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DE1430882C - Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von Kraftfahrzeugen

Info

Publication number
DE1430882C
DE1430882C DE1430882C DE 1430882 C DE1430882 C DE 1430882C DE 1430882 C DE1430882 C DE 1430882C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
torsion bar
cover
support
bar spring
end portion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gunter. Dipl. Ing. 7032 Sindelfingen Gmeiner
Original Assignee
Daimler Benz AG, 7000 Stuttgart-Unter türkheim
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von Kraftfahrzeugen, insbesondere einer nach vom klappbaren Motorhaube, bestehend aus einem außerhalb der Schwenkachse des Deckels verlaufenden Mittelabschnitt und zwei abgewinkelten Endabschnitten, wobei der eine Endabschnitt im Bereich der Schwenkachse des Deckels fest an diesem eingespannt und der andere Endabschnitt im Bereich eines einzigen Drehlagers abgewinkelt ist. Derartige Drehstabfedern werden so ausgelegt, daß der Deckel ohne Anstrengung in die gewünschte Stellung geschwenkt werden kann und daß der geöffnete Deckel ohne Festklemmvorrichtung seine Stellung beibehält. Ferner wird angestrebt, daß die Drehstabfedern trotz ihrer asymmetrischen Lagerung den Deckel nicht verwinden.
Bei einer bekannten Anwendung einer Drehstabfeder der obengenannten Art bei einem Kofferraumdeckel, ist der im Bereich des Drehlagers liegende Endabschnitt mit einem Hebelarm zur Bildung eines Kniegelenkes verbunden. Dazu ist der Endabschnitt der Drehstabfeder an seinem äußersten Ende nochmals rechtwinklig gebogen und als Drehzapfen ausgebildet. Der Drehzapfen greift in ein Lagerloch am einen Ende des Hebelarmes, dessen anderes Ende in einem an der Kofferraumwand angeordneten Lager drehbar befestigt ist. Daraus ergibt sich eine vielteilige Ausführung, zumal das durch Zug- und Druckkräfte beanspruchte, an der verhältnismäßig dünnen Seitenwand des Kofferraumes angebrachte Lager eine zusätzliche Verstärkung von Wandteilen erfordert. Weiter benötigt der Kniehebel Kofferraum und kann, wenn er nicht durch eine zusätzliche Verkleidung abgedeckt ist, Gepäckstücke beschädigen.
Ähnliche Mängel weist eine andere bekannte Ausführung einer Drehstabfeder auf, deren einer Endabschnitt ebenfalls in den Kofferraum greift und dort beim öffnen des Klappdeckels auf einer Rolle bis in die Endstellung läuft, in der ein bogenförmiger Teil des Endabschnittes auf der Rolle einrastet. Die Rolle ist auf einem an der Außenwand des Kraftfahrzeuges befestigten Lagerbock drehbar gelagert und ragt durch eine Öffnung in den Kofferraum.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erwähnten Nachteile zu beseitigen und eine besonders einfache und raumsparende Anordnung für eine Drehstabfeder zu schaffen, die ein leichtes und verwindungsfreies Schwenken des Deckels erlaubt. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß der am einzigen Drehlager abgewinkelte Endabschnitt sich unmittelbar auf einem fahrzeugfesten, mit dem Endabschnitt gleichgerichteten Auflager in jeder Lage des Deckels abstützt und daß der Abstand des Auflagers von der Achse des Drehlagers bei geschlossenem Deckel gleich dem Abstand zwischen der Achse des Mittelabschnittes der Drehstabfeder und der Schwenkachse des Deckels ist.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Auflager in an sich bekannter Weise zugleich als Halteglied für den sich' auf diesem abstützenden Endabschnitt bei Offenstellung des Deckels ausgebildet. Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Patentansprüchen angegeben.
Die Krfindung wird an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt
F i g. I eine perspektivische Ansicht eines Personenkraftwagens mit geöffneter Motorhaube,
F i g. 2 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Entlastungsvorrichtung für die Motorhaube,, die teilweise geöffnet ist,
F i g. 3 die Seitenansicht einer anderen erfindungsgemäßen Entlastungsvorrichtung für die Motorhaube, die teilweise geöffnet ist,
F i g. 4 die Seitenansicht eines Auflagerbockes und
F i g. 5 die Vorderansicht des Auflagerbockes nach F i g. 4.
Der in F i g. 1 dargestellte Personenkraftwagen 10 weist eine um eine quer zu seiner Längsachse gerichtete Schwenkachse 11 (F i g. 2, 3) nach vorn klappbare Motorhaube 12 auf, die mit einer parallel zur Schwenkachse 11 verlaufenden Drehstabfeder 13 versehen ist. Die Schwenkachse 11 verläuft durch an den Seiten 12', 12" der Motorhaube 12 angeordnete Zapfen 14 und 15 (F i g. 2),' die in an vorderen Wagenkasten 10' befestigten Lagern 16 und 17 gelagert sind.
Die Drehstabfeder 13, die aus einem sich über die ganze Breite der Motorhaube 12 erstreckenden Mittelabschnitt 13' und aus zwei abgewinkelten, ungleich langen Endabschnitten 13" und 13'" gebildet ist, weist bei geschlossener Motorhaube 12 eine Z-Form auf und ist in dieser Stellung gespannt. Der kürzere Endabschnitt 13", der zur Seite 12' der Motorhaube 12 parallel verläuft, ist in einem nahe der Seite 12' befestigten, zylindrischen Lager 18 fest eingespannt. Die Drehstabfeder 13 weist nur in ihrem Mittelabschnitt 13' ein einziges Drehlager 19 auf, das in der Nähe der anderen Seite 12" der Motorhaube 12 an derselben befestigt ist. Die Achse 20 des Mittelabschnittes 13' verläuft parallel zur Schwenkachse 11 der Motorhaube 12. Der zweite und längere Endabschnitt 13'" stützt sich auf einem Auflagerbock (Auflager 21 bzw. 22) ab, der am vorderen Wagenkasten 10' befestigt ist.
