DE1547339C - Anordnung zur Erhöhung des Auflosungs Vermögens optischer Systeme - Google Patents
Anordnung zur Erhöhung des Auflosungs Vermögens optischer SystemeInfo
- Publication number
- DE1547339C DE1547339C DE19661547339 DE1547339A DE1547339C DE 1547339 C DE1547339 C DE 1547339C DE 19661547339 DE19661547339 DE 19661547339 DE 1547339 A DE1547339 A DE 1547339A DE 1547339 C DE1547339 C DE 1547339C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- diffraction
- frequencies
- diffraction grating
- points
- spatial frequencies
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 title claims description 26
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 5
- 230000000737 periodic effect Effects 0.000 claims description 5
- 230000000873 masking effect Effects 0.000 claims description 2
- 239000000758 substrate Substances 0.000 claims description 2
- 230000004304 visual acuity Effects 0.000 claims description 2
- 239000013598 vector Substances 0.000 description 8
- 238000000034 method Methods 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 3
- 230000002452 interceptive effect Effects 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 241000050617 Papilio paris Species 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 230000006866 deterioration Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000012634 optical imaging Methods 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Erhöhung des Auflösungsvermögens optischer Systeme
mit einer die Höhe der übertragbaren räumlichen Frequenzen begrenzenden Aperturblende.
Ein bestimmtes optisches System überträgt nur einen bestimmten Bereich räumlicher Frequenzen. Im
allgemeinen wird dieser Bereich desto größer sein, je höher die Qualität des optischen Systems ist. Der Begriff
»räumliche Frequenz« ist aus der Filtertheorie der optischen Abbildung entlehnt und bezieht sich
auf den Abstand zweier abzubildender Punkte. Im gleichen Zusammenhang wird unter dem Begriff
Grenzfrequenz die obere Grenze des Frequenzbereiches verstanden, die ein bestimmtes optisches System
vom Objekt zur Bildebene übertragen kann.
Der so definierte Begriff der Grenzfrequenz fällt mit dem in der üblichen Darstellungsweise gebrauchten
Begriff Auflösungsvermögen weitgehend zusammen. Diese Tatbestände werden in der Veröffentlichung
»Applied Optics«, Bd. 3, Nr. 7, September 1964, S. 1037 bis 1043, Superresolution for Nonbirefringent
Objects, von A. W. Lohmann und D. P. Paris näher erläutert..
Es sind eine Reihe von Verfahren zur Erhöhung des Auflösungsvermögens optischer Systeme oder, in
anderer Ausdrucksweise, zur Erhöhung der Grenzfrequenz solcher Systeme bekannt, bei denen Elemente
des Systems mechanisch bewegt werden müssen. Ein derartiges Verfahren wird in der obengenannten Literaturstelle
beschrieben.
Die Erfindung geht von der Aufgabenstellung aus, eine Anordnung zur Erhöhung des Auflösungsvermögens
optischer Systeme mit einer die Höhe der übertragbaren räumlichen Frequenzen begrenzenden
Aperturblende anzugeben, bei der keine mechanisch bewegten Teile erforderlich sind.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Anordnung zur Erhöhung des Auflösungsvermögens
optischer Systeme mit einer die Höhe der übertragbaren räumlichen Frequenzen begrenzenden
Aperturblende gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß vor dem optischen System ein erstes Beugungsgitter
zur Erzeugung von Summen- und Differenzfrequenzen der räumlichen Frequenzen des Beugungsgitters
und des abzubildenden Objektes angeordnet ist, wobei die Richtungen der Periodizitätsachsen des
Beugungsgitters und des Objektes unterschiedlich sind, daß ferner im hinteren Brennpunkt der ersten
Linse eine Blende angeordnet ist, die nur die Beugungsfiguren der dem Beugungsgitter entsprechenden
Raumfrequenz sowie, die Beugungsfiguren der Differenzfrequenz durchläßt, und daß ein zweites, die gleichen
räumlichen Frequenzen erzeugendes und in gleicher Weise orientiertes Beugungsgitter zwischen den
Linsen des optischen Systems angeordnet ist, das die räumlichen Frequenzen des zu übertragenden Bildes
wiederherstellt.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist dadurch gekennzeichnet, daß
in der Nähe des Systemausganges eine vorzugsweise als Schlitzblende ausgebildete Maske zum Ausblenden
störender räumlicher Frequenzen angeordnet ist.
