DE1549009C - Schaltungsanordnung zur Unterdrückung von Störungen in einer Speicherschaltung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Unterdrückung von Störungen in einer SpeicherschaltungInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung betrieben werden und über Leitungen mit den auf
zur Unterdrückung von Störungen in einer Speicher- Zimmertemperatur befindlichen Ansteuer-, Schreibschaltung
mit mindestens einer einseitig auf Null- und Leseschaltungen verbunden sind,
potential liegenden Ansteuerleitung, die kapazitiv mit Die Erfindung ist im folgenden an Hand der in den einem nicht auf Nullpotential liegenden Leiterelement 5 Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher gekoppelt ist, mit dem außerdem eine ebenfalls ein- erläutert. In den Zeichnungen zeigt
seitig auf Nullpotential liegende Leseschaltung kapa- F i g. 1 in schematischer Darstellung ein Speicherzitiv gekoppelt ist, wobei die Störungen von der An- element einer bekannten cryoelektrischen Speichersteuerleitung über das Leiterelement kapazitiv in die anordnung,
Leseschaltung eingekoppelt werden. io F i g. 2 ein die Herkunft der Störungen in der. An-
potential liegenden Ansteuerleitung, die kapazitiv mit Die Erfindung ist im folgenden an Hand der in den einem nicht auf Nullpotential liegenden Leiterelement 5 Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher gekoppelt ist, mit dem außerdem eine ebenfalls ein- erläutert. In den Zeichnungen zeigt
seitig auf Nullpotential liegende Leseschaltung kapa- F i g. 1 in schematischer Darstellung ein Speicherzitiv gekoppelt ist, wobei die Störungen von der An- element einer bekannten cryoelektrischen Speichersteuerleitung über das Leiterelement kapazitiv in die anordnung,
Leseschaltung eingekoppelt werden. io F i g. 2 ein die Herkunft der Störungen in der. An-
Bei Speichern mit vielen, matrixartig angeordneten Ordnung nach F i g. 1 erläuterndes Ersatzschaltbild,
Speicherelementen wird das jeweils ein- oder auszu- F i g. 3 und 4 die Wirkungsweise der erfindungs-
lesende Speicherelement mit Hilfe zweier Ansteuer- gemäßen Anordnung erläuternde Ersatzschaltbilder,
leitungen bestimmt, an deren Kreuzungspunkt sich F i g. 5 das Schaltschema einer vereinfachten Form
die Ansteuersignale.in ihrer Wirkung zu einem Wert 15 der erfindungsgemäßen Anordnung und
überlagern, bei dem das betreffende Speicherelement F i g. 6 das Schaltschema einer anderen Ausfüh-
ein gleichzeitig zugeführtes Schreibsignal einspeichern rungsform der erfindungsgemäßen Anordnung,
kann oder ein eingespeichertes Signal ausspeichert. Bei der nachstehenden Beschreibung ist vorausge-
Infolge der bei solchen Speicherelementen auftreten- setzt, daß die Speicherelemente, die Speicherebenen
den, einleitend beschriebenen kapazitiven Koppelun- 2° und bestimmte andere Schaltungskomponenten in
gen können von einer Ansteuerleitung auch an einer cryogenen Umgebung angeordnet sind, was be-
Speicherelementen, die gerade nicht angewählt sind, kanntlich dadurch geschehen kann, daß alle diese
Störimpulse in die Leseschaltung überkoppeln, welche Schaltungskomponenten in ein Flüssigheliumbad ein-
so groß sein können, daß sie fälschlicherweise als aus- getaucht werden und der Oberflächendruck des Bades
gelesene Speichersignale gewertet werden. 25 entsprechend kontrolliert wird. F i g. 1 zeigt innerhalb
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Vermei- des gestrichelten Blockes die in einer solchen cryoge-
dung des Auftretens solcher Störimpulse in der Lese- nen Umgebung angeordneten Schaltungskomponen-
schaltung. ten.
