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Spritzgu#maschine für Kunststoffe und dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzgußmaschine fAr Kunststoffe
und dgl. und insbesondere auf eine solche mit hin-und hergehender Schnecke, bei
der die Aufgabeachnecke, während sie gedreht und axialineinem Spritzzylinder zurückgezogen
wird, das sie umgebende Material erweicht und in eine Spritzkammer an dem spritzdüsenseitigen
Ende des Zylinders fdrdert, von wo es beim axialen Vorschub der Aufgabeschnecke
ausgestoßen wird.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Spritzgußmaschine der angegebenen
Art, bei der die SpritzdUse und die Angußbuchse der Form zwecks Spritzens von geschmolzenem
Material von der Spritzkammer des Zylinders in eine Form miteinander in Fluchtung
gebracht und zum Entfernen des Spritzgußartikels aus der Form sowie zum erneuten
Füllen der Spritzkammer fUr den nächsten Spritzhubg au#er Fluchtung gebracht werden
kdnnen.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Spritzgußmachine, bei
der der Spritzzylinder eine hin-und hergehende,
an ihrem Vorderende
mit einem Absperrventil versehene Aufgabeschnecke enthält, wobei der diese Aufgabeschnecke
umgebende Kunststoff wAhrend deren Drehung und axialer Rockbewegung bezüglich des
Zylinders bearbeitet, geschmolzen und durch das Absperrventil in die erweiterte,
der Spritzdivise benachbarte Zylinderkamgrgefdrdert wird ; beim axialen Vorschub
der Aufgabeschnecke schließt sich das Absperrventil, so da# die Schnecke als Spritzkolben
wirkt und das geschmolzene Material von der Zylinderkammer durch die Spritzdusse
hindurch in die mit dieser fluchtende Formmatrize drückt.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine SpritzgnJtmaschine
der angegebenen Art, bei der sowohl die Aufgabe schnecke als auch der Spritzzylinder
axial hin- und hergehend auf der Maschine angeordnet sind, damit die Aufgabeschnecke
die zu ihren oben erwähnten Zuführungs-und Spritzfunktionen erforderlichen hin-und
hergehenden Bewegungen ausführen und der Zylinder zusammen mit der Schnecke bezüglich
der Form zurtokgezogen werden kann, um die Wartung der SpritzdUse und/oder die Wartung
oder den Austausch der Aufgabe-schnecke zu erleichtern. Zu diesem Zweck wird die
aus Zylinder und Schnecke bestehende Einheit zusätzlich auf dem Fundament oder dem
Rahmen der Maschine derart gelagert, dß zumindest das spritzdüsenseitige Ende des
Zylinders eine seitliche Bewegung ausführen kann, um des Rahmen mit der daran befindlichen
Form auszuweichen wenn die Aufgabeschneake aus der Maschine am Spritzende des Zylinders
axial herausgezogen werden soll.
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Weiterhin ist Gegenstand der Erfindung, den Spritzzylinder und die
Aufgabeschnecke als eine Einheit zu gestalten, an
der der Antriebsnotor
der Schnecke sowie Motoren zur Erzeugung der hin-und hergehenden Bewegung der Aufgabe-Schnecke
und des Zylinders angeordnet sind, wobei diese Einheit am Rahmen oder Fundament
der Maschine angebracht ist.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Spritzguamaschine der
angegebenen Art, bei der eine Oberlastung des Antriebsmotors der Aufgabeschnecke
und folglich auch die Beschldigung dieses Motors oder die Oberlastung der Schnecke
oder des Zylinders vermieden wird, wenn sich die Aufgabeschnecke dreht und axial
vorschiebt, um das Material zum Spritzende des Zylinders zu fördern.
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Weiterhin ist Gegenstand der Erfindung die Schaffung einer Spritzgußmaschine
mit hin-und hergehender Schnecke, bei der die Anbringung des Antriebemotors zur
Drehung der Schnecke unter dieser und die Anordnung der FlQssigkeitssotor zur Erzeugung
der hin-und hergehenden Bewegung der Schnecke über dem Vorratskasten des Spritzzylinders
eine gedrungene Bauart ermöglicht.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine neue Dichtungsanordnung
zwischen der SpritzdUse und der AnguBbuchse der Form, um Verluste von Kunststoff
während des Spritzvocgangs bei fluchtender Dtlse und AnguBbuchse sowie wAhrend des
Auffüllens der Spritzkammer bei nicht fluchtender Düse und AnguBbuchse zu verhindern.
