DE1421785C - Verfahren zum Abstutzen einer Glas tafel zu deren Behandlung bei einer Glas Verformungstemperatur - Google Patents
Verfahren zum Abstutzen einer Glas tafel zu deren Behandlung bei einer Glas VerformungstemperaturInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abstützen einer Glastafel zu deren Behandlung bei einer
Glasverformungstemperatur, bei welchem die Glastafel wenigstens teilweise getragen wird, indem Gas
unter Druck gegen die Unterllüche der Glastafel von einer Anzahl von gasliefeinden Auslässen gerichtet
wird, wobei das Gas zu Gasabführzonen, die zwischen den Gasauslässen liegen, strömen kann.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird ein ununterbrochenes Glasband unter allmählich im
Abkühlen zu einer Ausglühzone gefördert, wobei das Glasband durch die Gasschicht getragen wird. Bei
einem anderen bekannten Verfahren dieser Art wird das das Glasband tragende Gaspolster durch aus Zufuhröft'nungcn
gegen das Glasband strömendes Gas erzeugt, wobei die ZufuhröfTnungen in rinnenförmige
Vertiefungen des Tragtisches münden.
Nachteilig bei dvn bekannten Verfahren ist es,
daß sieh die Förderung einzelner im Abstand zueinander laufender Glastafeln nicht mit der nötigen
Genauigkeit erlauben, da zwar die zusammenhängende Masse eines ununterbrochenen Glasbandes auf
einem Gaspolstor hierdurch gleichmäßig getragen und in der gewünschten Richtung transportiert wird,
einzelne Glastafcln unterschiedlicher Größe jedoch die Zufuhröffnungen in ihrer Gesamtheit nur teilweise
bedecken, so daß Druckunterschiede des Gaspolstcrs entstehen, die zu unterschiedlicher Abstützung
der Glastafel in den einzelnen Flächcnbereichen führen. Hierdurch werden unerwünschte Verformungen
und Schädigungen der Glastafel herbeigeführt.
Der !Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schalTen. mit welchem es möglich ist, einzelne im
Abstand aufeinanderfolgende Glastafcln ohne Verformungen oder Beschädigungen mit gleichmäßiger
Abstützung zu fördern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Traggas eine Glasverformungstempcratur
hat, um das Glas auf Verformungstemperatur zu hallen, und daß ein im wesentlichen vernachlässigbarer
Druckabfall zwischen den Gasabströmzonen unter der abgestützten Glastafel und einem
gemeinsamen Gasabströmraum oder der Atmosphäre besteht im Vergleich zu dem Druckabfall zwischen
der Gasquelle und den das Gas liefernden Auslässen.
Mit diesem Verfahren wird erreicht, daß der an den jeweiligen Zuftihrölfnungen, denen sich die einzelne
Gkr.lafcl nähert, herrschende Druckanstieg ausgeglichen wird, so daß die jeweilige in Bewegungsrichtung
vorn liegende Kante nicht einem plötzlichen Druckanstieg ausgesetzt ist und in entsprechender
Weise die jeweils hinten liegende Kante einem plötzlichen Druckabfall. Auf diese Weise wird für ein
gleichmäßiges Übel leiten von einer Ziifiilirölfniing
zur anderen Sorge getragen und eine gleichmäßige Abstützung auch einzelner im Abstand aufeinander
folgender Glaslafcln herbeigeführt.
Vorteilhaft ist es, wenn hierbei der Druckabfall zwischen der Gasc|iiellc und einem gasliefernden
Auslaß, der durch die Glastafel überdeckt ist, wenigstens doppelt so μ roll ist wie der Druckabfall
zwischen dem überdeckten Auslaß und dem Aussliiiiiibi'ii'ii'li.
Hierbei kann der Druckabfall entlang den l5.i!iiH Ii des Gasstromes zu oben offenen Kammil-mi,
wie (lc-ii gnslielerndeii Auslässen an verringerten
Öffnungen, die im Abstand von den oberen Enden der Kammern angeordnet sind, zunehmen.
