DE1551759C3 - Brennmittel-Mischeinrichtung für einen Brenner für einen Schmelzofen - Google Patents
Brennmittel-Mischeinrichtung für einen Brenner für einen SchmelzofenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Brennmittel-Mischeinrichtung für einen mit gasförmigem Brennstoff betreibbaren
Brenner für einen Schmelzofen, die mit einer Kammer zur Gemischbildung versehen ist, die auf der dem
Feuerraum abgewandten Seite mit einem Krümmer zur Zufuhr eines unter Druck stehenden sauerstoffhaltigen
Gases, der an seinem stromauf befindlichen Ende eine Drosseleinrichtung aufweist, verbunden ist, und die mit
einer Brennstoffzuführung versehen ist, in der nahe dem stromab befindlichen Ende des Krümmers radial
ausgerichtete Auslässe ausgebildet sind.
Derartige Brennmittel-Mischeinrichtungen können speziell bei senkrechten Schmelzofen zur Anwendung
kommen, die, wie in der DT-PS 13 01 583 beschrieben ist, zum Schmelzen von Kupfer dienen.
Bei einer bekannten Brennmittel-Mischeinrichtung der eingangs erwähnten Art (US-PS 15 12 579) ist die
Brennstoffzuführung in Form eines sich von der Seite des größten Innenbogens des Krümmers in letzteren
erstreckenden Rohres ausgebildet, das an seinem Ende in Nähe des stromab befindlichen Endes des Krümmers
in verschiedenen, quer zur Hauptströmungsrichtung verlaufenden Ebenen über seinen Mantel verteilt
öffnungen aufweist, und die Drosseleinrichtung am stromauf befindlichen Ende des Krümmers durch eine
um eine Achse gegen die Hauptströmungsrichtung verschwenkbare Ventilklappe gebildet. Als nachteilig
erweist sich diese bekannte Einrichtung insbesondere dadurch, daß sie eine innige, gleichmäßige Brennmittelvermischung
in einer Meßebene der Mischkammer nicht zu gewährleisten vermag.
Es ist bei einem Brenner für flüssigen Brennstoff weiterhin bekannt (US-PS 22 05 983), in einer geradlinigen
Luftzuleitung eine Drosseleinrichtung in Form eines irisblendenförmigen, einstellbaren Diaphragmas vorzusehen,
dessen Offnungsgröße zwar regulierbar ist, ίο wobei jedoch die Möglichkeit der Variierung der
Strömungsbahn nicht gegeben ist.
Bekannt ist weiterhin eine Mischeinrichtung für einen Brenner (US-PS 28 04 919), bei der einem in einer
geradlinigen Zuleitung geführten Luftstrom in einem Mischbereich der Zuleitung durch sich radial in letztere
erstreckende, fingerförmige Zuführungen unterschiedlicher Länge gasförmiger Brennstoff zugegeben wird, um
in dem Luftstrom Gemischzonen unterschiedlicher Strömungsgeschwindigkeit zu schaffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennmittel-Mischeinrichtung gemäß der eingangs
erwähnten Art derart zu gestalten, daß in einer Meßebene quer zur Hauptströmungsrichtung in der
Kammer eine weitgehend gleichmäßige Gemischbildung einstellbar ist.
Die,Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Auslässe der Brennstoffzuführung am Umfang
der Kammer zur Gemischbildung in einer quer zur Hauptströmungsrichtung verlaufenden Ebene ausgebildet
sind, daß die Drosseleinrichtung eine Drosselplatte mit einer Drosselöffnung darstellt, die zur Veränderung
ihrer Lage innerhalb des Krümmers quer zur Hauptströmungsrichtung verschiebbar ist, und daß bei der zum
Feuerraum am nächsten befindlichen Lage der Drosselöffnung die Achse der letzteren sowie eine zur Achse
der Drosselöffnung parallel verlaufende Linie durch ihren vom Feuerraum entferntesten Umfangspunkt mit
der zugeordneten Tangente an die Innenwandung des Krümmers einen Winkel von mindestens 65° bzw. 45°
einschließen.
Vorteilhafterweise zeichnet sich die Brennmittel-Mischeinrichtung weiterhin dadurch aus, daß die Ebene
der Auslässe der Brennstoffzuführung gemessen entlang dem größten Innenbogen des Krümmers von der
Drosselplatte einen Abstand von etwa 30 cm aufweist.