Eine Schaltungsanordnung zur Unterdrückung von Die erfindungsgemäße Schaltung läßt sich auf
Störungen in einer Speicherschaltung mit mindestens 30 Speicheranordnungen mit einer oder mehreren Speieiner
einseitig auf Nullpotential liegenden Ansteuer- cherebenen anwenden, wobei jede Speicherebene
leitung, die kapazitiv mit einem nicht auf Nullpoten- Hunderte bis Hunderttausende von Speicherelementen
tial liegenden Leiterelement gekoppelt ist, mit dem enthalten kann. Die einzelnen Speicherebenen entaußerdem
eine ebenfalls einseitig auf Nullpotential halten jeweils eine Grundschicht, viele in Reihe geliegende
Leseschaltung kapazitiv gekoppelt ist, wo- 35 schaltete Speicherschleifen und mindestens je eine abei
die Störungen von der Ansteuerleitung über das und fe-Ansteuerleitung.
Leiterelement kapazitiv in die Leseschaltung einge- In Fig. 1 ist lediglich ein Speicherplatz oder
koppelt werden, zeichnet sich zur Lösung dieser Auf- Speicherelement gezeigt. Die übrigen Speicherschleigabe
erfindungsgemäß dadurch aus, daß das Leiter- fen der Anordnung brauchen hier. nicht gezeigt zu
element über ein induktiv mit der Leseschaltung ge- 40 werden. Das Speicherelement ist über einer Grundkoppeltes
Überbrückungselement mit Nullpotential schicht 10 angeordnet, die aus einem Supraleiter wie
verbunden ist, dessen Induktivität im wesentlichen Blei bestehen kann. Über der Grundschicht, isoliert
gleich der Gegeninduktivität zwischen Leseschaltung von dieser, ist eine Leseleitung s aus einem Supra-
und Überbrückungselement ist. leiter wie Zinn angeordnet. Die Leseleitung besteht
Durch diese Maßnahme lassen sich die eingekop- 45 aus einer Eingangsleitung 12, einer Ausgangsleitung
pelten Störströme durch den das Uberbrückungsele- 14 und zwei parallelen Stromwegen 16 und 18, die
ment durchfließenden Strom genau kompensieren, so eine Speicherschleife 19 für persistenten Strom bilden,
daß sie sich in der Leseschaltung nicht mehr auswir- Der Stromweg 16 überquert eine öffnung 20 in der
ken können. Bei einer bevorzugten Ausführungsform Grundschicht, während der Stromweg 18 keine solche
der Erfindung wird das Überbrückungselement durch 50 öffnung überquert.
eine die Leseschaltung umgebende leitende Abschir- Über der Speicherschleife verlaufen zwei Ansteuermung
gebildet, die mit ihrem dem Leiterelement ab- leitungen α und b aus einem Supraleiter wie Blei,
gewandten Ende mit dem nullpotentialseitigen An- Diese beiden Leitungen liegen in dem Bereich, wo sie
Schluß der Leseschaltung verbunden ist. Zur Verhin- die Schleife überqueren, übereinander. Sie sind vonderung
weiterer unerwünschter Kopplungen kann fer- 55 einander, von der Grundschicht, von der Leseleitung s
ner die Abschirmung noch von zusätzlichen Ab- und von der Speicherschleife 19 isoliert. Die Isolation
Schirmhüllen umgeben sein, innerhalb deren die zwischen den einzelnen Leitern, die durch Dünn-Schreibleitungen
bzw. die Ansteuerleitungen verlau- schichten aus Siliciummonoxyd od. dgl. gebildet werfen
und die an einem Ende mit dem Leiterelement, den kann, ist um der besseren Übersichtlichkeit willen
am anderen Ende mit den auf Nullpotential liegen- 60 nicht gezeigt. Die verschiedenen Zinn- und Bleileiden
Anschlüssen der Signalquellen für die Schreib- tungen können ebenfalls als Dünnschichten ausgebil-
bzw. Ansteuersignale verbunden sind. Dadurch läßt det sein.