Die gleichmäßige Verteilung des ausströmenden Gases wird weiter begünstigt, wenn ein wesentlicher
Teil der Gase, die in die offenen linden der Kammern eingeführt werden, so gerichtet ist, daß ein
direktes Auftreffen auf die darüberliegende Glastafel
vermieden ist. Hierzu werden vorteilhafter Weise die Gase, die in die oben offenen Kammern
ίο eingeführt werden, anfangs gegen die seitlichen Begrenzungswände
und/oder die Böden der Kammern gerichtet.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht aus einem Bett
mit einer Anzahl von im Abstand zueinander angeordneten, oben offenen Kammern, wobei die
oberen Enden der Kammern in einer gemeinsamen Erzcugerlläche liegen und Gasströmzonen neben den
oben offenen Kammern angeordnet sind. Zur Herbeiführung des Druckabfalles sind hierzu erfindungsgemäß
Öffnungen zur Einführung von Gasen zu diesen Kammern und Mittel zur Aufheizung der Gase,
welche zu den oben offenen Kammern geliefert werden, vorgesehen, wobei die Gasabströmzonen so geformt
sind, daß sic einen geringeren Widerstand gegenüber dem Gasstrom als dei Öffnungen bilden.
Die .öffnungen zur Einführung der Gase zu den Kammern können vorzugsweise so angeordnet sein,
daß sie den Gasstrom von den oberen Enden der Kammern wegrichten.
Zwefckmüßigerweisc sind die Gasabströmzonen direkt' mit Durchtrittsmittcln von größerem Querschnitt
verbunden. Der Gesamtquerschnitt der oben offenen Kammern über einen Glastragabschnitt des
Bettes kann größer als der Gesamtquerschnitt der Gasabströmzonen dieses Abschnittes sein. In vorteilhafter
Weise beträgt der Gesamtquerschnitt der oben offenen Kammern über einen Glastragabschnitt des
Bettes etwa zwischen 5 und 50% des Querschnittes dieses Abschnittes.
Die Gleichmäßigkeit des jeweiligen Gasangriffes
an den in Förderrichtung außen liegenden Kanten der Glastafeln wird weiter begünstigt, wenn die oben
offenen Kammern in Reihen angeordnet sind, die in bezug auf die Bewegungsbahn schräg liegen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbcispielen in der Zeichnung näher erläutert.
F i g. I zeigt in perspektivischer Darstellung eine Vorrichtung zum Erwärmen und Transportieren von
Glastafcln, auf welche die Erfindung Anwendung findet;
Fig. IA ist eine perspektivische Teilansicht der Vorrichtung nach Fig. 1;
F i g. 2 zeigt im Schnitt zwei der nebeneinander angeordneten Zufuhröffnungen;
F i g. 3 ist ein Diagramm der sich unter der Glastafel
bildenden Druekvcrhällnisse;
I1'ig. Λ zeigt im Schnitt ein Ausführtingsbeispiel
einer anderen Ausbildung der Zufuhröffnungen;
Fig. 5 zeigt ein Diagramm der Druckverhältnisse
bei der Anordnung nach Fig. 4;
F i g. 6 zeigt in Draufsicht eine Ausführnngsform für die Anordnung von Kümmern und Auslaß-
<>5 leitungen;
Fig. 7 ist der Schnitt VII-VII nach Fig. 6;
Fig. K ist der Schnitt VIH-VIII nach Fig. I;
F"ig.') ist eine Draufsicht auf das Gastragbett
3 4
nach den F i g. 1 und 1A mit den in schrägen Reihen erstens, daß die nichtbedeckten Formkörper V(Sh dem
angeordneten Kammern. abgestützten Glas das Gas aus dem genieinsamen
Die Vorrichtung nach Fig. L hat einen Vorwärm- Speicherraum rasch entweichen lassen, 'wöÜjiircK der
abschnitt 100, in welcher das Glas vorgewärmt wird, Druck in dem Speicherraum .verringert würde und
einen Erwärmungsabschnitt 200, in welcher die Glas- 5 damit notwendigerweise auch in den bedeckten
tafeln durch ein Gastragbett getragen werden, eine Formkörpern; zweitens verhindert er Änderungen
Abkühleinrichtung 3 und eine Abfeuereinrichtung der Belastung oberhalb eines Moduls durch Becin-400
mit Abförderrollen, mit welcher das ab- llussung der Gasströmung aus dein Speicherraum in
geschreckte Glas aus der Vorrichtung herausgeför- den Modul hinein; drittens vermindert er die Wirdert
