DE1541612C3 - Sende- und/oder Empfangsgerät - Google Patents
Sende- und/oder EmpfangsgerätInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03L—AUTOMATIC CONTROL, STARTING, SYNCHRONISATION OR STABILISATION OF GENERATORS OF ELECTRONIC OSCILLATIONS OR PULSES
- H03L7/00—Automatic control of frequency or phase; Synchronisation
- H03L7/06—Automatic control of frequency or phase; Synchronisation using a reference signal applied to a frequency- or phase-locked loop
- H03L7/16—Indirect frequency synthesis, i.e. generating a desired one of a number of predetermined frequencies using a frequency- or phase-locked loop
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Sende- und/oder Empfangsgerät für sehr kurze elektromagnetische
Wellen, das in einem großen Frequenzbereich durchstimmbar ist und im Übertragungsweg hierzu mehrere
abstimmbare Filter enthält. Geräte dieser Art werden unter anderem vor allem in der Richtfunktechnik
benötigt. Dabei werden diese Geräte vor allem in bestimmten Anwendungsfallen mit einem
sehr großen Durchstimmbereich versehen. Bei den bisher üblichen Geräten dieser Art, beispielsweise
einem Überlagerungssender oder einem Überlagerungsempfänger wird zusätzlich gefordert, daß das
einzelne Gerät fernbedienbar ist oder zumindest eine sogenannte Einknopf-Abstimmung hat, d. h., mittels
eines einzigen Einstellknopfes sollen sowohl der
ίο Überlagerungsoszillator als auch die zugehörigen
Hochfrequenznlter in ihrer Abstimmung entsprechend veränderbar sein. Bei den bisher üblichen Geräten
ist hierzu ein relativ hoher mechanischer Aufwand für die erforderlichen mechanischen Gleichlaufvorrichtungen
und Einstellvorrichtungen erforderlich.
Ein Beispiel für die Verwendung mehrerer mechanisch im Gleichlauf betätigter Abstimmkreise für
einen Hochfrequenzempfänger findet sich in der US-PS 32 43 708. Dabei sind für den FM-Teil des Emp-
zo fängers zwei Vorkreise und der Oszillatorkreis durch mechanisch starre Verbindung induktivitätsabgestimmt.
Zusätzlich ist der Oszillatorkreis des Empfängers noch durch eine Kapazitätsdiode, die vom
Diskriminator beeinflußt wird, automatisch scharfabgestimmt.
Es ist außerdem bereits allgemein bekannt, insbesondere für das Fangen bei Frequenz- und Phasenregeleinrichtungen,
den zu fangenden Oszillator kurzzeitig in der Frequenz zu wobbeln. Die nachgeschaltete
Phasen- bzw. Frequenzschleife mit ihren entsprechenden Vergleichseinrichtungen fängt dann bei momentaner
Übereinstimmung der Vergleichsfrequenz mit der Oszillatorfrequenz den freischwingenden
Oszillator.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den mechanischen Aufwand, vor allem den für die Gleichlaufvorrichtungen
des mechanischen Antriebssystems zu vermeiden und gegebenenfalls auch eine extrem
schnelle und bei Frequenzwechsel für den Nachrichtenfluß möglichst unterbrechungsfreie Umschaltung
zu ermöglichen.
Bei einem Sende- und/oder Empfangsgerät für sehr elektromagnetische Wellen, das in einem großen Frequenzbereich
durchstimmbar ist undimübertragungsweg hierzu mehrere abstimmbare Filter enthält, wird
diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Frequenzeinstellung des Gerätes nur das Abstimmorgan
des frequenzbestimmenden Oszillators vorgesehen ist und daß die im hochfrequenten Ubertragungsweg
des Geräts angeordneten abstimmbaren Filter elektronisch durchstimmbar ausgebildet sind,
daß ferner wenigstens ein mit der Sendefrequenzenergie oder der Energie des Überlagerungsoszillators
im Empfänger gespeister Resonanzkreis vorgesehen ist, der im Gleichlauf mit den abstimmbaren Filtern
abgestimmt wird und der zusätzlich gewobbelt wird und dessen Ausgangsspannung nach Gleichrichtung
mit der Wobbeispannung in einem Phasenvergleicher zur Ableitung der für die Abstimmung der Filter und
des gewobbelten Resonanzkreises erforderlichen Regelgröße dient.