Die Erfindung erweist sich insbesondere dadurch als vorteilhaft, daß durch die spezielle veränderbare
Anordnung und Ausbildung der Drosseleinrichtung der Strömungsverlauf des sauerstoffhaltigen Gases derart
im Krümmer steuerbar ist, daß in der Kammer ein symmetrischer Strömungsverlauf des Brennmittelgemisches
erzielbar und damit eine innige, gleichmäßige Brennmittelmischung in der Meßebene gegeben ist. In
der Zeichnung sind
F i g. 1 ein senkrechter Schnitt eines in einen Schmelzofen eingebauten Brenners,
Fig.2 ein senkrechter Schnitt eines Teils des Brenners nach F i g. 1,
F i g. 3 ein horizontaler Schnitt entlang der Linie 3-3 derFig.2.
F i g. 3 ein horizontaler Schnitt entlang der Linie 3-3 derFig.2.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung wird Luft bei einem gewünschten Überdruck dem Brennerkörper 4
durch die Leitung 29 zugeführt. Ein gasförmiger Brennstoff wird durch die Zuführung 36 vom Verteiler
35 unter einem gewünschten Überdruck dem Brennerkörper 4 zugeführt.
In F i g. 1 ist ein Brennerkörper 4 als Beispiel gezeigt, der in eine Seitenwandöffnung 7 eines Ofens mit einer
feuerfesten Auskleidung 5 umgeben von einem Mantel 6 eingefügt ist, wobei der Brennerkörper 4 in der öffnung
7 mit Bolzen 38 gehalten wird, welche die Montageplatte 39 des Brennerkörpers 4 dicht gegen den Mantel 6
halten, um für eine praktisch gasdichte Montage zu S
sorgen. Dieser Aufbau zusammen mit der geschlossenen Konstruktion des Brennerkörpers 4 verhindert im
wesentlichen die Einführung äußerer Luft in den Ofen durch die öffnung 7.
Der Brennerkörper 4 enthält einen Abschnitt 50 zur Vereinigung eines Brennstoffstroms und eines sauerstoffhaltigen
Gasstroms zur Bildung eines einheitlichen Stroms und zur Einführung des einheitlichen Stroms in
den Zündabschnitt 51. Der Brennerkörper 4 weist ferner einen Verbrennungsabschnitt 52 auf, der aus feuerfestern
Material hergestellt ist und auf einem ringförmigen Flansch 53 gegen die Schulter 54 des Zündabschnitts 51
angebracht ist Der Zündabschnitt 51 ist auch mit einem ringförmigen feuerfesten Ring 56 und einer ringförmigen
feuerfesten Hülse 57 versehen, die angepaßt ist mit dem Ring 56, einen Hals 55 im Abschnitt 51 zu bilden.
Ein Stab 58 kann in dem Hals 55 angeordnet sein, und eine übliche elektrisch betriebene Zündkerze 59 kann
auf der Seite des Abschnitts 51 angebracht sein, wobei das innere Ende der Zündkerze 59, wie gezeigt, in der
Nähe des Stabes 58 angeordnet ist. Die Kombination von Hals 55 und Stab 58 ist besonders zur Aufrechterhaltung
der Verbrennung der Einheitsströmung im Abschnitt 52 geeignet, insbesondere wenn die Einheitsströmung durch den Brennerkörper 4 bei einer hohen
Geschwindigkeit hindurchgeführt wird. Der Abschnitt 51 ist auch mit öffnungen 69 und 70 versehen, um
Proben aus der Einheitsströmung zu entnehmen. Derartige öffnungen sind normalerweise durch Stopfen
71 verschlossen. Anstatt Zündmittel, wie die Zündkerzen 59 zu verwenden, kann die Einheitsströmung von
der Innenseite des Ofens her gezündet werden, obgleich ein derartiges Verfahren nicht bevorzugt ist. So kann
z. B. bei Inbetriebnahme des Ofens ein Holzfeuer im Ofen angezündet werden. Beim Einblasen des verbrennbaren
Strömungsgemisches in den Ofen bei einer niederen Einblasgeschwindigkeit zündet der Einheitsstrom und brennt zu dem normalen Zündungspunkt
zurück.