wird. io kung aller geringfügigen Änderungen des Speicherin
der in Fig. IA dargestellten Vorrichtung wer- drucks in bezug auf den Druck innerhalb des
den die zu behandelnden Glastafeln 1 zunächst durch Moduls. Bei dieser Ausführungsform wird der Spalt
eine schematisch angedeutete Heizeinrichtung 17 zwischen dem oberen Ende des Moduls und der
oberhalb eines Rollenförderers 20 vorgewärmt und unteren Fläche des abgestützten Glases selbsteiridann
auf ein Gastragbett gefördert, an dessen 15 stellend, und zwar auf eine gleichförmige Größe
Längsseite Transportrollen 37 angeordnet sind, über den gesamten oberen Umfang des Moduls, der
welche an einer Außenkante der Glastafel I angrei- eine Funktion des Gewichtes des abgestützten Glases
fen und diese in Richtung des Pfeiles 2 weiterbeför- ist. Dies geschieht deshalb, weil der Gasstrom aus
dem. Im Verlauf der Förderrichtung kann dann die der Speicherkammer durch den Modul und ilen Aus-Abkühleinrichtung
3 folgen, die beispielsweise dem 20 puffbereich durch zwei Drosselstellen hindurchgehen
Tempern der Glastafel dient und auch von oben auf muß: Die Mündungen 151 in der Basis eines jeden
die Glastafel wirkende Zufuhröffnungen für gekühl- Moduls und der Spalt zwischen dem oberen Ende
tes Gas enthält. Hierzu können oberhalb und unter- des Moduls und dem abgestützten Glas. Da der Spalt
halb Kühl- und Speicherkammern 83 und 84 für ein normalerweise im Verhältnis zu den Mündungen 151
Kühlmittel vorgesehen sein. 25 sehr groß ist erfolgt ein praktisch konstanter Druck-Im
an die Förderrollen 20 anschließenden Bereich abfall durch die Mündungen aus der Speicherkambesteht
das Gastragbett 30 aus einzelnen Kammern mer bis zu dem Modul. Der Druck je Flächeneinheit
31, die in Reihen angeordnet sind, welche schräg des Querschnittes quer über den Modul gemessen,
zur Bewegungsbahn der Glastafeln 1 verlaufen. Die ist unter normalen Gleichgewichtsbedingungcn gleich
Kammern 31 sind über ein Rohrstück 32 an eine 30 dem Gewicht je Flächeneinheit der abgestützten Glas-Speicherkammer
33 angeschlossen, die ihrerseits über fläche, die er ,abstützt, wobei der Spalt zwischen dem
Gasbrenner durch Öffnungen 35 aufgeheizt wird. Modul und .tiem Glas hinsichtlich seiner Größe
Zwischen den einzelnen Kammern sind Auslaßrohre justiert wird, bis dieser Druck erreicht ist (d. h., es
39 angeordnet, die mit einem Auslaßraum oder der wird die Höhe der Abstützung des Glases von dem
Umgebungsluft in Verbindung stehen. 35 Modul geändert). Wird also der Spalt infolge eines
In entsprechender Weise ist das Gastragbett ober- hohen Gewichtes eines Glasstückes oiler infolge einer
und unterscitig der Glastafel im Temperabschnitt 3 von außen her wirkenden Kraft auf das Glas sehr
ausgebildet, mit dem Unterschied, daß die Kammern klein, dann nimmt der Druck innerhalb des Moduls
81 eine geringere Höhe haben und das Zufuhrrohr- zu, bis der Druck mit der Belastung ins Gleichstück
82 im Querschnitt kleiner, dafür aber länger 40 gewicht kommt oder bis der Druck der Speieherkamausgcbildet
ist als die Rohrstücke 32 im vorher- mer erreicht wird, sobald die Spaltbreite den Wert
gehenden Abschnitt. Null erreicht. Verringert sich die Spaltbreite auf Null, Fig. 2 zeigt die Kammern 31 im an die Förder- dann wird natürlich ein nicht ausreichender Druck
rolle 20 anschließenden Abschnitt im Schnitt. Wie auf die Belastung ausgeübt, so daß keine Abstütaus
Fig. 2 zu erkennen, wird das Gas von einer 45 zung erfolgt. Das Glas hebt sich von dem Modul
Gasquelle in Richtung der Pfeile 10 Leitungen 164 infolge des Gasdruckes in dem Modul ab, der auf
im Inneren des Rohrstutzens 32 zugeführt, wobei auf die Unterlläche des Glases einuiikt, und erreicht
das obere Ende der Leitungen 164 ein Düsenkopf einen Wert unterhalb jedes Modiiklrueks, der größer