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Weitere Gegenstände und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen
aus der folgenden Beschreibung hervor.
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Nachstehend ist die Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen beispielsweise
näher erläutert ; es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausfthrungsform
der Erfindung, wobei zur Vereinfachung die Form sowie die Mittel zum Trennen der
Formteile, da bereits bekannt weggelassen wurden ; Fig. 2 eine Draufsicht, wobei
der Spritzzylinder zurückgezogen und in einer Stellung veranschaulicht ist, in der
die Wartung der Spritzdüse sowie das Herausziehen der Aufgabesc~hnecke aus dem Ende
des Zylinders nach Abnahme der Spritzdüse leicht vorgenommen werden kann ; Fig.
3 eine Teil-Seitenansicht, teilweise im Schnitt, die die Spritzgußmaschine in Betriebsstellung
darstellt, wobei die Aufgabeschnecke zurückgezogen und bereit ist, ihren Vorwärtshub
auszuführen, um den geschmolzenen Kunststoff vom Zylinder in die Formmatritze zu
spritzen ; Fig. 4 einen Querschnitt im wesentlichen nach der Linie 4-4 von Fig.
3 ; Fig. 5, 6 und 7 Ansichten im wesentlichen nach den Linien 5-5 von Fig. 3, 6-6
von Fig. 4 bzw. 7-7 von Fig. 3 ; Fig. 8 einen teilweisen Querschnitt in vergrdßertem
Maßstab, dem die schwenkbare Anbringung des Tragrahmens der aus Spritzzylinder und
Aufgabeschnecke bestehenden Einheit ersichtlich ist ;
Fig. 9 einen
teilweisen Querschnitt des spritzddsenseitigen Endes des Spritzzylinders in vergrdßertem
Maßstab, wobei die DGse und die Angußbuchse ihre nichtfluchtende Stellung einnehmen,
was beim Offnen der Form und Entnehmen des Spritzgußartikels daraus sowie beim Füllen
der Zylinderkammer mit geschmolzenem Kunststoff für den nächsten Spritzvorgang der
Fall ist, wozu jedoch Düse und Angußbuchse wieder in ihre fluchtende Stellung gemäß
Fig. 4 gebracht werden ; Fig. 10 einen teilweisen Querschnitt einer anderen Dichtungsform
zwischen der Spritzdüsenspitze und der Angußbuchse ; und Fig. 11 ein Schalt-und
Rohrleitungsschema für den automatischen Betrieb der erfindungsgemäßen Spritzgußmaschine.
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Zunächst werden die Figuren 1 bis 4 erläutert ; die im ganzen mit
1 bezeichnete Spritzgußmaschine besitzt ein Hauptfundament 2, das den Formrahmen
3 aufnimmt, der, wie aus Fig. 4 am besten ersichtlich, ein festes Formteil 4 mit
einer Angußbuchse 5 trägt. Das bewegliche Formteil 6 ist an einer beweglichen Platte
7 angeordnet und wenn die Teile 4 und 6 zusammengefügt sind (Fig. 4), entsteht eine
Formmatrize 8, die mit dem durch die Angußbuchse 5 eingespritzen geschmolzenen Kunststoff
gefüllt werden kann. Der Mechanismus zum Hin-und Wegführen der Platte 7 mit dem
Teil 6 zum bzw. vom Formteil 4 kann von beliebigem bekanntem Typ sein, wie z. B,
in der USA-Patentschrift 2 475 394 (Nathan Lester) vom 5. Juli 1949 beschrieben.
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Zum Schmelzen des Kunststoffs und Einspritzen desselben in die Matrize
8 dient eine aus Zylinder und Aufgabeschnecke bestehende Einheit 9. Um den Zylinder
10 sind elektrische Heizbänder od. dgl. angebracht und am einen Ende desselben sitzt
eine Spritzdüse 11, die in der Spritzstellung mit der Angußbuchse 5 fluchtet, durch
welche der geschmolzene Kunststoff aus dem Zylinder 10 in die Formmatritze 8 fließt.
Im Zylinder 10 ist eine Aufgabeschnecke 12 drehbar und axial hin-und hergehend ang-eordnet,
die während ihres Drehens den Kunststoff in Tabletten-, Granulat-oder Spanform von
der Aufgabeöffnung 14 des Zylinders 10 zur Düse 11 fördert.