Eine andere besonders vorteilhafte Äusführungsform des Erfindungsgedankens ist dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem zu übertragenden Bild und der die Abbildung aufnehmenden Unterlage eine
Relativbewegung stattfindet, um durch die Übertragung erzeugte periodische Störungen zu verwischen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist schließlich dadurch gekennzeichnet,
daß das abzubildende Objekt Änderungen seiner Beschaffenheit, beispielsweise seiner Transparenz,
nur in einer Richtung aufweist und daß diese Richtung von den Richtungen der periodischen Änderungen
der besagten modulierten Elemente abweicht.
Die Erfindung wird anschließend an Hand der Figuren näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes dienende schematische Darstellung eines optischen
Systems,
F i g. 2 ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2A und 2B Darstellung der Strahlungszustände
in den verschiedenen Ebenen des in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiels,
F i g. 3 eine Darstellung zur Veranschaulichung der Arbeitsweise eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels,
F i g. 3 A, 3 B und 3 C Darstellungen der Strahlungszustände in einzelnen Ebenen der Anordnung
gemäß F i g. 3,
F i g. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens,
Fig. 4A, 4B, 4C und 4D Darstellungen von
Strahlungszuständen in einzelnen Ebenen der Anordnung gemäß F i g. 4.
Bevor auf eine nähere Beschreibung der Erfindung eingegangen wird, werden im Zusammenhang mit der
in F i g. 1 dargestellten Anordnung die Nachteile der bisher bekannten optischen Systeme beschrieben.
Die Elemente des in F i g. 1 dargestellten optischen Systems sind entlang der optischen Achse OX angeordnet.
Zur Vereinfachung der Darstellungen sind zwölf zur optischen Achse senkrecht liegende Ebenen
vorgesehen, die mit den Bezugszeichen Pl bis P12 bezeichnet sind. Eine nahezu punktförmige Lichtquelle
20 ist in der Ebene Pl angeordnet. Zur Vereinfachung der folgenden Erklärung wird angenommen,
daß die Lichtquelle 20 monochromatisches Licht erzeugt. Ein Objekt 21 ist in der Ebene P 3,
fünf Linsen Ll bis L 5 sind auf der optischen Achse
OX in den Ebenen P2, P5, P1, P9 und Pll angeordnet,
während der Schirm 24 in der Ebene P12 und eine Maske oder eine Blende 25 in der Ebene P 6 angeordnet
ist. Die Blende 25 besteht aus undurchlässigem Material und weist in ihrer Mitte einen durchlässigen
Bereich auf. Zur weiteren Vereinfachung der Darstellung wird angenommen, daß das Objekt 21
aus einem einfachen Beugungsgitter besteht. Die Richtung der periodischen Änderungen dieses Gitters
ist senkrecht. Das heißt, die undurchsichtigen linienförmigen Bereiche des Objektes 21 stehen senkrecht
zu einer horizontalen Achse, die als Periodizitätsachse bezeichnet wird. Die Linsen Ll bis L5 haben
gleiche Brennweiten. Die Entfernung zwischen den Ebenen Pl und P 2, zwischen den Ebenen P 5 und
P6, c zwischen den Ebenen P6 und Pl, zwischen
den Ebenen P 9 und PlO und zwischen den Ebenen
PlO und Pll sind gleich den Brennweiten dieser Linsen. Die Abstände zwischen den anderen Ebenen
sind so gewählt, daß auf den Schirm 24 die Abbildung des Objektes 21 erscheint. Insbesondere sind
die Abstände zwischen den Ebenen P 3 und P 5 (mit α bezeichnet), zwischen den Ebenen Pl und P 9 (mit
(2/ bezeichnet) und zwischen den Ebenen Pll und P12 (mit b bezeichnet) so gewählt, daß die Gleichung
a + b = 2/ gilt. Es sei noch darauf hingewiesen, daß zur Vereinfachung der Darstellung die Abstände zwischen
den einzelnen Elementen der F i g. 1 nicht maßstäblich sind. Die Öffnung in der Maske 25 wird
als Aperturblende des Systems bezeichnet. Durch diese Blende wird eine Vignetrierung vermieden, da
der Durchmesser der Öffnung geringer als der Durchmesser der Linse L 2 ist. In vielen optischen Systemen
fehlt ein die Apertur bestimmendes Element, da die Apertur in diesen Systemen durch die Eigenschaften
der anderen Elemente, beispielsweise durch die äußeren Begrenzungen verschiedener Linsen, bestimmt
wird. Zur Vereinfachung der Darstellung und der besseren Übersicht halber ist in diesem Ausführungsbeispiel ein besonderes die Apertur bestimmendes
Element 25 vorgesehen. Es ist jedoch einzusehen, daß ein besonderes, die Apertur bestimmendes Element
nicht erforderlich ist. Die Linsen L 2 und L 3 und die Blende 25 bilden ein telezentrisches optisches System,
mit dessen Hilfe die vorliegende Erfindung erläutert wird. Es ist jedoch leicht einzusehen, daß die vorliegende
Erfindung auch im Zusammenhang mit anderen optischen Systemen beliebiger Kompliziertheit
von Nutzen ist.
