[go: up one dir, main page]

DE1434557C - Flächentragwerk aus Stahlgittermatten - Google Patents

Flächentragwerk aus Stahlgittermatten

Info

Publication number
DE1434557C
DE1434557C DE1434557C DE 1434557 C DE1434557 C DE 1434557C DE 1434557 C DE1434557 C DE 1434557C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
longitudinal
mat
bars
edge
rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur 2941 Cäciliengroden Paul
Original Assignee
Bau-Stahlgewebe GmbH, 4000 Düsseldorf-Oberkassel

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein miteiner Dichtungshaut abdeckbares Flächentragwerk mit sich rechtwinklig kreuzenden und an den Kreuzungspunkten miteinander verbundenen Stäben, wobei die so gebildeten Tragelemente jeweils an zwei einander gegenüberliegenden parallelen Rändern zur Bildung von Randträgern abgebogen sind.
Es wurde bereits verschiedentlich versucht, leichte Gittermatten, zur behelfsmäßigen Abdeckung von Räumen heranzuziehen, zu welchem Zweck sie mit • Planen, Kunststoffolien oder ähnlichen bahnenartigen Materialien überzogen wurden: Unter anderem wurde auch schon vorgeschlagen, bekannte Baustahlmatten an den Rändern abzukanten, wobei im Querschnitt flache U-förmige oder pultförmige Gebilde entstehen, die mit den freien Schenkelenden in den Erdboden gesteckt werden können. Diese Tragelemente wurden mit einer Folie versehen und für die Abdeckung von z.B. Frühbeeten, Gewächshäusern oder ähnlichen Anlagen verwendet. Da die Steifigkeit solcher ebenen Matten nicht groß ist, können naturgemäß mit solchen Abdeckungen nur verhältnismäßig geringe Spannweiten überbrückt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, um auf einfache und bezüglich ihrer Gestaltung auch sparsame Art Räume zu überdecken oder auch zu umschließen, wobei die zu verwendende Konstruktion eine genügende Festigkeit besitzen muß, um entweder größere Spannweiten überdecken zu können oder auch die Möglichkeit zu eröffnen, in gewissem Umfang Räume zu bilden.
Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einem "mit einer Dichtungshaut abdeckbaren Flächentragwerk der gattungsgemäßen Art dadurch, daß bei außenliegenden Längsstäben die Abbiegungen der Querstäbe an den Mattenrändern über einen Winkel von 90° derart hinausgehen, daß der Randlängsstab und der letzte noch in Mattenebene verbliebene Längsstab senkrecht zur Mattenebene übereinanderliegen, und daß die abgebogenen Querstäbe nebeneinanderliegender Tragelemente Schlaufen bilden, durch die ein zusätzlicher Stab gesteckt ist, während sich die am Abbiegungspunkt befindlichen Längsstäbe benachbarter Tragelemente nach Art von Doppelstäben berühren.
Der Vorteil eines derartigen Tragwerks besteht darin, daß aus Stahlgittermatten auf einfache Weise eine tragende Konstruktion gebildet wird. Infolge der Abbiegungen entstehen in den Randbereichen der Matte trägerartige Verstärkungen, die eine Überbrückung größerer Spannweiten ohne Durchhang der Matte ermöglichen und zugleich zur Verbindung der Matten miteinander dienen. Zwischen den Randträgern spannt sich die eigentliche Decke, deren Breite so gewählt werden kann, daß die Tragstäbe der Matte die auf sie entfallenden Lasten aufnehmen können. ·
Durch die Vornahme der Abbiegung über einen Winkel von 90° hinaus und die dadurch ermöglichte ineinandergeschachtelte Verlegung zweier Tragelemente und ihrer durch einen Steckstab vorgenommene Verriegelung wird auf einfache Weise erreicht, daß an der Stoßstelle zweier Elemente gewissermaßen ein Doppelträger entsteht, der nicht nur in der. Lage ist, die zwangläufig auftretende doppelte Last zu tragen, sondern auch die Elemente zu einem einheitlichen und großflächigen Traggebilde zu vereinen, ohne daß dazu ein großer Zeitaufwand erforderlich ist. Durch den zusätzlichen eingeschobenen Stab wird die Tragfähigkeit des Doppelrandträgers noch weiter erhöht.
