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DE1543020A1 - Verfahren zur Herstellung von Monochlortoluolen mit hohem Gehalt an p-Chlortoluol durch Chlorierung von Toluol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monochlortoluolen mit hohem Gehalt an p-Chlortoluol durch Chlorierung von Toluol

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DE1543020A1
DE1543020A1 DE19651543020 DE1543020A DE1543020A1 DE 1543020 A1 DE1543020 A1 DE 1543020A1 DE 19651543020 DE19651543020 DE 19651543020 DE 1543020 A DE1543020 A DE 1543020A DE 1543020 A1 DE1543020 A1 DE 1543020A1
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DE
Germany
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catalyst
toluene
chlorotoluene
sulfur
chlorination
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DE19651543020
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DE1543020B2 (de
DE1543020C3 (de
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Harry Flayman
Jonathan Zakary
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Hooker Chemical Corp
Original Assignee
Hooker Chemical Corp
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Publication date
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Granted legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/06Halogens; Compounds thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms
    • C07C17/12Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms in the ring of aromatic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

Anmelde-Hr β 394 069
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Monochlortoluolen mit hohem Gehalt an p-Chlortoluol durch Cnlcrierung von Toluol in Gegenwart eines Katalyeatore, welches dadurch gekennzeichnet ißt, daß die Chlorierung in Gegenwart eines komplexen, schwefelhaltigen Eisenhaiogenid-Xatalysatore durchgeführt wird, wobei der Scbwefelanteil des komplexen Katalysators aus Schwefel oder einem Schwefelhalogenid besteht,
Die Chlorierungsprodukte von Toluol haben als chemische Zwischenprodukte bei der Herstellung von Chemikalien z.B, für landwirtschaftliche und pharmazeutische Zwecks einen weiten Anwendungsbereich . 51Ur diese Zwecke werden häufig die reinen Isomere, manchmal in über 96#igftr Reinheit;, benötigt. Verhältnismäßig reine Isomere Bind wertvoller als Gemischec Wenn Toluol
209817/M99 BAD ORIG.NAL
in Gegenwart ein·» herkönmiiohen
chloriert wird, erhält man ein Gemisch d»r τereοhi«denen In Ring chlorierten derivate, nämlich, ta·-, p~ und o-Chlorfcoluol3 Wenn also chemisch reines aoluol in Gegenwart eineo Katalysators wie Eisenchlorid mit einer bestimmten !»Senge von Chlor chloriert wird, die theoretisch ausreicht., das gesamte Toluol in Monochiortoluol umzuwandeln, so ist die typische Zusammensetzung des Produktes etvra folgende*» 13$ nicht umgesetztes Toluol, 48$ o-Chlortoluol, 22?i p-Chlortoluol. 3i» Bt-Chlortoluol und
polychloriertes toluol. In der Praxis ist es gewähnlich iiblich? die Herstellung \ron Monochlortoluol durch Verwendung von geringeren Mengen von Chlor zu begünstigen,. Doch sogar bei diesem Verfahren bilden sich beträchtliche Hengen polychlorierter Produkte und man erhält größere Mengen nicht umgesetestea Toluol, das vom Produkt abgetrennt und im Kreißlauf in den Reaktor eu rüofcgeführt «erden muß.
Bei den bekannten Verfahren zur Chlorierung von Toluol erhält man im Verhältnis zum Para-Isomer mehr o-Chlortoluol, was ein kostspieliger Nachteil sein kann, falls am Markt die Nachfrage naoh p-Ohlortoluol größer ist.
