DE1541241B2 - Dialysiervorrichtung zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Blut - Google Patents
Dialysiervorrichtung zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere BlutInfo
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Description
6. Dialysiervorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsscheiben (12) an ihrem Rand (28) eine umlaufende
Nut aufweisen, in der Dichtungseinlagen (29, 30) vorgesehen sind, über welche die Membranen (10,
11) gelegt sind und weiche eine äußere Dichtung der
Kanäle gewährleisten.
7. Dialysiervorrichtung nach einem der Ansprüche
2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (18, 19) senkrecht zur Ebene der Abstandsscheibe
(12) einen trapezartigen Querschnitt aufweisen.
8. Dialysiervorrichtung nach einem der Ansprüche
2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Flächen (16,17) der Vorsprünge (18, 19) jeweils zur
Ebene der Abstandsscheiben (12) planparallel sind.
Die Erfindung betrifft eine Dialysiervorrichtung zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Blut, bei der
jeweils zwischen zwei gegenüberliegenden Abstandsscheiben mit einer Vielzahl von Erhebungen, die Kanäle
für die Dialysierflüssigkeit und Kanäle für die zu reinigende Flüssigkeit vorgeben, ein Paar Membranen
zwischen die Abstandsscheibenflächen eingelegt ist, die an den Stellen, an denen sich die Scheibenerhebungen
gegenüberstehen, dichtend aufeinandergepreßt sind und zwischen zwei benachbarten Erhebungen eine schlauchartige
Leitung zur Aufnahme der zu reinigenden Flüssigkeit zwischen sich vorgeben.
In solchen Vorrichtungen, die oft als künstliche Nieren bezeichnet werden, werden Verunreinigungen
im Blut veranlaßt, durch eine semipermeable Membran hindurch zu diffundieren, um so zusammen mit einer
Reinigungsflüssigkeit entfernt zu werden. Hierdurch erhält man eine Reinigungswirkung entsprechend der
natürlichen Niere. Die notwendigen Blutkanäle können zwischen Folien oder Blättern aus semipermeablem
Material bestehen, die paarweise flach aufeinander liegen, wobei die Membranen entlang ihren Umfangslinien
versiegelt sind, so daß man beutelartige Behälter bekommt. Auf diese Weise erhält man Kanäle für die
Reinigungsflüssigkeit auf beiden Seiten der Blutkanäle.
Bei der Behandlung von Patienten mit künstlichen Nieren ist es aus verschiedenen Gründen erwünscht, nur \
patienteneigenes Blut zu verwenden. Um dies zu realisieren, ist die künstliche Niere in der direkt
zwischen einer dicken Arterie und Vene des Patienten eingeschaltet, wobei des Patienten eigenes Herz als
Pumpe dient. Da nur kleinere Mengen Blut, etwa 30 el, von dem Patienten abgenommen werden können, ist es
von größter Wichtigkeit, daß diese Blutmenge wirksam für einen guten Dialysiereffekt ausgenützt wird. Aus
diesem Grund wird die Membranfläche, welche für die Dialyse benutzt wird, groß gestaltet, um dadurch ein
großes sogenanntes Fläche-Volumen-Verhältnis zu erhalten. Es erwies sich jedoch als sehr schwierig,
reproduzierbare Nieren mit einem bestimmten Blutvolumen zu schaffen. Dies hängt unter anderem damit
zusammen, daß die Membran sich bauchartig dehnt, was im Falle bekannter Nieren außerordentlich schwierig
vorauszusagen ist und im hohen Maße von Faktoren, wie dem Blutdruck der Patienten, Änderungen im Druck
der Dialysierflüssigkeit und Klemmkräften derjenigen Teile abhängt, welche die verschiedenen Teile der Niere
zusammenpressen. Da es erwünscht ist, daß die künstlichen Nieren kleinstmögliche Veränderungen des
Volumens der Kanäle zeigen, muß diese Eigenschaft der bekannten Nieren als Nachteil angesehen werden.