Der Durchmesser des Randlängsstabes und/oder des jeweils letzten in Mattenebene verbliebenen Längsstabes ist zweckmäßig größer als der Durchmesser der Längsstäbe im übrigen Mattenbereich. Der Randlängsstab und/oder der jeweils letzte in Mattenebene verbliebene Längsstab können auch als
ίο Doppelstäbe ausgebildet sein.
Die Bildung von Räumen mit den erfindungsgemäßen Matten wird dadurch ermöglicht, daß die Matten senkrecht zu den durch Abbiegen gebildeten Randträgern mindestens einmal in beliebigem Abstand vom Mattenrand gebogen sind, wobei die Randlängsstäbe durchschnitten sind. Die vorher durchschnittenen Stäbe sind vorteilhafterweise im Abbiegungsbereich verbunden, beispielsweise verschweißt.
ao In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine punktgeschweißte ebene Matte,
Fig. 2 den Schnitt durch eine Matte^nach Fig. 1,
»5 bei welcher die Randbereiche abgebogen sind,
Fig. 3 im Schnitt ein Tragwerk aus mehreren Matten nach F i g. 2, die an ihrer Stoßstelle miteinander verriegelt sind,
Fig. 4 die Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Tragwerks.
In F i g. 1 ist eine den Ausgangspunkt für das erfindungsgemäße Tragwerk bildende ebene Matte im Schnitt dargestellt, und zwar mit Längsstäben 1,2 und 3 sowie Querstäben 4 als Einzelstäbe. Die Längsstäbe 1 und 2 am Rand haben einen größeren Durchmesser als die Längsstäbe 3 im mittleren Mattenbereich. Es ist auch möglich, die Querstäbe 4 als Doppelstäbe auszuführen. Sämtliche Längsstäbe können gleichen Abstand voneinander haben. Im vorliegenden Beispiel ist jedoch der Abstand α der Randstäbe kleiner als der Abstand b der mittleren Stäbe. Der Abstand α kann jedoch auch größer als der Abstand b sein.
Wie in Fig. 2 gezeigt, wird gemäß der Erfindung eine Matte nach Fig. 1 in ihren Randbereichen derart abgebogen, daß die. Randlängsstäbe 1 und 2 senkrecht zur Mattenebene übereinanderliegen und der Querstab 4 eine spitzwinklige, dem Biegeradius entsprechend angepaßte Krümmung erhält. Der Längsstab 1 übernimmt so etwa die Funktion eines Untergurtes und der Längsstab 2 die eines Obergurtes eines Trägers. Diese Abbiegung soll vorwiegend an den Längsrändern einer Matte vorgenommen werden. Je nach, dem Ausmaß und der Ausbildung einer Matte kann die Abbiegung auch an den Querrändern vorgenommen werden.
In F i g. 3 ist im Schnitt dargestellt, wie beispielsweise drei Matten, von denen die zwei äußeren nur zum Teil dargestellt wurden, bei der Verlegung ineinandergeschoben werden. Die vorletzten Längsstäbe 2 berühren sich und bilden gewissermaßen einen Doppelstab. In die durch die abgebogenen Querstäbe 4 gebildete Schlaufe wird ein Stab S geschoben, dessen Endhaken mit den sich kreuzenden Queres stäben beispielsweise durch Verrödeln oder Verschweißen verbunden werden. Es ist auch möglich, einen haarnadelförmigen Steckstab zu verwenden. Dann würde ein Schenkel durch die Schlaufe und der
andere durch die darunterliegende Kreuzung der Querstäbe 4 oberhalb der Längsstäbe 1 geführt werden. Die Schenkelenden werden dann umgebogen und mit den Querstäben verbunden.
Derartig verlegte Matten können zur Überdeckung von Räumen Verwendung finden, wobei die von den Abdeckungen abgegebene Flächenlast über die trägerartigen Randabbiegungen auf die Auflager weitergeleitet wird.
