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DE1550299A1 - Hochvakuumventil,insbesondere Ultrahochvakuumventil - Google Patents

Hochvakuumventil,insbesondere Ultrahochvakuumventil

Info

Publication number
DE1550299A1
DE1550299A1 DE19661550299 DE1550299A DE1550299A1 DE 1550299 A1 DE1550299 A1 DE 1550299A1 DE 19661550299 DE19661550299 DE 19661550299 DE 1550299 A DE1550299 A DE 1550299A DE 1550299 A1 DE1550299 A1 DE 1550299A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
high vacuum
sealing
vacuum valve
copper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19661550299
Other languages
English (en)
Inventor
Wanetzki Dipl-Ing Erwin
Kienel Dr Gerhard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Balzers und Leybold Deutschland Holding AG
Original Assignee
Leybold Heraeus GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leybold Heraeus GmbH filed Critical Leybold Heraeus GmbH
Publication of DE1550299A1 publication Critical patent/DE1550299A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K51/00Other details not peculiar to particular types of valves or cut-off apparatus
    • F16K51/02Other details not peculiar to particular types of valves or cut-off apparatus specially adapted for high-vacuum installations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description

  • "Hachvakuumventil, insbesondere Ultrahochvakuumventil" Die Erfindung betrifft ein Hoehvakuumventil, insbesondere ein ausheizbares Ultrahochvakuumventil, mit einem aus nichtrostendem Stahl bestehenden Ventilteller und mit einer mit dem Ventilteller festverbundenen Dichtschneide, welche aus einem weicheren Metall als der Ventilteller besteht.
  • Ultrahochvakuumanlagen werden wie bekannt zur Abkürzung der zur Erreichung des geforderten Druckes bei höheren Temperaturen, z.
  • B. bei etwa 45ooC, ausgeheizt, damit die an und in den Oberfläche absorbierten Gase bei dieser Ausheiztemperatur frei werden und so schneller abgesaugt werden können.
  • Die in der Vakuumtechnik vielfach verwendeten gummielastischen . Dichtungsmittel,* wie z.B. 0-Ringe aus organischem Material, können bei den hohen Ausheiztemperaturen praktisch nicht `mehr verwendet werden. Schon allein aus diesem Grund wird bei aasheizbaren Hochvakuumventilen eine metallische.Abdichtung angewendet. Bei Ultrahochvakuum sind die Dichtungsprobleme besonders wichtig, denn schon kleinste Undichtigkeiten, die bei herkömmlichen Hochvakuumanlagen belanglos sind, können das Erreichen eines extremen Vakuums, z. B. lo-loTorr, überhaupt unmöglich machen.
  • Hinzu kommt, dass-bei Ventilen bei jedem der zahlreichen öffnungs4 und Schließvorgänge die Abdichtung aufgehoben und wieder hergestellt werden muss im Gegensatz zu Flanschverbindungen, wo nur einmal oder nur wenige Male abgedichtet werden muss. Von den Dichtungselementen der Hochvakuumventile wird daher geforderte, dass sie bis zu ihrem Verschleiß möglichst viele Schließvorgänge aushalten. Es ist von entscheidender Wichtigkeit, dass die Ventile auch nach dem Rückgang der Wärmedehnung höchstens den für den jeweiligen Anwendungsfall noch zulässigen Leckgasstrom durchfließen lassen.
  • Die an ein Ultrahochvakuumventil gestellten Anforderungen wie Ausheizbarkeit bei Temperaturen bis etwa 45o0 C, sehr geringer Leekgasstrom und möglichst viele Schließvorgänge bis zum Austausch von Verschleißteilen stehen sich teilweise gegenüber. So bedingt die hohe Ausheiztemperatur metallische Werkstoffe mit guter Zeitstandfestigkeit bei der Ausheiztemperatur und die hohe Verschleißfestigkeit eine gewisse Härte der Verschleißteile. Demgegenüber verlangt die metallische Abdichtung bei Ultrahochvakuum einen metallischen Werkstoff, der bei dem Dichtungsdruck genügend plastisch bildsam ist, um auch mikroskopisch kleine Unebenheiten und Poren auszufüllen und abzudichten. Darüberhinaus müssen die Werkstoffe für derartige Ventildichtungen noch andere Eigenschaften wie z.B. chemische Widerstandsfähigkeit, Verzunderungsfreiheit, geringe Gasabgabe und geringe Gasdurchlässigkeit aufweisen.