sich zusätzlich eine bessere Entkopplung der zum Um in die Speicherzelle nach Fig. 1 Information
Speicher führenden Ansteuerleitungen und Schreib- einzuschreiben, werden von der Schreibstromquelle
stromleitungen von der Leseleitung erreichen. 65 30 der Leitung s ein Schreibstrom lw und von der a-
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der Erfindung und der ft-Ansteuerstromquelle 32 bzw. 34 den Lei-
liegt bei Speichern mit supraleitenden Speicherele- tungen α bzw. b Ansteuerströme I0 bzw. Ib zugeleitet,
menten, die in einer sehr tief gekühlten Umgebung Der Schreibstrom Iw verteilt sich entsprechend der
3 4
Induktivität der Stromwege 16 und 18 auf diese bei- hältnis so groß ist, daß das Lesesignal wahrgenomden
Wege. Wegen der unter dem Weg 16 in der men werden kann. Eine Störquelle besteht in der so-Grundschicht
befindlichen Öffnung 20 hat dieser genannten »Halbwählstörung«, die durch die Lese-Stromweg
eine sehr viel höhere Induktivität als der ströme hervorgerufen wird. Es wurde gefunden, daß
Stromweg 18, so daß anfänglich im wesentlichen der 5 diese Störung auf die in F i g. 2 dargestellte Weise
gesamte Schreibstrom in den Weg 18 fließt. hervorgerufen wird.
Durch die in die Leitungen α und b geschickten Die beiden Ansteuerleitungen α und b verlaufen
Ansteuerströme Ia und Ib werden Magnetfelder indu- über einen verhältnismäßig großen Teil ihrer Länge
ziert, die sich in den Bereichen, wo die beiden Lei- sehr dicht bei der Grundschicht. Jede dieser Leituntungen
übereinander liegen, addieren. Die Stromdich- i° gen ist daher kapazitiv mit der Grundschicht 10 geten
werden so gewählt, daß das induzierte Magnet- koppelt. In F i g. 2 ist dies für die Ansteuerleitung α
feld ausreicht, um Teile des Stromweges 18 der durch die gestrichelten Kondensatoren 40 und 42 an-Schleife
in den normalleitenden (widerstandsbehafte- gedeutet. Diese Kondensatoren und die anderen geten)
Zustand zu schalten, wenn gleichzeitig sowohl strichelten Kondensatoren stellen natürlich eine verein
Strom Ia als auch ein Strom Ib anwesend ist, je- 15 teilte Kapazität dar. Die Leseleitung s ist ebenfalls
doch nicht, wenn nur einer dieser Ströme vorhanden durch verteilte Kapazitäten 44 und 46 kapazitiv mit
ist. Als Folge des Schaltens von Teilen des Weges 18 der Grundschicht gekoppelt. (In F i g. 2 und den
in den normalleitenden Zustand verschwindet der übrigen Figuren sind die verschiedenen, entlang der
Schreibstrom Iw aus dem Weg 18, um in den hoch- Leitung s vorhandenen Speicherschleifen nicht geinduktiven
(jedoch widerstandsfreien) Weg 16 zu 20 zeigt. Ebenso ist in einigen der Figuren die Ansteuern.
Steuerleitung b nicht gezeigt.)
Die Ansteuerströme Ia und Ib werden jetzt ent- Wie aus F i g. 1 zu ersehen ist, befindet sich die
fernt, während der Schreibstrom /„, weiter zugeführt Grundschicht in einem Flüssigheliumbad, während
wird. Bei Verschwinden der Ansteuerströme kann die Ansteuerstromquelle 32 und der Leseverstärker
der niederinduktive Weg 18 in den supraleitenden 25 38 in einer auf Zimmertemperatur befindlichen Um-
Zustand zurückschalten, und der durch den Schreib- gebung angeordnet sind. Da die Grundschicht sich in
strom im Weg 16 induzierte Fluß wird von der. einem erheblichen räumlichen Abstand von beispiels-
Schleife 19 eingefangen. Nach dem Zurückschalten weise der a-Ansteuerstromquelle 32 befindet, ist es
des Weges 18 in den supraleitenden Zustand wird der schwierig (und in der Praxis sogar unmöglich), sie auf
Schreibstrom Iw entfernt. Der Zusammenbruch des 30 das gleiche wechselstrommäßige Potential wie Masse
eingefangenen Magnetflusses um die Schleife 19 indu- (Nullpotential) zu bringen.
