DE1435773A1 - Ruettelfilzverfahren und Maschine zur Durchfuehrung dieses Verfahrens - Google Patents
Ruettelfilzverfahren und Maschine zur Durchfuehrung dieses VerfahrensInfo
- Publication number
- DE1435773A1 DE1435773A1 DE19611435773 DE1435773A DE1435773A1 DE 1435773 A1 DE1435773 A1 DE 1435773A1 DE 19611435773 DE19611435773 DE 19611435773 DE 1435773 A DE1435773 A DE 1435773A DE 1435773 A1 DE1435773 A1 DE 1435773A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- movement
- plates
- drive
- shaft
- vibrating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 230000008569 process Effects 0.000 title description 9
- 238000009950 felting Methods 0.000 claims description 8
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 7
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 6
- 230000008859 change Effects 0.000 description 6
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 4
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 4
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 4
- 238000013461 design Methods 0.000 description 4
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 2
- 238000012549 training Methods 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 230000009347 mechanical transmission Effects 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000007634 remodeling Methods 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04H—MAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
- D04H17/00—Felting apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)
Description
ßüttelfilzverfahren und Maschine zur Durchführung
dieses Verfahrens.
Bei den bisher bekannt gewordenen Filzmaschinen werden die
zu verarbeitenden Fache zwischen 2 Platten zusammen gepresst, von welchen die obere Platte Rüttelbewegungen ausführt.
Diese Rüttelbewegungen, seien sie kreisförmig oder sternförmig, haben während des Laufs der Maschinen immer einen konstanten
Hub.
Für die Durchführung eines wirkungsvollen Filzvorganges ist es notwendig, je nach den Grad der Durcharbeitung der Fache
die Amplitude der Eüttelbewegungen zu verändern, um unerwünschte
Begleiterscheinungen zu vermeiden. Bei den derzeit bekannten Maschinen ist es erforderlich, diese anzuhalten,
d.h. den Filzvorgang zu unterbrechen, um an den Äntriebselementen
Verstellungen von Hand vorzunehmen, die eine Veränderung des Hubes, der Amplitude, ergeben.
Die bisher bekannten Maschinen arbeiten im übrigen alle nach dem System, dass nicht nur die teilweise sehr schwere Oberplatte diese Rüttelbewegungen ausführt, sondern zusätzlich
selbst noch mit entsprechenden Druckeinrichtungen ausgestattet ist, um die gewünschte Druckveränderung während des Filzvorganges zu erreichen. Abgesehen davon, dass zur Erzeugung der
Rüttelbewegung der Rüttelplatte infolge ihres teilweise sehr hohen Gewichtes ein nicht unerheblicher Leistungsaufwand erforderlich
ist, welcher sich im Filzvorgang selbst nicht auswirkt, v/erden auch im Zusammenspiel der beiden Wirkungen j
Rütteln und Druckzustellung entsprechende zusätzliche Einrichtungen
erforderlich.
Infolge des hohen Plattengewichtes werden im übrigen infolge
der unausgeglichenen Massen auch relativ hohe Reaktionskräfte
von dem Maschinengestell und dem Fundament aufgenommen werden müssen. ■
Im folgenden seien sowohl ein verbessertes Rüttelfilzverfahren
als auch Einzelheiten über die Ausführung von Maschinen zur Durchführung dieses Verfahrens beschrieben.
Das verbesserte Filzverfahren besteht in erster Linie in der Anwendung eines während des Laufs der Maschine veränderbaren
Hubes und andererseits in einer Umschaltung von einer Kreisbewegung
aui eine sternförmige Bewegung, wobei im letzteren
Falle nicht· nur eine gradlinige Rüttelbewegung in einer bestimmten
Richtung durchgeführt werden kann, sondern die Richtung dieser gradlinigen Rüttelbewegung willkürlich und oder auch
stetig verändert v/erden kann. Alle diese Verstelxungen sind w'-'hrend des j'aufs der Maschine möglich ohne dass der Antriebsmotor oder dergl.angehalten werden muss.
In den Abbildungen sind die jeweiligen Kennzeichnenden Ausführungsformen
der infrage kommenden Bauteile der verbesserten
Maschinen dargestellt, die.im übrigen in beliebiger Form miteinander
kombiniert werden können,- insbesondere bei einer neuen Maschinenbauart gleichzeitig zur Anwendung kommen können,
909819/0148 bad 0RleiNAL ~2"
die aber andererseits auch einzeln zur Anwendung gebracht
werden können, wenn ein Umbau oder eine "Verbesserung einer
vorhandenen Maschine in Betracht gezogen, wird.