Das in den F i g. 2, 4 und 5 dargestellte Auflager 21 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet. Die Wangen 21' und 21" des Auflagers 21, die einen mit einer schrägen und abgeknickten Gleitfläche 23' aufweisenden Steg 23 nach außen begrenzen, verhindern ein seitliches Verschieben des Endabschnittes 13'". Damit der Endabschnitt 13'" in seiner Endstellung auf der Gleitfläche 23' des Steges 23 bleibt, weist der Endabschnitt 13'" an seinem freien Ende 24 einen Haken '<_ auf, der der Gleitfläche 23' angepaßt ist.
Das in F i g. 3 am Wagenkasten 10' befestigte Auflager 22 ist als Nocken ausgebildet, auf dessen Oberfläche der Endabschnitt 13'" gleitet. Das Auflager 22 weist eine Vertiefung 22' auf, in die das freie Ende 25 des Endabschnittes 13'", das nach oben abgebogen ist, während der Offenstellung der Motorhaube 12 einrastet, wodurch dieselbe in dieser Stellung gehalten wird.
Trotz der asymmetrischen Ausbildung der Drehstabfeder 13 und deren Anordnung an der Motorhaube 12 lassen sich zu beiden Seiten 12' und 12" der Motorhaube 12 gleich große Öffnungsmomente erreichen, die der Entlastung des Gewichts der Motorhaube 12 beim Schwenken derselben um die Schwenkachse 11 dienen. In den F i g. 2 und 3 sind die durch die Drehstabfeder entstehenden Kräfte und Momente eingezeichnet. Auf der rechten Seite 12' der Motorhaube 12 wirkt das Einspannmoment Ma der Drehstabfeder 13. Das um die Schwenkachse 11 der Motorhaube 12 wirkende, das Gewicht derselben entlastende Moment Mmr ist auf der rechten Seite 12' gleich dem Drehmoment der Drehstabfeder 13 (Mmr -
Auf der linken Seite 12" der Motorhaube 12 stützt sich der Endabschnitt 13'" der Drehstabfeder 13 auf dem Auflager 21 bzw. 22 mit der Kraft P ab und erzeugt im Drehlager 29 die gleich große Kraft Px (P — Px).
Die Kraft P bzw. Px ist abhängig von dem Abstand α zwischen der Achse 20 und der Wirkungslinie 26 und hat die Größe
P =
Md
IO
Die Kraft Px entlastet die Motorhaube 12 auf der linken Seite 12" und ergibt mit dem wirksamen Hebelarm b um die Schwenkachse 11 das Moment Mmi = P*-b.
Aus den bisher angeführten Gleichungen entsteht für a = b ein gleich großes Öffnungsmoment an der rechten und linken Seite 12', 12" (Mmr = Mmi).
P-U = Ma = Mmr, P *= Px,
P* · i =
für a = b folgt Mmr = Mmi ■
Bei den Ausführungen nach den F i g. 2 und 3 wurden die Abstände α und b, die sich mit der jeweiligen Stellung der Motorhaube 12 ändern, so gewählt, daß sie bei geschlossener Motorhaube 12 annähernd gleich sind. Somit wird die Motorhaube 12 auf beiden Seiten 12' und 12" durch gleich große Momente entlastet.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von Kraftfahrzeugen, insbesondere einer nach vorn klappbaren Motorhaube, bestehend aus einem außerhalb der Schwenkachse des Deckels verlaufenden Mittelabschnitt und zwei abgewinkelten Endabschnitten, wobei der eine Endabschnitt im Bereich der Schwenkachse des Deckels fest an diesem eingespannt und der andere Endabschnitt im Bereich eines einzigen Drehlagers abgewinkelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der am einzigen Drehlager (19) abgewinkelte Endabschnitt (13'") sich unmittelbar auf einem fahrzeugfesten, mit dem Endabschnitt (13'") gleichgerichteten Auflager (21; 22) in jeder Lage des Deckels (Motorhaube 12) abgestützt und daß der Abstand (a) des Auflagers von der Achse (20) des Drehlagers (19) bei geschlossenem Deckel gleich dem Abstand (b) zwischen der Achse (20) des Mittelabschnittes (13') der Drehstabfeder (13) und der Schwenkachse (11) des Deckels (Motorhaube 12) ist.
2. Drehstabfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflager (21; 22) in an sich bekannter Weise zugleich als Halteglied für den sich auf diesem abstützenden Endabschnitt (13'") bei Offenstellung des Deckels (Motorhaube 12) ausgebildet ist.
3. Drehstabfeder nach den Ansprüchen 1 und_2, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt (13'") an seinem freien Ende (24) hakenförmig nach unten abgebogen und das Auflager (21) im Querschnitt U-förmig ausgebildet sowie mit einer einen Knick aufweisenden Gleitfläche (23') ausgestattet ist, auf der der Endabschnitt (13'") zwischen den Wangen (21' und 21") des Auflagers (21) gleitend geführt und bei Offenstellung des Deckels (Motorhaube 12) durch den Knick gehalten wird.
4. Drehstabfeder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (25) des Endabschnittes (13'") nach oben abgebogen und das Auflager (22) als Nocken mit einer eine Vertiefung (22') aufweisenden Oberfläche ausgebildet ist, auf der der Endabschnitt (13'") gleitend geführt und bsi Offenstellung des Deckels (Motorhaube 12) in der Vertiefung (22') gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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