DE1430882C - Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von Kraftfahrzeugen,
insbesondere einer nach vom klappbaren Motorhaube, bestehend aus einem außerhalb der
Schwenkachse des Deckels verlaufenden Mittelabschnitt und zwei abgewinkelten Endabschnitten, wobei
der eine Endabschnitt im Bereich der Schwenkachse des Deckels fest an diesem eingespannt und der andere
Endabschnitt im Bereich eines einzigen Drehlagers abgewinkelt ist. Derartige Drehstabfedern werden so
ausgelegt, daß der Deckel ohne Anstrengung in die gewünschte Stellung geschwenkt werden kann und
daß der geöffnete Deckel ohne Festklemmvorrichtung seine Stellung beibehält. Ferner wird angestrebt, daß
die Drehstabfedern trotz ihrer asymmetrischen Lagerung den Deckel nicht verwinden.
Bei einer bekannten Anwendung einer Drehstabfeder der obengenannten Art bei einem Kofferraumdeckel,
ist der im Bereich des Drehlagers liegende Endabschnitt mit einem Hebelarm zur Bildung eines
Kniegelenkes verbunden. Dazu ist der Endabschnitt der Drehstabfeder an seinem äußersten Ende nochmals
rechtwinklig gebogen und als Drehzapfen ausgebildet. Der Drehzapfen greift in ein Lagerloch am einen Ende
des Hebelarmes, dessen anderes Ende in einem an der Kofferraumwand angeordneten Lager drehbar befestigt
ist. Daraus ergibt sich eine vielteilige Ausführung,
zumal das durch Zug- und Druckkräfte beanspruchte, an der verhältnismäßig dünnen Seitenwand des Kofferraumes
angebrachte Lager eine zusätzliche Verstärkung von Wandteilen erfordert. Weiter benötigt der Kniehebel
Kofferraum und kann, wenn er nicht durch eine zusätzliche Verkleidung abgedeckt ist, Gepäckstücke
beschädigen.
Ähnliche Mängel weist eine andere bekannte Ausführung einer Drehstabfeder auf, deren einer Endabschnitt
ebenfalls in den Kofferraum greift und dort beim öffnen des Klappdeckels auf einer Rolle bis in
die Endstellung läuft, in der ein bogenförmiger Teil des Endabschnittes auf der Rolle einrastet. Die Rolle
ist auf einem an der Außenwand des Kraftfahrzeuges befestigten Lagerbock drehbar gelagert und ragt durch
eine Öffnung in den Kofferraum.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erwähnten Nachteile zu beseitigen und eine besonders
einfache und raumsparende Anordnung für eine Drehstabfeder zu schaffen, die ein leichtes und verwindungsfreies
Schwenken des Deckels erlaubt. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß der am einzigen
Drehlager abgewinkelte Endabschnitt sich unmittelbar auf einem fahrzeugfesten, mit dem Endabschnitt
gleichgerichteten Auflager in jeder Lage des Deckels abstützt und daß der Abstand des Auflagers
von der Achse des Drehlagers bei geschlossenem Deckel gleich dem Abstand zwischen der Achse des
Mittelabschnittes der Drehstabfeder und der Schwenkachse des Deckels ist.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Auflager in an sich bekannter Weise
zugleich als Halteglied für den sich' auf diesem abstützenden Endabschnitt bei Offenstellung des Deckels
ausgebildet. Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Patentansprüchen angegeben.
Die Krfindung wird an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt
F i g. I eine perspektivische Ansicht eines Personenkraftwagens
mit geöffneter Motorhaube,
F i g. 2 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Entlastungsvorrichtung für die Motorhaube,,
die teilweise geöffnet ist,
F i g. 3 die Seitenansicht einer anderen erfindungsgemäßen Entlastungsvorrichtung für die Motorhaube,
die teilweise geöffnet ist,
F i g. 4 die Seitenansicht eines Auflagerbockes und
F i g. 5 die Vorderansicht des Auflagerbockes nach F i g. 4.
Der in F i g. 1 dargestellte Personenkraftwagen 10 weist eine um eine quer zu seiner Längsachse gerichtete
Schwenkachse 11 (F i g. 2, 3) nach vorn klappbare Motorhaube 12 auf, die mit einer parallel zur Schwenkachse
11 verlaufenden Drehstabfeder 13 versehen ist. Die Schwenkachse 11 verläuft durch an den Seiten 12',
12" der Motorhaube 12 angeordnete Zapfen 14 und 15 (F i g. 2),' die in an vorderen Wagenkasten 10' befestigten
Lagern 16 und 17 gelagert sind.
Die Drehstabfeder 13, die aus einem sich über die ganze Breite der Motorhaube 12 erstreckenden Mittelabschnitt
13' und aus zwei abgewinkelten, ungleich langen Endabschnitten 13" und 13'" gebildet ist,
weist bei geschlossener Motorhaube 12 eine Z-Form auf und ist in dieser Stellung gespannt. Der kürzere
Endabschnitt 13", der zur Seite 12' der Motorhaube 12 parallel verläuft, ist in einem nahe der Seite 12'
befestigten, zylindrischen Lager 18 fest eingespannt. Die Drehstabfeder 13 weist nur in ihrem Mittelabschnitt
13' ein einziges Drehlager 19 auf, das in der Nähe der anderen Seite 12" der Motorhaube 12
an derselben befestigt ist. Die Achse 20 des Mittelabschnittes 13' verläuft parallel zur Schwenkachse 11
der Motorhaube 12. Der zweite und längere Endabschnitt 13'" stützt sich auf einem Auflagerbock
(Auflager 21 bzw. 22) ab, der am vorderen Wagenkasten 10' befestigt ist.
