendrite sind scharf und verhältnismässig hart, d.h. viel härter als Graphit. Daher versuchen die Dendrit β, die einzelnen Veilchen, aus denen die Graphitform besteht, mechanisch zu entfernen.
Trotz dieser Nachteile der heutigen Arbeitsverfahren zum kontinuierlichen Giessen von Nichteisenmetallen ist die Industrie bemüht, das kontinuierliche Giessen von Nichteisenmetallen in die Produktion aufzunehmen und Erfahrung durch Versuchsherstellung von Stahl durch kontinuierliches Giessen zu sammeln.
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Sv let daher liifgäbe der Erfindung, eine Giessform sum kontinuierlichen (Hessen von Metallen, einschliessllch Metallegierungen su schaffen, die eine bessere WärmeleitfShlgkeit als die bisher verwendeten Stoffe aufweisen aber lmer noch Wärmeverlust zwischen dem Reservoir aus flüssigem Metall und dem Warmeschacht verhindert· Erfindungsge-Haas soll ferner eine Schlichte für eine Giessform zum kontinuierlichen Giessen von Metallen vorgeschlagen werden, die eine erhöhte Giessgeschwindigkeit aufgrund des schnelleren AbkUhlens des erhärtenden Metalls gestattet* Sie Schlichte soll die mechanische Erosion senken, die Oxydation herabset sen, als ein Gleit- oder Schmiermittel wirken und durch Verringerung* des Benetzens zwischen Metall und Giessform eine bessere Oberflächenfertigung gestatten.
Gegenstand der Erfindung ist eine Giessform zum kontinuierlichen Giessen von Metallen, wobei unter Metallen auch Metallegierungen, wie Messingj Stahl u.dgl., zu verstehen sind. Die erflndungegemässe Giessform weist ein Teil auf, das im wesentlichen zwischen dem Bereich angeordnet ist, in dem das flüssige Metall gegossen wird und dem Bereich, in dem mindestens die äussere Fläche des Metalls erhärtet ist.
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Dieses Teil der Giessform besteht gemäss der Erfindung aus einem hitze- und feuerbeständigen Material mit anisotropen Wärmeleiteigenschaften. Dies ist vorzugsweise pyrolytischer Graphit, obwohl auch andere Stoffe verwendet werden können· Ausserdem ist dieses hitze- und feuerfeste anisotrope Material in vorbestimmter Weise orientiert, um das Kühlen des Metalles in der Giessform zu beschleunigen. Daher ist dieses hitze-oder feuerbeständige anisotrope Material so orientiert, dass es die Wärme weg vom Metall über die Wand der Form verhältnismässig schnell leitet, während es die Wärme entlang der Bewegungsbahn des kühlenden Metalls der Form verhältnismässig langsam leitet« Letzteres dient natürlich dazu, die unmittelbare Kühlung des Reservoirs aus flüssigem Metall durch den Wärmeschacht zu verhindern.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung, in der ein schematischer Schnitt durch eine erfindungsgemässe Ausführungsform der Giessform dargestellt ist, näher erläutert.
•Die Giessform ist allgemein mit 10 bezeichnet und befindet sich unter einem zweckmässigen Schmelztiegel, einer Schöpfkelle oder einem Tundish 11. Die Schöpfkelle 11 enthält
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das geschmolzene zu giessende Metall und dient zum Pullen der Giessform 10 mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Ferner ist ein "bei 12 gezeigtes hitzebeständiges Material dargestellt, das die Giessform richtig verkleidet. Hieran schliesst sich ein ebenfalls ausgekleideter Wärmeschacht 14 an, der beispielsweise aus einem Kupferblock bestehen kann, und mit entsprechenden Kanälen 15 zum Durchleiten von kaltem Wasser durch den Kupferblock versehen ist.
