DE1558037B2 - Heißwindkupolofen - Google Patents
HeißwindkupolofenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
- F27B1/10—Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
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Description
Die Erfindung betrifft einen Heißwindkupolofen der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten
Gattung.
Bei einem bekannten Heißwindkupolofen dieser Gattung sind die Druckmeßeinrichtungen an die
Gichtgasabsaugeleitung an einer Stelle zwischen dem Gichttrichter und einem vor einem Gasreiniger und
einem Gaskühler liegenden Ventil angeschlossen. Der wirkliche Druck der Gichtgase läßt sich an dieser Stelle
jedoch nur ungenau messen. Der von den Druckmeßeinrichtungen gemessene Druck wird nämlich von der
Menge und der Temperatur des abgesaugten Gichtgases und von der Gleichmäßigkeit und Durchlässigkeit
der Beschickung beeinflußt. Diese Größen schwanken häufig sehr stark und beeinträchtigen die Messung
(DT-PS 11 28 952).
Bekannt ist weiter eine Kupolofenanlage, in deren Abgasleitung eine Brennkammer liegt, der ein Wärmeaustauscher nachgeordnet ist (Zeitschrift »Gießerei«,
52. Jg., Heft 7 vom 1. April 1965, S. 194 bis 197).
Bekannt ist weiter ein Gießereischachtofen, bei dem zum Vermeiden von Falschlufteinbrüchen unterhalb von
dessen Gichtöffnung ein aus den Heißgasen eines Rekuperators bestehendes sauerstoffarmes Sperrgas
eingeblasen wird (DT-AS 11 78 094).
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, bei einem Kupolofen mit offener Gicht mit Hilfe einer automatischen Steuerung unabhängig von
veränderlichen Bctriebsfrößen einen vollständigen Abzug der Ofengase zu erreichen, wobei gleichzeitig
eine verhältnismäßig geringe Menge Falschluft in den
Ofen eintreten soll..
Zur Lösung dieser Aufgabe erhält ein Heißwindkupolofcn
der eingangs genannten Gattung gemäß der Erfindung die im Kennzeichen des Patentanspruches 1
genannte Ausbildung.
Der erfindungsgemäß vorgesehene Ringraum, von dem der Druck zur Messung abgenommen wird, steht
mit seinem oberen Ende mit der Atmosphäre in Verbindung. Sein unteres Ende mündet im Ofen selbst.
Damit können die Druckmeßeinrichtungen exakt denjenigen Druck erfassen, mit dem Luft in den Ofen
eingesaugt wird. Auf der Grundlage dieser Messung läßt sich der Abzug der Ofengase genau steuern. Damit läßt
sich dann die in den Ofen aus der Atmosphäre eintretende Falschluft gering halten. Dies führt zu einer
hohen Ausnutzung der zugeführten thermischen Energie und senkt die Luftverschmutzung. Damit können
auch die Gasreiniger niedriger bemessen werden.
Zweckmäßig ist der Beschickungsschacht im Bereich des Ringraumes mit wassergekühlten Mantelringen
ausgekleidet.
In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Gichtgasabsaugleitung in eine
Brennkammer und anschließend in zwei parallel zu ihr angeordnete Wärmeaustauscher einmündet, wobei ein
Wärmeaustauscher der Heißwindversorgung dient, die Heißluft de« anderen Wärmeaustauschers über eine
Rohrleitung, ein Zweiwegeventil und über oberhalb des Gichttrichters angeordnete Düsen zur Erzeugung eines
Sperrluftschleiers einblasbar oder über das Zweiwegeventil in Abhängigkeit von der Temperatur in der
Brennkammer betätigbar ist.
Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsform wird die Erfindung nun weiter
beschrieben.
Der Heißwindkupolofen 1 ist nahe seinem Boden mit Windformen 2 ausgerüstet. Er weist ferner ein
Abstichloch 3 zum Abstechen des geschmolzenen Metalls und der Schlacke auf. Die Rohmaterialien
werden durch eine Gichtöffnung 4 eingeführt, die im Kamin 5 oberhalb des Füllspiegels angeordnet ist.
Ein Gebläse 6 liefert Blasluft, die in einem Wärmeaustauscher 7 erhitzt wird und dann als
Heißwind über eine Ringleitung 8, die die Windformen 2 speist, in den Ofen gelangt. Das im Ofen bei der
Reaktion zwischen der Blasluft und dem Gichtmaterial erzeugte Gas wird durch eine Gichtgasabsaugleitung 9
abgezogen und strömt von dort in eine Brennkammer 10 in der brennbare Bestandteile durch Einführung von
Luft durch ein Ventil 11 verbrannt werden. Ein Teil der
verbrannten Gase tritt durch eine öffnung 12 in. den Wärmeaustauscher 7 ein, um die Blasluft vorzuheizen.
Das zum Vorheizen der Blasluft nicht erfoderliche überschüssige Gichtgas tritt durch eine öffnung 13 in
einen Wärmeaustauscher 14. Die Aufteilung der Gasströmung auf die Wärmeaustauscher 7 und 14
geschieht durch Drosselklappen 15 und 16. Durch
entsprechende Betätigung dieser Drosselklappen wird
sichergestellt, daß die Blasluft die erforderliche Temperatur erlangt.
Der Wärmeaustauscher 14 wird durch ein Gebläse 17
mit Kühlluft gespeist. Deren Menge wird durch eine
Drosselklappe 18 gesteuert. Die erhitzte Luft verläßt
den Wärmeaustauscher 14 durch eine Rohrleitung 19 und kann mit einem Zweiwegeventil 20 in einen
Rohrstutzen 21 gelenkt werden, der in den Kamin 5
mündet. Die Heißluft k;inn mil dem Zweiwegeventil 20
aber auch zu Düsen 22 geführt werden, die über dem
Giehitriehtcr 29 einen Spcrrlufischlcicr erzeugen.
