DE1426609C - Hydraulische Einrichtung mit zwei Arbeitskreisen, insbesondere für Schlepper - Google Patents
Hydraulische Einrichtung mit zwei Arbeitskreisen, insbesondere für SchlepperInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische durch einen Differentialkolben gebildet ist, der in
Einrichtung, insbesondere an Schleppern, für die Be- Abhängigkeit von der Stellung des Schiebers des
tätigung von getragenen oder gezogenen landwirt- , inneren Kreises so weit ausweichen kann, daß der
schaftlichen Geräten, mit einem schiebergesteuerten Kolben des Verteilerventils einen schon vor dem
inneren Arbeitskreis, der einen Hydrozylinder auf- 5 Steuerventil abzweigenden mittleren Kanal freigibt,
weist, und mit einem schiebergesteuerten äußeren den inneren Kanal aber sperrt, wobei im äußeren
Arbeitskreis, der z.B. einen Zylinder mit doppelt Kreis ein in der Neutralstellung des zugehörigen
wirkendem Kolben aufweist, ferner mit einer beiden Schiebers offener Ablaufkanal vorgesehen ist.
Kreisen gemeinsamen Pumpe für das hydraulische Bei diesem Aufbau bewirkt das Steuerventil die
Arbeitsmittel und mit einem Verteilerventil, dessen io jeweils gewünschte Aufteilung des Druckölstromes
Kolben.,zwei Austrittsöffnungen in Abhängigkeit zum inneren und äußeren Arbeitskreis. Gleichzeitig
vom Druck des hindurchströmenden Öls übersteuert. wirkt das Steuerventil in den beiden Kanälen mehr
Bei einer bekannten Konstruktion dieser Art ist oder weniger stark drosselnd, so daß mit seiner Hilfe
der innere Kreis dem äußeren Kreis nachgeschaltet. auch die Reaktionsgeschwindigkeit der Einrichtung
Der Kraftgeber des äußeren Kreises kann nur wirk- 15 einstellbar ist. Der Kolben des Verteilerventils sorgt
sam werden, wenn beide Zylinder des inneren Kreises dafür, daß die vom Steuerventil gewählte Mengen-
nicht betätigt sind. Die gleichzeitige Betätigung eines auf teilung auch dann beibehalten wird, wenn sich
Hebemechanismus mittels des inneren Kreises und der Druck im inneren bzw. äußeren Kreis ändert,
verschiedener hydraulischer Geräte außerhalb des Beide Kreise können daher im wesentlichen unab-
Schleppers mittels des äußeren Kreises ist daher nicht 20 hängig voneinander durch ihre jeweiligen Schieber
möglich. Das Verteilerventil ist nur notwendig, weil gesteuert werden.
der äußere Kreis zwei Arbeitszylinder besitzt, denen Der Differentialkolben bewirkt, daß unter, be- n
der ölstrom gleichmäßig zugeführt werden soll. stimmten Umständen der Kolben des Verteilerventils
Ferner ist es nicht möglich, die dem Hebemecha- in der einen Endlage einen das Steuerventil umnismus
zugeführte Druckölmenge zu steuern, d. h. 25 gehenden Kanal freigibt, durch welchen das Drucköl
die Geschwindigkeit der Reaktion auf Impulse bei ohne großen Widerstand und daher bei einer entÄnderung
der gegebenen oder eingestellten Werte sprechend geringen Pumpenleistung in den am
des getragenen landwirtschaftlichen Gerätes. . äußeren Kreis vorgesehenen Ablaufkanal laufen
In manchen Fällen wird zwar die Reaktions- kann, sofern das Drucköl nicht im Zylinder des
geschwindigkeit durch Drucköldurchfluß durch ein 30 äußeren Kreises benötigt wird.