Der Abschnitt 50 hat einen ringförmigen Verzweigungsteil
60, eine Hülse 61, einen Krümmer 62, eine Drosselplatte 63 und eine Beobachtungsöffnung 64, die
mit einem durchsichtigen Schauglas.65 versehen ist. Die Hülse 61, die an die Schulter 66 und das linke Ende des
Abschnitts 51 anstößt, wirkt mit dem ringförmigen Teil 60 zusammen, um eine Verzweigung zur Einführung des
Brennstoffstroms aus der Zuführung 36 durch die Auslässe 67 in die Kammer 68 zur Gemischbildung zu
bilden. Die Größe und Verteilung der Auslässe 67 über
den Umfang der Hülse 61 ist so gewählt, daß der Eintritt des Strömungsmittels in die Kammer 68 gesteuert wird.
Der Strom sauerstoffhaltigen Gases wird in die Kammer 68 aus Leitung 29 durch die öffnung 72 in der
Platte 63 und den Krümmer 62 eingeführt.
Bei Betrieb des Brenners wurde gefunden, daß der Gesamtsauerstoffgehalt von Proben der an verschiedenen
Punkten in der Ebene A-A durch die öffnungen 69
und 70 entnommenen vereinigten Strömung nicht der gleiche war. Es wurde ferner gefunden, daß die
Unterschiede in dem Gesamtsauerstoffgehalt, der in den an den gleichen oder verschiedenen Punkten der Ebene
A-A entnommenen Proben der Einheitsströmung ermittelt wurde, durch Verschieben der Platte 63 in ihrer
Ebene quer zum Luftstrom am Einlaßende des Krümmers 62 (siehe Fig.3) erhöht oder gesenkt
werden konnten, so daß die Lage der öffnung 72 geändert und die Luft veranlaßt wurde, unter einem
abweichenden Winkel auf den Krümmer 62 aufzutreffen. Wenn jedoch die Platte 63 auf eine Stellung an dem
Auslaßende des Krümmers 62 unmittelbar vor dem linken Ende der Hülse 61 eingestellt wurde, mit der
Ebene der öffnung 72 senkrecht zur Achse der Hülse 61, wurden relativ große Unterschiede im Gesamtsauerstoffgehalt
in der Ebene A-A in der Einheitsströmung gefunden. Die Verschiebung der Platte 63 quer zu der
Bahn des Luftstromes hatte jedoch keine merkliche Wirkung auf die Unterschiede im Gesamtsauerstoffgehalt,
der in der Ebene A-A der Einheitsströmung gefunden wurde. Darüber hinaus wurde festgestellt, daß
irgendein Veränderungsverlauf im Totalsauerstoffgehalt, der über die Ebene A-A gefunden wurde, in der
Einheitsströmung bei ihrem Durchgang durch den restlichen Teil des Brennerkörpers 4 verblieb.
Dementsprechend wird beim Betrieb des Brenners der Luftstrom zu dem Brennerkörper 4 durch die am
Einlaßende des Krümmers 62 gelegene öffnung 72 geleitet, wobei der Strom auf die gekrümmte Oberfläche
in der Biegung auftrifft, um in die Kammer 68 umgelenkt zu werden, und die Lage der öffnung 72 wird
verschoben, um den Auftreffwinkel des Stroms auf die gekrümmte Oberfläche zu verändern, so daß Änderungen
im Gesamtsauerstoffgehalt quer über die Bahn des aus dem Brenner ausgestoßenen Einheitsstroms gesteuert
werden. Es wurde gefunden, daß die geringste Änderung in einem derartigen Gesamtsauerstoffgehalt
erhalten wird, wenn praktisch der gesamte Strom, der durch die öffnung 72 hindurchgeht, auf die gekrümmte
Oberfläche des Krümmers 62 auftrifft, so daß der kleinste Winkel zwischen der Strömungsbahn des
Stromes und einer beliebigen Tangente zu diesem Teil der gebogenen Oberfläche, auf die der Strom auftrifft,
größer als 45° ist und der kleinste Winkel mit der Tangente zu dem Teil der gekrümmten Oberfläche, auf
die der Hauptteil des Stromes auftrifft, größer als 65° ist. Wie in F i g. 2 gezeigt, stellt also Linie 73, die von der
linken Seite der öffnung 72 parallel zur Längsachse des Einlaßteils des Krümmers 62 gezogen ist, die linke Seite
der Strömungsbahn des Luftstromes dar. Wie gezeigt, ist der Winkel zwischen Linie 73 und der Tangente zu
der gekrümmten Oberfläche, wenn letztere durch die Linie 73 geschnitten wird, größer als 45° (durch den
Winkel B erläutert) und der Winkel C zwischen der Öffnungsachse 74 und der Tangente zu der gekrümmten
Oberfläche, wo letztere durch die Öffnungsachse 74 geschnitten wird, größer als 65°. Ferner wurde
gefunden, daß der Abstand der Brennstoffauslässe 67 von der Platte 63 die Empfindlichkeit der Steuerung
beeinflußt, die durch Verschiebung der Platte 63 insofern herbeigeführt wird, daß, wenn der Abstand
erhöht wird, die Empfindlichkeit gegen Verschiebung der Platte verringert wird. Vorzugsweise sind sämtliche
Auslässe 67 in etwa 30 cm von der Platte 63, gemessen entlang der Linie 77, die durch den größten inneren
Radius des Krümmers 62 erzeugt wird, angeordnet.
