DE1548903C - Gerät zum Messen einer in einem Behälter befindlichen Flüssigkeit - Google Patents
Gerät zum Messen einer in einem Behälter befindlichen FlüssigkeitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Messen einer in einem Behälter befindlichen Flüssigkeit,
vorzugsweise von Benzin im Tank eines Kraftfahrzeugs, bestehend aus einem in das Behälterinnere
ragenden, kommunizierenden Tauchrohr und einem darin an einem Stab aus Isoliermaterial geführten,
auf- und absteigenden Schwimmer, der eine auf dem Stab etwa von einem Tauchrohrende zum anderen
verlaufende Widerstandsschleife je nach Flüssigkeitsstand in mehr oder weniger großem Abstand vom
Flansch kurzschließt.
Bei den bekannten Geräten dieser Art ist der Führungsstab im Tauchrohr in Form eines geraden Rohres
mit kreisrundem Querschnitt konzentrisch angebracht. Um das gerade Rohr aus Isoliermaterial sind
zwei Widerstandsdrähte für die Widerstandsschleife und gegebenenfalls weitere Widerstandsdrähte für
einen Warnkontakt in Form eines mehrgängigen Gewindes gewickelt oder in entsprechend eingeschnittene
Gewindegänge eingelegt. Jeder dieser Widerstandsdrähte wird von im Schwimmer angebrachten
Schleifbürsten abgegriffen. Derartige Geräte liefern aber nur bei senkrechtem Einbau eine zuverlässige
Anzeige. Bereits bei geringer Schräglage gegenüber dem Flüssigkeitsstand besteht Gefahr, daß der
Schwimmer klemmt. Wegen dieser Neigung zum Verklemmen können derartige Geräte nicht schräg eingebaut
werden, so daß sie für wesentliche Anwendungsgebiete, insbesondere für unregelmäßige Tankformen
von Kraftfahrzeugen usw. nicht in Betracht gezogen werden können und ihre Anwendung auf
relativ hohe, stehende Behälter mit nicht bewegtem Flüssigkeitsspiegel beschränkt ist. Auch ist bei einer
derartigen Anordnung der Widerstandsdrähte die Länge der Widerstandsschleife relativ begrenzt. Ferner
können die Widerstandsdrähte nicht beliebig dünn gehalten werden, weil sonst die Lebensdauer
des Gerätes zu gering wäre und das Abgreifen mittels der Schleifbürsten zu schwierig wäre. Infolge der
relativ begrenzten Länge der Widerstandsschleife ergeben sich bei wechselndem Flüssigkeitsstand nur
sehr geringe Widerstandsunterschiede, die für eine genaue Anzeige nicht ausreichen. Außerdem ist der
Aufbau dieser Geräte kompliziert und die Herstellung teuer. So sind z. B. die Kosten für den Widerstandsdraht sehr hoch, weil dieser mit möglichst glatter
Oberfläche gezogen sein muß, um die Reibung zwischen den Drähten und den Abgreifkontakten nicht
zu groß werden zu lassen, die mit Rücksicht auf die sehr kleinen Stromübergangsflächen mit beträchtlichem
Druck die Widerstandsdrähte abgreifen müssen. Bei lediglich auf ein glattes Rohr aufgewickelten
und nicht in gewindeartige Ausnehmungen eingelegten Widerstandsdrähten kann es durch den ständigen
Kontaktabgriff auch zu Verschiebungen der Widerstandsdrähte auf der Oberfläche des Rohres und dadurch
zu Fehlanzeigen kommen, die sich bei einfachen Anzeigegeräten durch Nacheichung nicht oder
nur ungenügend ausgleichen lassen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gerät der eingangs geschilderten Art so auszubilden, daß es bei
baulich einfacher Gestaltung ungeachtet der Form des Behälters eine hohe Anzeigegenauigkeit und Betriebssicherheit
gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß der Stab zur Anpassung an unregelmäßige
Tankformen in seiner Hauptebene gekrümmt ist. Zwar ist inzwischen ein älterer Vorschlag bekanntgeworden,
der sich auf ein Gerät der eingangs genannten Gattung bezieht. Nach diesem älteren Vorschlag
ist das Tauchrohr mit dem Isolierstab gerade ausgebildet und im Tankinneren stehend an der tiefsten
Stelle des Tanks angeordnet, um durch Absenken der Unterseite des Schwimmers bis unter die
Bodenplatte des Tanks auch Restmengen an Benzin noch mit Sicherheit und ausreichender Genauigkeit
erfassen zu können. Die Anwendung eines derartigen
ίο Geräts ist aber wegen der stehenden und geraden
Bauart des Isolierstabes auf regelmäßig bzw. symmetrisch ausgebildete Tankformen beschränkt.