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Das Material wird durch einen geeigneten Trichter 15 in die Offnung
14 eingefüllt. Während seines Vorschubs wird der feste Kunststoff durch die rotierende
Schnecke 12 zusammengepreßt, erhitzt, plastifiziert und geschmolzen. Im vorliegenden
Fall trägt die Schnecke 12 an ihrer Spitze ein Absperrventil 16, durch das der geschmolzene
Kunststoff hindurchfließt, wenn die Aufgabeschnecke unter Drehung zurückgezogen
wird, um das geschmolzene Gut in die axial erweiterte Zylinderkammer 17 einzubringen.
Während die Aufgabeschnecke 12 so gedreht wird, befindet sich die Spritzdüse 11
vorzugsweise in der Sperrstellung gemäß Fig. 9, wobei sie nicht mit der Angußbuchse
5 fluchtet.
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Wenn die Zylinderkammer 17 genügend geschmolzenen Kunststoff enthält,
um die Formmatrize 8 zu füllen, wird die Spritzdüse 11 mit der Angußbuchse 5 in
Fluchtung gebracht (Fig. 4), wonach die Aufgabeschnecke 12, wenn sie axial nach
links vorgeschoben wird (s. Fig. 3 und 4), das Schließen des Absperrventils 16 in
ihrer Spitze bewirkt und als Spritzkolben zum Einspritzen des in der Kammer 17 enthaltenen
geschmolzenen Gutes in die Formmatrize 8 dient. Eine ausführliche Darstellung einer
Ausführungsform einer Spritzgußmaschine mit hin-und
hergehender
Schnecke, bei der die Aufgabeschnecke ein Absperrventil aufweist, ist in der schwebenden
USA-Patentanmeldung Serial No 374 621 (William H. Schwartz) vom 12. Juni 1964 zu
finden. Auch das vorliegende Absperrventil 16 besitzt, wie dort bereits beschrieben,
zylindrische Rollen, die jedoch nicht nur das Absperrventil bilden, sondern zusätzlich
als Rollenlager dienen, um die Aufgabeschnecke 12 außer Reibungskontakt mit dem
Zylinder 10 zu halten.
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Nachdem die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Spritzgußmaschine 1
mit hin-und hergehender Schnecke im allgemeinen beschrieben wurde, werden nun die
einzelnen Bauteile erläutert, die diese gewUnschte Arbeitsweise bewirken. Das Fundament
2 der Maschine weist eine VerlAngerung 20 auf, an dem die ganze, aus Zylinder und
Schnecke bestehende Einheit 9 um eine senkrechte Achse schwenkbar angeordnet ist,
so daß die Spritzdüse 11 zwischen den Stellungen gemäß Fig. 4 und Fig. 9 bewegt
und die ganze Einheit in die Stellung nach Fig. 4 geschwenkt werden kann. Wie aus
Fig. 8 am besten ersichtlich, besteht diese schwenkbare Halterung der Zylinder-Schnecken-Einheit
9 aus einer Achse 21, die sich von einer an der Bodenplatte 24 des Trägerrahmens
25 angeschraubten echweren Platte 23 aus nach unten erstreckt und durch Öffnungen
der in senkrechtem Abstand angeordneten Platten 27 und 28 des verlängerten Fundaments
20 und ein dazwischenliegendes Achslager 29 hindurchgeht. Die Bodenplatte des Trägerrahmens
25 trägt auch eine Anzahl radial angeordneter Rollen 30, die sich in gebogenen,
am oberen Ende des verlängerten Fundaments 20 befestigten Schienen 31 befinden und
den Kippmomenten entgegenwirken, die dann am grdßten sind, wenn die Aufgabeschnecke
12 ihren Sprit zhub ausführt und dabei einen Druck von 1406 kg/cm2 oder mehr auf
den geschmolzenen Kunststoff
ausübt, um ihn in die Formmatrize
8 zu spritzen.
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Vorzugsweise wird auf jeder Seite ein Paar derartiger Rollen 30 vorgesehen
(Fig. 5).
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Das ZufUhrungsende des Zylinders 10 ist in einem Vorratsbehälter 32
(Fig. 1 bis 4) angeordnet, der einen Aufgabetrichter 15 trägt, aus dem der feste
Kunststoff in Form von Tabletten, Körnern oder Spänen durch die Aufgabeöffnung 14
in die schraubenförmige Rinne sinkt, die von der schraubenförmigen Rippe 33 der
Aufgabeschnecke 12 gebildet wird.