Vorteilhaft ist es, als abstimmbare Filter sogenannte YIG-Filter zu verwenden oder Filter, bei denen
die für die Abstimmung maßgebenden Kondensatoren wenigstens teilweise durch Kapazitätsdioden
gebildet werden.
YIG-Filter sind an sich bekannt und beispielsweise in 1960 »Wescon Conv. REC«, Vol. 4, Part. I, S. 21
bis 27 und in der Zeitschrift »Microwaves«, Sept. 1964, in dem Artikel »Theory and design of tunable
YIG-Filters« ausführlich beschrieben.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der gewobbelte Resonanzkreis
auf eine Frequenz abgestimmt ist, die gleich der Summe oder Differenz der Überlagerungsoszillatorfrequenz
des Empfängers und einer Hilfsfrequenz ist, und daß die Hilfsfrequenz in Abhängigkeit von
der Wahl der Summen- oder Differenzbildung derart gewählt ist, daß die Sollabstimmfrequenz des gewobbelten
Kreises von der tatsächlichen Empfangsfrequenz maximal um einen Betrag abweicht, bei
dem einerseits Empfangsstörungen durch dieWobbelung mit Sicherheit noch vermieden und andererseits
ein guter Gleichlauf zwischen den einzelnen Kreisen sichergestellt ist. Diese Weiterbildung eröffnet die
Möglichkeit, an Stelle des Resonanzkreises den die Hilfsfrequenz liefernden Oszillator periodisch zuverstimmen
bzw. zu wobbeln.
Wie vorstehend bereits erwähnt, sind Nachstimmschaltungen mit Wobbelung an sich bekannt. Hierbei
handelt es sich aber stets um die exakte Nachstimmung der Frequenz eines Oszillators auf ihren Sollwert,
soweit es sich um Überlagerungsempfänger handelt um die Nachstimmung eines Überlagerungsoszillators
auf den für den Empfang eines bestimmten Senders erforderlichen Frequenzwert. Beim Erfindungsgegenstand
handelt es sich demgegenüber darum, bei einem mehrere abzstimmende Organe aufweisenden
Gerät das bisher notwendige mechanische Abstimmsystem mit seinen komplizierten Gleichlaufvorrichtungen
völlig zu vermeiden.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der
Zeichnung zeigt die
F i g. 1 einen Sender, die
F i g. 2 einen Überlagerungsempfänger, die
F i g. 3 ein Sendeempfangsgerät mit einer für den
Sende- und Empfangsweg gemeinsamen Weichenschaltung und die
Fig. 4 eine andere Weichenschaltung für das Ausführungsbeispiel
nach der F i g. 3.
Bei dem Sender nach der Fig. 1 ist ein Senderoszillator 1 vorgesehen, dessen Ausgangsfrequenz
mittels eines Modulators 2, beispielsweise einer Blindwiderstandsröhrenschaltung
oder entsprechenden Schaltung mit Transistoren im Takte der zu übertragenden Information, beispielsweise des über den Eingang
3 angelegten Basisbandes einer Trägerfrequenzverbindung oder eines Pulscodemodulationssignals
veränderbar ist. Die Ausgangsenergie des Senderoszillators wird in einem elektronisch durchstimmbaren
Filter4 in an sich bekannter Weise gesiebt, in einem
Nachverstärker 5 im Pegel auf die erforderliche Ausgangsleistung angehoben und nach nochmaliger Siebung
in einem elektronisch durchstimmbaren Ausgangsfilter 6 der Antenne 7 zugeführt. Die elektronisch
durchstimmbaren Filter 4, 6 sollen selbsttätig mit einer Veränderung der Abstimmfrequenz des
Senderoszillators 1 in ihrer Abstimmung, so wie einleitend dargelegt, verändert werden. Wesentlich ist
hierbei, daß die Einstell- und Abstimmskala des Senders mechanisch mit dem Einstellorgan des Sender-Oszillators
gekoppelt ist.
