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DE1542167A1 - Hochdruck- und Hochtemperaturvorrichtung - Google Patents

Hochdruck- und Hochtemperaturvorrichtung

Info

Publication number
DE1542167A1
DE1542167A1 DE19651542167 DE1542167A DE1542167A1 DE 1542167 A1 DE1542167 A1 DE 1542167A1 DE 19651542167 DE19651542167 DE 19651542167 DE 1542167 A DE1542167 A DE 1542167A DE 1542167 A1 DE1542167 A1 DE 1542167A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
temperature
germanium
reaction vessel
cell
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651542167
Other languages
English (en)
Inventor
Strong Herbert Maxwell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1542167A1 publication Critical patent/DE1542167A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/005Control arrangements
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J3/00Processes of utilising sub-atmospheric or super-atmospheric pressure to effect chemical or physical change of matter; Apparatus therefor
    • B01J3/06Processes using ultra-high pressure, e.g. for the formation of diamonds; Apparatus therefor, e.g. moulds or dies
    • B01J3/065Presses for the formation of diamonds or boronitrides
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S425/00Plastic article or earthenware shaping or treating: apparatus
    • Y10S425/026High pressure

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • Hochdruck-und Hochtemperaturvorrichtung Diese Erfindung betrifft Reaktionsbehälter und Zubehör für Hochstdruckapparaturen, in denen diese Behälter ausserordentlich hohen Drücken und Temperaturen über längere Zeitabschnitte ausgesetzt sind, Die Erfindung betrifft insbesondere Einrichtungen zur Uberwachung der Druckbedingungen in einem derartigen Reaktionsbehälter, sowie Einrichtungen und Verfahren zum Ausgleich unerwünschter Druckänderungen in dem Reaktionsbehälter während des Fortschreitens der Reaktion.
  • Es wurden viele Überlegungen und Anstrengungen auf den Versuch verwendet, verbesserte Einrichtungen und Verfahren zur Bestimmung der absoluten Drucke und Temperaturen zu erzeugen, denen das Innere des Reaktionsbehälters tatsächlich unterworfen ist. Trotz der erreichten Fortschritte bestehen zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten, da die genaue Kenntnis von den vorherrschenden Umgebungsbedingungen während der Durchführung von Hochdruck-und Hochtemperaturvorgängen innerhalb des Reaktionsbehälters sehr wichtig für ein gründliches Verstehen der einzelnen, betreffenden Vorgänge ist. So wurde zum Beispiel, um die bemerkenswerte Umwandlung von sich nicht in Diamantform befindlichem Kohlenstoff, in Kohlenstoff der Diamantform vollständig zu erklären, ein viel zuverlässigeres Verfahren und/oder Einrichtungen zum Abschätzen der Bedingungen von Druck und Temperatur in der Reaktionskammer bisher lange gesucht. Es wird angenommen, dass ein gründlicheres Verständnis des Vorgangs der Diamanthildung erheblich verbesserte Qualität und Grosse, sowie die einfache Herstellung von verschiedenen kristallinen Formen von Diamanten durch genaue Steuerung der in Frage kommenden Parameter ermöglicht.
  • Zusätzlich wurde wegen der verschiedenen, in Materialien bei hohem Druck und hoher Temperatur auftretenden Reaktionen und Umwandlungen, bei denen sich gewöhnlich eine Verringerung des Volumens in dem Probenmaterial und dementsprechend eine Verringerung des Drucks in dem Reaktionsbehälter ergibt, ein zuverlässig steuerbares Verfahren oder ebensolche Einrichtungen zum Ausgleich bei Druckabnahmen durch diesen und andere Vorgänge gleichermassen gesucht. Das Wachstum von Diamanten hängt bekannterweise sehr von der Druck-Temperatur-Zeit-Beziehung ab. Aus diesem Grunde sind die hierin beschriebene Einrichtung und das Verfahren auf Diamanten-Wachstumsvorgänge bezogen. Diese Erfindung ist jedoch in gleicher Weise auf andere Hochtemperatur-und Hochdruckreaktionen anwendbar, bei denen der Ausgleich einer Druckabnahme wUnschenswert ist.
  • Es ist deshalb das Ziel dieser Erfindung, in einem Reaktionsbehälter zusätzlich ein Drucküberwachungselement mit einer ganz besonderen Ausgestaltung zu schaffen, durch die die Feststellung der zu messenden Parameter mit dem tberwochungselement sehr genau durchgeführt wird, und ein Verfahren und Einrichtungen zum steuerbaren Ausgleichen von Druckabnahmen in einem Reaktionsbehälter zu schaffen.
  • Dieses Ziel ist auf einen Reaktionsbehälter gerichtet, in dem in ihn ein kleiner Germaniumkörper oder ein kleines Germaniumstück eingebracht ist, das in Graphit enthalten oder vollständig durch Graphit umhUllt ist. Die diesen kleinen Germaniumkörper enthaltende Graphitmasse dient als Widerstands-Heizunaseinrichtung für das Germanium, und ein in der Nähe des Germaniums befindliches Thermoelement fühlt die Tem peratur der Graphit-Germanium-Zusammenstellung ab. Diese Drucküberwachungseinrichtung, die das eingeschlossene Germanium, die Heizeinrichtung und das Thermoelement umfasst, sollte sich in zwei Dritteln der Höhe der Reaktionsbehälterausbildung und nahe ihrem äusseren Umfang befinden. An einem geeigneten Ort innerhalb des Hochdruck-Reaktionsbehälters ist zusätzlich eine Menge einer Substanz angeordnet, bei der eine von einer Volumenzunahme von wenigstens ca, 5 % begleitete Aggregatzustands-Umwandlung unter Bedingungen eintritt, die in der Nähe des Arbeitsdrucks und der Arbeitstemperatur in dem Reaktionsbehälter vorhanden sind. Die Substanz zur Schaffung der Volumenzunahme sollte sich an einer Stelle befinden, an der das normalerweise in der Zelle unter Betriebsbedingungen auftretende Temperaturgefälle eine Temperatur für die Substanz liefert, die nahe der Temperatur liegt, bei der die Änderung des Aggregatzustands unter den vorherrschenden Druckbedingungen eintritt. Der Ausdruck"nderung des Aggregatzustands"soll Umwandlungen zwischen dem festen und dem flüssigen Zustand in jeder Richtung in Abhängigkeit davon beschreiben, welche Richtung die Volumenszunahme erzeugt. So braucht, wenn ein zusätzlicher Innendruck zum Ausgleich innerhalb der Reaktionszelle erforderlich ist, die Temperatur der vorerwähnten Substanz nur angehoben oder gesenkt zu werden. Dies kann durch eine kleine, unabhängige Heizvorrichtung oder durch Veränderung der Temperatur der Hauptheizvorrichtung erfolgen, wobei die gewünschte Änderung des Aggregatzustands zur Volumenzunahme auftritt.