In Abb.l sei zunächst eine Ausführung dargestellt, die nicht
mittels formschlüssigen Antriebs der Rüttelplatte arbeitet,
sondern deren Rüttelbewegung ausschliesslich durch Zentrifugalkräfte
hervorgerufen wird, die von mindestens 2 um eine Achse rotierende Unwuchten erzeugt werden. In Abb.l sei 1
die in diesem Falle feststehende Unterplatte, 2 die die Rüttelbewegung ausführende Oberplatte, an welcher in. geeigneter
Weise eine senkrechte Welle 3 befestigt ist," um welche die Unwuchten 4 und 5 rotieren. Zur Vermeidung von Kippkräften
und Kippmomenten aus dieser Anordnung ist es zweckmässig, die Massenverteilung der Oberplatte so vorzunehmen, dass der
Schwerpunkt der Oberplatte 2 mögliehst genau mit dem Angriffspunkt
der Zentrifugalkräfte sowohl in'der Höhe als auch in
der seitlichen Entfernung übereinstimmt.
Der Antrieb der beiden Teilunwucht en 4 und 5 erfolge über
normale Antriebselemente, die hier nicht dargestellt sind.
Jedenfalls werde jede .Teilunwucht gesondert angetrieben, dass sowohl eine Drehung in gleichem Drehsinn als auch mit gleicher
Drehzahl, ebenso wie eine gegenläufige Drehung mit gleicher
und mit unterschiedlicher Drehzahl möglich ist.
Nach Abb.2 und Abb.3 addieren sich die einzelnen Fliehkräfte
der Teilunwucht en vektoriell zu der resultierenden Fliehkraft
R , sofern die Unwucht en gleiche Drehzahl und gleichen Drehsinn
haben. Die Grosse von R ist abhängig von der gegenseitigen
Stellung der Teilunwuchten. Stehen beide Unwuchten in
gleicher Richtung, so hat R seinen Grösstwert, stehen die Unwuchten
einander gegenüber, so ist R = O.
Uach .abb.4 und 5 rotieren die Unwuchten mit gleicher Drehzahl
gegeneinander, sodass sich die resultierende Fliehkraft R
nur in einer bestimmten Richtung ausbildet} die senkrecht zu dieser,in Richtung der Winkel-halbierenden liegenden, vorhandenen
Komponenten der Fliehkräfte heben sich jeweils gegeneinander
auf. Die resultierende Fliehkraft verändert sich
bei" jeder Umdrehung der Teilunwuchten von O bis auf einen
Grösstwe^-rt, geht dann auf O zurück, wächst dann zu einem
gleichgrossen jedoch entgegengesetzt wirkenden .Grösstwert an
und geht wiederum auf O zurück. -
Grundsätzlich soll für die Ausführungen dieser Beschreibung auch gelten, dass die Drehzahl der Unwuchten auch unterschiedlich
sein kann. Bei Gleichlauf der Unwuchten ergibt sich je
nach der Drehzahldifferenz' eine mehr oder weniger in Form
einer Spirale sich verändernden Grosse der Unwucht, bei Gegenlauf der Unwuchten dreht sich je nach Drehzahldifferenz
die Richtung der linearen Rüttelbewegung und damit die Richtung von R.
In der Abb.6 ist ein mechanischer Antrieb mittels eines Excenters
dargestellt. Die Abb.stelle einen Querschnitt dar, eine
Maschine basitze mindestens zwei solcher Antriebe, um eine
ordentliche Führung der eigentlichen Rüttelplatte 2 zu bewirken. Der Antrieb des Excenters erfolge durch einen Winkeltrieb^
wie er schematisch in der Abb. dar ge st eilt ist. Das wesentliche "
dieser Ausführung besteht darin, dass hier die eigentliche Rüttelplatte 2 nur ein geringeres Gewicht und damit eine geringere
Masse aufweist, als die hier in erster JQinie eine
1 90 9 8 1 9 / 014 8 BAD QRlGiNA^ '"
U35773
Vergrösserung der Auflast bewirkende, an der Sattelbewegung
selbst nicht teilnehmenden Oberplatte 6, die durch Säulenführungen 9 oder dergl. in bekannter Weise, gegebenenfalls
unter Zuhilfenahme von mechanischen, hydraulischen oder ähnlichen Zusatzkräften oder Einrichtungen je nach der zwischen
den Platten 1 und 2 auszuübenden Druckwirkung auf und ab bewegt werden kann. Werden die Druckkräfte oder die erwähntem
Einrichtungen entsprechend ausgebildet, und wird die Oberplatte 6 als mit entsprechender Festigkeit ausgestatteter
Träger oder dergl.ausgebildet, so kann auch das Gewicht der öberplatte 6 erheblich verringert werden.