Mit Hilfe des in F i g. 1 dargestellten optischen Systems wird ein Bild des Objektes 21 auf den in der
ίο Ebene P12 liegenden Schirm 24 projiziert. Dabei erscheint
eine Beugungsfigur in der Ebene P 6. Das Objekt 21 ist dabei so ausgeführt, daß die in der
Ebene P 6 erscheinende Beugungsfigur aus einer Reihe von Punkten besteht. Dieses Beugungsgitter ist
weiterhin so ausgebildet, daß die Beugungsmaxima erster Ordnung vorherrschen, was beispielsweise bei
einem Sinusgitter der Fall ist. Es erscheinen daher drei Punkte in der Ebene P 6, die auf einer horizontalen
Geraden liegen. Diese Gerade ist mit der Periodizitätsachse des Objektes 21 parallel. Der Abstand
zwischen den Punkten in der Ebene P 6 hängt von der räumlichen Frequenz, d. h. von dem Abstand der
undurchsichtigen Linien des Objektes 21 ab. Hat das Gitter eine hohe räumliche Frequenz, d. h., liegen die
undurchsichtigen Linienbereiche sehr nahe aneinander, so liegen die Punkte in der Ebene P 6 weiter
auseinander, während bei einer niedrigen räumlichen Frequenz, d.h., bei größeren Abständen zwischen den
undurchsichtigen Bereichen des Gitters die Punkte näher beieinanderliegen. Die Ausnehmung in der
Blende 25 hat einen vorgegebenen Durchmesser, so daß bei einer zu hohen räumlichen Frequenz des Gitters
21 die auf Maxima der ersten Ordnung beruhenden Punkte in der Ebene P 6 außerhalb dieser Öffnung
liegen, so daß kein Licht mit Informationsinhalt durch die Ebene P 6 zum Schirm 24 übertragen werden
kann. Es wird dabei zwar das Licht der Maxima nullter Ordnung der Beugungsfigur übertragen, dieses
Licht enthält aber keinerlei Informationen. Die Frequenz des Objektes 21, die den durch die Maxima
erster Ordnung in der Ebene P 6 erzeugten Punkten entsprechen, deren Abstand größer als der Durchmesser
der Blendenöffnung ist, wird als die obere Grenzfrequenz des optischen Systems bezeichnet. Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Übertragung von räumlichen Frequenzen, die oberhalb
der Grenzfrequenz des Systems liegen.
Eine erste einfache Ausführungsform des Erfindungsgedankens wird in F i g. 2 wiedergegeben. Das
in dieser Figur dargestellte optische System ist dem in F i g. 1 dargestellten ähnlich. Es sind jedoch zusätzliche
Elemente vorgesehen, die es ermöglichen, ohne Vergrößerung der Blendenöffnung in der Ebene
P 6 ein breiteres Frequenzband als mit der in der F i g. 1 dargestellten Anordnung zu übertragen. Diese
zusätzlichen Elemente sind Beugungsgitter 26 und 27, die in den Ebenen P 4 und P 8 liegen. Die Beugungsgitter
26 und 27 haben eine Periodizitätsachse, die mit der Periodizitätsachse des Objektes 21 in der
Ebene P 3 einen Winkel von 45° einschließt. Die Abstände zwischen den Ebenen P 4 und P 5 und den
Ebenen P 7 und P 8 sind gleich der mit / bezeichneten Brennweiten der Linsen, wobei ein Bild des Elementes
26 auf dem Element 27 erzeugt wird. Bei den dargestellten Beugungsgittern handelt es sich der Einfachheit
halber um Gitter, bei denen die Maxima der ersten Ordnung vorherrschen. Wie noch im einzelnen
zu erläutern sein wird, gestattet die gemeinsame Wir-
kung der Beugungsgitter 26 und 27 die Übertragung
eines breiteren räumlichen Frequenzbandes.