Durch die Randträger A und B erhält die Matte eine ihrer Aufgabe entsprechend große Steifigkeit, so daß kein nennenswerter Durchhang mehr vorhanden ist. Durch das Zusammenschieben der benachbarten Elemente entsteht an der Stoßstelle gewissermaßen ein Doppelträger C, der noch besonders durch den der Verriegelung der zusammengefügten Einzelträger dienenden Steckstab verstärkt wird. Durch eine entsprechende Wahl der Durchmesser der Stäbe 1 und 2 bei dicken Einfachstäben oder Doppelstäben wird die Tragfähigkeit noch erhöht.
Die Tragfähigkeit der einzelnen Randträger A und B läßt sich noch erhöhen, wenn nicht nur etwa eine Maschenbreite am Rand der Matte abgebogen wird, sondern beispielsweise zwei oder mehrere Maschen, wodurch sich die Bauhöhe des Randträgers as beliebig steigern läßt. Bei einer Abbiegung von zwei Maschenweiten können z. B. der Randstab und der letzte noch in Mattenebene verbliebene Stab, also vom Rand gerechnet'der dritte Stab, besonders große Durchmesser aufweise» oder als Doppelstäbe ausgebildet sein, während der dazwischenliegende, also vom Rand aus gerechnet zweite Stab, nur als Montagestab ausgebildet wird, also geringeren Durchmesser haben kann. Durch eine solche Ausbildung werden die Gurte des Randträgers kräftig gehalten, während der in der Nullinie liegende Stab nur der Versteifung und der Erhöhung der Knicksicherheit dient.
Allerdings ist es auch möglich, bei einer Abbiegung von mehreren Maschen diese Biegungen in gegenläufiger Richtung vorzunehmen, um eine zu große Spreizung der Querstäbe zu vermeiden.
Vorstehend beschriebene Elemente werden vorwiegend für die ebene Überdeckung von Räumen benutzt. Zur Abdichtung werden sie in an sich bekannter Weise mit einer leichten Haut versehen, die beispielsweise aus Kunststoff bestehen kann und als Folie die Tragelemente überspannt, wobei ah den äußeren Rändern noch eine besondere Abdichtung erforderlich ist. Ebenso lassen sich feste Kunststofftafeln verwenden, die in bekannter Weise so miteinander und mit den Stäben der Matte verbunden werden, daß eine geschlossene und dichte Haut entsteht, die in einem gewissen Sinne noch zur Aussteifung der gesamten Abdeckung beiträgt.
Zur Umschließung von Räumen werden die nochmals geknickten Elemente gemäß der Fig. 4 verwendet. Im Gegensatz zu dem bisher beschriebenen werden dabei die Längsstäbe 2 und 3 mehrfach geknickt, und zwar parallel zu den Querstäben 4, zweckmäßig zwischen den Querstäben 4. Für spitzwinklige, zeltartige Räume genügt eine einmalige Knickung; bei der in F i g. 4 dargestellten Ausführungsform sind die Längsstäbe dreimal geknickt. Um überhaupt ein Biegen der Längsstäbe 2 und 3 zu ermöglichen, ist «5 es erforderlich, in den Knickpunkten die unteren, mit den Querstäben abgebogenen Längsstäbe 1 zu durchschneiden. Diese Längsstäbe werden dann in den Kreuzungspunkten D miteinander, z. B. durch Verrödeln oder Verschweißen, verbunden.
S Zur Umschließung von Räumen werden vorwiegend mehrere Elemente nebeneinander verlegt und in der oben beschriebenen Weise mit zusätzlichen Steckstäben verriegelt, die dann jeweils von Knickpunkt bis Knickpunkt reichen. Die Stirnflächen derartiger, mit gebogenen Matten gebildeter Räume können entweder mit einfachen Matten oder auch mit den erfindungsgemäßen Flächentragwerken verschlossen werden, wobei dann deren Elemente dem Querschnitt des Raumes angepaßt werden müssen.
Das erfindungsgemäße Flächen tragwerk weist eine Tragfähigkeit auf, die es auf einfache und wirtschaftliche Weise gestattet, es für Bauten zu verwenden, für die eine derartig leichte Konstruktion vollauf genügt. Es ist einfach herzustellen und zusammenzu-
ao bauen und kann mit geringen Mitteln wirksam so verankert werden, daß es auch den auftretenden Windbeanspruchungen standhält. .

