[go: up one dir, main page]

DE1558178A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen

Info

Publication number
DE1558178A1
DE1558178A1 DE19671558178 DE1558178A DE1558178A1 DE 1558178 A1 DE1558178 A1 DE 1558178A1 DE 19671558178 DE19671558178 DE 19671558178 DE 1558178 A DE1558178 A DE 1558178A DE 1558178 A1 DE1558178 A1 DE 1558178A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cast strand
strand
casting
pulling
cast
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671558178
Other languages
English (en)
Inventor
Anatol Michelson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BLISS CO
EW Bliss Co Inc
Original Assignee
BLISS CO
EW Bliss Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BLISS CO, EW Bliss Co Inc filed Critical BLISS CO
Publication of DE1558178A1 publication Critical patent/DE1558178A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/14Plants for continuous casting
    • B22D11/142Plants for continuous casting for curved casting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

PATENTANWALT .
DIPl .-PHYS. DRVVAITER LAMGHOFF 1558178
WUiohan. <Um8. Mai 1967
1) e 3 c h r e 1 bung zu der Patentanmeldung der Pinna E,VL BliöB Coinpanäf, 217 Second Strtsefc, üant;on, OliLo, U.S.A.
betreffend
Verfaiu'en und Vorrichtung zum Stranggießen
Priorität:-9. Mal 1966 - U.S.A.
Die Brrindung bezieht aloh auf ein Verfahren und eine Vorrichtung Äuns Stranggießen τοπ Profilteilen, etwa im Querschnitt runden, rechteckigen, ovalan oder plafctenfürmigen Teilen, die im folgenden aüuitllßh Gußstücke genannt sind..
Das Stranggießen geschieht in einer vertikalen Durchgußform, die entweder feststeht oder hin- und hergehend bewegbar ist und gewöhnlich mit Wasser gekühlt wird* Wenn das Gußabüok aus der QIeSfora austritt, ist se lediglich teÜwelBe verfestigt und enthält normalerweise noch einen flüssigen Kern
009812/0680 BAD
von ijöi-räohr-Li^hiir Ύΐπίν. uribwr der festen Außenhaut. Daher ist au nötig, di» Gießform in sJner beträchtlichen Hdhe aufzustellen, dam.lt öiiio ι; "!lügende anschließende KühLung, gewöhnlich mittels Was j er j t"r ah.lon, durchgeführt v/erden kann, um dau Gußstück durch und durch ϊ-u verfestigen. Um dia Höhe der Sfcranggleßanlage zu verringern, wird der Gießntrang üblicherweise aus der vertikalen G.hi'Μ.!;ellung bogenfftrnU,* gekrümmt und anschließend in eine heu L/.onlvfi.i..» Luge gebracht, bevor er in die vorgegebenen Strang-· längen abg^ijuniiLtten wird. D1.3 GießgeschwindLgkeIt, die Größe des (Ji6/?'f>t,i·-.ng.'t,, die metallurglachen Ei^onschaftan den Metalls und andere· Tal· toten beeirif lusjen jedoch dis zulässige Oe-Bührilndlgkolt der sekundären Kühlung und begrenzen in hohem Maße die Verringerung der Höhe der Stranggießanlage aufgrund des Umstand ;v., daß der Gleßstrang, der noch einen tiefen, flüssigen Kern auf.;üLot, längs eines längeren vertikalen Weges geführt werden muß, b.vor dlj vollständige Verfestigung erreicht ist und bevor .:.At lt;m AbKiehen und Biegen begonnen werden kann.
Bieher ge&;nahen das Abziehen und Biegen des Gießstranges mit einer ReLh-: Wälzen, die nahe; ^n der Stelle der vollständigen Verfestigung dye Stranges angeordnet waren, Versuche zur Verringerung der Qießhöhe dadurch, daß die Walzen näher an die Gießform ga.ltgt wurden, waren im allgemeinen unbefriedigend, und zwar in .· - tar Linie wegen des Umstandes, d;t£ starke Zieh- und Ii„o^skräftö auf die noch weiche und schwache Haut des GleßBtr-ingsß durch die zyllndrlschsn Walaen ausgeübt werden, ;hti ein-·?!! rjiilir hohan Berührungsdruck auf einer kleinen
009Ö12/0S&0
BAD
'streifenartigen Fläche der Haut des Qleßstranges erzeugen, wodurch häufig innere Risse und Oberflächenrisse entstehen. Diese Fehlerursachen bei Gießsträngen, die einem sehr hohen spezifischen Druck der zylindrischen Abzieh- und Biegewalzen ausgesetzt sind, bildet ein Hauptproblem bei der Verwendung derartiger Walzen bei Stranggießvorrichtungen.