In Abb.7 ist die eigentliche Büttelplatte nach dieser Überlegung in extrem leichter Ausführung dargestellt. Die Rüttelplatte
2 habe in diesem Fall nur eine sehr geringe eigene Festigkeit gegen Durchbiegung. In einem solchen Falle ist es
vorgesehen, die Rüttelplatte 2 mittels an sich bekannter übertragungs-
oder Stützglieder wie Kugeln, Wälzen, Kugelgruppen usw. gegen die Platte 6 an geeigneten Stellen abzustützen.
Der Leistungsaufwand zur Erzeugung der Rüttelbewegung ist bei
einer solchen leichten Ausführung der Rüttelplatte 2 erheblich geringer als zur Rüttelbewegung einer schweren Platte.
In den Abb.6 und 7 ist keine Verstellung der Exzentrizität
dargestellt, in Abb.7 besitze die Antriebswelle 10 eine Bohrung, die excentrisch zu ihrer Wellenmitte liegt, in welche
der Zapfen 11, der mit der Rüttelplatte 2 verbunden ist, eingreift. In Abb.6 dagegen besitze die Antriebswelle 7 einen
Excentrischen Antrieb szapi'en 8 , der die Bewegung der Rüttelplatte
2 bewirkt.
In der Abb.8 sei eine Excenterwelle dargestellt, die eine Verstellung
der Excentrizität ermöglicht. Die Antriebswelle 12, die z.B. iii der feststehenden, an der Rättelbewegung nicht
teilnehmend on Oberplatte- 6 resp. in einer dieser entsprechenden Brücken- oder · ra^konstruktion drehbar gelagert ist, besitze
eine excentrische Bohrung, in welcher eine Welle IJ
drehbar gelagert ist, die einen zu ihrer Wellenmitte excentrischen
Zaplen 14 aufweist. Die Excentrizität zwischen der
Welle 12 und IJ sei e-i , die zwischen 13 und 14 sei &p.
Liegen e-i und e^ in einer Flucht, was durch entsprechende
Drehung der Welle IJ erreicht v/erden kann, so weist der Zapfen
14 die grösste Excentrizitl-t E = G1 und θρ Buf · Sind e, und e_
gleich gross und werden diese Excentrizitäten durch entsprechende
Drehung von 13 gegeneinander eingestellt, so ist E « 0.
Zwischenzeite sind durch entsprechende Drehung der Welle IJ
in 12 möglich.
Eine der konstruktiv vielfältigen Möglichkeiten der Verst-ellung
der Exccnterwelle 1> gegenüber der Welle 12 kann dadurch erreicht werden, dass wie in Abb.9 dargestellt, eine eine entsprechende
Nute 18 tragende Schci&e 17 , die zur Welle 12
ζen ribch angeordnet ist, um einen Winkel 19 gedreht wird.
Der in dtr I.Ute gleitende Zapfen 16, der mit der Welle IJ
starr verbunden ist, beschreibt dabei einen Verstellwinkel
unter entsprechender Verdrehung der Welle IJ gegenüber 12, wodurch
die beabsichtigte Verlagerung des Zapfens 14 von z.B. L=O bifc nuf den Grösstwert E möglich ist.
