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DE1544173C - Verfahren zur Vorbehandlung von Koks ofengas zur Gewinnung von Äthylen - Google Patents

Verfahren zur Vorbehandlung von Koks ofengas zur Gewinnung von Äthylen

Info

Publication number
DE1544173C
DE1544173C DE1544173C DE 1544173 C DE1544173 C DE 1544173C DE 1544173 C DE1544173 C DE 1544173C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethylene
pretreatment
coke oven
oven gas
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Taiseki Tamura Takaaki Tokio Kunugi
Original Assignee
Zaidan, Hojm Kogyokaihatsu Kenky usho, Tokio
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von Koksofengas zur Gewinnung von Äthylen durch Adsorption an Aktivkohle.
Zur Vermeidung einer Beeinträchtigung des mechanischen Filters besonders durch flüssige Ausscheidung von Wasser oder Teer wird bei einem bekannten Verfahren zur Reinigung von Generatorgas (französische Patentschrift 870 614) ein mit Aktivkohle oder Silicagel beschicktes Filter vorgeschaltet. Diese Vorschaltfilter absorbieren neben Teer oder Wasser auch noch Gase wie Acetylen und Äthylen, während manchmal Sulfide nicht voll adsorbiert werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb bei einem Verfahren der eingangs genannten Art darin, daß durch eine geeignete Substanz eine selektive Filterung erzielt wird, d. h. der Filter soll für Gaskomponenten wie Acetylen und Äthylen durchlässig sein..,...'..,
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Koksofengas durch Adsorption von gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffen mit mehr als drei Kohlenstoffatomen und von Sulfiden an damj aktiviertem Anthrazit, Braunkohle oder Lignit vorgereinigt wird. Dieses Vorbehandlungsverfahren hat den Vorteil, daß das Filtermedium dadurch, daß es Acetylen und Äthylen nicht adsorbiert, länger wirksam eingesetzt werden kann und außerdem das durch das Filter hindurchgehende Acetylen bzw. Äthylen weiter verwendet werden kann. Auf Grund der einfachen, billigen und großtechnisch möglichen Herstellung des Filtermediums kann es nach Verwendung unter Ausnutzung seines Heizwertes verbrannt werden, da man auf eine teuere Regenerierung verzichten kann. Außerdem wird es möglich, durch diese Vorfilterung die verhältnismäßig teuren Adsorptionsmittel für den kontinuierlichen Gastrennprozeß zu schonen.
Das Vorbehandlungsverfahren kann in einem festen Bettsystem, einem beweglichen Bettsystem oder in einer Wirbelbettanlage jeweils abhängig von dem zu behandelnden Gasgemisch durchgeführt werden. Das Verfahren wird an Hand des nachstehenden Beispiels näher erläutert: ,
Durch zwei Vorbehandlungskolonnen von 1,5 m Durchmesser und einer Höhe von 5 m, die mit dampfaktiviertem : Anthrazit mit einer Korngröße zwischen 1,5 und 2 mm gefüllt sind, wird abwechselnd Koksofengas bei Raumtemperatur mit einem Durchsatz von 1100 nm:t/h geleitet. Das so vorbehandelte Koksofengas wird in eine 14stufige kontinuierliche Wirbelbettadsorptionsanlage mit einem Durchmesser von 650 mm vom Boden der Adsorptionszone aus eingeleitet, während im oberen Teil der Adsorptionsanlage periodisch 6 t/h aktive Holzkohle zugegeben
ίο werden. Die gesättigte Holzkohle wird kontinuierlich in eine Heizzone geführt, wo die adsorbierten Komponenten dadurch abgegeben werden, daß die Kohle auf 150° C erwärmt wird und Dampf mit einem Durchsatz von- 150 kg/h durchströmt. Die aktivierte Kohle wird dann auf 30° C gekühlt und in die vielstufige Wirbelbettadsorptionsanlage übergeführt. Bei einer kontinuierlichen Durchführung des Verfahrens über 240 h beträgt die Ausbeute an Äthylen über 90%, während die Menge an frisch zuzugebender
ao aktiver Holzkohle etwa 0,6 kg/h beträgt, was dem mechanischen Abrieb entspricht.
Wird dieses Verfahren ohne die erfindungsgemäße Vorbehandlung des Koksofengases durchgeführt, so beträgt die Äthylenausbeute zu Beginn 99,0 %, nach 24 h 50 °/o und nach 48 h nur noch 20';«. Dies ist darauf zurückzuführen, daß durch die Adsorption der durch Vorbehandlung nicht adsorbierten Gaskomponenten das Adsorptionsvermögen der Aktivkohle gegenüber Äthylen geringer wird. Für eine mittlere Ausbeute von 50 % Äthylen müßten kontinuierlich 100 kg/h frische Aktivkohle zugegeben werden.
Dieses Beispiel zeigt, daß durch die erfindungsgemäße Vorbehandlung in der Adsorptionstrennanlage nur noch die Abriebsverluste des Adsorptionsmediums ersetzt werden müssen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Vorbehandlung von Koksofengas zur Gewinnung von Äthylen durch Adsorption an Aktivkohle, dadurch gekennzeichnet, daß das Koksofengas durch Adsorption von gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffen mit mehr als drei Kohlenwasserstoffatomen und von Sulfiden an dampfaktiviertem Anthrazit, Braunkohle oder Lignit vorgereinigt wird.

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