Das in den F i g. 2, 4 und 5 dargestellte Auflager 21 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet. Die Wangen
21' und 21" des Auflagers 21, die einen mit einer schrägen und abgeknickten Gleitfläche 23' aufweisenden
Steg 23 nach außen begrenzen, verhindern ein seitliches Verschieben des Endabschnittes 13'". Damit
der Endabschnitt 13'" in seiner Endstellung auf der Gleitfläche 23' des Steges 23 bleibt, weist der Endabschnitt
13'" an seinem freien Ende 24 einen Haken '<_
auf, der der Gleitfläche 23' angepaßt ist.
Das in F i g. 3 am Wagenkasten 10' befestigte Auflager 22 ist als Nocken ausgebildet, auf dessen
Oberfläche der Endabschnitt 13'" gleitet. Das Auflager 22 weist eine Vertiefung 22' auf, in die das freie
Ende 25 des Endabschnittes 13'", das nach oben abgebogen ist, während der Offenstellung der Motorhaube 12 einrastet, wodurch dieselbe in dieser Stellung
gehalten wird.
Trotz der asymmetrischen Ausbildung der Drehstabfeder 13 und deren Anordnung an der Motorhaube
12 lassen sich zu beiden Seiten 12' und 12" der Motorhaube 12 gleich große Öffnungsmomente erreichen,
die der Entlastung des Gewichts der Motorhaube 12 beim Schwenken derselben um die Schwenkachse
11 dienen. In den F i g. 2 und 3 sind die durch die Drehstabfeder entstehenden Kräfte und Momente
eingezeichnet. Auf der rechten Seite 12' der Motorhaube 12 wirkt das Einspannmoment Ma der Drehstabfeder
13. Das um die Schwenkachse 11 der Motorhaube 12 wirkende, das Gewicht derselben
entlastende Moment Mmr ist auf der rechten Seite 12'
gleich dem Drehmoment der Drehstabfeder 13 (Mmr -
Auf der linken Seite 12" der Motorhaube 12 stützt sich der Endabschnitt 13'" der Drehstabfeder 13 auf dem
Auflager 21 bzw. 22 mit der Kraft P ab und erzeugt im
Drehlager 29 die gleich große Kraft Px (P — Px).
Die Kraft P bzw. Px ist abhängig von dem Abstand
α zwischen der Achse 20 und der Wirkungslinie 26 und hat die Größe
P =
Md
IO
Die Kraft Px entlastet die Motorhaube 12 auf der
linken Seite 12" und ergibt mit dem wirksamen Hebelarm b um die Schwenkachse 11 das Moment
Mmi = P*-b.
Aus den bisher angeführten Gleichungen entsteht für a = b ein gleich großes Öffnungsmoment an der
rechten und linken Seite 12', 12" (Mmr = Mmi).
P-U = Ma = Mmr, P *= Px,
P* · i =
für a = b folgt Mmr = Mmi ■
Bei den Ausführungen nach den F i g. 2 und 3 wurden die Abstände α und b, die sich mit der jeweiligen
Stellung der Motorhaube 12 ändern, so gewählt, daß sie bei geschlossener Motorhaube 12 annähernd
gleich sind. Somit wird die Motorhaube 12 auf beiden Seiten 12' und 12" durch gleich große
Momente entlastet.
Claims (4)
1. Drehstabfeder zum Entlasten eines Klappdeckels von Kraftfahrzeugen, insbesondere einer
nach vorn klappbaren Motorhaube, bestehend aus einem außerhalb der Schwenkachse des Deckels
verlaufenden Mittelabschnitt und zwei abgewinkelten Endabschnitten, wobei der eine Endabschnitt
im Bereich der Schwenkachse des Deckels fest an diesem eingespannt und der andere Endabschnitt
im Bereich eines einzigen Drehlagers abgewinkelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
am einzigen Drehlager (19) abgewinkelte Endabschnitt (13'") sich unmittelbar auf einem fahrzeugfesten,
mit dem Endabschnitt (13'") gleichgerichteten Auflager (21; 22) in jeder Lage des
Deckels (Motorhaube 12) abgestützt und daß der Abstand (a) des Auflagers von der Achse (20) des
Drehlagers (19) bei geschlossenem Deckel gleich dem Abstand (b) zwischen der Achse (20) des
Mittelabschnittes (13') der Drehstabfeder (13) und der Schwenkachse (11) des Deckels (Motorhaube
12) ist.
2. Drehstabfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflager (21; 22) in an sich
bekannter Weise zugleich als Halteglied für den sich auf diesem abstützenden Endabschnitt (13'")
bei Offenstellung des Deckels (Motorhaube 12) ausgebildet ist.
3. Drehstabfeder nach den Ansprüchen 1 und_2, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt
(13'") an seinem freien Ende (24) hakenförmig nach unten abgebogen und das Auflager (21) im
Querschnitt U-förmig ausgebildet sowie mit einer einen Knick aufweisenden Gleitfläche (23') ausgestattet
ist, auf der der Endabschnitt (13'") zwischen den Wangen (21' und 21") des Auflagers
(21) gleitend geführt und bei Offenstellung des Deckels (Motorhaube 12) durch den Knick
gehalten wird.
4. Drehstabfeder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (25)
des Endabschnittes (13'") nach oben abgebogen und das Auflager (22) als Nocken mit einer eine
Vertiefung (22') aufweisenden Oberfläche ausgebildet ist, auf der der Endabschnitt (13'")
gleitend geführt und bsi Offenstellung des Deckels (Motorhaube 12) in der Vertiefung (22') gehalten
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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