Aus der Veröffentlichung »Experientia« vom 15. Dezember 1957, Seiten 469—471, ist eine Dialysiervorrichtung
der eingangs genannten Art bekannt. Bei dieser Dialysiervorrichtung sind kreisförmige Platten vorgesehen,
die radial und auf konzentrischen Kreisen Rillen aufweisen, deren Ränder Erhebungen darstellen. Es ist
schwierig, die radialen und peripheren Rillen für eine solche Vorrichtung herzustellen. Die kreisförmige
Platte mit den Erhebungen besteht im bekannten Fall aus hartem Acrylglas. Daher sind genaue Toleranzen
notwendig, weil anderenfalls ein Zusammenpressen der Membranen nicht mehr gewährleistet ist. Es hat sich
ferner gezeigt, daß im bekannten Fall die Strömungsverhältnisse über den Radius verschieden sind. Im Falle
einer Verstopfung zwischen zwei Erhebungen wird bei der bekannten Vorrichtung ein langer Kanal gänzlich
unbrauchbar, so daß dadurch eine erhebliche Verminderung der Arbeitsfläche gegeben ist. Gleichzeitig werden
bei einer Verstopfung die Strömungsverhältnisse noch weniger berechenbar.
Aus der Literaturstelle »Klinische Wochenschrift» 34. Jahrgang, Heft 45/46, 1. Dezember 1956, Seiten
1217—1223 ist es bekannt, in Draufsicht rechteckige, aufeinanderliegende Platten und Membranen in Dialysiervorrichtungen
so einzusetzen, daß mehrere neben- und übereinander angeordnete Vorsprünge als Erhebungen
die Membran derart innerhalb begrenzter Bereiche zusammenpressen, daß Leitungen entstehen.
Nur in den mittleren Bereichen dieser Platten und entlang den Plattenrändern werden die Membranen
zusammengepreßt. Die bekannten Dialysierplatten haben erhebliche Ausmaße, so daß die geringe, von dem
Patienten zur Verfugung stehende Blutmenge hier nicht
wirkungsvoll verarbeitet werderi kann. Außerdem bilden die geradlinigen Kanäle bei dieser bekannten
Vorrichtung kein Netzwerk. Es ergibt sich wiederum im Falle einer Verstopfung der Nachteil, daß ein ganzer
Kanal unbrauchbar wird. Die aus der letztgenannten Literaturstelle bekannte Vorrichtung hat etwa einen
halben Meter breite Membranen, wobei die Fläche der Zusammenpressung in der Mitte etwa 5 cm χ 1,5 m
beträgt. Man erreicht durch diese Vorrichtungen keine gleichmäßigen Strömungsverhältnisse, und das Verhältnis
zwischen Arbeitsfläche und Volumen variiert, weil die Nutzflächen der Membranen nicht unter Kontrolle
gehalten werden können. '
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Dialysiervorrichtung der eingangs genannten Art so zu
verbessern, daß durch Vergrößerung des Verhältnisses von Nutzfläche ./,zu Volumen eine wirksamere Dialyse
der vorgegebenen Blutmenge und gleichmäßige Strömüngsverhältnisse,
d.h. Fließwiderstände und Schichtdicke der zu reinigenden Flüssigkeit, gewährleistet sind.
Bei Verstopfungen sollen nicht längere Kanäle Funktion gesetzt werden. Äußerem soll die Vorrichtung preiswert
herstellbar sein, damit sie gegebenenfalls auch als Wegwerf artikel verwendbar ist.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß durch die schlauchärtigen Kanäle zwischen
den auf den Abstandsscheiben verteilt angeordneten Erhebungen ein Netzwerk mit Strömungswegen
sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung der im wesentlichen rechteckigen Abständsscheiben gebildet
ist.
