DE1551575C3 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verdampfung und Überhitzung von verflüssigtem Erdgas, wobei
das Erdgas durch Verdampferrohrschlangen strömt, die innerhalb eines mit Wasser gefüllten Druckbehälters
angeordnet sind.
Erdgas wird in verschiedenen Industriezweigen als Brennstoff benötigt. Es hat sich hierbei als zweckmäßig
erwiesen, unter bestimmten Verhältnissen eine Verflüssigung des Erdgases zur Lagerung und Speicherung
vorzunehmen, ehe es in entsprechenden Feuerungseinrichtungen seinem Verwendungszweck als Heizmittel
und Wärmeträger zugeführt wird. Dies bedingt jedoch einen verhältnismäßig großen Aufwand um das
verflüssigte Erdgas von beispielsweise — 160°C wieder auf den normalen gasförmigen Aggregatzustand zurückzuführen.
Hierbei ist die Verdampfung und anschließende Überhitzung erforderlich.
Zur Durchführung dieses Vorganges sind bereits verschiedene Einrichtungen vorgeschlagen worden, von
denen die einfachste aus Wasserbecken besteht, in denen Erdgas-Verdampferschlangen angeordnet sind,
wobei eine Beheizung durch Tauchbrenner erfolgt. Die aufsteigenden Gasblasen verwirbeln das Wasser und
erhöhen so den Wärmeübergang vom Wasser an das Verdampfersystem. Der Nachteil dieser Einrichtung
besteht jedoch darin, daß mit dem Verbrennungsgas eine große Brüdenmenge aus dem offenen Becken
ausgetragen wird, die kontinuierlich nachgespeist werden muß. Außerdem wird durch die gelösten
Verbrennungsgase das Wasser in seinem pH-Wert verändert, was zu Korrosionen an den Verdampferschlangen
führen kann.
Es sind ferner direkt befeuerte Verdampferbündel bekannt, wobei jedoch darauf geachtet werden muß,
daß die Temperaturdifferenz in der Rohrwand der Verdampferschlangen nicht zu groß wird. Bei der
großen Temperaturdifferenz zwischen den beheizenden Verbrennungsgasen und dem flüssigen Erdgas ist es
erforderlich, den Wärmedurchgang durch entsprechende Isolierschichten zu hemmen, was eine Vergrößerung
der erforderlichen Übergangsfläche zur Folge hat.
Schließlich ist es bekannt, Verdampferbündel anzuordnen, die mit kondensierendem Wasserdampf eines
getrennt angeordneten Dampferzeugers beheizt werden. Bei einer derartigen Anordnung besteht jedoch die
Gefahr, daß das aus dem Verdampfer abfließende Kondensat so weit unterkühlt wird, daß sich um die
Rohre eine Eisschicht bildet. Diese Eisschicht verschlechtert den Wärmeübergang und kann dazu führen,
daß der Wärmeaustauscher völlig vereist.
ίο Diese Nachteile werden vermieden, wenn die das
verflüssigte Erdgas führenden Rohre in einem nicht offenen, mit Wasser gefüllten Druckbehälter angeordnet
sind. Eine derartige Einrichtung ist aus der FR-PS 11 86 931 bekannt. Die Wärme wird hierbei dem Wasser
und damit indirekt dem Erdgas durch einen unterhalb des Behälters angeordneten Brenner zugeführt. Innerhalb
der Rohrschlangen wird das verflüssigte Erdgas sowohl verdampft als auch auf die für die Weiterverwendung
erforderliche Temperatur überhitzt. Der Wärmeübergang von dem erhitzten Wasser auf das zu
verdampfende und zu überhitzende Erdgas ist bei der gewählten Anordnung ungünstig, so daß der Wärmeaufwand,
insbesondere wenn noch die Feuerung außerhalb des Druckbehälters vorgesehen ist, verhältnismäßig
hoch ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Verdampfen und Erhitzen von
verflüssigtem Erdgas derart weiter zu entwickeln, daß sie sich unterschiedlichen Belastungen anpassen kann
und daß die zugeführte Wärme besser ausgenutzt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Druckbehälter ein Rauchrohrdampferzeuger
verwendet ist und daß auf diesem ein als Kondensator wirkender Behälter mit einem weiteren Rohrsystem zur
Überhitzung des Erdgases angeordnet ist. Bei dieser Einrichtung kann von bekannten Rauchrohrdampferzeugern
Gebrauch gemacht werden, in denen aber noch die Verdampferrohrschlangen untergebracht werden
müssen. Die im Druckbehälter erzeugte Wärme wird von den Rauchrohren unmittelbar an das umgebende
Wasser abgegeben.
Die durch die Beheizung im Wasserraum entstehenden Wasserdampfblasen durchströmen die Zwischenräume
zwischen den Verdampferrohrschlangen und erhöhen so den wasserseitigen Wärmeübergang an den
Verdampferrohrschlangen. Damit genügend Dampfblasen aus dem Wasser aufsteigen, ist der oberhalb des
Druckbehälters angeordnete Kondensator vorgesehen, in welchem der Wärmeinhalt des aufsteigenden
Dampfes an das in den Verdampferrohrschlangen verdampfte und nun weiter zu überhitzende Erdgas
abgegeben wird. Die Wärmeübertragungsfläche des Kondensators ist so ausgelegt, daß ein großer Teil der
dem Druckbehälter zugeführten Nettowärme in dem Kondensator an das Erdgas übertragen wird. Das in
dem Kondensator anfallende Kondensat wird mit freiem Gefälle dem Wasserraum des Druckbehälters
wieder zugeführt.