  • Eine erfolgreiche Anwendung der den Druck ausgleichenden Volumenszunahme der ausgewählten Substanz hängt von einer genauen Anzeige der Druckschwankungen in dem Reaktionsbehälter ab. Wenn diese Information vorliegt, kann die geeignete Zeit zum Bewirken einer Volumenszunahme gewählt werden, wodurch eine ausgleichende Druckzunahme geschaffen wird. Diese ist ausserordentlich nützlich für die erfolgreiche Vollendung des Hochdruck -und Hochtemperaturvorgangs.
  • In der beigefügten, einen Teil der folgenden ins einzelne gehenden Beschreibung dieser Erfindung bildenden Zeichnung zeigen : Fig. 1 eine abgebrochen dargestellte, senkrecht geschnittene Ansicht einer Hochdruckvorrichtung, in die ein die Drucküberwachungseinrichtungen und die Druckausgleichseinrichtungen enthaltender Reaktionsbehälter eingebracht werden sollen ; Fig. 2 eine senkrecht geschnittene Ansicht einer Reaktionsbehältereinrichtung, die eine bevorzugte Anordnung dieser Erfindung verkbörpert ; Fig. 3 eine Draufsicht auf das in den Fig. 2 und 3 gezeigte Drucküberwachungselement ; Fig. 4 eine dreidimensionale Ansicht, die das Drucküberwachungselement mehr im einzelnen zeigt, und bei der ein Teil herausgebrochen ist ; Fig. 5 die Schmelzkurve für Germanium, die als das Verfahren dieser Erfindung ermöglichende Druckbezugsgrösse dient ; Fig. 6 eine senkrecht geschnittene Ansicht eines eine zweite Ausführungsform dieser Erfindung verkörpernden Reaktionsbehälters ; Fig. 7 eine senkrecht geschnittene Ansicht eines eine dritte AusfUhrungsform dieser Erfindung verkörpernden Reaktionsbehälters ; Fig. 8 eine graphische Darstellung, die sich aus der Eichung des Probenhalters oder des Reaktionsbehälters, wie er in Fig. 2 gezeigt ist, ergibt ; Fig. 9 eine graphische Darstellung der relativen Wirkungen der Drucklast über dem Druck in einem Reaktionsbehälter, wenn der Reaktionsbehälter heiss ist, verglichen mit dem Betrieb, wenn ihm keine Wärme zugeführt wurde ; Fig. 10 eine schematische Darstellung der Schaltung und der Anlagen zum Feststellen der Temperatur des Drucküberwachungselementes und zum steuerbaren Heizen des Drucküberwachungselementes, Fig. 11 eine schematische Darstellung einer Schaltungsanordnung und einer Anlage zum steuerbaren Heizen der Reaktionszelle, bei der das Material sich in der Rekationszelle befindet, um die Änderung des Aggregatzustands zu bewirken, sowie das Drucküberwachungselement, und Fig. 12 eine schematische Darstellung einer anderen Anordnung zum steuerbaren Beheizen der Reaktionszelle und des Materials, um eine Änderung des Aggregatzustands zu bewirken.
  • Die Vorrichtung 10 ist eine bevorzugte Form einer Einrichtung zur Erreichung von hohem Druck und hoher Temperatur, und sie ist in Fig. 1 dargestellt. In der Vorrichtung 10 ist ein Arbeitsvolumen geschaffen, das durch einen Ring oder einen Gürtel 11 und ein Paar von sich gegenüber befindlichen, konischen Stempeln 12-und 13 gebildet ist. Obgleich dies nicht dargestellt ist, soll unterstellt sein, dass der Gürtel 11 in. geeigneter Weise durch einen oder mehrere Bandagen-und Verstärkungsringe verstärkt ist, und dass sowohl der Gürtel 11 wie auch diese Verstärkungsringe aus hochfesten Materialien hergestellt sind. Der Gürtel 11 kann z. B. aus aufgekohltem Wolfram-Hartmetall bestehen, während die Ringe aus hochwertigem Werkzeugstahl hergestellt sein können Die Stempel 12 und 13 bestehen ebenso aus hochfestem Material, wie entweder aufgekohltem Wolfram-Hartmetall oder Werkzeugstahl, und sie sind vorzugsweise mit einer Metallbandage oder Verstärkungsringen (nicht gezeigt) wie bei dem Gürtel 11 versehen. Das vorhandene oder durch diese Elemente gebildete Volumen nimmt einen Reaktionsbehälter 14 und einen Dichtungssatz 16 auf, der das Volumen 17 bildet, indem der Reaktionsbehälter 14 dicht eingepasst ist. Der Dichtungssatz 16 dient auch zur Abdichtung des Reaktionsbehälters 14 innerhalb des allgemein durch die Stempel 12 und 13 und den Gürtel 11 umgrenzten Volumens.
  • Der Dichtungssatz 16 enthält obere und untere Teileinheiten, und da diese Teileinheiten alle gleichartig sind, wird nur der obere Dichtungssatz beschrieben. Der obere Dichtungssatz enthält drei Elemente : Die thermisch und elektrisch isolierenden Dichtungen 20 und 21 und die zwischen ihnen angeordnete, elektrisch leitende Dichtung 22, die von dem Gürtel, 11 und dem Stempel 12 isoliert ist. Jede dieser Dichtungen ist ein ringförmiger Körper von im all. gemeinen kegelstumpfförmiger Gestalt, und diese Dichtungselemente wirken zusammen, indem sie fest aneinander anliegen und den Raum zwischen gegenilberliegenden Oberflächen zwischen dem Gürtel 11 und dem Stempel 12 füllen. Zusätzlich zur Abdichtung des Betriebsvolume, wie es weiter oben angedeutet ist, erlaubt dieser Dichtungssatz 16 wegen der besonderen Eigenschaften der für die Herstellung dieser Dichtungen gewählten Materialien während der Übertragung hoher Drücke von der Vorrichtung auf die Probe in im allgemeinen hydrostatischer Art und Weise eine relativ grosse Bewegung des Stempels (oder der Stempel) bezüglich des Gürtels 11. Weiterhin schafft die Dichtungsmanschette eine elektrische Isolation zwischen dem Gurtel 11 und den Stempeln 12 und 13, während der Reaktionsbehälter 14 mit der elektrischen Widerstandsheizung beheizt wird, damit entsprechend den Erfordernissen hohe Temperaturen darin geschaffen werden.