Demgegenüber ist es mit der erfindungsgemäßen Ausbildung möglich, auch bei kompliziert geformten
Behältern eine zuverlässige Niveauanzeige zu erzielen. Das erfindungsgemäße Gerät kann ferner auch
in beliebig geformte bzw. gekrümmte Behälter eingebaut werden.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung sieht die Erfindung vor, daß der Stab aus einem elektrisch
isolierenden Kunststoff besteht und eine Fläche aufweist, auf die die Widerstandsschleife als flächenhafte
Schicht in Zickzackform aufgedruckt oder auf andere Art aufgebracht ist.
as Zwar ist bei geraden Stäben bereits vorgeschlagen
worden, den Stab aus isolierendem Material auszubilden und auf einer Fläche des geraden Isolierstabes
eine Widerstandsschleife im Zickzack oder in Wellen verlaufend aufzudrücken oder aufzuätzen. Dieser
Vorschlag zielte aber lediglich auf die Verringerung der Reibung zwischen den Kontaktzungen des
Schwimmers und der Widerstandsschleife ab.
Demgegenüber läßt sich beim Gegenstand der Erfindung durch Anwendung einer flächenhaft ausgebildeten
Widerstandsschleife die erfindungsgemäß allein durch die Krümmung des Stabes ermöglichte Verlängerung
der Widerstandsschleife noch zusätzlich vergrößern, und zwar um eine wesentliche Länge mehr,
als dies bei einem geraden Stab möglich ist. Aus der Verlängerung der Widerstandsschleife ergibt sich ein
überlappender Eingriff der Kontaktzungen des Schwimmers, so daß auch das Abgreifen der Widerstandsschleife
eine zusätzliche Verbesserung erfährt und auch geringerer Kontaktdruck genügt, weil die
Kontaktzungen auf der Grundlage des überlappten Eingriffs eine gewisse selbstjustierende Wirkung auf
den Schwimmer ausüben. Dabei bleibt der Aufbau des erfindungsgemäßen Gerätes denkbar einfach und
gewährleistet eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer.
Auch ist die Reibung zwischen dem Schwimmer und dem Führungsstab sehr gering. Einmal wegen des geringen
Reibungskoeffizienten von glattem Kunststoff und zum anderen wegen der Tatsache, daß sich bei
Kunststoff auch mit wässerigen Flüssigkeiten eine beträchtliche Schmierwirkung erreichen läßt. Nicht
jeder Kunststoff ist hierfür geeignet. Der Kunststoff muß zum einen gut elektrisch isolieren und zum anderen
eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Benzin, öl sowie die darin enthaltenen, zum Teil aggressiv
wirkenden Bestandteile oder Zusätze aufweisen. Letzteres ist deshalb wichtig, da es sich gezeigt hat, daß die
Geitfähigkeit, d. h. die Oberflächenbeschaffenheit derartiger Kunststoffstäbe, beeinträchtigt werden kann.
Im Gegensatz zu den bekannten Geräten läßt sich die Meßgenauigkeit, ζ. B. im Reservebereich des
Tanks, noch steigern, indem der Abstand der Zickzackschleifen unterschiedlich gehalten, d. h. im
Reservebereich sehr klein gehalten ist.
Zwar ist im Zusammenhang,mit geraden Isolierstäben bereits vorgeschlagen worden, die Widerstandsschicht
im unteren Teil schmäler zu halten als im oberen Teil d;s Stabes, um die Meßgenauigkeit
im Reservebereich zu erhöhen. Jedoch sind die mit gespreizten oder ähnlichen Schaltungen an geraden
Stäben erzielbaren Wirkungen in dem vorab aufgezeigten Sinne begrenzt.