Zum Zweck der automatischen Nachregelung der elektronisch durchstimmbaren Filter 4 und 6 wird
vom Ausgang des Senderoszillators 1 beispielsweise über eine kapazitive Koppelsonde 8 ein geringer Ahteil
der Ausgangsenergie des Senderoszillators übernommen. Dieser Energieanteil wird einem Resonanzkreis
9 zugeführt, der gleichartig aufgebaut ist, wie S die Kreise 4 und 6, dessert Abstimmung jedoch periodisch
in der Frequenz verändert wird, und zwar im Takte der Ausgangsspannung eines Wobbeigenerators
10. An den Resonanzkreis 9 ist ein Gleichrichter 11 angeschaltet, an dessen Ausgang durch den Gleich-
richtungsvorgang die über den Resonanzkreis geleitete
Wobbeispannung zur Verfügung steht. Diese über den Resonanzkreis geleitete Wobbeispannung
wird zusammen mit der ursprünglichen Wobbelspannung des Generators 10 einem Phasenvergleicher 12
zugeführt, der in an sich bekannter Weise in seinem Ausgang eine Regelspannung abgibt, die je nach der
Verstimmung des Resonanzkreises 9 gegenüber der Frequenz des Oszillators 1 nach Richtung und Amplitude
ihren Wert ändert. Diese Regelgleichspannung dient ihrerseits dazu, die Filter 4, 6 und auch den
Resonanzkreis 9 auf ihre Sollfrequenz nachzustimmen. Da die Filter 4, 6 und der Resonanzkreis 9 elektronisch
im Gleichlauf abgestimmt werden, ist somit erreichbar, daß bei Nachregelung des Resonanzkreises
9 in dem Maße, daß also die Abstimmfrequenz mit der Sendefrequenz übereinstimmt, auch die
Filter 4, 6 die erforderliche Abstimmung haben.
An die Stelle des unmittelbar modulierten SenderOszillators 1 kann beim Ausführungsbeispiel auch ein
Überlagerer mit getrenntem Überlagerungsoszillator treten, wobei dem Überlagerer die Information in
Fom eines Zwischenfrequenzsignals zugeführt wird.
Bei dem Überlagerungsempfänger nach der Fig. 2
ist an die Empfangsantenne 13 über ein elektronisch durch stimmbares Bandfilter 14 die Überlagerungsstufe
15 angeschaltet, der die Überlagerungsenergie der Überlagerungsoszillators 16 zugeführt wird. An
den Ausgang der Überlagerungsstufe 15 ist ein Bandfilter 17 angeschaltet. Dieses Bandfilter kann mit dem
nachgeschalteten Zwischenfrequenzverstärker 18 gegebenenfalls zusammengefaßt sein. Die verstärkten
Zwischenfrequenzschwingungen, die die Information als Modulation enthalten, sind über den Ausgang ZF
entnehmbar und werden in nicht näher dargestellter üblicher Weise einem Demodulator zugeführt. Arbeitet
der Empfänger mit frequenzmodulierten WeI-len,
so ist der Demodulator ein Frequenzdiskriminator und arbeitet die Empfangsanlage mit amplitudenmodulierten
Wellen, so ist der Demodulator eine Gleichrichterschaltung mit einem üblichen Siebglied.
Die Ausgangsenergie des Überlagerungsoszillators
16 wird einer Schaltung gleichartig zu der aus den Teilen 9, 10, 11 und 12 der F i g. 1 zugeführt. Diese
Schaltung arbeitet genauso wie die nach der Fig. 1.
Die in dieser Schaltung in dem Phasenvergleicher 12 gewonnene Regelgleichspannung dient einerseits zur
exakten Frequenznachstellung des wobbelbaren Resonanzkreises 9 auf die Frequenz des Oszillators 16
und stimmt andererseits das ebenfalls elektronisch durchstimmbare Bandfilter 14 in einem um den Betrag
der Zwischenfrequenz verschobenen Gleichlauf auf die Empfangsfrequenz ab.
Bei einem Überlagerungsempfänger nach der Fig. 2 ist es in Weiterbildung der Erfindung noch
möglich, in die Zuleitung vom Uberlagerungsoszillator 16 zu dem wobbelbaren Resonanzkreis 9 einen
weiteren Frequenzumsetzer 19 einzuschalten, der aus einem dem Frequenzversatz dienenden Oszillator 30
gespeist wird. Dadurch läßt sich erreichen, daß die Frequenz des wobbelbaren Resonanzkreises 9 um
einen vorgegebenen Betrag gegen die Schwingfrequenz des Überlagerungsoszillators 16 verstimmt ist.