Die schwierige Isolierung des Para-Isomers vom Ortho- und ileta-Isomer kann durch Destillation erfolgen. Da ;jedoch die Siedepunkte sehr dicht beieiiiandei? liegen, destilliert das Mela-Isomer mit dem Para-Isomer über, wodurch eine zusätzliche Reinigung erforderlich viirdp uiu daa Para-Jaomer in übor ^8^iga:c Kel.nb.eit su erhalten
20981 7/U99 BAD ORIGINAL
Die vorstehend genannten Nachteile der herköarolichan. Chlorier u&gß verfahren werden von άβιο erfindiuag£gei&älten Verfahren "baaeitigtr
Wie die nachfolgenden Beispiele erläutern, kann die Zusammenc9tzun|efm erfindungegemäßen Verfahren verwendeten Katalysators Je nach dem geforderten Prozentsatz von Isomeren variiert werden. Ins allgemeinen ßetat sich der komplexe, schwefelhaltige Eleenhalogenid-Eatalysater aus etwa 1 bis 10 Teilen einee Eisen(III)-halogenide auf etwa 1 Teil Schwefel oder etwa 1 bio 2 Teile einee Schwefeln« logc-nids zusammen. 3üß können größere oder geringere Mengen von Eieenhalogenid und Sohwefelhalogenid verwendet werden, z.E. von 0,5 bis zu 20 Cevs lobt α teile eines Eisenhalogenid3 auf 0,5 biß 5 (Jewichteteile einee Sohwefelhalogenids. In einer bevorzugten Ausführung^form des erfindungegemäßen Verfahrene besteht der komplexe Katalysator im allgemeinen aus 0,01$ bis 1# Eieenohlord -und O1Ol bis ljt'.der echwefelhaltigen Verbindung. Der Halogenidantoil das KatelrsatorB kann z.B. aus Chlor oder Brom bestehen. Daher können £»Ββ ΒΙβοη(ϊΙΙ)-ohlorid, EisenClIIJ-bromid, Eiaen(Il)-ohlorid, Schwefelohlorid, Schwefölbromid oder Schwefel zitaanimen mit Chlor und !Toluol als Reaktionsteilnehmer verwendet werden»
Die übrigen Reaktionsbedingungen äes erfinüungsgemSL3en Verfahrens richten sich im allgemeinen nach den verwendeten Reaktionstoilnehmern, don gewünschten Produkten und der erforderlichen Reaktionsgeschwindigkeit. Im allgemeinen liegt die
BAD ORIGINAL 209817/U99 —
Reaktionoteniperatiir zwischen etwa 40 bia etwa 900O} vorzugsweise Kwisoher etwa 45 "bis 60 C« iißtürlich können auofc httnere» oder niedrigere Temperaturen angewandt wsräen, vcrau3g3setsi;f daß sie de». ßelrationsmochanismus nicht ungünstig beeinflussen, Gewöhnlich wird bei ifomaldruclc,. falls erforderlich aber auoh bei Atmoaphärentiber- oder-unter&ruo.'j: ge
ψ Eao Chlor kann entweder im f3.iieeigen oder im gaKfÖrioigen Zueingeleitet und verwendet werden, wobei Ohlorgas die "bc—
Porin ist. Desgleichen kann der verwendete komplexe Katalysator entweder vor der eigentlichen Umsetzung hergestellt werden, indem man seine Beatandteile miteinander tei einer Temperatur zwischen etwa 25 und etwa 2000C misoht und umsottrt, oder zum Reaktionegemisoh in seinen einzelnen Beetandteilen in den erforderlichen Anteilen gibt*
Da» Mengenverhältnis von Eisen(III)-ohlorid au Schwefelohlorid oder Schwefel hat einen wesentlichen Einfluß auf daβ Isomeren» verhältnis. Ist das Mengenverhältnis au hoch und liegt außerhalb des angegebenen Bereiches, so überwiegt die Wirkung d©s Eieen(lII)-chlorids und die Ergebnisse sind annähernd öle gleichen wie bei Verwendung von Eieen(III}-ohlorid alleine
Ist das Mengenverhältnis au niedrig, so kann 3ich die Chlorierungsgesohwindigkeit vermindern und Seitenkettensubstitution erfolgen. Die Konzentration defi komplwvcezj Katalysators in dem
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BAD ORIGINAL
15A3020
Reaktionegefldöch. ka»n von ρ ra V; Ii sehe λ Überlegungen ber bestimmt, werben. Zu geringo Konzentration führt zu einer langsamen Chlorieren?, j raSgiich erweise zum gänaliohe» Vorlust Cl1Sr katolytischen Y/irkung, falls Verunreinigungen den Katalysator zerstören« Duro.u zu hohe. Konzentration doa Katalyöators antetehen einerBeits zusätaliche Koaten fiir don Katalysator und artdorersaitö später Schwierigkeiten, "bei der Aufarbei-kiiig und Reinigung, die durch die Gegenwart der übersehiiBflifjen Katalysator-' ^ menge \mbutig erschwert werden.
Da» naoh den erfinöungsgemäßen Verfahren erhaltene Produkt ist im allgemeinen ein Gemioch aus o- und p-Chlortoluol, sowie einem geringen Anteil an m-Chlortoluol und Polyohlortoluolen. Falls erforderlich, kann daa p-Giilortoluol in an aioh bekannter Weise, z.B. durch Destillation abgetrennt werden. Wie vorstehend beschrieben, ist ββ schwierig, die Para- und Meta-Isomeren zu trennen, jedoch ist dies bei der Durchführung dee eriindung.·:gemäßen Verfahrens nicht nötig, da eioh nur eiao * geringe, unbedeutende. Menge von m-Chlortoluol bildet,
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Falle nicht andere angegeben, beziehen sich leilo auf dae Gewicht.