Die Anordnung gemäß F i g. 2 weist auch eine zusätzliche Maske 28 auf, die in der Ebene PlO angeordnet
ist. Die in der Ebene P10 angeordnete Maske besteht aus undurchsichtigem Material und weist
einen relativ schmalen durchsichtigen horizontalen Schlitz auf. Wie noch später erläutert wird, dient
diese Maske dazu, die Abbildung des Objektes in einer zur Periodizitätsachse senkrechten Richtung zu
verwischen.
Zur Verdeutlichung dieser Vorgänge wird die in der Ebene P6 auftretende Beugungsfigur in Fig. 2A
und die in der Ebene P10 auftretende Beugungsfigur
in der Fig. 2B vergrößert dargestellt. Die Objekte
21 und 26 erzeugen in der Ebene P 6 eine Beugungsfigur, die folgende Elemente enthält:
a) Eine vom Objekt 21 allein erzeugte Beugungsfigur;
b) eine vom Objekt 26 allein erzeugte Beugungsfigur;
c) die Beugungsfigur eines Objektes, dessen räumliche Frequenzen gleich der vektoriellen Summe
der räumlichen Frequenzen der Objekte 21 und 26 sind;
d) die Beugungsfigur eines Objektes, dessen räumliche Frequenzen gleich der vektoriellen Differenz
zwischen den räumlichen Frequenzen der Objekte 21 und 26 sind.
Die diese Figuren bildenden Punkte sind in Fig. 2A dargestellt. Die Punkte B und B' stellen
eine Beugungsfigur dar, die durch das Objekt 21 allein erzeugt würde. Es wird darauf hingewiesen, daß
diese Punkte sich außerhalb der Öffnung in der Maske 25 befinden. Die Punkte C und D stellen eine
Beugungsfigur dar, die durch die Maske 26 allein dargestellt würde. Die Punkte A, A', C und D' stellen
die vektoriellen Summen- und Differenzfrequenzen dar. C" stellt die Vektorsumme von B und C dar,
wobei A die Vektorsumme von C und B' ist. D' ist die Vektorsumme von D und B', und A' ist die Vektorsumme
von D und B. Die vektorielle Addition der Frequenzen B und C zur Erzeugung des Punktes C
wrid in der Fig. 2A durch die dickpunktiert dargestellten
Pfeile (Vektoren) in Richtung auf die Punkte B, C und C dargestellt. Die durch die
Punkte A, A', C und D dargestellten Verbindungen können abwechselnd als Differenzfrequenzen dargestellt
werden. Beispielsweise ist der Vektor A die vektorielle Differenz zwischen C-B.
Es wird darauf hingewiesen, daß die mit C, D, A und A' bezeichneten Punkte innerhalb der Öffnung
in der Maske 25 liegen. Das durch die Punkte A, A', C und D verlaufende Licht enthält die gesamte zur
Rekonstruktion des Bildes des Objektes 21 erforderliche Information. Die Frequenz und die Orientierung
des Gitterelements 26 müssen so gewählt werden, daß sich die ergebenden, die Bildinformation enthaltenden
Summenfrequenzen (das sind die Frequenzen A und A') innerhalb der öffnung der Blende verlaufen.
Bestimmte Werte betreffend die Richtung und die Frequenz des Gitters und die dabei erreichten Verbesserungen
werden weiter unten wiedergegeben.