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Der Vorratsbehälter 32 weist hohle Durchgänge (Fig. 4) auf, durch
die ein KUhlmittel zirkulieren kann, um ein verfrühtes Erhitzen und Verkleben des
Gutes um die tSffnung 14 herum zu verhindern.
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Die Aufgabeschnecke 12 ist in der rohrförmigen Antriebsnabe 34 eines
Antriebsrades 35 befestigt und mittels Schrauben 36 gehalten, während die Nabe 34
in einem Getriebegehäuse 37 mittels radialer Lager 38 und des Gleitlagers 39 gelagert
ist. Das Getriebegehäuse 37 weist ein Ritzel 40 auf, das in ihm gelagert und durch
eine hydraulisch betätigte Kupplung 41 mit einer Antriebseinheit 42 gekuppelt ist
; letztere besteht aus einem elektrischen Antriebsmotor 43 und einer Viergangschaltung
45 mit einem Drehzahlwahlhebel 46. Die Antriebseinheit 42 und das Getriebegehäuse
37 sind an einer Platte 47 befestigt, die langs ihrer gegenüberliegenden Seiten
in im Trägerrahmen 25 vorgesehenen Führungen 48 geführt wird, um die Antriebseinheit
42 und das Getriebegehäuse 37 Ubereinstimmend zu bewegen, wenn die Aufgabeschnecke
12 im Zylinder 10 vorgeschoben oder zurückgezogen wird.
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Um eine tJberlastung der Antriebseinheit 42 und der Aufgabeschnecke
12 zu verhindern, trägt die Ritzelantriebswelle 49
einen Fliehkraftschalter
50, der in geschlossenem Zustand ein Dreiwegeventil 51 (Fig. 11) betätigt, um Drucknittel
in die hydraulische Kupplung 41 zu leiten und so die schichtweise angvebrachten
Kupplungsplatten 52 unter Reibung in Eingriff zu bringen, die teils auf die Antriebswelle
der Schaltung 45 und teils auf die Antriebswelle 49 aufgekeilt sind. Wenn nun ein
übergroßer Widerstand gegen das Drehen der Aufgabeschnecke 12 auftritt, bewirkt
die dadurch hervorgerufene Geschwindigkeitsverringerung der Antriebswelle 49 das
Offnen der Kontakte des Fliehkraftschalters 50, woraufhin das Ventil 51 die hydraulische
Kupplung 41 derart entleert, daß durch diese kein Drehmoment von der Schaltung 45
zur Ritzelantriebswelle 49 übertragen wird ; auf diese Weise arbeitet die Antriebseinheit
42 im wesentlichen ohne Belastung, wenn auf die Aufgabeschnecke 12 ein ilber einen
bestimmten Wert hinausgehendes Drehmoment wirkt.
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Wie aus Fig. 4 am deutlichsten hervorgeht, besitzt das Getriebegebäuse
37 ein Paar an ihm befestigter Kolbenstangen 56, deren Kolben 57 in Zylindern 58
im Vorratsbehälter 32 hin-und hergehen ; es ist daher offensichtlich, daß, wenn
den kolbenstangenseitigen Enden der Zylinder 58 Druckmittel zugeführt wird, sich
die Kolben 57 nach links bewegen und die Aufgabeschnecke 12 nach links verschieben,
um deren bereits erläuterten Spritzhub zu bewirken. Die Zylinder 58 sind vom einfachwirkenden
Typ ; gewünschtenfalls kann jedoch das Druckmittel in den Stirnenden zusätzlich
zum Gegendruck des in die Kammer 17 geförderten erweichten Materials zum Zurückziehen
der Aufgabeschnecke 12 benutzt werden.
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Wenn die Aufgabeschnecke 12 im Zylinder 10 nach links bewegt wird,
kommt die Spritzdüse 11, wie bereits erwähnt,
mit der Angußbuchse
5 in Fluchtung, wobei das geschmolzene Gut aus der Zylinderkammer 17 in die Formmatrize
8 gedrückt wird. Wenn dann der Kunststoff in der Matrize 8 und der Angußbuchse 5
zumindest teilweise erhärtet ist, wird das Formteil 6 van Formteil 4 getrennt, um
den gespritzten Gegenstand herauszunehnen. Zu dieser Zeit befindet sich die Spritzdüse
11 in ihrer in Fig. 9 gezeigten Stellung, um ein Sickern oder.