Ein weiteres Problem, das beim Verwenden von Biege- und Ziehwalzen auftritt, wenn diese an der Stelle oder unterhalb des Ortes der vollständigen Verfestigung des Stranges angeordnet sind, besteht darin, daß die Streckwallen dann an einer Stelle liegen müssen, wo sich der Gießstrang wesentlich unter seiner Verfestigungstemperatur befindet, so daß höhere Streckkräfte erforderlich sind, wodurch wieder leicht Oberfläohenrlsse im Gießetrang auftreten können«
Außerdem bestimmt der Abstand »wischen der Gießform und den Biege- und Ziehwalzen die Länge des erforderlichen Startmechanismus. Der Startmechanismus bildet gewöhnlich eine lange, kettenartige Vorrichtung mit einer an einem Ende angeordneten Stange, welche durch die Ziehwalzen bis oben in die Form geschoben wird beim Beginn eines Gießflusses und welche ursprünglich dazu verwendet wird, den Boden in der Gießform su bilden und den Gießstrang mit sich zu ziehen. Als Folge «Ines längeren Startmechanismus wird auch eine kostspieligere und schwerer handhabbare Speichereinrichtung erforderlich.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß durch ein Verfahren und
009812/06 80
- ■ E2 A pil A^ ι· ***'' SV 3 A ϊ
eine Vorrichtung gelöst, bei denen eine verteilte Zieh- und Biegekraft auf eine verhältnismäßig große Oberfläche dee Gießstranpea kontinuierlich angreift, ao daß das Abziehen und Bießen näher an der Form geschehen kann, wo der Gießetrang noch einen im wesentlichen flüssigen Kern aufweist.
Gemäß der Erfindung wandert eine Zieh- und Biegevorrichtung kontinuierlich mit dem Gießstrang und begrenzt eine kurven förmige Bahn, durch welche der Gießstrang gebogen.wird, wobei ein Berührunggglied vorgesehen ist, welches eine verhältnis mäßig große Oberfläche des Qießstranges in bezug auf seine Querschnittsfläche berührt, so daA ein ziemlich geringer Druck auf den teilweise verfestigten Gleßstrang auegeübt wird.
Die Zieh- und Biegevorrichtung umfaAt wenigsten· swei endlose Fördereinrichtungen, zwischen denen der GIeMt rang hindurch gelangt, wobei jede Fördereinrichtung ein Berührungiglied trägt, von denen jedes einen gemeinsamen Krümmungsmlttelpunkt (radius point) hat.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung 1st ein Stranggielverfahren vorgesehen, bei den der Oiefistrang bei* Austreten aus der Gießform gekühlt wird, um eine feste Baut, von genügender Stärke su bilden, die einer vorbestimmten Fitchenpressung widerstehen kann,und wobei der Gießstrang dann von dec Oielform abgezogen und gleichseitig längs einer gekrümmten« Beim gebogen wird, und zwar durch kontinuierliche Anwendung einer Zieh- und
009812/0680
BAD ORIGIW-ΛΙ.
Biegekraft, die sioh mit dem Gießßtrang bewegt und über eine verhältnismäßig große Oberfläche der Haut des Gießstranges angreift.
Gemäß einer Weiterbildung wird bei dem GleSetrang ©ine Sekundärkühlung in zwei Stufen ausgeführt, wobei in der ersten Stufe der Oießstrang zwischen der Gießform und dem Angriff der Zieh- und Biegekraft genügend lange β pr it ε gekühlt tfird, um eine Haut an dem Oießstrang von bestimmter Dicke zu bilden, während die zweite Stufe eine Spritz- oder Sprühkühlung umfaßt, um den Gießstrang vollkommen zu verfestigen, bevor dieser wieder geradegerichtet wird.