  • Es ist daher versucht worden, durch die Paarung von verschiedenen harten Werkstoffen die den Abdichtungselementen eines ausheizbaren Ultrahochvakuumventils gestellte Aufgabe zu erfüllen.
  • Eine gute metallische Abdichtung wird bei bekannten Hochvakuumventilen dadurch erreicht, dass ein Dichtungskörper, z.8. der Ventilteller, aus einem harten Metall besteht und gegen den andern Dichtungskörper, z.B. den Ventilsitz, aus einem weicheren Metall gepresst wird, welcher unter dem Dichtungsdruck plastisch etwas verformt wird, sich dadurch der Oberflächenform des Dichtungskörpers aus dem härteren Metall anpasst und metallisch abdichtet. Ebenso ist es umgekehrt möglich, das harte Metall für den Ventilsitz und das weichere für den Ventilteiler zu verwenden. Bei bekannten Ultrahochvakuumventilen wird für die Tiile des Dichtungselementes, welche aus hartem Werkstoff bestehen, vorteilhafterweise ein legierter, nichtrostender Stahl, z.B. X12CrNi188, verendet; als harte Werkstoffe in diesem Sinne sind z.B. auch Kovar und Hartmetall zu nennen.
  • Für den weicheren Werkstoff des Dichtungselementes kommen in erster Linie Gold, dann Silber, Kupfer, Indium oder Aluminium in Frage. Vor allem Gold hat sich wegen seiner Bildsamkeit und chemischen Beständigkeit als hervorragendes Dichtungsmetall bei aus.-heizbaren UHV-Anlagen bewährt; es weist aber auch Nachteile auf. So ist es teuer und wegen seiner niedrigen Fließgrenze verhältnisässig weich und leicht verformbar. Eine Dichtung aus massivem Gold kann daher nur einmal oder höchstens wenige Male verwendet erden. Dies bedingt ein häufiges Auswechseln der Verschleißteile fit entsprechenden Kosten und Ausfallzeiten der Anlage' zudem sind vor allem bei Ventilen mit großer Nennweite die hohen Materialkosten von großer wirtschaftlicher Bedeutung.
  • Gewöhnlich sind'die zusammenwirkenden Dichtungskörper in ihrer Form so gestaltet, dass die bleibende Verformung auf eine Kreisringfläche von geringer Breite beschränkt ist, damit hierfür die zür metallischen Abdichtung erforderliche spe":,:,# fische Flächenpressung aufgebracht werden kann.
  • Bei verschiedenen bekannten Ventilen ist en":weder der Ventilsitz oder der Ventilteller mit einer ringfCrinigen Dichtschneide aus hartem Metall voGehen, welche gegen das entsprechende Gegenstück aus weichem Metall mit einer zunächst ebenen Dichtfläche gedrückt wird. Bei jedem Schliefen des Ventils wird das weiche Dichtelement zur Schaffung der metallischen Abdichtung erneut verformt, und zwar solange, bis die Dichtfläche so groß geworden ''ist, dass der erforderliche spezifische Dichtungsdruck nicht mehr aufgebracht werden kann oder das weiche Dichtungselement nicht mehr abdichten kann. Das weiche Dichtungselement muss dann gegen ein neues ausgewech Belt werden. Die Betätigungsspiele eines ausheizbaren Hochvakuum-Ventils können sehr unterschiedlich sein, wobei die größten Anforderungen! an das Ventil in den-Fällen auftreten, wo das geschlossene Ventil nach dem Ausheizen abgekühlt wird. Solche Betätigungsspiele sind z.B.: Schließen des Ventils in heißem Zustand und bei geschlossenem Ventil Abkühlen oder Schließen des Ventils in kaltem Zustand, bei geschlossenem Ventil Ausheizen und wieder Abkühlen. Durch das Ausheizen dehnen sich die einzelnen Ventilbauteile entsprechend ihren Abmessungen und Wärmeausdehnungskoeffizienten sowie der Temperaturdifferenz aus. Beim Abkühlen gehen die Wärme-i ausdehnungen-wieder zurück.