Die in der Ebene PlO auf auftretende Beugungsfigur ist das Ergebnis der Summe der durch die Ebene
P 6 hindurchtretenden Frequenzen und der durch das Element 27 erzeugten räumlichen Frequenzen. Die
durch das Element 27 bedingten Frequenzen bestehen aus der Frequenz dieses Elements und den vektoriellen
Summen dieser Frequenz mit jeder der anderen vorhandenen Frequenzen. Auf diese Weise werden
in der Ebene P10 Punkte erzeugt, die den Punkten A und A', C und D entsprechen, da diese Frequenzen
in den Licht, das durch die Ebene P 6 hindurchtritt, enthalten ist. Es treten jedoch keine
ίο Punkte auf, die den Punkten B, B', D' und C entsprechende
Frequenzen enthaltende Licht nicht durch die Ebene P 6 hindurchtreten konnte. Außer den den
Punkten A, A', C und D entsprechenden Punkten treten noch weitere Punkte in der Ebene PlO auf, die
durch die räumlichen Frequenzen des Beugungsgitters 27 selbst und der vektoriellen Summe und Differenz
zwischen der Frequenz dieses Gitters und der den Punkten A, A', C und D entsprechenden Frequenzen
entstehen.
Da die Frequenz und die Orientierung des Beugungsgitters 27 gleich der Frequenz und Orientierung
des Beugungsgitters 26 ist, werden die durch das Beugungsgitter 27 selbst eingeführte Frequenzen darstellenden
Punkte von den Punkten C und Ό überlagert. Die folgenden vier durch die vektoriellen
Summen- und Differenzfrequenzen erzeugten Punkte erscheinen zusätzlich in der Ebene PlO:
a) Der durch die räumliche Frequenz erzeugte Punkt E', der auf der vektoriellen Summe der
die Punkte A und D erzeugenden räumlichen Frequenzen beruht;
b) der durch die räumliche Frequenz erzeugte Punkt E, der auf der vektoriellen Summe der die
Punkte A' und C bewirkenden räumlichen Frequenz beruht;
c) der auf der räumlichen Frequenz beruhende Punkt F', der auf der vektoriellen Summe der
die Punkte A' und D bewirkenden räumlichen Frequenzen beruht;
d) der auf der räumlichen Frequenz beruhende Punkt F, der auf der die Punkte A und C bewirkenden
räumlichen Frequenzen beruht.
Die Blende 28 bewirkt, daß die Ebene PlO nur in den Punkten E und E' von Licht durchsetzt werden
kann. Es wird darauf hingewiesen, daß die Punkte E und E' die gleiche Lage wie die Punkte B und B' in
der Ebene P 6 haben. Daher ist das auf dem Schirm 24 erscheinende Bild eine genaue Abbildung des
Objektes 21.
In F i g. 2 wird, wie schon vorhin erwähnt, ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Vereinfachungen
beziehen sich auf die Tatsache, daß die Lichtquelle 20 eine punktförmige monochromatische
Lichtquelle ist und daß das Objekt 21 mit kohärentem parallelem Licht beleuchtet wird. Darüber hinaus
besteht das Objekt 21 aus einem einfachen Beugungsgitter. Es wird im folgenden noch gezeigt, wie die Erfindung
auch auf Objekte mit jeder beliebigen Veränderung der Transparenz ausgedehnt werden kann.
Es ist jedoch zu bemerken, daß nur Objekte mit Veränderungen der Transparenz in einer Richtung übertragen
werden können.