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Mit einer Dichtungshaut abdeckbares Flächentragwerk aus Stahlgittermatten mit sich rechtwinklig kreuzenden und an den Kreuzungspunkten miteinander verbundenen Stäben, wobei die so gebildeten Tragelemente jeweils an zwei einander gegenüberliegenden parallelen Rändern zur Bildung von Randträgern abgebogen sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei außenliegenden Längsstäben (1,2 und 3) die Abbiegungen der Querstäbe (4) an den Mattenrändern über einen Winkel von 90° derart hinausgehen, daß der Randlängsstab (1) und der letzte noch in Mattenebene verbliebene Längsstab (2) senkrecht zur Mattenebene übereinanderliegen, und daß die ab- ! gebogenen Querstäbe (4) nebeneinanderliegender Tragelemente Schlaufen bilden, durch die ein zusätzlicher Stab (5) gesteckt ist, während sich die am Abbiegungspunkt befindlichen Längsstäbe (2) benachbarter Tragelemente nach Art von Doppelstäben berühren.
2. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Randlängsstabes (1) und/oder des jeweils letzten in Mattenebene verbliebenen Längsstabes (2) größer ist als der Durchmesser der Längsstäbe (3) im übrigen Mattenbereich.
3. Tragwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Randlängsstab (1) und/ oder der jeweils letzte in Mattenebene verbliebene Längsstab (2) als Doppelstäbe ausgebildet sind.
4. Tragwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente senkrecht zu den durch Abbiegen gebildeten Randträgern mindestens einmal in beliebigem Abstand gebogen sind, wobei die Randlängsstäbe (1) durchschnitten sind.
5. Tragwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vorher durchschnittenen Stäbe (4) im Abbiegungsbereich miteinander verbunden, beispielsweise verschweißt, sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2372082B1 (de) Gitterträger
DE1659191A1 (de) Bewehrungsmatte fuer den Stahlbetonbau
DE2616058C2 (de) Blechprofilträger für Dachkonstruktionen
DE1559490B1 (de) Bewehrungselement fuer Balken und Stuetzen aus Stahlbeton
DE1434557C (de) Flächentragwerk aus Stahlgittermatten
DE2114494B2 (de) Vorgefertigte Stahlbeton-Doppelschale zur Herstellung von Stahlbetonwänden
DE9320554U1 (de) Gitterträger
DE1434557B (de) Fläehentragwerk aus Stahlgittermatten
DE2906005A1 (de) Tragarmierungselement und tragarmierung fuer pfeiler und traeger aus eisenbeton
DE3417068C2 (de) Transportable Falthalle
AT237263B (de) Flächentragwerk aus Stahlgittermatten
DE1434557A1 (de) Gitterwerk zur UEberdeckung und Bildung von Raeumen
DE1709314A1 (de) Betondecke
DE102020114611B3 (de) Schalungsanordnung
AT153070B (de) Auf Unterstützungen, gegebenenfalls unter Zwischenlage von Schwellen aufruhende dachartige Baukonstruktion.
AT162715B (de) Armierungsorgan für Böden, Wandkonstruktionen u. dgl.
DE7930691U1 (de) Raeumlicher gittertraeger
DE2154518C (de) Bewehrung fur eine dünne, als Teil einer bleibenden Schalung fur eine Stahl betondecke dienende und als Teil der Decke statisch mitwirkende Stahlbeton tafel
EP3179014A1 (de) Fachwerkdachbinder mit eckteil und eine diesen verwendende dachanordnung
DE1804703C3 (de) Bewehrung für als verlorene Schalung dienende Stahlbetontafeln
DE1659248A1 (de) Bewehrungsmatte fuer plattenfoermige Betonkoerper
DE1296322B (de) Biegesteife Bewehrung fuer Beton, insbesondere fuer vorgefertigte Deckenplatten
DE1973114U (de) Gittertraeger zur aussteifung von stahlbetonfertigbauplatten.
DE2316966C3 (de) Bogenförmiger Rahmenbinder aus Stahl für Hallenbauten
DE202020103150U1 (de) Schalungsanordnung