Durch die Verwendung der Abstandsscheiben mit den Erhebungen gemäß der Erfindung werden ιv^ Membranen
innerhalb kleiner begrenzter Bereiche zusammengepreßt, so daß sich schlauchartige Kanäle sowohl in
Längs- als auch in Querrichtung der Abständsscheiben ergeben. Man erreicht gleichförmige Strömungsverhältnisse
über die gesamte Abstandsscheibe, die für den Wirkungsgrad der Dialyse wesentlich sind. Im Falle
einer Verstopfung wird nicht ein langer Kanal in seiner Gesamtheit unbenutzbar, sondern das Blut kann auf
einem gekrümmten Weg um die Verstopfungsstelle herumfließen. Die Abständsscheiben gemäß der Erfindung
lassen sich preiswert und leicht herstellen, und insbesondere wird das Fläche-Volumen-Verhältnis
verbessert.
Insbesondere läßt sich dieses Verhältnis weiterhin noch dadurch verbessern, daß zwischen den Scheibenerhebungen
aus einem Mittelteil der Abstandsscheibe herausragende Vorsprünge geringerer Höhe angeordnet
sind, deren obere Fläche unter Bildung von Strömungswegen in Längs- und Querrichtung auf die
Membranen drückend angeordnet sind.
Diese neuen Vorsprünge geringerer Höhe stellen eine wertvolle Ergänzung zu den Erhebungen dar, so daß das
Blutvolumen in gewünschter Weise und bis zu einem gewünschten Ausmaß reduziert werden kann, ohne daß
die verwendbare Diffusionsfläche wesentlich vermindert wird. Deshalb wird insbesondere auch durch diese
Vorsprünge eine Verbesserung des Nutzflächen-Volumen-Verhältnisses
erreicht, ohne daß dabei die Membranfläche, welche für die Diffusion verwendbar ist,
nennenswert verkleinert wird. Man erreicht hierdurch gleichförmige, weiter verbesserte Strömungsverhältnisse
über die gesamte Fläche der plattenförmig ausgestalteten Abständsscheiben und steigert somit den
Wirkungsgrad der Dialysiervorrichtung.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die· oberen Flächen der Vorsprünge im
Vergleich zu den oberen Dichtflächen der Plattenerhebungen klein sind.
Die Erfindung ist in zweckmäßiger Weise weiterhin dadurch ausgestaltet, daß die plattenförmigen Mittelteile
mit den Vorsprüngen aus thermoplastischem Material, vo/zugsweise Polyäthylen von einem halbharten
Typ, hergestellt sind. Dieses Material ist in gewissem Sinne weich, so daß man nicht mehr auf herstellungstechnisch
schwierig einzuhaltende genaue Toleranzen angewiesen ist.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Querschnitt durch die Vorsprünge und/oder die
Erhebungen längs einer Ebene parallel zum Mittelteil ' der Abstandsscheibe rechteckig; wenngleich auch
andere Formen, z. B. abgerundete Ecken, ovale oder dergleichen, Vorteile bringen. Die rechteckige Form
läßt sich aber besonders einfach herstellen und bringt eine gewisse Turbulenz der Dialysierflüssigkeit mit sich.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
weisen die Abständsscheiben an ihrem Rand eine
umlaufende Nut auf, in der Dichtungseinlagen vorgesehen sind, über welche die Membranen gelegt sind und
welche eine äußere Dichtung der Kanäle gewährleisten. Legt man einen Schnitt längs einer Ebene, die senkrecht
zu dem Mittelteil der Abstandsscheibe verläuft; so ist die Erfindung dadurch weitergebildet, daß die Vorsprünge
senkrecht zur Ebene der Abstandsscheibe einen trapezartigen Querschnitt aufweisen. : ■
Aus herstellungstechnischen Gründen kann die Erfindung vörteilhafterweise so ausgestaltet werden,
daß die oberen Flächen der Vorsprünge jeweils zur Ebene der Abständsscheiben planparallel sind.