Da der Startmechanisraus sowohl die geraden als auch die gekrümmten Bahnen durchlaufen muÄ, ist er aus einer Anzahl Rollen zusammengesetzt, deren Durchmesser gleich der minimalen Dicke des herzustellenden Qießstranges ist.
Mit dem Verfahren und der Vorrichtung nach der Erfindung läßt sich bei Stranggießanlagen die Höhe des auf den Glasstrang durch die Ziehvorrichtung und die Biegewaisen ausgeübten Druckes drastisch verringern, so daß die durch einen übermäßigen Druck sonst hervorgerufenen Fehler nicht »ehr auftreten. Dadurch läßt sich auch die Gesamthöhe einer Stanggleßanlage wesentlich verringern und dieselben lassen eich in bereits bestehenden Fabrikhallen unterbringen.
Die Anwendung der Zieh- und Biegekräfte für den OieÄctrang
009812/06 8 0
BAD ORIGINAL
an einer Stelle näher ar. der Gießform verringert die vertikale, zum Kühlen erforderliche Höhe und den Abstand zwischen der Gießform und der Zieh- und Biegevorrichtung, bo daß sich ein neuartiger und kürzerer Startmechanismua verwenden läßt, wodurch die Größe dar Handhntungs- und Speichereinrichtung verringert wird.
Dadurch, daii nie Zieh- und Biegevorrichtung dichter an die Gießform v.jridgert werden kann, wird der Gießatrang gebogen, während seine Temperatur noch oberhalb oder in der Nähe des Punktes der vollständigen Verfestigung iet, uo daß der StreckmechaniamuB dichter an die Gießform gebracht werden kann und zwar an eine Stelle, wo der Gießstrang zwar schon verfestigt ist, jedoch eine höhere Temperatur aufweist, so daß die eum Strecken erforderlichen Kräfte geringer Bind und daher geringere Kräfte auf den Qleßstrang einwirken.
Die Erfindung ist im folgenden anhand eohematischer Zeichnungen an einen Ausführungsbeispiel ergäniend beschrieben.
Figur 1 ist eine Seltenansicht einer Stranggießanlage
mit einer Zieh- und Biegevorrichtung nach der Erfindung.
Figur 2 let eine Tellschnittansicht des Zieh- und Biege-
mechaniamus.
Figur 3 ist eine Sehnittaneloht länge der Linie 3-3 von Figur 2 und Figur Ί ist ein Horizontalichnltt längt de? Linie 1J-1I von Figur 2.
-009812/08 SO
BAD ORIGINAL
1 seist eine £ tranr;nießanla.ge ίο mit einer wassergekühlten Durchflußforra Ί2 , die auf einem Gießboden 1'» gelagert ist und oberhalb'einer Kühlkammer 16 liegt. FJs ist ferner eine Zj.sh- und Biegevorrichtung 17 vorgesehen, eine.Kühlkammer 18 und eine Walsenstreckvorrichtung 20 . Der Startraechanismuö 22 ist in zwei wesentlichen Stellungen dargestellt, und zwar erstens in einer Stellung, in der die Stange 2? zu Beginn eines Gießvorganges In der Gießform liegt, und ·* wo it en β In einer Stellung, bei der die Stange in einer Handhaiungs- und Lagervorrichtung 2*1 ruht, nachdem dec Gießstrhr.p. I angezogen worden ist und die Stranggießanlage kontinuierlich arbeitet Der StartmechanIsmus 22 umfaßt eine Ansah! "W* la cn R, die den gleichen Durchmesser aufweisen wie die minimale Dicke des Gießstranges I und welche durch wenigstens zwei Glieder I.. miteinander verbunden Bind, die zu beiden Seiten der Waisen liegen und deren Breite kleiner ist als der Durchmesser der Walzen R. Beim kontinuierlich Betrieb der Anlage werden Gießpfannen 26 auf Schienen 25 hin-und herbewegt, wobei eine Gießpfanne in ihrer Oießstellung über eine» Gießtrichtex-27 gezeigt ist. Der Strom des geschmolzenen Metalls aus der Gießpfanne «26 in die Gießform 12 wird in an sich bekannter Weiss durch die Schlieftelnrichtung dee Gießtrichters 27 gemäß einer vorbestimmten Gießgeschwindigkeit geregelt.