Mit dem erfindungsgemäßen Gerät läßt sich demgegenüber aber durch unterschiedliche Abstände der
Zickzackschleifen auch insbesondere bei bauchigen oder unregelmäßig geformten Tanks eine lineare Anzeige
erzielen, vor allem auch bei Tanks, in welchen ein gerades Tauchrohr mit Rücksicht auf die eigentümliche
Tankform überhaupt nicht angebracht werden kann.
Um die Reibung zwischen dem Schwimmer und dem Führungsstab noch mehr herabzusetzen, kann
der Kunststoffstab einen Rechteckquerschnitt aufweisen, wobei die schmalen Flächen des Stabes, als
Führung für die Schwimmer dienen. Diese Maßnahme ist insbesondere bei einem in seiner Hauptebene gekrümmten
Kunststoffstab von beträchtlichem Vorteil. In diesem Zusammenhang ist es ferner günstig,
wenn der Schwimmer mit an den schmalen Flächen des Kunststoffstabes geführten Rollen oder Gleitkörpern versehen ist.
Um auch die Reibung der Abgreifkontakte auf der fiächenhaft angeordneten Widerstandsschleife zu verringern,
ist es vorteilhaft, wenn der Schwimmer mit einer Reihe von nebeneinander angeordneten, zungenförmigen
Kontakten versehen ist, die als gebogene Blattfedern ausgebildet sind. Die Blattfedern wirken
dabei einmal wie gewöhnliche Kontakte und zum andern, ohne daß hierzu zusätzliche Mittel erforderlich
wären, als Abstandshalter^ der den Schwimmer gegenüber dem gekrümmten Kunststoffstab jeweils
mit im wesentlichen gleichbleibendem Spiel hält.
Weiterhin läßt sich die Reibung zwischen Schwimmer und Führungsstab in der Weise herabsetzen, daß
der Schwimmer mit einem Schlitz zur Aufnahme des Stabes versehen ist und die einander gegenüberliegenden
Schlitzflächen mit auf den breiten Seiten des Stabes gleitenden Vorsprüngen ausgerüstet sind. In
diesem Zusammenhang ist es besonders günstig, wenn zu beiden Seiten der Zickzackschleife sich etwa auf
die Länge des Stabes erstreckende, streifen förmige Flächen befinden und die an den Schlitzflächen des
Schwimmers angebrachten Vorsprünge auf den streifenförmigen Flächen gleiten.
Die Reibung zwischen dem Schwimmer und dem Führungsstab bzw. der Widerstandsschleife spielt
deswegen eine außerordentlich große Rolle, weil davon die Größe des Schwimmers abhängt. Der
Auftrieb von Benzin ist mit Rücksicht auf das gegenüber Wasser geringe spezifische Gewicht verhältnismäßig
klein. Läßt sich eine beträchtliche Reibungskraft zwischen Schwimmer und Führungsstab bzw.
Widerstandsschleife nicht vermeiden, so muß der Schwimmer verhältnismäßig voluminös gehalten werden,
um eine ausreichende Antriebskraft zu erzielen. Ein derartig voluminöser Schwimmer erfordert aber
selbstverständlich einen großen Tauchrohrdurchmesser. Die bisher bekannten Geräte, bei denen eine
große Reibung zwischen Schwimmer und Führungsstab bzw. Widerstandsschleife unvermeidbar ist,
weisen infolgedessen einen Tauchrohrdurchmesser von 48 mm auf.
Die besonderen Vorteile des Gerätes gemäß der Erfindung ermöglichen es erstmals, das Tauchrohr
im Durchmesser verhältnismäßig klein, z. B. zu etwa 20 mm, zu halten und mit einem dementsprechend
kleinen Verbindungsflansch am Boden des Tankes zu befestigen.
Der Durchmesser des Tauchrohres bestimmt selbstverständlich auch den Durchmesser des Verbindungsflansches. Ist der Verbindungsflansch in seinem
ίο Durchmesser groß, so läßt sich eine sichere Abdichtung zwischen Verbindungsflansch und Tankboden
nicht mehr erzielen, zumindest nicht bei Flüssigkeiten wie Benzin. Infolgedessen sind bisher die bekannten
Tauchrohrgeräte ausschließlich von oben in Kraftig fahrzeugtanks eingesetzt worden. Dadurch hat sich
der Nachteil ergeben, daß die bisherigen Geräte nicht bis ganz zum Boden des Tankes messen können,
sondern nur bis zu einem Abstand von 20 mm zu diesem. Hinzu kommt, daß jeder Kraftfahrzeugtank
ao aus Gründen der Sicherheit abgedrückt werden muß. Dadurch wird ein Aufblähen des Tanks, d. h. eine
bleibende Verformung bewirkt. Zwischen dem unteren Ende des von oben eingesetzten Tauchröhres und
dem Tankboden wird auf diese Art und Weise der as Abstand vergrößert. Dies sind die Gründe, daß die
bekannten Tauchrohrmeßgeräte gerade im Meßbereich für die Restmenge erhebliche Meßfehler
aufweisen.