BAD 2 01)8 17/ U9<)
Be ispiele. 2i,3.a.
In de« nachstehenden Beispielen wurde als fteaKtor ein Kolben ausreichender Crüfie verwendet, um die erforderliche fitenge des Toluols aufzunehmen (im allgemeinen 1..3 Idter) t Dei* Kolben war mit einem Einlaj3rchr für Color«, das unterhalb des Plüseigkaitaspiegele endete, einem Rührwerk, einem Thermometer und einem k Bückflu&kUhlcr ausgestattet., Ziun Erhitzer· oder Küfrlen wurde ein WasGerbad verwendet,. Nicht konäensierbare Stoff3 wie wurden in einer Weae&rfalle
Der Reaktor wird mit Toluol (gemäß Höntgenanalyco weniger ala 20 Teile / 1 Million Teile Schwefel enthaltend- beachickt iuid die erforderliohe Piewge des Katalysators viird zugegeben; man iäöt nun das Chlor unter Rübren einströmen. Die !Temperatur wird rasch singeatellt und die Umsetzung so lange fortgesetzt, "bis der erforderliche Chlorierungsgradi erreioiit ist. In den Bei- v · 3pie.len liegt das verwendete Verhältnis von Chlor zu Toluol zwisohon 1,50 und 1,55. Me in der Tabelle angegebenes umsetzungen dauerten etv.a 5 bio 12 Stunden. Eas spezifische Gewicht tier Reaktionsmasse ist ein geeignete* Maß für den Ohlorieruogßgrad, derm die überführung von Tolucl in Mccochlortoluol iet im vjeaontlichen bei eiuam spczii^schea Gewicht vori :ij08 (auf 200C korrigiert) beendet? wenn did Ohlorieru?g naofr öoii erfindungs»· geicäße.u Veri'aliron ej-fol§tr Proben können dox ReaktionsinaBae während der Umsetzung entwo/umen wevden- uia auf diese Weine üi.a
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g dee Produktes und seinen Chlorienmgsgrad zu bestimmen. Reaktionstainperatur, Art υ.ηά Kenge den vc-iiv/endeten Katalysators unfl dio erhaltenen Ergebnisse aind in Tabelle I aufgezeigte. Daß Mengenverhältnic von üOdAol zu Chlor kann swiBchen
1 und 2 liegen Und die Ilesktionsaeil; kann 12 Stunden übers öhre it en, wobei letztere teilweise durch den Druck, mit dem das Chlor ein-Btröiat, bestimmt wird und sioh bei steigendem Druck verkürzte»
bad
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Q tabelle I .
Seiepiel Hr, 1 2 3 4 5 6 7
P.ea^tioneteilnehmei» 0,06 0,10 0,10 0,01 0,03. 0s04 O4.04
auf 100 Teile Toluol
awn, ι,ο ι,ο o.io 0,30 0,50 0,10 0,0» 0>°\ °'05 °'05 °'01 °>024 °'01 0^005
Schwefel (zugege- ,---«.-.-
ben ale S2Cl2) - 0,24 0,005 0,005 60 25 85 45 45 60 60
Wasser - -.-.«- ^ ~ «.
Reektions-Temperatur °C 40 75 75 60 45 45 45
Infraroi-analyee "~ * """ "" '
der Produkte,Gew.% . 43,0 45,5 5O9I 48,9 20 51,2 ?0f6 :
Sa1OlUOl 5,2 3,5 11,9 44,1 - - 2,5 45,X) 35,0 41,1 43Γ1 £l5 ?46,5f45,-7 !
g o~Cniortoluol 48,5 49,8 46,0 34,7 51,7 50,5 50,2 έΡ?5 -^0,3 <0?4 ^0?3 / * / ' t$
- p-Cblor-fcoluol 24,1 21,3 24,0 Il6,8 43,7 42,5 45,5 88*5 80,8 91S6 92,3 35 97*7 96,3
^ tt-Chlortoluol 2,7 3,6 2f6 / ^0,3 ^T0,5 ^0,5 - " 1S^5 " \
it©.-.p-,in-Ghlortoluole 75,3 74,7 72,6 51,5 95,7 93,5 96,2 11,3 2,8 7,7 7,8 4?5 1,7 3-7
^ ßeozy.T cblorid ~ ._ - ... ^=. ... - .