Durch die Erfindung wird eine künstliche Niere mit genau definiertem Volumen, auch im Falle der
Massenproduktion von Wegwerfnieren, gewährleistet, ohne daß die für die Dialyse verwendbare Fläche der
Membran vermindert wird. Die Blutmenge wird in einer Schicht gleichmäßiger Dicke in der Dialysiervorrichtung
verteilt, so daß die Dialysierwirkung ein Optimum erreicht. Außerdem kann der vom Blut zu überwindende
Fließwiderstand auf einem bestimmten akzeptablen Grad dadurch gehalten werden, daß der Widerstand
nicht aufgrund von Änderungen in der Dicke der Blutschicht, d. h. der Blutwege, erhöht wird, die
schwierig zu bestimmen sind. Dies ist wichtig, weil das
bo Herz des Patienten als Pumpe wirkt. Mechanische
Pumpen sind nicht erwünscht, da Blut ein heikel zu behandelnder Stoff ist, nicht zuletzt bei mechanischer
Behandlung. Die Abständsscheiben schließen Zwischenräume sowohl für das Blut als auch für die
ι,) Reinigungsflüssigkeit ein. Insbesondere trennen die
Abständsscheiben die blutführenden Teile in definiertem Abstand voneinander, während sie gleichzeitig die
Membranen in definierten Bereichen in gegenseitige
Anlage zwischen deren inneren Wänden zusammenpressen, wodurch ein genau bestimmbares Blutvolumen
und ein hohes Fläche-Volumen-Verhältnis, d. h. ein hohes Verhältnis der für die Dialyse verwendbaren
Membranfläche zu der Menge des die Blutkanäle einnehmenden Blutes, erhalten werden. Die Durchlässe
für die Reinigungsflüssigkeit werden ebenfalls durch die Zwischenräume zwischen den Abstandsscheiben und
den Membranen und durch Abdichtungsteile definiert.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnung beschriebenen bevorzugten Ausführungsform erkennbar. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer künstlichen
Niere eines flachen Typs, wobei bestimmte Einzelheiten weggelassen wurden, um die wesentlichen
Merkmale besser sichtbar zu machen.
Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Abschnitt durch
einen Teil einer Niere,
F i g. 3 zeigt eine Abstandsscheibe von oben oder von unten gesehen,
F i g. 4 erläutert, wie das Blut zugeführt werden kann, und
F i g. 5 zeigt, wie bestimmte Abdichtungsprobleme im Falle einer flachen Niere gelöst werden können.
In Fig. 1 ist eine sogenannte flache Niere erläutert
Sie besteht aus einem Stapel 1 übereinanderliegender Schichten mit Blutkanälen und Kanälen für die
Reinigungsflüssigkeit, die durch semipermeable Membranen voneinander getrennt sind. In der Fig. 1
bedeutet 2 eine obere Platte aus wärmehärtbarem Kunststoff oder Metall, und 3 bezeichnet eine untere
Platte. Der Stapel 1 wird mit Hilfe einer Zahl von Stäben 4 zusammengehalten und zusammengepreßt, die die
Platten 2 und 3 zusammenpressen, an einem Ende mit einem Schraubengewinde versehen sind und dort mit
Schraubeinrichtungen 5, z. B. Flügelmuttern, ausgestaltet sind. In der oberen Platte 2 sind außerdem ein
Rohransatz 6 für die Blutzufuhr und zwei Rohransätze 7 und 8 für Reinigungsflüssigkeit angebracht. Verbunden
mit dem Rohransatz 6 für die Blutzufuhr läuft eine Leitung durch alle Schichten in dem Stapel 1 bis zu der
unteren Platte 3, jedoch nicht durch diese hindurch. Parallel zu dieser Leitung und an der gegenüberliegenden
Seite des Stapels ist eine ähnliche Leitung angebracht, die von der oberen Platte durch die
Schichten des Stapels 1 und durch die untere Platte 3 hindurch verläuft, in der ein Rohransatz für die
Ableitung gereinigten Blutes angebracht ist. Durch den Stapel verlaufende Leitungen für Reinigungsflüssigkeit
sind mit den Rohransätzen 7 und 8 verbunden.
Aus den Fig. 2 und 3 sieht man, wie die Blut- und Reinigungsflüssigkeitskanäle angeordnet sein können.