Die StT>ex.iggießanlage 10 weist eine zweistufige Sekundarlcühleinrichtung auf, wobei die erste Stufe eine Kühlkammer umfaßt und die zweite Stufe hauptsächlich eine Kühlkammer 18 ,
009812/06 80
jedoch auch eine Spritekühleinrichtung innerhalb der Zieh- und Biegevorrichtung 17 umfassen kann. Die anfängliche Kühlung geschieht innerhalb der Gießform 12 durch Wasserumlauf in den Wänden derselben. Die Kühlanordnung zeichnet sich dadurch aus, daß die Kühlkammer 16 gegenüber bekannten Kühleinrichtungen eine wesentlich geringere Grüße hat, da der Zweck der Kühlkammer 16 nicht darin besteht, den Gießstrang I vollständig zu verfestigen, sondern lediglich eine Haut I1 (Figur 2) von einer genügenden, größer al» in der Gießform 12 entstehenden Dicke zu bilden, um die Zieh- und Biegekräfte der Zieh- und Biegevorrichtung 17. aufnehmen zu kolben, wie weiter unten noch eingehender erläutert ist. Die die erste KUhlstufe bildende Kühlkammer 16 1st im wesentlichen gleich ausgebildet wie die die zweite Kühlfttuf· bildende Kühlkammer 18 , und zwar umfassen beide Kühltcamem Stützrollen 23, 29 zum Führen des Gießetranges Ϊ. Es sind ferner Wasserdüsen 30, 31 vorgesehen, die an el.n Wasseruawälzsystem und einen Wärmeaustauscher (nicht dargestellt) angeschlossen sind und zwischen den Rollen 28, 2~9 angeordnet sind. Die zweite Kühlkammer 18. umfaßt eine Gleittür 33 , welche eine solche Größe aufweist, daß sie an den verschwenken Arm 35 des Startkettenspeichers und des HandhabungsaechaniBous
24 angepaßt ist. Die Länge der Startkette 22 1st etwa· größer als die Entfernung zwischen der Mitte der GieÄfom und der Mitte der Zieh- und Biegevorrichtung 17 oder als die Entfernung zwischen letzterer und dem Antriebszahnrad 36 . Während des Stranggießens bleibt der Schwenkarm 35 in seiner
009812/0680 BAD 0RIQINAL
in Figur 1 dargestellten Lage außerhalb der Kühlkammer 18 Bei Beginn eines Gießvorganges jedoch ist die Qleittür 33 geöffnet und der Schwenkarm 35 wird In die in Figur 1 gestrichelt dargestellte Lage gebracht, und zwar mittel» BetatigungBzylindern 38 . Die Startkette 22 wird in Richtung auf die Gießform 12 und von dieser fort mittel· des Antriebezahnrades 36 und der Zieh- und Biegevorrichtung 17 entlang Längsführungen 39 bewegt, die zu beiden Seiten der Bahn des Gießstranges angeordnet sind.