150 aufgesetzt ist mit einer vertikalen Leitung 163, ist als das Gewicht des Glases, vergrößert auf diese
an welche die Düsen in Form von horizontalen 5° Weise die Abmessungen des Spaltes und verringert
Kanälen 151 anschließen, die an der Mantelfläche den Druck des Moduls. Auf diese Weise justiert sich
des Kopfes 150 münden. Auf diese Weise wird das der Spalt auf eine gleichförmige Abmessung, die abausströmende
Gas in Richtung der Pfeile Il wenig- hängig ist von dem Gewicht des Glases,, dem Druck
stens teilweise gegen die Seitenwände und oder den in dem Speicherraum und der Grüße der Mündiin-Boden
der Kammer 31 gerichtet und dort umgelenkt, 55 gen. Das Ausmaß, in welchem der Druck im Innern
um in Richtung der Pfeile 12 nach oben auszutreten. des Moduls ansteigt bei Abnahme in dem Spalt, ist
Hier wird das ausströmende Gas gegen die in Rieh- eine Funktion der Größe des Gasstromes in den
tung lies Pfeiles 2 sich bewegende Glastafel 1 ge rich- Modul hinein und des Gasvolumens in dem Modul,
tet und an dieser über die Seitenkante!! tier Kammern Die Mündung muß daher für einen gegebenen Druck
31 in Richtung der Pfeile umgelenkt, um in Auslaß- 6o im Speicherraum nicht so klein sein, daß er den
leitungen oder Gasabströmzonen 77« zu gelangen. Gasstrom in jeden Modul so weit einschränkt, daß
an welche sich ein erweiterter Raum 77 und dann eine außerordentlich lange Zeit erforderlich ist, um
die Rohrleitung 39 anschließt. den Druck in Abhängigkeit von einer Abnahme in
Am besten verursacht die verhältnismäßig kleine dem Abstüt/raimi ansteigen zu lassen. In i\cu meisten
Größe der Mündung 151 der Düse 150 einen Ab- 65 !''allen sollte eine genügende Gasmcnt'.c innerhalb
fall iles Gasdruckes vom Inneren der Speicherkani- einer Zeit von nicht mehr als einer Sekunde, im all- ■
mer /iVdem Inneren des Moduls und ei füllt .111Γ diese gemeinen sogar weniger als 0,1 Sekunde in die Kain-Weise
drei wichtige l'unklioiii'n: Mr verhindert mer eintreten und vorzugsweise fast plötzlich, um
5 6
den höheren Druck zu liefein, der erforderlich ist, einer vertikalen Leitung 170 und horizontal daran
um zu verhindern, daß das Glas die oberste Modul- anschließenden, die Düsen bildenden Kanälen 172
kante berührt. versehen sind. Wie aus Fig. 7 zu erkennen, sind die
Module mit kleinem Volumen eignen sich für die- Auslaßleitungen 167 ~in Kanalform zwischen den
sen Zweck besser als größere Module bei einer vor- 5 Einzelwänden angeordnet, wobei an den Kanalboden
gegebenen Größe der Strömung. Im allgemeinen jeweils Auslaßrohic 168 anschließen,
haben die Module beim Hrfindungsgegenstand ein Fig. 8 ist der Schnitt VIlI-VlII nach Fig. 1 und Volumen unterhalb 410 cm3, vorzugsweise nicht über läßt den Aufbau der Heizeinrichtung 17 mit Heiz-163.1JcIiV1 und besonders erwünscht sind Volumina spulen 18 zwischen Halterungen 19 sowie den AuI-unterhalb von 32,78 cm3. Dadurch, daß man das 10 bau des Gastragbettes 30 und den Antrieb der Trans-StützbcU aus identisch gleichgebauten Moduln auf- portrollen 37 über ein Getriebe 40 bis 47 erkennen, baut und diese mit einem gleichförmigen Druck ver- Ferner läßt Fig. 8 die Anordnung von unterhalb des sorgt, stützt jeder Modul die über ihm liegenden Gastragbettes angeordneten Heizspulen 18 in Halte-Teile der Glasfolic oder der Glasplatte längs einer rungen 19 einer zusätzlichen Heizeinrichtung 16 ergewünschtcn Fläche. Dadurch, daß benachbarte 15 kennen. Entlüftungscinrichtungen sind mit 38 beModule relativ nahe beieinanderliegen, ergibt sich zeichnet. Über die Leitung 34 erfolgt mittels Gaseinc praktisch gleichförmige Abstützung unter dem brennern die Beaufschlagung der Speicherkammern ganzen Bereich der Glasfolie und ein Erzeugnis, das 33 (Fig. IA).