  • Zur Herstellung der Dichtungen 20 und 21 kann eine Vielzahl von Materialien verwendet werden. Für diese Anwendung werden Pyrophyllit, Talk, Catlinit oder andere thermisch und elektrisch isolierende Materialien bevorzugt, während die Dichtung 22 aus Flußstahl hergestellt sein kann. Die Metalldichtung 22 wird dazu verwendet, damit den zusammenwirkenden Dichtungselementen Zähigkeit und Verformungsfähigkeit verliehen wird.
  • Bei der Anwendung dieser Erfindung können verschiedene @@ak@ onsbenälter-Ausbildungen verwendet werden. So kann z. ler ier Herkömmliche mit Pyrophyllit umhiillte Probenhalter, ein @@ dittelbereich Natriumchlorid enthaltender Probenhalter @@ ter USa-Patentschrift 3 030 662 - Strong beschrieben) oder der im wesentlichen vollständig aus natriumchlorid (Fig. 2) zusammengesetzte Probenhalter verwendet werden. In jedem Falle sind jedoch zwei Thermoelemente, wie etwa Platin-Piatinrhodium-Thermoelemente 31 und 32 so angeordent, dass sich das eine Thermoelement in ler iTähe der Mitte der Reaktionszelle 14 befindet, um die Temperatur an dem heissesten Punkt in der Zelle zu messen, und das andere Thermoelement ei-nen Teil der Drucküberwachungseinheit 33 bildet und dabei in lie Graphit-Heizeinrichtung 34 zur genauen Feststellung der Temperatur des Germaniumkörpers 36 eingebettet ist. Das Thermoelement 31 hat Zuleitungen 37 aus Platin und 38 aus Platinrhodium, und das Thermoelement 32 hat Zuleitungen 39 aus Platin und 41 aus Platinrhodium. Die Zuleitungen 37 und 38 sind aus dem Reaktionsbehälter 14 jeweils durch Bornitrid Röhren 42 und 43 herausgeführt und dann durch den Dichtungssatz 16 zu einer Einrichtung geführt, die die Anzeige der durch das Thermoelement 31 abgefühlten Temperatur ermöglicht. Die Röhren 42 und 43 isolieren die Zuleitungen 37 und 38 elektrisch von der Graphit-Heizr@hre 44, In der in Fig. 2 gezeigten Anordnung wird die Temperatur in der einen Diamantkristallkeim, Graphit und eine Menge von geeignetem Katalysatormetall enthaltenden Reaktionsprobe 46 durch das Thermoelement 31 abgefuhlt, Die trobe 46 ist durch das innerhalb der Heizröhre 44 befindliche Natrium- Chlorid elektrisch isoLierb. In gleicher Weise befindet sich in der Heizrohre 44 eine Menge von Silizium sehr hoher Reinheit in Form einer Scheibe 47, das zum Ausgleich des Druckabfall :. ; in der Zelle 14 dient, wenn die Diamantbildungs-Reaktion fortschreitet. Der Ausgleich erfolgt dadurch, dass das Silizium einer Änderung des Aggregstzustands unterworfen wird, die eine Zunahme in seinem Volumen ergibb. Die Steuerung der Änderung des Aggregatzustands wird bevorzugt ladurch bewirk'», dass ein zweiter iHeizkreis (der einen Teil der hauptheizeinrichtung verwenden oder nicht verwenden kann) als Heizeinrichtung verwendet wird. Die beiden Heizeinrichtungen gestatten eine unabhängige Kontrolle über die Heizeinrichtungen, damit die Änderung des Aggregabzustands nach Wunsch durchgeführt werden kann, und lie Einrichtungen sind in den Fig. 11 und 12 gezeigt. Der in Fig. 2 gezeigte und zu dem Haupt-und Sekundärheizkreis beitragende Teil der Reaktionszelleneinrichtung ist folgender : Im Hauptheizkreis befinden sich folgende elektrisch leitende Elemente in elektrischem Kontakt miteinander und mit den Stempeln 12 und 13 : Der Ring 48, die Scheibe 49, die Heizröhre 44, die Scheibe 51 und der Ring 52 ; im Sekundärheizkreis befinden sich folgende elektrisch leitenden Elemente in elektrischem Kontakt miteinander und mit dem oberen Stahlkonus 22 und dem Stempel 12 : Der Ring 53, der Ring 54, der Lappen 57 auf der Dichtung 58, die Dichtung 58, der obere Bereich der Heizröhre 44, die Scheibe 49 und der Ring 48. Vorzugaweise die nichtleitenden Bereiche des Reaktionsbehälters 14 sind aus Natriumchlorid hergestellt, wobei die nichtleitenden Teile der Endkappen 59 und 61 ausgenommen sind, die aus Pyrophyllit hergestellt sind. Es können jedoch andere Materialien wie etwa dj e, die für die Zusammenstellung der Dichtungen PO und 21 ang eführt wurden, verwendet werden.