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Tropfen des Kunststoffs zu verhindern, wobei die Spitze dieser Düse
11 gleitend dicht an einem Angußeinsatz 60 anliegt, der durch Schrauben od. dgl.
an der Endfläche der Angußbuchse 5 befestigt ist. Wie aus Fig. 9 am besten ersichtlich
weisen der Einsatz 60 und die Spitze der Spritzdüse 11 ineinanderpassende zylindrische
Flächen auf, deren Achsen mit der senkrechten Achse der Schwenkachse 21 zusammenfallen.
Selbstverständlich könnten diese ineinandergreifenden Flächen des Einsat zes 60
und der Spit ze der Düse 11 kugelig ausgebildet sein, wobei ihr Mittelpunkt ebenfalls
mit der senkrechten Achse der Schwenkachse 21 und mit der Längsachse des Zylinders
10 Zusammenfallen würde.
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Eine weitere Abwandlung ist in Fig. 10 dargestellt, bei der die Spritzdüse
61 eine kugelförmige Spitze 62 aufweist, welche in eine ebenso kugelige Vertiefung
63 im Einsatz 64 hineinpaßt, wobei letzterer eine ebene Abschlußfläche besitzt,
die fest, aber gleitend an der Endfläche der Angußbuchse 65 anliegt. Wenn daher
die Dilse 61 um die Achse 21 in die Sperrstellung geschoben wird, bewegt sich die
Kugelspitze 62 in der Vertiefung 63 und bewirkt ein seitliches Verschieben des Einsatzes
64 bezüglich der Angußbuchse 65, so daß die Durchgänge dieser Teile außer Fluchtung
kommen. Zwar bewegt sich die kugelige Spitze 62 in einer gebogenen Bahn zu ihrer
Sperrstellung, der Radius dieser Bahn ist jedoch verhältnismä#ig so lang, d. h.
etwa 174, 15 cm und die Winkelbewegung verhältnismäßig
so klein,
d. h. et wa 06° für 1, 9 cm Sperrweg, daß der Einsatz 64 in flüssigkeitsdichtem
Eingriff zwischen Angußbuchse 65 und Düse 61 bleibt, wodurch ein Verlust an Kunststoff
vermieden wird.
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Um eine derartige Bewegung der SpritzdUse 11 von ihrer Stellung gemäß
Fig. 2 in die Sperrstellung nach Fig. 9 und umgekehrt zu bewerkstelligen, ist um
den Zylinder 10 ein Bund 70 mit einer Schraube 71 angeordnet ; der Kopf der letzteren
ist in einem am Formrahmen 3 angebrachten T-Schlitz beweglich. Die Schraube 71 steht
mit einer Mutter 74 in Schraubverbindung, die im Bund 70 mittels eines Keils 75
axial gehalten wird. Durch Drehen der Mutter 74 kann daher der Bund 70 axial so
eingestellt werden, daß das Ende seines im allgemeinen halbkreisförmigen Sattelteils
76 auf das Ende der Klemmutter 78 der Düse drückt, um die Spitze der Düse 11 gegen
den Einsatz 60 zu pressen und so den gewünschten vorgespannten Dichtungsdruck gegen
letzteren zu erzielen.
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Um eine Biegebelastung an der erwähnten T-Schlitz-Verbindung zu beseitigen,
weist der Bund 70 eine Halteschraube 79 auf, die in die Tragplatte 80 am Formrahnen
3 hineinragt, wobei die Halteschraube in eingestellter Lage durch die Gegenmutter
81 festgehalten wird.
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Wie aus den Figuren 4 und 7 ersichtlich, trägt der Formrahmen 3 einen
BUgel 82, an dem der doppeltwirkende Zylinder 83 schwenkbar angebracht ist ; die
Kolbenstange 84 trägt ihrerseits eine senkrechte Stange 85, deren viereckige Enden
in einen waagerechten T-Schlitz 86 des benachbarten Teils des Bundes 70 hineinragen.