Gemäß den Figuren 2 bis 1I ist die Zieh- und Biegevorrichtung in einem Sprühkasten ho untergebracht, in welchen Wasserstrahlen (nicht dargestellt) erforderlichenfalls auf die «u kühlenden Teile gerichtet werden« Es 1st ein Rahmen 4l vorgesehen mit einem Paar endlosen Fördereinrichtungen 42, $3 zu beiden Seiten dee Gießstranges I, wobei jede Fördereinrichtung kontinuierlich mit dem Gleßstrang angetrieben wird, so daß keine Relativbewegung zwischen diesen Teilen besteht. Die Fördereinrichtungen 42, ^3 weisen im wesentlichen gleiche Bauteile auf, welche auch mit gleichen Bezugsziffern versehen sind. Lediglich die.abweichend ausgebildeten Bauteile sind durch ©in Apostroph gekennzeichnet. Jede Fördereinrichtung *ä2s J|3 ist aus einer Ansahl Kettenglieder 44 gebildet, welch© mittels Verbindungszapfen 46 miteinander verbunden sind, weleh© jewsils in ihrer Mitte ein® Rolle H7 und an ihren beiden Snäen H©ll@n §9 aufu@l0@no Di© oberen und unteren Antrieb© 50D 52 der Fördereinrichtungen umfassen
009812/0680 BAD original
- ίο -
axial im Abstand angeordnete Zahnräder, die an den Rollen angreifen und die Fördereinrichtungen 42, 43. antreiben, wobei jede derselben mit einem getrennten, jedoch synchronisierten Antrieb 53 versehen ist. Die Fördereinrichtungen 42, 43 umfassen einen Zugbereich 54, 54' , auf des die Mittleren Rollen 47 jedes Druckschuhes 45, 45' laufen. Der Zugbereich
54 1st konvex ge krümmt und wirkt Susannen mit einem konkavgekrümmten Bereich a des Zugbereiche 54' und begrenzt mit diesem ein Kreissegment mit einem Radius R, wobei die Länge des Segmentes von der Querschnittsfläche de· Qie&strmnges I und der Art des zu gießenden Stahles in großen Maße abhängt. Allgemein ist der Radius R etwa gleich der 25-fachen Dicke des Gießetranges I. Der sich vertikal über den Zugbereich erstreckende obere Bereich b des Zugbereichs 54* weist eine flache Oberfläche auf, die dazu dient, die Biege kr t ft e aufzunehmen, wenn der Gießstrang I in die ge kr tue te Bahn einläuft. Die beim Biegen desselben auftretenden Kräfte werden daher direkt auf den Rahmen 40 übertragen, so daJI der gesamt« Mechanismus leicht konstruiert sein kann.
Das Zugsegment 54' und die oberen und unteren Zahnräder 50, 52 der Fördereinrichtung 43 sind fest an des Rahmen 4o angebracht, während der Zugbereich 54 und die Zahnräder
50, 52 der Fördereinrichtung 42 an einen Gelenk 58 und einer Gabel (60) aufgehängt sind, welche die obere Zahnrad welle (42) trägt. Das obere Ende des Zugbereichs 54 1st gemäß Figur 4 von einer Welle 62 gehalten, während das untere
009812/0680
BAD ORIGINAL
Ende durch die Welle 63 des unteren Antriebszahnrades In ähnlicher Weise gehalten ist. Die obere und die untere Oabel (65 bjsw. 66) sind ebenfalls an der oberen bzw. unteren Zahnradwelle (62 bzw. 63) gelagert und ruhen auf Halteeylindern 68, 69 , welche den Abstand zwischen den Ziehbareichen 5*» 5Ί1 herstellen, um die erforderlichen Zieh- und Biegekräfte su erzeugen, die durch die Schuhe $5» $5' aufgebracht werden. Wenn eine Änderung der Abmessung des OieSstranges erforderlich ist, können die Muttern 70 auf den Haltezylindern 68, 69. ao eingestellt werden, daß der Abstand »wischen den Druckschuhen 45, *»5' in Übereinstimmung mit der Dicke des herzustellenden Gießstranges ist. Die Drucksehuhe h$t t5» sind gekrümmt und konvex bsw. konkav ausgebildet in Anpassung an die Krüiamung, dl® dera 0£©Jlstr&ng I bei seiner Bahn durch dl· Ziehbereiche 5*V 5&1 aüfgeewiangen werden soll. Da dl· Druckschuhe *l5, ^5- während d®p Be^ührang mit <ä«m CSießstrang hei® werden, sind zwei Kühlbehälter 73 vorgesehenB die fließendes wasser führen und so angeordnet sind, daß -die Drujskschuhe *>5, ^5' bei jeder= Umdrehung mit den FCrd,$r#inrlohtungen 42, 43* durch das. Wasser hindurchgelangen. Der Xaseerepruh- ;.', kasten ko ' mnfafit eine Vaeeerabdichtung 75 üb unteren Ende, an de« der Gießetrang I austritt, um das Kühlwasser zu eaoseln.