In F i g. 3 wird eine Anordnung wiedergegeben, die es erlaubt, ein relativ kompliziertes Objekt 29 von
der Ebene P 3 zur Ebene P12 zu übertragen. Aus
7 8
dieser Figur geht auch hervor, weshalb die Apertur- der Maske 36 in der Ebene P 6 gebildet wird. Wie im
blende des Systems es unmöglich macht, ein genaues zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfin-Abbild
des Objektes zu übertragen. Das System ge- dung ist auch das Beugungsgitter 36 so ausgebildet,
maß F i g. 3 enthält die gleiche Linsenanordnung wie daß die Maxima der ersten Ordnung vorherrschen,
die in den vorherigen Figuren dargestellten Systeme. S Auf diese Weise erscheinen an Stelle eines Lichtin
der Ebene P 6 ist ebenfalls eine Aperturblende 25 punktes in der Darstellung nach Fig. 3B.jeweils drei
vorgesehen. Das Objekt 29 weist Veränderungen sei- Lichtpunkte in der Beugungsfigur gemäß der
ner Transparenz nur in X-Richtung auf. Diese Trans- Fig. 4B. Da die tatsächliche Beugungsfigur aus
parenzänderungen des Objektes 29 in X-Richtung einem Punktkontinuum besteht, besteht die tatsächwerden
in der Fig. 3A dargestellt, in der die Trans- ίο liehe Beugungsfigur auf Grund des Vorhandenseins
parenz des Objektes 29 über der X-Achse aufgetra- der Maske 36 aus drei Punktkontinua. Es wird dargen
ist. Im folgenden wird die Achse, in deren Rieh- auf hingewiesen, daß diese drei Kontinua gegeneintung
sich die Transparenz des Objektes 29 verändert, ander in X-Richtung verschoben sind. Das hat zur
d. h. die X-Achse, als Periodizitätsachse des Objektes Folge, daß die Information der gesamten Beugungs-29
bezeichnet. 15 figur durch die kleine Öffnung der Maske 25 gelangt,
Das Objekt 29 erzeugt eine Beugungsfigur in der obwohl die Randbereiche der mit G bezeichneten
Ebene P 6. Da das Objekt 29 ein Kontinuum von Figur und der rechte bzw. der linke Teil der mit /
räumlichen Frequenzen enthält, erscheint in der bzw. mit H bezeichneten Figur diese Maske nicht
Ebene P 6 an Stelle einer Mehrzahl von Punkten ein durchsetzen können. Es ist aber zu ersehen, daß
Lichtstreifen. Die Intensität dieses Lichtstreifens ver- 20 durch die seitliche Versetzung der Beugungsfiiguren
ändert sich in Längsrichtung als Funktion der im H, G, J bewirkt wird, daß sowohl der rechte, der
Objekt 29 enthaltenen räumlichen Frequenzen. Die in mittlere und der linke Bereich der Beugungsfiguren
Fi g. 3 dargestellte räumliche Verteilung der Licht- im Bereich der Öffnung der Maske 25 liegen.
Intensitäten ist nur beispielsweise und stellt keine Die Randbereiche der Figuren / und H entspre-
genaue Wiedergabe der Frauenhofer-Figuren eines 25 chen den in Fig. 2A dargestellten Punkten A und
Objektes mit der in Fig. 3 A dargestellten Transpa- A'. Diejenigen Teile der Beugungsfigur, die durch die
renzverteilung dar. Die genaue Form mit der von Ebene P 6 hindurchtreten, enthalten die ganze zur
einem bestimmten Objekt erzeugten Beugungsfigur Erzeugung eines genauen Abbildes des Objektes 29
wird durch die Fouriertransformation und die Trans- erforderliche Information. Diese Information liegt
parenzverteilung des Objektes bestimmt. 30 aber wegen des Vorhandenseins des Beugungsgitters
Die Anwesenheit der Maske 25 bewirkt, daß nur 36 in modulierter Form vor. Sie wird durch das Beu-
ein Teil des Beugungsbildes durch die Ebene P 6 hin- gungsgitter 37, wie im Zusammenhang mit der Be-
durch übertragen wird. Die Maske 25 verhindert, Schreibung des ersten Ausführungsbeispiels gezeigt,
daß die Randbereiche (die Informationen mit hohen demoduliert. Dieses Beugungsgitter bewirkt, daß die
Frequenzen enthalten) durch die Ebene P 6 übertra- 35 in der Ebene PlO auftretenden Beugungsfiguren alle
gen werden, so daß das in der Ebene P12 erzeugte in der Ebene P 6 vorliegenden räumlichen Frequen-