10 und 11 bezeichnen zwei Membranen aus einem für Blut semipermeablen Material, z. B. aus Viskose-Cellulose,
obwohl auch andere Materialien denkbar sind. Wenn die Membranen in der Form von Blättern
vorliegen, wie dies bei flachen Nieren üblicherweise der Fall ist, sind sie entlang ihren Umfangslinien, siehe
Fig.5, vereinigt und versiegelt, so daß ein geschlossener
Zwischenraum zwischen zwei Membranblättern 10 und 11 erhalten wird.
Zwischen zwei benachbarten Membranpaaren 10 und
11 ist eine Abstandsscheibe 12 angeordnet. Sie weist ein
mittleres, plattenförmiges Mittelteil 13 auf, das zwischen zwei Membranpaaren 10,11 liegt. Aus dem Mittelteil 13
ragen symmetrisch in beiden Richtungen Erhebungen 14 und 15 heraus. Jede Erhebung 14 bzw. 15 weist
parallelepipedische Form auf und hat daher rechtwinklige obere Dichtflächen 16 und 17, die parallel zu dem
Mittelteil 13 verlaufen.
Zwischen den längeren Seiten der Erhebungen 14, 15 sind außerdem Vorsprünge 18 und 19 angeordnet, die aus dem Mittelteil 13 herausragen. Wie aus den Fig. ersichtlich,, weisen diese Vorsprünge einen Querschnitt in Form eines Trapezes auf, dessen Basis zu dem Mittelteil 13 hinweist.
Zwischen den längeren Seiten der Erhebungen 14, 15 sind außerdem Vorsprünge 18 und 19 angeordnet, die aus dem Mittelteil 13 herausragen. Wie aus den Fig. ersichtlich,, weisen diese Vorsprünge einen Querschnitt in Form eines Trapezes auf, dessen Basis zu dem Mittelteil 13 hinweist.
Die oberen Flächen 21 und 20 der Vorsprünge 18 und 19, die parallel zu dem Mittelteil 13 verlaufen, sind sehr
klein gegenüber den oberen Dichtflächen 16 und 17.
Die Abstandsscheiben 12 werden z. B. aus einem thermoplastischen Material, beispielsweise Polyäthylen,
von einem halbharten Typ, hergestellt, das leicht bearbeitbar und billig genug ist, so daß die Niere als ein
Artikel hergestellt werden kann, der nicht regeneriert zu werden braucht, was nicht zuletzt vom Standpunkt
der Hygiene von großem Wert ist.
Mit Hilfe der Schrauben 4 und der Muttern 5 werden die verschiedenen Schichten der Niere zusammengepreßt.
Die gleichmäßig angeordneten Abstandsscheiben 12 werden dann mit ihren oberen Dichtflächen 16 und 17
aufeinander zu bewegt. In den durch diese oberen Dichtflächen definierten Bereichen werden dann also
die Membranen 10 und 11 zusammengepreßt. In den übrigen Bereichen enthält der Kanal 23 zwischen den
beiden semipermeablen Membranblättern 10 und 11 Blut. Mit Hilfe der Vorsprünge 18 und 19 werden die
Membranen um einiges gegeneinandergepreßt, wie aus F i g. 2 klar wird, wodurch das Blutvolumen beachtlich
vermindert wird, ohne daß dabei die Membranfläche, die für die Diffusion benutzbar ist, mehr reduziert wird,
als dies den kleinen oberen Flächen 20 und 21 entspricht.
Zwischen den Abstandsscheiben 12 und den Membranen 10, 11 bilden die Erhebungen 14 und 15 sowie die
das Volumen beeinflussenden Vorsprünge 18 und 19 Leitungen 22 für Reinigungsflüssigkeit, die aus einer
Salzlösung, beispielsweise aus einer wässrigen Lösung von Natriumchlorid, bestehen kann.
Wie unter Bezugnahme auf F i g. 1 erwähnt wurde, ist die flache Niere mit einem Durchgangskanal 6,25 für die
Zufuhr unbehandelten Blutes und einem Kanal für die Rückführung gereinigten Blutes zu dem Patienten
versehen. Grundsätzlich sind die Kanäle in ähnlicher Weise angeordnet. Der in F i g. 4 gezeigte Kanal 25
kann demgemäß sowohl einen Zuführkanal wie auch einen Rückführkanal erläutern. Jedoch sei im vorliegenden
Fall angenommen, daß es sich um einen Zuführkanal
so für zu reinigendes Blut handelt.