Ablaßventil gesteuert, was jedoch nicht die Stabilität In Ausgestaltung der Erfindung kann der Schieber
des Ganges der hydraulischen Einrichtung bei ver- des inneren Kreises, der den Austrittskanal des
schiedener Drehzahl der Pumpe und verschiedenem Hydrozylinders in einer ersten Stellung sperrt und
Druck des Drucköles sicherstellt. · .. in einer zweiten Stellung öffnet, den Austrittskanal
Es ist auch ein hydraulischer Heber mit einem 35 in einer dritten Stellung mit einem einen begrenzten
Hauptzylinder und einem parallel dazu liegenden Ölablauf ermöglichenden Schlupfverhütungsventil
Hilfszylinder bekannt, denen eine gemeinsame Pumpe . verbinden. Diese Maßnahme ist in Verbindung mit
und ein an deren Saugseite angeordneter Haupt- dem der Pumpe" nachgeschalteten Steuerventil von
schieber zugeordnet ist. Hierbei ist der Hauptzylin- besonderer Bedeutung, weil die Funktion des Kraftder
bevorrechtigt und muß, wenn der Hilfszylinder 40 hebers durch eine Verstellung am Steuerventil gebetätigt werden soll, arretiert werden. Eine gleich- ändert werden kann. .
zeitige Betätigung beider Zylinder ist nicht möglich. Des weiteren kann der Ablaufkanal des äußeren
zeitige Betätigung beider Zylinder ist nicht möglich. Des weiteren kann der Ablaufkanal des äußeren
Sodann ist eine hydraulische Heberanlage mit Kreises mit einem willkürlich zu betätigenden Schließ- *
mehreren Zylindern bekannt, die mit Hilfe eines ventil versehen sein, vor dem eine Verbindung mit y
Schaltgerätes wahlweise angeschaltet werden können. 45 einem als Rückschlagventil ausgebildeten Umleitungs-Ein
Steuergerät betätigt dann gemeinsam alle jeweils ventil zum inneren Kreis abzweigt. Sobald das
angeschlossenen Zylinder. Da die Arbeitsweise der Schließventil den Ablaufkanal sperrt, öffnet das UmZylinder
von deren Belastung abhängt, kann die leitungsventil unter dem Einfluß des dann im
.Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung der Ablaufkanal herrschenden Drucks, so daß. das geKolben
trotz gleicher Steuerfunktion unterschied- 50 samte im äußeren Kreis zur Verfügung stehende öl
Hch sein. in den inneren Kreis überführt wird und dort ein
Es liegt die Aufgabe vor, eine hydraulische Ein- Heben des Arbeitsgeräts durch den Hydrozylinder
richtung anzugeben, bei der die Arbeitselemente des mit voller Reaktionsgeschwindigkeit ermöglicht.
- äußeren Kreises und des inneren Kreises wahlweise In Ausgestaltung der Erfindung ist es dann ebenfür sich oder gleichzeitig betätigt werden können 55. falls vorteilhaft, daß vom Ablaufkanal vor dem und deren Reaktionsgeschwindigkeit auf einfache Schließventil ein vom Schieber des inneren Kreises Weise geändert werden kann. gesteuerter Kanal abzweigt, der mit einem Endzweig
- äußeren Kreises und des inneren Kreises wahlweise In Ausgestaltung der Erfindung ist es dann ebenfür sich oder gleichzeitig betätigt werden können 55. falls vorteilhaft, daß vom Ablaufkanal vor dem und deren Reaktionsgeschwindigkeit auf einfache Schließventil ein vom Schieber des inneren Kreises Weise geändert werden kann. gesteuerter Kanal abzweigt, der mit einem Endzweig
Diese Aufgabe wird bei der eingangs beschriebenen in den Steuerdruckraum des Schließventils mündet
hydraulischen Einrichtung erfindungsgemäß dadurch und mit einem anderen Endzweig, der mittels eines
gelöst, daß der Pumpe ein Steuerventil nachgeschaltct 60 Anschlagkolbens absperrbar ist, zum Ablauf führt. '
ist, das den Druckölstrom in zwei beliebig wählbare Dies führt zu einer einfachen Steuerungsart für
Teilströme unterteilt und über einen linken und einen das Schließventil, wenn das Arbeitsgerät gegen ein
rechten Kanal zu beiden Seiten des Kolbens in das Hindernis auftrifft.
Gehäuse des Vertcilcrvcntils einleitet, und die beiden Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Austrittsöirnungcn des Vcrteilerventils über einen 65 hydraulischen Einrichtung ist schematisch in'den
inneren Kanal zum inneren Kreis bzw. über einen Zeichnungen dargestellt. Es zeigt
äußeren Kanal zum äußerc-n Kreis führen und daß F ig. 1 die Einrichtung in neutraler Lage, ' '
der eine Anschlag des Kolbens des Verteilcrvcntils Fig. 2 die Einrichtung in der Stellung für das
■ ,i» 3 '■ ■ ' 4 .
Heben eines landwirtschaftlichen Gerätes mit voller Pflug, eingehängt ist. Der ölaustritt aus dem Gehäuse
Reaktionsgeschwindigkeit und 10 erfolgt über eine Austrittsöffnung 56, aus dem
F i g. 3 für das Senken des Gerätes, " Ventilgehäuse 23 durch einen Austrittskanal 57, aus
Fig. 4 Einrichtung mit wirksamem Schlupfver- dem Gehäuse 7 des Verteilerventils durch einen
hütungsventil, '5 Ablaßkanal 58. Im Gehäuse 7 des Verteilerventils
Fig. 5 Einrichtung in der Stellung für begrenzte besteht der linke Raum 59 und der rechte Raum 60
Reaktionsgeschwindigkeit und (Fig. 2), in welchem sich der Kolben8 bewegt. Zur
Fig. 6 für volle Reaktionsgeschwindigkeit, Ermöglichung der Funktion des äußeren Kreises ist
Fig. 7 die Einrichtung bei gleichzeitiger Wirkung das Gehäuse 19 des Schiebers 'des äußeren Kreises
des inneren und äußeren Druckölkreises und io mittels einer linken Rohrleitung 61 und einer rech-
..JFig. 8 die Einrichtung in der Stellung für alleini- ten Rohrleitung 62 mit einem äußeren Zylinder 63
gen Betrieb des äußeren Druckölkreises. verbunden, in welchem sich ein Kolben 64 befindet
Die Pumpe 1 saugt öl aus dem Vorratsbehälter 2 (Fig. 8).
an und drückt es über die Druckölleitung 3 zum Falls die neutrale Lage eingestellt ist (F i g. 1), ist
Steuerventil 4. An die Druckölleitung 3 ist ein mitt- 15 das Öl im Hydrozylinder 41 eingeschlossen. Die
lerer Kanal 6 und eine Speiseleitung 9 angeschlossen. Pumpe 1 saugt Öl aus dem Vorratsbehälter 2 an und
Der mittlere Kanal 6 führt zum Gehäuse 7 eines liefert es über die Druckölleitung 3 an das Steuer-Verteilerventils,
die Speiseleitung 9 zum Gehäuse 10 ^ ventil 4, das in seiner mittleren Lage eingestellt ist,
eines Schiebers des inneren Kreises. An die Druck- jedoch in jede beliebige Lage verstellt werden kann,
Ölleitung 3 ist ein Sicherheitsventil 5 angeschlossen, 20 soweit der Schieber 16 des inneren Kreises und der
mittels welchem der erforderliche maximale Öldruck Schieber 26 des äußeren Kreises in der neutralen
eingestellt wird. Das Steuerventil4 ist mittels seiner Lage ist. Der Kolben 8 ist in Fig. 1 nach links
linken und rechten Kanäle 11, 12 mit dem Ge- verschoben, und das öl fließt ohne Druck durcfiden
häuse7 des Verteilerventils verbunden, welches mit mittleren Kanal 6, den äußeren Kanal 17, die verdem
Gehäuse 10 des Schiebers des inneren Kreises 25 zweigte Rohrleitung 18, um den Schieber 26 des
mittels einer Rohrleitung 15 und mit dem Gehäuse äußeren Kreises, durch den Ablaufkanal 28, über
19 eines Schiebers 26 des äußeren Kreises mittels das offene Schließventil 31, den Filterkanal 43 und
einer verzweigten Rohrleitung 18 verbunden ist. Im das ölfilter 44 in den Auslaß. Ein wesentlicher VorGehäuse
7 des Verteilerventils ist ein Kolben 8 und teil dieser Anordnung liegt darin, daß der öldurchein
Differentialkolbeh 13 mit Differentialventilfeder 30 Muß keinem Druckverlust im Steuerventil 4 unter-14
gelagert. Das Gehäuse 7 des Verteilerventils ist worfen ist.
über einen inneren Kanal 20 und den linken Zweig Beim Heben mit voller Reaktionsgeschwindigkeit
21 mit dem Gehäuse 10 des Schiebers des inneren wird der Schieber 16 des inneren Kreises in Rich-Kreises
und über den inneren Kanal 20 und den tung S1 derart verschoben, daß der Schieber 16 mit
rechten Zweig 22 mit einem Ventilgehäuse 23 ver- 35 einem Bund die Austrittsöffnung 56 verdeckt und
bunden. Vom Gehäuse 19 des Schiebers des äußeren die Speiseleitung 9 öffnet (F i g. 2). Das Steuerven-Kreises
führt ein Ablaufkanal 28 in das Ventil- til 4 ist derart eingestellt, daß der linke Kanal 11
gehäuse 23, und gleichzeitig zweigt vom Ablaufkanal voll geöffnet und der rechte Kanal 12 geschlossen
28 ein Kanal 27 in das Gehäuse 10 des inneren ist. Das öl, das von der Pumpe 1 über die Druck-Kreises
ab, das mittels eines Kanals 35 und über 40 Ölleitung 3, die Speiseleitung 9 und um den Schieber
einen Endzweig 36 mit dem Ventilgehäuse 23 in 16 des inneren Kreises in die Rohrleitung 15 fließt,
Verbindung steht. Das Ventilgehäuse 23 steht über sperrt durch seine Wirkung auf den Differentialkoleine
Druckleitung 38 und einem Austrittskanal 37 ben 13 den Abläßkanal 58, so daß der Kolben 8
einerseits mit dem Gehäuse 10 des Schiebers des infolge des höheren Druckes im Raum 59 in Richinneren
Kreises und andererseits über die Drucklei- 45 tung S2 verschoben wird, bis er den äußeren Kanal
tung 38 und eine Speiseleitung 39 mit einem Kraft- 17 verdeckt. Hierbei fließt das Drucköl über die
heber 41 in Verbindung. Über eine Sicherungsleitung Druckölleitung 3, über das Steuerventil 4, durch den
40 ist ein Sicherungsventil 42 des Zylinders mit der linken Kanal 11, den linken Raum 59, den inneren
Speiseleitung 39 verbunden. Im Ventilgehäuse 23 ist Kanal 20, den rechten Zweig 22 in das Ventilgehäuse
ein Rückschlagventil 24 mit einer Feder 29, ein Um- 50 23, und zwar über das Rückschlagventil 24, da das
leitungsventil 25 mit einer Feder 30, ein Schließ- Umleitüngsventil 25 geschlossen ist, und ferner über
ventil 31 mit einer Feder 32 und der Anschlagkolben die Druckleitung 38, die Speiseleitung 39 in den
33 mit einer Feder 34 belastet. Das Schließventil 31 Hydrozylinder 41, worin durch Druck auf den
wird durch seine Feder 32 auf einen höheren Öldruck Kolben 50 und über die Kolbenstange 51, den Heeingestellt
als der Differentialkolben 13 durch seine 55 bei 52 der um die Welle 53 drehbar ist, der Arm
Feder 14. An das Ventilgehäuse 23 ist mittels eines 54 verstellt wird, wodurch ein Heben der in
Ablaufkanals 43 ein ölfilter 44 angeschlossen. Dreipunktaufhängung getragenen Last 55 zustande
Im Gehäuse 10 ist der Schieber 16 des inneren kommt. .
Kreises gelagert. Mittels des Kanals 45 ist ein Beim Senken des Gerätes ist der Schieber 16 das Schlupfverhütungsventil 46, in dem Öffnungen 47, ein 60 inneren Kreises in Richtung S3 verschoben (F i g. 3), Ventil mit Düse 48 und eine Feder 49 vorgesehen der hydraulische Kreis des Öles hinter der Pumpe sind, an das Gehäuse 10 des Schiebers des inneren ist derselbe wie in der neutralen Lage. Der Schieber Kreises angeschlossen. Im Gehäuse 19 ist der Schie- 16 macht den Austrittskanal 37 frei, so daß der ber 26 des äußeren Kreises verschiebbar gelagert. ölabfluß aus dem Hydrozylinder 41 ermöglicht wird Im Hydrozylinder 41 bewegt sich ein Kolben 50 mit 63 und das öl über die Speiseleitung 39, den Austritts-Kolbenstange 51, die mit einem um eine Welle 53 kanal 37 und durch den Raum links vom Schieber 16 drehbaren Hebel 52 verbunden ist, zusammen mit des inneren Kreises in den Ablaß fließt und ein einem Arm54, an welchem eine Last55, z.B. ein Senken des Gerätes durch Eigengewicht zustande
Kreises gelagert. Mittels des Kanals 45 ist ein Beim Senken des Gerätes ist der Schieber 16 das Schlupfverhütungsventil 46, in dem Öffnungen 47, ein 60 inneren Kreises in Richtung S3 verschoben (F i g. 3), Ventil mit Düse 48 und eine Feder 49 vorgesehen der hydraulische Kreis des Öles hinter der Pumpe sind, an das Gehäuse 10 des Schiebers des inneren ist derselbe wie in der neutralen Lage. Der Schieber Kreises angeschlossen. Im Gehäuse 19 ist der Schie- 16 macht den Austrittskanal 37 frei, so daß der ber 26 des äußeren Kreises verschiebbar gelagert. ölabfluß aus dem Hydrozylinder 41 ermöglicht wird Im Hydrozylinder 41 bewegt sich ein Kolben 50 mit 63 und das öl über die Speiseleitung 39, den Austritts-Kolbenstange 51, die mit einem um eine Welle 53 kanal 37 und durch den Raum links vom Schieber 16 drehbaren Hebel 52 verbunden ist, zusammen mit des inneren Kreises in den Ablaß fließt und ein einem Arm54, an welchem eine Last55, z.B. ein Senken des Gerätes durch Eigengewicht zustande
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kommt. Hierbei ist die Druckleitung 38 durch das . Kanal 27, um den Schieber 16 des inneren Kreises,
Rückschlagventil 24 geschlossen. dann durch den Kanal 35, um den Anschlagkolben
Falls Schlupfverhütung (Fig. 4), d.h. das Übertra- 33 und den freigelegten Austrittskanal 57 in den
gen des Gewichtes und des Widerstandes des Gerätes Auslaß. Das Schließventil 31 ist unter der Vorausauf
die Triebräder des Schleppers, gewährleistet sein 5 setzung geöffnet, daß der Anschlagkolben 33 sich in
soll, ist der Schieber 16 des inneren Kreises in Rieh- seiner Grenzlage befindet, so daß der Raum hinter
tung S4 derart verschoben, daß eine Verbindung der dem Schließventil 31 über den Endzweig 36 mit dem
Speiseleitung 9 und der Rohrleitung 15 zustande Kanal 35 verbunden ist.
kommt. Hierbei schließt der Schieber 16 die Aus- Gemäß F i g. 6 wird beim Eindrücken des Antrittsöffnung
56 im Gehäuse 10. Das durch die io schlagkolben 33 der Austrittskanal 57 geschlossen,
Pumpe 1 gelieferte Drucköl fließt durch die Druck- so daß das Öl nicht entweichen kann. Durch den
Ölleitung 3 in das Steuerventil 4, das je nach seiner Druck der Feder 32 des Schließventils und durch den
Einstellung die Verteilung des öldurchflusses in zwei Öldruck auf die größere Fläche des Schließventils 31
Zweige ermöglicht, und zwar in den inneren Kanal schließt letzteres den Öldurchfluß, so daß das Um-
20 und den äußeren Kanal 17. Das Drucköl fließt 15 leitungsventil 25 geöffnet wird, und ein Teil des
ferner über den inneren Kanal 20, den linken Zweig Drucköles, der über den Ablaufkanal 28 geflossen
21 in das Gehäuse 10 des inneren Kreises und von ist, vereinigt sich mit dem öl, das über den inneren
hier über den Kanal 45 in das Schlupfverhütungs- Kanal 20 und den rechten Zweig 22 fließt. Es gelangt
ventil 46. über das Rückschlagventil 24, die Druckleitung 38,
Der Öldruck im Hydrozylinder 41, der mittels des 20 die Speiseleitung 39 in den Hydrozylinder 41, wo-Austrittskanals
37 und der Speiseleitung 39 mit dem durch die Last 55 jetzt mit voller Reaictionsgeschwin-Gehäuse
10 des inneren Kreises verbunden ist, ist digkeit gehoben wird. ·
proportional der Ölmenge, die durch die Düse48 Wie in Fig. 7 verdeutlicht, kommt eine gleich-
des Ventils 46 fließt, und kann mittels des Steuer- zeitige Funktion des inneren und äußeren Kreises
ventils 4 von einem Minimum bis zu einem Maximum 25 des Drucköles dann zustande, wenn sowohl der
gesteuert werden, das durch den Grenzwert gegeben Schieber 16 des inneren Kreises als auch der Schieist,
wo ein Heben des Gerätes vom Boden beginnt. ber 26 des äußeren Kreises in die Hebelage ver-Auf
diesen Wert des Öldruckes ist die Feder 49 im setzt werden. Das Steuerventil 4 ist für halbe Re-Schlupfverhütungsventil
eingestellt, so daß bei hö- aktionsgeschwindigkeit eingestellt, so daß es das
herer ölzufuhr ein öffnen des Ventils 46 über die 30 Drucköl gleichmäßig in den linken Kanal 11 und den
Düse 48 zustande kommt und das öl über die rechten Kanal 12 verteilt. Das öl fließt von der
öffnungen 47 in den Ablaß abgeführt wird. Die Pumpe 1 über die Druckölleitung 3, das Steuerjeweilige Lage des Kolbens 8 ist maßgebend für den ventil 4, den linken Kanal 11, den linken Raum 59,
Öldurchfluß im inneren Kanal 20 und äußeren Kanal den inneren Kanal 20, den rechten Zweig 22, das
17, und zwar in Abhängigkeit von der Lage des 35 Rückschlagventil 24, die Druckleitung 38, die Speise-Steuerventils
4, jedoch unabhängig von den Öl- leitung 39 in den Hydrozylinder 41, worin durch
drücken im inneren Kanal 20 und im äußeren Druck auf den Kolben 50 und über die Hebelüber-Kanal
17. setzung das Heben der Last 55 eingeleitet wird.
Bei Betrieb mit Schlupfverhütung ist der Druck Gleichzeitig fließt das öl vom Steuerventil 4 über den
im inneren Kanal 20 größer als der Druck im äußeren 40 rechten Kanal 12, den rechten Raum 60, den äußeren
Kanal 17, der durch den Kolben 8 gedrosselt ist. Aus Kanal 17, die verzweigte Rohrleitung 18 in das Gedem
äußeren Kanal 17 fließt das öl im wesentlichen häuse 19 des Schiebers des äußeren Kreises und ferohne
Druck durch die verzweigte Rohrleitung 18, um ner über die linke Rohrleitung 61 in den äußeren
den Schieber 26 des äußeren Kreises, durch den Zylinder 63, wobei der Druck auf den Kolben 64
Ablaufkanal 28, über das geöffnete Schließventil 31, 45 eine Bewegung in Richtung S2 bewirkt. Über die
den Filterkanal 43 und den Filter 44 in den Auslaß. rechte Rohrleitung 62 ist die andere Seite des KoI-
Die Reaktionsgeschwindigkeit in Richtung S1, d.h. bens 64 an den Auslaß angeschlossen. Bei entgegendie
Hebegeschwindigkeit, kann durch Einstellen des gesetzter Bewegung des Schiebers 26 des äußeren
Steuerventils 4 beeinflußt werden, da entsprechend Kreises ist die Funktion im äußeren Druckölkreis
seiner Lage ein Verteilen des öldurchflusses in den 50 umgekehrt. Durch Einstellung des Steuerventils 4
linken Kanal 11 und den rechten Kanal 12 zustande zwischen den Grenzlagen kann man das Verteilen
kommt, wobei der Kolben 8 unter der Wirkung der des zugeführten Öls in den ; inneren und äußeren
Druckkräfte so lange verschoben wird, bis er wieder Druckölkreis beliebig wählen, und zwar unabhängig
eine Gleichgewichtslage einnimmt. ' von seinem Arbeitsdruck.
Bei Einstellung des Steuerventils 4 in der Mittel- 55 Bei alleiniger Funktion des äußeren Druckölkreises
lage verteilt sich der öldurchfluß gleichmäßig auf ist der Schieber 16 des inneren Kreises in einer
den inneren Kanal 20 und den äußeren Kanal 17 neutralen Lage und der Schieber 26 des äußeren
(Fig. 5). Da der innere Kanal 20 und der rechte Kreises in RichtungS3 für Heben eingestellt (Fig. 8).