3?.i.chlortauf> Ucand.. 19,5 21,9 35,3 4,3 4,4 6,4 1,2 höher chlorierte
Px'odukte l,o 1,3 1?2 1,1 - - » -
Mengenveihäl-fcnis von
c-0hlorioiuol su
p-Chlortcluol 2,0 2,3 1,9 - 1,2 1,2 1,1 0f011 0,009 0,010 0..00? - - -^
Msngenverhältnis von · ^
jr:-cBlortoluol au CaJ
p-Ohlortoluol 0,-11 0,17 0,11 - 0?007 0,011 0,011 o
ro - Zeichen für "weniger als" °
Prüfung und Aneiysen der nach dem eriindraagsgemäßen Verfahren hergestellten Produkte ergeben ,daß der Katalysator zwl- Bildung eines Produktes führt, daß einen ungewöhnlich hohen Gehalt an p-Chlortoluol bositst, und daß der Katalysator die Bildung von Ei-Chlortoluol praktisch gänzlich unterdrückt, Weiterhin fördert der im er£indungsgeaiä£en Verfahren verwendete- Kaf.alyaalior di® selektive Chlorierung von Toluol zu Monochlortoliiol unö verhindert die Bildung von Diehlortoluol und Polyohlortoluolen noch während der Anwesenheit von !Doluol ira Eeaktionsgemisoh. Selbst- ™ verständlich ist es möglich, Diohlortoluole und Polychlortoluole in Gegenwart dieses Katalysators herzustellen, indem man weiterhin so lange Chlor bei geeigneter !Temperatur zugibt, bia der erforderliche Chlorierungsgrad erreicht istο
Die Angaben in den Beispielen 5-11 weisen darauf hin, daß eich nur wenig m-Chlortoluol bildet, wenn der Katalysator im geeigneten Mengenverhältnis verwendet wird, und daß das Verhältnis von o-Chlortoluol zum erhaltenen p-Chlortoluol nur 1,2 oder we- ^ niger beträft c Wird der Katalysator in !Form der getrennten Verbindung zugegeben, oo verwendet man den Katalysator vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis arischen lsi bis 8:1 von Eisenhalogenid su Schwefel, doch sind Gewiehtsverhältniase über 8*1 (Beispiel 6) ebenfalls wirkungavoll. Wenn ,isdooh dieses Mengenverhältnis wesentlich weniger als lil beträgt 'Beispisl 12}, so kann ea zur Bildung von größeren Mengen von Seitenkeirfcanekle·- r:ierim3t?produ3r.te3o v.nd Polychlortoluolen kommen. Venmreii durch minimale Mengen von Wasser (Beispiel S) öeelRT.
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.ic- 15A3020
tlgen die Wirkung des Katalysators normalerweise nicht.
Durch Chlorierung in Gegenwart dec in ggfindungogemaSen Verfahre» verwendeten Xatalyeators wird das !Toluol, mit dem der Reaktor "beschickt wird, fast vollständig in Monoohlortoluol umgewandelt und es entsteht gleichzeitig nur eine unbedeutende Menge von Polychlortcluolen, wie die Beispiele 7,13 und 14 erläutern. Wird der herkömmliche Bisen(ΙΪΪ-)ohlorid-Katalysator allein verwenclfst, 80 miß man die Chlorierung beenden, wenn etwa die Hälfte deo Toluole noch nicht umgesetzt iet (Bei· spiel 4·) s falls man die gleichseitige Bildung von Dichlor- und Polychlortoluolen auf die geringe Menge begrenzen will, die man bei Verwendung des erfindungsgemäßen Katalysators erhält.
Wird dae Toluol einem Reaktor kontinuierlich zugeführt und daa Produkt kontinuierlich abgeaogen, so enthält das Produkt einen höheren Anteil an nicht umgesetztem Toluol und an Poly» ) ohlortoluoi, als wenn man bei gleichem GhIorierungagraft die Chlorierung diskontinuierlich vornimmt. Der Unterschied swieohen den Ergebnissen bei diskontinuierlichem und kontinuierlichem Verfahren ist jedoch bei Verwendimg des neuen Katalysators wesentlich geringer, da der Unterschied zwisohen der Chlorifc£ungBg6Bohwi*}iiigk'3it von Toluol und seinen Chlorierungeprcdukt^r bei avm B^uen Katalysator wesentlich größer 1st ala bei des bekannten Katalysator. Εε ist also offensichtlich, daß hei koaöinuierlicher Arbeiteweiße der hoho
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3.3.
Selektivitätsgrad, den man bei der Chlorierung mit dem neuen Katalysator erreicht, einen noch größeren 'Vorteil gegenüber dem herkb'mialionen Katalysator darstellt als bei diskontinuierlichem Verfahren. In ähnlicher V/eise wie in Beispiel 1-14 erläutert, wird £ißen(ll)~clilorid anstelle von Eisen (IH)-OhIorid verwendet, das unter den Reaktionebedingungen praktlsoh völlig in Eisen'ni)-ehlorid verwandelt w±rd0 Ebenso kann Eisen(II)-3ulfiä allein und Schwefel anstelle eines Schwefelhalogenida verwendet werden.
