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DE1428735C - - Google Patents

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DE1428735C
DE1428735C DE1428735C DE 1428735 C DE1428735 C DE 1428735C DE 1428735 C DE1428735 C DE 1428735C
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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Zielsuch-, Rieht- und kannter Weise dem Zielgerät nachgeführt wird, und
Leitverfahren für ferngelenkte Geschosse, die von zwar bis sich die Achse des abschußbereit auf der
einer dreh- und schwenkbaren Abschußrampe starten, Rampe liegenden Lenkgeschosses in einer vorgege-
auf der ein aus einem Zielfernrohr und einem Infra- benen Winkellage relativ zur ständig auf das Ziel rot-Peilgerät bestehendes Zielgerät angeordnet ist, 5 gerichteten optischen Achse des Zielgerätes befindet, mit dem der Schütze das Ziel während des Fluges daß dann das Zielgerät während des Starts des Lenk-
des Lenkgeschosses im Zielfernrohr verfolgt. geschoßes kurzzeitig mit der Abschußrampe verrie-Das Auffassen des Zieles, das Richten der Abschuß- gelt und anschließend wieder freigegeben wird, so-
rampe und das Starten des Lenkgeschosses verlangen bald das Lenkgeschoß von dem Infrarot-Peilgerät
weder große Eile noch Genauigkeit. Das Geschoß ίο erfaßt ist.
wird von der Rampe abgeschossen, sobald sich das Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt eine Ziel im Gesichtsfeld des Zielfernrohres, aber nicht manuelle Handhabung des Zielgerätes und der Abnotwendig in dessen Fadenkreuz befindet und das schußrampe unter Verzicht auf aufwendige elek-Geschoß ausgerichtet ist. Ein schwieriges Problem bei trische Servosteuerungen. Es gewährleistet eine solchen Leitverfahren ist aber die Aufnahme der Ver- 15 ständige Zielhaltung, weil nach dem Abschuß die folgung des Lenkgeschosses, wenn es die Abschuß- Abschußrampe sofort wieder von dem Zielgerät abrampe verlassen hat. gekuppelt wird, so daß nur dessen geringe träge Es sind verschiedene Versuche bekannt, dieses Masse zu bewegen ist, und erhöht damit die ÜberProblem zu lösen. Bei einer bekannten Abschußbasis lebenschance im Erdkampf, die bekanntlich von sind Zielgerät und Abschußrampe starr miteinander 20 Schnelligkeit und Treffsicherheit entscheidend abverbunden, und das Lenkgeschoß ist mit Detektoren hängt.
ausgerüstet und fliegt unter Eigensteuerung durch Für den Aufbau der Abschußbasis bieten sich diese auf einem von der Abschußbasis ausgesendeten dann im wesentlichen zwei Alternativen:
Infrarot-Leitstrahl, dessen Sender mit dem Zielgerät Bei einer Abschußbasis, deren Plattform um eine ebenfalls starr gekuppelt ist, so daß sich das Lenk- 35 senkrechte Achse drehbar und deren Abschußrampe geschoß in das vom Zielfernrohr verfolgte Ziel lenkt um eine von zwei Auslegern der Plattform getragene (USA.-Patentschrift 3 028 807). Nachteilig bei diesem horizontale Welle schwenkbar ist, steht das Ziel-Verfahren ist, daß die Abschußrampe ständig starr rät erfindungsgemäß mit zwei Freiheitsgraden um eine mit dem Zielgerät verbunden ist, wodurch der Schütze horizontale und eine dazu senkrechte Achse schwenkgezwungen ist, auch die träge Masse der Abschuß- 30 bar auf einer Platte, die ihrerseits mit der Abschußrampe bei der Zielsuche und -Verfolgung ständig mit- rampe verbunden ist. Diese beiden Freiheitsgrade zubewegen. können durch Verriegelungen aufgehoben werden,
Es ist zwar auch bekannt, eine vom Zielgerät räum- sobald die Flugachse des Lenkgeschosses sich in der
lieh getrennte und mit diesem nur elektrisch gekup- gewünschten Richtung relativ zur Achse des Infrarot-
pelte Abschußrampe, auf der das Lenkgeschoß ruht, 35 Peilgerätes befindet und so lange, bis das Peilgerät
nach dem Auffassen des Zieles durch Auslösen einer das gestartete Geschoß erfaßt hat.