Eine Verstellung der Excenterv.elle IJ Gegenüber 12 ist auch
di·-L andere inascliine-nbauliche Mittel-möglich. So können
909 8 1 9/0 U 8
mit Drall hergestellte Keilwellen Verwendung finden, wobei
■ eine achsiale Verschiebung entsprechender Bauteile eine Verdrehung von 15 gegenüber 12 ermöglicht. Werden Bauteile z.B.
innen und aussen mit gegeneinander laufenden Keilwellen verwendet, so wird eine'Verkleinerung des achsialen Ver,stellweges
zur Erreichung eines gleichgrossen Verstellwinkels ermöglicht»
In Abb«10 ist eine weitere Ausführungsmöglichkeit dargestellt,
wobei in diesem Falle der Antrieb gezeigt ist, wie er z.B. "' bei einer gegenläufigen Drehung der Excenterwellen 12 und 13
ausgeführt sein kann. Die gesamt ex centrizität E setzt sich wieder auch hier aus e^ und e2 zusammen. Der Antrieb erfolge
in diesem Fall vom Kegelrad 23 her auf das Kegelrad 24 der Welle 12 und andererseits auf das Kegelrad 22, welches mit
einer Karedanwelle 21 mit der 7/elle 13 in Verbindung steht
und diese entsprechend dem gewählten Übersetzungsverhältnis
der Kegelräder mit gleicher Drehzahl jedoch·entgegengesetzt zu 12 antreibt.
In Abb.i<t> ist eine andere Ausführung des Antriebs-mittels
eines Doppelexcenters dargestellt. Hier weisen jedoch die Wellen 12 und 13 einen gesonderten Antrieb auf. Die Welle 12
werde über ein Schneckenrad 25 (ν er gl. Abb. IiL) über eine Welle
26 von einem Motor 27 her angetrieben. Die Excent«rrelle 13
werde über Kegelräder von dem Motor 28 angetrieben. Beide Motoren laufen zunächst unabhängig voneinander. Entsprechend
der Drehzahl und Drehrichtung der beiden Motore können die
Wellen 12 und 13 mit gleicher Drehzahl und mit gleichem Drehsinn
,jedoch auch z.B. bet einer Drehzahlveränderung oder/und
Drehrichtungsänderung mindestens eines der beiden Motore mit
unterschiedlicher Drehzahl und veränderter Drehrichtung rotierenf
wobei sich ähnliche Bewegungen erzielen lassen, wie sie
gelegentlich der Beschreibung der Abb,4 und 5 erwähnt sind.
"Für besondere Betriebsfälle kann einer der beiden Motore leer
laufen, der Antrieb erfolge dann über eine Kupplung 29» .die
eine mechanisch wirkende sein kann, aber auch z.B. eine hydrodynamisch.e
Wirkungsweise aufweisen soll, mit Hilfe derer z.B. ein von der übertragenden Leistung abhängiger Schlupf zwischen
den Wellen 12 und 13 erreicht werden kannjund dergl.mehr.
Die in den Abb.gezeigten Ausführungen können nur Beispiele
für die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten geben. Bs
können auch andere Hilfsmittel und Einrichtungen, übertragungsglieder,
Anordnungen, Kombinationen geeigneter Maschinenelemente zur Anwendung gebracht werden, ebenso wie gleichermassen
die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten zur Anwendung gebracht
werden kennen, die gegebenenfalls unter Zuhilfenahme
von elektrischen,hydraulischen, pneumatischen oder ähnlichen
Verstellmitteln, Elementen üiier Übertragungsgliedern möglich
sind* / · .
Grundsätzlich soll bei einer neuen Ausführung einer derartigen
Maschine die zur Erzeugung des notwendigen Druckes auf das
zu bearbeitende Fach nicht ausschliesslich von der Oberplatte
ausgeübt werden. Wird die bisher an sich starr angeordnete
Unterpiette zur Erzeugung einer entsprechenden Druckbewegung
herangezogen oder ausschliesslich hierzu verwendet» so ergeben
/sich konstruktive Vereinfachungen bei der Ausbildung der
druckerzeugenden Mittel u.a, dadurch, dass* dieselben nur durch
aehsiale Kräfte beansprucht werden, während sie bisher auch
durch querwirkende Reibungskräfte oder Momente ,zusätzlich
beansprucht worden sind. .Es ergeben sich auch anordnungsmässige
Vorteile und solche hinsichtlich einer Vereinfachung vorzusehender
unter Stützungsglieder. — — _
■ls, V . 9098 τ 9/0-U8 fil"5"
iAD ORfGfNAL
In der Abb. 13 sei schließlich eine Ausführung eines mechanischen Getriebes dargestellt, welches sowohl eine Verstellung
zweier Wellen zueinander, als auch eine Drehrichtungsänderung einer der beiden Wellen gestattet, wie es einerseits für einen
aus zwei Teilunwuchten bestehenden Rüttelantrieb nach der Abb.1
andererseits aber auch für einen Dpppelexcenterantrieb nach den
Abb. 8 und 9 und zum Teil auch nach Abb.10 vorgesehen ist.
