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DE1545844C - 3 Amino benzisothiazole und Verfah ren zu deren Hersteilung - Google Patents

3 Amino benzisothiazole und Verfah ren zu deren Hersteilung

Info

Publication number
DE1545844C
DE1545844C DE19651545844 DE1545844 DE1545844C DE 1545844 C DE1545844 C DE 1545844C DE 19651545844 DE19651545844 DE 19651545844 DE 1545844 DE1545844 DE 1545844 DE 1545844 C DE1545844 C DE 1545844C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
radical
melting point
colorless
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19651545844
Other languages
English (en)
Other versions
DE1545844A1 (de
Inventor
Horst Dr 5657Haan Plempel Manfred Dr 5600 Wuppertal Boshagen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Application granted granted Critical
Publication of DE1545844C publication Critical patent/DE1545844C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Es wurde gefunden, daß 3-Amino-benzisothiazole der allgemeinen Formel I
R,-
in der R1 für einen /9-Chloräthylrest, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Benzyl- und einen gegebenenfalls durch eine Methylgruppe substituierten Phenyl- oder Cyclohexylrest steht und R2 ein WasserstofTatom oder eine Nitrogruppe bedeutet, und deren Salze mit starken Säuren in der antimykotischen Wirkung auf einige Pilze, dem l-(p-Chlorbenzyl-)2-methylbenzimidazol überlegen sind. Man erhält diese Verbindungen, wenn man 3-Halogenbenzisothiazoliumhalogenide der allgemeinen Formell!
II
T X
worin X für ein Chlor- oder Bromatom steht und R1 und R2 die obengenannte Bedeutung besitzen, mit Ammoniak bei Temperaturen zwischen 0 und 100C umsetzt und die erhaltenen Verbindungen mit starken Säuren gegebenenfalls in ihre Salze überführt.
Zur Durchführung dieses Verfahrens wird 1 Mol N-substituiertes 3-HaIogen-benzisothiazoliumhalogenid bei 5 bis 100C in überschüssiges Ammoniak, vorzugsweise in eine methanolische NH3-Lösung (11 5 Mol NH;,), eingetragen.
Die als Ausgangsmaterial verwendeten N-substituierten 3-Halogen-benzisothiazoliumhalogenide, vorzugsweise 3-Chlor-benzisothiazoliumchloride, werden aus N-substituierten Dithiosalicylsäureamiden und Phosphorpentahalogeniden hergestellt.
Die neuen 3-Amino-benzisothiazole sind farblose, kristalline Verbindungen. Sie sind schwache Basen und bilden als solche nur mit starken Säuren Salze.
Sie zeigen in vitro ausgezeichnete Hemmwerte bei Trichophyton mentagrophytes, Candida albicans, Penicillium commune, Aspergillus niger und Mikrosporium felineum. Einige Verbindungen zeigen auch bei oraler Gabe an der experimentellen Meerschweinchen-Trichophytie eine deutliche Wirkung.
. Die neuen Verbindungen sollen als Antimykotika in der Human- und in der Veterinärmedizin sowie als Pflanzenschutzmittel dienen.
Beispiel 1
3-Melhyl-amino-benzisothiazol · HCl
1IO g (0,5 Mol) 2-Methyl-3-chlor-benzisothiazoliumchlorid (feingepulvert) werden bei 5 bis 100C zügig unter kräftigem Rühren in 500 ml einer gesättigten Mcthanol-Nll:i-I.ösung (2,5 Mol) eingetragen. Zur Vervollständigung der Umsetzung wird noch 5 Minuten nachgerührt, dann das ausgefallene Ammoniumchlorid abgesaugt und das Filtrat im Vakuum eingedampft. Der erhaltene Sirup wird in 150 ml Salzsäure 1:1 (0,75 Mol) aufgenommen. Die anfangs klare Lösung erstarrt nach wenigen Minuten zu einem festen Brei. Nach einigem Stehen im Eisbad (30 Minuten) wird das auskristallisierte Hydrochlorid abgesaugt, mit wenig kaltem Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 55 g (55°/0 der Theorie) 3-Methyl-amino-benzisothiazol · HCI. Die Verbindung kristallisiert aus Äthanol in farblosen Prismen vom Schmelzpunkt 2200C (Subl.). , ,