  • Die Einrichtung zur Aufnahme des Germaniumblocks oder -körp. ers 36 ist besonders wichtig. Eine Ausführungsform sowie dle Art und Weise, in der die in dieser bestimmten Einrichtung enthaltenen Elemente zueinander befi. ndlich sind, ist am besten in den Fig. 3 und 4 gezeigt. Es wurden verschiedene Vorteile gefunden, um diese bestimmte Kombination von Graphit und Germanium zu verwenden. Dadurch, dass als Heizelement 34 für das Germanium 36 Graphit verwendet wurde, und dass ein wesentlicher Bereich der Oberfläche des Germaniumblocks 36 mit Graphit ; umhüllt wurde, wurden im wesentlichen verschiedene Nachteile vermieden, die bei den üblichen benützten Einrichtungen auftraten, die den Schmelzpunkt eines als Messkriterium des Drucks mittels des Widerstandsveränderungsverfahrens verwendeten Materials suchen. Dieser Nachteil besteht darin, dass der Schmelzpunkt gewöhnlich über einem Temperaturbereich streut, über dem sich der Widerstand rasch ändert. Dieses Verhalten vermindert natürlich die Genauigkeit der Schmelzpunktsbestimmung in grossem Masse. Im Gegensatz dazu wurde gefunden, dass, wenn der Germaniumkörper 36 sich in Graphit befindet oder ein wesentlicher Teil der Oberfläche des Germaniumkörpers überdeckt ist, bei der Durchführung der Widerstandsänderungsmethode der Schmelzpunkt von Germanium sehr genau auffindbar ist. Dies folgt augenscheinlich daraus, dass solange das Germanium fest bleibt, der Widerstand des Graphits 34 der Widerstand des zusammengefügten Aufbaus 33 bleibt. Dabei nimmt die Xnderung des Widerstands des Graphits mit zunehmender Temperatur sehr langsam ab. Sobald jedoch das Schmelzen des Germaniums 36 eintritt, wird das Germanium 36 leitend, und der Widerstand des zusammengefügten Aufbaus 33 fällt sehr steil ab. Wenn das Schmelzen des Germaniums 36 begonnen hat, bleibt die zusammengefügte Graphit-Germanium-Drucküberwachungseinheit 33 auch auf konstanter Temperatur, und zwar auf der Temperatur des Schmelzpunktes von Germanium, bis ein sehr grosser Energiebetrag zugeführt wird. Ein anderer Hauptvorteil der Graphit-Germanium-Zusammenstellung ist darin zu sehen, dass das Thermoelement 32 sich in einem isothermischen Bereich mit dem Germaniumblock 36 befindet, und zwar dadurch, dass das Thermoelement 32 als eine flache Perle auf dem Thermoelementdraht ausgebildet ist (d. h. 0, 127 mm Platin/Platin-10-Rhodiumdraht), und dass diese Perle 32 in die Graphitstreifen-Heizeinrichtung 34 Uber das Germanium (wie in Fig. 4 gezeigt) eingedrückt wird, so dass das Thermoelement 32 tatsächlich ein Teil des Heizkreises wird. Durch die Verwendung von Graphit wird diese Anordnung möglich, und sie erlaubt es, Anzeigen von höchster Genauigkeit zu erzeugen. Weiterhin ist der Widerstandswert von Graphit praktisch konstant, was einen besonderen Vorteil vor einem Behälter aus Titanrohr oder aus anderen Materialien ergibt. Graphit ist chemischinert und kann gleichzeitig sowohl als Heizeinrichtung wie als Behältereinrichtung für das Germanium wirken. Das Umschliessen des Germaniums ist besonders wichtig, da bei Berührung des Thermoelements 32 mit geschmolzenem Germanium 36 die Eichung des Thermoelements 32 vollständig zerstört wird.
  • Germanium wurde als das bestgeeignetste Material gewählt, um innerhalb des Reaktionsbehälters 14 auftretende Druckveränderungen zu überwachen Dies geschah hauptsächlich deswegen, weil die Schmelzkurve von Germanium bis zum Tripelpunkt linear ist. Diese Kurve ist in Fig. 5 gezeigt. Das Fehlen einer Krümmung läss@ die Annahme zu, dass die Kompressibilität für festes und flüssiges Germanium in dem dargestellten Druckbereich gleich bleibt. Der Schmelzpunkt von Germanium bietet zur Druckmessung bei hohen Temperaturen den Vorteil seines Temperaturbereichs (930° C bis 580° C), sowie die starke negative Neigung und die innewohnende Schmelzwärme Viele, mit Germanium durchgeführte Beobachtungen der Druckveränderungen während des Diamanten-Wachstumsprozesses ergaben, dass beim Beginn des Diamantenwachstums eine rasche Anfangs-Druckabnahme in der Reaktionszelle auftrat, der ein geringer, andauernder Druckverlust während des Fortschreitens des Diamantwachstums folgte. Es ist bekannt dass die Druck-Temperatur-Zeit-Beziehung einen sehr starken Einfluss auf das Diamantenwachstum hat. Die Fähigkeit von Germanium, eine genaue Anzeige von während des Diamantenwachstums auftretenden Druckveränderungen zu schaffen, ist deshalb besonders wichtig, wenn irgendeine Steuereinrichtung erfolgreich angewendet werden soll, um die Graphit-Diamantreaktion durch Ausgleich der Druckabnahme zu optimieren.
  • Zur Verwendung des Germaniumblocks 36 für UberwachunVs-Druckveränderungen während Hochdruck-und Hochtemperaturvorgängen ist es erforderlich, zuerst Druckeichuryen fur die bestimmte, verwendete Reaktionszellenanordnung zu erhalten. Die Fig. 8 zeigt drei Druckeichungskurven (a, b und c), von denen die Kurven a und b die Eichkurven fü die in Fig. 2 gezeigte Reaktionszellenanordnung darstellen. Dabei ikt die Kurve a die Eichkurve bei Raumtemperatur, und die Kurve b ist die Eichkurve bei Diamantenwachstums-Temperatur (ca. 1400° C), Die Kurve c ist die Eichkurve bei Raumtemperatur für eine Reaktionszelle, bei der anstelle des in der in Fig. 2 beschriebenen Reaktionszelle verwendeten Natriumchlorids ein Pyrophyllit-Aussenzylinder verwendet wird. Die Kurven a und c ergaben sich aus den üblichen Druck-Eichbezugspunkten bei Raumtemperatur, d. h. bei 25 und 27 Kilobar (Kb) für Wismut, 37 Kb für Tantal und 59 Kb fü Barium. Die Kurve b ergab sich dadurch, dass die Graphit-Germanium-Drucküberwachungseinheit 33 in den Zellenaufbau eingesetzt wurde. Danach wird die Temperatur der Graphit-Germaniumeinheit 33 alleine bei verschiedenen, bestimmten Druckbeautschlagungen gesteigert, um das Germanium 36 zu-schmelzen. Diese Schmelztemperatur des Germaniums wird aufgezeichnet. Dann wird für die gleichen Druckbeaufschlagungen der Schmelzpunkt des Germaniums 36 zum zweiten Mal gesucht, wobei die gesamte Zelle 14 auf die zu verwendende Betriebstemperatur (d. h. etwa 1400° C zum Diamantenwanchstum aufgeheiezt wird. und es wird die Veränderung der Schmeizpunktienmeratur beobachtet. Daraufhin ist durch Bestimmung deS Versnuerungsmasses des Schmelzpunktes von Germanium in Abhängigkeit vom Druck aus der Fig. 5 (Neigung der Schmelzkurve) die Druckveränderung in der Zelle 14 in Abhängigkeit von der Beheizung der Zelle berechenbar.