Alle diese Schwierigkeiten werden überwunden, wenn das Tauchrohr gemäß der Erfindung von
unten in den Tank eingesetzt wird. Da heutzutage die meisten Tanks in eingebautem Zustand von unten
relativ gut zugängig sind, lassen sich von unten in den Tank eingesetzte und gekrümmte Tauchrohre
auch leicht auswechseln.
Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, Geräte der eingangs genannten Art mit geradem und stehendem Tauchrohr von unten in Tanks einzubauen.
Hierfür waren aber besondere Gewindestutzen am Tankboden vorgesehen, deren Größe eine einwandfreie
Bewältigung der vorab aufgezeigten Abdichtprobleme nicht eindeutig ermöglichte, so daß eine
Anwendung unter anderem auch aus Sicherheitsgründen nicht in Betracht gezogen wurde.
Dagegen ergibt sich auf der Grundlage der erfindungsgemäßen Ausbildung, insbesondere durch Verkleinerung
des Durchmessers des Tauchrohres auf etwa 20 mm, nunmehr die weitere Möglichkeit, daß
der Verbindungsflansch des gekrümmten Tauchrohres im Bereich einer Schlammulde am Tankboden sicher
befestigt werden kann. So kann praktisch die Restmenge bis zum letzten Liter gemessen und angezeigt
werden und bei Verunreinigungen im Tank der Verr
bindungsflansch gelöst und samt Tauchrohr nach unten entfernt werden. Beim Reinigen des Tanks
braucht somit auf das Tauchrohr keine Rücksicht genommen bzw. zu dessen Entnahme kein zusätzlicher
Flansch gelöst zu werden..
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt. Dabei
zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein von unten in
einen Tank ragendes Gerät, wobei das Tauchrohr eine gekrümmte Form aufweist, und
Fig. 2 eine Seitenansicht des nur teilweise dargestellten Führungsstabes mit aufgeschnittenem.
Schwimmer. ·
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, besteht das Gerät
was manchmal aus Platzgründen besonders vorteilhaft ist, insbesondere, wenn der Benzintank im Bereich
des Kofferraumes des Fahrzeuges angeordnet werden muß.
Auf einer eine ebene Fläche bildenden Breitseite 22 des Führungsstabes 13 ist eine insgesamt mit 23
bezeichnete Widerstandsschleife angeordnet. Die Widerstandsschleife wird durch die bereits erwähnten
Zuleitungen 16 und 18 und durch sich jeweils an die
aus einem Tauchrohr 1. das am oberen Ende mit einem Mansch 2 und am unteren Ende mit einem
Flansch 3 abgeschlossen ist. Der obere Flansch 2 ist mittels eines Führungs- und Abdichtringes 4 in das
Tauchrohr eingesetzt. In gleicher Weise greift der untere Flansch 3 mit einem Führungs- und Dichtrinu
4 in das Tauchrohr 1 ein. Der untere Flansch 3 ist in seinem Durchmesser so groß gehalten, daß
sich eine ringförmige Dichtfläche 5 ergibt, die unter
Zwischenschaltung eines Dichtringes 6 gegen einen io Zuleitung 16 und an die Zuleitung 18 anschließende,
Auflagering 7 zur Anlage kommt, der am Boden H im Zickzack verlaufende Widerstandsbänder 24 und
de>. Tanks in einer Schlamm-Mulde 9 angebracht ist. 25 dargestellt. Diese Widerstandsbänder 24 und 25
Der untere Flansch 3 wird mittels einer Überwurf- sowie die Zuleitungen 16 und 18 bestehen aus einem
(iewindemuttcr 10 angepreßt. in Schichtform gehaltenen Widerstandsmetall, so daß
Eine ausreichend feste Verbindung zwischen dem 15 die gesamte Widcrstandsschleife sich nur sehr wenig
Befestigungs- und Abdichtring 4 und dem unteren über die Fläche 22 des Führungsstabes 13 erhebt,
Ende'des Tauchrohres 1 kann auf bekannte Art und selbst aber ebenfalls flächenhaft ausgebildet ist.