BiId kein genaues Abbild des Objektes 29 ist. In zen, die durch die Maske 37 eingeführten Frequen-
F i g. 3 C wird die räumliche Lichtverteilung der Ab- zen und die vektoriellen Summen und Differenzen
bildung entlang der X-Achse wiedergegeben. Aus dieser Frequenzen enthalten. Dieser Tatbestand ist
dieser Figur ist eine Verschlechterung der Abbildung 40 aus der Fig. 4C ersichtlich, die der Fig. 2B im
auf Grund des Verlustes der höheren räumlichen ersten Ausführungsbeispiel entspricht. Es wird darauf
Frequenzen zu ersehen. Diese Erscheinung kann man hingewiesen, daß in Fig. 2B die mittlere Gerade
bei jedem optischen System beobachten, bei dem ver- drei Punkte, die darunter- und darüberliegenden
sucht wird, ein Bild zu übertragen, dessen räumliche horizontalen Geraden zwei Punkte und die oberste
Frequenzen oberhalb der räumlichen Grenzfrequen- 45 und unterste Gerade jeweils einen Punkt aufweisen,
zen des übertragenden Systems liegen. Die Gründe für das Vorliegen jeder dieser Punkte
In der Anordnung nach F i g. 4 sind die Beugungs- wurden im vorgehenden erläutert. In ähnlicher Weise
gitter 36 und 37 in den Ebenen P 4 und P 8 angeord- weist in F i g. 4 C die mittlere Gerade die vollständige
net. Die Periodizitätsachsen der Beugungsgitter 36 Beugungsfigur auf (entsprechend den drei Punkten in
und 37 sind zueinander parallel und schließen mit der 50 Fig. 2B), während die darüber- und darunterliegen-
Periodizitätsachse des Objektes 29 einen Winkel ein. den Geraden jeweils zwei Drittel der vollständigen
Wie im zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel ist Figur (entsprechend den zwei Punkten in Fig. 2B)
in der Ebene PlO eine Schlitzblende angeordnet, die und die obersten und untersten Geraden jeweils ein
verhindert, daß unerwünschte Signale zur Ebene P12 Drittel der Figur (entsprechend einem Punkt in
gelangen. In Fig. 4A wird die räumliche Verteilung 55 Fig. 2B) aufweisen.
der Transparenz des Objektes 29 in Richtung der Die Maske 28 bewirkt, daß nur bestimmte Teile
X-Achse und in Fig. 4C die Verteilung der Hellig- der Beugungsfigur durch die Ebene PlO hindurchtre-
keit des Bildes in der Ebene P12 in Richtung der ten können, wodurch ein genaues Abbild des Objek-
X-Achse dargestellt. Durch das Vorhandensein der tes 29 auf dem Schirm 24 erzeugt wird. Die durch
Beugungsgitter 36 und 37 ist die Fig. 4 Dim wesent- 60 die Maske 28 unterdrückten Frequenzen weisen
liehen gleich der Fig. 4A, woraus hervorgeht, daß Komponenten auf, die von der X-Richtung abwei-
ein genaues Bild des Objektes 29 in der Ebene P12 chen. Diese zusätzlichen Komponenten wurden durch
erscheint. das Vorhandensein der Masken 36 und 37 eingeführt.
Aus den Fig. 4B und 4C kann entnommen wer- Die Maske 28 stellt nur eine Möglichkeit dar, diese
den, weshalb das optische System ein Bild übertragen 65 von der X-Richtung abweichende Komponente entkann,
dessen räumliche Frequenzen über der norma- haltenden räumlichen Frequenzen zu unterdrücken,
len Grenzfrequenz des Systems liegen. In Fig. 4B ist Andere Verfahren zur Verwischung dieser störenden
die Beugungsfigur dargestellt, die durch die Wirkung Komponenten bestehen in der Verwendung von
Zylinderlinsen oder eines photogräphischen Filmes, der während der Aufnahme senkrecht zur .Y-Richtung
bewegt wird. Die in den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen verwendeten Elemente zur Modulation
und Demodulation des die Bildübertragung bewirkenden Lichtes sind Beugungsgitter.
10
Bei Verwendung einer flächenhaftenden Lichtquelle können bestimmte Schwierigkeiten vermieden
werden, wenn die Entfernungen und die Brennweiten so gewählt werden, daß das modulierende Element
und das ursprüngliche Objekt (bzw. dessen Abbildung) im wesentlichen in der gleichen Ebene liegen.