Die Frequenz des Oszillators 30 ist dabei derart zu wählen, daß je nach Ausnutzung der Summe oder
der Differenz der in 16 bzw. 30 erzeugten Frequenzen die Sollabstimmfrequenz des gewobbelten Resonanzkreises
9 von der tatsächlichen Empfangsfrequenz maximal um einen Betrag abweicht, bei dem
einerseits Empfangsstörungen durch die Wobbelung mit Sicherheit noch vermieden und andererseits ein
guter Gleichlauf zwischen den einzelnen durchstimmbaren Kreisen, also des gewobbelten Resonanzkreises
9 und der durchstimmbaren Kreise des im Empfängereingang vorgesehenen Bandfilters 14
sichergestellt ist.
Eine Abwandlung der in der F i g. 2 gezeigten Schaltung ist auch in der Weise möglich, daß an die
Stelle einer Wobbelung des Resonanzkreises 9 eine entsprechende Wobbelung des Oszillators 30 vorgesehen
wird.
In der F i g. 3 ist die Anwendung der Erfindung bei einem kombinierten Sende- und Empfangsgerät
gezeigt. Der Sender umfaßt gleichartig zur Fig. 1 die Stufen 1 und 2 mit dem Modulationsspannungseingang
3. Weiterhin ist im Sender analog zur F i g. 1 eine Schaltung zur Ableitung einer Frequenznachstellspannung
mit den Teilen 9', 10', 11' und 12' vorgesehen, die identisch mit der entsprechenden Schaltung
aus den Teilen 9,10,11 und 12 der Fig. 1 ist.
In gleicher Weise ist der Empfänger nach F i g. 3 hinsichtlich der Bauteile 15, 16, 17 gleichartig zur
F i g. 2 aufgebaut und mit einer entsprechenden Schaltung 9", 10", 11", 12", 18" und 19" versehen.
Wesentlich ist, daß die der Verbindung des Senders und des Empfängers mit der gemeinsamen Antenne
7 dienende Weichenschaltung für die elektronische Durchstimmbarkeit besonders ausgebildet ist.
Für den Sender besteht die Weichenschaltung aus einem Filter mit den beiden Gabelübertragern 20 und
21. In den Gabelübertrager 20 wird von der Senderstufe 1 aus eingespeist. Die mit dem entsprechenden
Eingangsanschluß des Gabelübertragers 20 verkoppelten beiden Ausgänge sind über je ein elektronisch
durchstimmbares Bandsperrenfilter 22 bzw. 23 mit den entsprechenden Anschlüssen des Gabelübertragers
21 verbunden. Zur Beseitigung der störenden Wirkungen von Reflexionen ist der gegen den Eingangsanschluß
des Gabelübertragers 20 entkoppelte Anschluß des Gabelübertragers 20 mittels eines Absorbers
24 reflektionsfrei abgeschlossen. Im Eingang des Empfängers ist nur ein Bandfilter vorgesehen,
das die jeweiligen Empfangswellen ungehindert passieren läßt und hiervon frequenzverschiedene Wellen
unterdrückt. Der gegen den mit der Antenne 7 verbundenen Anschluß entkoppelte Anschluß des Gabelübertragers
21 ist, unter Zwischenschaltung eines auf die Sendefrequenz abgestimmten elektronisch
durchstimmbaren Bandfilters 25, mit dem Eingang des Bandfilters 14 im Empfänger verbunden.
Wird die Sendefrequenz mit fs und die Empfangsfrequenz mit je bezeichnet, so sind die Filter 22
und 23 für fe und das Filter 25 für fs sperrend, während
das Filter 14 für fe durchlässig ist. Die Filter 22,
23 und 14 werden über die Schaltungsgruppe 9", 10", 11", 12" mit der für die Frequenzeinstellung erforderlichen
Regelgröße versorgt. Analog wird das Filter 25 über die Schaltung 9', 10', 11', 12' mit der
zugehörigen Regelgröße versehen. Die Filterschaltung mit den Gabelübertragern 20, 21 arbeitet in an
sich bekannter Weise derart, daß die von 1 eingespeiste Sendeenergie über den Gabelübertrager 20
ungehindert die Bandsperrenfilter 22, 23 passiert und von diesem über den Gabelübertrager 21 praktisch
ausschließlich zur Antenne 7 gelangt. Gegenüber diesen Eingangsanschlüssen des Gabelübertragers 21 ist
der mit 25 verbundene Gabelübertragerausgang in bekannter Weise als entkoppelt angenommen. Soweit
noch ein störender Restanteil von Sendeenergie sich über den entkoppelten Ausgang des Gabelübertragers
21 zum Empfänger ausbreiten könnte, wird dieser Energieanteil durch die Bandsperre 25 in Verbindung
mit dem Bandfilter 14 vom Empfänger bzw. dessen Eingangsmischstufe 15 im erforderlichen Maße
ferngehalten. Im Empfangsfall wird die Ausbreitung der Empfangsenergie in Richtung zum Sender durch
die Bandsperren 22, 23 wirksam unterbunden. Auf Grund der bekannten Wirkungsweise derartiger
Brückenweichen wird die an 22 und 23 reflektierte Empfangsenergie über den von der Antennenzuleitung
entkoppelten Anschluß des Gabelübertragers 21 in Richtung auf das für die Empfangswellen durchlässige
Filter 25 und das auf die Empfangswellen abgestimmte
Bandfilter 14 ungehindert weitergeleitet. Die Nachstimmung der gesamten Schaltung arbeitet
analog zu der nach den F i g. 1 und 2, so daß sich insoweit ein näheres Eingehen hierauf erübrigt.