Der Einlaß zu dem Kanal 25 ist dann mit dem in F i g. 1 gezeigten Rohransatz 6 verbunden. Zwischen
den Abstandsscheiben 12 und den Membranen 10, 11 sind in ausgesparten Zwischenräumen linsenförmige
Ableitteile 26 vorgesehen. Diese sind mit einer Vielzahl von Umleitröhren 27 ausgestattet, die gegenüber dem
Kanal relativ eng und düsenartig geschnitten sind. Durch diese Rohre kann Blut vom Kanal 25 in die
Blutkanäle 23 transportiert werden. Um eine gute
wi Dichtwirkung zwischen den Ableitteilen 26 und den
Membranen 10 und 11 zu erhalten, sind die Ableitteile 26 auf ihren Oberflächen, welche an den Membranen
anliegen, mit Rippen oder ähnlichen Erhebungen, die sich mit Vertiefungen abwechseln, versehen. Außerdem
sind zwischen den Membranen und den Abstandsscheiben Einlagen 28 in solcher Weise vorgesehen, wie aus
Fig.4 ersichtlich ist.
Die Dichtung zwischen den äußeren Kanten der
Die Dichtung zwischen den äußeren Kanten der
Membranblätter wurde bereits erläutert. F i g. 5 zeigt im einzelnen, wie das Abdichten z. B. ausgeführt werden
kann, wozu die Abstandsscheiben 12 benützt werden. In einem den Rand bildenden verlängerten Teil 28 der
Abstandsscheibe sind ausgeschnittene Nuten vorgesehen, in denen Dichtungseinlagen 29 und 30 eingesetzt
sind. Wenn der Stapel 1 in Fig. 1 mit Hilfe der Schrauben 4 und der Muttern 5 zusammengepreßt wird,
pressen die Einlagen 29 und 30 die Membranen 10 und 11 fest zusammen, so daß eine gute Dichtwirkung
zwischen den Membranen erhalten wird, wobei die Zwischenräume 22 für die Reinigungsflüssigkeit ebenfalls
abgedichtet werden.
Die Arbeitsweise soll noch einmal kurz erklärt werden. Von einer der Arterien des Patienten wird Blut
durch einen Schlauch direkt zu der künstlichen Niere geleitet, wobei der Schlauch mit dem Rohransatz 6 in
Fig. 1 verbunden ist. Das Blut wird dabei in den Kanal
25 eingeleitet, der am einen Ende der künstlichen Niere vorgesehen ist, wie in Fig.4 gezeigt ist. Wenn das Blut
in dem Kanal 25 abwärts strömt, wird eine bestimmte Menge Blut bei jedem Ableitteil 26 durch die
Umlenkrohre 27 zu den Blutkanälen 23 zwischen den Membranen 10 und 11 umgelenkt. An der anderen Seite
der Membranwände befindet sich eine Salzlösung. Aufgrund des osmotischen Druckesr der zwischen dem
Blut und der Salzlösung herrscht, diffundieren die in dem Blut verhandenen Verunreinigungen durch die
Membranwände in die Salzlösung. Die Salzlösung, läßt man die ganze Zeit über zirkulieren, wobei neue
Flüssigkeit durch den Rohransatz 8 zugeführt und die Salzlösung, die die Verunreinigungen des BFutes
absorbiert hat, durcfrden Rohransatz 7 abgezogen wird. Wenn das Blut gereinigt ist, wird es durch die
Ausgangsleitung geführt, die an dem anderen Ende der künstliehen Niere vorgesehen ist.