; Die im folgenden aufgeführten Verbindungen werden . in der gleichen Weise hergestellt: :
3-Äthyl-amino-benzisothiazol · HCl
Die Substanz liefert nach Umkristallisation aus Äthanol farblose, gut ausgeprägte, blättrige Prismen vom Schmelzpunkt 171° C (Subl.).
3-Propyl-ariiino-benzisothiazol · HCl
Aus Methanol farblose Prismen vom Schmelzpunkt 111°C.
3-Butyl-amino-benzisothiazol · HCl
Die Verbindung kristallisiert aus Acetonitril in farblosen, derben Prismen, die bei 155 bis 157°C schmelzen, dann wieder kristallisieren und einen zweiten Schmelzpunkt bei 212° C zeigen.
3-Isobutyl-amino-benzisothiazol · HCl
Die Substanz wird nach Umkristallisation aus Methanol in großen, farblosen Plättchen erhalten, die bei 187°C schmelzen, dann wieder kristallisieren und einen zweiten Schmelzpunkt bei 216° C zeigen.
3-[/?-Chloräthyl]-amino-benzisothiazol · HCl
Farblose, derbe, gut ausgeprägte Prismen (Methanol) vom Schmelzpunkt 152° C.
3-Cyclohexyl-amino-benzisothiazol · HCl
Aus Äthanol farblose, derbe Prismen vom Schmelzpunkt 166° C.
3-[4-Methyl-cycIohexyI]-amino-benzisothiazol · HCl Nach Umkristallisation aus Äthoxyäthanol farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 160° C.
3-[3-Methyl-cyclohexyl]-amino-benzisothiazol · HCl Aus Äthanol farblose Nädelchen vom Schmelzpunkt 197° C.
3-[2-Methyl-cyclohexyl]-amino-benzisothiazol · HCl
Aus Dimethylsulfoxyd umkristallisiert liefert die Verbindung farblose Prismen vom Schmelzpunkt 2100C.
3-Benzyl-amino-benzisothiazol
Die Substanz wurde als freie Base isoliert. Die Verbindung bildet farblose, derbe Prismen (Methanol) vom Schmelzpunkt 85°C.
3-Phenyl-amino-ben/Jsothiazol
Die Verbindung wurde als freie Base isoliert. Farblose, knollige Kristalle (Äthanol) vom Schmelzpunkt 99"C.
3-[4-Methyl-phenyl]-amino-benzisothiazol
Die freie Base kristallisiert aus Äthanol in langen, gelblichen Nädelchen vom Schmelzpunkt 144°C.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verbindungen der allgemeinen Formel
    R2 I
    NH-R1
    worin R1 für einen ß-Chloräthylrest, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Benzyl- und einen gegebenenfalls durch eine Methylgruppe substituierten Phenyl- oder Cyclohexylrest steht und R2 ein Wasserstoffatom oder eine Nitrogruppe bedeutet, und deren Salze mit starken Säuren.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von N-substituierten 3-Aminobenzisothiazolen, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Halogenbenzisothiazoliumhalogenide der allgemeinen Formel
    R1X19
    worin X für ein Chlor- und Bromatom steht und R1 und R2 die im Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen, mit Ammoniak bei Temperaturen zwischen O und 100C umsetzt und die so erhaltenen Verbindungen mit starken Säuren gegebenenfalls in ihre Salze überführt.
DE19651545844 1965-07-29 3 Amino benzisothiazole und Verfah ren zu deren Hersteilung Expired DE1545844C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1545844C true DE1545844C (de) 1971-01-13

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