  • Bei Feststellung einer ausreichenden Anzahl solcher berichtigter Punkte kann die Kurve b gezeichnet werden.
  • Aus dem Vergleich der Kurven a und b kann ein Merkmal des Vorteils bei Verwendung von Natriumchlorid für den Reaktionszellenaufbau ersehen werden. Wenn Salz unter Druck erhitzt wiza, dehnt es sich aus und liefert deshalb zusätzlichen Druck für die Anlage. Andererseits neigt Pyrophyllit (Kurve c) dazu, unter Druck beim Beheizen dichter zu werden. Deshalb wurde gefunden, dass der Druck in der Salzzelle von 12 bis 17 % bei Beheizung auf annähernd 1400°C gegenüber dem Druck bei Raumtemperatureichung zunahm.
  • Wenn die Druck-Eichkurve fUr die zu verwendende, bestimmte Reaionsbehälterausführungaufgestelltwurde, kann die geeignete Druckbelastung zur Erzielung des gewünschten Betriebdrucks i@ der Reaktionszelle aufgewendet werden.
  • Dabei wird die Druck-Eichkurve für die angenäherte Betriebstemperatur verwendet. Danach können während des Durchftihrens des Hochdruckprozesses die Abweichungen des Drucks in der Zelle von dem gewUnschten Druckwert leicht mit den Drucküberwachungseinrichtungen bestimmt werden. Diese bestehen aus der Drucküberwachungseinheit 33 und der zugehörigen Schaltung und der Instrumentenausrüstung, wie sie in Fig. 10 gezeigt sind. Die Druckabweichungen können leicht bestimmt werden, da jede für einen gegebenen Schmelzpunkt des Germaniumkorpers 36 aufgezeichnete Temperatur einen entsprechenden Druckwert in der Fig. 5 hat. Die Drucküberwachungseinheit 33 wird periodisch aufgeheizt, um den Schmelzpunkt des Germaniumblocks 36 zu finden. Der Schmelzpunkt wird durch die Beobachtung einer starken Strom-und Spannungsveränderung im Anzeigekreis wahrgenommen, die eine bedeutende Widerstandsänderung anzeigen.
  • Aus Fig. 10 ist ersichtlich, wie die Thermoelementzuleitungen 39 und 41 und die elektrische Zuleitung 66 für die Heizeinrichtung 34 aus dem Inneren der Zelle 14 herausgeführt sind. Zur Anzeige der Temperatur in absoluten Werten mit dem Thermoelement 32 (eine ähnliche Anordnung ist, obwohl nicht gezeigt, für das Thermoelement 31 verwendet) ist das Aufzeichnungspotentiometer 67 über die Zubitungen 39 und 41 durch eine Eisstelle 68 an das Thermoelement 32 geschaltet. Die elektrische Schaltung fUr das Heizen der Einheit 33 kann in verschiedener Art und Weise ausgeführt werden. In der Fig. 10 ist jedoch die Zuleitung 66 von der Heizeinrichtung 34 in Kontakt mit dem Gürtel 11 gebracht. Der Gürtel 11 ist wiederum elektrisch mit dem Transformator 69 verbunden. Die Zuleitung 71 von der Heizeinrichtung 34 ist durch den Natriumchlorid-Zellenaufbau in elektrischen Kontakt mit der Scheibe 51 heruntergeführt.
  • Der elektrische Kontakt wird dann durch den anderen Anschluss des Transformators 69 über den Ring 52 und den Stempel 13 bewirkt. Die elektrische Eingangsenergie zur Heizeinrichtung 34 wird durch herkömmliche Einrichtungen 72, wie etwa einen Spartransformator gesteuert Bei der Auswahl der bestimmten Ausführung, die unter Zusammenfügung von Graphit und Germanium zur Herstellung der Drucküberwachungseinheit 33 verwendet wird, ist es wesentlich, dass das Germanium von dem Thermoelement 32 getrennt gehalten wird. Vorzugsweise wird das Thermoelement 32 in der Graphitheizeinrichtung 34 eingebettet. Deshalb muss die Graphitheizeinrichtung 34 wenigstens in dem Bereich von ihr, wo der Germaniumkörper 36 aufgenommen wird, einen Bereich von wenigstens der Grosse wie der des Körpers 36 haben, mit dem sie sich in Berührung befindet. Dies ist erforderlich, um das Thermoelement von dem Germanium zu trennen. Weiterhin muss die Graphitheizeinrichtung 34 dick genug sein, um das eingebettete Thermoelement 32 bequem aufnehmen zu können Nach einem zweiten Kriterium sollte das Graphit so um das Germanium angeordnet sein, dass die Symmetrie gewahrt wird, d. h., dass, wie in Fig. 4 gezeigt, der gleiche Graphitbetrag unterhalb des Germaniumkörpers 33 angeordnet ist, der oberhalb dieses Korpers angeordnet ist.
  • Zusätzlich ist es wUnschenswert, dass in jedem Querschnittsbereich durch die Graphit-Germaniumeinheit 33, wobei die Einheit so wie in Fig. 3 gezeigt, gesehen werden soll, in dem Bereich von ihr, wo sich der Germaniumkörper 36 befindet, über 50 % des Gesamtquerschnittsbereichs Germaniummetall sein sollten. Die gleichen Kriterien sind auch anzuwenden, wenn das Germaniumstück vollständig von Graphit umschlossen ist. Die Drucküberwachungseinheit 33 ist vorzugsweise in einer Lage von zwei Dritteln der Höhe des Probenhalters 14 anzuordnen. Dadurch wird die'inheit 33 in eine Stellung gebracht, wo die Temperatur des Germaniums bei Beheizung etwa 100° C oder weniger unterhalb der Temperatur der Mitte des erobenhalters 14 liegt.