Wie bereits erwähnt, tritt bei den bekannten Stranggietanlagen wegen der Übertragung der Zieh- und Biegekrafte auf den GIeA-etrang alttels sylindrischer Waisen eine la wesentlichen linienförmige Berührung mit dem Gießetrang auf, wodurch extrea hefo«
009812/0680 BA® original
Drücke verursacht werden. Dieser Nachteil tritt bei der beschriebenen Vorrichtung nicht auf.
Besonders in solchen Fällen, bei denen der GieBstrang einen tiefen, flüssigerem aufweist, wie gewöhnlich beim Gießen von Stahl, ergibt die Zieh- und Biegevorrichtung 17 eine kontinuierliche übertragung der Biege- und Ziehkraft auf eine verhältnismäßig große Oberfläche des Qiefistranges, wodurch Verzerrungen und Rißbildungen desselben vermieden sind und der Mechanismus näher an die Gießform an eine Stolle gelegt werden kann, wo der Gießetrang lediglich teilweise verfestigt ist, wie in Figur 2 dargestellt 1st. Oeaiß der Erfindung ist es nur erforderlich, daß der QleAstrang eint /este Außenhaut I1 von solcher Dicke hat, dafl sio den verteilten Kräften widersteht. Diese greifen an der Oberfläche des Gießetrangta an, welche im wesentlichen eine Funktion der Querschnitts- '. fläche 1st. Für Gießatränge alt sehr groA«a Querschnitt lind die Fördereinrichtungen 12, $3 daher wesentlich länger und der Krümmungsradius R 1st wesentlich gröA«r, so da* die Biegekräfte weniger konzentriert sind. Alt Faustregel kann gelten, daß der Krümmungsradius R etwa das 25-fache der Dick· das Gießstranges I betragen sollte.
Die die Zieh- und Biegekräfte übertragenden Druckschuh« *5> ^5' bewegen sich mit dem Gießetrang, während dieser deformiert wird. Bei den bekannten Stranggießanlagen werden hingegen beim Ziehen des Gießstranges durch Walzen ungünstige dynamische Walzbeanspruchungen erzeugt.
009812/0680 Λ. _
BAD ORIGINAL

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE
1. Stranggießanlage mit einer Durchflußgießform zum Gießen eines Gießstranges, gekennzeichnet durch Fördereinrichtungen (42, 43), die an den Oberflächen des Gießstranges angreifen und sich kontinuierlich mit diesem längs einer gekrümmten Bahn bewegen können, und die die ursprüngliche Bewegungsrichtung des Qießstrangea aus der Gießform (12) längs der kurvenförmigen Bahn ablenken, und durch großflächige Berührungseinrichtungen an den Fördereinrichtungen, um die Zieh- und Biegekräfte über einen großen Flächenbereich zu verteilen.
2. Stranggießanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtungen jeweils ein Paar Ziehbereiche (51I, 5*»') umfassen, von denen der eine konkav und der andere konvex ausgebildet ist und die einander gegenüberliegend angeordnet ,sind und eine gekrümmte Bahn zum Durchtritt des Gießstranges begrenzen, daß eine Anzahl Greifglieder (1IS, 1IS1') vorgesehen sind, die an die Krümmung der Ziehberelche (S^, 54') anpaßbar sind und an den Gießstrang angreifen und sich mit diesen längs jedes Ziehbereiches (S1J* 54') mit der Ziehgeschwindigkeit des Gießstranges bewegen, so daß keine Relativbewegung zwischen den Greifgliedern (45, 45') und dem ßisßstrang vorhanden ist., und daß Halteelemente (62, 63)
RAD
009812/0680
- Ill -
vorgesehen sind, welche die Ziehbereiche gegen eine Bewegung aus einem bestimmten, an die Dicke des Oießstranges angepaßten Abstand festhalten, so daß der Gießstrang aua seiner ursprünglichen Bahn abgelenkt und aus der Gießform abgezogen wird.
3. Stranggießanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der gekrümmten Bahn in der Größe der 25-fachen Dicke des Gießstranges gewählt wird.
ή. Stranggießanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der konkave Ziehbereich (5^1) einen flachen Bereich b aufweist, der sich nach oben erstreckt und der die Biegekräfte aufnimmt.
5. Stranggießanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteelemente (62, 63) von Betätigungszylindern (65t 66) gehalten sind, die eine Veränderung des Abstand es zwischen den Ziehbereichen In Anpassung an verschiedene Gießstrangdicken ermöglichen.
6. Stranggießanlage nach Anspruch 2 bis 5, gekennzeichnet durch Fördereinrichtungen mit einer Anzahl Kettengliedern (ήΌ, wobei aneinandergrenzende Kettenglieder jeweils durch ein Greifglied (^5, ^5') miteinander verbunden sind, mit einem Paar vertikal im Abstand angeordneter Zahnräder (50, 52), welche mit den Kettengliedern in Eingriff koaraen können und diese sowie die Greifglieder um die Ziehbereiche
009812/0680
führen können, und mit einem Antrieb (53) zum Antreiben der Fördereinrichtungen synchron zu der Ziehgeschwlndigkeit dee Gießstrangeε.
7. Gießstranganlage nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Startmechanismus (22) vorgesehen ist mit einer Anzahl Rollen(R), deren Durchmesser höchstens gleich der minimalen Dicke des zu gießenden Gleßstranges ist, und mit einer Anzahl Verbindungsgliedern(L), die die einzelnen Rollen kettenartig miteinander verbinden.
8. Stranggießverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus einer Durchflußgießform austretender Gießetrang abgekühlt wird, bis eich eine feste Außenhaut genügender Dicke bildet, um einem bestimmten Druck standzuhalten, und daß der Gießetrang aua der Gießform abgezogen und zugleich längs einer gekrümmten Bahn gebogen wird, indem eine auf beiden Seiten des Gießstranges wirkende Biegekraft in einem sich mit dem Gießetrang bewegenden Dereich über eine Oberfläche des Gleßstrangesangewendet wird, welche proportional der Querschnittsfläche desselben ist,
9« Verfahren nauh Anspruch 8j> dadurch gekennzeichn e ts daß der Gießstrang direkt unterhalb der Durchflußgieß» form nur begrenzt gekühlt wird, so daß der Gießstrang einen verhältnisiiiä!.'igt.1.ef en. flussigenKern auf vielst, der sieh bis in den .Bexs#xvh erstreckt, wo die Zieh- und Biegekraft angewendet
BAD 0R5G1NAL 009812/06 80
-Ιβ-
ΙΟ. Verfahren nach Anopruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß der Gießstrang ausätzlich an einer Stelle gekühlt wird, die hauptsächlich unter dem Bereich konzentriert ist, wo die Zieh- und Biegekraft aufgebracht wird, bo daß der Gießetrang vollständig- verfestigt wird.
0 0 9 8 12/0680
Leerseite
DE19671558178 1966-05-09 1967-05-08 Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen Pending DE1558178A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US54874366A 1966-05-09 1966-05-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1558178A1 true DE1558178A1 (de) 1970-03-19

Family

ID=24190218

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19671558178 Pending DE1558178A1 (de) 1966-05-09 1967-05-08 Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen

Country Status (2)

Country Link
US (1) US3446270A (de)
DE (1) DE1558178A1 (de)

Families Citing this family (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3528486A (en) * 1967-05-08 1970-09-15 Schloemann Ag Dummy-bar handling mechanism
US3924673A (en) * 1968-03-18 1975-12-09 Gamma Engineering Ltd Apparatus for producing continuous metal castings
JPS5030575B1 (de) * 1970-01-29 1975-10-02
US3658120A (en) * 1970-04-14 1972-04-25 Concast Inc Retractable dummy bar guide
US3646989A (en) * 1970-06-01 1972-03-07 Gulf & Western Ind Prod Co Continuous casting dummy bar head casting conveyor
US3773103A (en) * 1970-07-21 1973-11-20 Concast Ag Continuous casting machine
US3682233A (en) * 1970-09-02 1972-08-08 Pennsylvania Engineering Corp Continuous casting machine starting system
DE2046645B2 (de) * 1970-09-16 1971-09-16 Mannesmann AG, 4000 Dusseldorf Vorrichtung zum fuehren und stuetzen von in fluessigkeitsge kuehlten kokillen erzeugten straengen
FR2121389B1 (de) * 1971-01-08 1973-12-07 Fives Lille Cail