Wie in F i g. 1 gezeigt, ist die Leitung 29 mit einem Ventil 80 zur Steuerung der Luftmenge versehen, die
mit Überdruck zu dem Brennerkörper 4 geführt wird. In gleicher Weise ist die Zuführung 36 mit einem Ventil 81
zur Regelung der Brennstoffmenge versehen, die unter Überdruck zu dem Brennerkörper 4 geführt wird. Auch
kann, wie in F i g. 1 gezeigt, die Zuführung 36 mit einem
üblichen membrangesteuerten Ventil 85,86,87 versehen
sein, das mit einem Rohr 88 ausgestattet ist, das von der Innenseite der Leitung 29 zu dem Raum oberhalb der
Membran führt. Eine derartige Anordnung unter Verwendung eines Überdruckes in dem Brennstoff mit
der Luft wird bevorzugt, da durch ihre Anwendung der
Brennstoff in der Zuführung 36 vor dem Ventil 81 auf dem gleichen Druck wie die Luft in der Leitung 29 vor
der Platte 63 gehalten wird, wodurch das Verhältnis von an den Brenner abgegebenen Brennstoff zu Luft,
rascher auf einen gewünschten Wert geregelt werden kann als durch eine Anordnung, in der der geringere
Strom in die Kammer 68 durch Ansaugen eingeführt wird. Auf diese Weise wird z. B. zur Steigerung der
Wärmeleistung des Ofens der Luftdruck in Leitung 29
stromaufwärts von der Platte 63 durch öffnen des Ventils 80 gesteigert. Das Ventil 85, 86, 87 sorgt
automatisch für den gleichen Druck in der Zuführung 36 stromaufwärts von Ventil 81, so daß das gleiche
Verhältnis von Brennstoff zu Luft in der Stromeinheit aufrechterhalten wird ohne Änderung der Einstellung
des Ventils 81.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Brennmittel-Mischeinrichtung für einen mit gasförmigem Brennstoff betreibbaren Brenner für
einen Schmelzofen, die mit einer Kammer zur Gemischbildung versehen ist, die auf der dem
Feuerraum abgewandten Seite mit einem Krümmer zur Zufuhr eines unter Druck stehenden sauerstoffhaltigen
Gases, der an seinem stromauf befindlichen Ende eine Drosseleinrichtung aufweist, verbunden
ist, und die mit einer Brennstoffzuführung versehen ist, in der nahe dem stromab befindlichen Ende des
Krümmers radial ausgerichtete Auslässe ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auslässe (67) der Brennstoffzuführung (36) am Umfang der Kammer (68) zur Gemischbildung in
einer quer zur Hauptströmungsrichtung verlaufenden Ebene ausgebildet sind, daß die Drosseleinrichtung
eine Drosselplatte (63) mit einer Drosselöffnung (72) darstellt, die zur Veränderung ihrer Lage
innerhalb des Krümmers (62) quer zur Hauptströmungsrichtung verschiebbar ist, und daß bei der zum
Feuerraum am nächsten befindlichen Lage der Drosselöffnung (72) die Achse (74) der letzteren
sowie eine zur Achse (74) der Drosselöffnung (72) parallel verlaufende Linie (73) durch ihren vom
Feuerraum entferntesten Umfangspunkt mit der zugeordneten Tangente an die Innenwandung des
Krümmers (62) einen Winkel von mindestens 65° bzw. 45° einschließen.
2. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene der Auslässe (67) der
Brennstoffzuführung (36) gemessen entlang dem größten Innenbogen des Krümmers (62) von der
Drosselplatte (63) einen Abstand von etwa 30 cm aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US20441362 | 1962-06-22 | ||
| DEA0054773 | 1963-06-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1551759C3 true DE1551759C3 (de) | 1978-02-23 |
Family
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