praktiseli frei von Beschädigungen ist. Fig. 9 läßt besonders deutlich die Schräglage der
haben die Module beim Hrfindungsgegenstand ein Fig. 8 ist der Schnitt VIlI-VlII nach Fig. 1 und Volumen unterhalb 410 cm3, vorzugsweise nicht über läßt den Aufbau der Heizeinrichtung 17 mit Heiz-163.1JcIiV1 und besonders erwünscht sind Volumina spulen 18 zwischen Halterungen 19 sowie den AuI-unterhalb von 32,78 cm3. Dadurch, daß man das 10 bau des Gastragbettes 30 und den Antrieb der Trans-StützbcU aus identisch gleichgebauten Moduln auf- portrollen 37 über ein Getriebe 40 bis 47 erkennen, baut und diese mit einem gleichförmigen Druck ver- Ferner läßt Fig. 8 die Anordnung von unterhalb des sorgt, stützt jeder Modul die über ihm liegenden Gastragbettes angeordneten Heizspulen 18 in Halte-Teile der Glasfolic oder der Glasplatte längs einer rungen 19 einer zusätzlichen Heizeinrichtung 16 ergewünschtcn Fläche. Dadurch, daß benachbarte 15 kennen. Entlüftungscinrichtungen sind mit 38 beModule relativ nahe beieinanderliegen, ergibt sich zeichnet. Über die Leitung 34 erfolgt mittels Gaseinc praktisch gleichförmige Abstützung unter dem brennern die Beaufschlagung der Speicherkammern ganzen Bereich der Glasfolie und ein Erzeugnis, das 33 (Fig. IA).
praktiseli frei von Beschädigungen ist. Fig. 9 läßt besonders deutlich die Schräglage der
Die der F i g. 2 zugeordnete F i g. 3 zeigt im Dia- 20 einzelnen Reihen der Kammern 31 erkennen, wobei
gramm die so gebildete Druckverteilung über einen diese Reihen gegenüber der Bewegungsbahn der
Querschnitt des Gastragbettes und läßt erkennen, Glastafeln schräg liegen. Die Wirkungsweise der be-
daß auf diese Weise relativ großflächige Bereiche 14 schriebenen Anordnung ist folgende:
gleichmäßigen Druckes erreicht werden, die ober- Glasfolien mit einer nominalen Dicke von 6,35 mm
halb des Atmosphärendruckes PO liegen und nur 25 und etwa 40 cm Breite und 1,50 m Länge werden in
durch sich auf die Glastafel praktisch nicht auswir- der Längsrichtung der Reihe nach auf den Rollen-
kcndc kleinflächige Bereiche 15 unterbrochen sind, förderer 20 gelegt und dann durch den Vorwärm-
in welchen der Druck sehr stark abfällt. Wie ersieht- abschnitt 100 mit einer linearen Geschwindigkeit von
lieh, sind die Bereiche des Druckabfalles infolge der 2,6 cm je Sekunde hindurchgeführt. Auf diese Weise
Überströmung über die Kanten der Kammern 31 im 30 werden durchschnittlich 90 Glasstücke je Stunde
Querschnitt geringer als der Querschnitt der Gas- durch das ganze System befördert. Die elektrischen
abströmzoncn77a. Heizspulen 18 oberhalb und unterhalb des sich be-
F i g. 4 zeigt eine andere Ausführungsform für den wegenden Glases unterstützen die Wärmewirkung auf
Aufbau der Kammern und der Düsen, wobei die in den Vorwärmabschnitt mit einer durchschnittlichen
F i g. 4 dargestellte Ausführungsform der Kammer- 35 Eingangsleistung von annähernd 32 kW, um die
ausbildung im Bereich des Temperabschnittes 3 ent- Temperatur des Glases auf etwa 510° C zu bringen,
spricht. Die der Gaszufuhr dienenden Rohrstutzen die an der Oberfläche gemessen ist und bei einer
82, weiche die Kühlkammer 83 durchgreifen und die Fördergeschwindigkeit für das Glas von annähernd
in einer Speicherkammer 84 enden, haben als Kopf 4,57 m.