  • Ein Dichtungselement aus einem Metall, das einen größeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als die Metalle für die übrigen Teile des Ventils besitzt, wird sich während des Ausheizens relativ mehr ausdehnen wollen als die anderen Ventilteile, die wiederum bei geschlossenem Ventil das Dichtungselement aus dem Metall mit dem höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten an der freien Wärmeaus-! dehnung hindern. Das führt dazu, dass in einem solchen Teil die Druckspannung infolge der Wärmedehnung über die Fließgrenze ansteigt und das Teil bleibend verformt werden kann. Tritt eine solche plastische Verformung während des Ausheizens eines geschlossenen Ventils ein oder wird ein ausgeheiztes Ventil geschlossen, dann wird der spezifische Dichtungsdruck nach dem Abkühlen kleiner sein als zuvor und ein größerer Leckgasstrom fließen. Der spezifische Dichtungsdruck kann zwar durch Nachziehen des Ventils wieder erhöht werden, dies ist jedoch umständlich. Ausserde: wird die Zahl der Schließvorgänge durch die jedesmal größere erforderliche Schließkraft herabgesetzt. Dieses "Setzen" eines Dichtungselementes und das notwendige Nachziehen des Ventils kann man jedoch durch die Verwendung von Werkstoffen 4 ' mit möglichst gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten innerhalb der vorkommenden Temperaturdifferenz vermeiden. Für ein derartiges Dichtungselement kommt praktisch nur Kupfer @lin Frage, weil sein Ausdehnungskoeffizient nahezu dem von für die Ventilteile meist verwendetem nichtrostendem Stahl entspricht 'und seine Härte bei den Ausheiztemperaturen genügend groß ist. Gold ist für diesen Verwendungszweck zu weich und zudem sehr teuer. Silber hat einen zu hohen Wärmeausdehnungskoeffizienten und wird daher zu sehr verformt, was ein Nachziehen des Ventils erfordert.
  • Bekannt sind mehrere Ausführungsformen von ausheizbaren Ultrahochvakuumventilen, welche zwei verschieden harte Werkstoffe für das eigentliche: Dichtungselement aufweisen. In der Zeitschrift "Vacuum" III (1953), Seite 4o7/8, wird ein bis etwa 4oooc ausheizbares und für Drücke bis etwa 1o 1o Torr geeignetes Alpertentil gezeigt, bei. welchem die Ventilnadel aus Kovar besteht und mit ihrer 45o-Kegel-Spitze in eine Kupfer-Scheibe gedrückt wird, wo :sie sich ihren Sitz formt. Das dort ebenfalls beschrieben entil hach Brown und Coyle, welches ähnlich wie das Alpert-Ventil gebaut ist, besitzt eine Monel-Nadel, welehe in eine weiche Kupfer laue gedrückt wird; es ist ausheizbar bis etwa 4oooC und geeignete ür Drücke bis etwa lo 9Torr.
  • n "1958 Vacuum'Symposium Transaction" (1959), Seite 14, ist ein usheizbares Ultrahochvakuumventil dargestellt, bei welchem als Ventilsitz eine Kante am Gehäuse aus. nichtrostendem Stahl und als entilteller eine in den Stahlstempel eingeschraubte Kupferplatte it kegeliger Randfläche-dienen.
  • n der Zeitschrift "Vakuum-Technik"-9 (196o) Heft ?, Seiten 99/2o1, ist ein ausheizbares Ultrahochvakuumventil mit großem ffnungsquerschnitt gezeigt, welches als Dichtungselement eine assive Gold- bzw. Silber-Platte am Ventilstempel aufweist, in L elche eine ringförmige Dichtschneide am Ventilsitz des Ventilge'-ses aus Stahl eingedrückt wird.
  • ei dem Ventil für Hochvakuumanlagen gemäss dem deutschen Geräuchsmuster 1 824 547 besteht der Ventilstopfen aus einem härteren Metall als_das Ventilgehäuse und weist im Zentrum eine Kegelspitze sowie im Abstand davon eine konzentrische Dichtschneif .de auf, welche beide gegen das weichere Metall des Ventilgehäuses gedrückt werden.
  • Das ausheizbare Vakuum-Ventil mit metallischem Dichtungselement nach der deutschen Auslegeschrift 1 194 665 besitzt eine als Dichtungsstopfen dienende Halbkugel aus Hartmetall, die mit einer dünnen Chromschicht bedeckt ist, und einen Ventilsitz aus Hartmetall mit einer konkaven Kugelzonenfläche, auf welcher eine dünne Schicht eines korrosionsbeständigen weichen Metalls, z.B. Silber, Gold, Platin o.dgl., aufgebracht ist.