Die beiden,anzutreibenden Wellen seian hier die ineinander angeordneten
Wellen 12 und 13. Die Welle 12 stehe mit dem Kegelrad 31 und 45 in Verbindung, die Welle 13 mit dem Kegelrad 30.
Die Räder 30 und 31 sind Bestandteile eines Differentials, welches innerhalb eines Differentialgehäuses 32 angeordnet sein
soll und dessen Trabantenräder durch die Kegelräder 33 und 34
gebildet werden. Das Differentialgehäuse stehe über- einen Kegelradtrieb
35 - 36 mit einem weiteren Differential in Verbindung, welches aus den beiden Großrädern 37 und 38 und den Trabant
enrädern 39 und 40 besteht, das DifferentialgehäUBe sei 41.
Das Großrad 37 sei mit dem Kegelrad 36 verbunden, das Rad 38 - stehe in Verbindung mit einer Wechselkupplung 42, die einerseits
durch Kupplung mit dem Getriebegehäuse 43 das Kegelrad
38 stillzusetzen in der Lage ist, sodaß dasselbe sich nicht zu drehen vermag, zum anderen aber eine Ankupplung des Rades 38
an die Antriebswelle 44 gestattet. Die Antriebswelle 44 werde
von dem Antriebsmotor 46 angetrieben und treibe auch das Kegelrad 45 an. Das Differentialgehäuse 41 trage ein Schneckenrad
47i welche durch eine Schnecke 48 in Drehung versetzt werden
kann, sei es von Hand oder auch durch einen z.B. elektrischen Antrieb.
Je nach der Stellung der Kupplung 42 werden zwei Betriebszustände
eingeschaltet.
Steht das Kegelrad 38 mit dem Getriebegehäuse 43 in Verbindung
so steht auch Gehäuse 41, Kegelrad 37» Rad 36 und auch 9$ still,'
In diesem Falle steht dann auch das DifferentialgeMuse 32
still. Da Kegelrad 31 von Rad 45 angetrieben wird, erfolgt im Differentialgehäuse 32 eine Drehrichtungsumkehr zwischen den
Rädern 31 und 30, so daß also Rad 30 entgggengesetzt rotiert wie Rad 31. Wellen 12 und 13 drehen sich also entgegengesetzt.
Eine Verstellung der Wellen zueinander erfolgt in diesem "Falle
durch Drehen der Schnecke 48, welche über Schneckenrad 47 das Bifferentialgehäuse 41 dreht. Da Kegelrad 38 über die Kupplung
42 mit dem Gehäuse 43 verbunden ist und sich nicht drehen kann, wird durch eine Drehung des Differentialgehäuses 41 eine Verdrehung
des Rades 37 bewirkt, so daß über die Räder 36, 35 auch das Differentialgehäuse 32 gedeiht wird und damit eine Verstel-<
lung der beiden Wellen 12 und 13 auch bei sich drehenden Wellen
durchgeführt werden kann.