Claims (4)
1. Anordnung zur Erhöhung des Auflösungsvermögens optischer Systeme mit einer die Höhe
der übertragbaren räumlichen Frequenzen begrenzenden Aperturblende, dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem optischen System (L 2, L 3, LA, LZ) ein erstes Beugungsgitter
(26 bzw. 36) zur Erzeugung von Summen- und Differenzfrequenzen der räumlichen Frequenzen
des Beugungsgitters (26 bzw. 36) und des abzubildenden Objektes (21 bzw. 29) angeordnet ist,
wobei die Richtungen der Periodizitätsachsen des Beugungsgitters (26 bzw. 36) und des Objekts (21
bzw. 29) unterschiedlich sind, daß ferner im hinteren Brennpunkt der ersten Linse (L2) eine
Blende (25) angeordnet ist, die nur die Beugungsfiguren (C, D) der dem Beugungsgitter (26) entsprechenden
Raumfrequenz sowie die Beugungsfiguren (A, A') der Differenzfrequenz durchläßt,
und daß ein zweites, die gleichen räumlichen Frequenzen erzeugendes und in gleicher Weise orientiertes
Beugungsgitter (27 bzw. 37) zwischen den Linsen (L 3, L 4) des optischen Systems angeordnet
ist, das die räumlichen Frequenzen des zu übertragenden Bildes (E, E') wieder herstellt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des Systemausganges
eine vorzugsweise als Schlitzblende ausgebildete Maske (28) zum Ausblenden störender
räumlicher Frequenzen angeordnet ist.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zu
übertragenden Bild und der die Abbildung aufnehmenden Unterlage eine Relativbewegung stattfindet,
um durch die Übertragung erzeugte periodische Störungen zu verwischen.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das abzubildende
Objekt (21 bzw. 29) Änderungen seiner Beschaffenheit, beispielsweise seiner Transparenz nur in
einer Richtung aufweist und daß diese Richtung von den Richtungen der periodischen Änderungen
der besagten modulierenden Elemente (26 bzw. 27) abweicht.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US43978765A | 1965-03-15 | 1965-03-15 | |
| US43978765 | 1965-03-15 | ||
| DEJ0030002 | 1966-02-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1547339A1 DE1547339A1 (de) | 1969-11-20 |
| DE1547339B2 DE1547339B2 (de) | 1972-11-02 |
| DE1547339C true DE1547339C (de) | 1973-05-24 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3013194C2 (de) | Mit polychromatischem Licht arbeitendes Abbildungssystem | |
| DE2759957C2 (de) | Aufzeichnungsträger mit einer Phasenbeugungsgitterstruktur zum Projizieren eines Grauwerte enthaltenden monochromen Bildes | |
| DE3011053A1 (de) | Optisches system | |
| DE2952607A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines teils mit einer anordnung von mikrostrukturelementen auf demselben | |
| DE2354089A1 (de) | Lichtmoduliervorrichtung | |
| DE2152796A1 (de) | Modulierte Beugungsgitteraufzeichnung und Verfahren und Aufzeichnungsmaterial zu deren Herstellung | |
| DE1497614A1 (de) | Fotografische Speicher-Aufzeichnung von Informationen und Verfahren zur Herstellung solcher Aufzeichnungen | |
| DE3501691C2 (de) | ||
| DE2060618C3 (de) | ||
| DE1549625A1 (de) | Anordnung zur Differentiation von Lichtmustern | |
| DE1572868C3 (de) | Vorrichtung zur vervielfachten Abbildung eines Musterbilds | |
| DE2851689A1 (de) | Verfahren zur fokussierung eines fotografischen objektivs und nach diesem verfahren fokussierbares fotografisches objektiv | |
| DE1772745A1 (de) | Fotografische Vielfachkamera | |
| DE1547339C (de) | Anordnung zur Erhöhung des Auflosungs Vermögens optischer Systeme | |
| DE1547339B2 (de) | Anordnung zur Erhöhung des Auflösungsvermögens optischer Systeme | |
| DE2417899C2 (de) | Verfahren zum Anfertigen von zusammengesetzten Mikrofotografien und Anordnung zur Durchführung desselben | |
| DE2039424C3 (de) | Projektionsobjektiv in einem Gerät zur Zeichenwiedergabe | |
| DE1911998A1 (de) | Verfahren zum Aufzeichnen eines dreidimensionalen Objektes | |
| DE1547386A1 (de) | Optischer Sender oder Verstaerker zur Projektion eines phasenmodulierenden Objektes | |
| DE3150852C2 (de) | ||
| DE2101567A1 (de) | Anordnung mit einem optischen Raumfilter | |
| DE532233C (de) | Verfahren zum Ausgleichen der Kontraste bei der photographischen Wiedergabe von Negativen | |
| DE4309795C2 (de) | Vorrichtung zum Kopieren von transparenten Bildvorlagen | |
| DE3331042C2 (de) | ||
| DE2435980A1 (de) | Kontaktschirm und verfahren fuer nichtlineare umwandlungen und filterung in kohaerenten optischen systemen |