  • Die ausheizbaren Vakuumventile nach den deutschen Auslegeschrifi ten 1 186 712 und 1 19o 756 weisen einen scheibenartigen Ventilteller aus hartem Werkstoff auf, der in den hülsenförmigen Ventilsitz eingedrückt wird und diesen plastisch und elastisch verformt. Bei diesen Ventilen kann auch der harte, verformende Teil am Ventilsitz und der plastisch und elastisch verformbare Teil am Ventilstempel angeordnet sein.
  • Diese bekannten Hoehvakuumventile weisen alle, mehr oder weniger, verschiedene Mängel auf. So eignen sich die meisten nur für kleinere Durchmesser mit entsprechend geringen Leitwerten in geöffnetem Zustand. Bei einigen Ventilen lassen sich die verschleißenden Teile nicht in einfacher Weise ausbauen, bzw. muss das Gehäuse oder der Gehäuseteil mit dem Ventilsitz ausgewechselt werden. Teilweise sind nach wiederholtem Schließen große Kräfte erforderlich, um den nötigen Dichtungsdruck aufzubringen. In einem Fall besteht das Dichtungselement aus einer Platte aus Gold bzw. Silber, was für Ventile mit großer Nennweite einen sehr hohen Preis bedingt. Häufig ist der Einbau des Ventils auch nur in einer Lage, z.B. senkrecht, möglich. Bei den Hochvakuumventilen mit einer ringförmigen Dichtschneide aus hartem Metall, z.B. aus nichtrostendem Stahl, und einem Gegenstück aus:.weicherem Metall, z.B. Kupfer, gegen welches die Dichtschneide gepresst wird, muss der Ventilstempel sehr genau geführt werden, damit die Ringschneide bei jedem Schließen des Ventils immer genau die gleiche Lage zu der ringförmigen Kerbe hat, die beim ersten Scheließen des Ventils eingepresst wird.
  • Ist diese gegenseitige Lage nicht stets wieder dieselbe, so tritt ein Leckgasstrom auf. Eine sehr genaue Führung des Ventilstempels bedingt jedoch eine enge Passung zwischen der Ventilstange und ihrer Führung; hierbei besteht aber die Möglichkeit, dass bei höheren Ausheiztemperaturen unter Vakuum die Ventilstange mit ihrer Führung verschweigt und der Ventilteller nicht mehr bewegt erden kann.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Abdichtungselement für ein Vakuumventil, insbesondere ein ausheizbares ltrahochvakuumventil großer Nennweite zu schaffen, welches die Mängel der bekannten Vakuumventile nicht mehr aufweist und arüberhinaus weitere Vorteile technischer ünd wirtschaftlicher k#t bietet.
  • Ein Hochvakuumventil, insbesondere ein aueh--.zbares Ultrahocha.kuumventil, mit einem aus nichtrostendem und wärmebeständigem Stahl bestehenden Ventilteller und mit einem mit dem Ventilteller festverbundenen Dichtelement mit einer ringförmigen Dichtschneide, eiche aus einem weicherer. Metall als der Ventilteller und der Ventilsitz besteht, ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Dichtschneide aus Kupfer besteht, welche n ihrer Spitze einen Edelmetalldichtkörper, wie eine Goldauflage der einen in eine Nut eingelegten, ringförmigen Gelddraht aufweist. ie Goldauflage kann auf der Spitze und den beiden kegeligen Flächen der Dichtschneide in einer Stärke von 2o - 3Q/um galvanisch aufgebracht sein. Es ist hierbei vorteilhaft, zwischen dem Kupfer der Dichtschneide und dem Edelmetalldichtkörper eine an .sich bekannte, ein- oder mehrlagige, die Diffusion vermindernde @Zwischenschicht,wie eine Palladium-, Platin- und/oder Nickelschicht vorzusehen. Die Ringschneide ist zweckmässig einstüekig 'mit einer Kupferscheibe und in der Nähe von deren äußerem Rand ungeordnet.