Weise z. B. durch Anrollen, Einpressen oder Schwei- Der Widerstandswert der Bänder 24 und 25 kann
(ten erfolgen; für bestimmte Bereiche, z. B. den Restbereich, ver-
Dicht über dem unteren Flansch 3 sind in der ao größert werden. Dies ist dadurch möglich, daß die
Wandung des Tauchrohres 1 mehrere Löcher 11 vor- Breite der Bänder 24 und 25 im Restbereich kleiner
gesehen, durch welche die Flüssigkeit in das Tauch- gehalten wird, d. h. z. B. nur noch einen verhältnis-
rohr zufließen bzw. aus diesem abfließen kann. Im mäßig dünnen Strich bildet.
oberen Abschlußflansch 2 des Tauchrohres 1 ist ein Eine weitaus wirksamere Änderung des Wider-Loch
12 angebracht, durch welches Luft ein- und 35 standswertes kann aber dadurch hervorgerufen werausströmen
kann. Dadurch ergibt sich in bekannter den, daß ζ. B. in demjenigen Bereich des Führungs-Weise
eine Dämpfung der Änderung des Ilüssigkeits- Stabes 13. wo die Restbenzinmenge im Tank zu messpiegcls
im Tauchrohr. sen ist, die Steigung der Zickzackbänder 24 und 25 Im Inneren des Tauchrohrcs ist ein Stab 13 mit sehr gering gewählt wird, so daß sich in diesem Berechteckiger
Querschnittsform angeordnet, der aus 30 reich eine verhältnismäßig große Länge der Widcreinem
Kunststoff besteht, welcher elektrisch isolie- Standsbänder erzielen läßt.
rend wirkt, gegen Benzin oder andere aggressive Die Änderung der Steigung der im Zickzack ver-Flüssigkcitcn
unempfindlich ist und sehr gute Gleit- laufenden Widerstandsbänder 24 und 25 kann aber
eigenschaften aufweist. In das untere Ende dieses auch in den Fällen angewandt werden, wo der Ben-Stabes
13 sind voneinander isoliert zwei Kontakt- 35 zintank eine bauchige Form aufweist oder eingestifte
14 und 15 fest eingesetzt. Der Kontaktstift 15 schnürt ist. Dadurch läßt sich auch für solche Tanksteht
in elektrischer Verbindung mit dem Ende 16 formen eine lineare Anzeige ohne besondere Voreincr
insgesamt mit 17 bezeichneten Widerstands- kchrungen im Anzeigegerät erzielen,
schleife, während der Kontaktstift 14 mit dem ande- Am Kunststoffstab 13 ist ein Schwimmer 26 geren
Ende 18 der Widerstandsschleife 17 elektrisch 40 führt, der im gezeichneten Beispiel die Form einer
verbunden ist. Kugel aufweist, durch welche ein Schlitz 30 führt.
Der Kontakt 14 ist. über den Anschlußflansch 3 welcher dem Querschnitt des Führungsstabes 13 an-
und die Eisenteile-des Kraftfahrzeuges mit dem gepaßt ist. Der Schwimmer26 kann in bekannter
Massekabel der elektrischen Batterie verbunden. Der Weise als Hohlkörper ausgebildet sein. Er kann aber
Kontaktstift 15 dagegen ist mittels eines Isolierringes 45 auch aus Kunststoffschaum bestehen und an seiner
19 gegenüber dem Befestigungsflansch 3 elektrisch Oberfläche mit einer zusammenhängenden Haut in
isoliert. Er steht mit einem nach außen ragenden Form eines Kunststoffauftrages versehen sein. Zu
Kontaktmesser 20 in elektrischer Verbindung. beiden Seiten des Führungsstabes 13 ist jeweils im
Der obere Flansch 2 weist nach innen ragende Schwimmer 26 eine Führungsrolle 27 auf einer Achse
Halterungen 21 für den Führungsstab 13 auf. Das 50 28 drehbar angeordnet. Die Führungsrollen 27 gleiuntere
Ende des Führungsstabes ist durch die Stifte ten auf den Schmalseiten 29 des Stabes 13, so daß
14 und 15 im Flansch 3 unverrückbar gehalten. das Auf- und Abgleiten des Schwimmers auch bei
Der Führungsstab 13 ist aus einem Kunststoff her- einem gekrümmten Führungsstab nicht beeinträchtigt
gestellt, der elektrisch isolierend wirkt, ferner von wird. Jedoch können die Gleitrollen 27 auch durch
Benzin, Benzol und ölen nicht angegriffen wird und 55 Gleitnasen ersetzt werden.