getrennt aufgesetzte Kammern 81, in welche Düsen- 40 Sobald die Leitkante der Glasfolie die letzte
köpfe 1S9 hineinragen, die mit horizontal anschlie- Walze des Vorwärmabschnitts verläßt und nachein-
ßenden und die Düsen bildenden Kanälen 87 ver- ander die Kammern 31, welche das Tragbett 30 bil-
schcn sind. Der Abstand der Düsenköpfe 159 zu den den, verläßt, wird die Folie erst teilweiseiind schließ-
angrenzcndcn Wandungen der Kammer 81 ist gerin- lieh ganz von dem gleichförmigen Druck des Gases
gcr als beim Ausfiihrungsbeispiel nach F i g. 3, so 45 getragen, der aus den Kammern ausströmt. Da nun
daß infolge der anderen Querschnittsform die Druck- die Kammern wenig oder keine Stützwirkung aus-
vcrtcilung über den gesamten Querschnitt der Zu- üben, wenn sie nur teilweise mit Glas bedeckt sind,
fuhröfinung näher an der sich in Richtung des sind die Reihen in einem bestimmten Winkel von der
Pfeiles 2 bewegenden Glastafel 1 ausgebildet wird. Senkrechten zu dem Transportweg des Glases aus-
Wie dargestellt, ist im Abschnitt 3 oberhalb der 50 gerichtet, so daß die Kanten der Glasfolie zum min-
Cilastafcl 1 eine entsprechend ausgebildete Kammer- desten in gewissen Abständen immer getragen sind,
anordnung vorgesehen. Außerdem garantiert diese Ausrichtung eine
F1 g. 5 zcigl wiederum die Druckverteilung ober- gleichmäßige Erwärmung des Glases dadurch, daß
halb des Ciiistragbettes mit Abschnitten 88 gleich- verhindert wird, daß Teile des Glases in der Längsmäßigen
Druckes, die über große Flächcnbcrcichc 55 richtung der Erwärmungszone nur über Ausströmreichcn
und nur durch sehr klcinflächigc Abschnitte bereiche wandern, wie dies der Fall wäre, wenn die
89 mil größerem Druckabfall unterbrochen sind. Kammern in der Richtung der Bewegung des Glases
Fig. 6 zeigt in Draufsicht eine andere Ausfüh- ausgerichtet wären. Ist das Glas erst einmal durch
rungsform für die Ausbildung der Kammern'des das Gas getragen, dann wird es durch Kantenberüh-
(iastragbeltes, wobei die Kammern 166 gemeinsame 60 rung und durch Rcibungscingriff seiner unteren
oder aneinander angrenzende Wandteile 169 haben Kante mit den umlaufenden Transportteilen 37
und die Auslaßleitungen 168 neben den übrigen transportiert. Zu diesem Zweck ist das ganze System
Wandleilen dieser Kammern liegen. Die Düsenköpfe in einer gemeinsamen Ebene unter einem Winkel von
sind in I·" ig. 6 mil 171 bezeichnet. 5" gegen die Horizontale geneigt, um dem Glas eine
Fig. 7 ist die Draufsicht VlI-VlI auf Fig. 6 und 65 Kraflkomponcnlc zu geben, die senkrecht zu den
läßt die Anordnung einer gemeinsamen Speicherkam- Treibscheiben gerichtet ist.