Erfindungsgemäss ist die Giessform .mit einem Überzug oder einer Schlichte versehen, die an das flüssige Metall angrenzt und zumindest zwischen dem Bereich in dem das flüssige Metall gegossen wird, d„h. unter der Schöpfkelle 11 und dem Wärmeschacht 14·, angeordnet ist. Dieser Teil der Giessform oder der Schlichte 20 besteht aus einem feuer-und hitzebeständigen Material mit anisotropen wärmeleitenden Eigenschaften. Das Verhältnis zwischen der Wärmeleitfähigkeit in einer Ebene und einer anderen im rechten =Winkel dazu liegenden Ebene beträgt vorzugsweise 50 : 1. Pyrolytisch niedergeschlagenes Bornitrid (BN) ist z.B. ein entsprechendes Material, das hitzebeständig ist und anisotrope wärmelei-
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tende Eigenschaften besitzt. Es ist auch möglich, hierfür Slimmer zu verwenden. Das erfindungsgemäss bevorzugte Material ist jedoch pyrolytischer Graphit.
Pyrolytischer Graphit wird aus einem Kohlenstoff enthaltenden Dampf bei erhöhten Temperaturen in unregelmässigen Schichten niedergeschlagen, die wie ungeordnete Stapel oder Karten angeordnet sind. Dies ist der Grund warum pyrolytischer Graphit stark anisotrop ist. Seine mechanischen, thermischen und elektrischen Eigenschaften hängen Ton der Richtung ab. Es ist üblich, die a-b Achsen, die wiederum eine Ebene bestimmen, als diejenigen zu bezeichnen, in der der Graphit niedergeschlagen wird. Die c-Achse verläuft in rechten Winkeln zu der a-b Ebene. Pyrolytischer Graphit leitet in der a-b Ebene sehr gut, isoliert aber in der c-Achse oder c-Eichtung. So ist die Wärmeleitfähigkeit des pyrolytischen Graphits in der a-b Ebene 25Omal so gut wie in der c-Richtung.
Wie bereits oben ausgeführt ist, wird pyrolytischer Graphit
aus einem Dampf, der eine chemische Verbindung sein kann, niedergeschlagen. Dies kann beispielsweise durch Dissoziieren
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- ie -H
von Methan (CH^) unter Wärmeeinwirkung erfolgen· Das Verfahren wird vorzugsweise in einem Vakuumofen unter einem Druck durchgeführt, der innerhalb eines weiten Bereiches variieren, zweckmässig z.B. zwischen 1 - 10 mm Hg betragen kann. Die Temperatur des Ofens kann ebenfalls innerhalb weiter Grenzen variieren, beträgt aber vorzugsweise etwa 1204-° C. Das Verfahren zum Niederschlagen von pyrolytischem Graphit ist bekannt.
Erfindungsgemäss wird der Überzug oder die Schlichte 20 aus hitzebeständigem Material mit anisotropen Wärmeleiteigenschaften derart orientiert, dass es die Wärme innerhalb des Raumes 21 vom flüssigen Metall weg und über die Wand und in den Wärmeschacht 14 verhältnismässig schnell leitet, während es gleichzeitig die Wärme entlang der Bewegungsbahn des in der Giessform kühlenden Metalls verhältnismässig langsam leitet. Mit anderen Worten, auf diese Weise wird verhindert', dass die Wärme des geschmolzenen Metalls von der Schöpfkelle 11 und oberhalb der Giessform weg direkt in den Wärmeschacht 14- geleitet wird und es wird eher ermöglicht, dass das Metall langsam abkühlt, so dass jeder Querschnitt eine verhältnismässig gleichmässige Temperatur aufweist.
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Um dies zu erreichen ist die a-b Ebene aus anisotropem Material, beispielsweise pyrolytischem Graphit, wie angegeben in waagerechter Richtung orientiert. Infolgedessen ist die c-Achse in Äichtung des Pfeiles 22 angeordnet« Diese Anordnung ergibt genau das was erforderlich ist, nämlich, die Wärme in lotrechter Richtung langsam zu leiten, wie in der Zeichnung dargestellt ist, während gleichzeitig Wärme waagerecht in den Wärmeschacht 14 geleitet wird.
Es wird darauf hingewiesen, dass während des kontinuierlieben Giessens von Stahl, beispielsweise etwa 70 % der Wärme entfernt wird, während das Metall die ersten 10, 16 cm (4-") der Giessform durchläuft. Wenn nicht genügend Wärme auf diese Weise entfernt wird, kann die äussere Schicht des Stahls nicht abkühlen und erhärten, um den hydrostatischen Druck des Stahls innerhalb der festen Schale des Gehäuses auszuhälten. Dadurch wurden Jedoch Ausbrüche entstehen, wobei das flüssige Metall aus der Giessform ausströmen würde.