insoweit wärmebeständig ist, daß die in einem Ben- Der Schwimmer 26 kann aus einem einteiligen
zintank eines Kraftfahrzeugs auftretenden Tempera- Körper bestehen, er kann aber auch aus zwei Kör-
turen keinerlei Veränderung des Führungsstabes her- pern zusammengesetzt sein, welche wie im Ausfüh-
• vorrufen können. Der Führungsstab ist im gezeich- rungsbeispiel durch die Achsen 28, gegebenenfalls
neten Beispiel von rechteckigem Querschnitt (in 60 noch durch weitere Stege, miteinander verbunden
Fig. 2 strichpunktiert angedeutet). Er ist in seiner .----. Hauptebene gekrümmt, ebenso wie das Tauchrohr 1.
das vorzugsweise aus Metall, aber auch aus einem
das vorzugsweise aus Metall, aber auch aus einem
sind. Der Schwimmer 26 weist im Schlitz 30 Vorsprünge 31 und 32 auf, welche das Gleiten des
Schwimmers am Führungsstab noch erleichtern.
Den Vorsprüngen 32 gegenüber ist eine Reihe von
spielsweise ebenfalls Kunststoff,, bestehen kann. 65 nebeneinander angeordneten zungenförmigen Kon-Eine
derart gekrümmte Form des Tauchrohres und takten 33 in Form von gebogenen Blattfedern angeordnet,
die mit einem abgewinkelten Ende 34 am Schwimmer 26 befestigt sind. Der Anpreßdruck dieser
anderen Werkstoff von ausreichender Festigkeit, beides Stabes ermöglicht es. den Benzintank in einer
unregelmäßigen, abgestuften Ausbildung zu halten.
Kontaktfedern 33 kann sehr gering gehalten sein, weil der Stromübergang nicht auf einer Linie, sondern
auf einer verhältnismäßig großen Fläche erfolgt. Dadurch ist die Reibung zwischen den Federkontakten
33 und den zickzackföfmigen Widerstandsbändern 24 und 25 beträchtlich herabgesetzt. Die gebogene
Form der Federkontakte 33 wirkt sich in diesem Zusammenhang ebenfalls günstig aus, weil
dadurch die Reibung noch weiter vermindert wird.
Damit die auf der Fläche 22 anliegenden Vor-Sprünge 31 des Schwimmers 26 nicht ebenfalls auf
den Widerstandsbändern 24 und 25 gleiten, können diese Vorsprünge 31 so angeordnet sein, daß sie sich
nur an einen von den Zuleitungen 16 und 18 und den Widerstandsbändern 24 und 25 freien Flächenteil der
Fläche 22 anlegen.
Die Verminderung der Reibungskräfte zwischen Schwimmer und Führungsstab ist von ganz erheblicher
Bedeutung, weil dadurch ein verhältnismäßig kleiner Schwimmer und somit auch ein Tauchrohr
von geringem Durchmesser ausreicht. Dadurch ist es möglich, das Tauchrohr, wie im gezeichneten Beispiel,
in den Tankboden einzusetzen und von unten her frei in den Tank ragen zu lassen. Auf diese Art
und Weise wird die im Tank befindliche Restmenge an Benzin ungeachtet einer eventuellen Formänderung
des Tankes beim Abdrücken stets zuverlässig gemessen. Nachdem in diesem Bereich verhältnismäßig
hohe Widerstandswerte vorgesehen werden können, indem die Zickzackbänder 24 und 25 an
dieser Stelle mit einer sehr geringen Steigung verlaufen können, gegebenenfalls auch nur die Stärke
eines sehr dünnen Striches aufweisen können, ergibt sich in diesem Bereich eine sehr exakte Messung,
denn verhältnismäßig geringe Standortänderungen des Schwimmers 26 bewirken bereits eine sehr gut meßbare
Widerstandsänderung der Widerstandsschleife.