Der zum Abzug der Gichtgase erforderliche Sog wird von einem Geblase 24 geliefert, das die Gase in einen
geeigneten Staubfang 25 abgibt.
Die Charge wird mit einem geeigneten Kübel durch die Gichtöffnung 4 in den Ofen eingebracht. Der Kübel
weist normalerweise Bodenklappen auf, die sich öffnen und die Charge durch den Kamin 5 nach unten fallen
lassen. Im Gichttrichter 29 sind wassergekühlte Mantelringe 26 angeordnet. Sie sind am Ofenmantel 27
befestigt. Auch der Gichttrichter 29 ist am Ofenmantel 27 befestigt. Er verläuft jedoch in einem gewissen
Abstand von diesem nach unten und bildet einen Ringraum 30 zwischen sich und den Mantelringen 26.
Die Menge der in den Ofen eingesaugten Luft hängt von der Druckdifferenz zwischen dem Ringraum 30 und
dem atmosphärischen Druck unmittelbar über dem Gichttrichter 29 ab. Diese Druckdifferenz wird mit einer
empfindlichen Druckmeßeinrichtung 31 gemessen, die ein Signal an eine Steuervorrichtung 32 abgibt.
Überschreitet der Druck im Ringraum 30 einen vorgegebenen Wert und tritt Gichtgas durch den
Gichttrichter 29 aus, bewirken die Druckmeßeinrichtung 31 und die Steuervorrichtung 32, daß sich eine
Drosselklappe 23 öffnet, so daß der Sog an der Gichtgasabsaugleitung 9 stärker wird, bis der gewünschte
Gleichgewichtszustand wieder erreicht ist. Ist der Druck im Ringraum 30 zu niedrig und wird folglich
zuviel Luft eingesaugt, wird die Drosselklappe 23 in Schließrichtung bewegt.
Ist das Blasluftvolumen gering oder die Gichtgasqualität
(insbesondere, hinsichtlich ihres Wärmewertes) schlecht, kann der !Eintritt von kalter Luft durch den
Gichttrichter 29 die, Brennkammertemperatur auf eine unerwünscht niedrige Höhe absenken. Dann muß diese
zusätzlich mit einem Brenner 35 beheizt werden. Führt man die vom Wärmeaustauscher 14 gelieferte Heißluft
zu den Düsen 22, dann wird diese durch den Gichttrichter 29 angesaugt. Hierdurch wird die Temperatur
der Charge im Beschickungsschacht erhöht und die Temperatur in der Brennkammer 10 steigt an.
Außerdem wird hierdurch das Gewicht der durch den Gichttrichter 29 hindurchtretenden Luft verringert, weil
der Luftstrom (ausgedrückt in kg/sec) umgekehrt proportional zur Quadratwurzel aus der Lufttemperatur
(ausgedrückt in Grad Kelvin) ist. Diese Verringerung des Gewichtes der eintretenden Luft ist insbesondere
während Zeitspannen niedrigen Blasluftvolumens wertvoll, wenn mehr Luft eintritt als zur Verbrennung der
brennbaren Bestandteile im Gichtgas erforderlich ist.
Die obigen Funktionen werden durch einen die Temperatur in der Brennkammer 10 messenden
Temperaturfühler 34 automatisch gesteuert. Sinkt die Temperatur in der Brennkammer 10 unter die normale
Höhe ab, veranlaßt der Temperaturfühler 34 eine Betätigungsvorrichtung 33 dazu, daß Zweiwegeventil 20
zu verstellen, und cFe"n Düsen 22 wird mehr Heißluft
zugeführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Heißwindkupolofen mit offener Gicht, mit
einem Gichtgasauslaß zwischen seinem oberen Ende und seinem Boden, mit einem in seinem oberen Ende
im Beschickungsschacht angeordneten Gichttrichter, mit an die Gicht angeschlossenen steuerbaren
Exhaustoren, mit Druckmeßeinrichtungen im Gichtgasauslaß und mit einer solchen Steuerung der
Exhaustoren durch diese Druckmeßeinrichtungen, daß der normale Gichtgasabzug bei Absinken des
gemessenen Druckes unter einen Sollwert verringert wird, und umgekehrt, dadurch gekennzeichnet, daß der Gichttrichter (29) in den
Beschickungsschacht unter Bildung eines Ringraumes (30) hineinragt und die Druckmeßeinrichtungen
(31) im Ringraum (30) angeordnet sind.
2. Heißwindkupolofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschickungsschacht im
Bereich des Ringraumes (30) mit wassergekühlten Mantelringen (26) ausgekleidet ist.
3. Heißwindkupolofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gichtgasabsaugleitung
(9) in eine Brennkammer (10) und anschließend in zwei parallel zu ihr angeordnete Wärmeaustauscher
(7, 14) einmündet, wobei ein Wärmeaustauscher (7) der Heißwindversorgung dient, die Heißluft
des anderen Wärmeaustauschers (14) über eine Rohrleitung (19), ein Zweiwegeventil (20) und über
oberhalb des Gichttrichters (29) angeordnete Düsen (22) zur Erzeugung eines Sperrluftschleiers einblasbar,
oder über das Zweiwegeventil (20) und einen Rohrstutzen (21) in den Kamin (5) abblasbar, wobei
das Zweiwegeventil (20) in Abhängigkeit von der Temperatur in der Brennkammer (10) betätigbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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