Weiter wird bemerkt, dass die Wärmeleitfähigkeit des pyro-
lytischen Graphits in der a-b Ebene, abhängig von der Temperatur, gleich oder hoher ist als diejenige des Kupfers. Andererseits ist pyrolytischer Graphit in c-Richtung praktisch ein Wärmeisolator.
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Die Oxydationsgeschwindigkeit des pyrolytischen Graphits bei 815° 0 ist 6500mal geringer als diejenige des handelsüblichen Graphits. Infolgedessen wird bei Verwendung von pyrolytischem Graphit die Oxydation erheblich herabgesetzt.
Ferner gewährleistet die Struktur des pyrolytischen Graphits, dass er in c-Richtung praktisch undurchlässig ist· Er hat eine Dichte von 2,2, die für diese Kristallstruktur theoretisch ist. Handelsüblicher Graphit erreicht Dichten von etwa 1,65· Wenn daher die viel dichteren und abriebfesteren Schichten aus pyrolytischem Graphit der erodierenden Einwirkung des geschmolzenen Metalls ausgesetzt werden, ist die mechanische Erosion wesentlich geringer. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Graphit besteht das pyrolytische Material nicht aus einzelnen Partikeln, die durch mechanische e.rodierende Wirkung des heissen Metalls gelockert oder entfernt werden können.
Eine erfindungsgemässe Giessform zum kontinuierlichen Giessen von Metallen ist demnach mit einem anisotropen hitzebestandigen Material versehen, das so orientiert ist, dass ea Wärme weg vom Metall gegen den Wärmeschacht verhältnismässig
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schnell leitet, während es gleichzeitig die V/ärme entlang der Bewegungsbahn des kühlenden Metalls verhältnismässig langsam leitet. Dies bewirkt, wie oben ausgeführt, dass das Metall über seinen Querschnitt ein Temperaturgefälle aufweist, das gleichmässiger ist als es mit den üblichen Giessformen erreicht werden kann. Da ferner während der stationären Arbeit die <iärme wirksamer entfernt wird als bei den üblichen Formen, wird die Giessgeschwindigkeit aufgrund des schnelleren Abkühlens des Metalls erhöht.
Schliesslich wird durch eine erfindungsgemässe Giessform die Erosion verringert und die Oxydation auf ein Minimum gesenkt. Aus diesem Grunde wird natürlich durch Verminderung des Benetzens sowie der Erosion eine bessere Oberflächenfertigung erzielt. Da die V/ärmeleitfähigkeit des
Ί5 pyrolytisehen Graphits in der a-b Ebene etwa gleich ist derjenigen des Kupfers, oder gar höher sein kann als diejenige des Kupfers, entspricht er den thermischen Eigenschaften des wassergekühlten Kupferblocks, der als Wärmeschacht wirkt. Auf diese Weise wird natürlich das Entfernen der Wärme während des stationären Arbeitens verbessert.
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Claims (1)

1. Giessform zum kontinuierlichen Giessen von Metallen ein-Bchliesslich Metallegierungen,
dadurch gekennzeichnet, dass im
wesentlichen zwischen dem Bereich, in dem das flüssige Metall gegossen wird und dem Bereich, in dem zumindest die
äussere Fläche des Metalls erhärtet ist, ein Teil (2) vorgesehen ist, das aus einem hitzebeständigen Material mit anisotropen wärmeleitenden Eigenschaften besteht, das zur Beschleunigung des Abkühlens des Metalls in der Giessform in vorbestimmter Weise orientiert ist.
2· Giessform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das hitzebeständige Material so orientiert ist, dass es die Wärme vom Metall über die Wand der Giessform verhältnismässig
schnell und entlang der Bewegungsbahn des kühlenden Metalls * in der Form verhältnismässig langsam leitet.
5. Giessform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das hitzebeständige Material aus pyrolytischem Graphit besteht.
*±. Giessform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die a-b Achse des pyrolytischen Graphits im rechten Winkel zu der Bewegungsbahn und seiner im wesentlichen paralles zu der Bewegungsbahn verlaufenden c-Achse angeordnet sind.
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