Wird die Kupplung 42 in die andere Behältstellung gebracht, so
wird das Kegelrad p8 mit der Antriebswelle 44 verbunden. Das
Differentialgehäuse 41 nimmt wegen des Schneckentriebes 47 -48
an dieser Drehung nicht teil. Kegelrad 37 dreht eich also entgegengesetzt zu Rad 38, treibt aber über 36 und 35 das Different ia Ig ehäuse 22 an. Bei entsprechender V/ahl den Übersetzungsverhältnisse dreht sich in diesem Falle das Gehäuse 32 mit der
, gleichen Drehzahl wie die Welle 12 von Rad 45 her. Somit dreht
sich auch die Welle 13 in dem gleichen Drehsinn und mit der gleichen Drehzahl wie die Welle 12. Auch hier erfolgt dueoh eine
Verdrehung der Schnecke 48, Drehung des Differentialgeäuses 41
und weiter wie oben beschrieben eine Verstellung der beiden Wellen 12 und 13 zueinander. Auch diese Verstellung kann ohne
.Unterbrechung des Betriebes vorgenommen werden,
9098 19/0 148
1 Die Ausführung des Getriebes kann auch in einer anderen «eise
mit anderer Anordnung erfolgen. Es können u.a. auch an Stelle .der Kegelräder Stirnräder Verwendung finden, ebenso wie an Stelle
der Verstellung mittels der Kegelrädern in der gezeichneten
Ausführung auch z.B. hydraulisch wirkende Verstell- oder Antrieb; ,glieder zur Anwendung kommen können; auch elektrische Einrich-·
tungen der verschiedenen Art lassen sich hier in geeigneter fti-
S se zur Anwendung bringen, Kupplungen, Schalter, Verstellglied·!?,
und sonstige auch in anderer weise wirkende Bauelemente. Ein Teil der Verstellung kann im übrigen z.B. auch durch eine
einfache Hebelübersetzung ersetzt werden, so daß der Aufwand an
Kegelrädern verringert werden kann. Auch kann das Schneekengetriebe durch einen entsprechenden Antrieb.anderer Bauart ersetzt
< ^erden. Die Anordnung der Differentiale kann auch an einer anderen
Stelle innerhlab de» Getriebes oder sogar an einer anderen
Stelle des gesamten Antriebs vorgesehen sein, ebenso wie eine
. Leitungsverzweigung des Antriebs auf mindesten zwei derartiger Antriebe erfolgen kann, sodaß z.B. nicht für Jeden Doppelscenter
trieb ein ganzes Getriebe dieser Bauart erforderlich wird. Auch eine stufenweise Verstellung der Excenter kann in einem odes
anderen Falle von besonderm Vorteil sein und dutcch eine ent—
ι sprechende Ausbildung bestimmter Übertragungsglieder bewirkt wer·
den. .
,Außer durch die erwähnten kreis- und/oder sternförmigen Bewegungen der Büttelplatte kann eine weitere Intensivierung des.
Filzvorganges dadurch erreicht werden,-daß mindestens eine der
das zu bearbeitende Fach aufnehmenden Batten 1 und 2 mit Hilfe
gegebenenfalls zusätzlich angeordneter, z.B. elektrisch angetriebener Unwuchtrüttler oder Schwinger oder dergl. zusätzliche
gerichtete oder ungeriehtet© Schwingungen kleinerer Amplitude
und häherer Frequenz auf das Fach ausübt und welche sich den
kreis- oder sternförmigen Schwingungen überlagern. Es köänen
auch derartige Schwinger paarweise angeordnet sein, um zuerst
Schwingungen in einer Sichtung und danach erst Schwingungen und
Vibrationen in einer anderen Richtung auszuüben.
An Stelle mindestens eines Paares von Teilunwucht en können auch
deren mehrere angeordnet werden, die zur Erzielung eines bestimm
ten Bewegungs effekt es in einer bestimmten Weise zusammen oder
nacheinander zur Wirkung kommen. Die Unwuchten können auch, bei
geeigneter Ausbildung um andere Achsen als um die gezeichnete vertikale Achse j5 drehbar sein. .
Für die verschiedenen Buttelbewegüngen können Programmsteuerungen
zur Anwendung kommen, die einen weitgehendst automatisierten
Betrieb bei höchstem Filzeffekt bewirken, und die alle oder einei
Teil der möglichen Verstellungen umfassen oder einbeziehen könnet
Bei Überlagerung einer verhältnismäßig höheren Bewegungsfrequenz
können bestimmte Teile des Hauptantriebs selbst oder z.B» der
mit der Büttelplatte 2 in Verbindung'stehende Zapfen £ 11 der
Zeichnung 7 ganz oder teilweise in Gummi oder sonst in geeignetei
Weise elastisch gelagert sein. Die höherfreöuente Schwingung
kann aueh eine Ultraschallschwingung sein^ cfclfi* &v4n dLw<z\ ZaJ "
Claims (3)
1) Verfahren zum Rütteln zu verfilzender Fache zwischen zwei
unter entsprechender Atipressung stehender Platten, dadurch gekennz.eich.net, daß mindestens -eine dieser Platten eine
Kreisbewegung mit während des Betriebes veränderbarem Radius
ausführt oder eine in einer feststehenden oder ihrerseits
rotierenden Hauptrichtung lineare Rüttelbewegungen oder eine
*·" / durch die Art der Drehrichtungs- und Dr ehzahlüb er lagerung bedingte
Kombination beider Bewegungen ausführt, andererseis mindestens eine dieser Platten wä&weise zusätzlich oder ausschließlich
eine höherfreqüente gerichtete oder ungerichtete ,
Schwingung oder Rüttelbewegung ausführt j
2) Rüttelplatten-Filzmaschine zur Ausübung des nach Anspruch 1 '
gekennzeichneten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils die Hittelbewegung durchführende Platte mit möglichst j
. geringer Masse ausgeführt ist und sich diese erforderlichenfalls
gegen eine als Bauelement entsprechender Biegefestigkeit ausgeführte Druckplatte oder entsprechende Bauelemente
wie Träger oder Brücken anstützt.