Wenn sich daher die Kolbenstange 84 nach links, wie in Fig. 7 gezeigt, oder nach
unten (Fig. 4), bewegt, schwenkt die ganze Einheit 9 un die Schwenkachse 21, um
die Spritzdüse 11 in ihre in Fig. 9 gezeigte Sperrstellung,
d.
h. außer Fluchtung mit der Angußbuchse 5 zu bringen ; wenn sich die Kolbenstange
84 wiederum in entgegengesetzter Richtung bewegt, wird die Zylinder-Schnecken-Einheit
9 in ihre Stellung gemäß Fig. 4 zurückgebracht, wobei die SpritzdUse 11 mit der
Angußbuchse 5 fluchtet.
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Wie aus Fig. 7 am besten hervorgeht, trägt der Bügel 82 einen Schalter
87, der (wie in bezug auf Fig. 11 beschrieben) durch einen Flansch 89 der Kolbenstange
84 betätigt wird.
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Wenn die Spritzdüse 11 gewartet oder die Aufgabeschnecke 12 gereinigt
oder ausgewechselt werden soll, wird der Keil 75 (Fig. 7) nach links verschoben,
um ihn aus der Rille der Mutter 74 zu lösen, wonach die ganze, aus Zylinder und
Schnecke bestehende Einheit 9 einschließlich des Bundes 70 axial vom Formrahmen
3 wegbewegt werden kann. Eine solche Schwenkung der Einheit 9 zum Trennen der Düse
11 vom Rahmen 3 erfolgt durch Betätigung des Ventils 90 (Fig. 11), so daß Druckmittel
ins Stirnende des am Vorratsbehälter 32 angebrachten Zylinders 91 geleitet wird,
dessen Kolben axial festgehalten wird, da seine Kolbenstange 92 an einer Schraube
71 befestigt ist, die nun in den T-Schlitz 73 eingreift. Wenn der Zylinder 91 daher
nach rechts (Fig. 1) bewegt wird, nimmt er den Vorratsbehälter 32 längs der FUhrungen
93 zusammen mit dem Zylinder 10 und dem Bund 70 mit, wobei letzterer von der senkrechten
Stange 85 gelöst wird.
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Wenn der Zylinder 10 bis zu dem in Fig. 2 gezeigten Ausmaß zurückgezogen
ist, kann der Griff 94 des Bundes 70 erfaßt und die ganze Einheit um die Schwenkachse
21 in die Stellung gemäß Fig. 2 geschwenkt werden, wobei die Schraube 72 aus dem
T-Schlitz 73 gelöst wird. Der Formrahmen 3 weist einen
Arm 95 mit
einer-Führungsschiene 9 6 zum Tragen des Gewicht s des sprit zdüsenseit igen Endes
des Zylinders 10 auf, wobei eine am Bund 70 vorgesehene Kugel 97 in die Schiene
96 eingreift, während die ganze Einheit 9 ihre vorerwähnte Rücklauf-und Schwenkbewegung
ausführt. Wenn die Einheit 9 in ihre Stellung gemäß Fig. 2 geschwenkt wird, löst
sich die Schraube 72 aus dem T-Schlitz 73 und die Bedienungsperson kann nun den
Einsatz 60 warten und die Spritzdüse 11 kann nach einfachem Abschrauben der Klemmutter
vom Zylinder gereinigt oder ausgewechselt werden.
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Wenn das Entfernen der Aufgabeschnecke 12 erwünscht oder erforderlich
ist, wird die Schraube 36 am Ende des Getriebegehäuses 37 abgenommen, wonach die
Aufgabeschnecke 12 nach links verschoben werden kann, um den Keil von ihr zu lösen
; dann kann d ie Schnecke aus dem Zylinder 10 herausgezogen werden.
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Nach erfolgter Wartung schwenkt die Bedienungsperson die Zylinder-Schnecken-Einheit
9 von der in Fig. 2 gezeigten Stellung in eine solche, bei der der Zylinder 10 fluchtend
ist (wobei die Schraube 72 wieder in den T-Schlitz 73 eingreift) ; dann wird das
Ventil 90 betätigt, um Druckmittel in das kolbenstangenseitige Ende des Zylinders
91 einzuleiten und dadurch die ganze Einheit 9 vorzuschieben, so daß die Düsenspitze
an den Einsatz 60 anliegt und der T-Schlitz 86 des Bundes 70 die Stange 85 aufnimmt.
Nun wird der Keil 75 (Fig. 7) nach rechts verschoben, so daß er wieder mit der Mutter
74 in Eingriff kommt.