  • Obgleich als Anzeigematerial Germanium in der Drucküberwachungseinheit 33 bevorzugt ist, erfolgt diese Bevorzugung infolge der Linearität der Schmelzkurve von Germanium. Es ist denkbar, dass andere geeignete Materialien gefunden werden können, die ähnliche Schmelzeigenschaften aufweisen.
  • Es ist unabhängig von dem bestimmten, für die Anzeigefunktion verwendeten Material wichtig, dass die Drucküberwachungseinheit für sich an der geeigneten Stelle in der Reaktionszelle 14 bezüglich zum Zentrum der Zelle angeordnet ist, wobei das Zentrum der heisseste Teil ist. Die Kenntnis des ungefähren Temperaturgefälles innerhalb der Reaktionszelle ermöglicht die Anordnung der Drucküberwachungseinheit an einer Stelle der Zelle mit einer Temperatur, die sich in der Nähe oder geringfügig unterhalb der Schmelztemperatur des verwendeten Anzeigematerials bei dem geeigneten Betriebsdruck und der Betriebstemperatur befindet.
  • Bei wenigstens einem früheren Versuch, die während Hochdruck und Hochtemperaturreaktionen, wie etwa der Graphit-Diamantreaktion zum Beispiel auftretende Druckabnahme auszugleichen, wurde probiert (USA-Patent 3 147 433), die Druckabnahme durch Erhöhung der Drucklast zu kompensieren.
  • Bei dieser Steuerungsart erwies es sich als unerwartet schwierig, den Druck der Reaktionszelle durch dieses Verfahren in einer stufenlosen und genau gesteuerten Art und Weise wieder herzustellen. Die in der Reaktionszelle 14 bewirkten Druckzunahmen waren unregelmässig, und ihre Ausführung war sehr schwierig zu steuern. Dies wurde vermutlich durch die hohe Reibung im Dichtungsmaterial 16 verursacht. Weiter wird, wie in Fig. 9 gezeigt, im beheizten Zustand der Zelle eine sehr viel grössere Zunahme der Drucklast zur Bewirkung einer gegebenen Druckveränderung innerhalb der Reaktionszelle erforderlich, als in dem Fall, wenn sich die Reaktionszelle auf Raumtemperatur befindet. Dementsprechend stellt die Kurve k den Druckgradienten dar, der in der Reaktionszelle bei Raumtemperatur erwartet werden kann. Diese Kurve k hat eine viel steilere Steigung als die Kurve m, die den bei schon heisser Reaktionszelle zu erwartenden Druckgradienten darstellt, wenn Druck angewendet wird. Aus diesem Grund wird die Vorrichtung 10 normalerweise vor dem Beheizen der Zelle zur Durchführung der Reaktion normalerweise auf den geeigneten, angehobenen Druck gebracht. Wegen der unregelmässig grossen Aufbringung zusätzlicher Drucklast, die zur Erhöhung des Drucks in der Zelle erforderlich ist, nimmt die Gefahr einer Beschädigung der Vorrichtung stark zu. Bei einer solchen Art und Weise des Druckausgleichs tritt recht häufig ein Bruch der Stempel auf, deren Ersetzen sehr kostspielig ist.
  • Dieser Nachteil in Verbindung mit der Tatsache, dass das Verhalten des Drucks in der Zelle keiner positiven Steuerung unterworfen wird, liefertedie Gründe für eine weiter andauernde Forschung.
  • Deshalb ist das-neuartige Verfahren zum Ausgleich des Druckabfalls in der Zelle, das einen Teil dieser Erfindung bildet, besonders vorteilhaft wegen der Regulierbarkeit, die für den die Vorrichtung Bedienenden gegeben ist. Dem die Vorrichtung Bediehenden steht eine Auswahl von verschiedenen Materialien zur Verfügung, die weiter unten in Tabelle I aufgeführt sind. Diese Materialien ermöglichen Volumenausdehnungen in verschiedenem Masse, um verschiedene Druckausgleichsgrade zu schaffen, Es ist sehr wichtig, dass der die Vorrichtung Bedienende durch Verwendung der im vorstehenden beschriebenen Drucküberwachungseinhfiit 33 den Druckausgleich in der Zelle 14 zu der besonderen Zeit, bei der die Druckzunahme erforderlich ist, im notwendigen Ausmass zustande bringen kann, wie es durch die Drucküberwachungseinheit 33 angezeigt ist.
  • Die Kompensation der Druckabnahme durch diese Erfindung erfolgt dergestalt, dass in der Zelle 14 eine Menge von einem der in der Tabelle I aufgeführten Materialien eingesohlossen ist, und dass das ausgewählte Material innerhalb der Reaktionszelle 14, wie weiter unten beschrieben, angeordnet ist. Bei Bedarf wird der Aggregatzustand des Materials geändert, wobei diese Änderung von einer vorausbestimmbaren Volumenszunahme dieses Materials begleitet ist. Die Volumenzunahme innerhalb der Zelle 14 muss notwendigerweise den Druck innerhalb der Zelle um einen Betrag erhöhen, der von dem Ausmass der Volumenänderung abhängt.
  • Tabelle I Substanz Anderung des Aggregat-Temperatur a V/Vo zustandes bei 50 Kb @ Silizium Erstarren @ 1150°C 10 % Germanium" 700° C 10 % NaCl Schmelzen 1200°C10-15% Nach Bestimmung der Art des Temperaturgefälles innerhalb der Zelle 14 unter Betriebsbedingungen von Temperatur und Druck, sowie der Bestimmung der geeigneten Substanz zum Druckausgleich aus Tabelle I wird diese Substanz in der Reaktionszelle 14 an einer Stelle angeordnet,. an der sich durch das natürliche Temperaturgefälle innerhalb der Zelle die Temperatur der Druckausglei ehssubstanz auf einem Wert befindet, der sich in der Nähe der Umwandlungstemperatur des Aggregatzustands befindet. Danach kann, wenn die Änderung des Aggregatzustands mit ihrer damit einhergehenden Volumenszunahme erforderlich ist, die Temperatur der Druckausgleichssubstanz angehoben oder abgesenkt werden, um die geeignete Änderung des Aggregatzustands zu verursachen.