  • Die Vorteile der für das Dichtelement und den Ventilteller verwendeten drei verschieden harten Metalle werden bei einem Hochvakuumventil gemäss der Erfindung miteinander verbunden. Der am Ventilstempel befindliche Ventilteller aus Stahl gibt als Stützelement die mechanische Festigkeit, die Dichtschneide aus Kupfer lässt sich bei ausreichender Festigkeit,gdnügäidhVerformdn und der Dichtkörper aus Gold an der Spitze der Dichtschneide füllt selbst mikroskopisch kleine Ritzen und Unebenheiten aus. Auf diese Weise wird ein Hochvakuumventil geschaffen, das sowohl in offenem wie in geschlossenem Zustand ausheizbar ist, sehr gute Dichtheit auch nach vielen Schließvorgängen aufweist und bis zur Erneuerung der Dichtschauide mehrere hundert Male betätigt werden kann.
  • Bei der Anordnung gemäss der Erfindung, also die Dichtschneide am Ventilteller aus Kupfer und die Dichtfläche am Ventilsitz aus Stahl, wird die Schneidenspitze beim Schließen gegen die ebene Dichtfläche des Ventilsitzes gepresst und zu einer ebenfalls ebenen Ringfläche verformt. Die beiden ebenen ringförmigen Dichtflächen an Schneide und Sitz berühren sich stets in der gemeinsauren Dichtebene, kleine gegenseitige, parallele Verschiebungen sind daher ohne Bedeutung, zumal die mikroskopisch kleinen Unebenheiten und Poren durch den Dichtkörper aus Gold an der verformten Schneidenspit7.e abgedichtet werden. Das Passungsspiel zwischen der Ventilstange und ihrer Führung kann bei einem Hochvakuumventil gemäss der Erfindung verhältnismässig groß sein, so dass keine Verschweißung bei hoher Temperatur und Hochvakuum auftreten kann. Da infolge des Aufeinanderpressens der beiden ebenen Dichtungsflächen stets eine einwandfreie Abdichtung gewährleistet ist', kann ein solches Hochvakuumventil selbst bei großer Nennweite euch liegend oder hängend eingebaut werden. Dies ist von besonderem Vorteil, wenn die Raumverhältnisse für den Einbau beschränkt sind.
  • Die vorgeschlagene Erfindung ermöglicht es, ausheizbare Ultra-_hochvakuumventile für viele Schließvorgänge sowohl mit kleinen Nennweiten und Handbetätigung als auch mit großen Nennweiten und mechanischer, pneumatischer oder hydraulicher Betätigung in wirtschaftlicher Weise herzustellen und zu verwenden.
  • Bewährte Ausführungsformen eines handbetätigten Hochvakuumventilsj gemäss der Erfindung werden an Hand der schematischen Zeichnung beschrieben und weitere Einzelheiten dargelegt.
  • Figur 1A zeigt ein handbetätigtes Vakuumventil-in geschlossenem Zustand und Figur 1B den Ventilteller dieses Hochvakuumventils in etwas größerem Maßstab, wobei die Dichtschneide aus Kupfer und der eingelegte Feingmlddraht noch nicht verformt sind.
  • Figur 2 stellt einen Ventilteller mit einer Dichtschneide aus Kupfer und einer auf diese aufgebrachten Feingoldauflage] vor deren Verformung dar.
  • Eine besonders bewährte Ausführung eines Hochvakuumventils gemäss der Erfindung zeigen die Figuren 1 A und 1 B. In Figur 1 A ist in dem geschweißten Ventilgehäuse 1 aus nichtrostendem Stahl,1 vorzugsweise X12CrNi188, der Ventilsitz 2 feinstbearbeitet.. Mit dem Ventilteller 3 aus Stahl, vorzugsweise X12CrNi188, ist das Dichtelement 4 aus Kupfer, das mit einer Dichtschneide 5*versehen ist, festverbunden, z.8. eingepresst oder eingelötet. Bei kleineren Nennweiten, wie etwa in den gezeigten Beispielen, wird das Dichtelement 4 zweckmässigerweise die Form einer Scheibe] haben, welche nahe an ihrem äußeren Umfang eine Dichtschneide 5 aufweist. Eine solche Kupferscheibe mit Dichtschneide 5 brauch nur eingepresst zu sein, sie lässt sich daher leicht und schnell auswechseln. Das Dichtelement 4 kann auch, z.B. bei hydraulisch betätigten Ventilen mit großer Nennweite, ein vakuumdicht mit dem Ventilteller 3 verlöteter Kupferring mit Dichtschneide 5 sein.