mcr oder Speichel leitung 174 für die Gaszufuhr zu Gasbrenner werden mil Naturgas und Luft in
den Diiscnk'öpfcn 171 erkennen, die wiederum mit Volumprozcntverhällnis von annähernd 36 gespeist,
wobei mit einem Überschuß von 260% Luftmenge über der für eine vollständige Verbrennung erforderlichen
Luflmenge gerechnet wird. Das Naturgas wird mit annähernd 169,92 dm3 je Stunde bei einer Querschnittsfläche
von 929 cm2 zugeführt. Die Verbrennungsprodukte werden den Speicherkammern zugeführt
und erzeugen in diesen einen Druck von annähernd 0,35 kg/cm2. Jede Kammer 31 hat Öffnungen,
die diesen Druck in den Kammern reduzieren, wenn sie durch das Glas auf etwa ein Einundzwanzigstel
des Speicherdruckes bedeckt sind. Das Gas wird dem Stiel einer jeden Kammer mit einer Temperatur
von 650° C und einer Strömungsmenge von annähernd 36,816 dm3 je Minute zugeführt.
Das Bett mit Kammern besteht bei dieser Ausführungsform aus 120 Kammern je Quadratfuß
(929 cm2). Das obere Ende einer jeden Kammer ist quadratisch, die äußeren Seiten sind 25,4 mm lang,
und die Abstände zwischen den Begrenzungswänden benachbarter Kammern betragen 2,38 mm. Jede
Wand ist 1,587 mm stark. Je Quadratfuß (929 cm2) Glasfläche bietet diese Bettkonstruktion einen gasförmigen
Stützbereich von 590 cm2 (das ist der Innenbereich der Kammer an ihrer Oberkante),
154,0 cm2 Gasausströmfläche und 182 cm2 Wandbereich der Kammer, der die Zuführungsbereiche
von den Ausströmbereichen trennt. Der nominale Kammerstützdruck bei einer Bedeckung durch Glas
von 6,35 mm Stärke beträgt 0,0161 kg/cm2 mehr als der Druck über der Glasfläche, der einen nominalen
Abstand von 0,0254 mm zwischen der Unterseite des Glases, welches von dem Gasfilm getragen ist, und
dem oberen Ende der Kammerwand aufrechterhält. Der nominale Ausströmdruck beträgt praktisch eine
Atmosphäre absolut.
Die Wärme wird den Glasplatten im Wege der Konvektion und der Wärmestrahlung aus dem Stützgas
zugeführt, welche sich auf einer Temperatur von annähernd 650° C befindet und der Kammer im
Wege der Strahlung aus Deckenheizspulen 18 mit einer Temperatur von mindestens 10° C über derjenigen
des Glases zusätzlich zugeführt wird, also im allgemeinen mit über 700° C. "Wird dem Ofen überhaupt
kein Glas zugeführt, dann wird eine Durchschnittsleistung von annähernd 30 kW aufrechterhalten.
Sobald die Zufuhr von Glas in den Ofen beginnt, werden die Heizelemente betätigt, um die
Wärme entsprechend den schwankenden Wärmeanforderungen liefern zu können. Hierbei erhöht
sich die Temperatur des Glases auf annähernd 650° C während der Zeit, während der das Glas seinen Weg
von 4,57 m Länge entsprechend der Länge der Erwärmungszone zurücklegt. Die Bodenheizspulen 18
unterhalb der Speicherkammern verbrauchen elektrische Energie in dem durchschnittlichen Betrag
von 58 kW unterhalb der Bedingungen beim Fehlen der Belastung und liefern die Wärme bei einer Temperatur
von etwa 700° C, um den Wärmepegel aufrechtzuerhalten und die Speicherbehälter heiß zu
halten. Weil sowohl der Oberseite als auch der Unterseite der Glasfolien Wärme zugeführt werden muß,
um Biegungen oder andere Krümmungen des Glases zu verhindern, wird das Gas bei ungefähr der
gleichen Temperatur zugeführt, auf der das Glas am Schluß erwärmt wird. Der Pegel der strahlenden
Wärmeenergie (das ist also der Temperaturpegel) oberhalb des Glases wird dann eingestellt, um einen
Ausgleich mit der Wärme herbeizuführen, die von unten auf das Glas gelangt mit der Zielsetzung, die
Glasfolien glatt und eben zu halten. So zeigt beispielsweise Glas, welches konvex nach oben gebogen
ist, in den ersten Erwärmungszonen oder auch in der Ablöschzone häufig einen Überschuß an Strahlungswärme.