Folgeschaltung durch den Richtschützen zunächst aus Bei einer Abschußbasis, deren Plattform um eine
einer Nullwinkelstellung in den Winkelbereich der senkrechte Achse drehbar und deren Abschußrampe
Zielrichtung zu verschwenken und in der neuen Stel- um eine von zwei Auslegern der Plattform getragene
lung zu arretieren, bevor das Lenkgeschoß gestartet 40 horizontale Welle schwenkbar ist, steht das Zielgerät
wird. Aber dort ist das Zielgerät auch nur mit einem mit zwei Freiheitsgraden um eine horizontale Achse
Fernrohr ausgestattet, die Abschußrampe wird an und um eine vertikale Achse schwenkbar auf der
der festen Plattform der Abschußbasis festgelegt, und Plattform. Verriegelungen gestatten wieder, diese
es bleibt offen, nach welchem Verfahren das fliegende beiden Freiheitsgrade aufzuheben während der Zeit,
Geschoß in das Ziel gelenkt wird (deutsche Auslege- 45 in der das Infrarot-Peilgerät nach dem Abschuß die
schrift 1 152 330). Eine solche elektrische Nachlauf- Verfogung des Lenkgeschosses aufnimmt, um die
steuerung ist zudem kompliziert, störanfällig und notwendige Ausrichtung der Abschußachse des
nicht für beweglichen Einsatz, z. B. auf gepanzerten Geschosses zur optischen Achse des Infrarot-Peil-
Fahrzeugen, geeignet. gerätes sicherzustellen.
Schließlich sind.noch Lenkverfahren mittels Infra- 5° In beiden Ausführungsformen der Erfindung wird rotstrahlen bekannt, die mittels eines Infrarot-Peil- also nach dem Auffassen des Zieles zunächst die gerätes im Zielgerät die Flugbahn des Lenkgeschosses Abschußrampe nachgeführt, bis die Achse des Lenkverfolgen und letzteres mittels eines auswertenden geschosses (unter Vorgabe eines bestimmten Ab-Rechners und eines elektronischen Befehlsgebers auf schußwinkels) mit der des vom Richtschützen ständig der optischen Achse des Peilgerätes halten (franzö- 55 dem Ziel nachgeführten Zielgerätes parallel ist, dann sische Patentschrift 1 130 732). werden Zielgerät und Rampe miteinander verriegelt,
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe das Ziel wird weiter verfolgt, das Geschoß wird ge-
zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art startet, und nach dem Auffassen des Geschosses im
zu schaffen, das mit einer leichten und robusten Peilgerät wird das Zielgerät wieder von der Rampe
Abschußbasis durchzuführen ist, die auch auf einer 60 entriegelt, damit der Schütze nur eine Vorrichtung
kleinen Plattform mit geringem Raumbedarf, d. h. mit kleinem Trägheitsmoment handhaben muß.
auch bei leichten gepanzerten Fahrzeugen, unterge- Im folgenden werden diese beiden Ausführungs-
bracht werden kann. formen an Hand einer Zeichnung näher erläutert.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß In dieser zeigen
das Zielgerät in zwei Freiheitsgraden beweglich rela- 65 F i g. 1 und 2 schematische Seitenansichten der
tiv zur Abschußrampe ständig dem Ziel nachgeführt beiden Abschußbasen und
wird, daß nach dem Auffassen des Zieles im Ziel- Fig. 3 eine schematische Ansicht einer Verriegefernrohr die Abschußrampe zunächst in an sich be- lungsvorrichtung.
In Fig. 1 besitzt das aus Zielfernrohr- und Infrarot-Peilgerät bestehende Zielgerät 1 zwei Freiheitsgrade und ruht auf einer Platte 2, die mit der Abschußrampe 3 verbunden ist, auf der ein Lenkgeschoß 4 oder deren mehrere in Startstellung gebracht ist bzw. sind.
Eine um die senkrechte Achse 6 drehbar gelagerte Plattform 5 ruht auf einem nicht dargestellten Sockel. Diese Plattform trägt an Auslegern 8 die Lager für eine waagerechte Welle 7. Die Abschußrampe 3 hängt an der waagerechten Welle 7.
Die beiden Freiheitsgrade des Zielgerätes 1 sind durch die beiden zueinander senkrechten Drehachsen 9 und 10 gegeben. Die Verriegelungsvorrichtungen 11 und 12 sind im einzelnen in F i g. 3 dargestellt. Sie gestatten es, das Zielgerät für kurze Zeit relativ zur Abschußrampe 3 festzulegen, und zwar in einer vorbestimmten Stellung, die sich daraus ergibt, daß dem Geschoß beim Start ein bestimmter Abschußwinkel in Seiten- und Höhenrichtung relativ zum Infrarot-Peilgerät vorgegeben werden muß. Diese Vorgabe kann z. B. für ein unter der Bezeichnung SS. 11 bekanntes Lenkgeschoß und ein Infrarot-Peilgerät der Firma S.A.T. wie folgt bestimmt sein:
Konvergenz der Flugachse des Geschosses und der optischen Achse des Peilgerätes (wobei diese optische Achse parallel zu der des Zielfernrohres ist) in einem Abstand von 50 m vor dem Zielgerät, Einstellung der Abschußachse auf 8° in Höhenrichtung mit einer Genauigkeit von 1A0. Hierbei steht das Zielgerät 2 m hinter und 0,5 m über dem Geschoß in Achsenrichtung, wenn sich letzteres auf der Abschußrampe in Startstellung befindet. Diese Werte werden im allgemeinen experimentell bestimmt.