Durch die Ausgestaltung der Gesamtschaltung ist erreicht, daß im Sendeweg die nur gering belastbaren
elektronisch durchstimmbaren Bandfilter vermieden sind, während im Empfangsweg eine ausreichend
hohe Entkopplung gegenüber dem Sender erzielt wird und für die geringe Empfangsenergie elektronisch
durchstimmbare Bandfilter verwendbar sind. Für Gabelübertrager ist in der Fachsprache auch noch der
Ausdruck »3-dB-Koppler« üblich. Die gegenseitig entkoppelten Anschlüsse von Gabelübertragern bezeichnet
man häufig auch »zueinander konjugierte Anschlüsse«. Die Ausführungsformen von Gabelübertragern
sind je nach dem Frequenzbereich, in dem sie zum Einsatz kommen, sehr unterschiedlich.
Bis in den Bereich der Meterwellen werden im allgemeinen Transformatoren mit Spulen verwendet. Im
Bereich kürzerer Wellen werden statt der Spulen Leitungsgebilde und Leitungsverzweigungen, vor allem
in Bandleitungs- oder Koaxialleitungsausführung verwendet. Bekannte Bauformen in Hohlleitungsausführungen
sind unter dem Namen »Magic-T« und »Ringhybrid« bekannt.
Wird an Stelle der Brückenweiche nach F i g. 3 eine Weichenschaltung unter Verwendung eines Zirkulators
angewendet, so empfiehlt es sich, die Schaltung nach der F i g. 4 zu verwenden. An einen Anschluß
des Zirkulators 26 ist die für Senden und Empfangen gemeinsame Antenne 7 angeschaltet. An
den in Umlaufsrichtung des Zirkulators 26 vorausgehenden Anschluß ist ein auf die Empfangsfrequenz
abgestimmtes Bandsperrenfilter 27 angeschaltet. An den in Umlaufrichtung des Zirkulators 26 auf den
Antennenanschluß nachfolgenden Anschluß ist ein auf die Sendefrequenz aubgestimmtes Bandsperrenfilter
28 angeschaltet, dem ein auf die Empfangsfrequenz abgestimmtes Durchlaßbandfilter 29 nachgeschaltet
ist. Das Bandsperrenfilter 27 und das Band-
filter 29, deren Abstimmfrequenz je ist, werden mit der für die Abstimmung erforderlichen Regelgröße
aus der Stufe 12" versorgt, während die Zuführung der entsprechenden Regelgröße zu dem Bandsperrenfilter
28, das auf die Sendefrequenz fs abgestimmt ist, aus der Stufe 12' erfolgt. In der Fig. 4 ist noch
schematisch angedeutet, wo bei dieser Weichenschaltung die Stufen 1 bzw. 15 anzuschalten sind. Die
Wirkungsweise dieser Schaltung kann man sich wie folgt vorstellen: Die von 1 über 27 zum Zirkulator
26 gelangende Sendeenergie breitet sich weitgehend reflexionsfrei über den Zirkulator 26 zur Antenne 7
aus und wird dort abgestrahlt. Über 7 kommende Signale gelangen über den Zirkulator 26 und die für
diese Signale durchlässige Bandsperre 28 zu dem
Bandfilter 29. Stimmen diese Signale in der Frequenz mit der vorgegebenen Abstimmfrequenz je überein,
so gelangen diese Signale über das Bandfilter 29 zum Empfänger bzw. Überlagerer 15. Auch diese Schaltung
zeichnet sich durch extrem kurze Einstellzeiten wegen der elektronischen Abstimmung sowohl im
Sende- als auch im Empfangszweig aus und eignet sich ebenfalls gut für Sende- und Empfangsgeräte
mit gemeinsamer Antenne, auch wenn die verwendeten elektronisch durchstimmbaren Filterkreise in den
bisher üblichen Bauarten nur schwach belastbar sind. Zu erwähnen ist noch, daß das auf die Empfangsfrequenz abgestimmte Sperrfilter 27 im Sendezweig
dabei Senderstörungen (z. B. Rauschen) auf der Empfangsfrequenz unterdrückt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Sende- und/oder Empfangsgerät für sehr kurze elektromagnetische Wellen, das in einem