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Nachfolgend wird nun mit Bezug auf das Rohrleitungs-und Schaltschema
gemäß Fig. 11 die Arbeitsweise der Maschine 1 (ausgehend van Beginn des Spritzhubes
und dem Einschalten
des Motors 43 durch Schließen des Schalters
99) erläutert : ( (1) Am Ende des Rücklaufhubes der Aufgabeschnecke 12 kommt der
Schalter 100 am Getriebegehäuse 37 mit dem Nocken 101 in Eingriff, um den Stromkreis
durch das Magnetventil 51 zu unterbrechen und so die hydraulische Kupplung 41 zu
entleeren. Das dadurch erzielte Auskuppeln der Kupplung 41 ermöglicht, wie gezeigt,
das Offnen des Fliehkraftschalters 50.
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(2) Nun wird die Zylinderkammer 17 mit erweichtem Material gefüllt
und die Spritzdüse 11 befindet sich in ihrer Sperrstellung gemäß Fig. 9. Der durch
den Nocken 101 betAtigte Schalter 100 schließt den Stromkreis durch das Magnetventil
102, um Druckmittel von der Pumpe P zum kolbenstangenseitigen Ende des Zylinders
83 zu leiten und damit die Düse 11 in ihre Betriebsstellung in Fluchtung mit der
Angußbuchse 5 zu bringen.
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(3) Wenn sich die Düse 11 in dieser Betriebsstellung befindet, betätigt
der Flansch 89 den Schalter 87 zum Einschalten des Zeitschalters 103, dessen nicht
gezeigte Kontakte den Stromkreis durch das Magnetventil 104 schließen ; dadurch
wird Druckmittel zu den kolbenstangenseitigen Enden der Zylinder 58 geleitet, so
daß ein Vorschub der Aufgabeschnecke 12, des Getriebegehäuses 37 und der Antriebseinheit
42 nach links und das Einspritzen des erweichten Gutes aus der Kammer 17 in die
Formmatrize 8 erfolgt, wobei das Absperrventil 16 geschlossen ist.
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(4) Wenn der Zeitschalter 103 seinen einstellbaren, zur Erhdrtung
des Artikels in der Matrize 8 erforderlichen Zeitzyklus durchlaufen hat, schließen
seine (nicht gezeigten)
Kontakte den Stromkreis durch das Magnetventil
102, um Druckmittel ins Stirnende des Zylinders 83 zu leiten und so die Spritzdüse
11 in die Sperrstellung zu schieben. In dieser Stellung betätigt der Flansch 89
den Schalter 87, der den Stromkreis zum Ventil 104 durch den Zeitschalter 103 8ffnet,
wodurch die kolbenstangenseitigen Enden der Zylinder 58 entleert und die mit dem
Ventil 51, den Kontakten des Schalters 100 und dem Fliehkraftschalter 50 in Reihe
liegenden Kontakte geschlossen werden. Wenn also der Fliehkraftschalter wieder zum
Schließen des Stromkreises durch das Ventil 51 eingestellt ist, dreht die Antriebseinheit
42 die Aufgabeschnecke 12, um Material durch das Absperrventil 16 hindurch in die
Kammer 17 zu fördern. Der in der Kammer 17 auf das Gut ausgeUbte Gegendruck bewirkt
einen Rücklauf der Aufgabeschnecke 12, wobei die Zylinder 58 vom einfachwirkenden
Typ sein können. Statt eines Fliehkraftschalters 50 kann auch ein Relais im Stromkreis
des Motors 43 vorgesehen sein, das die Kontakte im Kreis fUr die hydraulische Kupplung
automatisch öffnet, sooft die Strombelastung des Motors 43 einen vorbestimmten Maximalwert
erreicht. In diesem Fall beginnt das Drehen und der RUcklauf der Schnecke, sobald
die DUse 11 in ihre Sperrstellung gelangt, weil zu dieser Zeit die Kupplungskreis-Reihenkontakte
der Schalter 87 und 100 sowie die eines solchen Relais geschlossen werden.
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Selbstverständlich werden in Verbindung mit dem Offnen und Schließen
der beiden Formteile 4 und 6 in den richtigen Zeitpunkten im Hinblick auf die Tätigkeit
der aus Zylinder und Schnecke bestehenden Einheit 9 geeignete hydraulische und elektrische
Kreise verwendet. Beispiele solcher Kreise finden sich in den USA-Patentschriften
(Lester bzw. Lester und andere) 2 433 132, 2 465 889, 2 671 246 und 2 671 247.
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Pat ent ansprüc he