In dieser Ausführungsform kann also der Schütze manuell oder gegebenenfalls durch mechanische, elektrische oder hydraulische Stellmittel die Plattform 5 um ihre senkrechte Achse 6 drehen und die Abschußrampe um ihre waagerechte Achse 7. Zur Zielsuche bewegt er das Zielgerät 1 zunächst frei um seine Achsen 9 und 10. Wenn das Ziel im Gesichtsfeld des Zielfernrohres auftaucht, hält der Schütze das Fadenkreuz im Ziel und führt Rampe und Plattform nach, bis die beiden Vorrichtungen 11 und 12 einklinken. Da einerseits die optischen Achsen von Zielfernrohr und Peilgerät zueinander parallel sind und da andererseits das Zielgerät 1 relativ zur Startrampe 3 mit dem vorbestimmten Vorgabewinkel festgestellt ist, befindet sich das Lenkgeschoß in günstiger Stellung und kann gestartet und anschließend vom Infrarot-Peilgerät verfolgt werden.
Etwa eine Sekunde nach dem Start des Geschosses werden die beiden Vorrichtungen 11 und 12 entriegelt, und die Bewegungen des Ziels werden weiter 5S mit dem Zielfernrohr verfolgt, während das Leitsystem in Tätigkeit tritt und seine Befehle vom Peilgerät erhält.
Die in F i g. 3 schematisch dargestellte Verriegelungsvorrichtung soll auf Befehl die Welle 13 ver- oder entriegeln, und zwar relativ zum Support 14, in dem sie sich dreht. Sie besteht im wesentlichen aus einem Keil 15, der durch einen beliebigen, fernbedienten mechanischen, elektrischen oder sonstigen, in dem Gehäuse 16 untergebrachten Mechanismus bewegt wird, und ist fest am Support 14 angebracht. Die Welle 13 hat eine Längsnut 17, in die der Keil 15 einklinkt.
In F i g. 2 steht das Gerät 1 nicht auf der Abschußrampe, sondern auf dem Podest 10 auf der Plattform 5. In diesem Fall dreht der Schütze, sobald sich das Ziel im Beobachtungsfeld des Zielfernrohres des Zielgerätes 1 befindet und indem er es ständig verfolgt, die Plattform 5, bis die Verriegelungsvorrichtung 12 der senkrechten Achse in der entsprechenden Stellung einklinkt, und die waagerechte Achse 7 der Rampe 3, bis der Verriegelungsmechanismus der waagerechten Achse 9 einklinkt, sobald die Rampe in der für die Verfolgung des gestarteten Lenkgeschosses vorgegebenen Abschußwinkelstellung steht.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Zielsuch-, Rieht- und Leitverfahren für ferngelenkte Geschosse, die von einer dreh- und schwenkbaren Abschußrampe starten, auf der ein aus einem Zielfernrohr und einem Infrarot-Peilgerät bestehendes Zielgerät angeordnet ist, mit dem der Schütze das Ziel während des Fluges des Lenkgeschosses im Zielfernrohr verfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Zielgerät (1) in zwei Freiheitsgraden beweglich relativ zur Abschußrampe (3) ständig dem Ziel nachgeführt wird, daß nach dem Auffassen des Zieles im Zielfernrohr die Abschußrampe zunächst in an sich bekannter Weise dem Zielgerät nachgeführt wird, und zwar bis sich die Achse des abschußbereit auf der Rampe liegenden Lenkgeschosses in einer vorgegebenen Winkellage relativ zur ständig auf das Ziel gerichteten optischen Achse des Zielgerätes befindet, daß dann das Zielgerät während des Startes des Lenkgeschosses kurzzeitig mit der Abschußrampe verriegelt und anschließend wieder freigegeben wird, sobald das Lenkgeschoß von dem Infrarot-Peilgerät erfaßt ist.
2. Abschußbasis für ein Verfahren nach Anspruch 1, deren Plattform um eine senkrechte Achse drehbar und deren Abschußrampe um eine von zwei Auslegern der Plattform getragene horizontale Welle schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zielgerät (1) mit zwei Freiheitsgraden um eine horizontale Achse (9) und eine dazu senkrechte Achse (10) schwenkbar auf einer Platte (2) steht, die ihrerseits mit der Abschußrampe (3) verbunden ist (F i g. 1).
3. Abschußbasis für ein Verfahren nach Anspruch 1, deren Plattform um eine senkrechte Achse drehbar und deren Abschußrampe um eine von zwei Auslegern der Plattform getragene horizontale Welle schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zielgerät (1) mit zwei Freiheitsgraden um eine horizontale Achse (9) und um eine vertikale Achse (10) schwenkbar auf der Plattform (5) steht (F i g. 2).
4. Abschußbasis nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch elektromagnetische oder mechanische Verriegelungsvorrichtungen (11,12) für die beiden Achsen (9,10) des Zielgerätes (1).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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