großen Frequenzbereich durchstimmbar ist und im Übertragungsweg hierzu mehrere abstimmbare
Filter enthält, dadurch gekennzeichnet, daß zur Frequenzeinstellung des Gerätes nur das
Abstimmorgan des frequenzbestimmenden Oszillators vorgesehen ist und daß die im hochfrequenten
Übertragungsweg des Geräts angeordneten abstimmbaren Filter elektronisch durchstimmbar
ausgebildet sind, daß ferner wenigstens ein mit der Sendefrequenzenergie oder der Energie des
Überlagerungsoszillators im Empfänger gespeister Resonanzkreis vorgesehen ist, der im Gleichlauf
mit den abstimmbaren Filtern abgestimmt wird und der zusätzlich gewobbelt wird und dessen
Ausgangsspannung nach Gleichrichtung mit der Wobbeispannung in einem Phasenvergleicher zur
Ableitung der für die Abstimmung der Filter und des gewobbelten Resonanzkreises erforderlichen
Regelgröße dient.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abstimmbaren Filter YIG-Filter
sind.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den abstimmbaren Filtern die
frequenzbestimmenden Kondensatoren wenigstens teilweise durch Kapazitätsdioden gebildet werden.
4. Empfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gewobbelte Resonanzkreis
auf eine Frequenz abgestimmt ist, die gleich der Summe oder Differenz der Überlagerungsoszillatorfrequenz
des Empfängers und einer Hilfsfrequenz ist, und daß die Hilfsfrequenz in Abhängigkeit von der Wahl der Summen- oder
Differenzbildung derart gewählt ist, daß die Sollabstimmfrequenz des gewobbelten Kreises von
der tatsächlichen Empfangsfrequenz maximal um einen Betrag abweicht, bei dem einerseits Empfangsstörungen
durch die Wobbelung mit Sicherheit noch vermieden und andererseits ein guter Gleichlauf zwischen den einzelnen Kreisen sichergestellt
ist.
5. Empfangsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des wobbelbaren
Resonanzkreises der die Hilfsfrequenz liefernde Oszillator gewobbelt wird.
6. Empfangsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsfrequenz einem
Oszillator entnommen wird, der zugleich die Umsetzung der ersten Zwischenfrequenz auf die
zweite Zwischenfrequenz eines Empfängers mit doppelter Umsetzung vornimmt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0107152 | 1966-11-28 |
Publications (3)
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|---|---|
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| DE1541612B2 DE1541612B2 (de) | 1975-05-15 |
| DE1541612C3 true DE1541612C3 (de) | 1976-01-02 |
Family
ID=7527915
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19661541612 Expired DE1541612C3 (de) | 1966-11-28 | 1966-11-28 | Sende- und/oder Empfangsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1541612C3 (de) |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE2720896C2 (de) * | 1977-05-10 | 1983-09-15 | Rohde & Schwarz GmbH & Co KG, 8000 München | Schaltung zum Regeln der Ausgangsfrequenz eines Wobbeloszillators |
| DE3114597A1 (de) * | 1981-04-10 | 1982-11-04 | Licentia Gmbh | Tragbares millimeterwellenfunkgeraet fuer wechselsprechen |
| DE4117241C2 (de) * | 1991-05-27 | 1995-08-03 | Loewe Opta Gmbh | Abstimmeinheit für Geräte der Nachrichtentechnik |
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1966
- 1966-11-28 DE DE19661541612 patent/DE1541612C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1541612B2 (de) | 1975-05-15 |
| DE1541612A1 (de) | 1969-09-04 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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