Die Geschwindigkeit, mit der das Glas durch die Erwännungszone geführt wird, wird dann
so gesteuert, daß man die genaue Wärmezufuhr je Glasflächeneinheit und damit die exakte Temperatur
für das Tempern in der nachfolgenden Abschreckzone erhält.
Claims (11)
1. Verfahren zum Abstützen einer Glastafel zu deren Behandlung bei einer Glasverformungstemperatur,
bei welchem die Glastafel wenigstens teilweise getragen wird, indem Gas unter Druck
gegen die Unterfläche der Glastafel von einer Anzahl von gasliefernden Auslassen gerichtet
wird, wobei das Gas zu Gasabfuhrzonen, die zwischen den Gasauslässen liegen, strömen kann,
dadurch gekennzeichnet, daß das Traggas eine Glasverformungstemperatur hat, ran das
Glas auf Verformungstemperatur zu halten, und daß ein im wesentlichen vernachlässigbarer
Druckabfall zwischeji den Gasabströmzonen unter der abgestützten Glastafel und einem gemeinsamen
Gasabströmraum oder der Atmosphäre besteht im Vergleich zu dem Druckabfall zwischen der Gasquelle und den das Gas liefernden
Auslassen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabfall zwischen der
Gasquelle und einem gasliefernden Auslaß, der durch die Glastafel überdeckt ist, wenigstens
doppelt so groß ist wie der Druckabfall zwischen dem überdeckten Auslaß und dem Ausströmbereich.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabfall entlang der
Bahnen des Gasstromes zu oben offenen Kammern, wie den gasliefernden Auslassen, an verringerten
Öffnungen, die im Abstand von den oberen Enden der Kammern angeordnet sind, zunimmt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein wesentlicher Teil der Gase, die in die offenen Enden der Kammern eingeführt
werden, so gerichtet ist, daß ein direktes Auftreffen auf die darüberliegende Glastafel vermieden
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase, die in die oben
offenen Kammern eingeführt werden, anfangs gegen die seitlichen Begrenzungswände und/oder
die Böden der Kammern gerichtet werden.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche
mit einem Bett mit einer Anzahl von im Abstand zueinander angeordneten oben offenen Kammern,
wobei die oberen Enden der Kammern in einer gemeinsamen Erzeugerfläche liegen und Gasabströmzonen
neben den oben offenen Kammern angeordnet sind, gekennzeichnet durch Öffnungen (151) zur Einführung von Gasen zu diesen
Kammern und durch Mittel (34) zur Aufheizung der Gase, welche zu den oben offenen Kammern
(31) geliefert werden, wobei die Gasabström-
zonen (77 α) so geformt sind, daß sie einen geringeren Widerstand gegenüber dem Gasstrom
als die öffnungen (151) bilden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen (150) zur Einführung
der Gase zu den Kammern (31) so angeordnet sind, daß sie den Gasstrom von den obsren Enden der Kammern (31) wegrichten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasabströmzonen (77α) ίο direkt mit Durchtrittsmitteln (77) von größerem
Querschnitt verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamt-
querschnitt der oben offenen Kammern (31) über einen Glastragabschnitt des Bettes größer als der
Gesamtquerschnitt der Gasabströmzonen (77 a) dieses Abschnittes ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamtquerschnitt der
oben offenen Kammern (31) über einen Glastragabschnitt des Bettes etwa zwischen 5 bis 5O°/o
des Querschnittes dieses Abschnittes beträgt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die oben offenen Kammern (31) in Reihen angeordnet
sind, die in bezug auf die Bewegungsbahn schräg liegen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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