Hervorzuheben ist noch, daß die Herstellung und die Montage eines solchen Meßgerätes außerordentlich
einfach ist, weil es einerseits aus verhältnismäßig wenig Einzelteilen besteht, die andererseits durch
leichtes Zusammenstecken zu dem ganzen Gerät verbunden werden können. Auch die Anschlüsse zu den
Zuleitungen 16 und 18 bilden keinerlei Schwierigkeiten. Die Anschlußstellen lassen sich als verhältnismäßig
breite Kontaktflächen ausbilden. Es ist auch in Abweichung des gezeichneten Beispiels sehr gut
möglich, im Bereich dieser Anschlußflächen Klemmen anzubringen, die gleichzeitig auch zum Anschluß
an die Flanschscheibe 3 dienen können.
An sich wäre das Tauchrohr 1 nicht erforderlich, weil der Führungsstab 13 sämtliche zur Messung notwendige
Teile des Geräts trägt und führt. In Kraftfahrzeugtariks ergeben sich aber während der Fahrt
erhebliche Schwankungen des Kraftstoffes (Kurvenfahrt, Überfahren von Bodenwellen und -erhebungen),
so daß es günstig ist, diese raschen Schwankungen des Kraftstoffes mittels eines Tauchrohres 1 zu
dämpfen.
Claims (10)
1. Gerät zum Messen einer in einem Behälter befindlichen Flüssigkeit, vorzugsweise von Benzin
im Tank eines Kraftfahrzeuges, bestehend aus einem in das Behälterinnere ragenden kommunizierenden
Tauchrohr und einem darin an einem Stab aus Isoliermaterial geführten, auf- und absteigenden
Schwimmer, der eine auf dem Stab etwa von einem Tauchrohrende zum anderen verlaufende
Widerstandsschleife je nach Flüssigkeitsstand in mehr oder weniger großem Abstand
vom Flansch kurzschließt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stab (13) zur Anpassung an unregelmäßige Tankformen in seiner Hauptebene
gekrümmt ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stab (13) aus einem elektrisch
isolierenden Kunststoff besteht und eine Fläche aufweist, auf dfe die Widerstandsschleife als
flächenhafte Schicht in Zickzackform aufgedruckt oder auf andere Art aufgebracht ist.
3. Gerät insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch 'gekennzeichnet, daß der Abstand der
Zickzackbänder (24, 25) unterschiedlich gehalten ist.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffstab einen Rechteck-Querschnitt
aufweist und die schmalen Flächen (29) des Stabes (13) . als Führung für den
Schwimmer (26) dient.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer (26) mit an den
schmalen Flächen (29) des Stabes geführten Rollen (27) oder Gleitkörpern versehen ist.
6. Gerät nach mindestens ' einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwimmer (26) mit einer Reihe von nebeneinander angeordneten, zungenförmigen Kontakten
(33) versehen ist, die als gebogene Blattfedern ausgebildet sind.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer (26) mit einem
Schlitz (30) zur Aufnahme des Stabes (13) versehen ist und die einander gegenüberliegenden
Sc'hlitzflächen mit auf den breiten Seiten des Stabes (13) gleitenden Vorsprüngen (31, 32) ausgerüstet
sind. ■
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der Zickzackbänder
(24, 25) sich etwa auf die Länge des Stabes (13) erstreckende, streifenförmige Flächen
vorgesehen sind und die an den Schlitzflächen des Schwimmers angebrachten Vorsprünge
(31, 32) auf den streifenförmigen Flächen gleiten.
9. Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Tauchrohr
(1) im Durchmesser verhältnismäßig klein, z.B. zu etwa 20 mm, gehalten und mit seinem
Verbindungsflansch (3) am Boden (8) des Tanks befestigt ist, d. h. von unten her in den Tank ragt.
10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsflansch (3) des
Tauchrohres (1) im Bereich einer Schlamm-Mulde (9) am Tankboden befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
009 652/Π8
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