ziert einen Stromfluß in der Schleife. Dieser Strom ist Das Nullpotential ist durch das übliche Massewegen
des Nullwiderstands der Schleife persistent, symbol, ζ. B. bei 47 in F i g. 2, angedeutet. Versucht
also ein Dauerstrom, der den in der Schleife einge- man, die Grundschicht 10 mittels einer Leitungsverfangenen
Fluß unterhalt. Der Dauerstrom Ip zirkuliert 35 bindung nach Masse zu erden, so wirkt dieser Anin
der Schleife 19 in der durch den Pfeil 24 angezeig- schlußdraht als Induktivität (angedeutet durch die
ten Richtung. gestrichelte Spule 49 in Fig. 2). Wegen der Länge
Die durch den gespeicherten Dauerstrom (bzw. die des Drahtes hat diese Induktivität einen ziemlich
Abwesenheit des Dauerstromes) verkörperten Daten großen Wert (ungefähr 200 nH oder mehr), so daß
können aus der Schleife dadurch ausgelesen werden, 40 sie für die Störfrequenzkomponenten (2 MHz und
daß bei Abwesenheit des Schreibstroms Iw in der höher) einen erheblichen induktiven Blindwiderstand
Leseleitung den Ansteuerleitungen α und b Lese- darstellt. Wenn durch auf der Grundschicht ange-
ströme zugeführt werden. Die beiden Leseströme sammelte Ladung ein Stromfluß durch diese Induk-
schalten die beiden Teile des Weges 18 in den Be- tivität 49 erzeugt wird, entsteht eine Spannung, welche
reichen unterhalb der Leitungen α und b wieder in 45 die Grundschicht auf einem vom Massepotential ab-
den normalleitenden Zustand. Wenn die Schleife weichenden Potential hält.
einen Dauerstrom speichert (was die Speicherung Wenn unter diesen Umständen ein Lesestrom beieines
Bits eines gegebenen Wertes, beispielsweise spielsweise einer der eine Speicherzelle überquereneiner
»1« anzeigt), wird dieser Strom beim Schalten den Ansteuerleitungen, nicht jedoch der anderen Aneines
Teils der Speicherschleife in den normalleiten- 50 Steuerleitung zugeleitet wird, wird, obwohl die betrefden
Zustand zum Verschwinden gebracht, wobei an fende Speicherzelle nicht gewählt ist (d. h., wenn der
der Schleife eine Spannung induziert wird, die an den Weg 18 in F i g. 1 nicht in den normalleitenden Zuäußeren
Anschlußklemmen der Leseleitung s als Lese- stand geschaltet wird), ein Teil des Lesestromes kapaspannung
wahrgenommen werden kann. Wenn kein zitiv auf die Grundschicht gekoppelt. Von der Grund-Dauerstrom
anwesend ist (was die Speicherung eines 55 schicht stehen der sich auf ihr ansammelnden Ladung
Bits des anderen Binärwertes, beispielsweise eine »0« eine Anzahl von Parallelwegen zur Verfügung, über
anzeigt), wird beim Schalten des Weges 18 in den die ein Strom nach Masse zurückfließen kann. Einer
normalleitenden Zustand keine Lesespannung er- dieser Wege verläuft über die verteilten Kapazitäten
zeugt. 44 und 46 sowie den Transformator 36 zum Lese-
Die Lesespannung, falls vorhanden, gelangt zur 60 verstärker 38. Es wurde gefunden, daß sogar ein
Primärwicklung 35 des Transformators 36, wodurch verhältnismäßig großer Teil des Stromes in diesen
in der Sekundärwicklung 37 eine Spannung induziert Weg fließt, wobei das durch diesen Strom verkör-
wird, die zum Leseverstärker 38 gelangt. perte Störsignal eine so große Amplitude hat, daß
Bei einem cryoelektrischen Speicher der oben be- es ein etwa vorhandenes Lesesignal weitgehend verschriebenen
Art ist die Lesesignalamplitude verhält- 65 deckt.
nismäßig niedrig. Es ist daher wichtig, daß etwa auf- F i g. 3 gibt die erfindungsgemäße Schaltung in
tretende Störsignale auf einen minimal kleinen Wert ihrer allgemeinsten Form wieder. Dabei ist die ver-
herabgedrückt werden, so daß das Signal-Stör-Ver- teilte Kapazität durch ausgezogene Linien wiederge-
geben. Die Bezugszeichen sind die gleichen wie in F i g. 1 und 2. Der gemeinsame Schaltungspunkt 10
stellt die Grundschicht dar. Die Spule mit dem Wert L2 stellt die verteilte Induktivität der gesamten
Leseschaltung, gesehen von der Grundschicht über den Leseverstärker nach Masse, dar.