  • In der Figur 1 B ist eine unverformte Dichtschneide 5 dargestellt, bei welcher ein Feingolddraht 6 in eine Nut an deren Spitze eingelegt ist und in unverformtem Zustand über die Nutränder hinausragt. Der Feingolddraht 6 wird beim Schließen so verformt, dass er die Nut völlig ausfüllt und bei weiterer Verformung mit den beiden Rändern der Dichtschneide 5 aus Kupfer eine gemeinsame, ringförmige Dichtfläche bildet. Die den Feingolddraht 6 beiderseits einfassenden Ränder der Dichtschneide 5 sind nur so stark, dass sie sich zusammen mit diesem verformen lassen.
  • Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass die Dicke der Goldschicht in der Nut verhältnismässig groß ist urid dadurch in der Mitte der ringförmigen Dichtfläche stets genügend duktiles Feingold zur Abdichtung der kleinsten Unebenheiten zur Verfügung steht. Hieraus ergibt sich eine wesentlich längere Lebensdauer als bei einer z.B. galvanisch aufgetragenen Feingoldschicht. Der Ventilteller 3 ist zusammen mit der Ventilstange 7 aus einem Stück gefertigt oder mit ihr fest verbunden. Am anderen Ende weist die Ventilstange 7 ein Gewinde 8 auf, mittels dessen das Ventil, z.B. mit Hilfe eines Differentialgewindes geöffnet und geschlossen wird. Die Abdichtung zwischen der Ventilstange 7 und dem Ventildeckel 9 erfolgt mittels des mit diesen beiden Teilen vakuumdicht verbundenen Metallbalges 1o und zwischen dem Ventilgehäuse 1 und dem Ventildeckel 9 mittels des Kupferringes von rundem Querschnitt, welcher eine Feingoldauflage trägt.
  • Die Figur 2 zeigt eine andere Ausführung der Dichtschneide 5 eines Hochvakuumventiles gemäss der Erfindung. Hierbei trägt die Dichtschneide 5 auf ihren kegeligen Flächen eine dünne, vorzugsweise elektrolytisch aufgebrachte Feingoldauflage 12, die etw4 2o - 3o/um dick ist. Die Feingoldauflage 12 kann auch die ganze freie Oberfläche des Dichtelementes 4 aus Kupfer, also die Dichtschneide 5 sowie die von dieser begrenzte Kreisfläche bedecken, wodurch eine Oxydation der Kupferoberfläche völlig vermieden -wird .
  • Hierbei ist es vorteilhaft, zur Verminderung der Diffusion zwisch4n dem Kupfer der Dichtschneide 5 und der Feingoldauflage 12 eine an sich bekannte, ein- oder mehrlagige Zwischenschicht anzuordnen, welche für diese beiden Metalle vorzugsweise aus Palladium, Platin und/oder Nickel besteht. Die Zwischenschicht verzögert die Diffusion wesentlich und verlängert die Lebensdauer der abdichtenden Feingoldauflage 12 ohne Beeinträchtigung der Dichtwirkung beträchtlich.

Claims (2)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Hochvakuumventil, insbesondere ausheizbares Ultrahochvakuumventil, mit einem aus nichtrostendem und wärmebeständigem S tahl bestehenden Ventilteller und mit einem mit dem Ventilteller festverbundenen Dichtelement mit einer ringförmigen Dichtschneide, welche aus einem weicheren Metall als der Ventiltoller und der Ventilsitz besteht, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, dass wenigstens die Dichtschneide (5) aus Kupfer besteht, welche an ihrer Spitze einen Edelmetalldichtkörper, wie eine Goldauflage (12) oder einen in eine Nut eingelegten ringförmigen Golddraht (6) aufweist.
  2. 2. Hochvakuumventil nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t,dass zwischen der Dichtschneide (5) aus Kupfer und dem Edelmetalldichtkörper (6, 12) eine an sich bekannte ein- oder mehrlagige, die Diffusion vermindernde Zwischenschicht, wie eine Palladium-, Platin- und/oder Nickelschicht, vorgesehen ist.
DE19661550299 1966-07-01 1966-07-01 Hochvakuumventil,insbesondere Ultrahochvakuumventil Pending DE1550299A1 (de)

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