SU327742A1 (ru) * 1971-02-15 1977-11-05 Ново-Тульский Металлургический Завод Способ выт гивани слитков различных профилей из кристаллизаторов при непрерывной разливке сталей и сплавов
US3797557A (en) * 1972-02-10 1974-03-19 A Tseitlin Device for ingot withdrawal from mould during continuous casting of metals
US3823763A (en) * 1972-10-19 1974-07-16 United States Steel Corp Ramp-type apparatus for disconnecting and storing a flexible starter bar
JPS5330926A (en) * 1976-09-03 1978-03-23 Hitachi Shipbuilding Eng Co Device for preventing bulging in continuous casting equipment
IT1146785B (it) * 1981-05-20 1986-11-19 Danieli Off Mecc Dispositivo parcheggio falsa barra a monte del gruppo di estrazione e raddrizzatura
ATE198561T1 (de) * 1996-06-07 2001-01-15 Salzgitter Ag Bandgiessanlage

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA700450A (en) * 1964-12-22 B. Hudson Edwin Method and means for high capacity direct casting of molten metal
US1139884A (en) * 1913-02-13 1915-05-18 Continuous Casting Corp Apparatus for making rods and tubes from plastic metal.
FR992759A (fr) * 1944-09-12 1951-10-23 Dispositif de coulée en continu de l'acier ou autre métal
GB876422A (en) * 1958-08-09 1961-08-30 Austen Robert Higgin Improvements relating to the casting of metals
DE1199440B (de) * 1960-07-06 1965-08-26 Schloemann Ag Vorrichtung zur Abstuetzung und Fuehrung von Strangabschnitten in Stranggiessanlagenmit abgebogenem Strang
US3283368A (en) * 1964-03-26 1966-11-08 Koppers Co Inc Roller apron conveyor continuous casting machine

Also Published As

Publication number Publication date
US3446270A (en) 1969-05-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1558178A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen
DE2021168A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Giessen mit hoher Geschwindigkeit
DE2239966A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum ausrichten eines stranggusskoerpers
DE3871750T2 (de) Doppelband-stranggussmaschine.
DE2359464C3 (de) Verfahren zum Reduzieren eines gegossenen Strangs durch Pilgerwalzen
DD293283A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum stranggiessen duenner metallischer gegenstaende mit dickenverringerung unterhalb der kokille
DE69807815T2 (de) Kettenartige Stranggusskokille
DE2837946C2 (de) Vorrichtung zur Herstellung von Wendeln aus Draht
DE1527631C3 (de) Walzeinrichtung, die einer StranggieB-Einrichtung unmittelbar nachgeordnet ist
DE3219161C1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Entkuppeln des Anfahrstrangs vom Gußstrang bei Stranggießen von Metall, insbesondere von Stahl
DE2733864A1 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen giessen mehrerer straenge
DE1949019B2 (de) Vorrichtung zum einfuehren eines aus gliedern zusammen gesetzten anfahrstranges in die kokille einer bogen stranggiessanlage
CH652628A5 (de) Verfahren und stranggussmaschine zum bogenfoermigen stranggiessen.
DE2232158B2 (de) Biegerollenlagerung einer formstation zum herstellen von schraubennahtrohren
DE3642769C1 (en) Method and apparatus for rolling a pierced blank into a tube blank
DE1433022A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen
DE3334740C2 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Qualitätsverbesserung eines Gußstranges durch Aufbringen eines Druckes auf denselben
DE3029990A1 (de) Stranggiess-walzengeruest fuer mehrstranggiessanlagen zum giessen von metall, insbesondere von stahl
DE1483596A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen von Metallen
EP2335847B1 (de) Vorrichtung zum Angiessen einer Stranggiessanlage
DE1814662C (de) Stutzfuhrungsgerust einer Stranggießanlage das einem Treib nchtaggregat nachgeschaltet ist
DE69426362T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum doppelbandgiessen
DE2403355C3 (de) StranggieBanlage für Metallstränge
DE3310769A1 (de) Einlauftisch fuer walzwerk mit gesteuertem dorn
CH358773A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallenen längsgewellten Bändern