  • Es sollen nun besondere Substanzen betrachtet werden : Bei Verwendung von Germanium sollte dies in einem Bereich angeordnet werden, der vom Zentrum der Zelle weiter entfernt ist, als Silizium angeordnet wurde. Dies ist wegen des Unterschieds bei den Schmelzpunkten dieser beiden Substanzen erforderlich. In den Fig. 6 und 7 sind geeignete Anordnungen für Druckausgleichskörper aus Germanium gezeigt.
  • Die zum Ausgleich der Druckabnahme im Aggregatzustand umzuwandelnden Substanzmengen sind für jeweils ein Kb unten aufgeführt. Diese berechneten Mengen gelten für einen Probenhalter von 19, 05 mm Durchmesser und 23, 62 mm Länge. In einem Probenhalter von dieser Grosse verursacht das Wachstum von 60 mg Diamanten oder etwas über 1/4 Karat eine Druckabnahme von ungefähr einem Kb, Tabelle II Substanz Gewicht zur Kompensation einer Druckabweichung von 1 Kb Silizium 0, 56 Gramm Germanium 1, 12 Gramm NaCl 0, 5 Gramm Eswurden verschiedene Veränderungen bezüglich der Anordnung des Druckausgleichsmaterials offenbart, wie bei der Siliziumscheibe 47 in Fig. 2 und bezüglich der Art und Weise, in der die Temperatur zur Bewirkung der Änderung des Aggregatzustandes nach Wunsch gesteuert werden kann, Da sich Silizium nach dem Gefrieren ausdehnt, ist innerhalb der Hauptheizrohre 44 in der Nähe der Bitte der Zelle an einer Stelle, an der die natürliche Temperatur des Zellengradienten einen Wert nahe der Gefriertemperatur von Silizium einnimmt, eine Siliziumscheibe 47 angeordnet. Dies erfolgt bei den für die Füllung 46 zur Erzeugung des Diamantenwachstums erforderlichen Temperaturbedingungen. Damit die Temperatur des Siliziumstücks 47 oberhalb der Erstarrungstemperatur gehalten wird, wird durch das Ende der Heizröhre, das eine Siliziummenge enthält, ein Hilfsheizstrom geführt. Die Schaltung zur Ausführung dieser Heizung ist schematisch in Fig. 11 gezeigt. In dieser befindet sich die Scheibe 47 im oberen Bereich der Heizröhre 44. Zusätzlich zu dem Hauptheizkreis, durch welchen vom Transformat -or 76 über die Stempel 12 und 13 zur Hauptheizröhre 44 Energie geliefert wird, ist ein zweiter Heizkreis vorgesehen. Die Energie für diesen Hilfskreis wird durch den Transformator 77 zum oberen Bereich der Hauptheizröhre 44 durch einen Schaltkreis geliefert, der aus dem Kolben 12, dem Ring 48, der Scheibe 49, dem oberen Bereich der Hauptheizrohre 44, dem Dichtungsring 58, dem aufgebogenen Lappen 57, dem Reaktionszellenring 54, dem elektrischen Kontakt-Endring 53 und dem Stahlkonus 22 gebildet wird. Die Steuerung der Transformatoren 76 und 77 erfolgt jeweils durch die Spartransformatoren 78 und 79.
  • Wenn sich das Silizium durch Erstarren ausdehnen soll, wobei der Zeitpunkt für eine solche Ausdehnung durch die Drucküberwachungseinheit 33 angezeigt wurde, braucht nur der Hilfsheizstrom dazu ausreichend herabgesetzt werden, dass die Kühlung und die nachfolgende Erstarrung des Siliziums eintreten. In der Fig. 11 ist zusätzlich die Schaltung zum Heizen der Drucküberwachungseinheit 33 enthalten, die in Verbindung mit Fig, 10 gezeigt und beschrieben wurde.
  • Anstelle von Silizium kann zur Schaffung der gewünschten Volumenzunahme Natriumchlorid verwendet werden. In diesem Fall würde die Sinstellung der Ausgleichstemperatur so erfolgen, dass sie für das Schmelzen des Natriumchlorids günstig ist. In Fig. 12 ist eine Anordnung gezeigt, durch die dieses Schmelzen regulierbar bewirkt werden kann. Ein Transformator 81 versorgt den Hauptheizkreis mit Energie, und ein Transformator 82 versorgt den Sekundärheizkreis mit Energie. In jedem Fall wird die verwendete Energiemenge durch herkömmliche Einrichtungen 83, 84 wie einen Spartransformator gesteuert. In der in Fig. 12 zur Graphit-Diamantreaktion gezeigten Anordnung ist ein Teil des Hauptheizkreises mit dem Sekundärkreis vereinigt, der die Energie vom Transformator 82 erhält. Der an den Transformator 82 angeschlossene Sekundärheizkreis umfasst folgende Elemente : Den oberen Kolben 12, den Ring 48, die Scheibe 49, die Widerstandsheizeinrichtung 86 (eine Graphitstange oder ein Chromnickeldraht), die leitende Füllung 46, einen Zuleitungsdraht 88 (der von der Füllung 46 nach der Aussenseite der Zelle 14 verläuft und den Ring 55 berührt), den Ring 55, den Ring 60 und den unteren Stahlkonus 22. Bei der in Fig. 12 gezeigten Vorrichtung wird das Natriumchlorid im oberen Bereich der Reaktionszelle innerhalb des Hauptheizrohrs 44 in dem gewünschten Masse dadurch aufgeheizt, dass Strom durch den Sekundärheizkreis fliesst. Dadurch tritt in einem geeigneten Ausmass das Schmelzen des Salzes ein, und es tritt eine nachfolgende, steuerbare Druckzunahme zum Ausgleich des Druckabfalls ein, der durch die Drucküberwachungseinheit 33 angezeigt wurde.
  • Fur den Fall, dass ein Material zum Druckausgleich mittels Änderung des Aggregatzustands mit einem niedrigeren Schmelzpunkt als dem von Silizium oder von Natriumchlorid verwendet wird, können verschiedene andere Anordnungen verwendet werden. So. muss, wie im Fall von Germanium ein solches Material ausserhalb der Hauptheizröhre 44 während eines Hochdruckvorganges angeordnet werden, bei dem relativ hohe Temperaturen, wie etwa im Fall des Diamantenwachstums verwendet werden. In dem Reaktionszellenaufbau, der in Fig. 6 gezeigt und für eine Graphit-Diamantreaktion eingerichtet ist, und bei dem zum Druckausgleich Germanium verwendet wird, wird ein Ring 91 aus Germanium verwendet.