Wie bereits erwähnt, ist es für eine erfolgreiche Durchführung des Verfahrens von Wichtigkeit, daß das
sogenannte Fläche-Volumen-Verhältnis groß gehalten wird, ohne daß der Fließwiderstand des Blutes dabei zu
hoch wird. Dies wurde durch die speziell geformten Abstandsscheiben 12 gelöst. Diese weisen zwei Arten
von Erhebungen bzw. Vorsprüngen auf. Eine höhere, vorsprungartig geformte Erhebung 14, 15 weist eine
relativ große, flache obere Zone auf, die parallel zu dem
ίο Mittelteil 13 der Abstandsscheibe 12 verläuft, wobei
benachbarte Abstandsscheiben in der künstlichen Niere ihre vorsprungartig geformten Erhebungen gegeneinander
gerichtet haben. Wenn die beiden Abstandsscheiben zusammengebracht werden, liegen diese Erhebungen
14, 15 und dazwischen die Membranen 10, 11 übereinander. Die anderen Vorsprünge 18, 19 weisen
geringere Höhe und eine wesentlich geringere obere Fläche 20, 21 auf. Der kürzeste Abstand zwischen zwei
gegenüberliegenden Vorsprüngen 18 und 19 ist durch die Lage / der größeren, vorsprungartig geformten
Erhebungen 14 und 15 bestimmt, die nicht mehr als bis zu einem bestimmten Maß zusammengebracht werden
können.
Obwohl die Teile der Membranfläche, welche den oberen Dichtflächen 16 und 17 der Erhebungen 14, 15
entsprechen, nicht für die Dialyse benützt werden können, wird das Fläche-Volumen-Verhältnis dadurch
nicht vermindert, da ohnehin kein Blut zu diesen Flächen gelangt Statt dessen kann man durch das
Aneinanderliegen der Erhebungen 15 und 14 das
Blutvolumen genau bestimmen, wobei die Vorsprünge 18 und 19 eine wertvolle Ergänzung bilden, das
Blutvolumen in- einer erwünschten Weise und- bis zu
einem erwünschten Maß reduzierbar ist, ohne dall die verwendbare Diffusionsfläche wesentlich vermindert
wird.
Hterztr 5 Blatt Zeichnungen?
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Claims (5)
1. Dialysiervorrichtung zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Blut, bei der jeweils zwischen
zwei gegenüberliegenden Abstandsscheiben mit einer Vielzahl von Erhebungen, die Kanäle für die
Dialysierflüssigkeit und Kanäle für die zu reinigende Flüssigkeit vorgeben, ein Paar Membranen zwischen
die Abstandsscheibenflächen eingelegt ist, die an den Stellen, an denen sich die Scheibenerhebungen
gegenüberstehen, dichtend aufeinandergepreßt sind und zwischen zwei benachbarten Erhebungen eine
schlauchartige Leitung zur Aufnahme der zu reinigenden Flüssigkeit zwischen sich vorgeben,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die
schlauchartigen Kanäle zwischen den auf den Abstandsscheiben (12) verteilt angeordneten Erhebungen
(14, i5) ein Netzwerk mit Strömungswegen sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung
der im wesentlichen rechteckigen Abstandsscheiben (12) gebildet ist.
2. Dialysiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Scheibenerhebungen
(14, 15) aus einem Mittelteil (13) der Abstandsscheibe (12) herausragende Vorsprünge
(18, 19) geringerer Höhe angeordnet sind, deren obere Flächen (20,21) unter Bildung von Strömungswegen in Längs- und Querrichtung auf die
Membranen (10,11) drückend angeordnet sind.
3. Dialysiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Flächen
(20,21) der Vorsprünge (18, 19) im Vergleich zu den oberen Dichtflächen (16, 17) der Plattenerhebungen
(14,15) klein sind.
4. Dialysiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenförmigen
Mittelteile (13) mit den Vorsprüngen (14,15; 18,19) auf thermoplastischem Material, vorzugsweise
Polyäthylen von einem halbharten Typ, hergestellt sind.
5. Dialysiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt
durch die Vorsprünge (18, 19) und/oder die Erhebungen (14, 15) längs einer Ebene parallel zum
Mittelteil (13) der Abstandsscheibe (12) rechteckig
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |