DE1426479C - Doppeltwirkender Teleskopzylinder - Google Patents
Doppeltwirkender TeleskopzylinderInfo
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- DE1426479C DE1426479C DE1426479C DE 1426479 C DE1426479 C DE 1426479C DE 1426479 C DE1426479 C DE 1426479C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen doppeltwirkenden Teleskopzylinder mit einem einen inneren
Kolben aufnehmenden inneren Zylinder, der innerhalb eines in einem äußeren Zylinder angeordneten
äußeren Kolbens bewegbar ist, mit einer Zuleitung, mittels der die zum einen Ende des Geräts weisenden
Flächen beider Kolben unter hydraulischen Druck zu setzen sind und mit einem Ausflußweg für das
Druckmittel von der zum anderen Ende des Geräts weisenden Fläche des inneren Kolbens zum anderen
Ende des Geräts weisenden Ende des inneren Zylinders durch den äußeren Kolben in den äußeren
Zylinder.
Bei bekannten doppeltwirkenden Teleskopzylindem kann das hydraulische Druckmittel sowohl den
inneren wie auch den äußeren Kolben unabhängig voneinander bewegen (deutsche Patentschrift
929 148). Dies bringt den Nachteil mit sich, daß eine genaue Steuerung der Vorschubbewegung abhängig
von der Menge des zugeführten Druckmittels nicht übersehbar ist, weil die Bewegun der Kolben
von den zu überwindenden Kraftmomenten abhängig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den erwähnten Nachteil dadurch zu beseitigen, daß
jeweils nur einer der beiden Kolben hintereinander aus- oder eingefahren wird.
Diese Betriebsweise wird bei dem eingangs erwähnten doppeltwirkenden Teleskopzylinder gemäß der
Erfindung dadurch erreicht, daß ein federnd belastetes Ventil in dem äußeren Kolben vorgesehen ist, das
normalerweise den Ausflußweg des Druckmittels ι sperrt, sich jedoch selbsttätig öffnet, wenn der äußere ^
Kolben an der Grenze seiner Bewegungsbahn in Richtung zum anderen Ende des Geräts ist und
beim Rückhub der Kolben durch einen im äußeren Zylinder wirkenden hydraulischen Druck geöffnet wird.
Da bei dieser Konstruktion das den Ausflußweg
aus dem inneren Zylinder steuernde Ventil zunächst geschlossen ist, ist in dem inneren Zylinder ein
Flüssigkeitsvolumen eingeschlossen, so daß der innere Kolben im inneren Zylinder nicht verschoben werden
kann. Wenn daher bei Beginn des Hubes der äußere Kolben bewegt wird, so wird auch der innere Zylinder
und mit diesem sein Kolben vorwärts bewegt.
Wenn der äußere Kolben seinen vollen Hub erreicht hat, wird das Ventil geöffnet, so daß das bislang
in dem inneren Zylinder eingeschlossene Druckmittel nunmehr aus diesem austreten kann, der innere
Kolben sich also bewegen kann. Die Arbeitsfolge ist also die, daß zunächst der äußere Kolben bis in,
seine voll ausgehobene Stellung rückt und dann der innere Kolben gegenüber dem äußeren Kolben in ύ
seine voll ausgehobene Stellung rückt. Die Bewegung * des inneren Kolbens, welcher Nutzarbeit leisten soll,
ist also genau kontrollierbar durch die Menge der Flüssigkeit, die in das Gerät hineingedrückt wird,
unabhängig davon, ob die Kolben belastet sind oder nicht. Wäre das Ventil nicht vorhanden, so würden
der innere und der äußere Kolben sich unabhängig voneinander bewegen, und es könnte beispielsweise
der Fall eintreten, daß sich der innere Kolben rückwärts bewegt infolge einer an ihm angreifenden Last,
während sich der äußere Kolben infolge der Bewegung des inneren Kolbens gleichzeitig auswärts bewegt
um eine entsprechend dem veränderten Verdrängungsvolumen veränderte Strecke, ohne daß
irgendwelches Druckmittel dem Teleskopzylinder zugeführt oder entnommen werden muß.
Der Teleskopzylinder ist doppeltwirkend, denn man kann, indem man Druckmittel in den äußeren
Zylinder drückt, die Kolben wieder in ihre Ausgangsposition zurückstellen. Da das Druckmittel die öffnung
des Ventils bewirkt, wird beim Rückstellen
der Kolben das Druckmittel stets an beide Kolben gleichzeitig angelegt.
Die erfindungsgemäße Konstruktion des Teleskopzylinders findet insbesondere dort Anwendung, wo
führt zur Basis des Geräts, wo er mit dem für die Rückstellung bestimmten Anschluß 28 verbunden ist.
Um die beiden Kolben nach außen zu schieben,
drückt man ein Druckmittel durch die Zuleitung 30
5 in die Ausschubkammer 31, die an die beiden Enden der Kolben angrenzt. Da das Ventil 23 geschlossen
ist, kann kein Druckmittel aus dem inneren Zylinder entweichen. Dies bedeutet, daß der innere Kolben 15
seine Stellung innerhalb des Zylinders 14 beibehält.
es darauf ankommt, eine genaue Positionskontrolle ■während der Ausschiebung der Kolben aufrechtzuerhalten,
und zwar in Abhängigkeit von der Zufuhr an Druckmittel. Da die Anordnung, wie bereits festgestellt,
doppelt wirksam ist, können die beiden Kolben zurückgestellt werden, genauso, wie sie ausgeschoben
werden können, ohne daß es des Angreifens einer äußeren Last bedarf.
Zweckmäßig ist das Ventil auf dem äußeren
Kolben angeordnet, und zwar an dessen einem, d. h. io Es wird also zunächst bei Druckmittelzufuhr durch
ausschubkammerseitigen Ende; es weist einen die Zuleitung 30 nur der äußere Kolben verschoben,
Anschlagstift auf, welcher auf einen Gegenanschlag der den inneren Zylinder und den inneren Kolben
am anderen Ende des äußeren Zylinders auftritt, mit sich führt. Der äußere Kolben bewegt sich um
wenn sich der äußere Kolben vollständig auswärts seine ganze Hubstrecke nach auswärts, so lange, bis
bewegt hat; treten der Anschlagstift und der Gegen- 15 der Anschlagstift 32 des Ventils 23 an dem Gegenanschlag
zusammen, so öffnet sich das Ventil gegen anschlag 34 des äußeren Abschlußrings 35 des
Federdruck, der es normalerweise geschlossen hält. äußeren Zylinders anstößt und dadurch das feder-Der
Ausfluß aus dem inneren Zylinder erfolgt zweck- belastete Ventil zur Öffnung bringt. Es tritt nunmehr
mäßig durch eine Ausflußöffnung am anderen, d. h. Druckmittel aus dem inneren Zylinder aus, so daß
von der Ausschubkammer abgelegenen Ende des 20 der innere Kolben sich innerhalb des Zylinders ausinneren
Zylinders und über eine Ringkammer, die wärts bewegen kann. Die aus dem inneren Zylinder
den inneren Zylinder umgebend, innerhalb des kommende Flüssigkeit strömt durch den Ringraum
äußeren Kolbens angeordnet ist und an das Ventil 20 zwischen den beiden Zylinderwänden 14 und 21
anschließt. Auch der Druckmittelanschluß für die und durch das Ventil 23 in den äußeren Zylinder
Rückstellung der Kolben wird zweckmäßig an dem 25 und von diesem durch die Ringkammer dem Anausschubkammerseitigen
Ende des Geräts vorgesehen; schluß 28 zu. Die Kolben können zurückgestellt werden,
indem Druckflüssigkeit in die Anschlußöffnung 28 hineingedrückt wird. Beim Rückstellen tritt das
Druckmittel durch die Ringkammer 26 in den 30 äußeren Zylinder und von dort durch das Ventil 23,
dessen öffnung durch den Druck des Druckmittels entgegen dem Federdruck bewirkt wird. Das Druckmittel
strömt dann weiter von dem Ventil 23 durch die Ringkammer 20 zwischen den beiden zylindri-
äußeren Zylinder 12 trägt. Innerhalb des äußeren 35 sehen Wänden 14- und 21 in den inneren Zylinder.
Zylinders 12 ist ein äußerer Kolben 13 verschiebbar, Druck wird also beiden Kolben gleichzeitig angelegt,
der einen inneren Zylinder 14 trägt; innerhalb des und die beiden treten gemeinsam in ihre eingezogene
inneren Zylinders 14 ist ein innerer Kolben 15 beweg- Stellung zurück, wobei Druckmittel an der Basis der
lieh. Der innere Kolben 15 ist mit einer zylindrischen Kolben durch die Anschlußöffnung 30 ausgetrieben
Hülse 16 vereinigt, die sich über die Gesamtlänge 4° wird.
des Geräts erstreckt und ein Arbeitselement 17 trägt, Das Gerät bildet einen doppeltwirkenden TeIe-
das durch den Teleskopzylinder verschiebbar ist. Die skopzylinder, in dem die Kolben sowohl in der einen
zylindrische Hülse 16 ist in einer Endplatte 18 gleitend als auch in der anderen Richtung verstellt werden
geführt; die Endplatte 18 bildet den Abschluß für den können, ohne daß eine Rückstelllast zur Rückwärtsinneren
Zylinder; die Dichtung ist mittels eines 45 bewegung der Kolben angelegt werden muß. Durch
O-Ringes. hergestellt. Der innere Zylinder ist von das Vorhandensein des Ventils 23 ist sichergestellt,
einer Ringkammer zwischen der Hülse 16 und der daß sich zunächst der äußere Kolben beim Ausschub
Zylinderwand 14 gebildet; diese Ringkammer weist bewegt und dann erst die Bewegung des inneren
einen Ausflußweg 19' auf, der nach einer Ring- Kolbens beginnt, wenn der äußere Kolben seine Endkammer
20 innerhalb des äußeren Kolbens führt. Die 50 stellung erreicht hat. Die Auswärtsbewegung des
Ringkammer 20 ist eingegrenzt zwischen der Zylinder- Arbeitsglieds 17 ist somit exakt gesteuert in Abhänwand
14 des inneren Zylinders, die vom äußeren
Kolben getragen ist und einer zweiten Hülse 21, die
wiederum an der Endplatte 18 befestigt ist, so daß
die beiden Teile 14 und 21 sich gemeinsam bewegen. 55
Am basisseitigen Ende der Hülse 21 ist die Ringkammer 20 innerhalb des Kolbens 13 über einen
Kanal 22 an ein federbelastetes Ventil 23 angeschlossen, welches normalerweise durch eine
Kolben getragen ist und einer zweiten Hülse 21, die
wiederum an der Endplatte 18 befestigt ist, so daß
die beiden Teile 14 und 21 sich gemeinsam bewegen. 55
Am basisseitigen Ende der Hülse 21 ist die Ringkammer 20 innerhalb des Kolbens 13 über einen
Kanal 22 an ein federbelastetes Ventil 23 angeschlossen, welches normalerweise durch eine
Schraubendruckfeder 24 in geschlossener Stellung ge- 60 23. Schließlich "bilden der Zylinder 12, die diesen
halten wird. Wenn das Ventil 23 offen ist, so stellt umgebende äußere Wand 27, die Basis 11 und der
es eine Verbindung her zwischen der Ringkammer 20
und dem Innenraum des äußeren Zylinders 12. Der
äußere Zylinder 12 weist eine Ausflußöffnung 25 an
seinem äußeren Ende auf, welche mit einem Ring- 65
raum 26 in Verbindung steht. Der Ringraum 26 ist
zwischen der Zylinderwand 12 und einer äußeren
zylindrischen Umfassungshülse 27 eingegrenzt und
und dem Innenraum des äußeren Zylinders 12. Der
äußere Zylinder 12 weist eine Ausflußöffnung 25 an
seinem äußeren Ende auf, welche mit einem Ring- 65
raum 26 in Verbindung steht. Der Ringraum 26 ist
zwischen der Zylinderwand 12 und einer äußeren
zylindrischen Umfassungshülse 27 eingegrenzt und
dementsprechend sieht man zweckmäßig einen den äußeren Zylinder umgebenden Ringkanal vor, der
von der am anderen Ende gelegenen Ausflußöffnung des äußeren Kolbens zu diesem Anschluß führt.
Die Figur dient der Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Als Basis dient eine kreisförmige Platte 10, an welche ein Ringkörper 11 angeschlossen ist, der den
gigkeit von der Druckmittelmenge, die durch den Anschluß 30 eingedrückt wird, unabhängig von der
jeweiligen Belastung des Geräts.
In der Zeichnung bilden der innere Kolben 15, die zylindrische Hülse 16 und das Arbeitsglied 17
eine Baugruppe zusammen. Eine weitere Baugruppe umfaßt den Zylinder 14, den Kolben 13, die Endplatte
18, die zylindrische Wand 21 und das Ventil
Ring 35 eine dritte Baugruppe. Innerhalb der einzelnen Baugruppen können verschiedene Teile in einem
Stück hergestellt sein.
Wenn gefordert wird, daß auch die Rückstellung des Arbeitsclements 17 genau gesteuert ist, kann eine
Arretierung vorgesehen sein, welche den äußeren Kolben 13 in seiner ausgeschobenen Stellung inner-
halb des äußeren Zylinders 12 hält, so lange, bis der innere Kolben 15 wieder ganz in den inneren Zylinder
14 zurückgekehrt ist. Das Arretierungsgefät umfaßt drei federbelastete Arretierungsglieder 36 in Form
von Kugeln, Walzen oder Stiften, die symmetrisch über den Umfang verteilt, an · der Innenseite des
Rings 35 angeordnet sind und an der Hülse 21 angreifen. Es ist zu diesem Zweck eine Ringnut 37 an
der Außenseite der Wand 21 nächst dem Ventil 23 angeordnet; die federbelasteten Arretierungsglieder
36 greifen in diese Ringnut 37 ein, wenn der äußere Kolben 13 voll in seinem Zylinder 12 ausgefahren ist.
Wenn der Teleskopzylinder voll ausgefahren ist, und es wird nunmehr Druckmittel in den Anschluß
28 hineingedrückt, um die Kolben 13,15 zurückzustellen, so übt dieses Druckmittel einen Druck auf
den Ring 13 aus und auch auf den Kolben 15, und es bewegen sich der innere und der äußere Kolben
als eine Einheit infolge der durch die Arretierungsglieder 36 und die Nut 37 gebildeten Arretierung.
Sobald der Kolben 15 ganz zurückgekehrt ist, überwindet der Druck des Druckmittels, der am Kolben
13 angreift, die Sperrkraft, so daß nunmehr auch der äußere Kolben 13 im äußeren Zylinder 12
ίο zurückkehrt. Unter der Voraussetzung, daß die Belastung
des Teleskopzylinders nicht so groß ist, daß sie die Arretierung überwindet, kehren also nunmehr
auch die Kolben unabhängig von der Belastung und allein abhängig von der Menge der eingedrückten
Flüssigkeit in ihre Ausgangsstellung zurück.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Doppeltwirkender Teleskopzylinder mit einem einen inneren Kolben aufnehmenden
inneren Zylinder, der innerhalb eines in einem äußeren Zylinder angeordneten äußeren Kolben
bewegbar ist, mit einer Zuleitung, mittels der die zum einen Ende des Geräts weisenden Flächen
beider Kolben unter hydraulischen Druck zu setzen sind und mit einem Ausflußweg für Druckmittel
von der zum anderen Ende des Gerätes weisenden Fläche des inneren Kolbens zum anderen Ende des Geräts weisenden Ende des
inneren Zylinders durch den äußeren Kolben in den äußeren Zylinder, gekennzeichnet durch
ein federnd belastetes Ventil (23) in dem äußeren Kolben (13), das normalerweise den Ausflußweg
(19,22) des Druckmittels sperrt, sich jedoch selbsttätig öffnet, wenn der äußere Kolben (13)
an der Grenze seiner Bewegungsbahn in Richtung zum anderen Ende des Geräts ist und beim Rückhub
der Kolben durch einen im äußeren Zylinder
(12) wirkenden hydraulischen Druck geöffnet wird.
2. Teleskopzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (23) in dem
äußeren Kolben (13) nächst dem erstgenannten Ende des Geräts angeordnet ist und mit einem
Anschlagstift (32) versehen ist, der an dem dem anderen Ende des Geräts nächstliegenden Ende
des äußeren Zylinders (12) — das Ventil (23) gegen den Druck der es normalerweise in Schließstellung
haltender Feder (24) in Öffnungsstellung drängend — an einen Anschlag (34) anstößt,
wenn der äußere Kolben (13) ganz zu diesem anderen Ende bewegt ist.
3. Teleskopzylinder nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Auslaßöffnung (25),
die zu einem um den äußeren Zylinder (12) herumliegenden Ringraum (26) und zu einer
weiteren Auslaßöffnung (28) in dem erstgenannten Ende des Gerätes führt.
4. Teleskopzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch federnd
vorbelastete Arretierungsglieder (36), die an der inneren Oberfläche des äußeren Zylinders (12)
gelagert sind und in Eingriff mit einer Ausnehmung (37) in der äußeren Oberfläche des äußeren
Kolbens (13) kommen, wenn der äußere Kolben
(13) ganz ausgestoßen wird.
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