Bei der kontinuierlichen Chlorierung wird der vorstehend beschriebene Reaktor so auogeotattet, dafl kontinuierlich Toluol dosiert in den Reaktor gegeben und Gas Produkt kontinuierlich aus dem Reakt±on3geiaisck abgezogen wird« Die Reaktionsmaeee wird bei 600C gehalten. Eisen(III)-ohlorid und Sohwefelohlorid werden direkt, in Abständen von 24- Stunden und in Mengen von jeweile 0,3$ der Reaktiongmasse in den Reaktor gegeben. Da der Katalysator biß zu einem gewissen Grad in dem aus dem Reaktor strömenden Gut löslich ist, muß man von Zeit au Zeit zusätzllohe Mengen an Katalysator zugeben. In welchen Zeitabatänden dies erfolgt, ist nicht von Bedeutung, vorausgesetzt, daß Konzentration und Zusammensetzung des Katalysators im Reaktor innerhalb der vorstehend angegebenen Grenzen für das diskontinuierliche l Verfahren bleiben. Nach 80 Stunden kontinuierlicher Arbelts-i weise wurden folgende Ergebnisse erzieltί
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Produktanalyse, Gaw.-»#
ToluoX 9,0
o-Chlortoluol 45,6
p-Chlortoluol 40,6
Diohlor- und Polyohlortoluol 4,3
m< Chlort oluol «*£ 0,5
Mengenverhältnis von o-Chlor toluol s p~*Chlor toluol » 1?1 t 5.
Mengenrerhältnis von m-Chlortoluo! s p-Chlortoluol * 0,012 t 1
Bei der großtechnischen Durchfünrung dee erfindungsgeraäßen Verfahrens wird !Doluol in einem Bieengefäß mit einem Volumen von etwa 284o liter ohloriert, dae mit einem lUckflußkühlerf einem Kühlmantel und einem Chlorverteller ausgestattet ist, der sioh unterhalb des Tlussigkeitsspiegals am Boden des Gefäßes befindet» Eisen(III)-ohlorid und Schwefelmonoohlorid in Mengen von 0,06 bzw. 0,03 GewichtEprozent, bezogen auf das eingesetzte Toluol, werden als Katalysator verwendet. Während der Chlorierung wird die Temperatur bei 600C gehalten. In diesem fall entsteht durch das Einströmen des Chlors und des aloh entwickelnden Chlorwasserstoffs und der Temperaturgradienten Bewegung. Dieses Verfahren erwies sich als zufriedenstellend, doch vorzugsweise soll, besonders bei einem kontinuierlich arbeitenden Reaktor* für mechanisches Rühren ge&orgt werden, damit die Katalysetorkomponenten und die Reaktionsteilnehaer gleichmäßig verteilt werden«
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4 3020
(Toluol ---
o-Ohloptolttol 48,0
p-Chloptoluol 45,0
m-Chlortoluol ^O ? 3
Gesamtmenge von Poly-
ohloi'toluolen 5,7
Mengenverhältnis von c-Ohlortoluol ι p-Chloitoluol * I8O : 1 Mengenverhältnis von si-Chlorioluol : p-Ohlortoluol « 0f006 .: 1
BAD 209817/1499

Claims (3)

1) Verfahren Eur Herstellung von MouoohlortoXuo3 en mil; hohem Gehalt an p-Chlortoluol durch Chlorierung von iüoluol in Gegenwart eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorierung in GegeijWjart eines liomplexen, schwefelhaltigen Eieenhalogenid-Katalysatora üurchgeftihrt wird, wobei der Schwefel· anteil dea komplexen KatalysatorB aus Schwefel oder einem Schwefelhalogenid besteht*
2) Verfahren nach Anspruch 1, aadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung zwischen etwa 40 bis etwa 900C durchgeführt wird.
3) Verfahren nach Anspruch 1F daiux-eä gekennzeichnet, daß der komplexe Katalysator aus 1 bis 10 Seilen elnua Eisenhalogenide und 1 bis 2 Seilen eines Schwefalhalogenida hergestellt norden ist.,
2098 17/1493
DE19651543020 1964-09-02 1965-08-18 Verfahren zur herstellung von mischungen von monochlortoluolen mit hohem gehalt an p-chlortoluol durch chlorierung von toluol Granted DE1543020B2 (de)

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