3) Rüttelplatten-Filzmaschiene zur Ausübung des nach Anspruch 1
gekennzeichneten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß ent-1
weder mindestens zwei Unwuchten oder mindestens zwei Excentertriebe die Rüttelbewegung bewirken, wobei die Unwuchten oder
die Excenter jeweils gleichsinnig oder entgegengesetzt, mit gleicher Drehzahl oder mit einer bestimmten oder auch veränderlichen
Drehzahldifferenz umlaufen, wobei die jeweilige
Lage der Unwuchten oder Excenter während des Betriebes verändert werden kann.
■βΟββ'19/OUe
BAD ORIGINAL.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0045416 | 1961-12-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1435773A1 true DE1435773A1 (de) | 1969-05-08 |
Family
ID=7223834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19611435773 Pending DE1435773A1 (de) | 1961-12-12 | 1961-12-12 | Ruettelfilzverfahren und Maschine zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1435773A1 (de) |
-
1961
- 1961-12-12 DE DE19611435773 patent/DE1435773A1/de active Pending
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102013020690A1 (de) | Schwingungserreger für einen Vibrationsverdichter sowie Baumaschine mit einem solchen Schwingungserreger | |
| DE2304942A1 (de) | Vibrationswalze | |
| EP0239561B1 (de) | Einrichtung zur Erzeugung von Vibrationen | |
| CH361701A (de) | Auf dem Prinzip der umstülpbaren Kette beruhende Vorrichtung zur Erzeugung einer taumelnden und rotierenden Körperbewegung | |
| DE10147957B4 (de) | Schwingungserreger für eine Bodenverdichtungsvorrichtung | |
| AT517133B1 (de) | Entkernmaschine/Rüttelmaschine mit verbessertem Antrieb | |
| DE1254926B (de) | Hydrostatisches Axialkolbengetriebe | |
| EP2242590B1 (de) | Unwuchterreger mit einer oder mehreren rotierbaren unwuchten | |
| DE2001987A1 (de) | Bodenverdichtungsgeraet | |
| DE10241200A1 (de) | Schwingungserreger für Bodenverdichtungsgeräte | |
| DE2231338C3 (de) | Rotationsvibrator | |
| DE10105687A1 (de) | Schwingungserreger für lenkbare Bodenverdichtungsvorrichtungen | |
| AT520666A1 (de) | Entkernmaschine zum Entkernen von Gusswerkstücken sowie Verfahren zum Herstellen von Gusswerkstücken | |
| DE1145455B (de) | Auf dem Prinzip der umstuelpbaren Kette beruhende Vorrichtung zur Erzeugung einer taumelnden und rotierenden Koerperbewegung | |
| EP2896464B1 (de) | Schwingungserreger | |
| DE1435773A1 (de) | Ruettelfilzverfahren und Maschine zur Durchfuehrung dieses Verfahrens | |
| DE3105611C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Tiefverdichten | |
| DE19631991B4 (de) | Vibrator, insbesondere für einen Vibrationsbären | |
| DE1964318A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur AEnderung der Arbeitsrichtung von selbstbeweglichen Vibrationsruettelplatten waehrend des Betriebes | |
| DE1213355B (de) | Bodenverdichter | |
| DE471961C (de) | Zerkleinerungsanlage mit mehreren Kreiselbrechern | |
| DE1708553A1 (de) | Unwuchtruettler fuer Bodenverdichtungsgeraete | |
| DE8800592U1 (de) | Rüttelgetriebe | |
| DE1956780U (de) | Vorrichtung, insbesondere fuer ein ruettelgeraet, zum aendern der phasenlage zweier unwuchten. | |
| DE102008006748A1 (de) | Unsymmetrischer Schwingungserreger für eine Vibrationsplatte |