Durch die Unterteilung der Wärmeübertragungsfläehe in eine Verdampfungsfläche in Form der Verdampferrohrschlangen
und in eine Heizfläche in Form des weiteren Rohrsystems im Kondensator wird sichergestellt,
daß trotz der Wärmeübertragung an das Erdgas im Druckgefäß noch Dampf an den Kondensator
abgegeben wird. Bei entsprechender Dimensionierung der Druckteile gestattet die erfindungsgemäße Anordnung
eine Fahrweise mit gleitendem Druck. Ist beispielsweise die Wärmeübertragungsfläche für das
Erdgassystem zu klein ausgelegt, so wird überschüssige Nettowärme eine vergrößerte Dampferzeugung bewirken.
Dadurch steigt der Sattdampfdruck im Druckbehälter sowie im Kondensator und damit zwangsläufig die
Sattdampftemperatur. Diese erhöhte Temperatur bewirkt bei gleicher Wärmeübertragungsfläche aufgrund
der vergrößerten Temperaturdifferenz zwischen Sattdampf und Rohrwand des Erdgassystems einen
erhöhten Wärmeübergang. Der Druck steigt so lange, bis aufgrund der erhöhten Sattdampftemperatur die
vorhandene Wärmeübertragungsfläche des Erdgassystems ausreicht, die gesamte, dem Druckbehälter
zugeführte Nettowärme abzuführen.
Eine Begrenzung des Sattdampfdruckes kann dadurch erfolgen, daß auf dem Druckgefäß oder auf dem
Kondensator ein Abblaseventil vorgesehen wird, das bei einem bestimmten Druck öffnet und so neben der
Wärmeübertragung an das Erdgas die Dampfentnahme gestattet.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung ist in der nachfolgenden Beschreibung und
der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
F i g. 1 eine Gesamtanordnung eines Druckbehälters mit Einrichtungen gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen Schnitt durch den als Kondensator wirkenden Behälter auf dem Druckbehälter.
Der Druckbehälter 1 ist ein Rauchrohrkessel mit eingebauter Feuerung 2. Auf diese Weise wird ein
zusätzlicher konstruktiver Aufwand eingespart. In dem Wasserraum des Rauchrohrkessels ist die erforderliche
Anzahl an Verdampferrohrschlangen 3 für das verflüssigte Erdgas angeordnet, welches durch den Sammler 4
eintritt und nach der erforderlichen Verdampfung durch den Sammler 5 austritt Vom Eintritt bis zum Austritt
nimmt das verflüssigte Erdgas aus dem durch die Feuerung 2 beheizten Wasser die erforderliche Wärme
zur Verdampfung auf. Auf dem Druckbehälter 1 ist ein als Kondensator wirkender Behälter 6 angeordnet,
welcher durch Dampfstutzen 7 mit dem Druckbehälter 1 verbunden ist. In dem Behälter 6 ist ein weiteres
Rohrsystem 8 zur erforderlichen Überhitzung des Erdgases angeordnet Das hierfür erforderliche Heizmedium
wird durch die Dampfstutzen 7 zugeführt, während ein konzentrisch innerhalb eines Dampfstutzens
7 angeordneter Gaszuführungsstutzen 9 von den Verdampferrohrschlangen 3 zu dem Rohrsystem 8 im
Behälter 6 vorgesehen ist Die genauere Anordnung dieses Gaszuführungsstutzens 9 ist aus der Fig.2 zu
ersehen. Das verdampfte Erdgas wird durch diesen Stutzen 9 dem Rohrsystem 8 zur Überhitzung zugeführt
und tritt nach Durchströmen dieses Rohrsystems durch den Austrittsstutzen 10 als Erdgas im gasförmigen
Aggregatzustand zum Verbraucher aus. Ein Kondensatstutzen 11 am Behälter 6 dient zur Rückführung des
Kondensates in den Druckbehälter 1. Auf dem Behälter 6 ist ein Sicherheits- oder Abblaseventil 12 angeordnet,
wodurch eine Begrenzung des Sattdampfdruckes erfolgen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Einrichtung zur Verdampfung und Überhitzung von verflüssigtem Erdgas, wobei das Erdgas durch
Verdampfungsrohrschlangen strömt, die innerhalb eines mit Wasser gefüllten Druckbehälters angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckbehälter (1) ein Rauchrohrdampferzeuger
verwendet ist, und daß auf diesem ein als Kondensator wirkender Behälter (6) mit einem
weiteren Rohrsystem (8) zur Überhitzung des Erdgases angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch innerhalb eines den
Druckbehälter (1) des Rauchrohrdampferzeugers mit dem als Kondensator wirkenden Behälter (6)
verbindenen Dampfstutzens (7) ein Gaszuführungsstutzen (9) von den Verdampferrohrschlangen (3) zu
dem Rohrsystem (8) im Behälter (6) vorgesehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Rauchrohrdampferzeuger
oder auf dem Behälter (6) ein Abblaseventil (12) angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0054641 | 1967-11-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1551575C3 true DE1551575C3 (de) | 1977-09-15 |
Family
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