Erfindungsgemäß ist ein Überbrückungszweig 50
zwischen die Grundschicht und Masse geschaltet. Dieser Überbrückungszweig hat eine Impedanz, die
bei den Frequenzen der Halbwähl-Störsignale, d. h. bei Frequenzen oberhalb ungefähr 2 MHz, nur einen
kleinen Bruchteil der Impedanz der Leseleitung beträgt. Ferner ist der Überbrückungszweig so ausgebildet,
daß er das etwaige Nutzlesesignal nicht kurzschließt.
Erfindungsgemäß ist der Überbrückungszweig nach Fig. 3, damit er die gewünschten Eigenschaften aufweist,
induktiv mit der Leseschaltung gekoppelt und ist seine verteilte Induktivität L1 gleich der Gegeninduktivität
M zwischen dem Überbrückungszweig und der Leseschaltung. Schematisch ist dies in Fig.4
angedeutet. Die Störsignalquelle 52 umfaßt dabei die Grundschicht und die kapazitiv damit gekoppelten
Lesestromquellen.
Die folgenden Gleichungen zeigen, daß, wenn L1 = M, im wesentlichen der gesamte bei 52 erzeugte
Störstrom in den Zweig 50 fließt. Die Bedeutung der verschiedenen Ausdrücke und Symbole in
den Gleichungen ergeben sich ohne weiteres aus Fig. 4.
e =L -^- ι Μ d'2
1 * di + di ·
1 * di + di ·
2 di di
ex = e2 (durch Untersuchung).
^2=L2
+ M
di
di
d/o r d*'i
di di
di di
— M
di di
+ M
dt
Durch Vereinigen von (5) und (6) ergibt sich:
(Ll^M)-^ + M^-(M-L2)-^ + L2-^-.
dt
dt
dt
dt
Durch Vereinigen der Ausdrücke und Vereinfachen ergibt sich:
(L1 + L2- 2M) -^- = (L2 - M) -^iI
di di
di di
_dA
dt
dt
Ln-M
L1
L2- 2M
dt
Durch Einsetzen von M = L1 in (8) und anschließendes
Vereinfachen ergibt sich:
L., - L1
di
L1+ L2- 2L1
d/j d/0
dt
di
(9)
Da gemäß F i g. 3 wegen der Kondensatoren 40, 44 kein Gleichstrom durch die Induktivitäten L1
und L0 fließen kann, ist die Konstante C ■
lieh ist:
lieh ist:
0. FoIg-
*o ·
Es wurde gefunden, daß eine Koaxialleitung die oben erörterten Eigenschaften aufweist, d. h., daß die
Gegeninduktivität zwischen ihrem Innenleiter und ihrem Außenleiter gleich der Induktivität des Außenleiters
ist. Dies gilt ohne Rücksicht auf die Lage des
ίο Innenleiters. Wenn man daher für den Überbrükkungszweig
50 den Außenleiter einer Koaxialleitung verwendet und diesen an Masse anschließt, wird das
kapazitiv auf die Grundschicht gekoppelte Halbwähl-Störsignal nach Masse abgeleitet oder kurzgeschlossen.
F i g. 5 zeigt eine Anordnung, bei der erfindungsgemäß von diesen Prinzipien Gebrauch gemacht wird.
Der Stromweg, bestehend aus dem Impulstransformator 36, dem verdrillten Leitungspaar 60 und dem
Leseverstärker 38, ist im Inneren eines Koaxialabschirmrohres 62 angeordnet. Das Abschirmrohr 62 ist
über ein verhältnismäßig kurzes Drahtstück 64 direkt mit der Grundschicht 10 verbunden. Die Grundschicht
10 und der Transformator 36 sind in einem Flüssigheliumbad angeordnet, und vorzugsweise ist
das Abschirmrohr 62 dort, wo es den Impulstransformator umschließt, durch den Hals des Dewar-Gefäßes
(nicht gezeigt), das das flüssige Helium enthält, zu dem auf Zimmertemperatur befindlichen
Leseverstärker herausgeführt.