  • Weiterhin wird darauf vertraut, dass der Ring 91 in dem Natriumchloridzylinder 92 in dem natürlichen Zellentemperaturengefälle geeignet angeordnet wird, damit das Germanium sicher geschmolzen ist, wenn die Reaktionszelle 14 auf die Temperatur zum Beginn des Diamantenwachstums gebracht ist. Wenn später die Drucküberwachungseinheit 33 anzeigt, dass infolge der Diamantenbildung der Druck begonnen hat abzufallen, wird die Hauptheizenergie zur Erreichung einer niedrigeren Temperatur vermindert (wobei sich die Temperatur noch im Diamantenwachstumsbereich befindet), bis eine ausreichende Menge von Germanium erstarrt ist und sich mit dem Zustandekommen eines neuen Temperaturgefälles innerhalb der Zelle 14 ausdehnt. Diese Ausdehnung des Germaniumrings 91 bringt den Druck innerhalb der Zelle 14 auf seinen ursprünglichen Pegel zurück. In dem in Fig. 6. gezeigten Zellenaufbau ist Natriumchlorid innerhalb des Hauptheizrohrs 44 verwendet, und eine Abnahme der Zellentemperatur verursacht das Erstarren einer bestimmten Menge des Salzes im heissesten Teil der Zelle, das sonst geschmolzen wäre. Dadurch wird eine geringe Volumenverminderung verursacht, und es ist notwendig, eine genügend grosse Menge von Germanium im Ring 91 erstarren zu lassen, um sowohl die Volumenabnahme infolge des Diamantenwachstums als auch die Volumenabnahme infolge der Erstarrung des tiatriunchlorids auszureichen.
  • Eine in grösserem Masse steuerbare Einrichtung ist in Fig. 7 offenbart, in der ein Germaniumring 93 mit einer Hilfsheizeinheit 94 verwendet ist, die ihm benachbart ist, und durch die die Temperatur'des Germaniumrings 93 innerhalb eines Bereichs von 100° C verändert werden kann. Die Hauptheizröhre 44 wird auf einer konstanten Temperatur gehalten, wobei der Germaniumring 93, der bezüglich des Wärmegefälles geeignet angeordnet ist, in seiner Temperatur in der Nähe seines Schmelzpunktes aber geringfügig darüber gehalten wird. Die Zuleitungen zu der Heizeinrichtung 94 und von ihr würden an einen Sekundärheizkreis angeschlossen sein, wie er in Fig. 10 für das Aufheizen der Drucküberwachungseinrichtungen 33 offenbart ist, Durch Verwendung der hierin offenbarten Erfindung bei der Durchführung von Arbeitsvorgängen mit Hochstdruckvorrichtungen wird der Techniker mit Steuerungsmöglichkeiten bezüglich der Druckbedingungen in der Reaktionszelle ausgestattet, die bisher nicht erreicht wurden. Dieser hohe Grad von Steuerbarkeit und Zuverlässigkeit ist nur als Ergebnis dieser neuartigen Zusammenstellung einer empfindlichen, genauen Drucküberwachungseinrichtung möglich, bei der elektrisch leitendes Material mit einer im wesentlichen linearen Schmelzkurve verwendet wird, sowie Druckausgleichseinrichtungen, die eine steuerbare Volumenänderung infolge Änderung des Aggregatzustands verwenden.
  • PatentansprUche :

Claims (6)

  1. P a t e n t a n s p r u c h e 1. Vorrichtung zum Erzeugen hoher Drücke und Temperaturen, gekennzeichnet durch a) einen Reaktionsbehälter, b) Einrichtungen zum Erzeugen erhöhter Drücke innerhalb des Reaktionsbehälters, c) eine innerhalb des Reaktionsbehälters angeordnete Drucküberwachungseinheit, und d) innerhalb des Reaktionsbehälters in einem nahe ihres Schmelzpunktes liegenden Temperaturzone angeordnete Einrichtungen zur Erzielung einer Volumensänderung von wenigstens ungefähr 5 % infolge ihrer Änderung des Aggregatzustands, um den mit der Überwachungseinheit angezeigten Druckabfall im Reaktionsbehäiter auszugleichen.
  2. 2. Hochdruck-und Hochtemperaturvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Reaktionsbehälter ein Körper an einer Stelle in einem im Reaktionsbehälter bestehenden Temperaturgefälle angeordnet ist, bei der das Material des Körpers eine Temperatur nahe seinem Schmelzpunkt hat, und das Volumen des Materials sich bei Änderung des Aggregatzustands um wenigstens 5 % erhöht.
  3. 3. Hochdruck-und Hochtemperaturvorrichtuna nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass'inrichtungen an die Drucküberwachungseinheit zur steuerbaren Zuführung von elektrischem Strom angeschlossen sind,
  4. 4. Hochdruck-und Hochtemperaturvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 32 gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Abfühlen der Temperatur der Uberwachungseinheit.
  5. 5. Hochdruck-und Hochtemperaturvorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen in der Nähe des besagten Materialkorpers zur Veränderung seiner Temperatur angeordnet sind, durch die eine Knderung des Aggregatzustands des Materials eine Volumenszunahme von wenigstens 5 % ergibt.
  6. 6. Hochdruck-und Hochtemperaturvorrichtung nach Anspruch1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucküberwachungseinheit zusammen ein Stick Germanium enthält, das in einer Graphitumhüllung enthaltenist, und dass die TemperaturfUhleinrichtungen sich in Berührung mit dem Graphit befinden.
    Verfahren zum steuerbaren Ausgleich unerwünschten Druckabfalls innerhalb des Reaktionsbehälters einer Hochdruck-und Hochtemperaturvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch folgende Schritte : a) der Druck innerhalb der Reaktionszelle wird periodisch abgefühlt und b) die Temperatur eines in der Reaktionszelle zur steuerbaren regulierbaren Durchführung einer Änderung des Aggregatzustands angeordneten Materialkörpers wird zur Erzielung einer Volumenzunahme von wenigstens ca. 5 % verän@ dert, wenn das Erfordernis hierfür vorliegt.
    Leerseite
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