Zweig 22 gegen den Öldruck im Hydrozylinder 41 Unabhängig von der Lage des Steuerventils 4 wird
eingestellt ist, wird die Last 55 nur mit halber 60 durch Wirkung des Öldruckes im rechten Raum 60
Geschwindigkeit gehoben. Der Kolben 8 wird derart der Kolben 8 ganz nach links verstellt, so daß der
verschoben, daß er den Durchflußquerschnitt des mittlere Kanal 6 vollkommen freigelegt und der linke
äußeren Kanals 17 drosselt, aus dem das öl durch Kanal 11 und gleichfalls der innere Kanal 20 gedie
verzweigte Rohrleitung 18, um den Schieber 26 schlossen wird. Das Drucköl strömt von der Pumpe 1
des äußeren Kreises, durch den Ablaufkanal 28, über 65 über die Druckölleitung 3, den mittleren Kanal 6, den
das Schiießvcntil 31, den Filtcrkanal 43 und den rechten Raum 60, den äußeren Kanal 17, den linken
Filier 44 in den Auslaß entweicht. Ein Teil des Zweig der verzweigten Rohrleitung 18, um den Schic-Drucköls
aus dem Ablaufkanal 28 strömt über den ber 26 des äußeren Kreises, durch die linke Rohr-
leitung 61 in den äußeren Zylinder 63, wo der Öldruck auf den Kolben 64 des äußeren Zylinders eine
Bewegung dieses Kolbens in Richtung S2 bewirkt. Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung ist, daß kein
Druckverlust beim Durchfluß über das Steuerventil 4 auftritt.
Es ist bei der beschriebenen Einrichtung möglich, die volle Reaktionsgeschwindigkeit mittels eines
Anschlagkolbens ohne Rücksicht auf die früher mittels des Steuerventils eingestellte Reaktionsgeschwindigkeit
zu erneuern. Diese Funktion ist für ein Heben des Arbeitsgerätes, wenn es sich um einen Pflug
handelt, mit voller Geschwindigkeit am Ende einer Furche wichtig.
Claims (4)
1. Hydraulische Einrichtung, insbesondere an Schleppern, für die Betätigung von getragenen
Oder gezogenen landwirtschaftlichen Geräten, mit ao einem schiebergesteuerten inneren Arbeitskreis,
der einen Hydrozylinder aufweist, und mit einem schiebergesteuerten äußeren Arbeitskreis, der
z. B. einen Zylinder mit doppelt wirkendem Kolben aufweist, ferner mit einer beiden Kreisen as
gemeinsamen Pumpe für das hydraulische Arbeitsmittel und mit einem Verteilerventil, dessen
Kolben zwei Austrittsöffnungen in Abhängigkeit vom Druck des hindurchströmenden Öls übersteuert,
da du f φ gekennzeichnet, daß der 30· Pumpe (1) ein Steuerventil (4) nachgeschaltet ist,
das den Druckölstrom in zwei beliebig wählbare Teilströme unterteilt und über einen linken (11)
und einen rechten (12) Kanal zu beiden Seiten des Kolbens (8) in das Gehäuse (7) des Verteilerventils
einleitet, und die beiden Austrittsöffnungen des Verteilerventils über einen inneren Kanal (20)
zum inneren Kreis bzw. über einen äußeren Kanal (17) zum äußeren Kreis führen und daß der eine
Anschlag des Kolbens (8) des Verteilerventils durch einen Differentialkolben (13) gebildet ist,
der in Abhängigkeit von der Stellung des Schiebers (16) des inneren Kreises so weit ausweichen
kann, daß der Kolben (8) des Verteilerventils einen schon vor dem Steuerventil (4) abzweigenden
mittleren Kanal (6) freigibt, den inneren Kanal (20) aber sperrt, wobei im äußeren Kreis
ein in der Neutralstellung des zugehörigen Schiebers (26) offener Ablaufkanal (28, 43) vorgesehen
ist.
2. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (16)
des inneren Kreises, der den Austrittskanal (37) des Hydrozylinders (41) in einer ersten Stellung
sperrt und in einer zweiten Stellung öffnet, den Austrittskanal (37) in einer dritten Stellung mit
einem einen begrenzten ölablauf ermöglichenden Schlupfverhütungsventil (46) verbindet.
3. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablaufkanal
(28, 43) des äußeren Kreises mit einem Schließventil (31) versehen ist, vor dSm eine Verbindung
mit einem als Rückschlagventil ausgebildeten Umleitungsventil (25) zum inneren Kreis
abzweigt.
4. Hydraulische Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß vom Ablaufkanal
(28) vor dem Schließventil (31) ein vom Schieber (16) des inneren Kreises gesteuerter Kanal (27,
35) abzweigt, der mit einem Endzweig (36) in den Steuerdruckraum des Schließventils (31)
mündet und mit einem anderen Endzweig, der mittels eines Anschlagkolbens (33) absperrbar ist,
zum Ablauf führt.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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