Beim Halbwählzustand fließt das auf die Grundschicht
gekoppelte Störsignal nahezu gänzlich durch den Draht 64 und das leitende Abschirmrohr 62 nach
Masse. Praktisch kein Anteil dieses Störsignals gelangt über die Leseleitung s zum Leseverstärker.
Wenn dagegen eine Speicherzelle in den normalleitenden Zustand geschaltet wird, entsteht an der Primärwicklung
35 des Leseverstärkers in der bereits beschriebenen Weise eine Spannung, die über die Sekundärwicklung
37 und die verdrillte Doppelleitung 60 zum Leseverstärker gelangt. Dabei ist der Überbrückungszweig
64, 62 im wesentlichen ohne Einfluß, wie aus F i g. 5 und der Erläuterung der F i g. 1 ohne
weiteres folgt.
F i g. 6 zeigt eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung. Hier besteht der Innenleiter
aus der verdrillten Doppelleitung 60, um die herum drei Koaxialmäntel 70, 72 und 74 angeordnet
sind. Die zur <2-Ansteuerleitung führende verdrillte Doppelleitung 76 ist ebenso wie die verdrillte Doppelleitung
78 für die ft-Ansteuerleitung zwischen den Mänteln 70 und 72 angeordnet. Die den Schreibstrom
zur 5-Leitung befördernde verdrillte Doppelleitung 80 ist zwischen den Mänteln 72 und 74 angeordnet. Die
drei Mäntel 70, 72 und 74 sind an beiden Enden zusammengeschaltet und außerdem gemeinsam an
Masse angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Anordnung nach F i g. 6 ist weitgehend die gleiche wie die der Anordnung
nach F i g. 5. Jedoch sind außer dem einzigen Überbrückungszweig nach F i g. 5 zwei zusätzliche Überbrückungszweige
70 und 72 vorhanden. Dadurch werden etwaige Reststörkomponenten, die beispielsweise
an der Doppelleitung 60 auftreten können,
z. B. auf die Mäntel 72 und 70 und von dort nach Masse abgeleitet. Außerdem wird durch die Mantel
70, 72 und 74 die Möglichkeit verringert, daß der in einer der Doppelleitungen anwesende Ansteuerstrom
oder Schreibstrom direkt in die zum Leseverstärker führende Doppelleitung gekoppelt wird. Wie bei der
Anordnung nach F i g. 5 ist auch hier vorzugsweise der Leiter 74 (oder 70 oder 72) in das Heliumbad
hineingeführt, und zwar unter Umhüllen des Impulstransformators am einen Ende, wobei er den Leseverstärker
38 am anderen Ende abschirmt.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zur Unterdrückung von Störungen in einer Speicherschaltung mit
mindestens einer einseitig auf Nullpotential liegenden Ansteuerleitung, die kapazitiv mit einem
nicht auf Nullpotential liegenden Leiterelement gekoppelt ist, mit dem außerdem eine ebenfalls
einseitig auf Nullpotential liegende Leseschaltung kapazitiv gekoppelt ist, wobei die Störungen von
der Ansteuerleitung über das Leiterelement kapazitiv in die Leseschaltung eingekoppelt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Leiterelement (Grundschicht 10) über ein induktiv
mit der Leseschaltung (Transformator 36, Leitung 60, Leseverstärker 38) gekoppeltes Überbrückungselement
(L1) mit Nullpotential (Masse) ver-
bunden ist, dessen Induktivität im wesentlichen gleich der Gegeninduktivität zwischen Leseschaltung
und Überbrückungselement ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Überbrückungselement
durch eine die Leseschaltung umgebende leitende Abschirmung (Abschirmrohr 62) gebildet
ist, die mit ihrem dem Leiterelement (Grundschicht 10) abgewandten Ende mit dem nullpotentialseitigen
Anschluß der Leseschaltung verbunden ist.
3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung
(Abschirmrohr 62) von zusätzlichen Abschirmhüllen (72, 70) umgeben ist, innerhalb deren
die Schreibleitungen (80) bzw. die Ansteuerleitungen (76, 78) verlaufen und die an einem
Ende mit dem Leiterelement (10), am anderen Ende mit den auf Nullpotential liegenden Anschlüssen,
der Signalquellen (30; 32, 34) für die Schreib- bzw. Ansteuersignale verbunden sind.
4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Anwendung bei
einem Supraleiterspeicher.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 539/324
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